Auktion Dorenbach

  • Läck Bobby - soeben ist die "Chrotteschnurre" weg, der Preis ist ja direkt ab durch die Decke!


    In dieser Auktion wird die Möglichkeit geboten für relativ wenig Geld wertige, teure Messing-Modelle zu ersteigern.

  • Eigentlich muss ich Dir da schon beipflichten. Es hat ja wirkliche Spezialitäten im Angebot und die sind teilweise recht hoch weggegangen. Dennoch, wenn man schaut, was andernorts für solche Modelle bezahlt wird, dann sind die Preise sicher nicht überrissen.


    Soeben sind die Metrop-Loks Eva und Marianne weg. Da wurden aber wirklich stolze Preise bezahlt. Jetzt sind die Sigg-Modelle dran - uiuiuiuiui!

  • Und nochmals gestaunt. Der Chiquitta Express von Hui ging für Fr. 4650.- weg! Woahhhh!!! Dafür der Hui ICN für "nur" Fr. 1650.- und das Val-de-Travers-Monster von Westmodell für sagenhafte Fr. 960.-

  • So - während die letzten knapp 100 Positionen noch am Laufen sind, kann ich für mich eine persönliche Kurz-Bilanz ziehen. Ich denke, ich war ausgesprochen erfolgreich. Von den 13 abgegebenen Geboten war ich immerhin 10 mal erfolgreich. Ich denke, ich habe da gut eingekauft. Offensichtlich ist mein Beuteschema zum Glück nicht identisch mit dem des Mainstreams.


    Jetzt bin ich mal gespannt, was die Ergebnisliste dann für Zahlen liefert. Nach mir sollten alle Parteien, d.h. Einlieferer, Dorenbach und auch die Bieter mit dieser Auktion sehr zufrieden sein können. Wie es meinen Kollegen Hermann und Roger ergangen ist entzieht sich meinen Kenntnissen. Ich weiss nicht, wer worauf geboten hat.


    Ach ja, das wäre eigentlich noch ein kleiner Verbesserungsvorschlag an die sonst sehr zuverlässig und stabil laufende Auktions-Lösung: die erzielten Preise bitte wenn möglich real-time in die Auktionsliste eintragen.

  • Die 175. Auktion wurde soeben erfolgreich beendet.


    Wir danken unseren Mitarbeitern für ihre wertvolle Arbeit und
    ganz speziell unseren Kunden (Einlieferer und Käufer), welche ein so schönes Ergebnis möglich machten.


    Freundliche Grüsse

    Stefan

  • Wie es meinen Kollegen Hermann und Roger ergangen ist entzieht sich meinen Kenntnissen. Ich weiss nicht, wer worauf geboten hat.

    Keine Ahnung ob und was ich ersteigert habe. Wenn ich beim Val de Travers-Triebwagen mitgeboten hätte, wäre mein Gebot höher ausgefallen.;)


    wo kann ich denn die Ergebnisse sehen?

    Gruss Roger


    95 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Mein Fazit zur Auktion ein Hag Traktor, eine Hag Ae 8/8 in AC und ich werden wohl nie zusammen kommen.


    Doch 2 Dinge konnte ich ergattern, 1×6 Güterwagen und 1×5 Personenwagen wo ich schon lange wollte.

    Fahre AC auf M-Gleisen mit allem was mir gefällt. Anlage im Bau. Kopf voller Ideen.

    Einmal editiert, zuletzt von benschy ()

  • Salü Roger


    Es gibt da zwei Möglichkeiten


    - warten bis die Ergebnisse von Stefan oder Ursi erfasst sind (dürfte spätestens morgen der Fall sein)

    - gib mir per pn die Auktionsnummer an, dann kann ich nachsehen, wie hoch der Zuschlagspreis ist (natürlich nicht aber, wer den geboten hat)


    Das Nachschauen geht so, dass man sich einloggen muss und dann auf die Auktionsnummer gehen und quasi bieten will. Nur, das geht natürlich nicht, da die Auktion bereits beendet ist. Und genau da wird der Zuschlagspreis angezeigt.

  • Okay Roli,

    Offenbar bin ich ein Depp: Alle können ihre Gebote überprüfen - nur ich nicht. Kann mich nirgends einloggen. Warte ich eben auf ein Mail…

    Gruss Roger


    95 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • du schlicht vergisst deine Adresse aufzuschreiben, hast du erst recht verloren. :D

    das stimmt doch gar nicht, meine Ex Adresse ist sogar per Offset draufgedruckt und wurde juristisch auf Korrektheit überprüft. Freundlicherweise hat das Team trotzdem dieses 20 jährige Vorgebote Formular akzeptiert :) .


    Erwin, eigentlich kommt es gar nicht so drauf an, die Preise gingen so oder so weit höher als gedacht und auch wenn ich es gewusst hätte, hätte ich nicht wesentlich mehr geboten.


    Hohe Preise: hat ja indirekt auch sein Gutes hat, dann sitzen wir MoBa-Forumisten doch nicht gerade ganz auf altem Grümpel, wo noch dereinst die Nachfahren bezahlen müssen, dass es überhaupt jemand nimmt. Ich würde jetzt nicht gerade von Wertanlage bei Modellbahnen sprechen, aber klar und deutlich ist (nicht nur theoretischer via Sammlerpreislisten, Papier ist geduldig) sondern ganz real bewiesen worden, dass gewisse Modelle schon einen gewissen Wiederverkaufswert haben. Ob das ein Strohfeuer ist, weil genau dass vorhanden war, was in 99% der Sammlungen noch fehlt, oder ob dies eine allgemeine Modellbahn-Trendumkehr ist, bleibt abzuwarten.


    Ich habe auf 8 x Messing Modelle geboten, immerhin mindestens das Doppelte, teils 3-4 Fache vom Ausrufpreis - und kein einziges H0 Modell Zugeschlagen bekommen!! Im Deutschen gehen sie gar noch einen Schritt weiter, was ich persönlich nicht gut und für übertrieben halte, Ausrufpreise werden lächerlich tief angeboten. Will man was "Langweiliges" bekommt man es manchmal auch extrem günstig, will man was Gesuchtes, kann das Auktionshaus den Preis gleich ganz weglassen, oder für 1.- Ansetzen. Stimmt die Qualität und der Beschreib, weis jeder (Sammler) heutzutage dass die gebrauchte / bespielte 3014 - RET 800 häufig ist und beispielsweise der Diesel Rote Pfeil CLm 2/4 eine Rarität.


    So ging beim Auktionshaus zum Dorenbach heute die Position 1878 Sigg Modell (SBB) Be 4/4 12001 für CHF 2250.- weg, + Gebühren, = etwa CHF 2750.- Mit diesem Ergebnis dürfte und müsste der Einlieferer ganz zufrieden sein und ist auch beste Werbung für Dorenbach:thumbsup:. Zum Vorbild: es ist bekanntlich kein normaler üblicher SBB De 4/4 Triebwagen, sondern wenn man so will die 1. Digital Loki in 1:1. BBC Umbau 1972. Mit Drehstrom Asynchron-Motoren. Soweit bekannt, hat vor vielen Jahren Sigg als Einziger die Drehstrom Be 4/4 12001 angeboten. Man muss anerkennen, Sigg hat den Mut und den Spürsinn, sehr interessante SBB Modelle anzubieten. Doch die Laufeigenschaften dürften besser sein. Der schöne Jurapfeil von Sigg, der läuft wie eine Pferdekutsche über den Gotthard. So wird auch die Be 4/4 nicht unbedingt seidenweich laufen? Und käme Roco auf die Idee, eine stimmige Be 4/4 12001 auf den Markt zu bringen, würde der Preis massiv fallen. Nun, der Sammler will damals wie heute nicht 100 Jahre warten müssen, der will seine Begehrlichkeit sofort, was auch verständlich ist.


    Leerausgegangen bei Dorenbach bin ich trotzdem keines Weges: sondern habe (auch) antizyklisch geboten, ganz nahe zum Ausrufpreis. :thumbup: So ist denn oftmals weniger die offerierte Preishöhe entscheidend ob man etwas "bekommt" oder nicht, sondern schlicht und einfach die Nachfrage und vor allem die Quantität der Nachfrage. Kaum noch jemand möchte heutzutage gängige 45-50 jährige Metrop Re 4/4 I, oder Ae 3/6 I. Gegenüber der nahezu zeitgleichen Märklin RET 800 (3014) Re 4/4 I waren das schon optische Quantensprünge. Aber im Jahre 2021 sind auflagestarke Messingmodelle aus den 1960/1970-er auch optisch nicht mehr das Nonplusultra. Hingegen, der Diesel-Roter Pfeil SBB CLm 2/4 möchte jeder klassische SBB Sammler "unbedingt" haben...

    So sind die Ergebnisse aus meiner Sicht durchaus logisch und begründbar. Dieser Trend ist schon seit Jahren feststellbar.


    Mich breichte es gerade mal für 2 Stücke bei Dorenbach. Der langsamste Schnellzug in Spur I, erfolgreiches Gebot bereits "nur" zum Ausrufpreis. Maximal Speed 40-45 km/h, Betriebsgeschwindigkeit: 25-35 km/h. In Spur 0 hab ich nicht viel, aber auch da gibt es eine Ausnahme: die Märklin Bierwagen der 1688 Serie möchte ich langfristig komplett haben: der leicht bespielte, aber durchaus noch sammelwürdige Märklin 1688 Löwen-Bräu: nur CHF 90.-:thumbsup: schliesst eine weitere Lücke:thumbsup:.


    Erwin, die Wirtschaft lebt davon und will, dass man Geld verliert. Das ist der ewige Widerspruch!!! Einerseits, der Dagobert Duck hat das Geiz-Image und anderseits, nehmen Leute Kredite auf, für ihren Lebensunterhalt, heisst es schnellmal: die leben auf Pump. Nicht gerade eine gesellschaftliche Anerkennung. Der Spruch: wären alle Autos bezahlt, gäbe es keine Staus! Dieser abgedroschene Ausdrucksweise hat absolut was Wahres!! Aber die Sachlage ist weitaus komplizierter. Den Autoherstellern machen wohl nicht die Autoposer Sorgen, sondern die vernünftigen, oft akademisch gebildeten Jugendliche, welche weder Autos 1:1 noch Modellbahnen 1:87 "toll" finden... So ganz ohne Status Symbole kommen - und wollen - auch die nicht auskommen, aber es definiert sich komplett anderst, als noch vor 1-2 Generationen vorher. Kleidung, eigentlich nicht so die Kleidung selbst, sondern ganz primär die Marke, auch Turnschuhe und Handy-Gadgets haben die Spur 0 Modellbahnen aus Grossvaters Zeiten abgelöst.


    Da muss man sich keinen Illusionen hingeben, es mangelt nicht an Versuchungen... am Ende des Monats ist das Geld so oder so weg.


    "Der Weg nach Worb" funktioniert auch als Beispiel Zermatt aus, einen günstigen Heimweg zu finden.

    - über die Furka kostet mehr Benzin und Bremsbelege und beansprucht das Getriebe mehr.

    - unter die Furka durch kostet Wartezeit und das Ticket für den Autotransport

    - dito Lötschberg.

    - fährt man durchs Unterwallis via Freiburg Bern, kommt man bei Bümpliz vorbei.

    - und Zermatt seinerseits ist selbst in der Nebensaison schnell mal im Bereich der Messingmodelle, aber süchtig machend. Von wegen es gäbe dort nur Massenabfertigung. Man muss nur einen finden, welche eine Wette macht und verliert... :love::D:)


    Davon ein ander mal und nicht unter Dorenbach


    Gruss

    Hermann

  • Alle

    ?!?

    Lieber Roger

    das meinst Du jetzt aber nicht ernsthaft?

    Es gibt Gott sei Dank noch Menschen, die sind besser, höflicher, kompetenter und schneller und Präziser als jeder Quanten-Komputer. Die haben irgendwie Gene, welche bei mir vergessen gingen, noch viel male mehr als bei Dir.

    Gruss

    Hermann

  • Hallo Roli


    Der Preis für den Hui Chiquita erstaunt mich eher im negativen Sinn, der Zug kostet neu rund 5500.-, der letzte Zug ging für knapp 6500.- weg, von da her hätte ich mehr erwartet.


    Interessanterweise kann ich bei meinen Auktionen nach wie vor ein Gebot abgeben und sie werden grün, dies sollte meiner Meinung nach nicht der Fall sein oder?

  • Offenbar bin ich ein Depp: Alle können ihre Gebote überprüfen - nur ich nicht. Kann mich nirgends einloggen. Warte ich eben auf ein Mail…

    Ja Roger, du warst kürzlich so stolz darauf, dass du dein Vorgebot auf einem Fetzen Papier abgegeben hast. ;) Kannst du dich nicht einloggen, hast du dich sicher auch nie für das elektronische Bieten angemeldet. Ob du jetzt noch zwei Tage zusätzlich wartest um zu erfahren ob dein Gebot erfolgreich war oder nicht, darauf kommt es nicht an. Den Telegramm Boten aus der analogen Zeit gibt es schon länger nicht mehr. :D



    Hohe Preise: hat ja indirekt auch sein Gutes hat, dann sitzen wir MoBa-Forumisten doch nicht gerade ganz auf altem Grümpel, wo noch dereinst die Nachfahren bezahlen müssen, dass es überhaupt jemand nimmt.

    Sobald die Ergebnisse aufgeschaltet sind, schaue ich sie mir an um mir ein eigenes Urteil zu den Preisen bilden zu können. Grundsätzlich bin ich der Meinung, den meisten Modellen haftet ein ein unglaublicher Wertzerfall an. Mit dem Sammeln von Messingmodellen habe ich 1982 begonnen. Wenn ich nur schon die aufgelaufene Teuerung einrechne, dann sind solche Modelle ein unglaubliches Verlustgeschäft. Modelle mit Jahrgang 1982 erreichen heute in den seltesten Fällen ihren damaligen Kaufpreis. Gemäss dieser Tabelle müsste es um seinen Wert zu erhalten, heute einen um Faktor 1.6 höheren Preis erzielen.


    Solange solche Modelle Hobby bleiben ist es egal was sie kosten. Werden sie als Wertanlage betrachtet, sind sie weder eine zukunftsträchtige noch intelligente Investition.


    Im speziellen die 0815 Modelle der bekannten Hersteller sind durch ihre schiere Masse so gut wie wertlos. Fehlt die Schachtel dazu, sinkt der Wert noch einmal deutlich. Sind sie dazu nicht im Neuzustand oder verbastelt, heisst das Verdikt, ab in den Müll. Mir soll meine Sammlung jetzt und heute Freude bereiten, was danach ist, interessiert mich nicht einmal ansatzweise. Es ist einfach ein Anhäufung irdischer Güter, die etwa 99 Prozent der Bevölkerung als sinnlos bewerten wird, global gesehen. Es ist ein Luxus den ich mir leisten kann, das ist alles. Ob meine Sammlung nach meinem Ableben verkauft, teilverkauft oder entsorgt wird kann mir egal sein. Eines weiss ich mit Sicherheit, als komplette Sammlung wird sie nicht mehr weiter existieren und hat damit ihren ursprünglichen Reiz bereits verloren.


    Ich mag es dem Auktionshaus Dorenbach sehr gerne gönnen, dass es eine erfolgreiche Auktion war. Ich denke, man darf es aber nicht als Zeichen einer Trendumkehr deuten. Wir haben immer noch Corona und damit ist zum Teil viel Geld vorhanden, dass in in normalen Zeiten für andere Dinge ausgegeben wird.

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Erwin, ich teile deine Ansichten vollumfänglich.


    Stimmt, ich habe auf dem Papier geboten und konnte mich nach der Auktion nicht mehr anmelden/einloggen. So ist es wohl.

    Nach den Voten hier, was für Spritzenpreise die Auktion erzielt hat, eilt es mir eh nicht mehr…

    Gruss Roger


    95 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Solange solche Modelle Hobby bleiben ist es egal was sie kosten.

    schon nicht ganz, es wird ja nicht billiger, wenn wir dem Hersteller / Verkäufer sagen: es ist nicht beruflich, nur für das Hobby! Das ist doch dem egal, aus welchen Gründen wir eine Modell kaufen. Auch für das Hobby muss ja irgendwie das Geld her kommen, wenn wir nicht einen Bancomat sprengen wollen. Falls wir das jemals machen, kann ich jetzt schon dem Polizisten bei der Aufklärung helfen: den Erwin kann man gleich ausschliessen, der wüsste vielleicht gar nicht mehr, für was "richtiges Geld" heute noch im seriösen Bereich angewendet wird. Erwin würde wenn schon, eine digitale Zuleitung anstreben.

    noch intelligente Investition.

    jede real vernünftige Person wird Dir Erwin letztendlich zustimmen müssen, ob man will oder nicht.


    Aber wieso muss man das menschliche Verhalten bis ins letzte Detail in dumme und vernünftige Handlungen einteilen? Gibt es da überhaupt eine schlüssige Antwort auf die Modelleisenbahn??? Viele Dinge tut man einfach und es kann Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis sich herausstellt, ob es dumm oder intelligent war, Modelleisenbahnen zu kaufen.


    Und es kommt schon sehr drauf an, wen man konkret dazu befragt. Es ist kein Zufall, dass klassische Autoverkäufer autofahrenden Menschen im Alter von 65 bis 89 Jahren ausdrücklich für ihre Fahrtauglichkeit loben und bewundern, auch wenn er gerade vorher den Gardenpfosten kaltverformte. Und ein Heinz Urech wird auf so eine Frage wohl antworten: es ist dumm keine Modellbahn zu kaufen! Auch stellt sich umgehend die Frage, was hätte man sonst mit diesen Ausgaben gemacht? Es gibt sicherlich noch deutlich dümmere Möglichkeiten, sein Geld anderwertig auszugeben.


    Aber so krass wie Du es Erwin auf den Punkt bringst, könnte man meinen; die Leute wo noch Potential auf Vernunft besteht kommen ins Burghölzli und die wo Hopfen und Malz verloren ist, sind Aktive Home Office MoBa-Forumisten:D;):).

  • Hermann,


    Die Wertfrage wird mir immer wieder gestellt. Nicht primär für meine Sammlung sondern von Leuten die alte Märklin Modelle, oft noch bespielt haben oder erbten. Typischerweise aus den 70er Jahren, vielleicht einmal aus den 60er Jahren und davon immer die Anfangspackungen oder die klassischen 0815 Modelle besitzen. Wie bei vielem ist oft der Gedanke, alt gleich wertvoll. Was eher selten der Fall ist. Besonders krass wird es nach meiner Meinung bei den grossen Spuren 0 und I. Dort ist der Markt dermassen klein. Es braucht entweder viel Schnauf oder noch mehr Zeit um Wunschpreise zu erzielen. Viele freuen sich über Schnäppchen und glauben gleichzeitig eine Wertanlage in den Händen zu halten. Eine etwas paradoxe Haltung. Zum Schnäppchen wurde es meist, weil keine Nachfrage existiert. Warum soll es in den neuen Händen plötzlich eine Wertanlage sein?


    Genau aus diesem Grund empfehle ich solchen Leute, kauft Edelmetall oder Edelsteine. Die verlieren ihren Wert nie, zerfallen nicht und können in kleinen Häppchen verkauft werden.


    Wie sollen z.B. die Bauten von Roger wertmässig bewertet werden? Von der darin steckenden Arbeit, schlicht unbezahlbar.


    Grundsätzlich bin ich der Meinung, in immer mehr Bereichen funktionieren Märkte schlecht bis gar nicht mehr. Das ist in England aktuell augenfällig. Das Transportwesen per Lastwagen funktioniert nicht mehr zuverlässig, da mittlerweile 100'000 Lastwagenchauffeure fehlen. Den sowieso schlechten Job mit einem besseren Lohn zu versüssen, ist eher keine bis gar keine Option. Noch schlechtere Bedingungen anbieten, jederzeit. Das wird erst der Anfang sein und uns auch früher oder später betreffen. Gewisse Lieferketten funktionieren heute schon nicht mehr richtig. Betrifft übrigens auch den Bereich Modellbahn, wie einem kürzlich von Eyro versandten Newsletter nachzulesen ist.


    Deswegen nocheinmal, Modelle sammeln soll in erster Linie dem Besitzer Freude bereiten und der Wertfaktor muss ganz weit hinten stehen. Wer wie ich Sammler ist und das meiste beim Erscheinen kauft, zahlt fast immer zu viel. Zuerst landet es bei den Händlern in Aktionen und später auf Online Börsen, Auktionen und Modellbahnbörsen.

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.