Ich benötige Hilfe, eine grosse Sammlung H0 Lokomotiven und Wagons zu sichten und zu schätzen.

  • Hallo liebe Modellbahnfreunde

    Ich habe vor einiger Zeit eine Modellbahnanlage grossen Ausmasses (ca. 150 Lokomotiven und 1000 Wagons) geerbt, und es ist mir ein grosses Anliegen, dieses Vermächtnis würdig zu behandlen und zu veräussern. Allerdings kenne ich mich mit Modellbahnen nicht besonders gut aus. Aber ich weiss, dass es unter den Modellen einige (vielleicht sogar viele) Raritäten, Sondermodelle und Einzelstücke hat. Es handelt sich ausschliesslich um analoge Loks und Wagen der Spur H0, alles Schweizer Modelle aus den 50-er Jahren.

    Nun suche ich auf diesem Wege einen ehrlichen und wohlmeinenden Experten, der (oder die) bereit wäre, einige Stunden mit mir (ich wohne im Raum Luzern) zu verbringen, um die Sammlung zu sichten, zu katalogisieren, zu schätzen und mir gute Tipps zu geben, wie ich sie am besten verkaufen kann.

    Ich freue mich auf Eure Zuschriften und Tipps. Herzlichen Dank!

  • Hallo Elibud,

    möglicherweise kenne ich mich auf dem Gebiet ein wenig aus...

    Ob mein Wissen Dir nützt, ist eine andere Frage. Viel wichtiger im Sinne von für Dich nützlich ist nicht Wissen per se, sondern Neukunden für alte Modellbahnen. Aber diese Art Kunden sind selten geworden. Im MoBa-Forum und auch sonst gibt es nicht mehr viele wie mich... Es vergeht kaum eine Woche, wo nicht irgendwo eine Modellbahn-Sammlung zum Verkauf steht. Z.B. gestern war ich in Hagneck Kt Bern, auch der sucht für eine Drittperson neue Liebhaber für alte gängige Modellbahnen.


    Wenn es wirklich viele 1950-er Jahre Raritäten sind, dann hast Du grosses Glück:thumbsup:. Die Regel ist es nicht. Durchschnittlich sind bei Sammlungen von 100-150 Loks ca 10 Raritäten dabei, wenn überhaupt. Zustand: Am besten wäre unbespielt, doch dies anzunehmen ist unrealistisch. Wenn die Sammler-Modelle wenigstens sehr gut erhalten, mit Anleitung im Originalkarton sind, dann sind schon mal ganz gute Voraussetzungen erfüllt:). Sind die Loks jedoch erheblich bespielt und wenn auch noch der Karton fehlt, dann ist nahezu Hopfen und Malz verloren, der finanzielle Wert = ein Nonvaleur. Weil dann ist das Interesse weg! Ohne Interesse kann etwas noch so billig, oder teuer sein, wo keine Nachfrage ist, lässt sich auch kein Handel tätigen. Allenfalls lässt sich in so einem Fall nur noch symbolisch etwas Geld bekommen, von Bastler welche Teilespender suchen, oder Eigenkreationen selber bauen.


    Wenn jemand wirkliche Raritäten anbieten kann, dass ist für den Verkäufer wie für den Käufer ein seltener Glücksfall geworden. Weil Neukunden gibt es für allgemeine "Oldtimer-Modellbahnen" nahezu keine mehr, dies ist eine Tatsache. Was es jedoch nach wie vor gibt, sind langjährige Sammler, welche akzeptable bis ganz gute Preise, selten gar Spitzenpreise offerieren, - für Modelle welche ihnen noch fehlen. Die Szene ist ähnlich wie bei Münzen, Briefmarken, Modellautos, Micky Maus Hefte und andere Sammler-Gebiete: Langjährige Sammler haben über Jahre bis Jahrzehnte alles Mögliche zusammengetragen. Komplett ist eine Sammlung nie, sammeln ist eine Leidenschaft, welche oft bis zum Lebensende andauert.


    Jedoch während man zu Beginn seiner "Leidenschaft" kreuz und quer zusammenkauft, was einem vor die Augen kommt, haben wir heutzutage eine Situation, dass die Sammler nur noch ihre Sammlung vervollständigen möchten. Dies führt dazu, dass wenige Modelle den finanziellen Wert einer ganzen Sammlung ausmachen und auch heute noch gesucht und teuer bezahlt werden. Und aber auch parallel dazu, gängige Modelle, welche früher durchaus ihren hohen Sammlerwert hatten, heutzutage mangels Bedarf, schwer verkäuflich sind.


    Sofern alle Beteiligten ehrlich und auch die Anbieter (mindestens mehr oder weniger) sachverständig sind, ist es heutzutage nicht mehr sooo ausschlaggebend, welche Art Verkauf gewählt wird. Ob klassisches Auktionshaus zum Dorenbach, e-Bay, Ricardo, Börse, Händler oder privat, oder per Inserat, früher hatte die Art des Verkaufs den viel grösseren Stellenwert, betreffend Ergebnis für den Verkäufer.


    Heutzutage ist wichtig, eigentlich Matsch entscheidend, dass eine Sammlung die raren Modelle enthält, welche den langjährigen Sammlern noch fehlen! Ist das der glückliche Fall, wird der Verkauf einfach von statten gehen und alle Beteiligten werden zufrieden sein, egal welche Verkaufsart z.B. via Internet oder per klassische Auktionshaus Art gewählt wurde.


    Ist es eine Sammlung, welche aus Modellen besteht, welche die Sammler schon längstens haben, dann nützt alles Fachwissen nichts mehr. Etwa zu vergleichen mit Bank Aktien. Vor 20-30 Jahren waren das ganz sichere SMI-Werte, von deren Werthaltigkeit jeder überzeugt war. Heute sind (Gross)Bank-Titel - je nach Kaufdatum - um mindestens 75% und mehr, vom Ursprungswert gefallen. Es gibt keine seriöse Methode, um kurzfristig den ursprünglichen Wert wieder zu erreichen. Es sei denn, die Nachfrage würde langfristig nachhaltig über die Jahre wieder zunehmen. Ob das je wieder der Fall sein wird, dass kann niemand mit Bestimmtheit wissen.


    Es bleibt noch der ideelle, emotionale Wert früherer Kindheitserinnerungen. Heutige Generation der aktuellen Modellbahner interessiert nicht mehr gross, was die Väter und Grossväter vor 50-80 Jahren an Modellbahnen gekauft haben, die haben ihre eigenen technisch-Digitalen Gesetzmässigkeiten, was begehrt ist, was nicht.


    Hat jemand originale Märklin Raritäten, TW 800, CCS 800, ST 800, G 800 usw im originalen Topzustand, oder gar Schweizer Modelle von Schweizer Herstellern aus der Krieg und Nachkriegszeit, dann finden sich auch heute noch genügend und gut bezahlender Sammler am Markt. In dem seltenen Fall darf man sich trotz Flaute kein X für ein U vormachen lassen, es sind (noch) teure Raritäten, durchaus auch finanziell:thumbup::). Dies ist jedoch ein Lotto-Treffer. Schweizer H0 Modelle um 1945 - 1955 sind mehrheitlich bespielt und oder haben Zinkschaden. Der Sammlerwert gibt es nur für unverbastelte Modelle, welche noch funktionieren. Die bald nach den Pionieren folgenden HAG Modelle ab etwa 1956 sind in ihrer Qualität unbedenklich:thumbsup:. Aber daher existieren auch noch (zu) viele Modelle, trotz einem Alter von bis zu über 60 Jahren. Nach wie vor sehr gesucht sind immer nur einzelne leicht abweichende Varianten, welche nur kurz oder in kleinsten Stückzahlen im Verkauf waren. Z.B. 2-motorige originale HAG Ae 6/6, geschwärzte Ae 4/7 oder die weissen HAG Güterwagen mit Bier-Signete usw. Vereinfacht ausgedrückt: gesucht und gut bezahlt ist, was kaum vorhanden ist. Dies hilft dem Verkauf nur, wenn es sich wirklich um eine hochkarätige Sammlung handelt, was dem Wortlaut nach, nur noch selten anzutreffen ist.


    Ich wohne in der Region Schwyz, das ist nicht all zu weit von Luzern weg. Wenn Du magst, ich kann bei Dir vorbei kommen und schauen, ob Raritäten dabei sind und wenn ja, welcher Wert +/- noch erreichbar ist. Das geht einfacher und ist (für Dich) viel zielführender, als wenn wir nur Vermutungen hin und her wälzen.


    Willst Du keinen Sammler wie mich in Deinem Haus haben, dann lass das Auktionshaus zum Dorenbach kommen. Das hat für Dich den Vorteil, dass alle potentiellen Kunden auf dem gleichen Wissensstand und alle die gleichen Kauf-Chancen haben. Im Privatverkauf hast Du vielleicht etwas schneller und unkompliziert das Geld, aber auch die "Gefahr", dass allfällige Raritäten stark unter dem Preis verkauft werden und all das "normale" 0815 Zeugs, welches weniger den je, ein Sammler haben will, immer noch vorhanden ist.


    Welchen Weg Du auch wählst, ich wünsche Dir viel Erfolg dabei.


    Mit besten Grüssen

    Hermann (Longimanus)

    (diesen Beitrag habe ich nochmals ergänzt und versucht, etwas verständlicher darzustellen).

  • Anmerkung

    gut erhaltene CH Modelle welche auch aus CH Werkstätten stammen, sind durchaus sehr gesucht aus dieser Zeit. (bei guter Erhaltung). Teils viel teurer wie Märklin! Zumindest hier in der Schweiz. Im Ausland meint man manchmal, es seinen Eigenbau-Modelle, da die Rarität nicht erkannt wird.


    SBB Modelle welche ab den späten 1950-er Jahren stammen und über Jahre bis viele Jahrzehnte gefertigt wurden, da kann man nicht mit hohen Sammlerpreisen rechnen. Jeder Sammler hatte 30-50 Jahre Gelegenheit, solche Modelle zu kaufen. Das Alter ist ein wertneutraler Begriff. Wichtig ist ein technisch interessantes Modell, welches nicht Jahrzehnte als Bestseller verkauft wurde.


    Aber auch da gibt es zum Glück Ausnahmen: sind die Modelle vorhanden, welche nur die ersten 1-2 Jahren gefertigt wurden, gibt es durchaus noch gewisse Nachfrage. Bei Fleischmann z.B. ist die normale Ae 6/6 unverkäuflich billig geworden, es gibt davon wie Sand am Meer. Die 1. Version olivgrün mit roten Rädern ist jedoch gesucht! Nur nützt das den meisten Leuten nichts, weil das Verhältnis weniger wie 100 : 1 ist, vielleicht ca. 1000 : 1?


    Gruss

    Hermann

  • elibud :


    Mit Hermann hat sich ganz sicher einer der grössten Spezialisten bereits gemeldet. Ich kann ihn Dir wärmstens empfehlen. Er verfügt in der hiesigen Modellbahn-Szene wohl über die grösste Kompetenz und auch die Erfahrungen und ganz speziell bei den alten Modellen, also genau solchen wie Du sie erwähnt hast.

  • Mit Hermann hat sich ganz sicher einer der grössten Spezialisten bereits gemeldet.

    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, ich staune immer wieder was er alles weiss. Und als Mensch absolut ehrlich und sehr angenehm zum diskutieren.

    Grüsse aus Sempach

    Grüsse

    Rolf

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    K-Gleis, CS3 + 3xBooster, Intel Xeon, Win 10-64, TC 9.0 Gold A2, Littfinski HSI und s88 RM, ESU Decoder/Servodecoder

    Fahrzeuge von Märklin, Roco, HAG, Liliput uvm.


    Meine Anlage: Homepage

    Modellbahn Verwaltung: MobaVer

    Mein YouTube Kanal: rfnetch

  • Lieber Hermann, lieber Roland, lieber Rolf


    Herzlichen Dank für die spontanen Antworten! :P

    Hermann, ich komme sicher sehr gerne auf dich und dein Angebot zurück. Ich hätte sehr gerne einen Sammler wie dich bei mir im Haus! Gib mir bitte einfach noch ein paar Wochen Zeit.

    Im Moment sind die guten Sachen alle in Kartons untergebracht. Ich bin dabei, sie alle in einer Excel-Tabelle zu verzeichnen und zu fotografieren (selbstverständlich, ohne sie aus der Originalverpackung zu entfernen, in der sie sich grösstenteils noch befinden).

    Ich habe inzwischen auch herausgefunden, dass man im Internet, z.B. unter der HAG Webseite oder bei Messinger herausfinden kann, was gewisse Artikel heute so wert sind. Also werde ich meine Recherche so gut es geht selber führen, bin dann aber sicher irgendwann am Anschlag und für deine Hilfe, Hermann, äusserst dankbar! Ich melde mich so schnell wie möglich wieder und stelle dann auch gerne die Excel-Tabelle zur Verfügung, damit du dir vorab ein Bild der Sammlung machen kannst und schon einmal einschätzen kannst, ob der Weg zu mir sich lohnen wird. ^^

    Bis bald und danke nochmal!

  • Eli - ganz so einfach ist es nicht. Ich kann Dir verraten, ich habe auch einiges an Erfahrung beim Auflösen von Sammlung. Hatte erst kürzlich die Aufgabe, eine grosse Sammlung mit knapp 900 Loks aufzulösen.


    - Auf der HAG-Webseite findest Du keine Angaben zum aktuellen Wert. Das ist für HAG irrelevant.


    - auf der HAG Produkte Datenbank sind auch keine Angaben zum aktuellen Preis ersichtlich, was Du dort finden kannst sind die ursprünglichen Verkaufspreise - aber auch die sind irrelevant, da einzig der aktuelle Marktwert interessiert, Was die Modelle neu gekostet haben, interessiert niemanden mehr.

    - ich betreibe selber eine Auktionspreis-Datenbank und erfasse da die bezahlten Preise für Modelle, die mich interessieren könnten. Es sind sehr viele HAG-Modelle erfasst, aber auch einige Märklin - aber eher neuere Sachen, da mich die alten nicht sonderlich interessieren.


    - ich muss Dir hoffentlich keine Illusion nehmen, aber einfach so viel: erwarte keinen Riesenerlös! Die Preise der Modellbahn-Occasionen sind nachwievor im Sinkflug. Das Problem ist, dass die grossen, alten Sammler wegsterben und das Material wieder auf den Markt kommt. Dabei ist dieser schon stark gesättigt und somit tauchen die Preise weiter. Natürlich gilt das nicht für Raritäten, da gibt es immer eine Nachfrage - aber genau da ist Hermann der grosse Spezialist.


    - Messinger ist ein spezialisierter Händler mit einem interessanten, speziellen Angebot. Die dort zu findenden Preise sind sicher nicht repräsentativ, in meinen Augen sogar massiv zu hoch.

  • Oh, dass das nicht einfach ist, weiss ich! Schliesslich sitze ich seit nunmehr 6 Jahren vor den Kartons und fühle mich jedes Mal, wenn ich das Projekt angehe, völlig erschlagen.


    Ich rechne auch nicht damit, dass ich mit meinen eigenen Recherchen sehr weit komme, deshalb habe ich mich ja in diesem Forum gemeldet und einen Hilfeschrei in den Äther gelassen.


    Ich wollte eigentlich nur sagen, dass mich die hilfreichen Hinweise dazu gebracht haben, mich nun ernsthaft um die Erbschaft kümmern zu wollen und gerne jede angebotene Hilfe dazu in Anspruch zu nehmen.


    Auch mache ich mir keine allzu grossen Illusionen was eine riesige Ausbeute betrifft, bin es aber meinem Vater schuldig, sein Vermächtnis so angemessen wie möglich an Hände weiterzugeben, die den Wert seiner Bahnen zu schätzen wissen. Und wenn wirklich Raritäten dabei sind, will ich nicht der Banause gewesen sein, der sie für einen "Appel und ein Ei" verscherbelt hat, wobei ein zwielichtiger Käufer sich ins Fäustchen lacht...


    Die Sache fängt an, mir Spass zu machen und mein Ehrgeiz ist geweckt.


    Herzlich,

    Elisabeth

  • Die Sache fängt an, mir Spass zu machen

    Guten Abend Elisabeth,

    das ist das Wichtigste!! Ohne Spass / Freude / Interesse fühlt man sich viel schneller "erschlagen".

    Ich dränge mich nicht auf, bin aber jederzeit erreichbar, zumindest wenn ich zu Hause bin. Im Hochsommer / Herbst bin ich auch mal für ein paar Tage bei den Kühen oder Steinböcken in den (Vor)Alpen. Wenn einer so verrückt ist, für nur einen 15.- fränkigen Lima RBe 4/4 nach Rheinfelden zu fahren, dann kann ich auch zu Dir nach Luzern fahren...


    Ich fühle mich ja ganz geehrt, dass mein Wissen so hoch gehalten wird, aber das ist nichts spezielles, das war mein Beruf. Ich erwarte von einer Ubersetzerin, von einem Arzt, von einer IT-Fachperson, von einem Bergführer, Bauern, Taxifahrer , Anwalt oder Juristin oder sonst jemandem, wer auch immer, dass die Person auf ihrem Gebiet mehr aufbringt, als man selber, sonst müsste man ja nicht um Rat fragen.


    Ich bleibe dabei, mein Wissen ist nur auf einer schmalen Bandbreite vorhanden, doch das (MoBa)-Forum und eigentlich auch das HAG Forum als Ganzes, ist unschlagbar. Von den Anfängen der Modellbahn ca. 1825 bis 1890 und von digitalen Modellbahnen ab ca. dem Jahr 2000, da weiss ich weniger wie nichts. Der Zeitraum dazwischen, rund von 1890 bis 1990, da hat sich schon ein bischen Wissen im Laufe der Jahre zusammengetragen. Dank dem, dass die Leute ihr Wissen freundlicherweise mir im Laufe der Jahre mitgeteilt haben.


    ;)Plötzlich packt Dich der Eisenbahnvirus und Du kaufst noch dazu, statt verkaufen.

    Jedenfalls wünsche ich Dir viel Freude und Erfolg bei Deinem Modellbahn-Studium.


    Gruss

    Hermann

  • Hallo zusammen


    Also da spreche ich auch noch mein Lob zum Forum aus... Da sind wirklich sehr gute Spezialisten vertreten...

    Ich bleibe dabei, mein Wissen ist nur auf einer schmalen Bandbreite vorhanden, doch das (MoBa)-Forum und eigentlich auch das HAG Forum als Ganzes, ist unschlagbar. Von den Anfängen der Modellbahn ca. 1825 bis 1890 und von digitalen Modellbahnen ab ca. dem Jahr 2000, da weiss ich weniger wie nichts. Der Zeitraum dazwischen, rund von 1890 bis 1990, da hat sich schon ein bischen Wissen im Laufe der Jahre zusammengetragen. Dank dem, dass die Leute ihr Wissen freundlicherweise mir im Laufe der Jahre mitgeteilt haben.

    Innerhalb unseres Hobbys ist dein Wissen, Herrmann nicht eine schmale Bandbreite - eher eine "Autobahn";) Auf jeden Fall beeindruckend, breit und ehrlich!


    Ich durfte an deinem Wissen auch schon intensiv und weitere Male teilhaben. Aus der Diskussion um die deutschen Einheits-Elloks (Roger und Hermann) sowie die weiteren 60er Jahre Märklin Loks, hat sich bei mir das Kleinst-Sammelgebiet der Märklin Néz Cassé ergeben. Die Loks gefielen mir schon immer, jetzt trage ich einfach nach und nach diese zusammen...

    Schreibe dies, weil durchaus eine Sammelleidenschaft oder eben Faszination oder auch "nur" Spass entstehen kann, wenn man sich denn mit den "richtigen" Leuten unterhalten kann!

    Auch mache ich mir keine allzu grossen Illusionen was eine riesige Ausbeute betrifft, bin es aber meinem Vater schuldig, sein Vermächtnis so angemessen wie möglich an Hände weiterzugeben, die den Wert seiner Bahnen zu schätzen wissen. Und wenn wirklich Raritäten dabei sind, will ich nicht der Banause gewesen sein, der sie für einen "Appel und ein Ei" verscherbelt hat, wobei ein zwielichtiger Käufer sich ins Fäustchen lacht...

    Und es gibt bestimmt noch viele "Hände", die Solches zu schätzen wissen. Weniger/nicht Rares aber in Gutem Zustand sehe ich sehr wohl auch in Kinderhänden. Rares sehe ich gleich wie Elisabeth - wenn es direkt in Hände kommt, die das schätzen ohne eben noch schnell Geld von Unwissenden abzuschöpfen, ist das doch umso besser;)