SBB, Kälte, Störungen?

  • Mit erstauenen habe ich diesen Artikel zur Kenntnis genommen . Wie hatte es Hermann am Wochenende so schön formuliert, wie können zwei ÖV Benutzer so unterschiedliche Erfahrungen machen.


    Meine persönliche Feststellung, sie entspricht wirklich den Tatsachen, meine Verbindungen Zürich Wiedikon - Zürich HB - Dübendorf und Dübendorf Giessen - Stettbach HB - Zürich Wiedikon waren am pünktlichsten an den kältesten Tagen. Am Dienstag fiel zwar die S9 im Raum Schaffhausen Eglisau aus, in Zürich stand der Ersatz bereit und verkehrte pünktlich. Was will ich mehr. Auch heute, der Zug von Zürich nach Luzern pünktlich wie noch nie. Das gleiche auf dem Rückweg. Scheinbar ist mir die Glücksfee hold und verschont mich vor Verspätungen. :thumbsup: Ich bleibe also weiterhin dem ÖV treu. :)

  • Ich bleibe also weiterhin dem ÖV treu.

    Dir bleibt ja auch nichts anderes übrig, wenn Du nicht zu Fuss gehen willst.... :whistling::D

    Gruss Roger


    86 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Dir bleibt ja auch nichts anderes übrig, wenn Du nicht zu Fuss gehen willst....


    Ich könnte immerhin lernen Auto zu fahren. :vain:


    Im Moment gibt es immer noch keinen Grund dazu, auch heute war ich absolut pünktlich unterwegs. Die Autofahrer waren vorsichtig wie noch nie unterwegs und alle S-Bahnen mit grossen Verspätungen betrafen mich nicht.

  • Als Betriebseisenbahner kann ich mit gutem Gewissen sagen, bei eisiger Kälte und tropischer Wärme sind die Probleme am grössten, der Unterschied merkt man schon, aber alle tun ihr bestes um möglichst viele Züge Pünktlich von A nach B zu bringen. Wie sagt man so schön, das unmögliche wird sofort erledigt, die wunder dauern ein wenig länger :grin:

  • Da gibts den Ausführungen von Michel nichts mehr hinzuzufügen :thumbsup:


    Wir tun unser Möglichstes, den Fahrplan so stabil wie möglich zu halten.

  • Ich könnte immerhin lernen Auto zu fahren.



    Aber Erwin, du als eingefleischter nicht-Autofahrer - ich will ja nicht schreiben - als eingefleischter Grü... :) - wo willst den du deine Karre parkieren?? Ach so, du baust einen Kran an die Hauswand und stellst die Karre aufs Dach, oder so! :lol: ¨


    Machs wie ich, ich brauche meine Kiste nur noch zum Einkaufen, weil ich ja nicht mehr schwer heben kann, darum komme ich morgen mit dem Zug nach Dietikon und Schlieren, natürlich mit gütiger Hilfe von Roland der mich in Zug abholt, denn bei uns im Süden schneit es wie verrückt und bald beginnt das Chaos auf den Strassen! :hail:

    Ich habe eigentlich nichts gegen Anwälte, aber einen mag ich gar nicht, aber irren ist menschlich!




    Grüsse


    Fredy

  • schneit es wie verrückt

    ... das ist ungerecht! Alle haben Schnee, nur Schwyzer nicht. Gestern meldete "Blick", die ganze Schweiz" wacht im Schnee auf... Wenn nicht zwischen dem Rütli und den Mythen, wo soll sich die Schweiz befinden?
    Genf, Bern, Horgen, sogar Basel und das Tessin, alle haben neuen Schnee erhalten. In der Region Brunnen passierte Gegenteiliges: ein schwacher lauwarmer Föhn machte dem Schnee deutlich den gar aus. Die Bergspitzen sind noch gut eingeschneit weiss, doch unterhalb von Morschach hats nichts mehr. Sogar auf die Rigi Stock Flue kann man gut zu Fuss auf den Gipfel hinauf! Fredy lass es bitte schneien! Bring allen Schnee in unsere Region. Bis Ostern ist noch Ski-Time.
    Gruss
    Hermann

  • Edit
    kaum fragt man Fredy was, liefert er höchst speditiv und schnell wie der Blitz, nun schneit es auch endlich in Brunnen :thumbsup:

  • kaum fragt man Fredy was, liefert er höchst speditiv und schnell wie der Blitz, nun schneit es auch endlich in Brunnen



    Hermann,


    da sieht man einfach zu was der Mensch fähig ist!! :pleasantry:


    Jetzt kann ich sogar das Wetter manipulieren, aber das ist nicht unser Schnee, geht gar nicht, denn bei uns schneits immer noch wie verrückt! :hi:

    Ich habe eigentlich nichts gegen Anwälte, aber einen mag ich gar nicht, aber irren ist menschlich!




    Grüsse


    Fredy

  • Im Verhältnis zur Verkehrsleistung sinken die Störungen laufend. Es gibt aber immer regionale Schwerpunkte oder gehäufte Störungen nach Anlagengattungen. Das sah man sehr gut bei den Schienenfehlern/Brüchen. Die kommen bei Kälte besonders häufig vor. Imzwischen musste der Unterhalt massiv verstärkt werden, was dann aber zu baubedingten Einschränkungen führt. Ich prognostiziere, dass die Störungen in anderen Anlagengattungen zunehmen werden. Nicht nur, weil beim Unterhalt gespart wird, sondern auch wegen der sinkenden Bauqualität.
    Wettersituationen wie diese Woche sind eigentlich nicht störungsfrei zu halten. Wenn es sehr kalt ist und dann lokal viel schneit, friert immer irgend etwas an. Beheizte Weichenverschlüsse sind noch längst nicht überall verbaut. Die SBB treiben einen grossen Aufwand für den Winterdienst. So gibt es für jeden Betriebspunkt eine spezifische Vorhersage für das Wetter, welche wesentlich genauer sind als die normalen Wetterprognosen. Es gibt auch eine Prioritätenordnung, welche Weichen zuerst gereinigt werden müssen.
    Wenn dann eine Störung aufgrund von Schneefall da ist, ist es meistens nicht die Einzige. Dass technisches Personal auf Pikett etwas kostet, ist auf Managementebene naturgemäss nicht so gerne gesehen. Dazu kommt, dass der Pikettmonteur die gleichen Probleme bei der Anfahrt hat, wie der gemeine Strassenbenutzer. So kann es manchmal länger dauern bis alles abgearbeitet ist. Der Betrieb möchte natürlich eine Prognose über die Dauer, am besten bevor der Techniker überhaupt losgefahren ist.
    Dazu kommt im Winter spezielles Pikettpersonal für die Schneeräumung im Gleisbereich. Hier gilt sinngemäss die gleiche Problematik wie oben. Vor vielen Jahrzehnten wurden dafür Taglöhner von der Strasse geholt, heute unvorstellbar.
    Und noch etwas: Gerade die Piketttechniker arbeiten mit einem gewissen Risiko, da wegen der Vorlaufzeit nicht die gleichen Sicherheitsmassnahmen wie bei einer regulären Baustelle aufgezogen werden können. Vor zwei Tagen habe ich einen Arbeitskollegen durch einen Unfall verloren, der mit einem Störungsbehebungsauftrag beschäftigt war, er hinterlässt Frau und Tochter. Diese Leute sind dafür unterwegs, den Bahnbetrieb möglichst stabil zu halten. Bitte denkt daran, bevor ihr euch darüber aufregt, dass euer Zug ausgefallen ist.

    E Gruess


    Hänsu

    Ich halte Genauigkeit für poetisch


    (Robert Walser)

  • Im Verhältnis zur Verkehrsleistung sinken die Störungen laufend. Es gibt aber immer regionale Schwerpunkte oder gehäufte Störungen nach Anlagengattungen. Das sah man sehr gut bei den Schienenfehlern/Brüchen. Die kommen bei Kälte besonders häufig vor. Inzwischen musste der Unterhalt massiv verstärkt werden, was dann aber zu baubedingten Einschränkungen führt. Ich prognostiziere, dass die Störungen in anderen Anlagengattungen zunehmen werden. Nicht nur, weil beim Unterhalt gespart wird, sondern auch wegen der sinkenden Bauqualität.


    Hänsu - für mich besteht der absolut subjektive Eindruck, dass sich die Stöärungshäufigkeit massiv verschlechtert hat. Fast täglich gibt es irgendwelche Störungsmeldungen. Ob mein Eindruck objektiv auch richtig ist oder nicht kann ich nicht beurteilen. Ich kenne die Verkehrsleistung nicht, nehme aber an, dass sich die Intensität gegenüber vor 10 oder 20 Jahren signifikant gesteigert hat. Ein anderer Punkt ist auch die Informationsverbreitung. Die ist heute massiv intensiver und zeitnah. Ob es allerdings wichtig ist im Säuliamt zu wissen, ob jetzt im hintersten Winkel des Vallés des Joux oder im hinteren Tösstal ein Streckenarbeiter einen fahren liess sei aber dahin gestellt.