Bahntransporte vom Trainpferd bis zum Panzer original + H0

  • Hallo Forumisten


    Da ich offenbar ein bisschen Aufmerksamkeit in Sachen Panzer auf der Bahn erregt habe,

    eröffne ich dazu einen Träd.

    Ich habe dies zum Teil selber ( als Chef MWD + Trainchef ) hautnah erlebt und demzufolge rollen diese Züge auch auf meiner Bahn.

    Ich werde ein paar Vorbilder und die entsprechenden H0 Bilder hier einstellen.


    Vielleicht fällt das Thema ja auch ein bisschen in die Kategorie "Weisch no ?"


    jack

  • traumbahn77

    Hat den Titel des Themas von „Bahntransporte vom Pferd bis zum Panzer original + H0“ zu „Bahntransporte vom Trainpferd bis zum Panzer original + H0“ geändert.
  • Auch wenn das Pferd oder Maultier für den Trainsoldaten ein lebendiger Kollege war, für den Infanteristen aber ein begehrtes Transportmittel, da es in den fünfziger Jahren in der Kompanie 1 Motorrad für den Kp.Kdt als einziges Vehikel gab.


      


    Sehr bald ging es nun ums Handwerk, was da heisst, das der Train- Instruktor den Umgang mit den Tieren vorzeigte, nach dem Grundsatz, Vorzeigen > Nachmachen. Dies bedingte auch, dass er selber reiten konnte, um jederzeit, auch im schwierigsten Gelände mit Rat und Tat vor Ort zu sein . Bald einmal ging es in anspruchvolles Gelände mit echtem Einsatz.

      


    Für grössere Verschiebungen wurden improvisierte Transporte geschult.

    Die Bahn kam nur zum Einsatz, wenn es durch die halbe Schweiz ging. Für die Tiere war es kein Problem, wurden sie doch schon zur Pferdestellung an die Truppe, grössten Teils per Bahn transportiert. Der im Bild ersichtliche Leutnant war der Pferdarzt, zuständig für Gesundheit und Einsatzfähigkeit der Tiere. Da er ein bodenständiger Bündner war, ist seine Verliebtheit mit den Maultieren sprichwörtlich. Für das Tragen schwerster Lasten im unfahrbaren Gelände waren sie die bestens Geeigneten.

  • Zum Abschluss Pferdetransport; leider habe ich keine Bilder mehr von Originalzügen.

    Der Modellzug entspricht aber 1zu1 dem Original, auch was die Personenwagen betrifft.

    Es wurde darauf geachtet, dass die Kader, Of. und Uof. im 1.Kl.Abteilwagen ABD,

    die Mannschaft, Train Sdt. Hufschmied, evt. Det. Koch im C4 fahren.

    Das Gepäck wurde nicht im D-Teil verstaut, sondern auf Mann griffbereit, belassen.

       


    In den Jahren bis zur Umstrukturierung und Teilmotorisierung gab es 9 Infanterie Rekrutenschulen, die Trainzüge in den schweren Füsilierkompanien (Mw) eingeteilt hatten. 1993 waren die letzten Trainzüge in der Geb Inf Schule Stans > Sarnen > Andermatt vorhanden, dann wurde der Pferdebestand massiv reduziert und die Trainausbildung nach Schönbühl (Sand) in das Kompetenzzentrum für Armeetiere integriert. Heute fahren die Trainformationen ( 1-2 Züge) mit hochmodernen Spezial - Pferdetransportwagen auf der Strasse, voll ausgerüstet und marschbereit in den Einsatzort.

  • Die der Eidgenossenschaft gehörende Bahnstrecke Bure-Courtemaîche mit ihrer Neigung von 45 Promille ist für viele Eisenbahner im operativen Bereich sowohl vom Fahrzeugeinsatz wie auch von der betrieblichen Situation her gesehen nicht alltäglich. So musste z.B. ein von einem AMP kommender (schwerer) Militärzug ab Courtemaîche jeweils in mehreren für die Zuglok lastgerechten Teilen nach Bure hinauf transportiert werden. Dieser Aspekt könnte für die Umsetzung ins Modell durchaus interessant sein. Interessant für den Modellbauer ist auch die bereits in der Steilrampe liegende Betonbrücke quer übers Wiesengelände ...

    Gruss, René
    ++

    Einmal editiert, zuletzt von Lukas ()

  • Hallo René, ich denke, dass Du diese ganz spezielle Situation des Öftern mit Beobachtungen vor Ort geniessen konntest.

    Für uns, als direktbeteiligte, waren dies Transporte eine echte Herausforderung. Dies ist auch der Grund, warum solche Züge auf meiner Anlage rollen. Die BLS transportierte die Panzerzüge von Thun-Gwatt bis Courtemaiche.

    Als Modell ein toller Gag; 1zu1 nie präsent.

  • Die zweite, schwere "Panzer" RS ist in Bière stationiert. Es ist dies die Panzerartillerie mit den Panzerhaubitzen M 109 Lang - und Kurz-Rohr.Wie auch die Panzer, wurden zu Übungen im scharfen Schuss diese Einheiten, weitmöglichst per Bahn, auf die Schiessplätze Wichlen GL. und Hinterrhein GR. transportiert.


    Die SBB Variante:

                                 

  • Moment! Sehe ich da nicht Regelwidrigkeiten? Der Munitionstransporter mit montiertem MG? Und diese Geniepanzer - hatten wir die wirklich? Und sind die Aufklärungsfahrzeuge da Eagles?


    Ach, ich freue mich immer über solches Militärzeugs, danke für die Fotos.


    Repos! Markus

  • Hoi Jack


    Ae 6/6 als Swiss Military Victorinox und Jurassierlok?...Lustig, beneide dich um deine Fantasie. Kameradschaftlicher Gruss Barni


    Ps: will da ja nicht einem altgedienten Adjutanten dreinreden, aber in Bière - wo ich selber als Infanterist lange Zeit verbracht habe - gab es richtige Panzer eigentlich nur von WK-Truppen (und meist auch nur Cents). Die Art RS und die Art OS waren ja Artilleristen (die M 109 sind doch Geschütze nicht Panzer) und nicht von der Seichtruppe.

  • Hallo Markus

    Du siehst richtig ! Aber, die MG auf dem Munitions -Trsp. sind fester Bestandteil des Selbstschutz der Mannschaft.

    Das sind keine Geniepanzer, sondern Entpannungs - Panzer (damit waren die Panzer - Mech. eingesetzt);

    die Aufklärer sind die Eagles, sehr gut erkannt!


    Hallo Barni,

    Die Ae6/6 Swiss Army Look besitze ich nicht, die ist das Produkt eines Modellbahnbauers.

    Auch an Dir, lieber Waffenkamerad, (welcher Jahrgang ?) ist die Zeit vorbeigegangen, richtig ist aber, dass sich Kampfpanzer da hinauf gewagt haben.

    Die Artilleristen mussten, schweren Herzens, ihren Uralt-Waffenplatz Frauenfeld aufgeben.

    Darum sind sie heute mit Schwerem Geschütz, das da heisst Panzer - Artillerie, im Jura zu Hause.

    Wenn Du mir nicht so recht glauben kannst, müsstest Du Adj Uof Fritz Vogt, oder Adj Uof Heinz Jaun zu Rate ziehen,

    uralte Bière - Infanteristen der Mot. Inf. RS., die übrigens damals, die Legende sagt, in diesen Waffenplatz hineingeschmuggelt wurde.

    Was für eine Waffengattung die SEICHTRUPPE war, entzieht sich meiner Kenntnis, aber man hat nie ausgelernt.


    Mäld mi ab, mäld mi !

  • Hoi Kamerad Jack


    Jup, den Heinz Jaun (vo Jonny Betonplatz), hat damals in Tolochenaz gewohnt, hab ich noch selber gekannt. Ich bin Jg '65 und hatte als Rekrut und als Kpl mit ihm zu tun. Haette da noch ein lustiges Muesterchen von ihm zu erzählen, wuerde aber den Rahmen hier sprengen. Kennst du ihn gut? Lebt er noch?


    Und ja, als Mot Infler war man mehr geduldet von den Artilleurs


    Seichtruppe sagten die Artilleurs den Gelben, wohl wegen der Farbe


    Gruss Barni

  • Hallo Barni

    und jetzt haben die Roten noch das Pech, dass sie mit den Gelben in einem Topf gelandet sind der da heisst :

    Artillerie und Panzer ?!

    Heinz geht es prima, er lebt in Aeschi ob Spiez, wir kennen uns seit 1960, wir waren die Fakultät Chef MWD einer Infanterieschule.

    Wir hatten unter unserem obersten Chef, Oberst Stoll eine wunderbare Zeit, in der wir jeweils im Dezember, in der, in der Regel dienstfreien Zeit, super Reisen ins Ausland machen konnten.

    So bist Du dann also tolle 30 Jahre jünger und kannst singen:

    Mit 56 Jahren da liegt noch alles drin und wenn ich's richtig mache, kann ich noch überall hin ! (Frei nach Udo Jürgens)

    A propos Müsterchen, da könnte man ein eigens Forum installieren ?!

    Aber es ist gut so wie es ist, oder wie die Römer sagten Tempi Passati.

    jack

  • Hoi Jack


    Danke für die Antwort. Wenn du den Jaun mal siehst, sag ihm einen Gruss von mir (ich heiss Zollinger), denke allerdings nicht, dass er sich noch an mich erinnert. Ich hab ihn gemocht, was bei einem Adj doch eher selten vorkam, grins. Ich war 87 Jeepfahrer Uof und 89 habe ich dort noch mal abverdient (und war natürlich 85 im Jeepfahrerkurs). Gruss

  • Das hast Du prima gemachte, sicher viel besser als der auszuhebende Bauernsohn Sepp Hülsenrieser ;


    als nämlich der Aushebungsoffizier zu den versammelten Diensttauglichen sagte:

    Was ihr als Soldaten dann tun werdet, tut Ihr für euer Vaterland, alle nickten brav ,

    nur der Sepp meldete sich und sagte, also dann muss ich nichts tun, und kann wieder gehen, den mein Vater hat alles Land verkauft!


    Kategorie Weisch no ?


    jack

  • Die Ae6/6 Swiss Army Look besitze ich nicht, die ist das Produkt eines Modellbahnbauers.

    Kleine Präzisierung: schaue Dir doch mal den Eintrag Ae 6/6 Camouflage in der HAG Produkte Datenbank an. Das ist eine 50-er Serie von HAG. HAG lieferte diese Lok auch als Camouflage Set (ebenfalls gut 50 Exemplare) mit Nr. 25010 bestehend aus der Camouflage Ae 6/6 plus 4 Slmmnps Wagen beladen mit Panzer.

  • Hallo Roland, ich weiss das aus erster Hand, wollte aber nicht Werbung machen.


    Gruss jack

  • Hoi Jack


    hahaha....ok, wenn wir schon beim plaudern sind und es ist ja dein Träd, kann ja das vom Jaun scho na verzelle: als Rekrut eben in diesem Jeepfahrerkurs hatten wir ja biz andere Mittagszeit als der Rest der Kp und als ich nach der Mittagspause meinen Mutz im Zimmer holen wollte, war das Zi abgeschlossen und der Schlüssel nicht auf dem KP. Wollte vor dem Mittagsantreten dem Jaun sagen, das ich den blöden Mutz nicht habe und auch nid auftreiben koenne. Meldete mich an, und der Jaun sagte mir: we der Öpis vo mer weit, dänn meldet er ech korrekt an (Aso mit Mutz natürli). Hab mir dann bei einem Kamerad einen Mutz ausgeliehen, mich angemeldet und mein Geschichtlein erzählt und der Jaun sagt: aber dir heit doch e Mutz a, nämet doch dä! (?!?!?)


    Gruss Barni

  • Hallo zusammen


    Wir hatten schon ab und zu das Thema Bahntransport von Armeefahrzeugen hier (und auch im HAG-Forum oder bei den Stummis oder auch auf DSO) - hier auch im Thread mit den Schiffen (weil der Ort Bure dort auftauchte); zitiere mein dortiger Beitrag mal hier, um dann "etwas weiter auszuholen..."8)


    Und ja, als Mot Infler war man mehr geduldet von den Artilleurs

    Ich bin so ein "Artilleurs" (bzw. ein a D)... Wobei mir genau das obige Zitat zutiefst zuwider ist - Artilleristen sind nicht besser oder schlechter als die anderen auch - so oder so war die Armee ein nicht schlechter Querschnitt der (zumeist) männlichen Schweizer Gesellschaft.

    Das berühmt berüchtigte "weisse Tischtuch" im Feld hatten wir z.B. nie... dafür eine gute Kameradschaft innerhalb und auch ausserhalb der eigenen Einheit - inkl. zu anderen Farben.

    und jetzt haben die Roten noch das Pech, dass sie mit den Gelben in einem Topf gelandet sind der da heisst :

    Artillerie und Panzer ?!

    So viel "Pech" war das nicht... Obwohl, das Verhältnis von Rot und Gelb war schon nicht immer entspannt - sobald das aber "fiel", ging es gut, und war vor allem auch Gegenseitig interessant. So konnte ich einmal bei einem gegenseitigen Mit-Fahraustausch dabei sein - M109 mit einem Pz87 Leopard. Am Schluss waren alle (gelb und rot) der Meinung, dass das Mitfahren auf und vor allem in der Pz Hb "härter" sei - sie teilt auf dem schweren Gelände viel mehr aus, der Leo fährt gefühlt eher wie ein Schiff im Wasser - sehr beeindruckend, wie er "alles " glattbügelt.

    Bei einer "Armeevorführung" für ganz hohe Offiziere in Bière erlebte ich am Rande der Panzerpiste auch einen Angriff der Leo - dort wurde ihnen fahrtechnisch wohl alles abverlangt, eine "schanzte" sogar über einen kleinen Hügel.

    Die Artilleristen mussten, schweren Herzens, ihren Uralt-Waffenplatz Frauenfeld aufgeben.

    Darum sind sie heute mit Schwerem Geschütz, das da heisst Panzer - Artillerie, im Jura zu Hause.

    Ja, das traf das Artilleristenherz wirklich schwer - doch "uralt" war der Waffenplatz keineswegs! Im Gegenteil, auch dort gab es einen Schiessimulator Panzerhaubitze - ein Meisterwerk der Automationstechnik! Des weiteren war das Üben in Dörfern gut möglich - denn dort gehört die Panzerartillerie hin, nicht auf Panzerpisten wie Bure oder Bière - und in der Umgebung von Bière ging in Sachen Dörfer schon damals nichts mehr.


    Bure und damit (endlich) der Übergang zum Thema Bahntransport:

    Die der Eidgenossenschaft gehörende Bahnstrecke Bure-Courtemaîche mit ihrer Neigung von 45 Promille ist für viele Eisenbahner im operativen Bereich sowohl vom Fahrzeugeinsatz wie auch von der betrieblichen Situation her gesehen nicht alltäglich. So musste z.B. ein von einem AMP kommender (schwerer) Militärzug ab Courtemaîche jeweils in mehreren für die Zuglok lastgerechten Teilen nach Bure hinauf transportiert werden. Dieser Aspekt könnte für die Umsetzung ins Modell durchaus interessant sein. Interessant für den Modellbauer ist auch die bereits in der Steilrampe liegende Betonbrücke quer übers Wiesengelände ...

    ...da passt meine erste "Begegnung mit bzw. in Bure" gut dazu (zitiert aus dem Schiffsthread):

    René - das Thema Bure ist sogar ein eigener Thread wert! Mit Fotos muss ich noch passen, ich habe welche von dort, aber noch nicht digitalisiert :S Dafür kann ich einiges aus der Zeit 1992 - ca. 2002 berichten...


    Nur mal soviel zu dort:

    ...

    1992 in der RS hätte ich unbedingt eine Kamera dabei haben sollen: Wir "durften" beim Prellbock des ersten Gleises warten und warten und warten - ich genoss das, konnte ich so die Re 6/6 mehrmals nah beobachten, wie sie die Panzerhaubitzen und anderes "Gefährt" von Courtemaîche nach Bure hinauf schleppte - der Lokführer mit seinem Sohn oder Enkel 8) All das bei bestem Wetter und Licht...

    Ich möchte hier noch ein paar Routen und Erlebnisse rund um das Thema aufführen:


    Frauenfeld - Morges - (Biére)


    - Dies war 1992 mein erster Bahnverlad - ein Highlight in der RS, dauerte fast einen ganzen Tag lang!

    - Das letzte Stück von Morges hoch wurde auf der Strasse zurück gelegt, den Bahnhof Bure-Casernes mit dem Rollbock-Verkehr gab es noch nicht


    (Bière) - Cossonay - Bure


    - Später im Herbst 1992 mit der Fahrt in die zweite Verlegung kam die Erkenntnis, dass es da im Jura eine spezielle Bahnlinie gibt - Lukas hat sie sehr gut beschrieben8)


    Bure - Frauenfeld


    - Diese Strecke "durfte" ich einmal schneller zurück legen als der Zug - bzw. musste, ich war auch für den Schlüssel verantwortlich, dass wir die Fahrzeuge auch aus dem Abladeareal Juchfeld raus bekamen... Das reicht zwar gut, doch wollte ja zuerst der Weg, der auf der Strasse auch nciht so einfach ist, zurück gelegt werden und auch noch etwas Schlaf gefunden werden

    - Bei dem Transport war zudem der Rangiertraktor defekt, die Re 6/6 durfte dann den ganzen Zug auf einmal an die Prellböcke der Kopframpe rangieren - die Präzision mit welcher das die Beteiligten (Lokführer, Rangierer, Re 6/6) ausführten war zutiefst beeindruckend!

    - Zu guter letzt musste eine Panzerhaubitze mit dem Entpannungspanzer abgeladen werden...


    Andere Verladebahnhöfe


    Croy-Romaînmotier


    - Hier ging es einmal nach Bure, die Fahrt mit den Geschützen durch den Jura war erstmal beeindruckend, die Landschaft und am Schluss die Gebäude bzw. die Kirche toll und ehrfürchtig

    - Am Bahnhof gibt es keine Rampe - dafür gibt es Rampenwagen! Einen solchen benutzten wir dort


    Aubonne, Elgg


    - Ziemlich gewöhnlich, keine Besonderheiten zu berichten8)


    Göschenen:


    - Zuerst einmal ist das ein ehrfürchtiger Bahnhof! Auch wenn man mit Sack- und Pack via den Weg direkt über das Portal des Gotthardtunnels in den Güterbahnhof gehen muss

    - Dann der Ablad an der Autoverladerampe - zuerst sehr gut geplant mit vorgängiger Demo durch den technischen Feldweibel und dann Üben - "man" hätte ja Zeit gehabt... Doch wenn plötzlich die ganze Abteilung dort abladen soll statt nur eine Batterie (die anderen hätten das im Güterbahnhof tun sollen), dann wird es auch zeitlich eng.

    - Eine Panzerhaubitze seitlich ab den Panzertransportwagen abladen ist eine heikle Sache, zudem sieht es auch gefährlich aus - richtig gemacht geht es gut...


    Brig:


    - Hier war ich nicht direkt dabei - dafür war die Zugfahrt bis zum Ablad einmalig...


    Aarau:


    - DIE Infrastruktur für den schnellen Ablad über zwei Rampen im Bereich des "UKV-Bahnhof"

    - Genügend Platz zum raschen Wegfahren


    Bure-Casernes:


    - Ein sehr sinnvoller Ausbau, machte die Fahrten über die Strassen überflüssig


    Züge


    - Die Züge bestanden aus den bekannten Panzertransportwagen, anfänglich waren auch noch die alten Wagen dabei, wo eine Sicherung mit Ketten erfolgte (Liliput-Vorbild), dazu zweiachsige Rungenwagen (Ks), vierachsige Tieflader für die Henschel sowie Personenwagen (UIC-X, schwere Schlieren, EW I/II)

    - Gezogen wurden die Züge von Re 6/6, Re 4/4", Ae 6/6 und BLS Re 4/4 (je einmal, siehe unten) und natürlich später dann auch Ge 4/4 der BAM


    DIE denkwürdige Fahrt - Brig - Lötschberg - Thun - Aarau


    - Im Rahmen eines WK auf dem Simplon und abschliessendem Besuchstag in Aarau stand eben die Fahrt per Bahn auf dem Programm.

    - Die Reise fand bei schönstem Wetter statt und zur besten Zeit ging es über die Lötschberg-Südrampe

    - Zwei BLS Re 4/4 schleppten den einen Zug mit der ganzen Abteilung (die Fahrzeuge waren jedoch nicht vollständig aufgrund von vielen Absenzen) von Brig nach Thun!

    - Von Thun - wir sind nun auf dem Netz der SBB - ging es mit einer SBB Lok weiter; Lokwechsel an der Unternehmensgrenze! Die Ae 6/6 Bellinzona brachte den Zug dann nach Aarau, wo so gegen/nach 2200 der Ablad stattfand

    - Für einen Bahnfreund eine unvergessliche Fahrt:love:


    https://eyro.ch/onlineshop/pro…45_911&products_id=9997Im Modell habe ich nicht so viele Militärfahrzeuge:


    - Ein HAG Slmmps (mit Volvo-Bagger) transportiert als Einzelfahrer in einem Güterzug einen Pz87 Leo

    - Dieser ist von Artitec (https://eyro.ch/onlineshop/pro…_445_911&products_id=9997) und optisch hervorragend umgesetzt!

    - Es gäbe auch eine M109, doch am Leo ist das so typische gelbe Warnschild richtig und sehr gut zu sehen! Zudem gibt es keine KAWEST M109;)

    - Von Roco habe ich zwei Leo und eine Panzerhaubitze 2000 im Bestand - schon ältere aber sehr schöne Modelle auf ebensolchen Wagen


    So, war und ist viel - hoffe, dass es für den einen oder anderen Interessant war:S

  • Hoi 11652


    Danke für deinen ausführlichen Bericht. Naive Frage, könnte es sein, dass da textmässig Bure und Bière mal vermischt wurden? Schmalspur und Rollbock gab es in Bière beim BAM (heute glaub au Travys), Bure hatte ja Normalspuranschluss.


    Gruss Barni

  • Hallo Barni


    Gern geschehen!

    Natürlich, das habe ich vor lauter "Bure" vermischt - ist korrigiert. Und ja, damals war das noch BAM. Mit der Bahn fuhren wir auch in den Wochenendurlaub und wieder zurück - waren eindrücklich lange Züge und gefährliche Momente in Morges (einige Rekruten meinten, sie wären zu faul um die Unterführung zu nehmen - allerdings kam jeweils um die Umsteigezeit auch ein Schnellzug ohne Halt durch Morges...).

  • Wenn wir schon am Erzählen sind:


    Eine Einheit mit eher kleineren Panzern (Panzer 68 oder sowas, bin absolut kein Fachmann) sollte in den 1970er Jahren von Vugelles kommend im nahegelegenen Bahnhof am Neuenburgersee verladen werden, vermutlich mit Ziel Thun. Für diesen Zug war bis Burgdorf eine Be 4/7 (!) eingeteilt; diese war im nahegelegenen grösseren Bahnhof abgestellt und sollte dort durch den aus der Heimat angereisten Lokführer übernommen werden und umgehend als Lokzug zum Verladebahnhof gefahren werden. Nun, eigentlich nichts aussergewöhnliches, oder doch?

    Die Lok kam am gleichen Tag direkt aus der neben dem Bahnhof gelegenen Hauptwekstätte aus der Revision. Aus was für Gründen auch immer, hatte der zuständige Werkmeister oder einer seiner Mitarbeitenden die Lok in einem Zustand abgestellt, der absolut nicht den Vorgaben für einen Einsatz im operativen Betrieb entsprach. Der Lokführer erlebte beim Versuch, die Lok "zum Leben zu erwecken", eine Überraschung um die andere: Alle elektr. Apparate (vom Panto bis zu den Fahrmotoren) waren, wann immer möglich, pneumatisch und elektrisch abgetrennt, die (Luft)bremsen und die Sicherheitsapp. waren ausgeschaltet usw.
    Unter solchen Umständen benötigt auch ein erfahrener Lokführer doch etwas Zeit, um all diese Apparate wieder in den ordentlichen und sicheren Zustand zu verbringen ... Nun, der langen Rede kurzer Sinn: Die Lok kam mit annähernd einer Stunde Verspätung im Nachbarbahnhof an. Der dort wartende Zugführer (Zugbegleiter) meinte zum Lokführer: "DIE haben keine Freude, dass du erst jetzt erscheinst ...".

    Es kam wie es kommen musste: Inzwischen ist's früher Abend geworden, die Rushhour mit mehreren Schnellzügen und Abonnentenzügen hatte begonnen und der verspätet abgefahrene Militärzug passte überhaupt nicht mehr ins aktuelle Fahrplangefüge.

    Fazit: Burgdorf an mit > 90 Min. Verspätung, der mit seiner Lok wartende EBT-Führer hässig, der eingeteilte SBB-Führer hässig - und die Soldaten vermutlich auch hässig ... Alle hätten ursprünglich diesen freien Freitagabend im Ausgang geniessen wollen ...

    Gruss, René
    ++

    3 Mal editiert, zuletzt von Lukas ()