Hornby H0 / 00 HST Intercity 125

  • die England MoBa-Forum Spezialisten sind derzeit dort, wo noch der HST 125 fährt. (High - Speed - Train)


    Jemand meinte, ich hätte an der blauen Great Western Komposition die falschen Wagen? Kann das sein;)

    Hilfsbereit wie dieser Forumist ist, meinte dieser, ich solle Fotos ins MoBa-Forum stellen. Es gibt zig verschiedene Lackierungen, um vielleicht doch noch die präzisen korrekten blauen Wagen zu finden? Das Set der blauen Great Western Triebköpfe war 2017 günstig erhältlich, aber die dazu passenden Wagen-Set sofort ausverkauft. Die Bemo H0(!) Schmalspur Glacier-Express Komposition passt in der Breite perfekt zum englischen Profil! Und die Leute hätten bestimmt Freude, mit 201 km/h an den Berghängen vorbei zu sausen. Derzeit ist dies kaum möglich, nur ein klein wenig über der erlaubten Geschwindigkeit und die Komposition entgleisen breits;(. Die Physik ist schwerlich zu überlisten. Das was sicher möglich ist, wird auch real ausgeführt.


    Bemerkenswert zu den englischen HST High-Speed-Train Triebzüge ist folgendes:

    - Serie, Baujahr 1976 - 1982. Je 1 Dieselmotor pro Triebkopf treibt den Generator an, welcher Strom für die elektrischen Antriebe liefert.

    - relativ "einfache" Technik, welche bereits 1976 eher konservativ ausgeführt wurde.

    - auch noch nach 37 - 43 Jahren (2019), nach anfänglichen Kinderkrankheiten, ausgezeichnete Bewährung. Von so einer hohen Zuverlässigkeit und Tempo kann Zürich - München nur träumen...

    - 201 km/h ist keine Theorie sondern wird über längere Strecken tagtäglich auch gefahren. Erst noch weitgehend auf Altbau-Gleisen.

    - in der Regel bestehen die HST Kompositionen aus 2 Triebköpfe und 8 Wagen, Typ HST angepasste Mark III.

    - gute Leistungsausbeute: für Züge welche täglich 200 km/h fahren, da ist die Dieselmotoren-Leistung von 2 x 1678 kW /ca 2280 PS, pro Komposition = 4560 PS eine gute Bilanz. Ganz sicher nicht übermotorisiert und trotzdem scheint es zu reichen!


    Spezielle Türensicherung, System englisch: es hat - innen - KEINE Türfallen. Wer aussteigen will, muss durch das Fenster nach aussen greifen. Oder hoffen, dass am Bhf exakt an seiner Türe jemand auch einsteigen will. Wahrscheinlichkeit: gross! Diese Person müsste die Türe öffnen, aber dann trotzdem warten, bis die Leute ausgestiegen sind! Würde dies Gentleman Training in Zürich Stadelhofen funktionieren? Ich weiss auch nicht, ob mittlerweile automatische Türschliessungen existieren? Vermutlich nicht? Alles von Hand kann man sich beim SBB ICN nicht mehr vorstellen!


    Einige HST Kompositionen werden wahrscheinlich noch ihren 50 Geburtstag erleben. Auch wenn allmählich neue Züge aus Japan den altbewährten HST mit der Zeit ablösen werden.


    Model: Hornby Spur 00 (H0) DC

    Bj mitte 1970-er Jahre.

    Konstruktion sehr ähnlich wie die damalige Lima-Technik, u.a. mit dem alt bekannten "Rundmotor-Drehgestell". Läuft auch im Modell Top Speed:D



    Modell HST = Liliput Bachmann, China. DC. (Glacier Express Wagen = Sonderserie von Bemo mit H0 Drehgestellen)

    Bj. 2017

    Konstruktion mit Mittelmotor, ähnlich dem Roco-Prinzip.


  • Hermann,


    Auf Schmalspurstrecken ist der Weg und die schöne Landschaft das Ziel und nicht wie ein Irrer möglichst schnell von A nach B zu rasen. ;)


    Und englische Technik, wann war die führend, weder du noch ich haben das erlebt. Englische Technik ist für mich schon lange ein Synonym für Lösungen die genau auf die Insel passen und kaum bis gar nicht mehr exportierbar sind. Der Brexit wird dem noch den Rest geben. Die englische Industrie ist schon lange ohne grössere Bedeutung oder gehört nicht mehr den Briten.


    Der HST ist für mich ein weiteres Kapital wie konsequent auf eine Technologie ohne Zukunft und Entwicklungspotential gesetzt wurde, während dem Japan mit den Shinkansen bereits zuvor weitaus schnellere und moderne Züge baute, ebenfalls Frankreich etwas später mit den TGV. Und diese auch die Ursprungslösung mit den Gasturbinenantrieben wegen der Ölkrise fallen liessen.


    Einen Diesel HST zu bauen ist die gleich intelligente Lösung wie eine Mallard auf Rekordtempo zu peitschen. Haben die Engländer schlaue Leute unter sich, werden sie aus den eigenen Reihen niedergemacht wie es Frank Whittle passierte.


    Und über das Design philosophieren wir gar nicht erst. Vermutlich wurde gleich daran gedacht, das Modell sollte auch auf der Brio Bahn sofort erkennbar sein. Zumindest gab es zur gleichen Zeit englische Sportwagen die heute noch Kult sind. Es gab also nicht nur Pfeifen unter den englischen Designern. ;)

  • Naja. Die englischen Sportwagen haben durchaus ihre Liebhaber und mögen teilweise Kult sein - aber das gilt ja für Trix-Express auch...

    Ich hoffe, der Vergleich zeigt, was ich davon halte.

    (Motorisierte Seifenkisten mit Holzboden wecken eben nicht jedermanns Bewunderung)

    Damit unterstreiche ich Erwins Beitrag: Die Briten sind technologisch im Empire steckengeblieben...:D

    Gruss Roger


    90 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Erwin,

    mit den Briten urteilst Du ein wenig zu streng, zumindest was ihre Maschinenbau-Technik angeht. Tatsache ist, der HST funktioniert seit 3-4 Dekaden, das machte den Briten bisher niemand nach, schon gar nicht mit dem relativ geringen HST-Budget.


    Das erfolgreiche vereinte Europa, wird nötig sein, aber kein einfacher Sonntagsspaziergang werden. Konkurierende Länder zu einem vereinten Europa werden lassen, ist eine Herausforderung. Wie soll das funktionieren? Nur schon die kleine Schweiz benötigte Jahrhunderte, bis aus der alten Eidgenossenschaft die heutige derzeitige Schweiz wurde...


    Bei genauerem Hinsehen waren die Habsburger mal Freund mal Feind, die Konstellation änderten sich ständig. Die zahlreichen Schweizer Kuh-Fehden waren den Grossmächten zu uninteressant. Wenn die Habsburger Maschinerie dennoch aufmarschierte, war ihr Begehren mehr als nur ein bischen Taschengeld. Dies wiederum schweisste dann - rasch - die unter sich konkurrierenden, eidgenössischen Orte zusammen, gemeinsam den Feind zu besiegen, was offensichtlich auch meistens gelang:).


    Der beeindruckte Gegner war auch nicht blöd: wenn man den wehrhaften Gegner nicht mit vernünftigem Aufwand besiegen kann, dann soll er statt gegen einem, für einem kämpfen! Dies führte zu grotesken Situationen. Stimmen die Hinweise, Schriftstücke u. Geschichtsforschung, dann kamen die Soldaten, meist überzählige junge Männer, aus der Umgebung höchst "freiwillig" mangels Perspektiven und mangels Geld zu den Sammelplätzen und lokalen Schwyzer Herrenhäuser: "Gnädiger Herr: wann ist wieder Krieg?" Heute gerade nicht! "Schade"! "Wir lassen nach euch rufen, falls wir euer benötigen". Diese Soldaten waren auch nicht gross wählerisch, ob im Inland gegen die Protestanten / Katholiken, oder im Ausland gegen die Franzosen, Papst, oder Deutsche: Hauptsache es gibt Sold und man überlebt es unbeschadet. Falls ich dann schon mal gelebt habe: moralisch-philosophische Prioritäten gab es nicht. Wahrscheinlich war man dienlich, wo am regelmässigsten Sold bezahlt wurde.


    Frank Whittle nieder gemacht? Eher nicht, er hatte halt "nur" das Pech, dass seine Erfindung vorerst niemand an massgebender Stelle interessierte! Erst dann, als die anderen Länder, primär Deutschland aktiv und erfolgreich war. Entscheidungsträger sind oft ein wenig zurückhaltender und konservativer als Erfinder. Wäre ich einer, welcher Entscheide treffen müsste, würde ich jetzt auch nicht unbedingt einen Elon Musk im Schweizer Bundesrat wünschen. Werden jedoch Forschertum, Neugierde und Risiko für Neues zu stark ausgebremst, verliert man gnadenlos im wirtschaftlichen Wettbewerb. Einmal mehr, die Balance muss stimmen.


    Auch in der Schweiz erachtete es die Cavallerie um 1900 vorerst nicht für nötig, sich mit Militärflugzeuge zu befassen: "zu gefährlich, sehr teuer und für was soll die Fliegerei für die Allgemeinheit gut nützlich sein? Die damaligen 120 jährigen alten Fragen könnte man genau so gut ins 2019 transferieren. Nur mit umgekehrtem Vorzeichen: Die Armee will neue Flieger, gewisse (kleine?) Anteile der Bevölkerung nicht.


    Vor ca. 120 Jahren setzte die CH Cavallerie weiterhin auf militärische Luftballone (kein Witz) was die Lufthoheit anbelangte. Erst kurz vor dem 1. Weltkrieg, war die Schweiz bereit, neben der Cavallerie neu auch eine Luftwaffe zu gründen, es wurde dafür zu freiwilligen Spenden aufgerufen! Die Erwartungen wurden deutlich übertroffen! Das wäre heute vermutlich anderst!? Es gibt schon Widerstand, wenn die Armee die Flugzeuge aus dem eigenen Budget bezahlen will. Die CH Armee hatte weniger aus eigenem Antrieb Interesse an Flugzeugen, sondern weil es u.a. die Deutschen es vormachten und dabei Erfolge hatten. Die Schweizer wollten nicht plötzlich ins Hintertreffen geraten.


    Alt bewährt und / oder offen für Neues sein, ist seit eh und je im besten Fall eine Bereicherung, im schlechteren Fall ein Abnützungskampf.

    Gruss

    Hermann

  • Sali Hermann

    Sie sind noch unterwegs


    Jedenfalls heute Morgen noch.

    Die neuen Hitachi Züge können sowohl elektrisch wie auch mit Dieselmotoren fahren, sind aber offenbar noch nichg so zuverlässig wie gewünscht. Geplant war dieHST Züge im April 2019 vollständig zu ersetzen, daswird vermutlich noch eine Weile dauern.

  • Danke Beat für das Foto.

    Der SBB / NS Dieseltriebzug RAm TEE fuhr immerhin17 Jahre (in Europa). Doch von Brugg herauf zum Bözberg, von dort bekam er der Name "stinkendes Oelfass"! Am Ende der Rampe (unfreiwillig) nicht schneller, als ein Hürlimann Traktor. Aber mit Sicherheit für die 1. Klass Passagiere super bequem.


    Der DB Diesel "ICE" VT-605 ist theoretisch auf dem Papier der beste und bisher modernste Diesel-Triebzug, elegant und schön in seiner Form. Nur: funktioniert hat er nie wirklich gut über längere Zeit. Alstom, Fiat, Bombardier, Düwag und Siemens waren am Bau beteiligt. Das Bj der VT-605 ist mit 1997-99 nicht so alt, gar minim jünger als die SBB Re 460. Doch bereits 2003 wurden die VT-605 vorübergehend still gelegt. Zwischenzeitlich wurden die Züge nach Dänemark und bei Hamburg eingesetzt, aber nie längerfristig. Letztes Jahr 2018 wurden die VT-605 endgültig ausrangiert.


    So gesehen sind die britischen HST -125 Diesel Triebzüge bereits heute Rekordhalter. 40 Jahre im Einsatz, täglich 200 Km/h, volle Bewährung im Alltag. Die werden auch noch fahren, bis ich wieder mal nach England komme.


    Beat

    Danke für die Erinnerung dass die blauen Zwischenwagen noch fehlen. Klar habe ich Freude, wenn Ihr zufällig an das noch fehlende blaue Wagen-Set daran heran läuft. Aber extra danach suchen, oder jeden Preis bezahlen müsst ihr in keinem Fall. Den ursprünglichen British-Rail HST von Hornby von 1976 hab ich ja. Auch wenn das einfach gehaltene Lima ähnliche Hornby Modell über 40 jährige ist, es genügt meinen Ansprüchen.


    Die blauen HST Triebköpfe First Great Western mit dem Transport der rot-weissen Schweizer (FO) MG-Galcier-Express Wagen beauftragen, diese Idee gefällt mir wie länger wie besser. Die Modellbahn bietet Möglichkeiten, welche rechtlich, bürokratisch, technisch in 1:1 niemals sinnvoll machbar wären:D.


    Ich wünsche Susann und Dir schöne England-Ferien:thumbsup:, Geniest die Zeit dort.


    Momentan gerade ist meine Kasse leer, daher ist es besser, ich besuche die Steinböcke und explizit nicht England. Steinböcke am Bauen oder Rigi suchen kostet weder Diesel noch Geld, sondern nur etwas körperliche Anstrengung. Nach 2 Jahren Pause, komme ich ganz sicher wieder mal nach England, eher früher als später. Ich habe im Raum Zürich eine englische Möglichkeit in England entdeckt, das geht mir nicht mehr aus dem Kopf:love: Es wird nicht mehr all zu lange möglich sein. Es hat nicht 4-Räder, und schwimmen kann es auch nicht... eben so wenig eine Immobilie. Niveau Stufe für kleine Kinder geeignet, vernünftige Erwachsene stehen darüber! Nun gut, wer weiss, es gibt zum Glück noch viele andere Spinner, dann hat es sich eh erledigt.


    Gruss

    Hermann

  • Hermann,


    Dein langes Elaborat kann kurz und bündig mit, wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit, zusammengefasst werden. Alt und bewährt währt meistens nicht so lange und ist wirtschaftlich gesehen in den seltesten Fällen ein Rezept für einen nachhaltigen Erfolg.


    Beat bringt es mit den Tatsachen auf den Punkt, in England liefert eine japanische Firma die Züge. Der Bahnhof Taunton Station sieht auch alt und bewährt aus. ;) Letzte grössere Renovation in den 70er Jahren? Wenn man bedenkt, dass der Bahnverkehr in England noch teurer ist als in der Schweiz, dann bin ich mit der SBB mehr als nur zufrieden.


    Nach dem Brexit wird es noch weiter bergab gehen, falls Grossmaul Boris seinen selbst gesetzten Termin vom 31.Oktober 2019 auch einhält und das allenfalls mit der No Deal Option. Zukünftige England Urlaube könnten sehr günstig werden.


    1962, in meinem Geburtsjahr kostete ein englisches Pfund mehr als 12 Franken, heute noch Franken 1.23. Welches Land hat sich in dieser Zeit besser entwickelt?


    Der Vergleich der Wirtschaftszahlen der Schweiz, Grossbritannien und Deutschland ist noch recht interessant. Ich hätte nicht erwartet, dass die Schweiz den höchsten Anteil an Industrie unter diesen drei Ländern hat.

  • falls Grossmaul Boris

    selber schuld, wenn sie den gewählt haben. Nicht gewusst gilt definitiv nicht mehr!! Drüben am Teich gibt es eigentlich genug Anschauungsunterricht. Aber wenn sich die Demokraten dort lieber untereinander selber zerfleischen, statt "dem grossen Boris" Paroli bieten, wird auch der noch eine 2. Amtszeit bekommen. Nochmals = selberschuld.


    Erwin, da kannst Du den Kopfstand machen, die Engländer haben 1976-1983 mit den HST 125 Inter City 125 Züge erstellt, welche im Alltag 200 km/h fahren und seit 43 Jahren gut funktionieren. Ich habe mich nicht über die englische Politik ausgelassen. Diese Züge haben mittlerweile eine ganze Reihe Tories und Labour kommen und gehen "sehen".


    Und was die Kosten der Bahnen angeht, das müsste man schon korrekt vergleichen.

    Am günstigsten wirtschaften die Liechtensteiner, die haben 0 Kilometer eigene Bahn. Die Linie Buchs - Feldkirch, welche für ein paar wenige Km Boden von Liechtenstein beansprucht, hat primär Transit Charakter und wird von der OBB geführt.


    Danach kommt schon recht bald die Schweiz: Wir haben eines der dichtesten Bahnnetze weltweit und auch Menschen, welche dies gerne benutzen. Doch mit 3228 Km (+ knapp ähnlich viele Privat Bahnen Km) sind die Gleislängen, international gesehen, bescheiden. Man muss zwar berücksichtigen, dass ein Teil auf kostenintensive Tunnels u Brücken entfallen. Trotzdem, 3228 Km Schweizer Bundesbahnen, das ist nicht viel. Mehr Km geht nicht, sonst befinden wir uns bei ginne2, oder bei den Peugeot-Werke, oder sonst wo im Ausland.


    Bei den anderen - deutlich grösseren Ländern - ist es genau umgekehrt: mässig dichtes Schienennetz und nicht so Bahn begeistertes Volk und trotzdem viel mehr Gleise, weil die Länder (viel) grösser sind. Das geht substantiell an die Kosten. USA knapp: 300`000 Km. Grossbritanien; 17`000 km. Deutschland: 43`000 Km. Frankreich: 30`000 Km. Australien: 37`000 Km, auch erwähnenswert China: 191`000 Km usw. (Quelle: http://www.laenderdaten.de)


    Erwin; "wer nicht mit der Zeit geht, vergeht mit der Zeit", ein eindrücklicher - durchaus wahrer Spruch - oft zu hören aus der Ecke der Digital- u. Disruption Fans. Genau so wahr, seit Jahrmillionen bewährt: "wer stört oder irritiert, der wird gefressen"! (meist sofort!) Die Natur will sich nicht festlegen lassen und lässt alles Mögliche zu. Manchmal gewinnen die Einen, manchmal die anderen. Da kann niemand die Wahrheit für sich alleine beanspruchen.


    Viel Spass beim zukünftigen einkaufen, wenn nicht einmal mehr die Frage ist, ob mit Bargeld, Bitcoin, oder per Karte bezahlt werden soll, sondern wenn man ohne Gesichtserkennung schon gar nicht erst in den Laden herein gelassen wird! Auf solche moderne Errungenschaften kann ich gerne verzichten. Anderseits, muss unbedingt jeder Nachts um 02.00 Uhr eine Pizza kaufen können?


    Gruss

    Hermann

  • selber schuld, wenn sie den gewählt haben. Nicht gewusst gilt definitiv nicht mehr!! Drüben am Teich gibt es eigentlich genug Anschauungsunterricht. Aber wenn sich die Demokraten dort lieber untereinander selber zerfleischen, statt "dem grossen Boris" Paroli bieten, wird auch der noch eine 2. Amtszeit bekommen. Nochmals = selberschuld.

    Das unterschrieb ich ...


    In der gleichen Tabelle der von Dir zitierten Statistik hat es aber auch noch eine Spalte für die Netzdichte in m/km2. Da schwingt die Schweiz - von zwei exotischen Karibik- resp. Pazifik-Inseln abgesehen - klar obenaus (allerdings auch bei den Kosten). Zu meiner Überraschung folgt da gleich dahinter Deutschland mit einer nur gut 10% geringeren Netzdichte. Diese ist gut die Hälfte für UK und etwas weniger als 1/4 für die USA.


    Für mich ist dieser Wert besser um Vergleiche heranzuziehen als die reine Streckenlänge. Beide Werte sagen aber nichts zur Topologie aus. Tatsache ist aber sicher, dass diese für die Schweiz eher ungünstig ist und deshalb auch sehr hohe Kosten verursacht. Dazu auch dieser Bahnonline Artikel.


    Mit der Kritik von Erwin zu UK bin ich aber zum grössten Teil einverstanden. UK war lange Zeit ein absoluter Technologie-Leader, aber diese Position wurde schon lange verlassen. Da haben sich die Briten zu lange auf den eigenen Lorbeeren ausgeruht.


    Viel Spass beim zukünftigen einkaufen, wenn nicht einmal mehr die Frage ist, ob mit Bargeld, Bitcoin, oder per Karte bezahlt werden soll, sondern wenn man ohne Gesichtserkennung schon gar nicht erst in den Laden herein gelassen wird! Auf solche moderne Errungenschaften kann ich gerne verzichten. Anderseits, muss unbedingt jeder Nachts um 02.00 Uhr eine Pizza kaufen können?


    Gute Ansicht! Ich vertraue da aber dem Markt: wenn es kein Bedürfnis gibt, um morgens um 2 Uhr eine Pizza zu bestellen, dann wird sich das im Markt auch niederschlagen.

  • die Engländer haben 1976-1983 mit den HST 125 Inter City 125 Züge erstellt, welche im Alltag 200 km/h fahren und seit 43 Jahren gut funktionieren.


    Sie funktionieren so fantastisch, dass sie ersetzt werden. ;) Die Züge sind in die Jahre gekommen und werden entsprechend wartungsintensiv sein und die Dieselantriebe mit Garantie Säufer erster Klasse.


    Nur weil etwas funktioniert hat es noch lange keine Daseinsberechtigung. Die Zeiten und Ansprüche verändern sich, dem kann man mit einem Refit begegnen aber irgendwann ist die Uhr abgelaufen und es ist Zeit für das Abstellgleis und Museum. Grundlos bestellt British Rail nicht die neuen Class 800 Super Express Züge, die übrigens bis 230km/h zugelassen sind.


    Mit einer Ae 4/7 könnte man heute sicher immer noch fahren, die Wartungskosten wären jenseits von gut und böse und welche Lokführer wären noch bereit auf einem solchen alten Kübel im Schweisse des Angesichts Dienst zu schieben. Für Länder mit tieferen Ansprüchen genügt altes Rollmaterial der Schweiz, uns nicht mehr. Niederflureinstiege sind eine gesetzliche Vorschrift, eine Klimaanlage erwartet der Kunde heute und eine hohe Beschleunigung ist eine Erfordernis des sehr dichten Fahrplans.


    Hermann,


    Merke, erzkonservativ denken und handeln kannst du privat, speziell im technischen Umfeld kannst du wirtschaftlich damit nur verlieren. In der Firma kann ich das täglich sehen, zwei Türen weiter steht ein betriebsfähiges Werkstattmuseum die viele Aufträge gar nicht wie gewünscht erledigen können, da ihnen die Technologie fehlt und kostenmässig sind sie fast immer zu teuer. Möglich ist das nur im geschützen Rahmen des Bundes.


    24/7/365 einkaufen muss doch ein Bedürfnis sein. Die BP Tankstelle an der Seebahnstrasse macht das schon seit mehr als 20 Jahren.

  • Der Bahnhof Taunton Station sieht auch alt und bewährt aus. ;) Letzte grössere Renovation in den 70er Jahren? 0

    Erwin da irrst Du Dich gewaltig.

    Die Perrondächer sind noch im alten GWR Stil, der Rest ist bis aufs Wesentliche reduziert und modernisiert. Man sieht es auf meinem Bild nur nicht. Elektronische Ticketgates regeln den Zugang zu den Perrons. Wer kein gültiges Billet hat kommt nicht rein, und auch nicht aus dem Bahnhofsbereich raus. Verglaste Wartezonen aus Fertigelementen gebaut, vandalensichere Sitzgelegenheiiten. An der Perronkannte markierte Zonen lassen den Fahrgast wissen wo der Wagen hält in dem sich sein reservierter Sitzplatz befindet. Auf grossen elektronischen Anzeigen wird informiert in welcher Zone welcher Wagen zum stehen kommt und das passt dann genau.Die Tickets können an zahlreichen Automaten gekauft werden, ich konnte in den Zügen beobachten das die meisten aber ein elektronischen Ticket auf dem Handy haben.

    Der personalintensive Bahnbetrieb wie ich ihn noch vor 10 Jahren im vdreinigten Königreich erlebt habe ist schon längst Geschichte. Dafür hat die Privatisierung gesorgt. Auch zahlreiche "Operater" sind verschwunden, die Konkurenz auf den lukrativen Strecken nicht.

  • Die Züge sind in die Jahre gekommen und werden entsprechend wartungsintensiv sein und die Dieselantriebe mit Garantie Säufer erster Klasse.

    Ja, klar. Es spricht nichts dagegen, die 43 jährigen HST allmählich zu ersetzen. Jedenfalls ich habe dem nicht widersprochen!! Sondern einfach meine Bewunderung ausgedrückt, dass ohne grosses Aufsehen diese HST Züge seit Jahrzehnten gut funktionieren. Das wird man ja wohl noch dürfen!


    USA, Deutschland, u.a. andere Länder erreichten bei Diesel-Traktion nur Regionalzügen, jedenfalls nicht über Jahre regulär 200 km/h. Der DB VT 605 war bestimmt ein Versuch wert, (ohne etwas zu versuchen, kommt man ganz sicher nicht weiter) Nur es hat weder technisch noch kommerziell funktioniert, im Gegensatz zu den Engländern, welche halt einem technisch "einfacheren" Triebzug den Vorzug gaben.


    Von wo sollen die Briten - genügend - Strom beziehen? Ihr Highland entspricht bei uns noch nicht einmal ganz dem Jura. Moderne Energie wie Solar, Erdwärme, Windräder, eventuell Strom durch Gezeiten-Kraftwerke, dass stand in der HST-Planung noch nicht ausreichend zu Verfügung.


    Ob es jetzt besser ist, Strom aus dem Ausland und eigenen Kernkraft- und Kohlekraftwerke Strom für E-Züge zu betreiben, oder ob es besser ist, mit Diesel direkt in der Lok einen Generatoren zu betreiben? Dies kann ich nicht beurteilen! Das einzige was üblich ist, dass jemand welcher seinen Lohn z.B. von (damals) BBC bezieht, den viel besseren Wirkungsgrad von Elektromotoren hervorheben wird und der von Royal Dutch / Shell wird behaupten, Diesel sei besser als sein Ruf. Noch ist Diesel verfügbar und benötigt keine Oberleitung Infrastruktur. Derzeit sind die Fraktion "Elektro" im Aufwind, sonst würden nicht Shell & Co diskret aber hartnäckig nach nachhaltigeren Alternativen suchen, damit langfristig ihre Firma überleben kann.


    Erwin, ich bin nicht so erzkonservativ wie Du falsch annimmst, jedenfalls nicht überall. Bei Modellbahnen durchaus, da hast Du eher noch untertrieben. Politisch gesellschaftlich wirtschaftlich hat für mich innerhalb der üblichen Bandbreite alles Platz und es braucht auch alle die verschiedenen Kräfte!


    Ich sehe Politik & Wirtschaft mehr in Wellenbewegungen. Einzelne Akteure können - wenn sie einen hervorragenden Job ausführen - Optimismus verbreiten und negative Tendenzen hinauszögern. Sind reine Machtmenschen an den Hebeln der Macht, welche sonst nichts interessiert, dann geht es meistens noch etwas schneller bergab, als es unbedingt sein müsste. Spätestens wenn die leeren Versprechen als solche erkannt werden. Aber auch solche Leute wie ein aktueller US Präsident können nicht so viel dafür, wenn ein Zyklus am vorbei gehen ist. Er könnte und sollte(!) nur etwas ehrlicher sein. Dies würde bei seinen Anhängern jedoch gar nicht gut ankommt, darum werden solche Pseudo Macht-Menschen zu wahren Lügen-Weltmeistern. Aber es liegt auch an jedem einzelnen Menschen selbst "zu ergründen", was könnte wahr sein, was quatsch. Wie schlauer ein Volk als Ganzes, desto weniger spielt es eine Rolle, welcher Präsident jetzt gerade am Ruder ist.


    So kurios wie die Briten jetzt gerade wirken und auch wenn ihr Glanz am vergehen ist und sie von anderen Ländern überholt wurden, es ist ein Land mit einer langen Tradition und Kultur. Die hatten schon ein paar Tiefs weggesteckt und immer wieder Wege nach vorne gefunden.


    Ich finde, die Schweiz ist im Vergleich gut positioniert. Konservative und Progressive Kräfte einigermassen ausgeglichen. Was wollen wir mehr?


    Gruss

    Hermann

  • kann man den Beitrag von Beat nach vorne bringen?

    Beat schreibt so selten Beiträge und ausgerechnet nun beide gleichzeitig auf "senden" gedrückt.

  • Welche Energieform ein Land anwendet hat fast ausschliesslich damit zu tun über welche Bodenschätze ein Land verfügt. England hat Kohle und das Nordsee Öl, diese beiden Energieformen standen in den 70er zur Hauptsache zur Verfügung. Letztendlich führen solche Voraussetzungen oft in die Sackgasse. Eine starke Lobby setzt ihre Interessen durch und sieht vor lauter Geldgier nicht, dass ihre Lösung in eine Sackgasse mündet.


    Die Schweiz hat nicht auf Strom gesetzt weil es die beste Energieform ist, sondern aus purer Not und der Erfahrung des Energiemangels während dem 1. Weltkrieg. Daraus hat sich später ein blühender Wirtschaftszweig entwickelt.


    Deutschland mit dem Energie Saubermann Image ist trotz allem immer noch der weltweit grösste Förderer von der extrem schmutzigen Braunkohle. Das sicher nicht weil die Bewohner es toll finden wenn ihr Dorf weggegraben wird oder die Kühltürme der Kohlekraftwerke so dekorativ sind. An dieser Kohlelobby kommt einfach niemand vorbei.


    Fossile Brennstoffe zu verbrennen, das ist meine ganz persönliche Meinung, ist die primitivste aller Energieformen und eines Tages aufgebraucht. Sie passt einfach nicht mehr in die heutige Zeit.


    Die Chinesen sind zwar unglaublich geldgierig aber keine Selbstmörder. Aus lauter Spass setzen sie nicht auf Elektro Autos. Auch sie möchten noch etwas von der Landschaft sehen und nicht in einer komplett vergifteten Umwelt leben. Erfahrung macht eben doch klüger.


    Die hatten schon ein paar Tiefs weggesteckt und immer wieder Wege nach vorne gefunden.


    Nach der eisernen Lady setzte Grossbritannien so einseitig auf die Banken, dass der ungeregelte Brexit ihnen das Genick brechen wird. Weltreiche haben immer etwas an sich, sie entstehen und verschwinden. Die Geschichtsbücher sind voll davon. Der Abstieg in die Bedeutungslosigkeit muss anscheinend für die Superreichen in Grossbritannien ein Vorteil sein, denn diese hatten den Brexit sehr stark unterstützt.


    Zurück zum HST 125. Auch dieser ist ein typisches Kind seiner Zeit, nach der Ölkrise auf einen Dieselzug zu setzen macht man nur, weil das Öl vor der Haustüre im Meer lag. Allerdings geht die geförderte Menge kontinuierlich zurück. Zudem wurde der Zug bewusst auf die damals veraltete Infrastruktur angepasst, für konsequent neue Hochgeschwindigkeitsstrecken fehlte das Geld.


    Und heute erfüllt er seine damaligen Vorgaben schon lange nicht mehr. Der Auto- und Flugverkehr ist viel billiger als die Bahn.

  • Eine starke Lobby setzt ihre Interessen durch und sieht vor lauter Geldgier nicht, dass ihre Lösung in eine Sackgasse mündet.

    Erwin, bist Du nicht auch geldgierig? ;). Anständiger gefragt, was ist Gier? Anfänglich könnten gefangene Fische noch völlig problemlos aus dem Schleppnetz entweichen, wenn sie den merken würden, dass sie eigentlich schon gefangen sind. Tiefer im Netz, ist es absolut unmöglich. Ja, die Chinesen sind nicht dumm, aber an den bis jetzt nahezu unberührten Bodenschätzen u.a. auch viel Oel in der Arktis, da wollen auch sie ganz vorne mit dabei sein.


    Gier: Wenn ein Konsument eine neue HAG Loki kaufen will, muss er ja auch irgend wie das dafür notwendige Geld aufbringen. Die meisten welche dies tun, haben schon eine HAG Lok, mindestens... Ist jetzt so jemand bereits gierig oder nicht? Heutzutage leidet manchmal die Wirtschaft eher wegen zu wenig gierigen, als wegen zu vielen gierigen Menschen. Gier ist ein sehr interessantes wie auch glatteisiges Thema.

    Nach der eisernen Lady setzte Grossbritannien so einseitig auf die Banken, dass der ungeregelte Brexit ihnen das Genick brechen wird

    Da sind wir mal sogar gleicher Meinung.

    Auch wenn ich die Formulierung "Genick brechen" weg lassen würde. Man weiss nie genau, ob überhaupt-, wem wann wie das Genick brechen wird! Das hängt auch davon ab, wie sich die anderen Länder der Welt weiter entwickeln werden? Bisherige Allianzen können verschwinden & neue entstehen! Wie stabil werden die dann sein? Ich habe davon keine Ahnung. Es würde mich nicht wundern, wenn britische (Gross)Banken längstens so ein Szenario planen? Die können den Brexit als sarkastische "willkommene" Gelegenheit auffassen, sich aufzulösen oder komplett neu aufgleisen zu wollen? Bereits ohne jeden Brexit befindet sich das ganze Banken/Geld Umfeld so oder so in einem tiefen Wandel, da ist Brexit nur noch eine weitere Baustelle dazu...


    Die eiserne Lady ermöglichte als 1. Land ihren Banken so zu wirtschaften. Aber Wall Street, Taiwan, Frankfurt sind gleichfalls auf den selben Zug aufgesprungen, nur vielleicht etwas diskreter. Wenn ein Privater bei seiner Bank eine Schuld hat, wenn dies seine Bank einer anderen Bank als potentiellen Gewinn weiter verkauft, das kommt langfristig nicht gut heraus. Die über das Ziel hinaus schiessende Banken-Digitaliserung hat aus vergleichsweise einfachen Handlungen, wahnsinnig komplexe künstliche Produkte entstehen lassen. U.a. dank ständig steigender Rechenleistung und Fachleuten, welche die Programme (noch) zu verstehen scheinen, ist in Mitteleuropa seit 2008 keine neue Finanzkrise mehr ausgebrochen. Aber mir persönlich fehlt der Glaube, dass diese Entwicklung was Gutes sein soll? Ich verhalte mich da zum Unverständnis gewisser Berufsgruppen, als wären es Modelleisenbahnen. Eher noch viel vehementer.


    Mode Erscheinungen kommen und gehen auch bei den Berufen: Galten in den 1990-er Jahren Investment-Banker als bewunderte Alpha Tiere, so dürften heute und in Zukunft Mechaniker, wenn sie wirklich gut sind, auslesen können, wo und für wer sie arbeiten wollen. In den nächsten Jahren werden ganz viele Fachleute unterschiedlichster Branchen fehlen. Auch da bin ich mit Erwin einig. Man sieht es ja heute schon.


    Gruss

    Hermann

  • Anständiger gefragt, was ist Gier?


    Für mich ist Gier, wenn jemand nur noch dem Geld hinterher rennt und es schon längst nicht mehr sinnvoll nutzen kann. Dazu gehört auch seine Kunden und Partner über den Tisch zu ziehen um möglichst viel Geld für sich zu bekommen. Über diese Eigenschaften verfüge ich definitiv nicht, darum habe ich es auch nicht geschafft ein Vermögen anzuhäufen, Immobilien zu erwerben und was sonst noch zum geregelten Reichtum zählt. Dafür habe ich etwas, dass sich der reichste Mensch nicht kaufen kann, Zeit und Zufriedenheit im Leben und gesund bin ich auch noch. :thumbsup:

  • Deutschland mit dem Energie Saubermann Image ist trotz allem immer noch der weltweit grösste Förderer von der extrem schmutzigen Braunkohle. Das sicher nicht weil die Bewohner es toll finden wenn ihr Dorf weggegraben wird oder die Kühltürme der Kohlekraftwerke so dekorativ sind. An dieser Kohlelobby kommt einfach niemand vorbei.

    Das mit dem Image stimmt schon lange nicht mehr, oder war einfach Fake. Tatsache ist, dass in unserem Land (D) durch Weisung von "Mutti" Merkel, sichere und voll funktionierende Atomkraftwerke abgeschaltet wurden bzw. in absehbarer Zeit abgeschaltet werden. Der Ausbau von Wind- und Solarstrom dauert recht lange und ob der Windstrom überhaupt mal ausreicht, auch nocht die (hoffentlich nicht kommende) Lawine von E-Autos mit ihrer traumhauften Öko-Bilanz zu bewegen, ist mehr als fraglich.

    Selbst im relativ windwarmen Baden-Württemberg sind einige Teile der Landschaft schon mit den Rotor-Spargelstangen zugebaut. Zudem kommt der "Öko"-Strom aus dem Norden erst Mitte der 20er Jahre im Süden an. Unsere Steinkohle-Bergwerke sind inzwischen aus wirtschaftlichen Erwägungen alle dicht gemacht. Was bleibt dann noch an fossiler Energie ausser Braunkohle?? Deren Lobby mag relativ stark sein, aber gerade im Osten hängen an der Braunkohle auch sehr viele Arbeitsplätze. Stillegen - rufen die unbedarften Gutmenschen. Den Strom können wir ja aus den Kohlekraftwerken in Polen beziehen oder aus den Kernkraftwerken in Frankreich und der Tschechien. Prima - damit ist das Problem gelöst - wirklich??

    Warten wir ab, bis in D die Grünen die Macht übernommen haben oder zumindest mitregieren. Dann - aber auch erst dann wird die Welt besser, grüner (und vielleicht auch ein wenig roter). In Baden Württemberg regieren die Grünen unter dem auch bei mir geschätzten "Winne" Kretschmann seit einigen Jahren, in der Hauptstadt Stuttgart gibt es die umweltmässig schmutzigste Straße in Deutschland - das Löwentor. Dort gelten - wie in der ganzen Stadt - Fahrverbote für Diesel-Pkw bis Stufe V aber wesentlich besser ist die Luft dort nicht geworden und im ganzen Land sind die Bäume auch nicht grüner oder größer als unter den (CDU-)Vorgänger-Regierungen. Es ist eben nicht ganz so einfach, in einem von Industie geprägten Land paradiesische Zustände zu schaffen, ohne in die Höhlen zurückzukehren. Und natürlich fehlt ein - von der Bevölkerungsmehrheit als einsichtig empfundenes - Gesamtkonzept in D. Wohl deshalb pusten die (Kohle-)Kraftwerke - u.a. auch in Heilbronn - wohl noch einige Zeit Schmutz aus den Schornsteinen. Ach ja - in China auch!!

  • Hier mal ein Bild eines Hitachi Zuges Class 802 welche die HST vorerst auf der Strecke London - Penzance ablösen werden.



    Der Zug durchfährt die Haltestelle Taunton mit recht hoher Geschwindigkeit.

    Das Design des Zuges ist natürlich Geschmacksache. Die "Standard Class", das wäre bei uns die zweite Klasse, ist voll auf Massentransport ausgelegt. "Unterhaltsfreundliche" Hartschalensitze, Flugzeugbestuhlung, sehr geringe Sitzabstände. Die "First Class" ist komfortabler, erreicht aber den Komfort in den HST Zügen nicht. Mit den SBB ICN kann die "First Class" jedoch mithalten. Die Züge sind je nach Anzahl Halten zwischen 5 und 6 Stunden unterwegs. Davon zwischen 45 und 60 Minuten im elektrischen Betrieb unter Fahrleitungen.

    Man kann sich nun überlegen wie weit es Sinn macht schwere Teile der elektrischen Ausrüstung, welche auf 80 % der Strecke nicht benötigt werden mit zu transportieren. Umgekehrt natürlich auch. Da für den elektrischen Betrieb vermutlich ein rechter Teil der benötigten Energie in Kohlekraftwerken aus Importkohle Produziert wird darf man den ökologischen Nutzen durchaus hinterfragen. Seit Jahren ist geplant die Strecke nach Cornwall zu elektrifizieren, es fehlt am Geld, dieses wird für Strassenausbauten benötigt.

    Es wird wohl noch eine Weile weiter gedieselt. Immerhin mit modernen Zügen welche heutige Abgasnormen wohl erfüllen. Die Züge beschleunigen auch im Dieselbetrieb ziemlich gut. Die Fahrpläne sind vermutlich noch auf die HST Züge ausgelegt weshalb die neuen Züge schon mal auf die Einfahrt in Stationen warten müssen weil siezu früh dran sind. Der Wechsel von Diesel auf Elektrobetrieb erfolgt in voller Fahrt, man merkt davon kaum etwas. Das brummen der Motoren verstummt, kurze Zeit später hört man ein deutliches klacken des Hauptschalters und der Zug beschleunigt auf die vorgesehene Geschwindigkeit

    Gruss
    Beat

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  • Die "First Class" ist komfortabler, erreicht aber den Komfort in den HST Zügen nicht

    Danke Beat für den Bericht.

    Diese HST Nachfolger, das sind ja "lustige" interessant anzusehende Triebwagen Züge. Von allem etwas: Die Front wirkt ähnlich wie vom DB ICE. Das Profil gleicht ein wenig dem der RhB. Und die Türen erinnern mich an die BLS SBB RIC von 1960. Wenn der Zug schnell ist, dann ist ja alles gut:). Einen Wechsel der Energie Diesel - Strom und umgekehrt, - während der Fahrt - wirklich nicht schlecht, dass das so gut funktioniert.


    Was den Sitzplatz-Komfort angeht, wurde der Höhepunkt 1937 - 1952 erreicht, das war vor 82 Jahren! (bezugnehmend zu SBB Wagen), bei anderen Ländern dürfte es kaum anderst verlaufen sein, bis auf ein paar wenige nordische Ausnahmen. Seither blieb die Sitzplatz Qualität allenfalls gleichbleibend (RAm / RAe TEE / RIC Am / EW jeweils A) aber noch besser wurde es nicht mehr, sondern oft schlechter.


    Ganz im Widerspruch dazu, wurde der Rollkomfort mit jeder neuen Wagen Generation besser und besser. Abgesehen von den Pendolino u ähnliche Züge. Mir selbst wurde es aber auch dort bisher nie "schlecht", im Gegenteil. Hauptsache sie blieben / bleiben bei Pannen nicht stehen... Erstaunlich auch, wie gut die neueren aktuellen Nahtriebzügen laufen. Deren 1. Klasse ist ein Witz, doch das Fahren an sich = äusserst laufruhig.


    Die Leichtstahlwagen Bj 1937-57 galten - damals - als Inbegriff - auch was ihre Laufruhe anbelangt. Gegenüber einem 2-Achser bestimmt. Im Vergleich zu heutigen (Trieb)Wagen kommt einem eher in den Sinn: wie konnten unsere Vorfahren solche Schüttelbecher-Wagen nur als Komfort empfinden? Vielleicht haben die angenehmen weichen Polstersitze, - aber auch nur in der 1. Klasse - einen Teil der Vibrationen u. Wagenstösse abgefangen?


    Man kann selten bis nie alles haben; entweder hat man viel Platz und es rüttelt, oder man sitzt eng wie in einer Sardinenbüchse, dafür vorzügliche Laufruhe + Stecker, um sein Handy aufzuladen.


    Mir ist die interessante MoBa-Reise zu den Stadler Rail Werken noch in den Ohren, wo es sinngemäss geheissen hat: "Wir bauen Euch jeden gewünschten Komfort, aber dann muss es der Auftraggeber auch so in dieser Konfiguration bestellen!" Mit anderen Worten: die komfortablen klassischen Sitzplätze kommen nie mehr zurück! Bei der Frequenz an Reisenden, hätten nur die Frühaufsteher Glück auf einen Sitzplatz. Mit maximal 42 Reisende pro Wagen z.B. in den SBB Leichtstahl 1. Kl Wagen mit Seitengang: so geführt, würde heutzutage der SBB Fahrplan auf wichtigen Strecken zusammenbrechen, das will man ja auch nicht anstreben.


    Beat und Susann, ich wünsche Euch weiterhin schöne Ferien! Egal ob es mit Dampf-, Diesel- oder E-Traktion vorwärts geht.


    Gruss

    Hermann