• Hallo zusammen



    Nach meiner Anmeldung in diesem Forum, möchte ich mich gleich mal vorstellen. Ich freue mich auf einen guten Austausch und auf die Menschen, welche hinter den Anlagen, Basteltipps und anderen Spinnereien stecken, kennen zu lernen :) Zukünftig möchte ich diesen Strang auch nutzen, um die Fortschritte auf meiner im Bau befindenden Anlage zu dokumentieren.


    Zu meiner Person und meinem MoBa-Werdegang:

    Ich heisse Keven, bin 35 Jahre alt und wohne mit meiner Frau und Tochter in der Nähe von Luzern. Die Modelleisenbahn begleitet mich praktisch schon mein ganzes Leben. Wie bei wahrscheinlich vielen von euch, hat alles mit einer H0-Startpackung in Kindesalter begonnen. Heute würde man dazu Teppichbahning sagen, denn schon damals fuhren meine Züge stundenlang auf dem Boden im Kreis rum :D Etwas später baute mir dann mein Vater die erste Platte - auch ganz klassisch mit ein paar getrennten Kreisen und einer kleinen Bergstrecke. Nach und nach ergänzte ich Landschaft (soweit wie möglich, denn es hatte sehr viel Gleis auf der kleinen Fläche :facepalm::crylaugh: ), Gebäude und jede Menge Details. Mit dieser Anlage hatte ich jahrelang sehr viel Spass und es tat dann schon weh im Herzen, als dann irgendwann «altersbedingt» der Rückbau meinerseits beschlossen wurde.


    Es folgten die klassischen Jahre, in welcher alles andere Priorität und Beachtung hatte als die MoBa (Ausbildung, Job, Frauen - ihr kennt das sicherlich alle). Jedenfalls im praktischen Sinne. Denn in dieser Zeit verschlang ich sehr viele Bücher (z.B. von Bernhard Stein), schaute mir jedes Video und jeden TV-Bericht an, welche ich irgendwo fand. Theoretisch hat sich so über die Zeit ein grosses Wissen und Vorstellungen angesammelt. Mit dem Beginn des digitalen Zeitalters folgten dann auch die ersten Homepages, welche ich mir je nach dem mit Begeisterung angeschaut habe. Das MiWuLa-Projekt wurde gestartet und ich saugte jeden Bericht, jedes Foto dazu auf und konnte jeweils kaum auf den nächsten Montag warten, bis der neue Wochenbericht online war. Auch Youtube wurde langsam ein Begriff und ein Medium, auf welchem unzählige Videos zu bestaunen waren. Der Drang, selber wieder aktiv zu werden und die Theorie in die Praxis umzusetzen, wurde von Tag zu Tag grösser und so begann ich die ersten Gleispläne aus zu arbeiten. Das Feuer, die Leidenschaft und die Begeisterung war wieder da und ist bis heute geblieben.


    Nach Heirat, Geburt meiner Tochter und dem erfolgten Umzug in eine grössere Wohnung, stand ich nun im neuen Bürozimmer. Die Hälfte des Zimmers kann ich für die MoBa nutzen - der Dank gilt hier meiner lieben und verständnisvollen Frau, welche mich und mein Hobby immer unterstützt :love: Und so war es für sie selbstverständlich, dass ich in besagten Zimmer meinen kleinen Traum realisieren kann. Und klein ist ein gutes Stichwort. Denn nebst den H0-Anfängen, bekam ich auch mal ein Märklin Spur Z Startset geschenkt. Es war mir immer klar, dass ich irgendwann mal eine Spur Z Anlage bauen möchte. Und zwar eine richtige Anlage, welche den Namen auch verdient. Keine in einem alten TV-Gerät oder Gitarrenkasten reingequetschte-, keine Pseudo-Carrera-Rennbahn-, keine mit möglichst vielen Gleisen zugepflasterte -Platte. Einfach eine schöne Modelleisenbahn mit realistischer Landschaft, vorbildlich langen Zügen (in angemessener Geschwindigkeit) und viel Selbstbau. Mit diesen Pflichtenheftpunkten wurde schliesslich das Projekt «Thanwil» gestartet. Jedem das seine halt 8)


    Das Motto:

    Mein Motto beim Bau in Spur Z: Geht nicht - gibt’s nicht. Die Vorbilder sind meistens die «Grossen» in Spur H0 und N. Mittlerweile gibt es jedoch auch in Spur Z einige Modellbauer, welche mir als Vorbild dienen und wahre Kunstwerke erstellen 😊 Wenn mir was gefällt, ob Original oder Modell, dann probiere ich das im Massstab 1:220 umzusetzen. Manchmal klappts, manchmal nicht, manchmal nur mit Kompromissen. Doch wenn wir ehrlich sind besteht jede MoBa aus Kompromissen ;) So entstanden in letzter Zeit bei mir z.B. (wegen Angebotsmangel) viele LKW-Auflieger und Wechselbrücken für Taschenwagen im Selbstbau. Nun fährt auch bei mir ein Ambrogio-Ganzzug in Spur Z. Auch Bäume und Büsche entstehen meistens im Selbstbau, denn die Flaschenbürstenzeiten sind für mich passé. Für ein Haus ist auch eine Inneneinrichtung entstanden. Als meine Frau fragte, was ich gerade am basteln bin und ich ihr das kleine Büro zeigte, lief sie wortlos und kopfschüttelnd wieder aus dem Zimmer :crylaugh:


    Die Anlage Thanwil:


    In Anlehnung an unsere Paradestrecken am Gotthard und Lötschberg entsteht auf 2,8 x 0,66 m eine einfache Ovalstrecke mit 4-gleisigem Schattenbahnhof, auf welchem pro Gleis maximal 2 Züge Platz finden. Gesteuert wird alles analog. Der Betriebssicherheit wegen, wurde sowohl auf Steigungen wie auch auf zu viele Weichen verzichtet. Mir war und ist es wichtiger, dass ich die Züge in einer vorbildnahen Umgebung beim Vorbeifahren beobachten kann, als dass ich mich mit Rangieren und Züge zusammenstellen beschäftige. Dies macht, so denke ich jedenfalls, in diesem Massstab auf die Dauer eher keinen Spass. Der Vorteil des Massstabs sollte man sinnvoll nutzen und der liegt meines Erachtens bei langen Zügen auf kleinem Platz - also genau das, was ich wollte 😉 Ebenfalls wichtig sind mir grosszügige Radien im sichtbaren Bereich, welche sich harmonisch in die Landschaft einbetten. Kein Gleis ist gerade oder parallel zur Anlagenkante, ausser beim Übergang der beiden Grundrahmen. Sogar der kleine Bahnhof liegt in einer sanften Kurve, was jedoch die Arbeit nicht unbedingt einfacher macht 😉 Aber eben: Geht nicht - gibt’s nicht


    So, genug gequatscht und geschrieben: Nun ein paar Fotos vom aktuellen Zustand der Anlage. Ich freue mich sehr auf den Austausch hier im Forum und hoffe, dass euch das von mir gezeigte ebenfalls gefällt :beer:



    Noch ist alles im Rohbau und ich bin mit Testfahrten und ersten Probeaufbauten beschäftigt. In der Vorbereitungs- u. Planungszeit für die Anlage Thanwil ist ein Testdiorama (Ponte di Stelvio) entstanden, um das theoretisch Gelernte ins Praktische umzusetzen. Da möchte ich euch ein paar Fotos nicht vorenthalten, damit man vielleicht ein wenig das Gefühl bekommt, wie Thanwil später ausschauen könnte.



    Wie eingangs geschrieben, werde ich hier (wenn erwünscht) weiterhin vom Bau meiner kleinen Anlage berichten und natürlich würde ich mich auch über ein entsprechendes Feedback freuen. Auch auf Youtube lade ich ab und zu ein Video hoch, damit man die kleinen Scheisserchen mal in Aktion sieht. Für diejenigen unter euch, welche es interessiert, können gerne unter SwizZ-Modellbau vorbeischauen - ich würde mich freuen :)



    Besten Dank, viele Grüsse und ein schönes Wochenende wünsche ich euch

    Keven (SwizZ)

  • Hallo Keven


    Herzlich willkommen im Forum :thumbsup:. Sieht gut aus, was du da in Spur Z zeigst :thumbsup:.

    Es grüsst Mattioli


    "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und trotzdem zu hoffen, dass sich etwas ändert" (Albert Einstein)


    Mattioli`s Modellbahnwelt

  • Hallo Keven


    Du hast eine Brücke an der Strada Bassa unterhalb von Rodi-Fiesso gut umgesetzt. Im Jahr 2013 gab es einen Ausflug ins Tessin, um die Bahnanlagen in der Leventina, insbesondere die Biaschina, näher zu besehen und ein Rätsel zu lösen (den seltsamen Rest eines Wassertanks). Den ganzen Thread zu lesen lohnt sich. Und hier das Bild - deine Ponte di Stelvio :D ... von der anderen Seite, der Tunnelausgang liegt links.


    Gruss

    Peter


    No matter how much you polish a turd - it's still a turd

  • Hallo ihr zwei und vielen Dank für die nette Begrüssung :)


    Ponte di Stelvio ist aus meinem Kopf heraus und ohne jegliches Vorbild entstanden. Lustigerweise sind Ähnlichkeiten zu Strada Bassa nicht abzustreiten :) Den Thread dazu habe ich vorhin schnell durchgeblättert - sieht aus, als ob ihr eine Menge Spass hattet :thumbsup:


    Gruss Keven

  • Hallo Keven


    Herzliche willkommen bei uns im Forum. Als H0 Bahner muss ich bei gewissen Häusern mit 2 Pincetten arbeiten, Du mit der Spur "Z" musst noch feiner arbeiten. Gratuliere zum Vortschritt Deiner Anlage.:thumbsup:

    Gruss

    Marino

  • So schöne Landschaften und Bahnhöfe mit Innenleben in Spur Z, das gibt's doch nicht :pillepalle: ähm, nochmals lesen:

    😉 Aber eben: Geht nicht - gibt’s nicht

    Also ich sehe und staune. Herzlich willkommen im Forum.

    Gruss Bruno


    Ein Herz für alte Modellbahnen aus Holz, Metall oder Karton :love:

  • Unglaublich was Du in dieser Spurgrösse zustandebringst. Wir sind natürlich sehr gespannt, wie es hier weitergeht.

    Herzlich willkommen im MoBa-Forum!^^

    Gruss Roger


    95 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Guten Abend zusammen


    Vielen Dank für die netten Begrüssungen und die Komplimente. Ich freue mich sehr darüber :)


    Nebst der Pinzette ist auch der Zahnstocher ein super Werkzeug ;)8)

    Und ja, das Sersa-Büro sieht man praktisch nicht mehr durch die kleinen Fenster. Aber ich weiss, dass es da ist und das zählt schlussentlich. Der Landi-Laden ist dank der Glasschiebetür ein wenig besser einsehbar. Da jedoch dieses Gebäude direkt an der Anlagenkante steht, mussten diese Details einfach sein :)


    Gute Nacht, Keven

  • Und ja, das Sersa-Büro sieht man praktisch nicht mehr durch die kleinen Fenster. Aber ich weiss, dass es da ist und das zählt schlussentlich.
    u

    Wie kommt mir das doch bekannt vor. Dieses Dilemma hat übrigens nichts mit der gewählten Spurweite zu tun: An meinem Bahnhof 'Zweimathilden' sind zahlreiche Räume ausgestattet. Das Bahnhofbuffet zum Beispiel. Blöd ist halt einfach, dass vor den Fenster noch Pflanzen und Vorhänge angebracht wurden. Wenig hilfreich kommt erschwerend dazu, dass das Buffet unter dem Perrondach und ziemlich weit vom Betrachter liegt... mit anderen Worten: die Gaststätte hätte keine Inneneinrichtung benötigt.

    Gruss Roger


    95 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Guten Morgen Roger


    Ja das ist auf der einen Seite natürlich ein wenig ärgerlich. Aber wie ich geschrieben hatte: Man weiss, dass es da ist und das befriedigt irgendwie ungemein ;) Deshalb habe ich auch Fotos gemacht, damit man zeigen kann, was eigentlich drin ist.

    Hier noch ein Foto von der Landi im unfertigen Zustand. Da habe ichs mir jedoch ein bisschen einfacher gemacht und "nur" eine Kulisse eingesetzt. Die angebotene Ware darzustellen wäre den doch ein wenig schwierig geworden bei mir :crylaugh: Das sind dann eben die angesprochenen Kompromisse ;)



    Gruss Keven

  • Und ja, das Sersa-Büro sieht man praktisch nicht mehr durch die kleinen Fenster. Aber ich weiss, dass es da ist und das zählt schlussentlich.

    Hallo Keven,

    nur so eine Idee: In diesem Stockwerk, wo das SERSA Büro ist, noch dazwischen mehr Fenster herausnehmen, statt der Dreiteilung Voll-Fenster mit grossem Ramen ohne Unterteilung (weil das ja zum Büro umgebaut wurde wo früher der Bahnbeamte wohnte) und man könnte mit einer indirekten Beleuchtung, am innendach montiert, etwas mehr vom SERSA-Büro sehen. Je nachdem von wo der Betrachter schaut: Bahnseite 4 Vollfenster (+2) oder Bahnhofplatzseite 3 Vollfenster (+2). Ich habe es mit dem Paint-Programm mal so als Foto-Montage angefertigt. Wär das was? Die Landi gefällt mir ausserordendlich gut, die ist perfekt :thumbsup:.


    Gruss Bruno


    Ein Herz für alte Modellbahnen aus Holz, Metall oder Karton :love:

  • Hallo Bruno


    Danke für deine Idee und die Mühe. Leider sind zusätzliche Fenster in diesem Stadium nicht mehr nachträglich einbaubar. Das Risiko, das etwas kaputt geht ist mir einfach zu gross. Aber für weitere Häuser behalte ich mir die Idee gerne im Hinterkopf :)


    Gruss Keven

  • Hallo Keven,


    herzlich willkommen im MoBa Forum.

    :golly: Einrichtungen im Massstab 1:220!

    Tolle Sache, ist ja selbst bei 1:87 vielfach nicht Standard. Freue mich auf weitere Bilder und evtl. Bauanleitungen, wie du das löst in deinem Massstab. Vielleicht hilft deine Vorgehensweise dann auch einem H0 Bahner wie mir, knifflige Probleme einfacher zu lösen :whistling:.

  • Hallo Marc


    Danke für die Begrüssung und das Kompliment :)


    Grundsätzlich arbeite ich mit den genau gleichen Materialien, Techniken und Werkzeugen wie die "Grossen". Der Unterschied ist eigentlich nur die Grösse und dass man mit ruhiger und feiner Hand arbeiten muss. Schon kleine Fehler und Massabweichungen wirken sich auf das Ergebnis aus. Obwohl hier das menschliche Auge mehr Fehler zulässt, als z.B. hochaufgelöste Fotos - die sind dann gnadenlos :grin: Und genau das ist immer die Herausforderung bzw. die Gratwanderung zwischen "Genie und Wahnsinn"... Deshalb schaue ich mir die Szenen oder Objekte immer wieder durch die Kamera an, ob es passt, denn das Auge kann da nicht mithalten ;) Was wiederum auch ein Vorteil sein kann mit den Augen, denn grundsätzlich betrachtet man die Anlage damit und nicht mit der Kamera oder Lupe. Da verzeiht der Massstab auch mal, wenn man nicht so stark detailieren kann, aber die Stimmung einfach passt.


    Jedoch kann ich, bei Interesse, gerne ein paar Wie-habe-ichs-gemacht posten :)


    Gruss Keven