SBB Baudienst-Wagen

  • nach neuen Wellen-Fotos, deren Höhen erreichten gestern mit der Gischt nun volle 2 Meter (!), so bin ich danach beim Bhf Brunnen vorbei gekommen.

    Dort interessierten mich 2 SBB Baudienst Wagen. Vor allem würde mich deren Alter wunder nehmen?


    In H0 fertige Buco ab 1954 SBB Magazin- und Unterkunftswagen her, 10-15 Jahre später folgten dann die etwas exakteren Modelle von Liliput.


    Mich nimmt wunder, sind diese Wagen (Vorbilder) "Neuanschaffungen" aus den 1950-er Jahren oder sind es effektiv noch Wagen, welche als Vorbilder für die Buco H0 Wagen 1954 dienten? Welche ihrerseits aus alten 2-Achser Personenwagen stammten, welche - schon DAMALS - ausrangiert wurden. Wenn das so wäre, müsste die SBB Mannschaft 2018 mit Material vorlieb nehmen, welches seinen Ursprung von gegen 100 Jahren hatte. Der Aufbau selbst, wird natürlich neueren Datums sein.


    Ich traute mich nicht, im inneren zu fotografieren, das ist deren Privatsphäre. Vielleicht sind die Wagen alt und die Mannschaft will gar keine neuen Wagen? Wer weis ob ggf. neure Wagen dienlicher wären? Lange wird man diese Wagen wohl nicht mehr antreffen? Kommt man zufällig ungeplant an Bahnhöfen vorbei, stehen die Objekte der Begierde nicht immer so, wie man es sich wünschte. Die Wagen stehen voll im Gegenlicht, bez. ganz im Schatten, was flaue, farblich langweilige Fotos ergibt, ist halt so.


    Gruss

    Hermann

  • Aus dem Kopf würde ich vermuten, die Chassis stammen von alten SBB 2- und 3-Achser Wagen. Die Aufbauten dürften neuer sein oder allenfalls nur verblecht.

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Ich stütze Erwins Theorie über den Ursprung und Verwandlung der Wagen.

    Gruss Roger


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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Aus dem Kopf würde ich vermuten, die Chassis stammen von alten SBB 2- und 3-Achser Wagen. Die Aufbauten dürften neuer sein oder allenfalls nur verblecht.

    Genau, so ist es.

    Die Aufbauten sind bei diesen Wagen neu, irgendwie Holz/ Kunststoff, weiss nicht mehr ganz genau, wie man es nennt.

    Auch gab es Neu- Aufbauten aus Leichtstahl.

    Die ex.2-/ 3- Achser Werkzeug- / Unterkunftswagen, denen man am Wagenkasten den ehemaligen Personenwagen erkennen konnte, sind schon lange umgebaut, ausrangiert oder stehen noch bei Museumsbahnen herum.

  • Ich teile diese Meinung nur bedingt. Sicher entstanden die dreiachsigen Unterkunftswagen auf Basis alter Personenwagen, tlw. mit modernisierten Wagenkasten. Das war circa Mitte der 60er—Jahre, u.a. In der HW Yverdon.

    Die von Hermann fotografierten „Einheits“-Werkzeug und Unterkunftswagen sind ziemlich sicher Neubauten. Die Machart typischer zeitgenössischer Güterwagen verrät sie. Die erste Typenskizze dieser Bauart wurde 1972 in der HW-Yverdon gezeichnet. Zuvor wurde mit diversen Prototypen experimentiert. Ob die auch wirklich gebaut wurden, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Viele dieser Wagen haben haben Firmenschilder von Josef Meier mit Baujahren ab Mitte der Siebzigerjahre. Leider sind sie auf dem absteigenden Ast, es sind bereits viele Exemplare rezikliert worden. Die Zukunft gehört gelben Containern auf gelben Kgs.


    Leider ist das Thema Dienstwagen extrem schlecht dokumentiert. Hier hilft also nur Archivtauchen, während über die RhB bereits das gefühlte zwanzigtausenste Buch erschienen ist.

    E Gruess


    Hänsu

    Ich halte Genauigkeit für poetisch


    (Robert Walser)

  • Ja, schade, denn einen Rottenwagen mit Küche würde sich auf der Anlage sehr gut machen. Leider weiss ich über dieses Thema auch nicht richtig Bescheid.

    Gruss Roger


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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Roger, dir kann geholfen werden. Der ältere dreiachsige Unterkunfts-/Rottenküchenwagen gibt es von AKU und der Werkzeugwagen soll auch in der Mache sein.

    Eine günstige Alternative sind die Wagen von Liliput.

    E Gruess


    Hänsu

    Ich halte Genauigkeit für poetisch


    (Robert Walser)

  • Ja, einen roten Wagen von Liliput habe ich schon. Aber ich weiss nicht, ob dort eine Rottenküche eingebaut ist. Wie sind denn diese Küchenwagen richtigerweise beschriftet?

    Gruss Roger


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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Meistens steht Unterkunftswagen/Wagon réfectoire drauf. Die haben auch eine mehr oder weniger kleine Küche. Heutzutage dürfte da eher Mitgebrachtes verspeisen werden. Ob es noch von Köchen betriebene Wagen gibt, entzieht sich meiner Kenntnis. Vermutlich eher nicht.

    Wer schon mal mit so einem Wagen mitgefahren ist, weiss dass diese ziemlich miese Laufeigenschaften haben. Die sind also eher für den stehenden Betrieb gedacht.


    https://www.tagesanzeiger.ch/s…rschwinden/story/25269618

    E Gruess


    Hänsu

    Ich halte Genauigkeit für poetisch


    (Robert Walser)

  • Ach so: wenn auf den Wagen mit der Rottenküche 'Unterkunftswagen' steht, dann habe ich mit dem Liliput-Modell ja schon eine solche (bzw. einen Wagen, der als Rottenküche durchgehen könnte.... Du siehst: ich habe keine Ahnung von der Materie. :D

    Danke für die Weitergabe von Wissen.:thumbsup:

    Gruss Roger


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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • wenn es geht, versuche ich noch mehr Detailfotos zu erreichen.


    Die werden ja wohl nicht mit Zwiebeln kochen wollen. Es hat heute schon die Mythen Wirtin einen Schreck bekommen; die Blumen-Spezialistin fragte nach einer Apfelwähe, sie hätte "Niedle" darauf haben können und wollte nicht. So habe ich halt den Rahm auf meinem Nussgipfel gewollt, da sagt sie, (die Wirtin) "das macht man nicht"!?! Die wissen nicht was gut ist, dort oben...

  • Kochen ist immer gut :D


    Da habe ich doch noch ein Bild gefunden:



    Das ist die Küche eines Wagens der neueren Bauart, wie von Hermann fotografiert. Die Unordnung erklärt sich dadurch, dass der Wagen dem Abbruch geweiht ist.


    Dieser Wagen fehlt im Modell, selbst als Ankündigung. Wenn es mir langweilig wird, baue ich mal einen ;)


    Nochmals der Werkzeugwagen, im Innern etwas weniger fotogen:



    Das Teil rechts ist eine ausklappbare Esse, welche für das Einstellen der Stempel der Jüdel-Weichenverschlüsse benutzt werden kann.


    Der gleiche Wagen von Aussen, während einem Nachteinsatz:



    Er ist einer der wenigen, der noch für ein Sicherungsanlagen-Team der Instandhaltung unterwegs ist.


    PS: Die Bilder haben schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Da waren die Kameras noch nicht so leistungsfähig.

    E Gruess


    Hänsu

    Ich halte Genauigkeit für poetisch


    (Robert Walser)

    2 Mal editiert, zuletzt von TEE1055 ()

  • Danke Hänsu für die sehr selten zu sehenden Innenfotos:thumbsup:.


    All zu lange werden es diese Wagen effektiv nicht mehr machen, ihr Zustand könnte besser sein. Jedenfalls für eine Museum Erhaltung, da müsste viel repariert werden. Vielleicht hat diese Wagen das eine Büro ausrangiert und ein anderes Büro sein Veto eingelegt, halt halt, die brauchen wir noch?


    Ob diese heutigen Fotos überhaupt eingestellt werden sollten? Nicht dass die SBB meint, ich sei ein unzufriedene SBB Reklamierer. Und die eher noch grössere Gefahr ist, dass einige vom MoBa-Forum nun hingehen, und ihre wunderschön hochglänzende H0 Altbau-Wagen noch mehr altern wollen;):facepalm:... Ein H0 Modell, egal ob Lok oder Wagen, kann gar nicht genug Hochglanz haben, dann sind sie am schönsten! Auch wenn sein Vorbild bis zu ca. 150 Jahre alt ist, es ist immer schön, wenn ein H0 Modell in Hochglanzform daher kommt.


    Die Ausrangierung der Dampfloks habe ich knapp nicht mehr mitbekommen, das Ende der Krokodile, Ae 3/6 II und neuer, sehr wohl. Direkt vor der Nauenstrasse stand solcher interessanter "alter Grümpel" beim alten Depot Basel ab mitte der 1970-er Jahre. Jetzt im Jahre 2018 oder allenfalls auch wenige Jahre später, sind auch die letzten Exemplare der "Guten alten Zeit", eben diese alten Bauzugwagen am Verschwinden, was die offizielle SBB angeht. Sonst existiert "Alteisen" nur noch bei Bauma und anderen Museumsbahnen.


    Zumindest heute wurde dieser Bauzug rege gebraucht, nichts da von Nostalgie.

  • Hallo Rigel

    den hast Du schön gebaut:thumbsup:

    Das wäre wohl nichts für mich, da hat es unendlich viele Details.


    Hoffentlich bringt die Erneuerung auch was? Güterzüge sind noch ein guter Indikator, wie es um die Wirtschaft steht. Es ist mir schon klar, dass heute Sonntag ist und auch Lokführer hoffentlich Anspruch auf Sonntage haben und das ein Sonntag-Nachmittag statistisch irrelevant ist. Trotzdem, derart wenig Züge hätte ich nicht erwartet. Auch was Personenzüge anbelangt, war es sehr sehr ruhig.


    Irgendwann wenn ich mal genug verrückt bin, stelle ich mich mal an einer geeigneter Position hin, für 24.00 Stunden mit einem Block und Bleistift und Kamera. Es ist ja nicht eine Nebenlinie, sondern es handelt sich um DIE SBB Gotthardstrecke, von wegen Kapazitätsengpässe. Wenn man viele Züge erleben will, kommt man um die Region Zürich nicht herum.


    Die ruhige Zeit beanspruchte die Gleisbau Abteilung, obwohl Sonntag ist, waren die Gleisbauer zumindest in Teilbereichen aktiv am bauen. Hier ein paar Details-Fotos. Vor Jahren gab es mal von Liliput so ein ähnliches Frontfahrzeug, die Baumaschine stammt ja auch aus Österreich. Die Förderwagen sind mir nicht bekannt, dass es die als Modell gibt? Das wäre den auch entweder grob, oder aber extrem teuer aufwändig mit so vielen Details und kaum ein Drehgestell ist von gleicher Art und jede Menge Knöpfe, Schalter, und Luft- wie auch Hydraulik Schläuche.


    Verschiedene Bauzüge

        


       



    Wagen Details

         


         


         


         


         

    Digital ist überall, selbst an Bauzugwagen hat es Piktogramme!!


         


    Moderner Prellbock; schön geht anderst...

    Das ist vielleicht was für Erwin? Ich meine aus technischer Sicht, nicht optisch: weil er aus erstaunlich wenig und bis auf die Schrauben mit erstaunlich feinen Materialien auskommt!


    Müsste ich einen Prellbock herstellen, würde ich dicke Stahl- und Gussteile, Puffer und Eichenholz verwenden, also klassische schöne Bauart.

    Dieses Ding da mag vermutlich ein Vielfaches an Kräfte aufnehmen bis es verform. Für einen Prellbock sind die beiden Platten extrem dünnwandig ausgeführt. Dafür wurde mit massiven Schrauben nicht gespart, etwa 18 Stk sind es pro Seite. Und damit kein zusätzlicher Balken montiert werden muss, sind die beiden "Bleche" auch noch schräg ausgeführt, ebenso die Absätze. Ganz bestimmt erfüllt dieser Prellbock die an ihn gestellten Aufgaben spielend, aber schön ist sowas nicht unbedingt? Dennoch, wahrscheinlich ist ein klassischer Prellbock schon längstens zertrümmert, bis diese neue Bauart zerbricht.


    Zweckmässig mit dem Minimum das Maximum. Mir gefällt die alte Bauart viel besser. Trotzdem eine interessante Ausführung nach modernem Designe.


         


         


          


    Schön dass es noch Signalbrücken in moderner Form gibt. Vorgänger davon gibt es im Märklin Katalog seit 1906.

  • Hallo Hermann


    Im P-Verkehr merkst du am Gotthard bzw. dem Zulauf keinen grossen Unterschied, im Gegeteil am Wochenende gibt es den Gotthard Panoramic Express und je nach Weekend Zusatzzüge. Sprich es hatte heute in etwa gleich wenig Personenzüge wie sonst ;)


    Eine Netzüberlastung muss nicht zwingend am Gotthard sein, es bringt aber nichts wenn die Güterzüge am Schluss vor den Grenzbahnhöfem stehen, sprich um über Kapazität zu sprechen muss man dies über die gesamte Achse betrachten.


    Zum Frei der Lokführer, im Cargo hat man meist frei am Sonntag, im P-Verkehr arbeitet man meist 2, teilw. 3 Sonntage im Monat.

  • Danke Michel für Deine Erläuterung:)


    Aber heute war doch Sonntag! Es hatte während gut 2 Stunden mehr Bauzüge unterwegs, als irgendwelche sonstigen P oder G Züge.

    Es ist wohl wie Du sagst, es bringt nichts, wenn sich die Züge an der Grenze stauen. Die Bahn bekommt das besser zustande, als der Lastwagenverkehr. Die Chauffeure sind nicht zu beneiden: sie müssen einerseits auf die Sekunde genau jedenfalls darf es nicht weniger sein, ihre Ruhezeiten einhalten, was zur Folge hat, LKW geeignete Rast- und sonstige Plätze sind oft bis zum aller letzten Winkel völlig "ausgebucht".


    Gruss

    Hermann

  • Müsste ich einen Prellbock herstellen, würde ich dicke Stahl- und Gussteile, Puffer und Eichenholz verwenden, also klassische schöne Bauart.

    Genau, die Titanic würdest du genauso wie das Original bauen, es ist viel schöner als heutige Schiffe und erst noch unsinkbar. ;) So unsinkbar, dass die Olympic und Britannic danach schleunigst nachgebessert wurden. Wobei die Britannic auch bereits 1916 sank, allerdings dank der Nachlässigkeit der Mannschaft. Dafür gab es genügend Rettungsboote an Bord, deswegen nur eine kleine Opferzahl. Details dazu sind hier nachzulesen.


    Die Bleche worauf die Puffer auflaufen, müssen die Kraft in den Prellbock einleiten, nicht mehr und nicht weniger. Man merke sich, die einfachsten funktionierenden Konstruktionen sind noch immer die Besten. Kompliziert konstruieren ist nicht schwierig, dass kann jeder. In der Einfachheit zeigt sich der wahre Meister. :thumbsup:

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Man merke sich, die einfachsten funktionierenden Konstruktionen sind noch immer die Besten

    äh wieso haben sie denn vor dem potthässlichen Ding trotzdem noch einen alt ehrwürdigen funktionellen Hemmschuh-Keil voran platziert:phat:. Damit der hässliche Prellbock nicht zu fest beschädigt wird?!?


     


    :thumbup: die Titanic verblieb immerhin mehrere Stunden über Wasser, trotzdem dass ein riesiger Eisberg gerammt wurde. Hätten sie mehr Rettungsboote und ein eingespieltes Team gehabt, hätten mehr Menschen gerettet werden können. Wenn eine höchst gefährliche tödliche Notfall Situation eingetroffen ist und die Diener (u. verm. einige Gäste?) haben ein Problem damit, dass 3. Klasse Gäste durch ihre 1. Klasse laufen, dann zeigt sich die (un)soziale Gegebenheit, und nicht Technik.


    Es gibt auch unter den Hochseekapitänen unterschiedliche Meinungen ob der Kapitän optimal reagiert hatte? Ich möchte jedenfalls nicht auf diese Weise getestet werden;(. Es heisst, er wusste ja im Dunkeln gar nicht so genau, wo genau der Eisberg lag, der grösste Teil ist ja unter Wasser. Es heisst, mit seinen Hin und her Manöver hätte er erst recht den Rumpf aufgerissen.


    Wieso erwähnst Du Erwin die Titanic? Das ist jetzt einer der ganz wenigen Fällen, wo der Kapitän eine viel weiter südliche Route hätte nehmen sollen und wenn schon ihm seine eigene Crew meldet und zwar immer wieder stundenlange vorher: Achtung Eisberge! Der dortige Atlantik ist keine See-Berg-Bahn, der Kapitän hätte sein Tempo markant drosseln sollen. Oder aber die Rekordfahrt ohne Gäste durchführen. Alles in allem war die Titanic wirklich ein Wunderschiff, das Unglück ist auf eine ungünstige Wettersituation zurückzuführen - zu der Zeit war auch der Rhone- und Aletschgletscher annähernd bis knapp an die FO-Bahn heran. Aber vor allem war die Titanic auf menschliches Versagen zurück zuführen. Etwa 25 Jahre später explodierte das Gasgemisch anstatt in einem Automotor, im Rumpf vom Zeppelin "Hindenburg" bei seiner Landung und ca. 45 Jahre später explodierte das Raumschiff Challenger als pulverisierter Totalschaden. Mag ein Unglück auch noch so tragisch sein, es hat noch nie wirklich nachhaltig die Menschen bewogen, vorsichtiger zu sein und auf einfacheren Strukturen leben zu wollen. Es sind auch schon Taucher und Bergsteiger verunglückt und trotzdem gibt es immer wieder neue Bergsteiger und Taucher und Schnellfahrversuche bei Eisenbahnen.


    Von wegen moderne Schiffe immer besser:

    Estonia Bj. 1980, (schnell!) gesunken 1994

    Super Schiff Costa Concordia 2006, Havarie 2012

    2017 fuhr die Schweizer Diamant markant zu nahe am Ufer und hatte Kontakt mit einem aufragenden UW-Felsen. Schiff nicht gesunken, aber erheblich defekt , es folgte eine teure Reparatur. Sowas gab es mit dem Dampfschiffen nie! Und bei Kollisionen verloren immer die anderen...


    Frachter Riese Ever Given Bj. 2018 steckte 2020 seine Nase in die Wüste und war gänzlich hilflos. In 150 Jahren Suezkanal gab es sowas - so krass - nie. Was genau und warum sich was wie wo auf der Brücke abgespielt hat, wird sich nie ganz klären lassen, die Aegyptische Regierung und US FBI wird kaum als Erstes das Schweizer MoBa-Forum unterrichten, was genau vorgefallen sein mag. Vielleicht können die Admins das bewerkstelligen? Nach derzeitigen Kenntnisstand Deutscher Lotsen, wie in diversen Medien zu entnehmen ist, sind keine natürlichen Ursachen wie Wind oder (Sand)Sturm schuld! Das Riesenschiff fuhr viel zu schnell und ohne Korrekturabsichten erkennbar, effektiv in die Wüste hinein...


    Und Erwin, von wegen Benzin/Dieselmotor, natürlich hast Du Recht, es ist klar dass das Drehmoment frühstens an der Kurbelwelle entsteht, manchmal tue ich viel zu stark vereinfachen, bei Traktoren misst man das Drehmoment bisher (klassisch) sogar erst an der Zapfwelle.

    Und ich bin mit Dir auch einig, dass etwas was kreisrund läuft, massive Vorteile gegenüber komplizierten vielschichtigen Automotoren hat.

    Und dennoch gibt sich der klassische im Prinzip uralte Verbrennermotor nicht so leicht geschlagen.


    Frage mich nicht wie genau und vor allem nicht wie alltagestauglich und servicefreundlich, aber in Extremis können es widererwarten "Explosionen" mit Elektromotor in Sachen Beschleunigung knapp noch aufnehmen, auch wenn es total unlogisch erscheint und wohl auch ist.


    Spitzensportwagen mit Verbrennermotoren schaffen 0 auf 100 Km/h Werte in unvorstellbaren kurzen 2,4 Sekunden. Der schnellste Elektro Tesla schafft dies in 1,99 Sekunden, d.h. beide sind in Welten angekommen, welche für den durchschnittlichen Autofahrer jenseits von beherrschbar sind. Es soll mir keiner erzählen, wenn jemand mit 420 km/h auf der Autobahn fährt und hinter einer langgezogenen Kurve ein Stau vorhanden ist, er würde selbstverständlich rechtzeitig bremsen (können), dito wenn bei >100 km/h auf einer Überlandstrasse ein Traktor mit Pflug einbiegt. Daher interessieren mich überschnelle moderne Sportwagen nicht sonderlich. Zumal die auch bedeutend schlechtere Alltageigenschaften haben und schlicht im Aufwand zu teuer sind. Es reicht bereits ein Kuhdreck oder etwas Regen oder im Herbst feuchtes vergammeltes Laub auf den Strassen und der Citroen DS, oder auch der 2CV bemerkt dies gar nicht und der Bugatti liegt trotz der sehr effektiven elektronischen Traktionshilfen verloren und verdätscht als Edelschrott Sondermüll im Strassengraben. spätestens dann, wenn die Fahrer so schlau sind, ABS, EPS etc auszuschalten!


    Dass der 4-Takter immer nur beim 4. mal Kraft liefert, ist nicht so schlimm, dafür hat er ganz klare Strukturen, was auch seine Vorteile hat. Es sagte ja niemand, vor allem vor dem Erdölschock und Klima Herausforderungen, man dürfe nur einen Motor mit einem Zylinder haben. 8-12 Zylinder sind perfekt, bei gutem Motorenzustand sind dann immer und jederzeit gleichzeitig mehrere Zylinder am arbeiten.


    Neu gegen alt ist eine immerwährende endlose Geschichte, sehr häufig grob im Bereich 45 : 55 zu Gunsten von Neuem. Würde immer nur das Neue gewinnen wären Krokodile und Haie auch ohne menschlies zutun längstens verschwunden. Würde immer nur das Alte gewinnen, könnte mir die Alphorn-Lehrerin keine Hausaufgaben geben, ohne viel Aufwand zu betrieben. Sie kennt mein eigenes Händy um ganze Faktoren besser als ich selber. Anstatt dass sie ein teures 15 Kilo Xerox Tonband auftreibt, spielt sie mir auf meinem Handy ein paar Stücke vor, welche ich zu Hause abhören und nachspielen sollte. Die "Tonband-Möglichkeit" befindet sich standardmässig auf dem Handy unter "Extras" bezeichnet, in erstaunlich guter Aufnahmequalität und das gleich mehrfach. Dies stellt für mich eine erstklassige Hilfe dar, wenigstens ein bischen besser im Alphornspiel zu werden.


    Gruss

    Hermann