Freude an ‘Gussklötzen‘

  • Ja Bruno, solche Sachen passieren mir praktisch bei jeder Bastelarbeit. Und statt gleich sofort ein neues Teil zu fertigen sucht man rumkrabbelnd stundenlang am Boden nach dem Teil - und vergeudet noch mehr Zeit....8)


    Übrigens sind gestern die Drähte von Hassler aus Liechtenstein eingetroffen. Das ging schneller als erwartet. :)
    grund genug, die neuen Haltestangen heute wieder anzubringen.

    Anlässlich der Überarbeitung des Modells spendierte ich der Lok gleich nigelnagelneue Leuchtkörper. Bei den alten handelte es sich um vier verschiedene Ausführungen, so dass kein einheitliches Erscheinungsbild möglich war. Ausserdem nahm es mein Vorgänger mit der Bemalung der Lok nicht allzu genau: die Glühbirnen schwärzte er teilweise gleich mit. War sicher eine tolle Beleuchtung.... der verstand unter dem Begriff ‚Schwarzlicht‘, wohl etwas anderes als ich.:facepalm:



    oben alt, unten neu


    Alsdann montierte ich beidseitig das Gestänge. Bis ich die zusammengenieteten Glieder richtg zusammengelegt, umgeklappt und ausgerichtet hatte, war ich fast reif für die Klapsmühle.:crazy:


    Schlussendlic komplettierte ich die vordere Pufferbohle und verkabelte Licht- und Schleiferkabel neu.

    Schon bald kann ich mich dem Antrieb widmen und die Kabel neu verdrahten.


    Aber davon das nächste Mal, am Samstag, wenn ich wieder Zeit habe.


    Gruss Roger


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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Meine Lok macht weiter Fortschritte. Nach dem Ausschlafen heute morgen, wagte ich mich an die Verkabelung nach dem RS-Farbencode und schloss die grösstenteils neu verlegten Litzen an. Eine kurze Probefahrt zeigte dann, dass ich alles richtig gemacht hatte (sah man von der falschen Polarisierung der Motoranschlüsse ab, wo die Chance 50:50 standen). Die neuen Birnchen brannten vorne auch. An denen erkannte ich eben die gekreuzten Anschlüsse. Hinten waren die Lampen noch nicht eingesetzt.



    Dieser Probelauf wäre vermutlich bereits länger ausgefallen aber noch waren Getriebe und Lager nicht eingefettet. Dementsprechend quietschte die TT 800 erwartungsgemäss wie eine abgestochene Sau.

    Da mein Maschinchen funzte holte ich die Ölung nach und schmierte alle beweglichen Teile mit Bratfett ein (das empfohlene Kokosöl oder Sonnencrėme war gerade nicht greifbar.)

    Dann brach ich meine rapide gewachsene Holznase ab und bediente mich des Labelle-Oelfläschchens und bestrich die erforderlichen Punkte damit.


    Dann wurde Hochzeit gehalten.




    Der Zusammenbau ist damit fast beendet. Es blieben nur ganz wenige Teile übrig. Eine Schraube. Aber die sah extrem unwichtig aus.:rolleyes:

    (ich denke, sie stammt von der Befestigung des ausgetauschten Umschalters. Der zuvor eingebaute erwies sich als unzuverlässig. Vermutlich hat der irgendwie mechanisch gelitten beim Umbau. Endlich zahlte sich aus, dass ich an einer der letzten Börsen eine kleine Märklin-Billigdampflok fast gratis erwerben konnte, da der Kamin abgebrochen war. Diese diente mir wie damals vorgesehen, als Ersatzteilspender.





    Aufmerksame Forumisten werden feststellen, dass die Vor-und Nachlaufachsen noch fehlen. Das ist damit begründet, dass die Kupplungen unvollständig sind. Eine davon wurde sogar irgendwie zudammengelötet und auf diese Weise repariert. Ersatz und Vervollständigung wird angestrebt...



    Hier noch der Vergleich mit dem Original.

    Gruss Roger


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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Eben gemerkt, dass die Kupplungen sowieso nach der Achse montiert werden müssen: also ran damit!



    Gruss Roger


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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Übrigens: sollte man Ersatzteile für seine Märklin-Gussklötze benötigen, könnte dieser Link hilfreich sein (warum habe ich den nicht früher entdeckt?8|


    EDIT: Link korrigiert.

    Gruss Roger


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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Danke Roger für Deinen wunderbaren Bericht! :thumbsup:


    Fett(näpfchen).

    Nicht gerade an der wunderschön restaurierten TT 800, sondern an einer "Wegwerflok": Roger mach doch mal Deinerseits ungelogen einen Bratfett-Versuch, mich nimmt wunder, ob Du auf die gleichen Ergebnisse kommst:


    Vor Jahre, das gab etwas Schimpfis und Unverständnis im HAG Forum, was man durchaus etwas nachvollziehen kann, ich habe als Versuch geschmiert und gefettet, was immer in der Küche verfügbar war UND ALLES WAR BESSER ALS SCHMIERFREI Märklin LOKS FAHREN.


    - vor allem Butter gab ganz erstaunlich gute Resultate. :thumbsup:

    - fast so gut die abgeschnittenen und zu Oel verkochten Speckstreifen von Rinds-Entercotes

    - Erdnuss Oel ist weniger zu empfehlen, geht aber auch noch erstaunlich gut.

    Wichtig ist, wenn einem an der Versuchslok noch etwas daran liegt, dass sie nach so einer Behandlung mindestens 30 Minuten, besser länger, aktiv gefahren wird. Alle die genannten Oelversuche haben keine guten Langzeit-Stillstand Ergebnisse als Vitrinen Modell. Es geht zwar direkt nichts defekt, aber ganz besonders das Sonnenblumenöl verklebt die ganze Lok inkl. Kabel und Relais verklebt, wo immer es heran reicht und stinken tut es noch dazu.


    Sonnenblumenöl eigent sich am wenigsten, es hat eine etwas spezielle Konsistenz: es ist einerseits sehr kleberig, anderseits haftet es überhaupt nicht dort wo es sollte. D.h. Sonnenblumenöl hat man innert kürzester Zeit als kleberiges Zeugs in der ganzen Lok, - wehe es kommt an das Relais an den Schieber heran;(, aber die Motorwelle läuft recht bald trotzdem trocken. Und trotzdem, wäre es jetzt überlebenswichtig zu Fahren, selbst Sonnenblumenöl ist besser, als wenn die Ankerwelle trocken läuft.


    Für eine Lok, die 100% zum Entsorgen vorgesehen ist, ist das definitiv letzte Versuch:

    eine abgebrauchte Lok fahren lassen, bei der die Ankerwelle total trocken ist: Weder das Lager noch die Welle ist gänzlich rund und porenfrei glatt, abgesehen davon, dass das Geräusch fast nicht zu ertragen ist: die Welle benimmt sich dann wie ein Fräser, sichtbar rieselt feiner Staub aus dem Lager, es kann gar passieren, dass die Welle falls etwas unrund, im Lager anfrisst und blockiert und als letztes die Wicklungen heiss werden. Statt einfach direkt Loks zu entsorgen, mache ich manchmal solche Versuche.


    Licht und Relais

    Roger, mich wundert dass Du zu zufrieden bist, mit dem Lichtwechsel und diesem Relais?!?

    Das Relais für sich alleine, nur auf das Umschalten bezogen, ist ein absoluter Märklin Best-Seller! Äusserst zuverlässig! Billig und Occasion noch zig tausendfach vorhanden. Aber ohne zusätzliche Elektronik taugt das kaum zum Lichtwechsel. Es hat nur eine einzige Polung!!! Das reicht nicht...


    Nicht umsonst hat HAG nur bei einigen alten Ae 6/6 dieser Relais Typ verwendet!! Und was das Licht angeht, überhaupt nicht erfolgreich. Nicht umsonst hat HAG drauf ausschliesslich das bessere 2-polige Relais aus dem Märklin TEE 3070/3071 verwendet. Märklin hat beim einpoligen Relais gleich ganz auf den Lichtwechsel verzichtet, oder aber ab ca. kurz vor mitte 1980-er Jahre auch noch eine Vorschaltelektronik mit eingebaut.

    - für einen sauberen Lichtwechsel, braucht es einen vom Motor unabhängigen, isolierten Pol. Da das Links/Rechts der Feldspule in keiner Weise etwas mit dem Plus und Minus einer elektrischen Lampe was zu tun hat. Einen Kurzschluss gibt es nicht, man kann über diese Querspannung tatsächlich die Lämpchen schalten. Aber so richtig hell wollen die Lämpchen meistens nicht werden.


    Wenn du Dir so viel Mühe gegeben hast und Dir eine schöne Lok, besser wie neu restauriert hast :thumbsup:, würde ich nicht noch am Relais sparen... Das TEE Relais geht auch nicht bei der TT 800, (elektrisch schon, aber es ist zu "dick"!) Es muss - nach meiner Ansicht - das Originalrelais sein. Ein Decoder ginge technisch auch, aber das darf man noch nicht mal im Traum denken, - das wäre eine Sünde.


    Gruss

    Hermann



  • Weisst Du, Hermann, vom Sammlerwert her gesehen ist diese verschweizerischte Lok quasi wertlos. Genau deswegen renne ich hier nicht dem Originalumschalter nach. Zumal mein Vorbesitzer die Bedienung über die Rauchkammertür gekappt hat (weil sie vermutlich mit diesem Relais nicht bedienbar ist). Das kommt mir gerade recht: das auf- und zufummeln der Rauchkammertür ist durchs Band der Lackierung abträglich. Ausserdem schsltet der Umschalter derart butterweich um, dass es eine wahre Freude ist.

    Neue Vorlaufräder und Kupplungen sind aber bestellt.;)

    Gruss Roger


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  • Ein Decoder ginge technisch auch, aber das darf man noch nicht mal im Traum denken, - das wäre eine Sünde.

    ... aber auch nur sofern man die Lampen von der Masse trennt, was sehr schade wäre. Letztendlich, es braucht das originale Relais.

  • Sehr schöne Arbeit Roger danke für den interessannten Bericht, Das sieht ja wie beim Schönheitschirurgen auf dem "Nachher-Bild" aus.

    Lass die Küche mal links liegen, Speisefett oder Oel haben ganz andere Konsistenzen. Es mag kurzfristig sicher gut sein, aber die Lok wird nach dem Schrei nach Oel sicher bad jenen der Reinigung hinterher schicken. Aber es muss auch nicht das teure Märklin-Oel sein. Ein Märklin-Reparateur sagte mir, dass man selbst Motorenoel verwenden kann, sofern die Fliesskonsistenz mit einer "10" angegeben ist (Angabe auf der Verpackung).

    Stark bespielten "Gussklötze" kann man mit einem Auto-Cocpitspray wieder etwas zu beserem Glanz verhelfen (Sprayen, einwirken lassen, voriges Mittel wegwischen).

    Gruss Bruno


    Ein Herz für alte Modellbahnen aus Holz, Metall oder Karton :love:

  • Mit dem heutigen Tag ist mein Märklin-Gusstrio komplett:


    TT800, TT800 Spezial und TP800.


    Gruss Roger


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  • Gratulation Roger zu Deinem Quartett.


    Deine BLS Ec 4/6 alias TT 800 ist wirklich sehr schön geworden:thumbsup:. In dieser Qualität müsste die im Spezial-Koll aufgeführt werden, Stückzahl:1.

    Im Hintergrund schaut noch eine rumänische? Osteuropa Diesel Ae 6/6, sozusagen eine Am 6/6 hervor. Soll die grün und SBB werden?

    Gruss

    Hermann

  • Ouh, da hast Du das Bild aber gut angesehen. Ja, im Hintergrund steht die CFR-Lok mit Schweizer Wurzeln. Hersteller ist Albert-Modell. Habe ich aus Rumänien importiert. Der Verkäufer ist absolut seriös. Ganz anders, als die Rumänen, mit denen ich gewöhnlich hier in der Schweiz zu tun habe...^^

    Die Lok wird gern vorgestellt, falls Interesse besteht. Aber nicht im Gussklotz-Thread.

    Gruss Roger


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  • Hallo Roger


    Natürlich besteht da Interesse - auf jeden Fall bei mir! Habe in anderen Foren schon über das Modell gelesen (aber nur wenig gesehen), auch über die zahlreichen seriösen Anbieter in Osteuropa. Da gibt es eine wohl kleine aber feine Modellbahnergmeinde. Unter anderem sind die Bäume von mbr Model top! Die gibt es jedoch auch ganz einfach hier: https://eyro.ch/onlineshop/index.php?cPath=23_67_1055


    Wir schweifen ab...


    Mir gefällt deine Ec 4/6 auch als E 4/4 sehr - ob sie so wohl auch fährt (du hast sie ja so gezeigt, als die Laufradsätze noch nicht montiert waren)?


    Mich beeindruckt auch die tolle Lackierung der ganzen Lok (Gehäuse, aber auch Räder) - was nimmst du da für Farben und wie lackierst du das? Das habe ich entweder überlesen oder du hast es nicht geschrieben...

  • Gratulation Roger zu Deinem Quartett.

    Das wirklich Fantastische an meinem Quartett ist, fass es aus drei Lokomotiven besteht.:D


    Und ja: hier teile ich die Ansicht meiner Miteidgenossen: ganz schwarz wirkt edel und schweizerisch. Hier sind wir einfach nicht mit roten Rädern aufgewachsen. Das prägt eben. Und umgekehrt eben auch. Für Deutsche sind rote Fahrgestelle bei Dampfloks das althergebrachte Bild aus der Kindheit oder Jugendzeit.


    Übrigens: der Ersatz der Kupplungen zieht sich aufgrund eines Missverständnisses beim Kauf noch ein bisschen in die Länge...

    Gruss Roger


    95 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Das wirklich Fantastische an meinem Quartett ist, fass es aus drei Lokomotiven besteht.:D

    ah, ich wusste gar nicht, dass Du die Rumänien Am 6/6 bereits nicht mehr willst... (3 & 1 = Quartett). Wahrscheinlich sogar ein Quintett:), etwas Undefinierbares, ein Triebwagen Triebkopf? schaut noch zwischen der Am 6/6 und der TP 800 hervor.

  • Die "TT 800 special" alias Ec 4/6 sieht aber richtig edel aus, jetzt wo alle Geländer wieder montiert sind :thumbsup:. Deine Mühe hat sich definitiv gelohnt. Ich rede aus Erfahrung, denn ich habe eine umgespritzte RET 800...

    Gruss Bruno


    Ein Herz für alte Modellbahnen aus Holz, Metall oder Karton :love:


  • Für Hermann stelle ich gern noch den Triebkopf des Quintetts in der ganzen Pracht ins Forum.:D

    Gruss Roger


    95 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.