Doppelentwicklungen bei den Modellbahnherstellern

  • Ich habe mir letztens das Video von Piko zu den Neuheiten 2022 angeschaut. Dr.Wilfer hat dort auch Fragen von Zuschauern beantwortet. Unter anderem ging’s da um die Doppelentwicklungen. Herr Wilfer beantwortet das so: Im letzten Jahr hat ein anderer Namhafter Hersteller die E 94 als Neuheit angekündigt. Zu diesem Zeitpunkt lief die Entwicklung bei Piko schon seit ca. Einem Jahr.
    Da wären meines Erachtens Absprachen unter den Verschiedenen Herstellern, vor allem bei grösseren Projekten wie dem Giruno, aus meiner Sicht nötig!


    wie seht ihr das so?

  • Absprachen wären zumindest wünschenswert. Zumal Projekte wie z.B. der Giruno eine Stange Geld verschlingen. Es ist fraglich, ob diese Investitionen je wieder zurückfliessen. Klar, jeder Hersteller will seine Inovationen auf den Markt bringen. Für uns Endverbraucher wäre es aber doch sicherlich interessanter, wenn durch Absprachen Gelder zur Verfügung ständen, die dann in die Vielfalt an Modellen fliessen würden. Konkurrenz sagt man, belebe den Markt. Sie kann aber den Markt auch kaputt machen, wenn es durch Doppelspurigkeiten Anbieter "lupft". Arwico scheint Liliput z.B. wie eine heisse Kartoffel fallengelassen zu haben. Denn ohne die Gelder des Importeurs wird nichts mehr entwickelt. Piko hätte jedenfalls ohne die Kohle aus der Schweiz sich kaum an den Giruno gewagt.

  • Tja, wenns Rentiert... soll doch jeder selber machen.


    Das Piko den RBe macht obwohl der von LS angekündigt und dann jahrelang nicht lieferbar ist, und der von Lima nicht schlecht ist und zu schweinepreise gehandelt wurde, ist sicher nicht verkehrt.


    Einige der Hersteller sind ganz gut im Ankündigen und nie liefern (zb LS und ESU), andere im nicht Ankündigen und wenn dann doch da, schon ausverkauft (wieder zb LS)


    ähnliches mit der Vectron, macht auch gefühlt jeder Hersteller, nur eine Finnische Vectron SR3 gibt es trotzdem nicht...


    Dann gibt es ja auch noch die ganzen Marken-Fetischisten, die kaufen das Modell eh nur von "Ihrem" Hersteller


    und was soll der Quatsch: nur für Land xy Erhältlich / Premium Club members only und so... wollen die Produzieren und Verkaufen oder bloss ein wenig rumposaunen....

  • Nun, so aus rein marktwirtschaftlicher Sicht sind Absprachen unter Herstellern eher selten im Sinne der Konsumenten. Ich denke, es ist ganz gut so, wie es ist.


    Markus

  • Also mein Modellbahnbudget hat es bis jetzt in diesem Jahr sehr gut, Giruno ist zu teuer, Ae 3/6' brauche ich auch nicht noch mehr (Mä/Trix Roco), freue mich auf den Churchill...

    Auf den angekündigten RABDe 12/12 Mirage warte ich schon lange, EVU Triebwagen wären etwas schönes, zu einem normalen Preis. Re 4/4'' von Roco in vielen Varianten hätten grosses Potenzial, Steuerwagen wären natürlich mein Traum, auch ein BDe 4/4 nicht von HAG mit Technik von 2022 wäre schön..

    Aber nein es gibt viele zwei-/dreifache Entwicklungen von verschiedenen Marken mit dem gleichen Modell.

  • Sali Christoph,

    dieses "Problem" ist gerecht nicht zu lösen. Es bräuchte Kommunismus à la China, oder der Hardcore-Kapitalismus.


    Es sind nun mal nicht alle Modelle gleich attraktiv und somit gleich gut verkäuflich. Ich wundere mich über den Mut von Piko, annähernd die ganze DB Flotte wieder aufzulegen. Dass ein junger MoBa-Forumist wahrscheinlich mit der H0 Trix E-94 Bj. welche bereits seit 1951(!) angeboten wird, damals ein Supermodell, nicht mehr so zufrieden wäre, ist nachvollziehbar. Doch sämtliche bekannte Vorbilder gibt es meistens in unzähligen Varianten, nur schon in Spur H0. Schlecht davon sind die wenigsten! Wenn sich jetzt ein Sammler nur auf ein einzigen Typ spezialisieren würde, egal ob E-94, BR-103, Ce 6/8, Ae 6/6, Re 4/4 I, man käme locker auf >100-200 Modelle pro Vorbild!!!


    Farb- und Nummern und Epochen Varianten sind ja gut und recht, aber allmählich ist man nahe der Sättigung. Es braucht unbedingt Formneuheiten! Die Frage ist nur welche? Die Auswahl an Vorbildern geht zurück! Trotz der Tatsache dass es Triebzüge statt Loks sind und der Vorstoss in neue teure Preisdimension: wenn die SBB Triebzug Giruno Modelle wirklich die Erwartungen der effektiven Käufern erfüllen, dürfte der Umsatz, Gewinn und Erfolg den Hersteller nahezu garantiert sein.


    Es gäbe schon noch Vorbilder, welche nicht oder kaum produziert wurden: Gotthard GB Güterzug Dampflok D 4/4 Vorbild Bj. 1882-1901. Oder die SBB Doppellock SBB Ce 6/6 12200/14101 Bj. 1912 welche bereits 1937 ausrangiert wurde. Da wäre auch garantiert keine Konkurrenz von Mitbewerbern zur Stelle, aber solche Vorbilder interessieren heute einfach kaum noch jemand. Es wären unfreiwillige Kleinstserienmodelle.


    Wahrscheinlich ist es für die Hersteller attraktiver ein begehrtes modernes Vorbild mit allfälligen Mitbewerbern zu teilen, als ein Modell herstellen zu müssen, was kaum noch jemand kennt. Von den Menschen welche die Ce 6/6 14101 noch live am Schluss 1937 persönlich selber gesehen haben, angenommen diese Leute wären damals 5-10 jährige Kinder gewesen, diese Menschen sind oder wären >90 bis 100 Jährig.


    Nicht so gefallen würde mir, wenn effektive Modell-Hersteller der gleiche ist, und der Komputer bestimmt, wie das Modell auszusehen hat. Und nur am Unterboden die eine Charge mit "Piko" und die andere Charge mit "Märklin" markiert wäre. Mir gefällt, wenn das selbe Vorbild im Modell unterschiedliche Konstruktionskonzepte aufweist, das macht es interessanter.


    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Bei LS Models dürfte ja unterdessen klar sein wieso dass gewisse Modelle mit massiver Verspätung erscheinen.

    Für mich mehr als verständlich wenn der Produzent Konkurs geht, da kann LS herzlich wenig dafür.

    Aber LS zeigt es ja nun, die lange angekündigten Modelle (EW I WR, RBe) sind nun teilweise in der Auslieferung oder kurz davor.

    Gruess,
    Patrick

  • Da wird aber die WEKO (oder auch die europäische Wettbewerbsbehörde) keine grosse Freude haben wenn sich Produzenten, die im gegenseitigen Wettbewerb stehen untereinander absprechen, wer was produziert. (Wettbewerbsbeschränkung, Preis- Gebietsabsprachen, etc.) Keiner Hersteller wird sich dem Risiko aussetzten. Die Bussen welche die WEKO verhängt sind massiv. Klar könnten so Ressourcen in der Entwicklung für andere Projekte genutzt werden. Ich finde die Doppelentwicklungen nicht so dramatisch. Jeder Modellbahner kann sich uneingeschränkt für jenes Fabrikat entscheiden welches für ihn das beste Preis- Leistungsverhältnis, die beste Umsetzung oder die sympathischste Marke etc. ist.


    En Gruess vom

    chrigel

  • Bei einem sicher nicht sehr billigen Modell wie dem Giruno, zudem mit beschränkten Absatzmöglichkeiten (wer kann schon so lange Züge auf seiner Anlage fahren lassen?) finde ich solche Doppelentwicklungen wirklich etwas deplatziert. Bei anderen Fahrzeugen, wie populären Lokomotiven oder Wagen kann das wieder etwas differenzierter beurteilt werden.


    Gruss, Hansruedi

  • Hallo Hansruedi,


    ja schon, aber die Zeiten sind vorbei, wo eine Formneuheit einer z.B. Ae 6/6, Re 6/6, Re 460 was Spezielles war. Und mehrheitlich kauften sich die Leute früher schon auch zur Ae 6/6 die EW I, II Wagen dazu, also ist ungefähr der selbe Platzbedarf notwendig. Aber preislich konnte man sich die Zugkomposition etwas aufteilen. Wer heute bei Triebzügen zu spät die Zusatzwagen-Set bestellt, bekommt später kaum noch welche, oder viel teurer, wenn überhaupt. Zu Ae 6/6 Zeiten war es eher normal, dass man die Lok und Wagen nicht ganz gleichzeitig kaufte.


    Es gehen die üblichen Lok + Wagen Vorbilder aus. Wahrscheinlich ist für Schweizer Angelegenheiten der Giruno nahezu die einzige Möglichkeit, wieder mal eine Formneuheit auf den Markt zu bringen. Wenn der Giruno für Märklin und Piko schlecht heraus kommt, welche Alternativen bestehen dann noch? Ich glaube mal optimistisch, es wird mehr Giruno Verkäufe geben, als man annimmt?...


    Die Aussage von Martin (Martinsreich) ist bemerkenswert, dass der Importeuer den gewünschten Zug (vor)finanzieren muss? Falls dies zutreffend ist, das gab es in dieser Ausprägung früher nicht in dem Ausmass. Es reichte eine kleine Anzahlung, oft reichte gar nur schon bereits der Modellvorschlag, ohne jede finanzielle Beteiligung. Das zig millionenfache 3000-eri, auch die Re 4/4 I alias RET 800 /3014, die Ae 6/6 3050, gab es zu Hunderttausenden, selbst der "ganz seltene rare" Märklin ex SBB/NS Northlander 3150 von 1978 hatte eine H0 Modell-Auflage von immerhin 5000 Stk. Heute versteht der (HAG) Sammler unter ganz selten was ganz anderes, nämlich eine "Auflage" von 1(!) bis 5 Stk. (Allerdings relativiert sich das Seltenheitsempfinden wieder, weil theoretisch kann es beliebig viele Sonderserien geben). Aber sicher ist, die Auflagen aus den späten 1970-er Jahren werden kaum je wieder erreicht.


    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Hermann, an Lok + Wagen Vorbilder, vorallem Steuerwagen, mangelt es definitiv nicht und gäbe es noch sehr viel Potenzial ;) .

    Zum Beispiel die EW I/II D(Z)t, diverse BDt sowie vorallem zahlbare BLS Steuerwagen.

    Gruess,
    Patrick

  • Patrick,

    das ist noch eine spannende Bemerkung. Doch das sind wohl eher "nur" Zusatzgeschäfte? (aus Sicht des Herstellers). Ein wichtiges Umsatz-Standbein können übliche H0 Wagen für einen Produzenten eher nicht werden. Der müsste annähernd der gleiche Preis wie für eine Lok haben dürfen, sein Aufwand dürfte geschätzt kaum wesentlich tiefer ausfallen?...


    Z.B. von Märklin gibt es Irrtum vorbehalten bis heute keine echten SBB 2-Achser Personenwagen? Abgesehen von alten Billig (Anfangset-Wagen) von DB auf Pseudo SBB u. GB beschriftet, sowie den mässig universell einsetzbaren, aber immerhin modellgetreuen NOB Wagen Typ 1847.


    Wieso HAG nie im Standardprogramm einen BLS Steuerwagen heraus brachte? Wäre sicher auch heute noch sehr gefragt! Beim Begriff bezahlbar gehen wohl zwischen uns potentiellen Kunden und den Herstellern die Meinungen weit auseinander. Oft taucht dann die Frage auf, wieso seid ihr für eine Lokomotive (fast) jeden Preis zu bezahlen bereit, aber ein Wagen darf dann kaum noch was kosten? Ehrlicherweise, ich gehöre tendenziell auch zu dieser Fraktion.


    Es geht mich zwar nicht das Geringste an, aber es würde mich rein oekonomisch trotzdem interessieren, was waren Auflagen und Aufwand, Lohn- u. Material und Gewinnmarge von 1978 und heute 2022? Z.B. von der Firma Roco: gab es ab 1978 die SBB EW II 4238-4241 als Neuheit für nur CHF 17.80. Eher noch besser gefallen mir die Roco Umbauwagen 4-Achser Version DB Nahverkehr 4250-4254 ab 1975 für nur CHF 15.80. Das sind Modelle welche 44-47 Jahre später von der technischen Ausführung & Detaillierung noch voll mithalten können. (finde ich persönlich zumindest).


    Bis auf Piko ist der eine oder andere Hersteller bezüglich Wagen eher zurückhaltend geworden. Vor allem, wenn ältere Modellbahner noch CHF 17.80 im Kopf haben... Heutzutage hat sich der Preis für gute Wagenmodelle um 1. Stelle verschoben, eher CHF 178.- statt 17.80. Brutto dürfte die Händlermage damals ca. 35-40% betragen haben, bei CHF 9.- bis 12.- Franken für den Hersteller dürfte dies bereits schon 1978 eine Art Roco Kampfpreis für Neuheiten gewesen sein? Lima Wagen kosteten um CHF 6.- bis 9.- herum. Märklin um 20.- bis 25.-. herum. Fleischmann und HAG um ca. 25.- bis 31.- Roco dürfte eher knapp kalkuliert haben und nur durch seine Quantität einen Gewinn erreicht haben? Immerhin, pro Zug genügt 1 Lok, aber ca 5-6 Wagen sollen es schon sein.


    Der Giruno gibt für den Hersteller entweder einen vollen Erfolg, oder ein .... Doch die Hersteller werden sich dabei auch was überlegt haben. Das wird wohl schon gut kommen, der Giruno ist doch ein attraktives Modell:thumbsup:.


    Den DZt gab es von einem Kleinserienhersteller, von WABU? Verschiedene Bahnpostwagen gab es mindestens von Kleinbahn, Pocher, Roco und Märklin Spur 0.


    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Ich finde das echt Super was da Märklin ankündigt demnächst unter den Markennamen Märklin wie Trix herzustellen. :pleasantry:


    Der Giruno wie auch die Ae 3/6 I. Super Entscheid dieses Herstellers hinter dem ein zahlungskräftiges Mutterhaus steht, dass sich im Spielzeugbreich, zu dem die ja auch Modelleisenbahn gehören, bestens auskennt.


    An die Leser dieses Forum, egal ob Mitglied oder eben Leser, hört endlich auf den Hersteller vorzuschreiben was sie zu tun und zu lassen haben.


    Wenn ihr ein Modell glaubt haben zu müssen, dass sich für ein Hersteller nicht rechnet, so baut es doch selber, wenn ihr das könnte. Wenn ihr das Modelle nicht selber bauen könnt, dann beauftragt doch jemand damit. Ich weis, das kostet, wenn der auf der anderen Seite das Modell zum Marktpreis verrechnet.


    Jakob


    (Ich bin mir sicher, sobald der Giruno von Piko wie auch von Märklin/Trix da sind, diese Modelle erst einmal von unserseits so richtig wegen ein paar nicht stimmigen Details verrissen werden. Das könnte Arwico beziehungsweise den Händler die auf diesen Zügen sitzen bleiben, teuer zu stehen kommen. Märklin/Trix wird das hingegen wurst sein. Das Hause Märklin ist sich die Negativwellen seit Jahrzehnten gewohnt und ist trotzdem zum Marktleader aufgestiegen.) :miffy:

    :gamer: bis zum nächsten Mal. Modelleisenbahner(innen) wird das digitale Fahren und der Bau von Modulen empfohlen.

    Einmal editiert, zuletzt von Tinplate ()

  • Jetzt wird es spannend, der Beste möge gewinnen. Das ist immer mein Gedanke bei gleichen Modellen verschiedener Hersteller. Und um Wettbewerb geht es ja eigentlich immer.

    Wenn ihr ein Modell glaubt haben zu müssen, dass sich für ein Hersteller nicht rechnet, so baut es doch selber, wenn ihr das könnte.

    Mach ich doch schon seit Jahren ;):pleasantry:.

    Gruss Bruno


    Ein Herz für alte Modellbahnen aus Holz, Metall oder Karton :love:

  • @ Bruno :thumbsup:


    @ Jakob

    Du darfst Deine Meinung Kund tun, die anderen Forumisten hoffentlich auch? Das MoBa-Forum ist da noch heilig im kritisieren... Hoffentlich kaufst Du selber dann auch eins der Exemplare... Nicht ein richtig gemessener, sondern nur ein verkaufter Giruno ist ein guter Giruno!


    Möglicherweise bist Du mit Deiner "Kritik an der Kritik" auf dem falschen Dampfer im MoBa-Forum? Die derzeitige Grosswetterlage sieht so aus: Microsoft hat die Firma Blizzard gekauft, für unglaubliche 68,7 Milliarden(!) US-Dollar. Angeblich sei der Xbox Game Pass unwiderstehlich... Ein Pass ist eine Verbindung zwischen 2 Bergen, Blizzard ist eigentliche eine Firma welche Ski herstellt. Eine XBox wollen? Es befindet sich ja keine keine richtige Modellbahn-Lok darin...


    Dass eine Göppinger Firma welche seit 1859 besteht und bei denen früher in Göppingen, heute wahrscheinlich in China richtige Drehbänke und Fräser stehen, also etwas Richtiges hergestellt wird, so eine Firma nur ein bischen was Wert hat, aber eine relativ junge ca. 30 jährige US-Firma welche eigentlich nichts anderes macht, als den virtuellen "Super Mario" vom Mitbewerber Nintendo etwas modernisieren und virtuell erweitern, knapp 70 Milliarden an Wert haben soll?!?


    Sich dagegen auflehnen ergibt selten Sinn. Alle paar Generationen bilden sich deren eigene Werte nach denen die Mehrheit der aktuellen Menschen leben wollen. Aber mitmachen an solchem Hokuspokus muss man deswegen auch nicht nur aus Zwang heraus. Man darf und kann einfach nur staunen. Märklin & Co ist in den letzten 163 Jahren vom allgemeinen Spielzeug Dominator zum exklusiven Spezialitäten Nischenplayer geworden.


    Ein Stück weit ist die Entwicklung nachvollziehbar: Männer und Frauen, Alte und Junge, Akademiker und Andere, Westschweizer und andere Schweizer, alle dies Gruppen und Untergruppen haben oder hatten spezifische nicht übertragbare eigene Bedürfnisse. Zudem, bei aller Kreativität, nur schon einen geeigneten Raum für eine Modelleisenbahn zu finden, "nur" um eine dauerhafte Modelleisenbahn aufstellen zu können, diese Möglichkeit gab es vor 1900 kaum und wurde auch wieder ca. 100 Jahre später seltener. Gute Kompromiss Alternativen sind koordinierte Modul-Bauweise welche private Aspekte wie auch das gemeinsame Erleben und Vorführen beinhalten, oder gleich Club-Anlagen. Was aber für den Hersteller den Nachteil hat, ob ca. 100 Clubs in der CH eine Neuheit begehren, oder die Hälfte von 8,6 Mio Menschen, letzteres ist für den Hersteller lukrativer.


    Hingegen ein Handy hat heutzutage beinahe jeder Mensch in allen Ländern auf der ganzen Welt. Und man ist Handy-Konsument egal welches Geschlecht, Alter und Beruf. Im Zeitalter von Krypto will man sich nicht mehr einschränken, nur unter gewissen Voraussetzungen ein Hobby ausführen zu können, sondern mal will zu jedem Zeitpunkt an jedem Ort ein virtuelles Spiel spielen können. (Nicht ganz alle, aber jedenfalls die meisten Menschen). Unter solchen Gegebenheiten haben die Modellbahn-Hersteller lieber kaufende Nietenzähler Kunden, als Gamer welche noch nicht mal wissen, dass es Firmen wie HAG, Märklin, Piko überhaupt gibt, geschweige ein Produkt derselben kaufen würden.


    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Ein Pass ist eine Verbindung zwischen 2 Bergen,

    Hm, bist Du sicher. Ich dachte eigentlich eher, ein Pass wäre eine Verbindung zwischen zwei Tälern.;)


    Oder ein Ausweisdokument.


    Oder ein Zuspiel beim Fussball


    Oder ein grosses Streichinstrument…. nein halt. Das ist ja das Gegenteil: Ein Contra-Pass.:D:D:D

    Gruss Roger


    95 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • An die Leser dieses Forum, egal ob Mitglied oder eben Leser, hört endlich auf den Hersteller vorzuschreiben was sie zu tun und zu lassen haben.

    Ich finde diese Aufforderung befremdend. Hier darf doch jeder schreiben, was er will, solange er die Forenregeln und die allgemeinen Anstands-Regeln nicht verletzt.

    Gruss, Röbi

  • Röbi, du bringst es auf dem Punkt - befremdend wirken diese Zeilen auch auf mich.


    Wir schreiben zudem ja auch keinem Hersteller etwas vor - können wir ja gar nicht. Doch unsere Forderungen zum Ausdruck bringen sehr wohl, sie sollen dabei fair sein und anständig vorgetragen werden. Wenn etwas gar „schräg“ daher kommt, so soll ist doch auch Frust ablassen ok.

    Modelle „kritisieren“ bringt dem Hersteller Feedback (so es denn überhaupt ankommt) und den Modellbahner Infos, Wissen und ab und an auch das Bewahren vor Enttäuschungen


    Zu Kritik gehört auch Lob - solches gibt es ja auch reichlich😉

    Gruss Christian


    Meine Fotos; Eisenbahnen (Schwerpunkt Gotthard) und Dampfschiffe: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/ - aktuelles Avatarbild zur Erinnerung an den im Schnee versunkenen Gotthard am 17. April 1999.

  • Interessante Diskussion. Mich erstaunt, dass im Hobby Bereich doch immer wieder massive Kritik laut wird, wenn mehrere Hersteller das identische Modell anbieten. Für andere Produkte kommt das keinem in den Sinn, ausser er ist völlig überzeugter Anhänger der Planwirtschaft. Wer wäre begeistert wenn weltweit genau ein Hersteller den Kleinwagen anbietet und es keine Auswahl gäbe? Oder bezogen auf den Modellbahnbereich, nur ein Hersteller bietet Schienen an, nur einer hat Signale im Angebot, usw.


    Da ich die Marktwirtschaft im Grundsatz für das richtige Wirtschaftsmodell halte, ist die Konkurrenz Situation die logische Folge davon. Im Grundsatz braucht es für mich auch nicht mein Wunsch Modell von verschiedensten Herstellern. Wenn, dann muss es aber vom Richtigen sein. Und das ist bekanntermassen sehr unterschiedlich was den nun der Richtige ist, sonst gäbe es nicht so viele Hersteller.

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Ich glaube das hat nichts mit Planwirtschaft oder ähnlichem zu tun.

    Wenn zwei Hersteller auf das gleiche Modell X setzen (das im fall der Ae 3/6 I auch schon in guter Qualität existiert) und ich mir lieber das Modell Y gewünscht hätte, dann bin ich enttäuscht. Und frage mich, wie lange das gut gehen soll.


    Gruss

    Rufer