Freude an Märklin-‘Gussklötzen‘

  • Bevor ich nun diese zweite RSM800 weiter demontiere und schlussendlich vor zwei Teilehaufen sitze und nicht mehr weiss, wie sie zusammengebaut werden sollen, montiere ich doch besser die erste Maschine wieder zusammen. Den Austauschumschalter (sogar den richtigen unter diversen Angeboten, bei denen sich immer wieder Details unterschieden) habe ich heute Nachmittag eingesetzt. Das tönt recht einfach, war es aber nicht. Abgesehen von der Niffeliarbeit, bis sämtliche recht lebendigen keinteiligen Komponenten endlich auf die zentrale Befestigungsschraube in der richtigen Reihenfolge aufgefädelt waren, wartete die eine oder andere Überraschung auf mich: Unter anderem zweigte der Lackdraht auf der falschen Seite der Spule ab. Da die Spule durch eine Wachspapierummantelung gesichert war, konnte ich den Lackdraht nicht einfach so abwickeln. Und für Umwege über die andere Spulenseite war er zu kurz. Also hiess es den bereits eingebauten Umschalter wieder ausbauen und die Spule freilegen. Dazu riss ich die Papierummantelung ab. Alsdann führte ich den Lackdraht an der gewünsten Stelle von der Spule weg. Einen adäquaten Spulenschutz wie den zwestörten fand sich in einem Streifen Backtrennpapier, das ich grössenmässig dem Vorgänger anpasste und mit Kleber zu einer Ummantelung fixierte. Den Lackdraht schützte ich wiederum mit einer roten Kabeltülle (das abgezogene Original war zäh und gequetscht. Da brachte ich den feinen Draht nicht mehr hinein.:rolleyes:

    Nachdem alle Kabel wieder so angelötet waren, stellte ich die Maschine aufs Testgleis. Der Umschalter funktionierte perfekt und die Lok fuhr auch los..... leider wiederum nur in eine Richtung.:wacko: Ja, richtig: dasselbe Problem, wie mit dem ersten Umschalter, der ja ebenfalls bis vor seinem Abbrand funktionierte...

    Wenn ich eine Doppelumschaltung vornehme fährt die Lok nicht los und das Relais zieht beim Spannungszuwachs kontinuierlich an, bis die Umschaltfunktion auslöst. Vermutlich irgend ein Masseproplem, aber ich habe keinen Schimmer, woran es wirklich liegt. Ich bin ja nicht Elektriker ?(.


    Nunja: wenigstens sieht das Innenleben mit dem korrekten Umschalter robust aus und präsentiert sich aus einem Guss. Es wäre aber trotzdem schön gewesen, wenn ich die Maschine zum Laufen gebracht hätte.:(

    Gruss Roger


    92 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Am Sonntag habe ich meine RSM800, No. 2 weiter demontiert... was ich vordand wunderte mich nicht mehr wirklich:



    Es blieb mir keine Wahl, als die Lok zur Reinigung vollständig auseinanderzunehmen:



    Gruss Roger


    92 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Wie reinigst Du die Teile, Ultraschall? wie machst Du das mit den Rädern das der Zapfenversatzt wieder stimmt? das hat mich bisher davon abgehalten solche Räder zu demontieren.


    Ich hatte auch mal so einen vergammelten Hag 151 Triebwagen, bei dem musste ich auch noch die Zahnräder aus dem Motorblock entfernen, die harzten trotz Ultraschall...


    Gruss Dumeng

  • das mit den Rädern das der Zapfenversatzt wieder stimmt?

    das möchte ich auch gerne wissen? Davor habe ich Respekt.


    Märklin wird eine exakte Montagelehre haben und anständige Toleranzen, bis zu einem gewissen Grad. Als Privater muss man an einem guten Modell die exakten Daten ermitteln und dann sorgfältig arbeiten.


    Alte Märklin in Spur 0 + I, zumindest die besseren Modelle, haben oft eine Gewindeverbindung Achse/Rad. Die einfacheren Spur 0 und vermutlich auch sämtliche Märklin H0 Guss Klötze haben einen leichten Presssitz. Manchmal geht - nach Jahrzehnten - der feste Sitz bereits allein durch das Fahren auf der Anlage verloren... Bei gut motorisierten Loks kann auf die Dauer der Motor stärker sein, als die Rad Verbindung!


    Mit "Gewalt" gelingt es vielleicht ein einziges mal... Keiner gibt es zu, viele Leute machen es trotzdem, die Versuchung ist einfach zu gross... Fachmännisch dürfte diese Vorgehensweise kaum genannt werden. Hat der, oder die Vorgänger auch schon "das Rad in Position gebracht", dann mag es nicht mehr viel verleiden, bis der Presssitz unfreiwillig zum Gleitsitz wird... Bei CCS 800 und 3015 kommt es immer wieder vor, dass 1 oder mehrere Triebräder lose auf der Achse drehen, statt Drehmoment übertragen. Sozusagen ein Käufer-Restrisiko, da es lange dauern kann, bis das überhaupt jemandem auffällt.


    Viel Glück Roger:rolleyes: