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  • Uiuiui, das ist kompliziert...

    das ist noch untertrieben, bei mir beginnt da bereits die Error Phase...


    Sucht heute überhaupt noch jemand eine Lok (1:1) "von Hand"? Wahrscheinlich "sagt" eher dem Lokführer sein Handy, wo was zu tun sei? Dann ist es ja nicht so schlimm, wenn eine allfällige zukünftige (Güter) Lok nicht mehr Re 4/4 VII / Re 470 heisst, sondern einen langen Computer Code aufweist?

    Danke Michel für Deine Erklärungen und Hinweise:)

  • Hallo Hermann

    das ist noch untertrieben, bei mir beginnt da bereits die Error Phase...

    Naja, das ganze hat bei der SZU alte Tradition und ist nicht etwa neumodisch, im Gegenteil, man versucht mit den aktuellen Nummern ein wenig Ordnung in das System zu bringen. Aber etwas was man Jahre lang hatte gibt man ungern auf.


    Sucht heute überhaupt noch jemand eine Lok (1:1) "von Hand"? Wahrscheinlich "sagt" eher dem Lokführer sein Handy, wo was zu tun sei? Dann ist es ja nicht so schlimm, wenn eine allfällige zukünftige (Güter) Lok nicht mehr Re 4/4 VII / Re 470 heisst, sondern einen langen Computer Code aufweist?

    Danke Michel für Deine Erklärungen und Hinweise :)

    Naja, dies ist eigentlich das tägliche Brot, kein PC, kein Handy, kein GPS sagt einem LF wo seine Lok steht. Im Gegenteil in seinen Dienstunterlagen sieht er, welche Lok er nehmen muss und wo diese stehen sollte. Die eindeutige Indentifizierung der Lok erfolgt mittels dem Abgleich sichtbare Loknummer und Loknummer in den Dienstunterlagen. Ausser natürlich es wird nach dem "Haufenmanagement" remisiert. Dann weiss der Lf nur, ich muss eine oder zwei Re 420 nehmen und nimmt die vordersten, danach meldet er die Loknummern.


    Bei der SZU ist die Disposition, Fahrdienst etc. im Giesshübel oberhalb des Bahnhofs, daher könnte ich mir vorstellen, dass genau deshalb die Nummer auf dem Dach ist, um dort zu sehen ob die richtige Lok am richtigen Ort ist, dies wiederum ist für die Planung des präventiv Unterhalts sehr wichtig, da dieser oftmals Kilometerabhängig ist.


    Bezüglich deiner Thematik zu Re 4/4 VII oder eben Re 470, dies ist zwar Offtopic aber passt gerade hier rein. Das ganze ist keines Wegs eine Erscheinung der letzten Jahre, ganz im Gegenteil, die UIC Nummer bei Güterwagen und Personenwagen wurde bereits in den 1960er in der Schweiz eingeführt, die UIC Nummer der Triebfahrzeuge (neues Nummernsystem) erfolgte dann im Jahre 1989, also vor 30 Jahren. Damals noch nicht im Bezug auf die EU etc, da die meisten Triebfahrzeuge nur innerhalb der Schweiz verkehrten. Viel mehr war das alte System veraltet und die Verwechslungsgefahr bei Re 4/4 II, III, IV, VI, VII war einfach zu gross, den hier geht es teilweise um sicherheitsrelevante Vorschriften. Nun ist jedoch die Gefahr grösser die Re 4/4 IV mit der Re 4/4 VI zu verwechseln als die Re 440 mit der Re 460, was im übrigen genau so viel heisst wie Re 4/4 4 oder eben Re 4/4 6. Da man bereits in den 1980er wusste, dass man Triebfahrzeuge mit nicht angetriebenen Achsen wohl kaum mehr bestellen würde, machte die Bezeichnung 4/4 (4 angetriebene Achsen von 4 Achsen) keinen Sinn mehr und man konnte dies vereinen in Re 4 (4 Achsen), 6 (6 Generation), 0 (SBB) oder eben Re 465 (5= BLS).


    Sogar die Ae 4/7 erhielt noch faktisch die Nummer Ae 497, wurde jedoch nie mehr angeschrieben. Sprich die neue PC_Nummer oder eben UIC Nummer bei den Loks/ Triebwagen ebenfalls einzuführen war längst überfällig, denn wie wir alle wissen kommt auch die EDV dahinter besser damit klar. Sprich rein theoretisch ist eine Re 4/4 II bereits seit 1989 eine Re 420, die UIC Nummer wurde damals einfach nicht angeschrieben, sondern jeder wusste Re 4/4 II 11200 ist faktisch die Re 420 200. Die genaue Geschichte dazu, kann hier gut nachgelesen werden.


    Ab ca. 2014, 2015 herum wurde dann entschieden, die Europaweit gültige umgangssprachlich genannte TSI-Nummer einzuführen, dies wurde auch nötig, damit man nicht mehr zwischen Inland- / Auslandsnummer entscheiden muss. Die TSI-Nummer ist 12 stellig und anhand von ihr kann man das Land, das Stromsystem, die Achsanzahl, ob Elektro, Diesel etc. herauslesen und durch das EVU kürzel z.B. CH-SBB weiss man auch gerade wo die Lok hingehört. Somit ist es auch nicht nötig, dies in iregndwelchen Systemen im Hintergrund abzulegen, welche dann wieder alle EVU Zugriff darauf haben, sondern kann ein System im Haus haben, welches fähig ist die 12-stellige TSI - Nummer zu entziffern und weiss dann am PC, in der Planung etc. um was für eine Lok es sich handelt und welche Fähigkeiten (bezogen auf das Einsatzgebiet) diese Lok bietet.


    Schlussendlich schliesst sich dieser Kreis, die TSI Nummer muss aussen am Fahrzeug angeschrieben sein, seitlich, Position, Farbe, grösse etc. sind genormt. Diese Nummer wird vergeben und ist daher Pflicht, auch für historische Fahrzeuge. Meist sind sie dort jedoch so gut als möglich versteckt, aber wenn man danach sucht findet man die Nummer. Wie weiter oben erwähnt gibt es für Interne Nummerierungen aber keine Pflicht diese zu entfernen, daraus ergibt sich dann halt eben, das man die TSI Nummer anbringt, aber die gebräuchliche und beim Personal bekannte Nummer als grosse Nummer auf die Fahrzeugseite, Fahrzeugfront etc. aufklebt. Solange das Personal weiss, um welches Fz es sich handelt geht dies.


    Beispiel SBB, beim Personenverkehr wurde die TSI Nummer bei den Re 420 auf der Seite angeschrieben, im grauen Bereich des Balkens. Seitlich und bei der Front ist nach wie vor die 5 stellige Chromnummer angeschrieben, bei SBB Cargo hat man die Frontnummer durch eine grosse Nummer ersetzt, welche den wesentlichen Teil der TSI Numemr beinhaltet z.B. 420 309. Gemäss damaligen Aussagen, sei dies eine Konsequenz daraus gewesen, dass oftmals das LP die Lok nicht fand, wenn in den Unterlagen die Rede von 420 309 war und draussen dann nur die 11309 zu finden war, bzw. xxxx 420 309 xxx nur auf der Seite ersichtlich war.


    Nun noch zu deiner Re 470, eine solche gibt es bereits, da es eine Mehrsystem Lok ist, heisst die Lok bei uns Re 474 und wäre eigentlich eine Re 4/4 VII.


    Du siehst, so kompliziert ist dies gar nicht ;)


    PS:@admin Falls zu fest OffTopic, am besten einen eigenen Thread dazu erstellen, besten Dank.

  • Was mir positiv auffällt: die Farbe des Chromrahmens, bzw. Betriebsnummer und Ortsnamen scheint mit derjenigen der Bahninitialen identisch zu sein. :thumbsup:


    Das lässt für künftige Serienmaschinen ebenfalls Hoffnung aufkommen.

    Gruss Roger


    86 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Aus meiner Sicht sind die Bahninitialen immer noch heller. Wobei das Foto dafür kaum genügend Aussagekraft hat. Hätte ich diese Modelle vorletzte Woche genauer angeschaut, wüsste ich es jetzt. :( Allerdings war das auch nicht das Thema.

  • Erwin, bei der auf Ricardo eingestellten neuen ‚Olten‘ ist klar ersichtlich, dass die digital aufgedruckten ‚Chrom‘-Zahlen tatsächlich immer noch dunkler als die Bahninitialen sind... und die Betriebsnummer prangt ungeachtet der entsprechenden Hinweise an Hag immer noch zu hoch an der Flanke. ;(

    Gruss Roger


    86 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.