Digitalsystem - welches verwende ich und wie es dazu kam

  • Hallo zusammen


    Ausgehend von der Frage von Markus (ganz unten im Post: Lemaco Ae 6/6) dachte ich, statt die Frage zu beantworten (ich könnte es gar nicht, da ich die z21 nicht kenne) stelle ich lieber zusammen, wie es zu dem kam, was ich jetzt verwende.


    Nun denn, zum System:


    Unsere Anlage (Märklin-K-Gleis) wird mittels der Uhlenbrock Intellibox II gesteuert (Basisformat DCC, zusätzlich fahren einzelne Loks noch mit Motorola). An deren Loconet-Bus sind diverse Handregler angeschlossen:

    - Daisy über Kabel

    - Digitrax IR/Kabel (nur noch sporadisch im Einsatz, da sehr komplex zum Bedienen)

    - 2x Daisy II Funk, dazu ist der Funkempfänger am Loconet angeschlossen

    Später folgen Booster, von welchen dann auch einer den H0m Teil versorgen wird (mit reduzierter Spannung).


    Gefahren wird zur Hauptsache DCC (ESU Decoder, wenige ZIMO), vereinzelt noch Motorola und ein paar mfx (wobei hier die Uhlenbrock-Lösung erst nach Erscheinen des mfx-Moduls wohl gut sein wird - die mfx-Loks fahren aktuell nur mit 14 Fahrstufen).


    Zubehör (aktuell noch der Märklin-Drehkran) braucht das motorola Format. Die Drehscheibe ist ja mittlerweile nicht mehr auf das Digitalsystem angewiesen - eine Verbindung wäre dennoch möglich.


    Aktuell fehlt eine Rückmeldung (das war und ist mit Littfinski-HSI angedacht/Teile dazu sind vorhanden).


    Ein "Nebensystem" stellt die Z-Kofferanlage dar, welche mit dem Uhlenbrock Daisy-System digitalisiert ist. Leider ist auch derer Power 2 Booster defekt, nachdem auch die anderen der H0-Bahn defekt gegangen sind. Hier ist jedoch zu berichten, dass der Uhlenbrock Kundendienst sehr gut funktioniert hat (Reparatur und Update der Zentrale, Austauschangebot von Power 4 für die defekten Power 2). Solcher Erfahrungen sind wertvoll und können in 35 Jahren Digitaltechnik schon mal vorkommen:S

    Bei Z habe ich bisher Tran-Decoder in den Loks, demnächst möchte ich hier Lopi 5 micro versuchen.


    Wie kam es dazu?


    Unser Einstieg in die digitale Modellbahnsteuerung ("unser" = mein Bruder und ich) erfolgte zu Weihnachten 1986 - natürlich mit Märklin Digital, damals eine echte Revolution. Später kam die Uhlnebrock Intellibox I dazu bzw. ersetzte die Central Unit - sie wies ebenfalls noch die Märklin Stecker auf, mit der links und rechts die Märklin Geräte angesteckt werden konnten. Die entscheidenden Vorteile waren damals die Multiprotokollfähigkeit und der Loconet-Bus, mit dem eben der Digitrax-Handregler verwendet werden konnte - beides brachte die 128 Fahrstufen.

    In der Zeit machten wir auch Erfahrungen mit der Steuerung per PC. Wir verwendeten Softlok, mitsamt Rückmeldekarten direkt im PC (ISA-Steckplätze).


    Der Schwachpunkt der Intellibox I, die prellenden Drehregler, führte dann zur Intellibox II, welche bis heute sehr gut Dienst tut.


    Vor bald zwei Jahren ergänzten wir das System mit den Funk-Handreglern. Ich wählte dieses System, weil ich wohl unbegründet eine Abneigung gegen WLAN an der Modellbahn habe. Dies ist so ein Grund, der wohl nicht haltbar ist, mich dennoch zusammen mit der guten Bedienbarkeit mittels Drehregler zum Daisy II führte. Ich möchte keine WLAN-Probleme an der Modellbahn lösen müssen.


    Eine "grössere" Zentrale wie die ESU Ecos oder die Märklin CS 3 benötige ich nicht, angedacht war, wieder eine PC-Steuerung einzusetzen (Traincontroller ist zwar vorhanden, leider in einer älteren Version - doch evtl. geht es dann in Richtung iTrain).


    Zufriedenheit


    So wie das funktioniert, passt mir das gut. "Uhlenbrock Digital" ist aus meiner Sicht und Erfahrung ein gutes und zweckmässiges System. Die Lokdecoder kommen jedoch von ESU. Die Bedienung ist unkompliziert, die Aufstartzeit der Zentrale sehr kurz - fast immer noch "einstecken und losfahren".


    Warten tue ich nun auf das Uhlenbrock mfx Modul, damit auch diese Loks besser fahren (das sollte ich wohl auch noch bestellen, sonst kann ich lange warten:S)...



    Ich sehe einerseits auch beim Digitalsystem einen Weg, der ein Modellbahner geht und dann halt darin "gefangen" ist (oder sich fühlt) oder eben es eine ständige Evolution darstellt und man gerade auch deswegen gut bedient ist - der andere Weg, den es sicherlich auch zahlreich gibt, ist der komplette Wechsel auf ein anderes System (Märklin --> ESU, Märklin --> Intellibox I --> Märklin mfx, Lenz --> ZIMO, etc. etc.).


    Bin gespannt, ob da noch weitere "Geschichten" zusammen kommen.

    Gruss Christian


    Meine Fotos; Eisenbahnen (Schwerpunkt Gotthard) und Dampfschiffe: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/ - aktuelles Avatarbild zur Erinnerung an den im Schnee versunkenen Gotthard am 17. April 1999.

  • lieber Oli,

    hast Du dem MoBa-Forum Geheimdienstinformationen vorenthalten? Oder reut`s Dich, dass Du Deine schöne klassische Märklin Anlage seit ein paar Jahren digital fährst? Du kommst mir seit neuem vor, wie der alte Nostradamus, auferstanden als Version 2.0 der hat seine Verse auch immer so verfasst, dass alle alles darunter verstehen können.


    Es kann doch Christian seine Digitale Modellbahn Erfahrung berichten:). Ich wäre da nicht so streng im Urteil wie Du?!? es braucht doch für alle Forumisten dann und wann etwas aus ihrem Gebiet! Für dass es nur um Modellbahnen geht, ist die Vielfältigkeit äusserst gross.


    Also wenn es einen Unterschied von etwa +/- CHF 1000.- oder auch mehr ausmacht, ob auf einer Lok 3022 "E-94 276" oder auf der exakt gleichen grünen Lok aus der exakt gleichen Herstellungszeit 1965-67 OBB "1020.31" (3052) draufsteht, Kollpreis 2018 = Euro 2100.- was nicht ganz immer erreicht wird. So habe ich genau so viel Verständnis, wenn jemand Scheinwerfer, Abblendlicht, Notlicht, Abstellgleis-Licht und Schlusslicht benötigt, dafür eine Anleitung dicker als von Mercedes-Benz, bis das Modell dass macht, was man erwartet.


    Die Profis aus dem aktuellen Verkauf mal ausgenommen, hat wahrscheinlich niemand so viele Märklin & HAG Lokomotiven auf Digital umgebaut, als ich (...) Das war 1985 bis 24.12.1986 und kein Tag länger. Weil der damalige Geschäftsinhaber viel zu günstige Preise offerierte, landeten auf meiner Arbeitsfläche tagtägliche ganze Berge von Kundenaufträge für Digital-Umbauten. Zu der Zeit, mit dem 6080 AC-Decoder war das noch sehr einfach, die Kunden wollten es trotzdem nicht selber ausführen. Es gab Streit mit meinem damaligen Chef, ich bin einfach abgehauen... ich habe mich als Angestellter fristlos entlassen, mit der Begründung, wenn du (Chef) den Ruf von deinem Geschäft ruinierst ist das Dein Problem, aber nicht wenn ich dafür geradestehen muss. Ihm war nahezu egal, ob die von mir umgebauten Loks einwandfrei funktionierten oder nicht, Hauptsache günstig. Seine Erklärung war Hardcore: ein zufriedener Kunde kommt erst wieder, wenn Märklin eine Neuheit liefert. Ein unzufriedener Kunde reklamiert nicht nur, er kauft auch besser... rein psychologisch-wirtschaftlich mag seine Ansicht stimmen. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter und das eigene Verantwortungsgefühl sollte man aber auch nicht ganz zur Seite schieben, die Kunden sind ganz sicher nicht dümmer als man selber!!! Nach 3 Wochen merkten beide Seiten, dass jeder den anderen brauchte, ob es einem passte oder nicht. Von Digital wurde ich von da an befreit, es gab genug andere Betätigungsfelder...


    Und der Zufall hat alles richtig gemacht, diese Zeit war die beste Weiterbildung, Darwinismus in Reinkultur, wo aber im gleichen Ausmass auch Angestellte ihre Chancen hatten und bekamen. Kein anderer gab mir diese Chance.


    Zum Thema Digital mache ich mir auch meine Gedanken, wie wohl jeder Person. Aber meine persönliche Quintessenz daraus ist nicht, dass dies eine Verbesserung dem individuellen Menschen bringt, unter dem Strich. In einzelnen Bereichen absolut (z.B. MoBa-Forum:thumbsup: und noch viel mehr) Doch Digital heizt auch die Konkurrenz auf ein ungesundes Tempo an und zwingen einem in Anhängigkeiten herein, für nur ein paar Zückerli, aus denen es kein Entrinnen mehr gibt.


    Digitale Modellbahnen sind absolut harmlos, da gibt es ganz andere Themenfelder mit weit mehr Einfluss auf unser Leben. Bis sich Xi Jinping persönlich daran stört, jetzt hat der Mattioli schon wieder eine HAG Lok aus Stansstad gekauft, statt eine aus Zhengzhou, das dauert noch eine Weile, das erleben wir nicht mehr. Und selbst wenn, wichtig wäre Xi nur, dass Mattioli bei HAG mindestens 1 x mehr Kritik anbringt, als bei etwas was aus China kommt. Der Daten Krake will immer noch mehr Daten, mit der Zeit als Selbstzwecks, statt als Nutzen für die Menschen.



    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

    2 Mal editiert, zuletzt von Longimanus ()

  • Hallo Hermann

    Hallo Christian


    Das meinte ich damit nicht...ich meinte nur, mein Kommentar wird nicht interessieren, weil du lieber Hermann der bist der fragt und schreibt, ist digital was gutes oder schlechtes.

    Für mich nur gutes, nein, es reut mich nicht, dass ich analog auf digital geändert habe. Spiel- und Fahrspass pur :thumbsup:. Jedenfalls für "Spielbahner" wie mich. Denn es geht mir gut dabei...

    Übrigens der Autor deines Buchs, ist das nicht der Alpnacher-Shop, der auch SoSe und farbenfrohe HAG-Modelle herausgab, sowie eine massstäbliche zweigeteilte Re 6/6 auf HAG-Basis n.G.? :D;)


    Gruss von Nostradamus 2.0 :phat:


    Aber gerne schreibe ich auch etwas in den Thread von Christian.

    Ich fahre auf meiner kleinen Anlage nach wie vor mit der Märklin 6021-Steuerung. Reicht für mich nach wie vor völlig aus. Ich durfte diese damals von Freund Amkev übernehmen, da er eine ECoS kaufte. Gut, er hat mir auch schon eine neuere Steuerung ans herz gelegt, wo er ja auch recht hat. Die meisten Loks können heute längst mehr als nur 4 Funktionen...

    Blöd ist, dass ich keinen kurzen Streckenabschnitt isoliert habe. Wollte die eingeschotterten Schienen nicht rausreissen. Also müsste ich schon längst ein Programmiergleis fertigen. Kam bisher leider nicht dazu und schiebe das schon zwei Jahre vor mich her...:hmm:...neuen Loks lasse ich jeweils gleich im Fachgeschäft mit einer Adresse versehen.

    Es grüsst Mattioli


    "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und trotzdem zu hoffen, dass sich etwas ändert" (Albert Einstein)


    Mattioli`s Modellbahnwelt

  • Hallo zusammen, hallo Oli


    Danke dir für deine Beschreibung! Ich finde das immer interessant, warum jener es so macht, wie er es macht:)


    Hier zeigst su ja auch schön dein Fahrpult - eine richtig eindrückliche Sammlung von Märklin-Digital Geräten! Das Control 80 sogar noch mit dem allerersten Schriftzug! Falls du Bedarf nach einem weiteren Control 80 hast, so eines könnte ich dir überlassen - einfach melden.


    Mattioli`s Modellbahnwelt: Die Estrichbahn / die Estrichanlage

    Gruss Christian


    Meine Fotos; Eisenbahnen (Schwerpunkt Gotthard) und Dampfschiffe: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/ - aktuelles Avatarbild zur Erinnerung an den im Schnee versunkenen Gotthard am 17. April 1999.

  • Hallo Christian


    Vielen Dank, vorerst nicht aber ansonsten komme ich gerne darauf zurück :thumbsup:.

    Es grüsst Mattioli


    "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und trotzdem zu hoffen, dass sich etwas ändert" (Albert Einstein)


    Mattioli`s Modellbahnwelt

  • Hallo zusammen,


    nun denn Systembedingt fahre ich seit langem mit dem Märklin Digitalsystem (Dreischienen-Zweileiter-Gleissystem). Für das Zweischienen-Zweileiter-Gleissystem habe ich ein entsprechenden Steuergeräte von Trix wie es Beispielsweise hier angeboten wird.


    Obschon ich seit langem keine feste Anlage mehr besitze, macht es schon seit je her Spass Ditigal zu fahren. Einfach ein paar Schienen zusammenstecken, anschliessen und ab die Post auf dem selben Geleise, auf demselben Stromkreis, mit mehreren Lokomtiven, mit Licht in den Reisezugwagen... :D



    @Hermann: Was genau willst Du mit Deinem Beitrag vom 6. Februar 2021 hier sagen? Ich sehe keinen Zusammenhang zum Thema Digitalsystem - welches verwende ich und wie es dazu kam. Dass Du nichts mit Digital anfangen kannst wissen wir. Was willst Du mit dieser vergangenheitsorientierten Digital-Verweigerungs :miffy: Einstellung eigentlich erreichen?



    Mathias

  • Hallo Mathias,

    Du stellst schon noch Fragen, besonders wenn Du Dich meinst und von "wir" sprichst... Niemand ist bisher auf meiner Ignorier-Liste, Du schaffst das vielleicht doch noch als Erster?

    Oli hat eine lustige Bemerkung gemacht:), ich habe darauf geantwortet. Das Forum lebt von menschlicher Kommunikation, wahrscheinlich hats im ganzen Forum noch keinen einzigen Bot und Menschen haben nun mal verschiedene Ansichten. Mich störts ja nicht im geringsten, wenn Du zukunftsgewandt Digital Affin bist... Vielleicht nehmen Sie Dich als Mars-Astronauten? Und abgesehen davon, vielleicht verwende ich mehr Digitalzeugs als Du selber? Ich bin nicht überall gegen Digital.


    Jedoch bei Modellbahnen und mindestens noch einem anderen Gebiet lehne ich Digital ab. Das ist kein besser oder schlechter, mir gefällt es einfach nicht, wenn eine Decoder-Elektronik dreinpfuscht, wie ich einen Modell-Zug zu fahren habe... da kannst Du den Kopfstand machen, das ist mir egal. Dein Stil ist etwas merkwürdig: wird Deine Digital Freude kleiner, wenn ich den HAG Trafo voll aufdrehe? Warte nur, ;)wenn die Duell Monster Ae 3/6 II loslegt...


    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Ja Hermann,


    jeder kann seine Meinung haben.


    Aber ob es angebracht ist Deine Ablehnung gegenüber dem Einsatz von Digitalsystemen im Modellbahnbetrieb auch gerade dort einzubringen, wo es darum geht welches Digitalsystem man braucht? Ich finde dies an dieser Stelle unangebracht.

    Dein Stil ist etwas merkwürdig: wird Deine Digital Freude kleiner, wenn ich den HAG Trafo voll aufdrehe? Warte nur, ;) wenn die Duell Monster Ae 3/6 II loslegt

    Hermann, was soll diese Aussage? Ist es nicht Dein Stil der merkwürdig ist? Dieser Satz, diese Sätze, sind für mich hier in diesem Thema völlig befremdend.


    Mathias

  • Mathias, vom Thema her, da gebe ich Dir recht :facepalm:


    Jedoch passt es genau auf Deine etwas provokative Äusserung. Du hättest auch schreiben können, dass Du digitale Modellbahnen toll findest und es Dir nicht vorstellen kannst, dass es im Jahre 2021 noch Leute gibt, welche Analog bevorzugen. Und ich gebe Dir auch recht, dass # 3 etwas gar lang geworden ist, die Hälfte hätte gereicht.


    Wie hätte ich denn auf Deine Anmerkung # 7 reagieren sollen: "mea culpa, von jetzt an nur noch Decoder"?

    Das ist das Antidigital-Geschütz, die Bemerkung eines Forumisten dazu, es passe zu seinem Lastwagen vom Spielfilm Duell, passt perfekt...


         

    Analog ist cool:)

  • Wir verwenden bei der ChRB einen "Exoten" unter den Digitalsystemen, nämlich das Selectrix.


    Das Selectrix ist uralt. Es kam etwa dann auf den Markt, als Christoph und ich beschlossen, zusammen eine Anlage (die erste, noch vor der jetzigen im Kindergarten) zu bauen. Das war ungefähr 1982. Damals gab es nur das Märklin-System und eben das Selectrix. Ich nehme an, aber bin nicht sicher, dass das heutige Märklin-System nicht mehr viel mit dem damaligen Märklin-System gemeinsam hat. Wir testeten beide. Das damalige Märklin-Sytsem hatte einen gravierenden Mangel (siehe unten) und deshalb entschieden wir uns für das Selectrix. Da wir nach und nach viele Loks mit Selectrix-Decodern ausrüsteten und auch viele Komponenten (2-Bus-Zentrale, 2-Bus-Computer-Interface, Lokdecoder, Weichendecoder, Lichtsignal-Decoder und Rückmelde-Encoder) anschafften, wäre es immer aufwändiger geworden, auf ein moderneres System zu wechseln. Es kam uns auch entgegen, dass das Selectrix "offen" war. Es war relativ einfach, mit Hilfe von selbstgestrickter Software mit dem Selectrix zu kommunizieren.


    Jetzt (ca. Anfang 2022) beginnen wir mit unserer dritten ChRB-Anlage. Jetzt wäre doch eine gute Gelegenheit, zu wechseln, oder ... .

    Nein, wir sind mit dem Selectrix zufrieden. Selbst wenn wir noch keine Selectrix-Komponenten hätten, würden wir - mit unserem heutigen Wissen - wieder Selectrix wählen.


    Gravierender Mangel des (damaligen) Märklin-Digital-Systemes

    Was war damals (ca. 1982) ausschlaggebend, dass wir nicht das Märklin-System wählten? Beim Märklin-System war bei den Lok-Befehlen die Fahrrichtung nicht enthalten. Die Lokomotiven merkten sich die zuletzt gewählte Fahrrichtung und behielten diese bei, bis sie einen Befehl "Fahrrichtungswechsel" (entspricht dem Überspannungs-Impuls beim analogen Märklin von damals) erhielten und fuhren ab dann in der neu gewählten Richtung. Dies hatte die äusserst unglückliche Konsequenz, dass man nach einem Neustart des Systemes nie wusste, in welche Richtung die Loks fuhren. Für Handbetrieb ist das kein grosses Problem: Man probiert und wenn die falsche Fahrrichtung eingeschlagen wird, hält man an, schaltet um und fährt dann los. Für einen vollautomatischen, computergesteuerten Betrieb, wie wir ihn schon damals zum Ziel hatten, taugte das natürlich nicht. Deshalb fiel das (damalige) Märklin-Digital-System bei uns durch.

    Gruss, Röbi

    Einmal editiert, zuletzt von sturzi () aus folgendem Grund: Tipfehler behoben

  • Beim Märklin-System war bei den Lok-Befehlen die Fahrrichtung nicht enthalten.

    Märklin hat zumindest vor ein paar wenigen Jahren im Hobby-Bereich immer noch Decoder verkauft, die die absolute Fahrtrichtung nicht kannten. Spätestens mit mfx sollten diese Probleme aber nun definitiv verschwunden sein.


    Gruss

    Teddy

  • Ich komme hier etwas spät dazu, doch habe ich diesen Thread eben erst durchgekämmt. Nachdem ich früher relativ überzeugter Analog-Fahrer war, wagte ich den Schritt in die digitale Welt vor zwei oder drei Jahren, wobei es mir dabei hauptsächlich um die beleuchteten Züge ging. Mit anderen Worten, meine Anlage ist nicht und wird nie automatisiert und wird mit Ausnahme von zwei Schattenbahnhöfen und einer Kreuzungsstelle ausschliesslich von Hand gesteuert. Unter anderem besteht auch ein ländlicher Kopfbahnhof, weshalb viel rangiert werden muss, was für mich den echten Modellbahnspass bedeutet. Weichen, Signale usw. werden weiterhin analog über Gleisbildstellwerke gesteuert, wie auch die Schattenbahnhöfe mit Reed-Kontakten und Relais ausgerüstet sind, welche den Fahrstrom unterbrechen.


    Nun zu meinen Problemen: Ich benütze die Märklin Central Station CS3 und zusätzlich eine Mobil Station. Ganz glücklich bin ich damit ehrlich gesagt nicht, da dieses System auch bei korrektem Herunterfahren beim Wieder-Aufstarten nur ein äusserst beschränktes Erinnerungsvermögen hat. So erinnert sich das System zum Beispiel nicht an die Beleuchtung von Lokomotiven oder Triebwagen, welche immer wieder neu angewählt werden muss. Das schlimmste ist allerdings das "Vergessen" der Fahrrichtung, was vor allem in den Schattenbahnhöfen zu chaotischen Zuständen führen kann, wenn ein Zug plötzlich rückwärts wegfährt. Das sollte meiner Meinung nach nicht passieren!


    Zudem habe ich vor einiger Zeit bei einer Kreuzungsstation auf einer eingleisigen Strecke Signalmodule von Märklin eingebaut, welche einen Zug abbremsen und vor einem geschlossenen Signal zum Stehen bringen sollten. Abgesehen vom trickreichen Einbau, da die Einbauanleitung ausschliesslich auf Märklin Dreileitergleise ausgerichtet ist und mit keinem Wort erwähnt wird, dass die Trennstellen im rechten Gleis zu erfolgen haben, funktionierte das zu Beginn einigermassen. Je länger der Betrieb dauerte, desto unzuverlässiger arbeiteten diese Bausteine jedoch und verursachten vielfach Kurzschlüsse. Wenn ein Zug dann einmal vor dem geschlossenen Signal stand, hiess das gar nicht, dass er auch da bleiben würde. Es passierte vielfach, dass ein Zug nach einiger Zeit in horrendem Tempo ungefähr einen Meter rückwärts und dann wieder vorwärts fuhr. Bei Nachfrage in meinem Modellbahngeschäft erfuhr ich, dass diese Probleme allgemein bekannt seien. Der Digitalspezialist von Märklin empfahl das Umprogrammieren der Lokomotiven (Eliminierung von möglichem Analog-Betrieb), was ich - allerdings ohne irgendwelchen Erfolg - durchführte.


    Inzwischen bin ich mit dem Märklin-System so frustriert, dass ich vorerst einmal die Signalbausteine ausgebaut habe und die Züge nun wieder relativ pfahlbauerisch mittels Reed-Kontakt und Relais zum (allerdings abruptem) Stehen bringe. Das sollte zwar keine dauerhafte Lösung sein, ist aber jedenfalls wesentlich besser als die vorgängigen unkontrollierten Raserfahrten. Die entsprechenden Bausteine werde ich dem Schrott zuführen und meine Investition abschreiben.


    Gleichzeitig überlege ich mir, mich gänzlich von Märklin zu verabschieden und auf ein anderes System umzusteigen. Ich möchte dies jedoch nicht überstürzt tun und wäre sehr froh um Erfahrungsberichte von anderen Digitalfahrern. Ich verlange ja eigentlich nicht sehr viel, nur dass ein System sich an den letzten Betriebszustand erinnern kann und dass Signalbausteine funktionieren.


    Kann mir jemand helfen?


    Besten Dank im voraus, Hansruedi

  • Ich denke für deine Bedürfnisse wäre das von Lenz entwickelte ABC-Bremsen (gibt es heute auch in jedem ESU Decoder) ideal. Theoretisch müsstest du dazu nicht einmal die Zentrale wechseln (die Probleme mit der Fahrtrichtung etc bleiben natürlich). Die eingebauten Reed und Relais kannst du behalten und mit einer einfachen Dioden-Schaltung ergänzen.


    https://www.lenz-elektronik.de/digital-plus/abc.php

  • Strickwil zum Thema Daten speichern bei der CS3

    https://www.stummiforum.de/t198644f7-Datenspeichern-cs.html


    Ich hatte auch das Bedürfnis, zusätzlich wegen den Stromabnehmer beim ICE4 die man jedes Mal wieder neu stellen musste :rolleyes:

    Zusammenfassung:

    - Aktuelle Software bei der CS3 einspielen

    - in den Einstellungen die entsprechenden Haken setzen

    Die CS speichert dann beim runterfahren sichtbar den letzten Zustand, wie Fahrrichtung und Funktionstasten.


    mfG Stefan

  • Vielen Dank für die Hilfe, dank welcher ich nun die Einstellungen in der CS3 anpassen konnte, so dass das System nun wieder den gleichen Zustand wiedergibt wie vor dem herunterfahren. Meiner Meinung nach sollte das grundsätzlich so oder besser beschrieben sein, doch klappt es nun wenigstens, was speziell in Bezug auf die Schattenbahnhöfe elementar ist. Noch nicht gelöst ist das Problem mit den nun wieder ausgebauten Signalbausteinen, doch werde ich es vermutlich einmal mit denjenigen von Lenz versuchen.


    Hansruedi