Rollmaterial altern und supern

  • Hallo Marc


    Das Weathering ist die Sehr Gut gelungen. Mir gefallen am besten die Holzbretter und die kleinen Details, wie der rote Nothan z.b.

    Gruss Fabian


    Southern Pacific in H0

  • Hallo Zusammen,


    danke Dominik, Fabian und René für die Rückmeldung.


    Der Grund für die Alterung ist ein wenig kompliziert.

    Tinu war auf der Suche nach solchen Swiss-Express Sputniks. Ich habe für ein Projekt schon länger mehrere Sputniks zum Umbauen auf Börsen "zusammengekauft" und bei meinen pendenten Arbeiten gelagert. Der Zustand war mir damals jedoch ziemlich egal.

    Als ich nun die Sputniks durchgegangen bin, habe ich zwei unterschiedliche Nummern gefunden. Soweit so gut....

    Danach kam die Ernüchterung: die Modelle stammten von einem Raucherhaushalt und wiesen bereits eine "Nikotin-Alterung" auf X(.

    Für mein offenes Projekt spielt dies keine Rolle, da die Wagen eh umgebaut und umlackiert werden, aber für einen Sammler.....:fie::nono:.


    Es wurden trotzdem Fotos gemacht und Tinu zugesendet. Sichtlich erfreut, dass solche Wagen noch aufzutreiben sind, wurde der Zustand der beiden Wagen besprochen. Durch alleinige Reinigung werden solche Objekte leider nicht mehr wirklich sauber. Tinu kam daraufhin mit dem Vorschlag, eine "richtige" Alterung durchzuführen, um eventuelle "Schäden" zu kaschieren.


    So sahen die Wagen mit der "Nikotin-Alterung" vor der eigentlichen Alterung aus:




    Also wurden die beiden Wagen nach einer äusseren Reinigung einer Alterung unterzogen. Bei einem Wagen gelang die Reinigung relativ gut, beim zweiten Wagen kam auch noch etwas Grundfarbe beim "grauen" Band mit. Somit musste das graue Band nachlackiert werden.

    Die Maskierung und der Farbauftrag sind nicht perfekt, konnten jedoch mit der Alterung relativ gut "kaschiert" werden.


    Nicht alles was abgewischt wurde, sollte auch abkommen.... Hier bereits wieder mit Tape und Maskol für die Lackierung vorbereitet.


    Die fleckige Oberfläche konnte zum Glück gerettet werden.



    Die Dächer wurden unterschiedlich gealtert.


    Die Wagen wurden heute nochmals bei Tageslicht fotografiert und treten schon bald die Reise Richtung Tinu an ;).






  • Hallo Zusammen,


    seit dem letzten Eintrag ist einige Zeit vergangen. Diverse Projekte stehen auf dem Basteltisch und einige Ideen beziehungsweise Lösungsansätze werden immer wieder mal getestet.


    In diesem Beitrag geht es um die ersten Versuche, Warnanschriften für (Tank-)Container herzustellen.

    Gemäss Internet sind die Gefahrentafeln mit den UN-Nummern 30x40cm und die Tafeln mit den Gefahrklassen 30x30cm gross. In H0 sind das Ganze 3.4x4.6mm respektive 3.4x3.4mm :whistling:.

    Für den Versuch wurden die UN Nummern von diversen Stoffen und die passenden Gefahrenklassen aus dem Netz gesucht, im Grafikprogramm abgezeichnet und auf Fotoklebefolie ausgedruckt.


    Danach wurde mit einer neuen Messerklinge das Ganze ausgeschnitten. Ergebnis: ein kleiner "Haufen" nichts....:D


    Als Versuchsobjekt für das Anbringen der Kleber diente nun ein Tankcontainer von einem Roco Wagen:




    Die Kleber sind auf den Fotos bereits zusätzlich mit Klarlack fixiert. Der erste Eindruck gefällt mir, nun muss sich die "Dauerfestigkeit" solcher Beschriftungen zeigen.

    Die Klebefolie ist von der Dicke her sicherlich ein Kompromis, aber von der Verarbeitung wesentlich einfacher als (Homemade-) Decals.

  • Zitat

    ….aber von der Verarbeitung wesentlich einfacher als (Homemade-) Decals.

    Warum denn das? Die Arbeit ist das Zeichnen der Grafik. Ob man das nachher auf Papier oder Decalfolie druckt macht doch keinen Unterschied?😳


    (abgesehen davon ist an den Papierschildchen eigentlich nichts suszusetzen.😉)

    Gruss Roger


    95 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Hallo Roger,

    Warum denn das? Die Arbeit ist das Zeichnen der Grafik. Ob man das nachher auf Papier oder Decalfolie druckt macht doch keinen Unterschied?😳


    (abgesehen davon ist an den Papierschildchen eigentlich nichts suszusetzen.😉)

    da muss ich noch etwas ergänzen: Grundsätzlich stimmt deine Aussage.

    Ich habe aber bisher "nur" Decals mit dem Tintenstraldrucker gemacht. Diese müssen nach guter Trocknung noch mit Klarlack versiegelt werden. Natürlich in der Hoffnung, dass nichts angelöst wird oder sonstwie verschwimmt. Erst danach können die Decals aufgebracht werden, auch wieder mit der Gefahr, dass die Farbe angelöst wird.....


    Wieso habe ich bisher die Decals mit dem Tintenstrahldrucker gemacht:

    - Druckbild finde ich allgemein besser

    - Kein Farblaserdrucker in "Griffweite"

    - Schnelle "Lieferung" der Decals :rofl:


    Die oben gezeigten Beschriftungen sind nun auf einem Kleinthermotransferdrucker direkt auf Fotoklebefolie gedruckt worden.

    ich denke, für (Warn-)Schilder wie diese, könnte es eine einfache Möglichkeit sein, für Beschriftungen von Wagen und Loks sind sicherlich Decals die bessere Wahl.

  • Ja, mit dem Laserdrucker hat man das Flüssigkeitsproblem natürlich nicht. Wenn ich dann mal nicht mehr Zugang an einen solchen habe, nehme ich meine Aussage zurück.:rolleyes:

    Gruss Roger


    95 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Hallo Zusammen,


    neben den Gefahrgutbeschriftungen habe ich mich auch der Alterung der Tankcontainer und des passenden Wagens angenommen.

    Der Wagen ist ein Taschenwagen Typ T3 von Roco. Es mussten eine ganze Reihe Zurüstteile angebracht werden, bevor ich mit der Alterung beginnen konnte.


    Nach dem Aufbringen von Mattlack wurde der Wagen, ausser ein paar kleinen Details, mit schwarzer PanPastel-Farbe gealtert. Danke Adrian (Edl66) für das zeigen und die Informationen bezüglich dieser Farben.

    Sie sind relativ ähnlich in der Verarbeitung wie "klassische" Pulverfarben, können aber viel gezielter aufgebracht werden!

    Die Pufferteller, die Pufferbohlen, der Kettenzug und die Sattelaufliegerplatte erhielten einen Farbauftrag mit schwarzer Ölfarbe (Oilbrusher von Mig). Die Achsen wurden mit XF-63 (Tamiya) "grundiert" und mit 71.037/71.040 (Vallejo) leicht "angerostet". Die Absperrventile der Bremsleitung am Wagenende erhielten einen roten Anstrich.

    Die Tankcontainer wurden nur mit "Raw Umber" Ölfarbe gealtert. Die Containerecken erhielten zusätzlich ein wenig "Rost" (Vallejo 71.037).

    Am Schluss wurde das Ganze noch mit Mattlack fixiert.


    So, genug geschrieben. Hier einige Bilder:

    Wagen "frisch" aus der Schachtel.


    Wagen zugerüstet und mit Magneten zur Containerbefestigung versehen, bereit zur Alterung.




    Details des Wagens nach der Alterung.



    Die Tankcontainer nach der Alterung.





    Endergebnis: Wagen und Container bereit für den Einsatz in der grossen-kleinen Modellbahnwelt :).


    Und hier noch die verwendeten Alterungsmaterialien.

  • Guten Abend Marc :)


    Du hast Da wunderbare Arbeit geleistet, gefällt mir ganz gut! :D

    Es ist immer wieder schön zu sehen, gibt es Modellbahner, die einzelne Güterwagen verfeinern und diese nicht komplett fabrikneu in Blockzügen fahren lassen und ihnen somit eine individuelle Note geben.

    Freundliche Grüsse aus dem Berner Seeland von Dominik


    Sammelt und fährt H0 / H0m...von SBB über BLS und MOB bis zur RhB!

  • Hallo Zusammen,


    danke Dominik, Christian und René für die positiven Rückmeldungen.

    Mir gefällt der Wagen auch sehr gut und bin natürlich erfeut, dass er auch anderen Modellbahnern gefällt.


    Ergänzend zum Beitrag noch dies: das schöne an dieser Alterung war, dass sie (abgesehen vom Mattlack aus der Dose) "nur" mit Pinsel am "Küchentisch" realisiert wurde. Es zeigte sich einmal mehr, dass nicht unbedingt eine grosse Ausrüstung (inkl. Airbrush) für eine Alterung vorhanden sein muss.