Roco AC Re 4/4 schleudern

  • Hallo zusammen


    Ich hatte jetzt schon einige Roco Re 4/4 in AC (11128, 420 275, 420 227). Was mich immer gestört hat ist, dass die Räder der Loks schon bei einem kurzen Pendelzug durchdrehen.:thumbdown:

    Hat jemand das gleiche Problem oder eine Lösung dafür?

  • Hallo Alex,

    Falls es teilweise die alte Roco AC Konstruktion mit nur 2 Antriebachsen ist, muss man dies wohl akzeptieren. Jedes Ding hat seine Schwächen und Stärken. Doch Du erwähnst auch neuere Roco Modelle, die haben bestimmt auch in AC mehr wie 2 Achsen angetrieben?!?


    Der - alte - ehemalige Roco AC Kompromiss von Mittelmotor, verbunden mit antrieblosem Laufdrehgestell & Schleifer, ist bekanntermassen nicht so kraftvoll, wie die bewährte Roco DC Konstruktion mit "Allrad"-Antrieb oder die klassischen HAG und Märklin AC Drehgestell-Motoren.


    Märklin, wohl wegen Digital, ging genau den umgekehrten Weg: die übernahmen das von Roco als 1. Hersteller eingeführte Mittelmotor System. Mit dem Unterschied, dass mehrheitlich alle Achsen angetrieben sind - so wie bei moderneren Roco AC- Loks meistens auch!


    Es ist aufwändig, daher kostspielig, ein bestehendes Konstruktions-Designe abzuändern. Morep ist bekannt für seine Qualitäts-Umbauten. Einen Motor Austausch bringt ein bischen was, aber nicht so viel, da es nicht am Roco-Motor liegt, sondern dass knapp 50 % vom Lokgewicht nicht angetrieben sind. Vielleicht weiss Christian und Michel mehr? Ältere Roco AC Loks sind ein internationaler Foren-Dauerbrenner.


    ;) eine 2 motorige HAG Lok nützt am besten!

    Gruss

    Hermann

  • Hallo Alex


    Bei uns auf der Anlage haben wir zwar nur 2-Leiter Re 4/4 II und III von Roco (13 Stück wenn ich es richtig im Kopf habe), welche alle vier Achsen angetrieben habe, aber diese machen überhaupt keine Probleme. Einen 8-Wagen-Zug (8 lange Personenwagen von LSM oder Roco) kann mit so einer bei einer Steigung von maximal 3% und Mindestradien von 60cm ohne von Auge sichtbarer Verminderung der Geschwindigkeit gefahren werden. Zur Verbesserung der Zugkraft haben wir vielen inzwischen eine Achse ohne Haftreifen durch eine mit Haftreifen ersetzt. So kann auch ein 10-Wagen-Zug problemlos gefahren werden, was selbst mit einer 1-motorigen HAG Lok nicht ganz ohne Geschwindigkeitsverlust geht.


    Mein Vorschlag:

    Probiere einmal, einer Deiner Re 4/4 II eine zusätzliche Haftreifenachse aus einer anderen einzubauen und so Tests zu machen. Wenn dies erfolgreich ist, kannst Du ja zusätzliche Haftreifenachsen bestellen. Mir ist bewusst, dass die AC-Loks nur zwei Achsen angetrieben haben, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass eine zusätzliche Haftreifenachse auch bei diesen Loks helfen kann. Diese kann man normal wie jedes Roco Ersatzteil beziehen. Zum Test würde es ja auch eine Achse aus eine Deiner anderen Re 4/4 II tun. Ob alte oder neue Generation macht eigentlich keinen Unterschied, ausser dass die neuen filigraner aussehen. Ersatzteile bekommst Du von den alten aber möglicherweise keine Achsen mehr. Auch bei den neuen sind meistens nur noch die der zuletzt produzierten erhältlich, was aber keinen Unterschied machen sollte.


    ;) eine 2 motorige HAG Lok nützt am besten!

    Glaube ich Dir gerne! HAG Loks haben wir bisher nur 1-motorige, und eine Roco Re 4/4 II mit einer zweiten Haftreifenachse ist etwa gleich stark, eine Re 6/6, welche schwerer sind, ist mit einer zweiten Haftreifenachse jeder 1-motorigen HAG Lok überlegen! Eine 2-motorige habe ich selber noch nie in den Händen gehabt, aber ich das wäre natürlich das beste (ich träume ab und zu davon, eine 1-motorige zur 2-motorigen Umzubauen, nämlich immer dann, wenn der Zug für eine HAG Lok zu schwer ist und eine Roco ran muss :P).

  • Hallo zusammen


    Hermann, du meinst bestimmt den anderen Christian...


    Trotzdem glaube ich zu ein paar Punkten noch etwas (Senf...) beitragen zu können...


    Märklin und Mittelmotor:

    Früher war der HLA Trumpf, heute mehr und mehr Mittelmotor. Ich meine, dass dies zum einen Gründe im Lärm des Antriebs hat, zum anderen und wohl deutlich entscheidenderen Teil betriebswirtschaftliche Gründe hat. Der Mittelmotor ist ein "Pfennig-Artikel" demgegenüber der HLA nicht aus millionenfach hergestellten Industrieteilen besteht. Alle Sinus-Motoren erst recht nicht - diese waren im Einkauf sehr teuer...


    Roco Re 4/4 - 1. Serie - diese sind bekannt, dass sie "wenig" ziehen - warum und was Abhilfe bringt weiss ich leider nicht...


    Lösungen sind zuerst neue Haftreifen und dann evtl. auch das Verwenden von Märklin Haftreifen. Wenn es von den Massen her geht (es geht offenbar nach Berichten in Foren bei vielen Modellen - nicht aber bei allen und evtl. auch nicht ohne kleine Kompromisse), dann bringen die einiges, da von den Eigenschaften und der Qualität her wohl wirklich DAS Top-Produkt. Sogar auf DSO wird ab und an zu Märklin Haftreifen geraten - und das nicht von den wenigen AC-Fans dort.


    2-motorige HAG Loks:


    Hermann ist einfach Fan davon... Ich habe eine solche Lok (Re 6/6 11664) - meine, dass es mehr ums "ich habe eine solche" als um den wirklichen Nutzen geht. Die Lok ist bestimmt stärker - doch zieht ja eine einmotorige schon bei weitem genug - wenn es mehr sein soll/darf, sieht eine Re 10/10 ja auch gut aus...

    Zudem ist dann die unschöne Motorseite (Kollektorseite) auf beiden Lokseiten sichtbar!


    Bei den "Zugkraft-Helden" von HAG darf auf jeden Fall die Ae 6/6 nicht vergessen werden - deren Antriebsdrehgestell ist noch schwerer als das der Re - allerdings verteilt dann auf drei Achsen....

  • ich habe eine

    ja, sogar eins+


    es ist doch einfach schöner, wenn man bereits bei halber Trafo Einstellung nicht am Limit ist, sondern potentiell noch viel Power zu Verfügung hätte. Sozusagen ein Berg- hal6ke. Dieser Forumist muss bereits zu Fuss Power von 2 HAG Motoren haben?


    Zudem ist dann die unschöne Motorseite (Kollektorseite) auf beiden Lokseiten sichtbar

    Christian, hast Du schon mal unschöne Motoren gesehen? Ganz selten mal bei Liliput, doch schöne grosse Motoren, die müssen nicht versteckt werden!


    Selbst Kleinbahnmotoren wirken authentischer, als manchmal unmögliche Sichtimitationen. ;)Die spinnen die exakten Modellbauer. Ein Oerlikon Ingenieur baute schon 1930 ein Heizkabel? als stromführendes Teil:golly:obwohl Strom in aller Regel gänzlich unsichtbar ist. Wenn Strom kurz sichtbar ist, dann wird es brandgefährlich. Wahrscheinlich war seine Idee, dieses Stromkabel als Wagen Innenbeleuchtung zu verwenden, der wird ja wohl nicht Kibri und Märklin Figuren 1:32 beheizen wollen, damit sie im Winter nicht frieren? Kiss ist mittlerweile die Optik der Inneneinrichtung wichtiger, als rechte Motoren und Schwungmassen. Schade, die anderen Komponente von Kiss sind so was von gut bis perfekt ausgeführt.


    Trotzdem, das finde ich das tolle an Modellbahnen, jeder Produzent hat mehr oder weniger seine eigene Hersteller DNA:thumbsup:. Nicht dass Hersteller unabhängig ein Komputer vorgibt, wie die optimale Modellbahnlok zu sein hat und alle Hersteller folgen blind den Vorgaben. Wenn es ganz so wäre, könnten die Hersteller gleich fusionieren. Das werden sie vielleicht auch in 10 oder 100 Jahren, wenn unsereins tendenziell weniger werden...


    Nun, wenn jeder Modellbahn Produzent seine eigenen Ideen durchsetzt, dann müssen - und können - wir halt auch mit den jeweiligen konstruktiven Nachteilen leben. Erst recht, wenn Nachteil und Vorteil von Kunden unterschiedlich empfunden u. interpretiert werden.


    Gruss

    Hermann

  • Hallo allerseits


    Ich hatte auch versucht, mit einer zusätzlichen Achse mit Haftreifen Abhilfe zu schaffen. Leider hat das nicht wie gehofft gewirkt und die Stromabnahme leidet zusätzlich. Das Problem ist, dass die Lok zu leicht ist.


    Abhilfe geschafft haben zusätzliche Blei-Gewichte, im Beispiel von Brack, die in kleine Stücke gebrochen auf die Platine geklebt werden können. Es hat auf der Platine und im Batteriekasten zwischen den Drehgestellen Platz für ein paar Gewichte, so dass man auch das Gehäuse noch problemlos wieder drauf bekommt. So konnte ich das Gewicht um ca. 60 Gramm pro Lok steigern, was sehr geholfen hat. Allenfalls kann mit dem Umplatzieren der Achsen mit Haftreifen noch etwas optimiert werden.


    Viel Spass beim Basteln ;-)


    ...übrigens gibt es jetzt seit Kurzem von Almrose die Platinen für den Umbau der Loks auf LED-Beleuchtung mit diversen Lichtfunktionen und auch mit Sound.

  • Abhilfe geschafft haben zusätzliche Blei-Gewichte,

    ZU deiner Info; ich kaufe diese Bleie nicht, sondern wenn ich zum Pneuhändler gehe um den PW auf Winterreifen zu wechseln, spreche ich den Monteur aun und frage ihn nach Bleigewichten die er zum Auswuchten braucht!

    Oh welch eine Freude er sagte; da hinten hats jede Menge nimm was du brauchst - alles Gratis!!!!:P:P:P

    Es stellte sich dann heraus, dass er auch eine MOBA hat und das Problem kannte!:lol:

    Ich habe eigentlich nichts gegen Anwälte, aber einen mag ich gar nicht, aber irren ist menschlich!




    Grüsse


    Fredy