Plattform der Kleinserie, 11. bis 13. Oktober

  • Aufgrund eines Termins am Samstag mit zwei Feen, werde ich mich in Bauma erst am Sonntag zeigen können. So werde ich wohl wieder einige Forumisten verpassen. (allerdings wollen mich diese sowieso meistens nur zu teuren Vorbestellungen verleiten... :D)

    Gruss Roger


    86 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Gerne wäre ich auch wieder mal an die Ausstellung gefahren, doch die Arbeit lässt mich nicht los, ..tja "vo nüt chunnt nüt".

    Viel Vergnügen wünsche ich.

  • Die Ausstellung, bei perfektem Herbstwetter, hinterliess in diesem Jahr bei mir vor allem den Eindruck diverser Absenzen. Der DVZO bot kein wie bisher gewohntes Rahmenprogramm mit Fahrbetrieb. Für das 50jährige Jubiläum des Vereins waren die Aufwendungen in Form einer einfachen gestalteten Ausstellung in der überdachten Holzhalle mit sehr einfacher Gastronomie doch sehr bescheiden gehalten.


    An langjährigen Ausstellern vermisste ich Proform, Markus Feigenwinter und den Weissmetallgiesser aus der Westschweiz. Als neu ist mir Kiss mit zwei Ständen aufgefallen. Von der Besucherzahl hatte ich nicht den Eindruck eines Besucherrückganges. Das Festzelt war sehr gut besucht.


    Einzelne Aussteller hatten nach meinem Eindruck die Menge an Ausstellungsobjekten reduziert. Die Qualität der Ausstellung erachte ich immer noch als gut aber doch offensichtlich geschrumpft. Was wiederum den Vorteil hat, gewisse räumliche Engpässe sind so verschwunden.


    Auch Bauma gehört für mich zu den willkommenen Anlässen um verschiedenste Modellbahn Kollegen zu treffen. Ich bin gespannt, falls es auch in Zukunft kein Rahmenprogramm des DVZO mehr gibt, wie sich das auf die Attraktivität der Ausstellung auswirkt.

  • Hallo Erwin


    Der DVZO hat bewusst auf ein Rahmenprogramm verzichtet und dies auch so kommuniziert. Grund war genau das Jubiläum, welches dazu führte, dass die Mannschaften bereits extrem viele Wochenende im Einsatz standen.


    Zitat von DVZO

    ... Wegen dem sonst umfangreichen Jubiläumsprogramm findet kein Fahrzeugtreffen und keine Fahrten statt. Nächstes Jahr finden wieder Fahrten statt...

    Die Plattform fand bereits schon einmal ohne Triebfahrzeugtreffen statt. Wenn ich mich recht erinnere war es 2013 (Bahnhofsumbau).


    Zur Ausstellung in Bauma hat Erwin eigentlich schon alles gesagt ;)

  • Bauma 2019


    In den Vorjahren waren die Aktivitäten des DVZO im Bereich Eisenbahnen 1:1 eine wunderbare Symbiose und Ergänzung zur Bauma Kleinserien Messe, das ist 100% keine Konkurrenz zueinander. Für das Ausbleiben der Dampfzüge hörte ich verschiedene Erklärungen: 2019 sei ein Jubiläumsjahr und fast jedes Wochende was los, es sei einfach keine Kapazität mehr frei. Im Depot erklärte man mir, man wolle sich nicht mehr gegenseitig die Kunden abjagen. Hä? kaum vorstellbar!!! Eher umgekehrt: Wenn "soll ich /soll ich nicht? (kommen) Gedanken waren, hat mich immer die PARALLEL dazu DVZO Aktivitäten doch zum kommen bewogen.


    Was auch immer, Lokomotiven 1:1 zwar nicht unter Dampf/Diesel/Strom aber mindestens im Depot vorhanden, das ist ja auch schon mal ganz gut. Man konnte in Ruhe die Restauratoren beim arbeiten zuschauen :thumbsup:. Sehr freundlich u. Kompetent, wurde jede Frage beantwortet:thumbsup:. Nur war es oft ganz dunkel oder aber voll im Gegenlicht. Qualitativ einwandfreie Fotos waren so auf die Schnelle unmöglich, einen gewissen Eindruck bekommt man auch so.

      


      

    Dass DVZO keine Konkurrenz zur Messing Kleinserien Ausstellung ist, geht allein schon dadurch hervor: "guten Tag, was kostet Ihre Ed 3/3 Schwyz? Einpacken nicht nötig, ich nehme sie gleich so mit!". Das dürfte kaum je einer gefragt haben? ;)Sie läuft ja eh nur 35 km/h. Und ihre letzte Restauration kostete über CHF 400`000.- Das übersteigt private Möglichkeiten. Nicht mehr lange, wird auch der DB ICE Typ 1 von 1985 ein Oldtimer sein, der fährt knapp 10 x schneller, ;)der soll auf die Warteliste für Bauma 2021.


    Sehenswert auch die alten Drehbänke und Fräsmaschinen / Bohrwerke von Bauma aus den ca. 1950-er Jahren:

      


    An einer Drehbank (oder Fräse) war schnell keines Falles immer besser, zu langsam noch weniger. Drehzahl und Vorschub müssen exakt zu einander passen, sonst gibt es Ausschuss.


       Vor 45 Jahren war Lima noch SBB tauglich!


    Hingegen was H0, 0, I angeht, da muss man das Geld-Ausgeben-Tüüfeli schwer unter Kontrolle haben, Versuchungen am Laufmeter noch und nöcher:love:. Und ähnlich wie an den Märkten: handelt man nicht gerade unanständig unverschämt, die meisten Anbieter haben mit sich reden lassen, manchmal viel mehr als erwartet.


    da gab es auch noch Forumisten mit neuwertigen Katalogen, aber Hermann I hat noch viel mehr mitgegeben, als ursprünglich abgemacht...


    Ein anderer Modellbahner, ich kannte ihn bislang nicht, aber er offenbar mich?! Er hat mich angesprochen, ob ich V-200 sammeln würde? Ja schon, wieso meinen Sie? (Es lesen scheinbar viel mehr Leute das MoBa-Forum, als Forumisten Berichte schreiben) Da kramte er aus einer Tasche, wie soll ich sagen, ein noch nicht ganz im Fine Scale Modus erstelltes Modell einer DB Diesellok V-200 in H0 aus den 1950-er Jahren. Klar habe ich bei dem nahezu geschenkten Angebot zugegriffen. Wer kennt sich in alten Modellbahnen aus? Mir ist der Hersteller nicht exakt bekannt? Die Lok ist im Stil der Nürnberger Nachkrieg im unteren Preisbereich anzusiedeln. Mir ist diese V-200 bisher noch nie aufgefallen... Länge: 140 mm. Breite über alles: unglaublich schmale 27 mm. Höhe 43 mm. Das sind ja kaum WESA Masse, aber es ist ein H0 Modell:D


    Kaum Zugkraft, dafür unglaublich schnell, wie ein Sportwagen kaum Überhang! Das Trix H0 Modell ist volle 12 mm breiter: 39 mm zu 27 mm! Da sind die 3,0 bis 3,5 mm an Überbreite von Altbau-HAG zu Modell-HAG nur noch Rundungsdifferenzen.

      


      



    ... Schon gar nicht im Hoheitsgebiet von Fulgurex, Lematec, Dingler & Co. So hoffe ich doch, dass eine 2012 angekündigte Fine Scale Neuheit nun halt nochmals 1 Jahr später, im 2020 erhältlich sein wird? Der Anbieter war gut gelaunt und voller Humor, es werde ganz sicher gelingen, es brauche einfach etwas Geduld. Kein Problem, die habe ich. Seine Mine verzog sich nur etwas, als ich ihm unsere mündlichen Abmachungen zur Sicherheit nochmals wiederholte: zumindest bei meinem Exemplar sei Digital ausdrücklich tabu! Egal, auch wenn es nochmals 1 Jahr länger dauern würde. Ja aber; nichts aber! Der Herr kennt sich bestens aus, der wusste sofort um was es geht und was die Vor/Nachteile von Digital bez. Analog sind. Nur ist es so, bei seiner Aussage "kein Problem!" da war noch das 2012! Jetzt fast 8 Jahre später sagte er: es ginge technisch vielleicht schon, aber ich sei seither der Einzige, welcher dies so ausdrücklich so wünsche! Falls man nochmals 8-10 Jahre länger warten müsste, dann sind womöglich auch bereits die 1. Digital Besteller im Altersheim? Nun, statt Negativ Gedanken: Vorfreude auf den Zug ist auch gut:rolleyes:, ich bin gespannt was da dereinst mal kommen mag?...


    Wie immer, last but not least war es auch schön, den Forumisten und anderen Eisenbahn Fans zu begegnen:thumbsup:. Selbst der Wilde aus dem Tessin war in seinem vollen Temperament zu erleben. Gezügelt vom Löwen Bändiger Roland, welcher zum 1. mal in Bauma verweilte.


    Nicht nur das Rollmaterial, auch die Maschinen von der Bauma -Werkstatt sind sehenswert. Die alten Oerlikon, da konnte man schon vor 50 - 80 Jahren nahezu alles Ausführen, aber wer kann da heute noch so effizient damit arbeiten, wie zu früheren Zeiten? Die Maschinen sind da, aber es werden immer wie weniger Leute, welche damit noch gut umgehen können.


    Auf wiedersehen Bauma, bis im 2020


    vielleicht finde ich bis dann heraus, was die Signal Tafeln bedeuten mögen:

    Das eine könnte sein: Lokführer sausen lassen, bei gleicher Leistung dank Gefälle mehr Tempo?


    Diese Tafel ist selbstklärend


    Doch bei dem, keine Ahnung was das bedeuten mag? Alle 3 Lichter an, dann wären es eher gelbe Kreise? Achtung Schlaglöcher; hoffentlich nicht bei einer Eisenbahn! Achtung Lokführer beim nächsten Halt hat es einen Weinkeller? Auch kaum...

  • Hallo Hermann


    Erzählt wird meist sehr viel, mein obiges Zitat stammt aus einer offiziellen DVZO Mitteilung, daher ist dies für mich die aussagekräftigste Aussage.


    Bezüglich deinen beiden Tafeln.


    Bei der ersten Tafel handelt es sich um die Überwachte Bahnübergangsanlage. Das ganze Bedeutet, dass der folgende

    Bahnübergang mittels einer überwachten Bahnübergangsanlage gesichert ist. Die Zahl 21.587 ist die Kilometeierung an welcher der BUe steht. Die Tafeln werden nach und nach flächendeckend eingebaut, dies seit ein paar Jahren. Früher hatte man, gerade bei Privatbahnen oftmals noch Namen für die BUe, welche dann beim Personal bekannt waren.


    Beim Signal mit den drei schwarzen Punkten handelt es sich um das Vorsignal zum Kontrolllicht Bahnübergangsanlage.


    Sprich es folgt ein Kontrolllicht Bahnübergangsanlage, welches durch blinken dem Lokführer anzeigt, dass der BUe vorschriftsgemäss geschlossen ist, ist dies nicht so muss der Lokführer denn BUe als gestört betrachten.


    Ich hoffe ich konnte dir diese beiden Tafeln einigermassen auf „einfache Art“ erklären ;)

  • Wie Hermann richtig schrieb, ich war zum ersten Mal in Bauma. Vor hatte ich das schon lange, aber es brauchte zuerst den grossen dicken alten Sack aus dem Tessin um mich endgültig zu überzeugen. :D Hat sich aber absolut gelohnt. Wir (d.h. Kollege Dani und ich) pickten Fredy in Rothrist (natürlich nicht, sondern in Rotkreuz - Fredy verwechselte diese Ortschaften nur mehrmals) auf und fuhren mit einem kleinen unfreiwilligen Umweg (Strassensperrung) nach Bauma.


    Meine Eindrücke waren:

    - gut besuchter, interessanter Anlass

    - nicht ganz das gleiche Publikum wie an den Börsen anzutreffen

    - Alterdurchschnitt sogar noch höher als an den Börsen

    - für solche, die Spezialitäten für den Anlagebau suchen, sicherlich eine der besten Quellen

    - Schwergewicht eher auf den grösseren Spuren (naturgemäss, wenn es schon um Kleinserien geht und logischerweise auch teureren Modelle)

    - die üblichen "Verdächtigen" aus dem Forum angetroffen, dazu noch Rolf und natürlich auch meinen "Hof-Mechaniker und Umbau-Spezialisten" Bruno mit der Baarer Spur 0-Fraktion, Hausi, Michel, Gerhard und noch einige weitere.

    - habe am Stand bei ABG einen der beiden Eigentümer angetroffen. Mit Ruedi hatte ich vor gut 35 Jahren mal bei Wang zusammen gearbeitet. Er hat sehr viel Erfahrung im Zusammenhang mit Fernost-Produktionen (Korea) gesammelt und könnte da eine wertvolle Quelle sein. Seine Firma hatte mal die schweizerische Vertretung von MicroMetakit - so lange es sie noch gab - und dieses Level ist auch das was er weiter anstrebt. Wir diskutierten länger - und das war sehr interessant und lehrreich. Er propagiert ganz klar eine sehr hohe Qualität, Kleinserien, möglichst auf Messingbasis - also sicher Nischenprodukte, wo man noch etwas Geld verdienen könnte.

    - speziell interessant waren für mich auch die beiden Tessiner Stände (Lombardi und den zweiten Namen habe ich vergessen, aber Fredy kennt diesen sehr gut), sowie Kurt Seiler von SETEC - aber das sind alles Anbieter von High Class Modellen in Spur 0 oder 1 (und auch nicht ganz meine Preisklasse ... ;( ). Nicht zu vergessen natürlich auch Max Stahel mit seinen BUCO-Neuheiten (basierend auf den alten Original-BUCO-Werkzeugen, aber modernisierten Loks und Wagen mit neuer Bemalung).


    Finde diese Plattform der Kleinserie wirklich als guten Anlass, allerdings denke ich nicht, dass dieser Anlass jedes Jahr besucht werden muss, um nur die Neugier zu stillen.


    Auf jeden Fall, der Ausflug hat sich absolut auch ohne Käufe gelohnt und wir habe bei aller Ernsthaftigkeit viel gelacht.

  • Für mich war die diesjährige Plattform eine Enttäuschung: Viele Anbieter fehlten. Allerdings muss ich meine Einschätzung auch bei mir selber suchen: nachdem ich diesen Anlass geschätzte 10 Jahre in Folge besucht habe, macht sich bei den meisten Ständen ein Déja-vue breit. Da das Modellbahnfieber momentan auf eher kleiner Flamme köchelt, kaufte ich auch nicht auf Vorrat irgendwelches Zubehör ein, wie in früheren Jahren. Natürlich hätte ich bei den grossen Spuren locker Modelle im Umfang eines Jahresgehaltes vorbestellen können. An solchen Angeboten fehlte es keineswegs.

    Rückläufiges Einkommen bei steigenden Lebenskosten liess mich auch an verführerischen Spur 1 Neuheiten vorübergehen, die ich mir in früheren Jahren vielleicht noch hätte leisten können.

    Schon nach einer guten Stunde verliess ich die Heiligen Hallen noch bevor die Uhr High Noon schlug. Nur für einen Kaffee und ein Stück Kuchen in der Cafeteria liess ich noch einen Batzen springen.

    Ausser Dani (Silberblatt), der hinter einem Stand etwas zusammenfrickelte begegnete ich keinem Forumisten. Die kamen wohl erst später angewalzt.

    Gruss Roger


    86 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Für mich war die diesjährige Plattform eine Enttäuschung: Viele Anbieter fehlten. Allerdings muss ich meine Einschätzung auch bei mir selber suchen: nachdem ich diesen Anlass geschätzte 10 Jahre in Folge besucht habe, macht sich bei den meisten Ständen ein Déja-vue breit.

    Nicht nur dir ging es so. Es klafften etliche gut sichtbare Lücken in diversen Räumen (und andere Aussteller hatten ihre Präsenz deutlich verkleinert) - wenn sich die Ausstellung weiter in diese Richtung entwickelt, kann man sie bald wieder in einem Gebäude stattfinden lassen...