SBB Baudienst-Wagen

  • Aber heute war doch Sonntag! Es hatte während gut 2 Stunden mehr Bauzüge unterwegs, als irgendwelche sonstigen P oder G Züge.

    Es ist wohl wie Du sagst, es bringt nichts, wenn sich die Züge an der Grenze stauen. Die Bahn bekommt das besser zustande, als der Lastwagenverkehr. Die Chauffeure sind nicht zu beneiden: sie müssen einerseits auf die Sekunde genau jedenfalls darf es nicht weniger sein, ihre Ruhezeiten einhalten, was zur Folge hat, LKW geeignete Rast- und sonstige Plätze sind oft bis zum aller letzten Winkel völlig "ausgebucht".

    Eben sprich weniger Güterzüge dafür mehr Personenzüge, GoPex und je nach Wetter im Tessin Zusatzzüge.

    Sprich für das Beispiel Brunnen sieht man je Stunde, je Richtung folgende Personenzüge:

    - 1x S2

    - 1x S3

    - 1x IR Treno Gottardo

    - 1x IC Lugano

    - je 2h den EC nach / von italien.


    Sprich um die 8-10 Personenzüge je Stunde + Zusatzzüge, wegen Bauarbeiten viel gestern jedoch die S3 aus, sprich zwei Züge weniger.


    Ob dies die Bahn besser hinbekommt wage ich zu bezweifeln, die Züge sind meist schnell durch die Schweiz und bleiben dann an der Grenze bereits heute mal kürzer mal länger stehen. Arbeitszeit und Ruhezeit ist bei uns Lokführern ebenfalls, wenn nicht sogar noch genauer geregelt, auch wir müssen uns an eine min. Ruhezeit halten und an eine max. Zeit an welcher wir am Stück fahren dürfen, gerade bei verspäteten Güterzügen immer wieder ein Konfliktpunkt.

  • äh wieso haben sie denn vor dem potthässlichen Ding trotzdem noch einen alt ehrwürdigen funktionellen Hemmschuh-Keil voran platziert

    Der Hemmschuh ist da um Fahrzeuge zu verlangsamen oder zu bremsen. Die Kräfte wirken auf Rad und Schiene. Der Prellbock ist der letzte Notnagel, dass der Wagen nicht über das Schienenende hinausfährt. Starke Stösse auf die Puffer bekommen den Wagen gar nicht gut, dafür sind sie nicht ausgelegt.


    Wieso erwähnst Du Erwin die Titanic?

    Das Beispiel ist perfekt. Die Schiffe wurden immer grösser, das Limit war noch lange nicht erreicht. Die Ingenieure zum Teil komplett abgehoben. Sie dachten sie können mit Technik alles realisieren. Ein Schiff als unsinkbar zu bezeichnen, mit zu wenigen Rettungsboote zu bestücken, an Arroganz kaum mehr zu überbieten und gleich auf der ersten Fahrt wurden diese Leute hart auf den Boden der Realität gerissen. Immerhin, die vielen Opfer waren nicht umsonst, die Reeder wurden zu starken Nachbesserungen und höheren Sicherheitsstandards verpflichtet und vielleicht sogar gezwungen.


    es hat noch nie wirklich nachhaltig die Menschen bewogen, vorsichtiger

    Doch, sie oben. Man baut schon lange keine Brücken mehr wie in Münchenstein. Obwohl vom damals berühmten Gustave Eiffel entworfen und von seinem Unternehmen gebaut. Manches Eisenbahnunglück führte in der Folge zu verschärften Sicherheitsmassnahmen.


    Und dennoch gibt sich der klassische im Prinzip uralte Verbrennermotor nicht so leicht geschlagen.

    Er ist bereits geschlagen, die Politik hat das so beschlossen. Er ist bereits ein Auslaufmodell.



    Neu gegen alt ist eine immerwährende endlose Geschichte, sehr häufig grob im Bereich 45 : 55 zu Gunsten von Neuem.

    Ich staune immer wieder wie du ruck zuck Zahlen aus dem Hut zauberst, die in keiner Weise belastbar sind. ;)


    Ist alt gut, bleibt es auch. Genügt es den Ansprüchen, der Sicherheit usw. nicht mehr, wird es durch Neues ersetzt und verschwindet.


    Hätte sich damals Henry Ford durchgesetzt und es hätte keinen funktionierenden Markt gegeben, würdest du heute verschiedene Ford T Modelle als Strassenfahrzeuge haben. Henry Ford war damals der Meinung, der Ford T hat alles was ein Auto braucht und eine Weiterentwicklung erübrigt sich. Damit hätte er sich beinahe ruiniert.

    Zum Glück haben sich die Ewiggestrigen bisher kaum durchgesetzt, in der Technik schon gar nicht. Bei Ideologien gelingt es leider manchmal für eine begrenzte Zeit. Es gibt so viele Technologien die innert kürzester Zeit durch Neue geradezu weggespült wurden. Wer vor dem 1. Weltkrieg geboren wurde und die Mondlandung noch erlebte, hat vermutlich die grössten gesellschaftlichen und technologischen Umwandlungen miterlebt. So etwas wird es wahrscheinlich nie mehr geben.


    Um auf dein Lieblingsflugzeug den Vampire zurück zu kommen. :D Wir sind beide alt genug, dass wir noch die erste Generation Kampfjet im Alltag erlebten und miterlebten wie der Düsenjet das kolbengetriebene Propellerflugzeug im Passagierverkehr ablöste. Ich hoffe ich werde noch genug alt, dass ich auch noch die ersten Elektroflugzeuge im Passagierverkehr erlebe. Was folgt dann danach?

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Hallo Hermann

    Die Förderwagen sind mir nicht bekannt, dass es die als Modell gibt? Das wäre den auch entweder grob, oder aber extrem teuer aufwändig mit so vielen Details und kaum ein Drehgestell ist von gleicher Art und jede Menge Knöpfe, Schalter, und Luft- wie auch Hydraulik Schläuche.

    die Wagen sind sogenannte MFS (Material-Förder-Silo) Wagen. Im Modell (H0) gibt es sie als MFS 100 als Bausatz von Kibri und MFS 40 als Bausatz von Kleinspoor. Es gibt Grundsätzlich nicht so viele Modelle von Bahnbaufahrzeugen, da auch im Original viele Sonderanfertigungen unterwegs sind.


    Siehe auch unter:

    Bahntechnik Rollmaterial

  • Zum Glück haben sich die Ewiggestrigen bisher kaum durchgesetzt, in der Technik schon gar nicht. Bei Ideologien gelingt es leider manchmal für eine begrenzte Zeit. Es gibt so viele Technologien die innert kürzester Zeit durch Neue geradezu weggespült wurden.

    Erwin, das stimmt jetzt so pauschal nicht so ganz und Du hast dieses mal schon etwas meine Beiträge aus dem Zusammenhang etwas heraus gerissen.

    Die Welt hat bisher und gleichzeitig Platz für Ewiggestrige und Links Progressive und das ist auch gut so. Sobald sich eine der beiden Seiten zu viel Reichweite anmasst, erfolgt umgehend auf der anderen Seite die Gegenreaktion.


    Also ich müsste mich keine Sekunde besinnen, ob ich lieber ein Ewiggestriger wäre oder ein links progressiver Transhumanist. Es kann sich heute jeder und auf beiden Seiten die Welt so zurechtrücken wie er sie sieht oder sehen will, mindestens auf der virtuellen Ebene.


    Benziner-Verbrennungsmotor: Erwin, hoffentlich bleibst Du noch möglichst lange am Leben, aber für das wirkliche Ende des Benzinmotors müsstet Du noch 100-200 Jahre älter werden. Höchstwahrscheinlich werden bald mal Benziner & Co zu Gunsten der Elektrofahrzeuge markant weniger in der Anzahl werden, aber, einfach verschwinden werden sie noch ganz lange nicht. Man muss da schon unterscheiden, was die aktuelle Politik gerade definiert und was Realität ist und sein wird. Der Höhepunkt vom Benziner ist klar vorbei, aber "weg" noch lange nicht. Wahrscheinlich wird es mehrere Antriebstarten parallel geben.


    Von wegen Ewiggestrige, da muss man sich viel eher um die Futuristen Sorgen bereiten.

    Seit 30 Jahren gibt es immer wieder spannende Versuche und nachfolgende Forschungsprojekte von Biosphäre 2 (1 wäre die Erde). Hauptsächlich in Arizona und Hawaii, aber auch anderst wo auf der Welt in kleinerem Rahmen. Das letzte Experiment musste jetzt im Herbst 2021 wieder 1 x mehr abgebrochen werden, wegen Sauerstoffmangel. Das Ganze mag sich als Spinnerei anhören, aber es ist kein Experiment durchgeknallter Köpfe, sondern fundiert wissenschaftlich aufgegleist. Aber dennoch, selbsttragend nicht finanzieller Art gemeint, sondern im Sinne von einigermassen unabhängig der Erde, autark seine Atmosphäre und sein Essen erzeugen und bewahren, gelang bisher nie wirklich. Der Problem sind viele, aber am meisten schon der rapide sinkende Sauerstoffgehalt. Und berücksichtig man noch, wie angenehm warm es in Arizona oder Hawaii ist, da bin ich wirklich lieber noch so gerne in Richtung Ewiggestriger. Ich nehme nicht an, dass die Unis für ihre Experimente die Probanden haben sterben lassen, also ist auch der psychologische Druck weg oder zumindest viel kleiner, als es im Notfall auf dem Mars wäre. Falls ein Notfallfunkruf vom Mars die Air Zermatt erreichen sollte, müssen die Helfer antworten: sorry unsere Reichweite liegt üblich bei horizontal 1-15 Km und vertikal bei 3.5 bis ca. 4.5 Km über Meer. Die Distanz kann im Bedarfsfall 150-200 Km ausgeweitet werden, aber für mindestens 56 Mio Km reicht es wirklich nicht, wir können euch nicht retten.


    Eigentlich ist die bemannte Raumstation ISS ein riesiger Erfolg, seit 21 Jahren wird die Station dauernd bewohnt!!! Aber es funktionierte bisher nur, weil die Station nicht autark ist, sie und vor allem deren Menschen sind 100% davon abhängig, dass die Versorgungsflüge auch wirklich funktionieren. Ein SBB Bauzug oder Notfall Evakuierungszug nützt auch nichts.


    Die Ewiggestrigen waren von den ersten Menschen welche die Schweiz dauerhaft besiedelten und werden zu den letzten gehören welche verschwinden werden. Es mag ein paar unmögliche Typen und Gefolgsleute darunter haben, doch die hat es überall in der ganzen Parteienlandschaft. (wenn auch vielleicht eine Spur weniger?...)


    Lass doch den Ford Ford sein, bezüglich Preis-Leistung hatte er ja (zu damaliger Zeit) recht. Und er selbst war durchaus eine Koryphäe auf seinem Gebiet, aber selbst so jemand ist weder Alleswissend noch unersetzlich wichtig. Hätte er stur auf seinem Standpunkt beharrt, hätten ihn Peugeot, Mercedes-Benz, Citroen und Fiat um so vehementer im wörtlichen Sinne links und rechts überholt. Ob ihm das passte oder nicht.


    Erwin, meine Prognose ist: bis es gute Elektroflieger geben wird, auf dem Niveau und Leistung einer Boeing Jumbojet B-747, da musst Du noch 100 bis 1000 Jahre alt werden. Da glaube ich eher, dass mit viel Aufwand wieder ein paar bemannte Raketen zum Mond fliegen werden. Aber sicher nicht um zu bleiben.


    Mondlandung: natürlich ist das eine Riesenriesen-Topleistung gewesen, welche indirekt durchaus wahrscheinlich für jeden Menschen deren Ergebnisse zum Vorteil gereichte. Doch das individuelle persönliche Empfinden spielt schon auch eine Rolle. Wahrscheinlich beeinflusste die Erfindung der Glühlampe oder die ++ Befehlsgeber-Steuerung, oder die Alpha-Laval Melkmaschine einen Ewiggestrigen mehr, dieser hätte ja gar nicht bemerkt, dass ihm Neil Armstrong und seine Kollegen vom Mond zu winkte.


    Ein Progressiver Linker würde tot unglücklich, müsste er wie ein Ewiggestriger leben und umgekehrt würde letzterer feststellen, nicht mal als Knecht taugt einer vom Pol gegenüber. Es braucht nun mal mehrere politische und gesellschaftliche Strömungen, wenn ein Land möglichst gut funktionieren soll.

    Ich würde keine Schweiz wollen, welche nur noch aus Ewiggestrigen bestehet und noch weniger eine Regierung welche Linksfeminismus als für alle Menschen verbindlichen Standard durchsetzt, sondern es braucht alle!


    Marc

    Danke Marc für Deinen Hinweis:). Potz Donner Marc hast Du diesen Bauzug schön zustande gebracht:thumbsup:. Gratulation dazu!

    Hui vor solchen Bausätzen da habe ich noch ordentlich Respekt!


    Gruss

    Hermann

  • Eigentlich ist die bemannte Raumstation ISS ein riesiger Erfolg, seit 21 Jahren wird die Station dauernd bewohnt!!! Aber es funktionierte bisher nur, weil die Station nicht autark ist, sie und vor allem deren Menschen sind 100% davon abhängig, dass die Versorgungsflüge auch wirklich funktionieren. Ein SBB Bauzug oder Notfall Evakuierungszug nützt auch nichts.

    Für eine autarke Bewohnung ist die Station zu klein. Dafür müsste sie vermutlich 10 mal grösser sein oder gar noch mehr. Mit Hydroponik und anderen platzfressenden Räumen und Einrichtungen. Und das muss alles zuerst nach "oben" geschafft werden, wer zahlt?


    Und wenn's dann "oben" ist, muss es dauernd unterhalten und repariert werden. Auch hier: wer zahlt?


    Heutzutage ist die Station für Experimente ausgerichtet. Es wird dauernd umgeräumt und verstaut. Und es müffelt ... :supersad:

    Gruss

    Peter


    dif-tor heh smusma - live long and prosper

  • Anstatt dass sie ein teures 15 Kilo Xerox Tonband auftreibt,

    Du meinst vermutlich eine Revox Tonbandmaschine, Xerox kenne ich als Hersteller von Kopiergeräten, zumindest früher.


    Wenn du eine Nagra Tonbandmaschine erwähnt hättest, dann wäre ich vor Ehrfurcht in die Knie gegangen. Das ist wirklich Schweizer Feinmechanik und Qualität in der besten Form.

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • ob ich lieber ein Ewiggestriger wäre oder ein links progressiver Transhumanist


    Regierung welche Linksfeminismus

    Da hätten wir deine Hauptfeindbilder fein säuberlich aufgelistet. ;)



    hoffentlich bleibst Du noch möglichst lange am Leben, aber für das wirkliche Ende des Benzinmotors müsstet Du noch 100-200 Jahre älter werden.

    Es geht nicht darum wann das letzte Auto mit Benzinmotor ausser Betrieb genommen wird, sondern wenn es so klar in der Minderheit ist, dass die Treibstoffbeschaffung zum Problem wird. Die Engländer sind bereits am üben wie das aussehen könnte. :D Mit Strom wäre das nie passiert. 8)



    Die Ewiggestrigen waren von den ersten Menschen welche die Schweiz dauerhaft besiedelten und werden zu den letzten gehören welche verschwinden werden.


    Hermann, du hängst einer Philosophie nach, die du selber sehr wenig konsequent lebst. Ein richtig Ewiggestriger verzichtet auf alle modernen Errungenschaften und führt ein äusserst bescheidenes und einfaches Leben. Die Amish People in den USA sind solche Leute in der modernen Welt oder Indio Stämme mitten im Amazonas die nur von der Natur leben. Ich will so sicher nicht leben und ich habe da meine grossen Zweifel ob du das könntest und wolltest. Bei den Indios im Amazonas kann die ganze moderne Welt zusammen brechen, sie bemerken es vielleicht nicht einmal. Wir aber sofort und ziemlich auf die gleiche Weise. Ist dir dein Überleben in den grössten Krisen wichtig, werde Prepper, vielleicht erhöht es deine Chance nachher einsam im Chaos zu leben, wünsche viel Spass dabei. ;)


    meine Prognose ist: bis es gute Elektroflieger geben wird, auf dem Niveau und Leistung einer Boeing Jumbojet B-747, da musst Du noch 100 bis 1000 Jahre alt werden.


    Wieso muss es immer das Maxium und das Grösste sein? Man wird klein mit einem Zubringer beginnen, Prototypen gibt es schon oder mit kleinen Regionalflugzeugen. Vielleicht braucht es in ferner Zukunft gar keine Flugzeuge mehr und es haben sich andere Lösungen ergeben. Jumbos und A-380 sind heute schon Auslaufmodelle. Selbst als Frachtflugzeug ist der Jumbo nicht erste Wahl. Die die gute alte MD-11 hat die Nase vorn.


    Ich finde das extrapolieren von irgendwelchen Werten immer amüsant. Es schliesst Neuerungen einfach einmal per se aus, die diese teils zum Verschwinden bringen. Darum ist diese Geschichte mit dem Pferdemist in den Städten immer wieder amüsant zu lesen. Das beginnende Autozeitalter hatte niemand als Lösung im Fokus. Das Problem Pferdemist war schnell gelöst, dafür gab es andere Neue die durch das Auto verursacht wurden.


    Die Zukunft hängt von so unglaublich vielen Faktoren ab, diese in grossen Zügen richtig voraus zu sagen, ist einfach nicht möglich. Das sieht man schon daran wie ein kleiner Virus die ganze Weltordnung auf den Kopf stellt und sicher noch einiges an Nachwirkungen bereit hält. Darum das Leben so wie es gerade ist geniessen und sich nicht auf fixe Philiosophien versteifen. Das Ziel ist wichtig, es führen immer viele Wege dort hin. Mit dieser Denkweise bin ich bis jetzt ganz gut durchs Leben gekommen und habe meine Energie nicht für die Bewahrung der Vergangenheit verbraucht. Ein Kollege der sich lange Zeit im Kampf gegen den Fluglärm befand, sagte mir, in Zukunft werde er nur für etwas kämpfen und nicht gegen etwas. Positiv denken ist alleweil besser als negativ. Gelingt mir leider auch nicht immer.

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Erwin

    besteht da ein Missverständnis?

    Ich habe in den letzten 20-30 Jahren massiv an verschiedensten Ängsten abgebaut, teils bis auf Null und wahrscheinlich in den meisten Bereichen weit weniger, als bei vielen anderen Leuten Ängste vorhanden sind. Aber ich darf doch trotzdem meine Vorlieben haben, so wie Du auch!

    Was ein Prepper ist, das weiss ich nicht, muss googlen. Dass niemand wirklich die Zukunft voraussagen kann, das ist doch genial, so hat jeder seine Chance.


    Elektroflugzeuge

    Viel Spass beim Oberleitungsmasten im Himmel verlegen & Stromanschluss installieren.

    Es gibt ja schon mindestens 1 "erfolgreiches" Elektroflugzeug, das vom Pionier, Künstler und Psychiater, Erfinder und Showman Bertrand Piccard.

    Es ist eine riesen Leistung, dass er - und sein Team - das überhaupt geschafft hat!!! Dennoch waren die Schwierigkeiten in jeder Hinsicht im Grenzbereich. Da war so rein gar nichts tauglich für den Alltag... (muss auch nicht als Experimentalflugzeug) Das Ding hat(te) riesige XL-Flügel bis an die Grenzen des technisch machbaren und dennoch war die Kapazität deutlich schneller ausgeschöpft bez. die stark bewölkten Flugstrecken länger und häufiger, als es voraus berechnet wurde. Ebenso hat man in jedem winzigen Piper-Flugzeug mehr Platz, als im Piccard-Flugzeug, welches trotz seiner riesigen Flügelfläche so gut wie kein Platz frei hatte. Wahrscheinlich würden sie Dir wie mir sagen: ihr dürft sowieso nicht fliegen ihr seid zu schwer und zu dick!


    Selbstverständlich ist auch mir klar, dass mal jemand beginnen muss und das die technische Entwicklung weiter entwickelt werden können. Wahrscheinlich hätte der Flug-Erfinder Otto von Lilienthal 1891 es selber am wenigsten für machbar gehalten, dass nur vergleichsweise kurz 78 Jahre später würden ab 1969 B-747 Jumbo-Jets durch die Lüfte düsen.


    Wenn man überlegt, welche Herausforderung nur schon diese Lok war und im Gegensatz zu Flugzeugen sind Eisenbahnen bekanntlich prädestiniert für alles was mit Strom zu tun hat.


    Solange die Achslast nicht überschritten wird und - falls machbar - die R-Zulassung nicht negativ beeinträchtigt wird, kommt es jetzt da bei der Bahn nicht so darauf an, ob die Lok jetzt etwas mehr oder weniger gewichtig ist.

    Tendenziell Schwer = mehr Energieaufwand, dafür mehr Zugkraft, falls die installierte Leistung und Stromversorgung ausreicht. Die letzte SBB Ae 8/14 11852 war real sogar etwas leichter als geplant geworden, da hat man halt Zwecks Masse (und wohl auch um eine gleichmässige Gewichtverteilung zu erreichen?) Betonelemente eingebaut.

    Quelle: Birkhäuser Verlag 1972, F.J.G. Haut - England. Die Elektrolokomotive


    Doch ein taugliches Elektroflugzeug halte ich für annähend unmöglich.

    Selbst wenn bei gleichem Gewicht die Batterien doppelte Dauer und Leistung hätte und gleichzeitig das Gewicht vom Rumpf und Installationen nochmals um die Hälfte abnehmen würde, - davon ist man noch weit entfernt - wäre man nicht sooo viel weiter. Dann könnten 2-3 Leute mit Tempo von einem üblichen Auto die Ozeane überfliegen, aber auch nur bei genügend vielen Sonnentagen. Und wenn er ein Problem hat, kommt auch nicht der SBB Notfall Pannenhilfe Zug vom GB Basistunnel zur Hilfe, so ein Flieger ist auf sich alleine gestellt.


    Was geplant ist, sind Zeppeline mit Elektroantrieb, immerhin im Tempo von Meer-Schiffen.


    Verstehe mich nicht falsch, es stört mich nicht im Geringsten und ich finde solche Versuche faszinierend. Doch bei Flugzeugen glaube ich für mich trotzdem an Turbo-Propeller oder Interkontinental u.a. an Rolls-Royce Turbinen. Oder man beginnt gleich auf Niveau Meereshöhe, auf dem Ozean: Forscher datieren die 1. Maori Ozean-Durchquerungen immer wie weiter zurück, vor Urzeiten sind die schon fähig gewesen, mit Frau & Kind und "Haushalt" zu fernen Inseln gerudert. Wahrscheinlich nicht kurz über das verlängerte Weekend von Pfingsten, sondern einmal im Leben für immer. Und man kennt nur die Geschichten und Fragmente von den Menschen, deren Vorvorfahren es geschafft haben, es dürfte auch zwangsläufig Fälle gegeben haben, welche +/- im Marianengraben endeten. Das ist dann nicht sooo toll zu erleben. Da bevorzuge ich, wenn ich die Wahl habe, andere Übergänge in die andere Welt.

    in Zukunft werde er nur für etwas kämpfen und nicht gegen etwas. Positiv denken ist alleweil besser als negativ. Gelingt mir leider auch nicht immer.

    Das ist schon mal eine sehr gute Grundeinstellung! :thumbsup:


    Doch noch besser ist eine Handlungsfreiheit. Wieso soll man sich festlegen müssen? Zumal ich erlaube mir Zecken trotz Tierschutz zu zerquetschen, und Wale & Haie & Urwald trotz Diesel-Hobby zu unterstützen. Gegen Rost anzukämpfen und für eine schnelle Eisenbahn positive Empfindungen aufzubringen, dito auch für neu entwickelte Impfstoffe, da bin ich dafür.


    Ich hoffe doch schon sehr, dass Du Rost nicht Deine Liebe entgegenbringst, nur aus lauter Furcht heraus, der Erwin könne womöglich eine verhinderte "Kampfsau" sein? Letzteres ist nicht negativ konnotiert, sondern im der Armee eine innoffizielle Auszeichnung.


    Gruss

    Hermann

  • Es gibt ja schon mindestens 1 "erfolgreiches" Elektroflugzeug

    Du bist nicht auf dem Laufenden, es gibt schon Neueres: Pipistrel Velis Electro, vorgestellt bei der Sendereihe "Dominik unter Strom" (Radiomensch reist durch die Schweiz mit verschiedensten Mobilen, rein elektrisch)


    Nachtrag: Speziell für dich, Hermann :D Der Rigitrac SKE 40 Electric kam am Dominik-Event auch vor. Und die Firma dürfte dir bekannt sein.

    Gruss

    Peter


    dif-tor heh smusma - live long and prosper

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  • Zitat von Longimanus Und dennoch gibt sich der klassische im Prinzip uralte Verbrennermotor nicht so leicht geschlagen.

    Zitat von Erwin: Er ist bereits geschlagen, die Politik hat das so beschlossen. Er ist bereits ein Auslaufmodell.


    Ich will mich nicht groß in Eure bedeutenden Beiträge zu den ganz grossen Themen dieser Welt oder gar der Schweiz einmischen, aber hier stehe ich eher auf Seiten von Hermann. Ich rätsele immer noch darüber, woher - zumindest in D - der dafür benötigte Strom kommen soll und auch darüber, wie die millionenfach in D - vor allem in den größeren Städten - in den Laternen"garagen" - sprich am Strassenrand - parkenden ca. 40 Millionen E-Autos über Nacht oder an den Wochenenden aufgeladen werden sollen. Nicht jeder hat eine Garage mit Ladestation - zumindest nicht in D. ?(?(?(


    Davon abgesehen: an den tollen Bildern der Gleisbaumaschinen von Hermann begeistere ich mich immer wieder. Wo früher Hunderte mit Schaufeln und Schottergabeln schufteten, steuern heutzutage ein paar Wenige diese Monster, die ein Vielfaches der früheren Arbeit in relativ kurzer Zeit erledigen. Ganz so schlecht ist die heutige Zeit also anscheinend doch nicht, zumindest was die Muskelbeanspruchung angeht . . . ;):):)

  • Ich will mich nicht groß in Eure bedeutenden Beiträge zu den ganz grossen Themen dieser Welt oder gar der Schweiz

    Da sollten unsere nördlichen Nachbarn eigentlich kompetent sein. Dort hängt enorm viel am Auto.



    woher - zumindest in D - der dafür benötigte Strom kommen soll

    Was ist das denn für eine Frage? Wie bei uns, aus der Steckdose. ;):D


    Da man sich weltweit wie üblich nicht einig ist, wann der letzte Personenwagen mit Verbrennungsmotor vom Band läuft, kann das noch lange dauern oder wenn die Autoindustrie plötzlich Vorteile im Elektrofahrzeug sieht, kann es auch schnell passieren. Lassen wir uns überraschen. Europa steckt Milliarden in Batterieforschungsprogramme. Selbst die Empa ist im kleineren Rahmen daran beteiligt.


    Zu den Gleisbaumaschinen kann ich dir beipflichten. Ich durfte mir verschiedene bei Sersa anschauen und erklären lassen. Echt aufwändig und teils auch kompliziert diese Dinger. Vor allem sind teils einem massiven Verschleiss unterworfen. Da gibt es immer wieder ungeplante Reparaturen und geplante zeitraubende Revisionen. Und laufen typischerweise mit Dieselmotoren. ;)

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.