Mein Blick vom Balkon

  • richtigem Geld


    Hauptsache du glaubst ein gefärbter Papierschnipsel mit einer aufgedruckten Zahl sei richtiges Geld. ;) Wie viel ist der effektive Wert des Papierschnipsel? 1 Franken?


    Für mein Begriff ist richtiges Geld Kupfer, Silber und Gold. Von mir aus auch Edelsteine. Diese Dinge kannst du wägen und es gibt dafür einen bestimmten Gegenwert.


    Papiergeld ist in Europa nicht besonders alt. Erst im 19. Jahrhundert entwickelte es sich zum allgemein anerkannten Zahlungsmittel.


    Einzigste mit Bargeld


    Das du aus vormals digitalem Geld umgewandelt hast. Ist das überhaupt richtiges Geld? :phat:


    Konsequenterweise müsste deine einizige Bankbeziehung daraus bestehen, dass du dort ein Schliessfach hast, wo alle deine Wertsachen in physikalischer Form gelagert sind und du sie immer dort hin bringst und von dort beziehst. Zahlungen wie früher beim Anbieter direkt.


    Eigentlich müsstest du in die Philippinen auswandern, dort kannst so ziemlich alles direkt mit Bargeld bezahlen. Für Strom gehst du zum Stromanbieter, dasselbe für das Wasser, Steuern und so weiter. Ist nur ein bisschen zeitaufwändig. Pro Tag sind dafür nur wenige Stunden vorgesehen und die Schlangen sind immer sehr lang. Relativ sicher ist es auch, bewaffnete Leute drinnen und draussen.


    ... und doch, - noch - gibt es immer wieder altes Bewährtes in Betrieb zu sehen:


    Davon gibt es mehr als genug, man muss es nur kennen. Viele technische Geräte sind so exotisch oder so teuer, dass es sich lohnt sie lange am Leben zu erhalten oder das Neue ist schlicht nicht besser. In Sachen Flugzeuge, DC-3 werden sogar noch heute für spezielle Einsatzgebiete auf Propellerturbinen umgerüstet, die B-52, Tu-95 und C-5 überleben vermutlich noch uns. Wobei die Maschinen, die noch aufgewertet wurden meist aus dem letzten Baulos stammen aber auch schon genug Betriebsjahre auf dem Buckel haben.

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Für mein Begriff ist richtiges Geld Kupfer, Silber und Gold. Von mir aus auch Edelsteine. Diese Dinge kannst du wägen und es gibt dafür einen bestimmten Gegenwert.

    Richtig, aber auch das ist aus Umweltschutz Gründen problematisch geworden: Und der finanzielle Wert kann sehr volatil sein. Derzeit ist Gold sehr hoch, aber es steht nirgends in Stein gemeisselt dass das immer und ewig so sein wird. Das hängt davon ab, welche Philosophie gerade an den Hebeln der Macht das Sagen hat.


    Früheres bereits geschürftes Gold gibt es bekanntlich nicht beliebig viel. (Was abbaubar ist, tief im Erdinneren, oder auf anderen Planeten und Kometen mag es tonnenweise Gold geben, für uns unzugänglich). Neu geschürftes Gold ist ein Verhältnisblödsinn: Da geht zwar bei den grossen Internationalen Firmen vieles mechanisch automatisiert , aber es bleibt wörtlich ein sehr grosses Loch zurück! In der Schweiz würde selbst z.B. die FDP so was nie tolerieren, wenn vom Bhf Zürich bis Kloten nur noch ein riesiges Loch wäre, notabene mit einer heutzutage erstaunlich geringen Ausbeute. Heutzutage werden sogar die Abraumhalden vergangener 50 - 100 Jahren, die damals als "ausgenommen" betrachtet wurden, wieder bearbeitet, weil die Methoden feiner geworden sind. Die Super XL Mega Lastwagen welche die goldhaltige Erde zur Bearbeitung fahren, deren Ladungen haben einen Goldgehalt von 0,3 bis ca 2 Gramm pro Tonne, also annähernd nichts!! Der Goldwert liegt nur unwesentlich höher als der kleine Lohn des Fahrers und den Kraftstoff des LKW`s. Aber auch hier machts die Menge. Zig Fahrer transportieren im Schichtbetrieb ununterbrochen Erdreich zur Bearbeitung heran, auf diese Weise kommen pro Jahr doch beachtliche Mengen an reinem Gold zusammen, aber der Preis ist hoch! Nicht nur im Geldwert, auch und vor allem was die Natur anbelangt.


    Kleinere und grössere Betrügereien gab es schon seit der Römerzeit, mindestens. Eher wahrscheinlich seit es Menschen gibt, das ist nichts neues. Der Ötzi hatte Pfeilspitzen in seinem Köcher, jedoch ein Pfeil steckte in seinem Körper statt Köcher! Der verstarb nicht weil er sich hoch auf den Bergen verirrte, oder altershalber eines natürlichen Todes, der verstarb weil er etwas hatte, oder etwas machte, was einem anderen Zeitgenossen partout nicht passte.


    Doch Digital macht den Klauern alles noch einfacher. Sei es ein Bild von Roland stehlen, oder gleich ganze Konten von Banken plündern. Eine Blockchaine ist vorderhand unmöglich zu knacken, muss man ja auch nicht, man kann (mit genug Aufwand und Wissen) die Sicherheit umgehen.


    Erwin, beide sind vorderhand in der privilegierten Lage, nach freiem Willen und Gutdünken handeln zu können. Wenn Du annimmst, auch bei Geldwerten müsste man immer auf dem neusten Stand sein, dann nur zu. Blockchain "Geld" diverser Anbieter freuen sich über jeden neuen Kunden. Zumindest über die, welche sich damit eindecken. Das Umgekehrte raus aus diesen virtuellen Pseudo Währungen haben die Anbieter nicht so gerne.


    Es geht ja im Grunde gar nicht so um das Geld ansich, sondern um das, was dahinter steht. Der Durchschnittsbürger soll ja nicht in Schulden geraten, aber sparen soll er auch nicht zu fest, sondern konsumieren bis zum geht nicht mehr.


    ... das ist mittel bis langfristig ungerecht. Es wird der Druck Geld auszugeben erhöht, gleichzeitig wird es schwieriger, überhaupt zu Geld zu kommen. Virtuell ist das System leichter zu beeinflussen, als mit klassischem Geld. Ganz grob gesehen funktionierte das bisherige System von 1950 bis 2000 recht gut, weil nach Konsumgütern von selber eine gute Nachfrage bestand. Heutzutage haben wirklich arme Menschen aus armen oder schlecht geführten Ländern kein Geld um etwas zu kaufen. Und der Modellbahner ist nicht nur mit Modellbahnen allmählich gesättigt, sondern er hat auch ein Auto und/oder SBB Abo, jedes Kind hat eigene Kleider! Früher musste der Jüngste die viel zu grossen Hosen vom Ältesten übernehmen bis er deutlich daraus heraus gewachsen ist. Man hat auch eine Waschmaschine, ein Handy, eine Kaffeemaschine und selbst bis nach Winterthur hat man neuere HAG Loks aus Stans. Eine breite Sättigung ist für die Wirtschaft und somit für die Bevölkerung nicht gut.


    Frei erfundene Zukunftsgeschichte: 2 MoBa Forumisten, welche im Jahr 2040 am Col du Pillon die Seilbahn nach Les Diablerets benutzen wollen:


    Mit 2 x CHF 20.- Bargeld am Schalter: die Frau am Sonder-Schalter sagt: Geht es noch gut? Unmöglich! Wir sind doch keine Museumsbahn! und vom Col du Pillon gesehen, gäbe es erst in Bern und in Zürich je eine einzige Retail-Bank gegen Voranmeldung. Ansonsten, es gäbe keinerlei Möglichkeit mehr, Bargeld abzugeben. Es würde noch nicht mal gestohlen, weil niemand mehr damit was anfangen könnte.

    Und Du Erwin bist dann in Wirklichkeit ein steinreicher Mann, welcher gleichfalls kein e-Ticket erhält, weil Deine Wirecard Kontostand 0.- aufzeigt. Oder noch viel schlimmer, der korrekte Kontostand, aber versehentlich mit einem Minus-Zeichen davor. Ebenso Dein Handy, Deine sämtlichen anderen Karten auch. Du am Sonderschalter: ich bin nicht arm, ich kann bezahlen. Dann antwortet der virtuelle als Mensch verkleidete Roboter: Ja das möge so sein, die 150 verschiedenste Leute vor Dir, welche auch die Seilbahn benutzen wollen, hätten gleichfalls Kontostand 0.- oder keinen Zugriff auf ihre Systeme. Das entspräche nicht der Wirklichkeit, aber es sei nun mal irgendwo ein Systemfehler vorhanden, welcher derzeit unaufindbar sei, die Spezialisten würden danach suchen. Heute fährt keine Bahn, versuchen Sie es in 7 Tagen wieder. Drücken Sie auf Taste 3 dann werden Sie von selber informiert, wenn die Bahn wieder fährt.

    Erwin, wir werden beide gleich weit sein und zu Fuss auf den Berg müssen, oder umkehren, einfach aus verschiedenen Gründen.


    Bei Deiner obigen Aufzählung fehlt noch - wenn schon dann schon - altes Weissblech, Messing und selbst die eher minderwertige Legierung Zinkdruckguss, das ist bestimmt als Basis Rohprodukt kein Edelmetall, schon gar kein Diamant, aber was daraus gefertigt wurde und wird, ist absolut sammelwürdig edel:thumbsup:.


    anbei ein Helikopter Foto aus grosser Distanz. (frei gehalten, daher etwas unscharf. Aber dieser Kamov Helikopter sieht man in der CH nicht alle Tage).


    Gruss

    Hermann

  • ür mein Begriff ist richtiges Geld Kupfer, Silber und Gold. Von mir aus auch Edelsteine. Diese Dinge kannst du wägen und es gibt dafür einen bestimmten Gegenwert.

    Hoi Erwin ,da musst du aber verd. schwer schleppen jeden Monat!:) Mit deinem *grossen Gehalt" als Boss einer Werkstatt!!:)

    Ich wmpfehle dir einen guten Sackkarren, da musst du nicht so schwer tragen!!:lol:

    Nein, nein Spass muss sein, aber ich mag mich erinnern, dass mein Vater im Zahltag noch Goldmünzen Hatte 20er Vreneli usw., von meinem Götti erhielt ich immer zu Weihnachten sämtliche Münzen vom Einräppler bis zum 20iger Vreneli, das habe ich später nie gesehen, weder im Bankbüchlein oder sonst was!:dash:

    Ich habe eigentlich nichts gegen Anwälte, aber einen mag ich gar nicht, aber irren ist menschlich!




    Grüsse


    Fredy

  • Hermann,


    Du schätzt mich sehr falsch ein. Ich Sachen Technologie oder Technologieanwendung habe ich noch nie zu Pionieren gehört und werde es vermutlich auch nie. Online Banking betreibe ich seit 1995 oder 1996. Damals gab es mit Paymaker eine zuverlässige Software die EZAG Dateien erzeugte, heute auch schon wieder Geschichte, die EZAG Dateien. Schon während meiner Lehre 1978 oder 1979 wechselte meine Lehrfirma von der Barauszahlung des Lohnes zur Auszahlung über ein Konto, also digital. Es gab nicht die Wahl, bar oder Konto, das Lohnkonto war ein Muss, Punkt.


    Dich hingegen nehme ich mittlerweile nicht mehr bloss als konservativ sondern in manchen Belangen als reaktionär wahr. Wenn du sehen willst, wie ein Land nahezu Bargeldlos funktioniert, dann musst du nicht so weit reisen. Schweden ist das Paradebeispiel. Dort bist du mit Bargeld selten Willkommen, du verursachst dem Geldnehmer viel Umtrieb und hohe Kosten.


    Vor Corona benötigte ich das Bargeld vorwiegend in der Kantine. Seit Corona halte mich an die Regeln und bezahle ausschliesslich mit Karte. Das funktioniert sehr zuverlässig und schneller als mit Bargeld. Die Belastung zeigt mir meine App sofort an. Jetzt muss ich auch nicht mehr jede Woche zum Geldautomaten gehen, er ist jetzt nicht mehr direkt auf meinem Arbeitsweg wie früher in Zürich. Ich spare also auch noch Zeit.


    Seit Corona verkaufen die Buschauffeure keine Billette mehr im Bus. Ein toller Fortschritt, viele Verspätungen waren nämlich denen zu verdanken die den Buschauffeuer von seiner eigentlichen Aufgabe, dem Fahren des Busses abhielten, weil sie zu faul waren sich vor Fahrbeginn um ein Billett zu bemühen. Bis jetzt gibt es keinen Onboard Billettverkauf mehr und ich würde mich wundern wenn er wieder zurück käme. Die Realität beweist, es geht auch ohne.


    Im übrigen war ich noch nie Anhänger von Bargeld. Ich habe es immer gehasst viel davon auf mir zu tragen, schon alleine aus Risikoüberlegungen heraus.


    Wären die Zahlungsmittel immer noch Edelmetalle, wir hätten manche finanzielle Krise vermutlich nicht gehabt. Heute ist die Chance sehr klein, dass plötzlich irgendwo eine riesige Menge Edelmetalle auftaucht und das Finanzsystem nachhaltig stört. Falls du dich erinnern magst, im Juni 2018 scheiterte die Vollgeld Initiative krachend. Die Mehrheit der Bevölkerung ist bereit die Risiken des heutigen Systems zu tragen. Vieles von unserem Wohlstand beruht sicher darauf, dass es mehr Geld als Gegenwerte gibt. Bisher konnte das erstaunlicherweise doch einigermassen in der Waage gehalten werden und der Totalzusammenbruch unseres Finanzsystem ist glücklicherweise noch nicht eingetroffen.


    In meinem Leben verhalte ich mich eher oportunistisch und versuche nicht immer krampfhaft gegen den Strom zu schwimmen. Das ist viel weniger anstrengend. Im Job kann es durchaus dazu führen, dass man überflüssig wird, wenn man sich permanent quer stellt. Die Darwinsche Regel ist sattsam bekannt. Mir bleiben auch so genug Freiräume im Leben. Wenn ich nur schon schaue wie viele anscheinend Coronabedingt darunter leiden weil sie nicht mehr am Ballermann die Sau rauslassen oder sich nicht mehr jedes Wochenende in einem Club zudröhnen können.


    Was soll den besser sein wenn ich mit Bargeld statt Karte oder was auch immer zahle? Es sind letztendlich Zahlen die verschoben werden, ob sie auf einem Fetzen Papier aufgedruckt oder in einem Blechrondell eingeprägt sind oder als Zahl in einem Konto niedergeschrieben, es ist egal. Mit Bargeld verursache ich mir und meiner Umgebung mehr Aufwand.


    Mit den Selfscanning Kassen halte ich es mittlerweile auch pragamatisch, gibt es eine bediente Kasse ohne lange Schlange, bervorzuge ich diese. Gibt es lange Schlangen und mein Einkauf ist mengenmässig klein, mache ich es via Selfscanning selber. In absehbarer Zeit werden die bedienten Kassen vermutlich auf eine pro Laden reduziert, für den Alkohol und Tabakwarenverkauf. Zudem schadet es gar nichts, sich mit neuen Abläufen vertraut zu machen. Dazulernen hält das Gehirn fit und beugt Demenz vor. Ich will nicht mit 65 bereits vertrottelt und lernunfähig sein. Irgendwann kann man das Leben schlicht nicht mehr selbsständig meistern, weil man den Anschluss an die gängigen alltags Technologien schon 10 bis 20 Jahre vor der Pension verpasst hat.


    Ende Jahr werden viele ältere Leute feststellen, ihr altes G2 Mobiltelefon wird nicht mehr funktionieren. Irgendwann ist mit einer Technologie Schluss und man macht den Wandel mit oder verabschiedet sich von ihr. Heute ist es sowieso egal, ein Smartphone wird selten älter als 5 Jahre, dann erfüllt es mangels möglicher Updates seinen Zweck nicht mehr.


    Dieses Wochende habe ich ein Macbook Air aufgesetzt und die alten Daten von einem Mac Book 2010 übernommen. Zwischen dem aktuellen macOS Catalina und dem letzen lauffähigen OS X 10.9.5 Mavericks liegen fünf Generationen Betriebssysteme. Was dazu führte, dass einige Programme auf dem neuen Laptop nicht mehr lauffähig sind. Die Daten und Einstellungsübernahme klappte erstaunlich gut. Einzig bei den Fotos brauchte ich mehrere Anläufe bis sie wieder auf die richtige Weise im neuen Programm abgelegt waren. Das Internet hilft zum Glück weiter. Bis jetzt brauche ich zum Glück noch keinen PC Doktor oder Freddy. ;):D


    Für Leute ohne Technikaffinität sind für mich Apple Produkte immer noch die erste Wahl. Für mich zum Teil unlogisch aber für solche Leute scheinbar weniger. Meine Frau ist zwar völlig Technikbegeistert, Ahnung davon hat sie gar keine und eine Bedienungsanleitung liest sie grundsätzlich nicht. So hatte selbstverständlich ich das Vergnügen ihre neue Smartwatch in Betrieb zu nehmen. Die Einstellungen dieser Uhr primär via App auf dem Smartphone ist etwas gewöhnungsbedürftig und für mich nicht wirklich übersichtlich. Scheinbar gilt für dieses Produkt von Fitbit, vieles soll man möglichst später auch noch dazu kaufen. Selbst der HP Drucker zum Apple Laptop wird nur noch via App aufgesetzt, entweder vom PC oder vom Smartphone aus. Hat allerdings schnell und einwandfrei geklappt. Auch dort wird einem schmackhaft gemacht, man soll sich registrieren lassen und der Drucker bestellt sich die zur Neige gehenden Patronen selbst. Netter Service zu dem ich nein Danke sage.


    Wenn ich wieder auf den Apple Laptop zurück komme. Zwischen beiden Modellen liegen 10 Jahre. Der technische Fortschritt enorm. Das fängt beim Gewicht an, geht über den sehr gut lesbaren Bildschirm zur viel schnelleren SSD Disk. Dafür blieb der RJ45 Anschluss, das Magsafe Ladekabel und das DVD Laufwerk auf der Strecke. Heute ist Apple der Ansicht, zwei USB C Anschlüsse für Thunderbolt Schnittstelle und die Audio Klinkenbuchse müssen genügen. Der Rest ist drahtlos oder via Adapter zu verbinden. Ach ja, der Laptop ist nicht für mich oder meine Frau, sondern meine Mutter die im März den 80. Geburtstag feierte.

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • In absehbarer Zeit werden die bedienten Kassen vermutlich auf eine pro Laden reduziert, für den Alkohol und Tabakwarenverkauf. Zudem schadet es gar nichts, sich mit neuen Abläufen vertraut zu machen.

    Nur für den Alkohol und Tabakwarenverkauf benötigst du jedoch keine bediente Kasse. Dies geht auch mit Selfscanning sehr gut. Aktuell ist dort eine Mitarbeiterin vorhanden, welche dann die ID kontrolliert. Dies könnte man jedoch auch noch weiter technologisieren mit einem ID Scanner.


    In unserer neuen Flotte bzw. im Traverso werden in den Selecta Automaten ebenfalls Alkohol verkauft, der Verkauf läuft autonom über einen ID-Scanner.

  • der Verkauf läuft autonom über einen ID-Scanner.

    Der sich vermutlich sehr einfach übertölpeln lässt. ID von einer genug alten verantwortungslosen Person ausleihen und schon hat man seinen Alkohol. Erkennt der Scanner eine ID Kopie?

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Die Darwinsche Regel ist sattsam bekannt

    nein eben nicht! Das Leben hat nicht eine Regel, sondern ist Ergebnis offen!!!


    Meine Wahrnehmung ist, dass das Leben äusserst vielseitig ist! Es hat Chancen für alle und alles, von konservativ über progressiv bis Futurist :thumbsup:


    Falls Du darauf ansprichst: "gehe mit der Zeit, sonst vergehst du mit der Zeit". Das reimt sich schön und hat durchaus einen wahren Kern. Je nach dem wo man sich gerade befindet und in welcher Funktion. Und doch ist das Moderne nur ein Anteil der Möglichkeiten insgesamt. Auch geht es nicht immer linear zu und her, die Evolution scheint zwischendurch mal eher ruhige Phasen zu schieben, dann wieder volle Power zu geben.


    Man könnte seitenweise Tiere aufzählen welche nur dank ihrer Anpassung bisher überlebt haben. Genau so viel gibt es Spezialisten welche sich in den letzten 200 Millionen Jahre kaum verändert haben. Nur spricht man von dem viel weniger.


    Wir müssen gar nicht so weit blicken: wenn jemand in einer Sofware-Entwicklung der Finanzindustrie oder in der elektronischen Türverriegelung eines Auto Anbieters seine Brötchen verdient, halten beide nichts davon, ein Goldvreneli in einer True mit einem mittelalterlichen Riegelschloss aufbewahren zu wollen. Umgekehrt arbeitet jemand in sehr konservativen Berufen, wird er diese Weltanschauung bevorzugen.


    Dauernd gegen den Strom schwimmen, wer sich damit schwer tut, soll das besser nicht. Der Ozean ist voller verschiedenster Strömungen:thumbsup:. Es gibt nicht die einzige wahre Strömung, sonst wäre Kolumbus mit viel Mühe bestenfalles nach Amerika gelangt, aber von dort nie mehr zurück. Es ist erstaunlich, lange Zeit war für Europa in Spanien das Ende der bekannten Welt -> Kap Finisterre. Aber kaum trauten sich die damaligen Seefahrer auf die Welt hinaus, wussten sie ruck zuck in erstaunlich kurzer Zeit über die grossen Meeresströmungen auf der ganzen Welt bescheid! Die Strömungen sind im Wesentlichen noch so wie zu Kolumbus Zeiten. Die Seefahrer lernten schnell, wo Strömungen parallel zum Wind wirkten, das ist das Beste wenn man in die selbe Richtung will, bez. >(damals) hoffnungslos wenn man dagegen will und wo Strömungen und Winde in Opposition standen.


    Mühe und Stress: Erwin, das ist für jeden etwas anderes. Würde heute noch eine Vampire oder Venom vorbei düsen hätte ich eine Freude. Du hättest vielleicht Stress, wenn heute noch damit unseren Luftraum verteidigt werden sollte und die GSoA akzeptiert weder die Venom noch den F-35, die will weder Flieger noch eine Armee. Wer davon hätte recht? wahrscheinlich alle und niemand!


    Ich rege mich nicht so schnell auf! Falls meine Beiträge diesen Eindruck geben, muss ich mich verständlicher ausdrücken. Ob Spezialist oder Opportunist, jeder darf sich einrichten wie er will und kann. Man ist für sein Leben im Wesentlichen selber verantwortlich.


    Gruss

    Hermann

  • Hermann,


    Mich kannst du nicht täuschen, auch wenn du versuchst mich mit Buchstaben zuzudecken. Meine Hauptfrage hast du bis jetzt sehr erfolgreich nicht beantwortet. Die lautete, worin liegt der Vorteil der Bargeldzahlung gegenüber der bargeldlosen Zahlung, egal ob per Karte, Handy oder was auch immer.


    Wer sich an seinen Lebensraum nicht anpassen kann, verschwindet von der Bildfläche. Hast du einmal geschaut was vor ca. 15'000 Jahren sich noch auf der Erde tummelte. Erstaunlich was in dieser Zeit alles verschwand. Bei der Spezies Bargeldzahler geht das bedeutend schneller. ;) Falls diese nicht sehr schnell im Fokus der Justiz landet unter dem Generalverdacht finanzielle Straftaten zu begehen. Dann geht es noch viel schneller. Das altbewährte Tauschgeschäft wäre doch eine probate Alternative zum Bargeld? :phat:

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Der sich vermutlich sehr einfach übertölpeln lässt. ID von einer genug alten verantwortungslosen Person ausleihen und schon hat man seinen Alkohol. Erkennt der Scanner eine ID Kopie?

    Naja, der Unterschied ist jedoch zu früher banal, heute hast du eine verantwortungslose Person welche die ID einem Jugendlichen gibt und jener den ID Scanner täuscht, früher gint die Person einfach selbst einkaufen und gab dem Jugendlichen dann die Ware. Wenn man täuschen möchte gibt es immer einen Weg.


    Ja, kopien werden erkannt, ansonsten wäre das System gar nicht erlaubt. Im Übrigen ist unser Selecta Automat nicht ein Einzelfall, sah z.B. in der Stadt Basel vor einiger Zeit bereits öffentliche Selecta Automaten welche Bier verkauften und man mittels ID dran gekommen ist, ebenfalls bei Zigrettenautomaten bereits so beobachtet. Wie oben geschrieben, wo ein Wille da ist meist auch ein Weg dahinter.

  • wo ein Wille da ist meist auch ein Weg dahinter.

    :thumbsup:


    Mich kannst du nicht täuschen,

    Erwin, ich will Dich auch ganz bestimmt nicht täuschen!! wieso auch?! Aber wenn ich wollte, dann könnte ich! Umgekehrt genau so auch! Wir haben beide im geschätzten MoBa-Forum genug Spuren hinterlassen, dass ein Täuscher genug Infos hätte. Aber das würde nur kurzfristig gehen. Das müsste schon ein Könner sein, welcher einen Erwin länger als 1 Woche authentisch nachmacht. Mich nach machen geht auch nicht so einfach, zumindest nicht längere Zeit.


    Mir persönlich gefällt am Bargeld, dass es einfach gelagert werden kann, und es bisher immer und jederzeit verfügbar und verwendbar ist. Auch hat man viel einfacher die Kontrolle über den Verbrauch. "Weg ist weg". E-Geld stellt höhere Anforderungen an die Milchbüchli-Buchhaltung. Diebstahl, Wasserschaden, Brände, Entwertung alter Noten durch die Nationalbank, (dies aber erst nach Ewigkeiten!) oder gar schlichtes verloren gehen etc zählt für mich nur sehr bedingt. Vor irregulärem Verlust hat man zwar Respekt bis etwas Angst, aber Privatpersonen müssen sich um ganz Anderes sorgen. Aussergewöhnlich geht kaum je Geld abhanden, also hat man vergebens Angst davor. Bei Bargeld passieren selten bis nie spektakuläre Vorfälle, sondern es sind ganz triviale alltägliche Vorkommnisse, wieso es weniger wird, primär merkt man sich einfach nicht immer jede Kleinigkeit, welche aber in der Summe dann doch nicht so klein sind. Da ein Getränke, dort ein Trambillet, hier ein Eisenbahnheftli, oder ein Blumenstrauss für einen Besuch.


    Von wegen Diebstahl, bei Bargeld kann nur das abhanden kommen, was man auf sich trägt. Die Wahrscheinlichkeit dass Gauner sich Zugang zu einem Konto verschaffen können, auch diese Gefahr ist bei normaler Sorgfalt sehr gering. Aber wenn doch, geht es nicht mehr um z.B. fehlende CHF 50.- aus dem Portemonnaie, sondern wer sich Zugang zum Konto verschafft, kann alles leerräumen.


    Ich fand das bisherige System der Kombination von elektronischem Geld auf einem Bankkonto und Bargeld ein perfektes Zusammenspiel. Soweit würde ich jetzt nicht gehen, dass ich kein Bankkonto mehr möchte, oder dass regelmässige Einkünfte mir in bar überreichten werden müssten, dass wäre eine Zumutung an den Geldboten und unpraktisch.


    Aber letztendlich geht es gar nicht so darum, ob jemand Bargeld bevorzugt, oder Konto-Geld. Es geht darum, - so ist meine Überzeugung - dass sich die CH Nationalbank alle Mühe gibt, eine gewisse Ausgewogenheit zu erreichen, soweit es ihr möglich ist: Minuszins, gesättigte Konsumgesellschaft, Angst vor Arbeitsplatzverlust und das forcieren von e-Geld ist eine recht gefährliche Mischung. Kommt noch Covid-19 dazu, wird es nochmals schwieriger. Hier im MoBa-Forum hört man bisher kaum von Schwierigkeiten, aber wir stellen auch nicht die ganze Welt dar.


    Hyperinflation gab es das letzte mal in Europa Anfangs Hitler-Zeit, das ist langer her, in dem seltenen Fall nützt einem Bargeld null und nichts, wenn ein Brot eine Milliarde D-Mark kostet und eine HAG Lok, selbst wenn es nur die 160 wäre, würde einen Umzugskarton voll Geld kosten.


    In der aktuellen Phase ist das (noch?) kein Problem. Mit Bargeld hat sein Besitzer wenigstens die Illusion, es sei sein Geld, wo er frei darüber verfügen könnte. Was ja durchaus in weiten Teilen zutreffend ist.


    Mit e-Geld der neusten Generation ist man auf Gedeih und Verderb dem Herausgeber ausgeliefert. Manche Bargeld Befürworter sehen den Staat als Bösewicht, welcher es nur auf das Geld seiner Bürger abgesehen hat. Dem widerspreche ich (bisher) vehement. Der Staat nehme ich an, will primär eine funktionierende Gesellschaft, mehr nicht. Jedoch die Konkurrenz verschiedener Länder untereinander hat zugenommen. Die grossen multinationalen Gesellschaften, erst recht die zukünftigen Gebilde stellen sich über Nationalstaaten hinweg(!), einzelne Länder werden kurzfristig kaum verschwinden, aber deren Wichtigkeit abnehmen. Und zu guter letzt kann auch ein Nationalstaat sich nicht beliebig verschulden, ohne Konsequenzen. In der Summe aller dieser Faktoren finde ich persönlich der Zeit das staatliche Bargeld eine gute Sache. Es ist nur zu hoffen, das dies der CH-Staat ebenso sieht und weiterhin diese Dienstleistung anbietet. Mittlerweile stehen sich das staatliche Geld und private e-Geld Anbieter ein bischen und zukünftig noch viel mehr in Konkurrenz zueinander.


    Stichwort Schweden: es gibt bestimmt schlechtere Länder, sie haben eine wundervolle Landschaft und sind nach aussen ein Vorzeigebeispiel eines modernen Staates und sie haben die bequemsten Stadler-Triebzüge. Doch die Realität hinkt der Modernität hinterher: Ikea hat nur Holz von nachhaltig genutzten Wäldern verwendet, behaupteten sie. Investigative Journalisten bewiesen kürzlich genau das Gegenteil. Heikles Thema bezahlten Sex, da ist Schweden vermutlich das weltweit das 1. Land, wo es das offiziell nicht mehr gibt. In einem "Laden" unweit von Kloten waren (bis vor Corona) die Schweden die Topkundschaft. Das ginge ja noch, das ist weder zu verurteilen noch zu begrüssen, das geht nur die betroffenen Personen und Ihre Nächsten etwas an, innerhalb vom gesetzlichen Rahmen. Weniger toll ist, wenn es einen normalen schwedischen Handwerker gluschtet, dann soll er sich gefälligst wie ein moderner emanzipierter Schweden Mann benehmen und sich dem modernen Zeitgeist anpassen, Mann ist ja nicht rückständig. Wenn es einen Schweden Mann (England sei mal aussen vorgelassen) von aller höchstem Range, das gleiche gluschtet, dann lässt sich dieser von nichts und niemandem von seinem Begehren abhalten. Vorbildfunktion sieht anderst aus...


    Wenn es mal kein Bargeld mehr geben wird, das wäre auch kein wirkliches Drama, ich werde mich dem dereinst anpassen können und auch müssen. Aber solange es noch Bargeld gibt, - und auch angewendet werden kann, werde ich nicht der 1. Person sein welche zu e-Geld wechselt, sondern die letzte Person. Ansteckungen über Covid-19 durch Banknoten, da muss schon extrem viel Pech dabei sein, sämtliche andere Risiken sich anzustecken liegen um Faktoren weit vorher.


    Gruss

    Hermann

  • Hermann,


    Danke für deine ausführliche Antwort. :thumbsup:


    Kurz zusammengefasst, du fühlst dich wohler mit Bargeld. Bei mir ist das seit langer Zeit umgekehrt.


    Es gibt auch einen weiteren Grund warum ich wenn immer möglich mit Karte bezahle. Die meisten Anbieter verknüpfen ihre Karten mit Bonussystemen. Dieses Geld, auch wenn es pro Zahlvorgang nicht viel ist, verschenke ich nicht. Grundsätzlich finanziert das der Barzahler mit und profitiert davon nicht. :D Pro Jahr hole ich mir über alle mit Karten verknüpften Bonussysteme bis zu Fr. 1000.00 zurück.

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Bargeld ist diskret, anonym und nicht nachverfolgbar. Ein grosser Vortei auch für gesetzestreue Mitbürger. Aus meinem Alltag als Ankäufer von Photographica und Modellbahnen erfahre ich täglich wie Verkäufer Bargeld auf die Hand wollen. Dies auch bei grossen Beträgen. Auf meine Frage «soll ich Ihnen den Kaufpreis vorabüberweisen» hat in dem letzten 40 Jahren noch nie einer «ja» gesagt. Ich denke elektronische handybasierte Zahlungsmittel sind um Kaugummi zu kaufen aber nichts fürs Geschäftsleben. Wie einfach sind doch Geschäfte die auf dem Prinzip «Ware gegen Geld» ablaufen. Anders verhält es sich bei Rechnungen die einfach «on line» bezahlt werden und so einen schnellen und sicheren transfer ermöglichen.

  • Bargeld ist diskret, anonym und nicht nachverfolgbar. Ein grosser Vortei auch für gesetzestreue Mitbürger.

    Aus meinem Alltag als Ankäufer von Photographica und Modellbahnen erfahre ich täglich wie Verkäufer Bargeld auf die Hand wollen.


    Auf meine Frage «soll ich Ihnen den Kaufpreis vorabüberweisen» hat in dem letzten 40 Jahren noch nie einer «ja» gesagt.

    offensichtlich hast Du von mir noch nie ein Objekt - was wirklich teuer ist - angekauft! Ich hätte "JA gerne" gesagt!!!


    Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und haben im Auktionshaus in ganz seltenen Fällen aus Erfahrung heraus explizit genau dies verlangt. Auch darin hinterlies mir Schweden einen sonderbaren Eindruck. Da gab es mal einen zu extremen Auktionshaus zum Dorenbach Fan, der kaufte einfach alles was ihm passte, zu Höchstpreisen! Aber nach dem sein (eigenes) Geld aufgebraucht war, hörte er nicht auf damit... Er sagte locker vom Hocker, das bezahlt mein Onkel. Der hat das auch kurz gemacht, dann nicht mehr. Was für mich völlig plausibel und verständlich war. Danach durfte der entsprechende Kunde nur noch ersteigern, wenn VOR der Auktion eine hohe Vorausdepot Leistung erbracht wurde. Als Verantwortlicher hatte ich echt keine Lust mehr, die Einlieferer auszubezahlen, für den Auktions-Umsatz benieden zu werden und trotzdem kein Geld in der Kasse zu haben. Vorauszahlung empfand der betreffende höchst interessante Mensch mit der Zeit eine Beleidigung. Er bearbeitete solange seinen Onkel, bis ihm wieder VORHER Auktionsgeld zugesprochen wurde. Nach etwa einem Jahr war alles komplett bezahlt und es gelang ihm gar, (ganz ohne mein zutun!) seinen Onkel auch mit dem Eisenbahn-Virus anzustecken. Von da an gab es nie mehr unbezahlte Rechnungen.


    Jede Branche hat ihre Gewohnheiten, welche teils über Jahrzehnte entstanden. Vieles hat seinen Ursprung vom Basler Flohmarkt auf dem Petersplatz.


    Ich will solche Steuern vermeiden weder negieren noch behaupten, dass es dass nicht gibt. Aber (nur auf die Schweiz bezogen (!), da muss man schon den Schwarzgeld-Umsatz in den richtigen Relationen zum legalen Geschäftsgebaren betrachten und vor allem weit wichtiger:


    Für mein Empfinden ist die allgemeine Bargeld-Wahrnehmung zu einseitig auf die negativen Aspekte fokussiert, wie: möglicher Betrug, Umsatzoptimierung, Steuerhinterziehung, schlimmer noch Hehlerei, Erpressung und weiss ich was noch alles in dem Bereich. Es ist ein völliger Irrtum, dass es strafbare Handlungen bei transparenten modernen Zahlungsarten nicht geben würde. Die kann man zwar nicht oder nur mit viel Aufwand knacken, dafür umgehen. Es ist auch ein Irrtum, die Behörden seien den e-Gaunern technologisch unterlegen, die kommen einfach Mengenmässig nicht ganz nach. Es ist auch ein politischer Aspekt, wieviel will man in dem Bereich aufrüsten?


    Ob Bargeld oder e-Geld, langfristig kann so oder so nichts verheimlicht werden. Heute weniger denn je.


    ich persönlich halte es für eine veritable Selbsttäuschung: Bargeld sei anonym und e-Geld sei transparent! Notabene das Darknet stammt kaum aus der Ecke der Bargeld Befürworter? Spielt Diskretion oder Transparenz in Geldfragen überhaupt noch DIE grosse Rolle? Die Leute welche dies bejahen unterschätzen die Möglichkeiten, Ausdauer und beruflichen Qualifikationen der Steuerbehörden und überschätzen meist die eigenen Fähigkeiten.


    Logarithmen ist nicht eine Erfindung der Neuzeit, (ein PC kann nur einfach viel schneller viel mehr rechnen, als ein Mensch). "Beamte" können schon seit dem alten Aegypten in Mustern denken und nach erstaunlich treffsicheren Methoden Steuern eintreiben.


    Meistens müssen die Steuerbehörden bez. ihre "Eintreiber" gar nichts machen, sondern nur hartnäckig geduldig warten. Total egal, ob klassisches Geld, Bitcoin, Kartengeld, e-Handy Guthaben, Wertschriften, oder Häuser etc: Zoff beim Erben, oder schlicht wenn man gestorben ist, das ist die Stunde (auch) der Behörden. Streit beim Erben, das liegt an den Familien selber, das liegt in ihrer Verantwortung. Hingegen nie in den Himmel wollen, ist in der Natur nicht vorgesehen. Dazu kommt:


    - Bargeld Diskretionsgeschäft:

    Verkäufer und Käufer machen ein Geschäft, explizit ohne Quittung. Beide gehen zufrieden nach Hause. Aus reiner Gewohnheit, macht der Käufer für sich trotzdem zu Hause beiläufig eine kurze aber ganz exakte Notiz: wer was wo für wie viel! Mehr wollen die Steuerbehörden ja gar nicht!


    An Börsen dachten zu viele Händler, sie würden nie erwischt werden. Man weiss ja gar nicht, ob man auf Beobachtung steht oder nicht. Wegen einer defekten Kleinbahn Ae 6/6 "schwarz" auf dem Flomi verkauft, da kommt ganz bestimmt nicht der Finanzminister Bundesrat Ueli Maurer mit seiner Entourage daher. Hingegen wenn jemand auf e-Bay als Topseller qualifiziert wird und über Jahre erfolgreich geschäftet, wenn das vergessen geht zu deklarieren, dann kann es schon vorkommen, dass mal jemand andere Fragen stellt, als ob die Lok digitalisiert ist oder nicht.


    Darknet:

    die dortigen Produkte interessieren mich hinten und vorne nicht. Aber dass es das überhaupt gibt, finde ich sehr bemerkenswert. Und noch viel interessanter, dass das die Behörden offenbar gewähren lassen? Eine 100% tige Unterbinden dürfte unmöglich sein. Aber man könnte schon mehr dagegen tun, als derzeit gemacht wird?! Die Anbieter und Nutzer behaupten, sie seien dank ihrer angewendeten Technik geschützt vor Rückverfolgung. Das mag im normalen Anwenderbereich durchaus zutreffend sein. Dafür kann ein dort aktiver Mensch sich nicht mehr herausreden: er wolle nur mit seiner Lima Eisenbahn spielen. Wer dort aktiv ist, hat Dreck am Stecken, sonst gäbe es diese Einrichtung nicht. Was es für Gehemdienste eher wieder einfacher macht, als wenn sie die Bösewichte überall zusammen suchen müssen. Richtig kompliziert wirds, wenn der Geheimdienst seinerseits aktiv im Darkent als Verkäufer und Käufer auftritt. Ich gehe davon aus, dass keiner wirklich ganz genau weiss, was aufgedeckt werden kann, was nicht. Es wird ein Katz und Maus "Spiel" sein. Die welche gut darin sind, kriminelle Machenschaften aufzudecken, werden ganz sicher nicht ihre Möglichkeiten preisgeben.


    Letztendlich geht es darum, kann man den Steuerbehörden /Steuererklärung erklären wovon mal lebt, wie man seinen Lebenswandel finanziert. Meine Erfahrung ist, dass es die gar nicht sooo riesig interessiert, ob man digital oder analog funktioniert, die wollen einfach ihr Geld, auf welches sie nach den geltenden Richtlinien Anspruch haben. Bei mir können sie sich nicht beklagen. Höchstens dass ich immer ein bischen spät dran bin.


    Man ist noch nicht einmal streng verpflichtet, eine Steuererklärung auszufüllen. Dann wird man nach diversen Mahnungen eingeschätzt und wenn es kompliziert wird, muss man zusätzlich noch für ihren Zeitaufwand aufkommen. Dass die Einschätzung nicht zu Ungunsten Staat ausfällt, dürfte klar sein.


    Bei mir ist der Darwin Effekt der massgebende Punkt!! Sicher nicht die ohnehin eher illusionäre Annahme, Bargeld sei diskret. Bei Tieren ist es so: der Wunsch nach Veränderung haben nur die welche Lust nach Veränderungen haben, oder die welche müssen. Bei den Tieren welche das bisherige System mal besser, mal schlechter funktioniert, da hat sich teils in hunderten Millionen Jahren rein gar nichts verändert!!! So viel anderst funktioniert der Mensch auch wieder nicht als seine tierischen Verwandten. Wenn der äussere Druck nach Veränderung grösser wird, als was das persönliche System zu leisten vermag, ja dann gehört man zu denen, welche "weg" rationalisiert werden. Das ist der Preis vom "Spiel".


    Wenn sich vor einem eine unentweichbare XL-Welle aufbaut, ein überholendes Auto einem übersehen hat, oder einer mit schlechten Absichten mit einem Revolver vor einem steht, dann bekommt man eher Angst als schöne Glücksgefühle. Aber verloren hat man erst wenn man verloren hat und keine Sekunde vorher. Jeder funktioniert nach seinen Mustern. Digital ist in vielen Dingen eine Bereicherung, das erkenne auch ich an. Nur geht mir die Entwicklung zu schnell und viel zu weit voran. Habe aber ausdrückliche keine Probleme damit, dass so die Spielregeln sind. (Technologische) Entwicklungen fragen den individuellen Menschen nicht, bist du einverstanden?, sondern sie sind einfach "da".


    Für mich macht das schon einen Unterscheid, ob gesellschaftliche Veränderungen kommen, weil Tech Giganten dies einfordern, oder ob es einem breiten Bedürfnis entspricht. Derzeit ist noch nichts entschieden, die Welt ist unglaublich vielseitig.


    Gruss

    Hermann

  • Kartenzahlung schafft mit den gläsernen Menschen.:phat: Kann jemand von Euch abschätzen/sagen, was mit den Zahlen/Belegen/"Unterlagen" aus den Kartenzahlungen geschieht?? Wie oft gab es Datenlecks oder unerlaubte Zugriffe und so ganz traue ich unserer Regierung (die Schweiz mag da besser sein) eh nicht über den Weg, wenn es darum geht, auch das letzte Mauseloch bei den Rechnungen zu stopfen.

    Mich freut immer wieder der (gestresste) Handwerker, der auf Nachfrage froh ist, wenn er keine aufwendige Rechnung schreiben muss - und billiger ist es meist auch . . . :D:D;)

  • Mich freut immer wieder der (gestresste) Handwerker, der auf Nachfrage froh ist, wenn er keine aufwendige Rechnung schreiben muss - und billiger ist es meist auch . . . :D:D;)

    Ist ja auch offensichtlich: Ohne Rechnung kein Buchhaltungseintrag, ohne diesen nix Steuern....:D


    Ich bin ein absoluter Fan von elektronischen Überweisungen. Halte das Papiergeld als absolut überflüssig. Ich bezahle wo immer ich kann mit Plastic-Money.


    Vielleicht habe ich einfach bisher Dusel gehabt. Ich nutze die elektronischen Hilfsmittel seit es damals Videotex gab - also kurz nach Ende des Mittelalters und hatte noch nicht einmal Probleme oder einen kriminellen Murcks zu verzeichnen.

  • Ein etwas sehr erweiterter Blick von Balkon aber passt noch. ;) Heute war die GV der Baugenossenschaft in der Halle 2 des Air Force Centers, dem Museum der Fliegertruppe. Da Hermann so viel Freude am Vampire hat, habe ich ihn noch vor der GV kurz abgelichtet.



    Das Goblin II radial Triebwerk, laut mit nervigem Ton und erst noch leistungsschwach und eine technische Sackgasse.



    Holz ist heimelig, der Rumpf mit Cockpit eines zweisitzigen Vampires.



    Das Spitzenerzeugnis des Schweizer Kampfflugzeug Baus, der P-16.


    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Das Goblin II radial Triebwerk, laut mit nervigem Ton und erst noch leistungsschwach und eine technische Sackgasse.

    so laut auch wieder nicht und im Ton ist es Musik:), vergleichbar mit Richard Wagner, Ritt auf der Walküre... Und was die Technik angeht, wirklich ernsthafte Versuche mit Düsen Triebwerke, da war noch Krieg. Das Flugzeug brauchte zu seiner Zeit 1943 - 1952 keine Konkurrenz zu scheuen.

    Holz ist heimelig, der Rumpf mit Cockpit eines zweisitzigen Vampires

    Moderne Verbundstoffe gab es damals noch nicht. Ich kenne natürlich nicht jeden einzelnen Fall, wieso eine Vampire bez. Venom abstürzte, aber so viel mir bekannt, "die Holzkabine" war erstaunlicherweise nie die Ursache. Die CH Vampire / Venom war ein Friedensflugzeug. Hat man es ohne Bomben, Granaten und sonstige Munition fliegen lassen, war seine Leistung ganz gut. Besser als die anderen Flugzeuge seiner Zeit! Auch war es nicht per se gefährlich, sondern sehr sicher, wenn man es wie ein Passagierflugzeug benutzte, d.h. von A nach B flog, ohne waghalsige (Kunst)Flug Manöver.


    Für mich wäre es nichts gewesen, wenn ich 30 - 40 Jahre älter und Pilot gewesen wäre. Man konnte (gemäss Piloten, welche noch damit geflogen waren) die Vampire leicht zu Kunstflug-Manöver dirigieren, aus denen es kein Entrinnen mehr gab... aber in normaler Fluglage ohne besondere Vorkommnisse soll es ein sehr gutes bewährtes Flugzeug gewesen sein. Soweit bekannt, wurde die schöne Vampire nie offiziell als Verwendung für die Patrouille - Suisse Staffel vorgesehen.


    Alles in allem war es ein Anfang der Militär Flieger mit Düsenantrieb. Die Schweizer Armee hatte sie, wenn auch in untergeordneten Diensten länger eingesetzt, als praktisch jede andere Armee. Also können sie nicht so schlecht gewesen sein :D.


    Klar war die nur 8-11 Jahre spätere Lockheed F-104 Starfighter Erstflug März 1954, (Vampire Erstflug England 1943, Schweiz 1946) um ganze Faktoren in allen Bereichen überlegen, einer Deklassierung gleich kommend. Doch das Verhältnis bestellte Flugzeuge zu abgestürzten Flugzeuge war nicht sicherer geworden. Wer sich am Limit bewegen will, geht statistisch mehr Risiko ein.


    Alles hat seine Geschichte Vor- und Nachteile. So gilt die amerikanische Dampflok 4000-er Serie Big-Boy als Synonym für endlos Kraft und Schnelligkeit. Und tatsächlich, der Big-Boy soll bei sehr ruhigem Lauf 144 km/h (je nach Quelle auch 112 km/h) gefahren sein, genau so gut auch für 18 km/h geeignet und alle Tempo dazwischen. Mit Anhängelasten von 5000 bis 6500 Tonnen wäre der Big-Boy auch heute noch ein XL-Zugpferd. Aber was mir nicht bekannt war, nach nur vergleichsweise winzigen 50-60 km Distanz war der Vorrat von 94 m3 Wasser u. 25 t Kohle aufgebraucht ;(, wenn die Lok 5000-6500 Tonnen schleppen sollte, was ja deren Zweck war. Kein Wunder, setzte die Union Pacific trotz dem starken Big-Boy bald danach auf Dieseltraktion.

  • Das Flugzeug brauchte zu seiner Zeit 1943 - 1952 keine Konkurrenz zu scheuen.

    Aber ganz sicher. Damals flog bereits die MIG-15, der Schrecken der westlichen Luftwaffen.



    Hat man es ohne Bomben, Granaten und sonstige Munition fliegen lassen, war seine Leistung ganz gut.

    Hermann, ein Kampfflugzeug ist für den Kampf und Angriff konzipiert. Es ist weder Hobby noch Spassgerät. Die Aufgabe als Kampflugzeug konnte die Vampire nur kurze Zeit erfüllen, danach war es einfliegender Sarg im Tontaubenschiessen seiner Feinde. Es muss wohl seinen guten Grund gehabt haben, dass im Korea Krieg die langsamere Gloster Meteor als Jäger zum Einsatz kam und nicht die Vampire. Das allerdings auch sehr erfolglos, wie alle westlichen Düsenkampfflugzeuge der ersten Generation. Die Erlösung brachte die F-86 Sabre, die sich gegen die MIG-15 behaupten konnte.


    Die MIG-15 war übrigens das meistgebaute Kampfflugzeug mit einem Radialtriebwerk und erfolgreicher als jedes westliche Muster mit dem gleichen Antrieb.


    Die Amerikaner haben sehr schnell bemerkt, dass Radialtriebwerk nichts taugen, viel zu gross und leistungsschwach sind. So wurden bereits 1944 Prototypen die zur F-86 führten, in Auftrag gegeben. Die Me 262 war in vielen Belangen den allierten Flugzeugen technisch weit voraus, dafür unzuverlässig und nicht langlebig. Trotz allem diente sie und andere deutsche Entwürfe lange als Basis für Neuentwicklungen, sowohl im Westen wie im Osten.


    Auch war es nicht per se gefährlich, sondern sehr sicher,

    Das stimmt schlicht nicht. Die Vampire hat mehr als genug gefährliche Eigenschaften und im Notfall war es fast unmöglich das Flugzeug zu verlassen, bis endlich Schleudersitze eingebaut wurden.


    Also können sie nicht so schlecht gewesen sein

    Nur weil etwas lange in Betrieb war, ist das kein Zeichen, dass es auch gut war.


    Mit den Schweizer Militärschuhen wurden Generationen geplagt, deswegen waren sie noch lange nicht gut. Das weiss ich aus eigener Erfahrung. ;)

    Doch das Verhältnis bestellte Flugzeuge zu abgestürzten Flugzeuge war nicht sicherer geworden.

    Doch, es müssen auch die Hintergründe der Verluste beleuchtet werden und nicht bloss die nackten Zahlen, die oft gar nichts aussagen.

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Das stimmt schlicht nicht. Die Vampire hat mehr als genug gefährliche Eigenschaften und im Notfall war es fast unmöglich das Flugzeug zu verlassen, bis endlich Schleudersitze eingebaut wurden.

    Erwin, so wurde mir das schlicht am Flughafen Sion erklärt!! Unmissverständlich auf französisch, und auch auf versuchtem Schweizerdeutsch. Vielleicht kann man noch bon mit pas bon / mauvais verwechseln, nicht aber zusammen mit dem Gesichtsausdruck. Vielleicht haben die Piloten sich dabei auch einfach selber Mut gemacht?!?


    Spannend was du da sagst... Wenn es so gewesen wäre, wäre es ein wenig frech an die damaligen Piloten, Kanonfutter wird dann plötzlich real. Von den Vampire & Venom haben sie eine ganz ordentliche Stückzahl beschafft, wieso hat man dann nicht weniger, dafür bessere Flugzeuge beschafft, in der Übergangszeit bis zum Hunter, spätestens bei der Anschluss Bestellung. Und bei der Mirage, das war bestimmt kein schlechtes Flugzeug, sondern +/- auf der Höhe seiner Zeit. Aber da gab es berechtigte Reklamationen aus dem Volk, es sei zu teuer... Das zu teuer stimmt wohl eher nicht (kann ich nicht beurteilen) aber damit das Projekt Mirage eine Chance hatte, operierten die Behörden mit "optimierten" geschönten Zahlen. (Mirage Skandälchen).


    Man könnte fast meinen, 70 Jahre seien wie "weg", hoffentlich werden dieses mal die für die Schweiz die richtigen Flugzeuge beschafft, falls dies noch Sinn ergibt? Denke schon!? Aber welche? Den perfekten Flieger für die Schweiz gibt es auch heute noch nicht, wenn man nicht nur technische, sondern auch politische und finanzielle Aspekte miteinbezieht.


    Gruss

    Hermann

  • Und bei der Mirage, das war bestimmt kein schlechtes Flugzeug, sondern +/- auf der Höhe seiner Zeit.

    Genau das verstehe ich nicht. Du als Liebhaber hoher Geschwindigkeit hast nicht die Mirage als Lieblingsflugzeug. Immerhin war das, das schnellste Kampfflugzeug der Schweizer Luftwaffe und schnittig und schnell sieht sie auch noch aus.


    Der Vampire, der langsamste Kampfjet der Schweiz. Eine DC-8 oder ein Jumbojet ist schneller als ein Vampire. Die Reisegeschwindigkeit einer B-787 ist höher als die Höchstgeschwindigkeit des Vampires.

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.