Die SBB schliesst weitere Billettschalter

  • Solche Aussagen der SBB sind kompliziert zu verstehen.


    Angenommen, es besteht seitens der Kundschaft tatsächlich real kein Bedarf mehr - bedient - Billette zu kaufen, dann hat die SBB doch recht. Service Public darf nicht überstrapaziert werden. Wenn pro Tag nur noch ganz wenige Billette und dies vielleicht nur von Lachen nach Pfäffikon verkauft werden können, was bleibt der SBB dann noch anderes übrig, als zu schliessen. Ansonsten müsste so ein Billett ca. CHF 50.- kosten, anstatt ca. um 4.- herum.


    Jedoch eine ganz andere Situation besteht, wenn die SBB gar nicht mehr will, dass Billette am Schalter gekauft werden. Sie können die Öffnungszeiten einschränken, sie können bei jedem Billettverkauf die Kundschaft ansprechen: "wollen Sie nicht via Smartphone ganz einfach automatisch bezahlen? " Sie können versiertes Personal abziehen und falls mehrere Schalter vorgesehen wären, nur noch einen einzigen durch eine Hilfskraft bedienen usw. Es gibt eine ganze Reihe von Massnahmen und Möglichkeiten, dass die Kundschaft von selber keine Lust mehr hat, am Schalter ein Billett zu kaufen. Mehrheitlich ist es nahezu egal, ob das Huhn oder das Ei zuerst war. Beim SBB Billettverkauf ist dies aber definitiv nicht egal.


    Ich bin schon zufrieden, wenn es die klassischen, einfach zu verstehenden Billett-Automaten noch 30-50 Jahre geben wird. Weil die könnten als nächstes der Rationalisierung zum Opfer fallen. Der Billettautomat war früher der Jäger, heute ist er selber in der Rolle vom Gejagten durch das Smartphone. Die SBB oder ein von ihr beauftragtes Unternehmen muss die Software (+ Trassee & Zug) zu Verfügung stellen, aber die Infrastruktur dass überhaupt ein Billett gekauft werden kann, sprich ein funktionierendes, genügend aufgeladenes Smartphone, dazu ist einzig die Kundschaft zuständig u. verantwortlich.


    Schneller ist nicht automatisch auch besser: bei der SZU Uetliberg-Bahn ist mir aufgefallen, die Haltestelle-Anzeige im Wageninneren hat offenbar keinen eigenen Impuls, die Auslösung erfolgt bereits an der Einfahrt VOR der vorherigen Haltestelle, was irritierend ist. Einheimische benötigen eh keine Anzeige. Und für Auswärtige & Touristen reicht es völlig, wenn die nächste Station frühestens 1 Sekunde nach der Abfahrt der vorherigen Haltestelle angezeigt wird, aber sicher nicht bereits bei der Einfahrt der vorherigen Haltestelle. Wie soll man auf diese Weise wissen, an welcher Haltestelle man sich befindet? besonders Nachts im dunkeln. Wenn jemand so im Halbschlaf - im ÖV darf man das - plötzlich "seine" Station im Wageninneren aufleuchten sieht und umgehend aussteigt, ist man eine Station zu früh ausgestiegen! Ein Versehen kann es nicht sein, an allen Stationen wurde bereits bei der Einfahrt (- anstatt bei der Ausfahrt!!! - ) die nächst folgende Station angezeigt.


    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Ich bin schon zufrieden, wenn es die klassischen, einfach zu verstehenden Billett-Automaten noch 30-50 Jahre geben wird.

    Hermann, das kann ich jetzt nicht nachvollziehen: Es gibt keine einfach zu verstehende Billett-Automaten. Punkt.


    Klar, auch ich würde es irgendwie schaffen, einem Billett-Automaten ein Billett zu entlocken, aber sicher nicht ohne mich zu ärgern.

    Zu Zeiten, wo es FAIRTIQ gibt, das mittlerweile auch ausgereift ist, kann ich absolut nicht verstehen, wie man heute noch Strecken-Billette kaufen will, sei es am Schalter oder am Billet-Automaten. Die einzige Ausnahme sind die Spar-Billette mit Zugbindung, und die kaufe ich übers Handy.

    Mit FAIRTIQ braucht man sich im Tarif-System überhaupt nicht auszukennen. Man muss nicht einmal wissen, wohin man reisen will. Man checkt ein, steigt ein, reist, steigt um, reist weiter, steigt aus und checkt aus. Das ist alles und dann bekommt man erst noch den günstigst möglichen Tarif, häufig günstiger, als wenn man selber ein Billett kaufen würde.

    Gruss, Röbi

  • das wichtigste ist, dass man bezahlt hat.


    Dass man sich im Tarif-System nicht auskennen soll (muss)? Vielleicht nimmst es Du als Software Virtuose auch Stellen hinter dem Komma exakt? Mir ist dies wurscht, als derzeit nur gelegentlicher Zugfahrer. Ob ein Billett CHF 4.30 oder 4.60 und bei längeren Fahrten 86.- oder 88.50 kostet. Aber die Grössenordnung hätte ich schon gerne gewusst, ob eine Zahl plausibel ist oder nicht. So viele male fahre ich auch wieder nicht nach Zermatt und die paar wenige male da hat der Preis für das selbe Produkt viel zu stark abgewichen, ich meine grotesk stark. Komischerweise hatte die Dienst tuende Person am Schalter auch keine Freude an der Beanstandung, als es massiv zu Gunsten der SBB war. Man muss nicht, aber kann über die Banken schimpfen, aber im Vergleich zum SBB Ticketverkauf ist deren Fehlerquote um ganze Faktoren geringer. Hoffentlich auch und höchstwahrscheinlich die SBB Signalisation im Fahrdienst.


    Ein anderes Beispiel ist ein "Schrauben-Laden", dort wurde ich mal versehentlich? übers Ohr gehauen. Auf Intervention eines Modellbahn Kollegen habe ich reklamiert. Es nütze zu Beginn rein gar nicht, als man aber dem "Laden" eine Auflistung vom selben Produkt aus dem Internet vorweisen konnte, dass 11 verschiedenste Anbieter zwischen dem teuersten und günstigsten Anbieter nur eine Abweichung von 10-15 % hatte und einer eine Abweichung von mehreren 100%, von da an ging alles ganz schnell (zu meinen Gunsten). Als Dankeschön bekam ich noch einen EINMALIGEN Rabatt auf den nächsten Einkauf. Von wegen einmalig:D, die Einmaligkeit bringt der normale Kassier nicht mehr aus dem System heraus. Er kann zwar lesen was auf dem Bildschirm steht, ist aber nicht befugt, irgend etwas zu ändern und fühlt sich auch nicht zuständig. (was ich ein Stück weit nachvollziehen kann).


    Röbi, mir geht es wie Dir, nur umgekehrt: ob FAIRTIQ oder sonst was, ich sehe es nicht so als meine Aufgabe an, zu definieren, auf welche Art die SBB ihre Tickets verkaufen will. So lange mein Gehirn noch einigermassen funktioniert, erwarte ich von mir, dass ich mit jeder Art zu recht komme, was es auch sein mag. Habe ich die Wahl, und noch habe ich die meistens, ist meine Reihenfolge Bedient, Automat, (Fairtiq).


    Bis auf wenige Ausnahmen am Samstag Nachmittag am Seewen Coop-Center, aber unter der Woche hat man bei der bedienten Coop Kasse schneller seine Einkäufe bezahlt und an der Post schneller seine Ez bezahlt, als sich zu Hause eingeloggt. Und ein Betrüger kann sich auch nicht auf (m)einem e-Banking einschleichen, weil ich keins habe...


    Gerade heute kam wieder die Meldung, Betrüger hätten (einmal mehr) Millionen Werte an Krypto-Geld gestohlen, welche angeblich diebstahlsicher ist. Ein Segment aus der Krypto-Kette stehlen geht natürlich nicht, das fällt auf und ist technisch gar nicht machbar. Aber das wissen die Diebe! Die sind zwar böse, aber dummerweise nicht blöd. Hingegen die ganze Kette inkl. dem Schlüssel stehlen, oder wenn es nicht anonym ist, sondern über eine Bank läuft, das geht offensichtlich sehr wohl. Natürlich könnte ich das nicht, würde es auch nicht wollen. Aber Profidiebe können das sehr wohl.


    Röbi, was machst Du, wenn Dir Hacker mal in ferner Zukunft Deine Identität stehlen? Dir würde ich zutrauen, dass du dann zurück hackst, aber dann richtig böse und die Diebe heulen, sie hätten sich mit dem Falschen angelegt. Aber einer wie ich mit meinen Digital(Un)kenntnisse wäre dann eine arme Sau.


    Oder ein anderes Beispiel: englische Profi(?) Hobby-Krieger reisen in die Ukraine, um die dortigen Soldaten zu unterstützen. Das ist sicherlich ehrenwert, aber durch die unüberlegte telefoniererei konnten sie von den Russen exakt lokalisiert werden und wurden nur wegen dem Handy exakt geortet und die ganze Gruppe durch Raketen und Bomben ausgelöscht ;(.


    Selbstverständlich hat die Elektronik auch viel Gutes, die modernen Autos sind um Welten sicherer zu fahren und das MoBa-Forum wäre ohne Internet in der Form gar nicht möglich. Die Frage ist einfach, wie weit man mitmachen will. Und ob Digital nur in Teilbereichen attraktiver ist, oder schrankenlos eine Verbesserung bringt. Wenn man heute schon privat ein Smartphone an seinen Kopf anschliessen will, um zu kontrollieren, ob man korrekt geschlafen hat, dann dauert es nicht mehr lange, bis der Neandertaler wieder die Oberhand gewinnt und keinen Vergleich zu scheuen braucht.


    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Dass man sich im Tarif-System nicht auskennen soll (muss)? Vielleicht nimmst es Du als Software Virtuose auch Stellen hinter dem Komma exakt?

    Hermann, ich meine damit nicht die Stellen hinter dem Komma, sondern etwas anderes:

    Ich bin mal nach Brugg gefahren an eine Besprechung (mit FAIRTIQ natürlich). Dafür habe ich CHF 5.90 bezahlt (gleich viel, wie ein Billett gekostet hätte).

    Wäre ich einer, der die Billette am Schalter oder am Automaten kauft, hätte ich für die Rückfahrt wieder ein Billett für CHF 5.90 gekauft (weil ich mich im Tarif-System nicht auskenne). Mit FAIRTIQ war die Rückfahrt gratis, weil FAIRTIQ die Tarif-Systeme eben kennt und weiss, dass im Zonensystem A-Welle die gelösten Zonen für eine bestimmte Zeit (hier zwei Stunden) auch für die Rückfahrt gültig sind.


    Röbi, mir geht es wie Dir, nur umgekehrt: ob FAIRTIQ oder sonst was, ich sehe es nicht so als meine Aufgabe an, zu definieren, auf welche Art die SBB ihre Tickets verkaufen will. So lange mein Gehirn noch einigermassen funktioniert, erwarte ich von mir, dass ich mit jeder Art zu recht komme, was es auch sein mag. Habe ich die Wahl, und noch habe ich die meistens, ist meine Reihenfolge Bedient, Automat, (Fairtiq).

    Mir geht es hier um die Bequemlichkeit. Am Schalter anstehen (wenn er überhaupt geöffnet ist), finde ich Sch... . Beim Automaten ärgere ich mich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Mit FAIRTIQ geht es in der Regel (*) elegant und fast von selber. Deshalb ist für mich die Reihenfolge FAIRTIQ, dann Billet in der Online-App, dann lang nichts mehr, dann Billettautomat, dann wieder lang nichts mehr und erst dann Schalter.


    (*) Muss fairerweise sagen, dass es mit FAIRTIQ auch negative Erlebnisse gab. Die hielten sich aber in Grenzen und waren nicht von grosser Tragweite.


    Röbi, was machst Du, wenn Dir Hacker mal in ferner Zukunft Deine Identität stehlen? Dir würde ich zutrauen, dass du dann zurück hackst, aber dann richtig böse und die Diebe heulen, sie hätten sich mit dem Falschen angelegt. Aber einer wie ich mit meinen Digital(Un)kenntnisse wäre dann eine arme Sau.

    Hermann, hoffst du immer noch, dass die digitale Welt eines Tages wieder verschwinden wird, wie sie gekommen ist? Vielleicht kommen die Digital(Un)kenntnisse auch daher, dass du das Ganze so weit wie möglich ablehnst und meidest. Ich jedenfalls finde die digitale Welt (mit einigen Ausnahmen) cool und spannend und deshalb bemühe ich mich, up-to-date zu bleiben.

    Gruss, Röbi

  • Hermann, hoffst du immer noch, dass die digitale Welt eines Tages wieder verschwinden wird, wie sie gekommen ist? Vielleicht kommen die Digital(Un)kenntnisse auch daher, dass du das Ganze so weit wie möglich ablehnst und meidest. Ich jedenfalls finde die digitale Welt (mit einigen Ausnahmen) cool und spannend und deshalb bemühe ich mich, up-to-date zu bleiben.


    "Hermann, hoffst du immer noch, dass die digitale Welt eines Tages wieder verschwinden wird, wie sie gekommen ist"? Ganz ehrlich lieber Röbi, wahrscheinlich im tiefsten Unterbewusst sein schon.


    Auch wenn der Verstand ganz genau weiss, das es genau so nicht sein wird... Jedoch bin ich jemand, welcher sich so oder so nicht so schnell wirklich ärgert, was unter dem Wort Ärger zu verstehen ist. Für mich bedeutet Digital eher Einschränkung und für andere bedeutet Digital eher mehr Freiheiten. Wahrscheinlich haben beide Seiten recht.


    Und wenn auch ganz im Schneckentempo, werde ich ja auch digitaler. Die Kamera möchte ich Digital nicht missen, im Alltag-Auto ist der digitale Radio um Welten besser, als das uralte analoge Ding, für den fast keine Sender mehr bereit stehen! D.h. der alte 58 jährige Radio würde eigentlich noch gehen, aber es stehen führ ihn kaum noch Deutsch sprechende Sender bereit... Es steht sogar noch ganz klein Beromünster drauf, aber der Sendeturm mit dessen Name ist längstens nicht mehr aktiv...


    Wir brauchen uns auch nur wegen Digital nicht zu streiten, ich finde Du hast eine gute Lebenseinstellung, tendenziell überleben die Menschen besser, gesünder und länger, welche sich Neuem positiv gegenüber stehen und sich nicht nur abfinden damit, sondern versuchen daraus für sich positive Entwicklungen mitzugestalten. Aber wir Menschen sind nun mal nicht gleich, jeder hat andere Erfahrungen.


    Wo Digital eine konkrete bestimmte Aufgabe hat, bin ich eher (manchmal) pro Digital geworden. Als Beispiel dafür könnte man die digitalen "Rechner" eines neueren Autos nehmen, welche das Auto (bis zu einem gewissen Grad) stabilisieren, wörtlich in jeder Lage. Oder anderst ausgedrückt, wenn ein Auto mit digitalem EPS, ABS und Dergleichen mehr auf dem Dach liegt, wäre ein vergleichbarer Oldtimer oder ganz Schlaue welche bei teuren Sportwagen die Stabilität wissentlich ausschalten, die sind dann oft ganz schnell auf dem Dach, kaum richtig losgefahren.


    Vorbehalte habe ich wo Digital in allen Bereichen das Mensch sein verbessern soll. Viel zu oft sind das nichts als reine Illusionen.

    Herrlich fürchterlich ist mir die Matterhorn Besteigung im VHS mit der komischen Brille in Erinnerung. Was in Wirklichkeit "nur" eine steile aufgemotzte hölzige Kletterwand war. Und doch waren die anderen Teilnehmer total begeistert?!? Oder ein andermal hat mir eine Bank nahe gelegt, sie mögen von Eisenbahnen was verstehen (was ja auch nicht ganz zutrifft, meine Erfahrung bezieht sich nur auf alte Modellbahnen bis etwa 1979/80), was auch immer, sie wollten ein Mandat und haben dies auch sehr sachlich logisch und eloquent begründet. Nun gut, sie bekamen völlig freie Hand, (ein Mandat mit mitwirken des Kunden finde ich die schlechteste Variante). Und es war auch kein Institut aus Nigeria, sondern eine Bank östlich vom Mythen mit Schwergewicht auf Vermögensverwaltung. Ich habe keine besonderen Ansprüche, ich finde es nicht gut, wenn Banken oder sonst wer das maximale Mögliche herauspressen wollen, egal ob für sich sich, oder für ihre Kundschaft. Weil der Gewinn darf (nach meinem Verständnis) nicht höher sein, als die Belegschaft unter normalen Umständen liefern kann. Aber auch ein Halbschlauer wie ich wird stutzig, wenn der SMI stark steigt und die Bank gleichzeitig ganz kolossal Minus (auf meinem Mandat) nach immerhin 2 Jahren Laufzeit macht. Als Metapher: die Lok hat nicht nur "++", sondern auch elektrische Bremse, Luftbremse, Handbremse und teils noch Magnetbremse und vor allem einen Retourgang. Auch überzeugte mich deren Begründung nicht. Seither, das ist auch schon wieder 9 Jahre her, mache ich das ganze Zeugs nach meinem Dafürhalten.


    Oder auch wieso soll im SZU-Zug von Uetli Richtung Zürich kurz vor der Einfahrt (nicht Ausfahrt) Triemli bereits Schweighof stehen?


    Ich bin eigentlich ganz zufrieden, die Einen, offenbar die ganz überwiegende Mehrheit mag Digital und ja, ich nicht. Who cares?!? Ich find es gut, dass die Evolution nicht eingleisig verläuft, sondern Progressive und Konservative, Träumer und und Hyperaktive zulässt. Erfinder und Sammler von altem Zeugs. Hingegen dass jemand aus persönlichem Frust heute noch Angriffskriege durchführen kann, das ist wirklich nicht gut. Aber auch da, viele solche Kriege wird es nicht mehr geben, entweder löst doch mal einer den Big Badabum aus, oder die Menschheit lässt dieses Stadium hinter sich und lernt dazu.


    So mit den Sprüchen von Koryphäen der Intelligenz wie Beispielsweise Albert Einstein kann ich nicht viel anfangen: zuerst macht er massgeblich mit am Bau der Atombombe, (wenn auch nicht an vorderster Front, aber sein Wissen benötigten die Erbauer) und dann wird er depressiv und meint: das Weltall sei unendlich genau so wie die Dummheit der Menschen. Wobei ober sich so geäussert hat? ist völlig offen! Vielleicht hat dies auch nur ein Clochard gesagt und damit es besser gehört wird, Albert Einstein zugeschrieben. Ein Affe ist heute noch ein Affe, aber der Mensch hat neben viel Blödsinn auch viel Gutes erreicht. Von dem her lernt der Mensch dazu, vielleicht nicht immer so schnell, wie sich das die Individuen wünschen würden. Aber doch sehr viel über die Zeiten gesehen.


    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

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  • Hermann,


    Röbi hat so ziemlich alles auf den Punkt gebracht was es zu diesem Thema zu sagen gibt.


    Schade ist eigentlich nur, du beurteilst alles aus deiner Warte was digital läuft als negativ, hast dich aber weder mit dieser anderen Möglichkeit noch befasst und sie schon gar nicht ausprobiert.


    Bis auf wenige Ausnahmen am Samstag Nachmittag am Seewen Coop-Center, aber unter der Woche hat man bei der bedienten Coop Kasse schneller seine Einkäufe bezahlt und an der Post schneller seine Ez bezahlt, als sich zu Hause eingeloggt. Und ein Betrüger kann sich auch nicht auf (m)einem e-Banking einschleichen, weil ich keins habe...


    An der Kasse schneller bezahlen als beim Selfscanning funktioniert vor allem als Teamarbeit. Ich lege alles von einem Wochenendeinkauf auf das Band und meine Frau packt am Ende des Bandes alles ein. Bei kleinen Einkäufen scanne ich es direkt mit dem Smartphone und packe es gleich ein. Bezahlen, QR Code scannen und mit der Karte bezahlen, fertig und Tschüss.


    Rechnungen bezahlt man mit E-Bill. Einloggen ca. 5 Sekunden, Rechnung anklicken, freigeben, fertig. Der ganze Vorgang dauert vielleicht 30 Sekunden oder noch weniger.


    Ein Betrüger eröffnet E-Banking in deinem Namen und räumt dir alle Konten im Schnellzugstempo leer. Wer heute E-Banking ohne 2 Faktor Authentfizierung betreibt, falls das überhaupt noch möglich ist, der ist selber Schuld.

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Ein Betrüger eröffnet E-Banking in deinem Namen und räumt dir alle Konten im Schnellzugstempo leer. Wer heute E-Banking ohne 2 Faktor Authentfizierung betreibt, falls das überhaupt noch möglich ist, der ist selber Schuld.

    Erwin, ich kann Dir nicht folgen: Wie will ein Betrüger über eine NICHT VORHANDENE Installation /Nutzung ein Konto räumen? Auch das geht, braucht aber schon extrem viel kriminelle Energie. Es kann sich nicht so schnell einer für mich ausgeben, 1-2 Kontrollfragen und so ein Typ fliegt auf. Vielleicht kam das zu wenig klar zum Ausdruck: ICH habe und betreibe KEIN E-BANKING! (Vielleicht mal in Zukunft, aber bisher gluschtet es mich nicht). Es stapeln sich nur die nicht ausgefüllten zugesendeten Prospekte und nicht bestellten Anträge...


    Allmählich nimmt es eine komische Wendung: die Digitalen tragen doch keinen Schaden davon, wenn ich lieber so lange wie möglich - in manchen Bereichen - analog bleiben will!

    Analog ist cool:)

  • Hallo zusammen


    Zum ursprünglichen Thema und zum weiter führenden Thema "Digitalisierung" (Wo es für Hermanns "Kampf" ja eigentlich schon ein Thema gäbe;() passen meine gestrigen Erlebnisse eigentlich auch gut, als die wären:


    Gestern durften wir geschäftlich in Zürich bei zwei Firmen die Lernendenausbidlung besuchen. Meine Kollegen fuhren mit dem Auto, ich wählte ab Liestal den ÖV, so wie ich das nach Möglichkeit meist tue.

    Meine "Reisevorbereitungen" waren diesmal nicht perfekt... (ich gebe es zu)

    Das SBB Ticket inkl. Cityticket löste ich dann beim Morgenessen nebenbei auf dem iphone mit/in der SBB App (so weit so gut, am Vorabend wollte ich mein SwissPass Login updaten/prüfen/nutzen und die neue Kreditkarte hinterlegen, doch konnte ich dies weder mit Passwortrücksetzen noch mit neu registrieren zum Laufen bringen (da warte ich jetzt, bis die Unterstützung sich meldet, der "Fall" ist angemeldet).


    Dann stand das Parkieren an... Man könnte Parkplätze auch voraus bezahlen (geht online unter sbb.ch oder mit der P+R App oder?) - das ist eben der Teil mit der unterlassenen Vorarbeit. Man sollte auch am Automat auf dem P+R Platz lösen können... Nur, den müsste man finden (ich habe ihn am Abend auch bei Tageslicht nicht gefunden). In Liestal wird aktuell gross gebaut, wohl gibt es aktuell keine Automaten (und Kontrollen auch nicht?). Weil ich nicht schon wieder Theater haben wollte (ich habe in Liestal vor Jahren schon mehrfach Bussen bezahlt, weil Mehrtägiges bezahlen damals vor 10a nicht so einfach möglich war - schon gar nicht zu ganz früher Stunde) bzw. Abends wenigstens ein Parkticket vorweisen könnte, habe ich dann im Zug eines online gekauft (was ich natürlich nicht mehr ausdrucken konnte). Die P+R App hätte zwar funktioniert, geht aber nur mit SwissPass Konto...


    So mit einem schlechten (schuldigen) Gefühl reisen macht keinen Spass - objektiv gesehen, habe ich ja nichts absichtlich gemacht, sondern war nur "Opfer" zu komplizierter bzw. ungenügender Prozesse.


    Im Zug habe ich dann nachgesehen, wo und wie man mit den SBB bzw. dem Bahnhof Liestal in Verbindung treten kann (Vor allem um nicht "Opfer" der Parkplatzsheriffs zu werden) - Fazit: Man kann nicht.


    Der Gipfel ist dann am Schluss alles Suchens in der SBB Comunity (so ein Hilfetool...): MAN SOLLE SICH DOCH AN DEN SCHALTER DER SBB WENDEN, DA WERDE EINEM GEHOLFEN - oder so ähnlich!


    Auch das wäre nicht gegangen, obwohl es einen solchen in Liestal noch gibt - der Zug fuhr 0654, der Schalter öffnet um 0700...


    Der zweite Gipfel: Umgehend kam dann wohl ob des vielen Suchens noch eine Umfrage - auch dort wieder ärger, der Kommentar ist auf 500 Zeichen beschränkt...


    Mein persönliches Vorurteil sehe ich - auch im weiteren Reiseverlauf - bestätigt:


    - Viel zu komplizierte Prozesse

    - Immer alles begründen, warum etwas nicht möglich ist (z.B. weil es keine Kontaktmöglichkeit per Mail gibt)

    - Eindruck dass die SBB die Besten sind - es gibt ja so viele Kunden...

    - Autofahrer haben es doppelt aufwendig - (Es wird dann für mich arrogant begründet, warum man den Namen für ein Parkticket angeben muss - es sei einfacher... - doch ich brauche wohl nur die Autonummer für die Identifizierung...)

    - Das Personal an der Front, sprich im Zug ist ausnehmend freundlich nun macht einen guten Job

    - Eine grosse Zahl der Fahrzeuge - vor allem Cargo - sieht nach wie vor vergammelt aus, mit mehr Waschen wäre viel getan... Die Fahrzeuge kommen ja zumindest optisch gut aus dem Unterhalt, wie die gestern auf der Route zahlreich zu sehenden Re 484 bewiesen haben.


    Ach ja, die benützten EW IV waren i.O. und liefen wie eh und je komfortabel, ebenso war die Fahrt im VBZ-Cobra toll. Die Twindexx meist sauber (ich mag diese Züge) und am saubersten und strahlendsten die beiden Traverso der SOB im HB.


    Fazit über alles: Auch ich finde die Möglichkeiten der Digitalisierung sehr gut und schätze sie - doch dürfen es schon ab und zu auch noch Menschen aus "Fleisch und Blut" sein, die für uns da sind.


    So wünsche ich mir, dass es an Bahnhöfen weiterhin Menschen gibt, die für einem da sind - ob das ein klassischer Billettschalter sein muss, frage ich mich auch - doch gar nichts, geht für mich gar nicht...*



    *Natürlich abhängig von der Bahnhofsgrösse

    Gruss Christian


    Meine Fotos; Eisenbahnen (Schwerpunkt Gotthard) und Dampfschiffe: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/ - aktuelles Avatarbild zur Erinnerung an den im Schnee versunkenen Gotthard am 17. April 1999.

  • - nicht nur der Kunde, auch die Bank hat nach wie vor eine gewisse Sorgfaltspflicht!


    eröffnet eine wildfremde Person ein Unterkonto oder eine beliebige Änderung oder einen Antrag auf weiss ich was, z.B. e-Banking, dann lautet die 1. Frage: sind sie unterschriftsberechtigt?

    Gibt sich eine Person als mich aus, muss er alle meine Beiträge vom MoBa Forum auswendig lernen, um eine Chance zu haben. Und auch dann hat die Bank die Pflicht zu prüfen, ob es sich um einen Fake Hermann handelt oder der "richtige Hermann" ist. Selbst wenn von einem verheirateten Ehepaar die eine Person verstorben ist, hat manchmal die überlebende Person bereits alle Mühe, für die laufenden Kosten weiter aufzukommen, obwohl hinten und vorne keine Absichten für Betrug oder Betrugsabsichten bestehen. Also in der analogen Welt ist es zwar nicht ganz ausgeschlossen, aber sehr unwahrscheinlich, dass Dritte einfach so mir nichts dir nichts Zugriff auf ein fremdes Konto eröffnen können. Genau so gut kann, kaum die Haustüre geöffnet, einem ein Meteorit auf den Kopf fallen.


    Kommt Geld oder sonst was abhanden, weil das e-banking zu wenig gewissenhaft vom Kontoinhaber betrieben wurde, geht das Opfer wahrscheinlich leer aus, juristisch begründbar. Kommt der Kontoinhaber zu schaden, was mit seiner Tätigkeit über sein Konto Null und nichts zu tun hat, braucht es wahrscheinlich noch nicht mal einen Anwalt, dann ist die Bank haftbar. Oder Krieg, aber dann ist sowieso nichts mehr wie es war.


    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Der Gipfel ist dann am Schluss alles Suchens in der SBB Comunity (so ein Hilfetool...): MAN SOLLE SICH DOCH AN DEN SCHALTER DER SBB WENDEN, DA WERDE EINEM GEHOLFEN - oder so ähnlich!

    Christian, Du bringst es auf den Punkt!:)

    Das Digitale hat seine eigene Welt entwickelt, - es ist ja nicht falsch - was sie Dir geantwortet haben nur ist es los gekoppelt von der realen Welt. Die Digitalen Macher müssen sich vorstellen können - was braucht dieser Kunde! Was ist dem Christian sein Anliegen? Das Digitale ist so viel schneller geworden, dass das eigentliche meist physische Anliegen vergessen geht, oder einfach mit dem Tempo nicht mehr mithalten kann. Sie können Dir ja nicht beispielsweise einen virtuellen Parkplatz malen, wenn Du einen richtigen Parkplatz bräuchtest, oder diese belegt sind.


    Und das ist erst der Anfang! Immerhin, der aktuelle SBB Vorsteher macht mir einen guten realistischen Eindruck. Er hat nicht gesagt, wir wollen von Digital nichts wissen, sondern all zu kühne Pläne auf das Wartegleis verschonen und gesagt, zuerst muss dass, was vorhanden ist, gut funktionieren. Wie viele andere auch, hatte er Pech mit seinem Betrieb mit der Corona Pandemie. Die SBB ist bestimmt finanziell gut aufgestellt, andere Unternehmen haben viel weniger Möglichkeiten, aber trotzdem sind mehr Begehren vorhanden, als sie gerade erfüllen können.


    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Das Digitale hat seine eigene Welt entwickelt,

    Ganz sicher nicht, Digitale Technologie ist von Menschen ersonnen und kein selbständiges Wesen. Ebenfalls sind die Prozesse die durch Software abgebildet sind durch Menschen gemacht. Es ist ziemlich einfach und billig sich hinter einer Technologie zu verstecken, am Schluss ist immer der Mensch schuld und sonst keiner. Wäre es nicht so, liessen sich Probleme kaum mehr lösen.


    Willst du dich von der digitalen Technologie lossagen, dann gibt es auch heute noch genügend Orte auf der Welt wo sie noch nicht angekommen ist. Ich kann dir aber garantieren, dort willst du nie aber auch gar nie dein Leben fristen müssten. Auf so viele Annehmlichkeiten des modernen Leben kannst auch du nicht verzichten.

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Ganz sicher nicht, Digitale Technologie ist von Menschen ersonnen und kein selbständiges Wesen. Ebenfalls sind die Prozesse die durch Software abgebildet sind durch Menschen gemacht. Es ist ziemlich einfach und billig sich hinter einer Technologie zu verstecken, am Schluss ist immer der Mensch schuld und sonst keiner. Wäre es nicht so, liessen sich Probleme kaum mehr lösen.

    Erwin, hoffentlich wirst Du jetzt nicht hässig, wenn ich Dir antworte, im übertragenen Sinne: träumst Du noch, oder bist Du schon aufgewacht?


    In Teilbereichen der Digital-Technik hast Du sicher recht. So z.B. wenn sich eine Firma ein Hochregal zulegt, zwecks Ersatzteillager. Früher wurden manchmal Teile doppelt bestellt, oder "verloren", Digital macht das sehr viel effizienter und gleichzeitig günstiger und effektiver. Oder allgemein in technischen Bereichen, nicht zuletzt bei den Kameras: zwar sind bereits über 100 jährige Glasplatten-Fotos praktisch gleichwertig in der Qualität, aber mit ungeheuer sehr viel mehr Aufwand und nur unter bestimmten idealen Lichtvoraussetzungen, heute kann sich die Kamera zu weiten Teilen dem Licht anpassen und man kann das Foto ohne grossen Mehraufwand 1 x haben, oder 1000 x teilen. Auch im Spitalwesen möchte kaum noch jemand auf digitale Möglichkeiten bei schwierigen Operationen verzichten und und und. Du kommst ja aus dem technischen Bereich, also kann ich auch Deine Argumentation verstehen.


    Das ist aber nur ein Teil der digitalen Welt:

    Also wenn ich zu Hause privat Digitalfotos in meinem gekauften Ligthroom Programm ablege und plötzlich merken Logarithmen vom Mikrosoft an was ich gerade dran bin, ein Popup Fenster geht auf und man wird gezwungen sich mit der Microsoft Foto Cloud Add One Edge zu befassen, obwohl man dies weder bestellt noch gewollt hat. Und es bedarf etlichen Aufwand, dies wieder zu entfernen. Einem Hausierer kann man etwas abkaufen oder ihm freundlich aber bestimmt mitteilen dass man keinen Bedarf hat und in weniger wie 2-3 Min ist die Angelegenheit erledigt. Microsoft akzeptiert kein freier Wille oder aber freier Wille dürfen nur die haben, welche hartnäckig sind!?


    oder früher hat man einem Anleger gesagt, er solle sich nur Titel zulegen, von Firmen wo er wisse, was deren Tätigkeit ist. Ganz genau 100% kann das niemand wissen, aber annähernd schon und das ist auch richtig so und gilt im Prinzip heute noch. Aber grosse Finanzfirmen kaufen und verkaufen Milliardenwerte in Bruchteilen von Sekunden, und generieren "Gewinne" über aller winzigste Rundungsdifferenzen, (Hochfrequenzhandel), das hat mit dem eigentlichen klassischen Handel von Angebot und Nachfrage rein gar nichts mehr zu tun. Obwohl dies relativ diskret geschieht und im Verruf steht, stattfinden tut es trotzdem, auch heute noch...


    Auch wenn es mich persönlich nicht betrifft, finde es trotzdem nicht richtig. Betrügerische Absichten bei Wohnungen & Autos haben zugenommen: es gibt Inserate welche wahr sein könnten und trotzdem Fake sind. Man muss eine kleine Anzahlung leisten und danach löst sich das vermeintliche Objekt auf / weg. Betrugsabsicht hat direkt mit Digital nichts zu tun, das gibt es seit es Menschen gibt. Aber Tatsache ist, Analog ist ein Fake Inserat aufwändiger, erst die digitalen Möglichkeiten brachten Fake-Inserate den Durchbruch.


    Bei digital vermischen sich Wahrheit und Illusion und früher musste derjenige aktiv(er) sein welcher was wollte, heute muss vermehrt derjenige aktiv sein, welcher nichts will. Das ist schon ein Unterschied.


    Es darf doch Du Digital toll finden und ich nur bedingt. in der Sache wird man eher nicht die andere Seite überzeugen können und müssen, sondern einfach die Dinge auf uns zu kommen lassen.


    Gruss

    Hermann


    PS

    Hardcore Analog: nein dazu müsste man noch nicht einmal ins Ausland, in der Mitte vom Fronalpstock, am schönen Werdenberg bei Buchs und vor allem im bewohnten Teil vom Ballenberg Museum geht es noch zu wie im Solothurner Volkslied.

    Analog ist cool:)

    Einmal editiert, zuletzt von Longimanus ()

  • Also wenn ich zu Hause privat Digitalfotos in meinem gekauften Ligthroom Programm ablege und plötzlich merken Logarithmen vom Mikrosoft an was ich gerade dran bin, ein Popup Fenster geht auf und man wird gezwungen sich mit der Microsoft Foto Cloud Add One Edge zu befassen, obwohl man dies weder bestellt noch gewollt hat. Und es bedarf etlichen Aufwand, dies wieder zu entfernen.


    Hermann, das gönne ich dir von Herzen. ;) Dir ist scheinbar nicht bewusst, dass du genug Menschen mit deiner komplizierten, teils provokativen Art gehörig auf den Wecker gehst, übrigens nicht mir. Im digitalen Bereich machen das solche PopUps die gewisse Dinge verlangen, die dich nerven. Ich nenne das ausgleichende Gerechtigkeit. :thumbsup: Auch diese PopUps sind von Menschen programmiert und deren Zweck ist es so lange zu nerven bis der Nutzer nach gibt, also genau deine Strategie. Denk mal darüber nach.


    träumst Du noch, oder bist Du schon aufgewacht?

    Selbstbild Fremdbild, ist dir das ein Begriff? Ich arbeite in der realen Welt, löse reale Probleme und lasse sie umsetzen und es gibt in der grossen Mehrheit zufriedene Kunden. Und das immerhin in einer solchen Qualität, dass ich mir keine Sorgen machen muss, ob ich morgen noch meinen Job habe. Wenn das nach deiner Ansicht ein Träumer ist, schlafend fernab der Realität, dann bin ich das gerne.

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • du genug Menschen mit deiner komplizierten, teils provokativen Art gehörig auf den Wecker gehst

    Das glaube ich jetzt nicht. Wenn jemandem etwas auf den Wecker gehen sollte, braucht er es ja nicht zu lesen, sonst ist er selber schuld.

    Gruss, Röbi

  • Ich kann ebenfalls vieles nachvollziehen, was Hermann anspricht: Er hat mit dem Grundgedanken recht, dass alles was uns die heutige (Digital-) Technik abnimmt und das Leben einerseits in vielen Bereichen einfacher und komfortabler macht, mit dem hohen Preis erkauft werden muss, dass im Gegenzug vieles komplizierter, undurchsichtiger und verwirrender geworden ist.


    Jeder soll sich aus der Schale die Früchte auslesen, welche ihm schmecken.:D

    Gruss Roger


    95 von 121 grünen Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Jeder soll sich aus der Schale die Früchte auslesen, welche ihm schmecken. :D

    Danke Euch Röbi, Erwin und Roger für Euer Feedback :thumbsup:.


    Erwin, bezüglich Digital und meiner Bemerkung träumst Du noch, oder bist Du schon aufgewacht, meine ich ausdrücklich nicht Dein berufliches Umfeld und qualitatives Schaffen und ich nehme doch sehr an, dass Du das auch weisst. Aber so wie ich zugegeben immer wieder mal das Gute von Digital unterschlage oder weglasse, oder nicht bemerke, so scheint mir, Du unterschätzt das manipulative an Digital.


    Lange Jahre gab und gibt es die klassische Politik der SP, SVP, FDP, CVP, Grüne, u.a. weitere. Diese streiten sich manchmal oder bilden Koalitionen und diskutiert, haben Freude oder beschimpfen sich. Das mag manchmal mühsam sein und manchmal freudvoll sein, jedenfalls hat es bis anhin funktioniert. Und dieses Prinzip entspricht einer gewissen Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, selbst dann, wenn die Argumentation so stark die Balken belastet, das es nahe bei vornehm ausgedrückt "diplomatisch" und im Volksmund schlicht gelogen bezeichnet werden kann. Mir kommt da das Bild von Walliserkühen in den Sinn, wenn sie um "Macht und Einfluss" kämpfen. Das sieht heftiger aus, als es ist und keine der Kühe werden ernsthaft verletzt dabei. Auch keine der Kühe springt im letzten Moment zu Seite, denn dann würde die andere Kuh ins Leere fallen und sich die Beine brechen. Was auch immer, keine der etablierten grösseren Parteien kann plötzlich über Nacht 0 oder umgekehrt 50-100% Wähleranteil erhalten. Allenfalls in einem ganz kleinen Dorf schon, aber niemals national. Die verschiedenen Parteien sorgen, ob sie wollen oder nicht, für einen Kräfteausgleich und somit zu einer gewissen Balance. Ganz anderst Digital!...


    ... der Einfluss digitaler Möglichkeiten auf die Gesellschaft wird völlig unterschätzt oder gleich ins Gegenteil als machtlos depressiv verklärt. Solange man lebt, hat jede Person Macht, zumindest wenigstens über sich selber. Ich finde das eine spannende Zeitepoche und staune ab der Intelligenz von den massgebenden Leuten aus dieser Szene. Was einer wie Jeff Bezos erreicht hat ist nicht nichts, mich beängstigt es trotzdem ein bischen. Oder lässt mich überlegen, welche Möglichkeiten werden sich daraus ergeben? Aber möchte es nicht so verstanden wissen, das Bill Gates und seine Mitstreiter vor ca. 40 Jahren eine Verschwörung geplant hätten. Mit den Flacherdlern und Konsorten habe ich nichts gemeinsam.


    Die ersten Digital Pioniere waren ja schon froh, wenn sich für ihre Produkte überhaupt jemand interessierte und wenn sie soviel verdienten, das ihre Miete bezahlt werden konnte. Es ist absolut plausibel, dass sie nicht annähernd das spätere ganze Potential von Digital erkannten, wie denn?, sondern einfach aus Freude an der Sache arbeiteten. Bei neuen Technologien weiss zu Beginn niemand, ob es überhaupt genügend Interesse gibt und falls ja, in welche Richtung es genau geht.


    Das war schon vor über 100 Jahren so. Beispiel die Militär-Fliegerei. Ausgerechnet die CH Armee wollt - (nur vorerst!) nichts von "Kampfflugzeugen" wissen und war damit in guter Gesellschaft mit anderen Armeen. Für herauszufinden wo gegnerische Armeen sein könnten, würden Ballone bestens ausreichen und ansonsten bräuchte es leistungsfähige Pferde und Kanonen welche für militärische Erfolge sorgen. Die Armee hätte keine Ressourcen Geld für militärisch nutzlose Flugzeug-Versuche zu vergeuden(!)


    Irgend wann kam jemand auf die tollkühne Idee - zuerst nicht direkt aus dem Militär, sondern freischaffende Erfinder - ob man nicht auch mit einem Gewehr aus einem Flugzeug schiessen könne? Auch wenn es anfänglich für den Schützen und Piloten ähnlich gefährlich war, wie für die beschossenen Truppen, das Potential war erkannt und jede Armee wollte um jeden Preis das beste "Kampfflugzeug" für sich selber haben.


    Doch ob Kampfflugzeug, Schiffe, Autos, Kaffeemaschinen: alles waren bisher einzelne Erfindungen, welche nur mässig in andere Bereiche vordrangen. Digital jedoch will alles! Digital interessiert sich nicht übertreiben gross für politische Parteien oder Geschlecht oder Alter, weil sowieso nahezu ALLE Menschen jeglicher Couleur, Kunden von Digital sind. Digital dringt langsam, aber stetig in alle Lebensbereiche und alle Branchen hinein, mal abgesehen davon, dass wir Menschen alle Wasser und zu Essen brauchen, gibt es nichts vergleichbares wie Digital, was derart starken Einfluss auf das Leben der Menschen hat.


    Wahrscheinlich wird sooo demokratisch die Zukunft nicht sein! Die Marktführer bestimmen den Weg und die User sind die Schäfchen. Sie haben die Vorlagen und Vorgaben zu erfüllen so wie sie sind. Ein paar Hacker können durchaus Störungen verursachen und der Konsumentenschutz verzögern oder dem User die Illusion geben, Digital würde nach seinen Bedürfnissen ausgerichtet. An der Gesamtrichtung änderst das rein gar nichts.


    Eigentlich ist es im Wesentlichen nur 1 Punkt wo bei mir orange Warnlampen leuchten (weitere Punkte sind im Vergleich dazu Bagatellen, oder meine eigenen Fehler und Mängel): mehr und mehr hat sich der Mensch Digital anzupassen, nicht etwa umgekehrt!! Anderseits hat Digital zukünftig auch das Potential, Schurken wie einen D. Trump oder Putin in Schranken zu weisen, bevor sie Millionen Menschen ins Unglück stürzen können. Das wäre dann das wirklich Gute an Digital. Ich bin mir da nicht so sicher, ob das nur ein Wunschtraum oder Realität sein wird? Wenn es auf das hinausläuft, dass es eine Digitatur geben wird, welche als grosse Freiheit dem Volk verkauft wird, dann wird eine Art von Don Quichotte eher in Schwyz als in Spanien sein. Oder besser irgend ein Gallier aus dem Astrix-Dörfchen. Ganz so stur wie der Don Quichote möchte ich nicht sein, sich von aufgebrachten Dorfbewohnern verprügeln lassen - kann ich mir aus vielerlei Gründen nicht vorstellen. Schliesslich gibt es nicht nur künstliche Intelligenz, sondern auch richtige, wenigstens ein bischen im Mittelfeld.


    Ich möchte es so umschreiben: Digital definiert, dass Hochstammbäume "hoch" sind, das sind sie auch meistens. Doch es gibt auch vereinzelt hohe Flachbaum Bäume, so richtige Querulanten :D. Die schaden niemandem und tragen ordentlich Äpfel, sonst hätte das Käthi schon längstens aus ihm Ofenholz gemacht. (Es ist ein älterer Glockenäpfel-Baum, gepflanzt 1935. Vor 8 Jahren hat ihn der Föhn umgehauen, jetzt wächst der einfach weiter, eine einzige Wurzel blieb unbeschädigt im Erdreich, diese nahm an Volumen zu und der Baum wächst entgegen jeder Logik einfach weiter).



         


        

    Die 3 ersten Fotos sind von heute, das 4. Foto ist vom 30. Sept 2020 der selbe Baum, Anabel war nicht so begeistert auf einen Baum klettern zu müssen, meine Antwort war nur, du musste keine Angst haben.

    Analog ist cool:)

    2 Mal editiert, zuletzt von Longimanus ()

  • Du unterschätzt das manipulative an Digital.

    Nein Hermann, ganz sicher nicht. Einmal mehr früher war alles besser, in allen Zeitungen die seit es diese gibt, wurde nur immer die reine Wahrheit abgedruckt und verkündet. Genau so wurde im Radio Fernsehen immer die unverfälschte Wahrheit zur analogen Zeit gezeigt und verlesen. Wer träumt von uns beiden noch und ist im Tiefschlaf, wenn nicht gar Koma?


    Manipulation gehört vermutlich schon seit fast ewiger Zeit zum Menschen. Unser Hirn ist immer noch auf Steinzeit Niveau, ob es uns passt oder nicht. Die Menschen haben zwar technisch eine unglaubliche Entwicklung voran getrieben, nur hat das Gehirn in dieser Zeit sich kaum weiter entwickelt.


    Lange Jahre gab und gibt es die klassische Politik der SP, SVP, FDP, CVP, Grüne, u.a. weitere.

    CVP Mitte, SVP seit 1971 vorher BGB, Grüne noch jünger. Politik ist und war immer ein Mittel zur Macht, da kann es mit der Wahrheit nicht allzu genau zu und her gehen. Bemühe einmal die Geschichte, da war früher gar nichts besser als heute, eher im Gegenteil. Landesstreik 1918, Zürich wurde militärisch besetzt in Grenchen gab es Tote. Heute hoffentlich nicht mehr denkbar.

    Wahrscheinlich wird sooo demokratisch die Zukunft nicht sein!

    Demokratie musste erkämpft werden, die gab es zu keiner Zeit umsonst. Heute vergessen viele Leute in ihrer Bequemlichkeit, dass dafür etwas getan werden muss.


    Von daher muss ich dir leider Recht geben. Ich habe höchste Zweifel ob der Schweizer Durchschnittsbürger heute noch bereit ist seine Demokratie und Freiheit zu verteidigen. Konsum und Bequemlichkeit steht so weit oben, dafür gäbe die Mehrheit die Freiheit auf, nur hat sie nicht begriffen, dass das andere damit auch gleich weg ist.


    Mit den Flacherdlern und Konsorten habe ich nichts gemeinsam.

    Würde aber sehr gut zu dir passen. In bin absolut sicher, im vordigitalen Zeitalter war die Erde noch ganz flach, lässt sich in den richtigen Büchern garantiert nachlesen. :phat:



    Digital interessiert sich nicht übertreiben gross für politische Parteien oder Geschlecht oder Alter, weil sowieso nahezu ALLE Menschen jeglicher Couleur, Kunden von Digital sind. Digital dringt langsam, aber stetig in alle Lebensbereiche und alle Branchen hinein, mal abgesehen davon, dass wir Menschen alle Wasser und zu Essen brauchen, gibt es nichts vergleichbares wie Digital, was derart starken Einfluss auf das Leben der Menschen hat.

    Hatten wir schon oben, wir rennen immer noch mit unserem Steinzeithirn durch die Gegend und haben uns primär technisch weiter entwickelt.


    Ich bemerke in meinem Leben nichts von digital, es riecht nicht, es hat keine Farbe, ich kann es nicht anfassen, es ist einfach Technologie die ich nutzen kann oder nicht. Gut, eine ganz freie Wahl habe ich nicht mehr, wenn ich am normalen Leben teilnehmen will, nur ist für mich dieser Preis äusserst gering. Der Nutzen ist ungleich viel höher.


    mehr und mehr hat sich der Mensch Digital anzupassen, nicht etwa umgekehrt!!

    Wenn ich mich anpassen muss, dann nicht an digital sondern an Prozesse. Die gab es früher genau so wie heute. Verwaltungen im Staat und Firmen gibt es schon seit langer Zeit. Da muss mir keiner kommen und behaupten, das war früher einfacher und besser.


    Einfachstes Beispiel, ein Billettautomat. Den hat jemand programmiert und den Prozess definiert wie ein Bestellablauf funktionieren muss. Will ich an diesem Billettautomat ein Billet lösen, muss ich diesen Prozess durchlaufen, genau so wie der programmiert ist, sonst gibt es kein Billett. Selbst am Billettschalter gibt es einen Prozessablauf, den kannst du selbsverständlich bewusst sabotieren und dich dadurch bei den Wartenden hinter dir in der Unbeliebtheitsskala auf einen Spitzenwert bringen.


    Ich kann durchaus mitreden was früher war und heute ist, ich habe es schlicht selbst miterlebt und sehr viel davon mitgemacht. Da mich Geschichte sehr interessiert, habe ich auch eine gewisse Ahnung wie manches zur Zeit meiner Vorfahren war. Für mich in den allermeisten Punkten nicht erstrebenswert, muss ich definitiv nicht selbst erleben.


    Aber wenn du so gerne wieder im vordigitalen Zeitalter leben möchtest, vielleicht kannst du das sehr bald einmal im realen Leben austesten, wenn der Diktator im Osten von Europa vollständig austickt.


    Survival of the fittest von Charles Darwin ist dir sicher ein Begriff. Nach dieser Lehre bist du zum Aussterben verdammt, du willst und kannst dich nicht anpassen. Das haben übrigens viele Lebewesen nicht gekonnt, Der Paläntologe gräbt diese aus und freut sich immer riesig, wenn wieder ein bisher unbekanntes Wesen erscheint.


    Er hat mit dem Grundgedanken recht, dass alles was uns die heutige (Digital-) Technik abnimmt und das Leben einerseits in vielen Bereichen einfacher und komfortabler macht, mit dem hohen Preis erkauft werden muss, dass im Gegenzug vieles komplizierter, undurchsichtiger und verwirrender geworden ist.


    Mir fällt spontan nichts ein, dass früher einfacher war als heute. Ob man die digitale Technologie nutzt um das eigene Hirn auf Standby Modus zu setzen oder es weiterhin in Betrieb hält, das ist jedem selbst überlassen.


    Früher war früher und sicher nicht besser als heute, einfach anders. Wir in der Schweiz leben heute ein viel besseres und bequemeres Leben als vor 50 Jahren.

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Hermann, das gönne ich dir von Herzen. ;) Dir ist scheinbar nicht bewusst, dass du genug Menschen mit deiner komplizierten, teils provokativen Art gehörig auf den Wecker gehst, übrigens nicht mir.

    Lieber Erwin,

    das ist jetzt gerade ein wenig gar viel Widerspruch, aber durchaus auch ein interessanter Punkt.

    Da habe ich ja Glück dass ich Dir nicht auf den Wecker gehe :), gleichwohl weisst Du dass ich anscheinend anderen Leuten gehörig auf den Wecker gehe? Bist Du nun auch noch ein Medium? Auf den Wecker gehen: wenn dem so sein sollte, die tun mir diese Forumisten bisher nicht sonderlich leid, weil selbst eine grosse Nervensäge hat das Recht zu wissen, das man eine ist! Du bist jetzt der Erste welche so eine Anspielung gibt. Mindestens 1-2 x als Vorwarnung von anderen Leuten die das so empfinden, hat jede Nervensäge Anrecht dies vermittelt zu bekommen, selbst wenn es mich betreffen könnte?


    Ob genervt oder "geschätzt", eine andere und absolut berechtige Frage ist, wie viel soll und darf ein Formist Beiträge schreiben? Die grundlegenden Prinzipien vom MoBa-Forum sind von den MoBa-Forum Gründern äusserst demokratisch aufgegleist worden. Die virtuelle Forumswirklichkeit entwickelt sich dann irgend wie unvorhersehbar. Wenn es gänzlich gerecht und ausgeglichen sein soll, müssten beinahe alle MoBa-Forum Leser und ggf. Leserinnen sehr viel mehr Beiträge schreiben und ganz wenige, auch einer aus Brunnen (der Bo-Bo-Bo ist ausdrücklich damit nicht gemeint) sollte vielleicht mal etwas pausieren und eine Pause einlegen?


    4246 Beiträge in nur 8 Jahren, zugegeben, das ist schon ein wenig grenzwertig viel. Im Parlament und in TV-Debatten haben "die Admins" angefangen, die Redezeiten einerseits zwischen Männer und Frauen, wie auch zwischen den teilnehmenden Parteien zu eruieren, um eine (Schein)Gerechtigkeit zu erreichen. Zum Glück ist hier das Reich vom MoBa-Forum.


    Also wenn ich ganz frei sein kann, gluschtet es mich eher Beiträge zu schreiben wie es gerade kommt (also tendenziell viele) und Phasenweise mal gar keine. Beim Skifahren tut man ja auch nicht ganz vorsichtig angstvoll langsam seine Ski den Berg hinunter tragen, sondern fährt was die Schwerkraft hergibt. Im Wissen dass das andere auch tun, einen Anspruch besteht natürlich nicht, es ist nicht "mein" Forum und das soll es weder sein noch werden. Wenn das so hinüber kommt, haben die Admins zu viel Toleranz und ich bin zu blöd dies zu merken.


    Erwin, über Digital, viel mehr über die Auswirkungen von Digital, da werden wir uns wohl nie ganz einig werden! Müssen wir dies überhaupt? Solange wir uns nicht an den Haaren ziehen und unflätig "anbellen", man kann doch auch MoBa-Kollegen sein ohne sich gänzlich einig sein zu müssen?


    Heute beim Bahnorama:

    Eine uralte HAG Lok Typ Ae 6/6 von etwa 1958/1959; Jan hat sie aufs Gleis gestellt und die 64-jährige Lok fuhr seidenweich, besser geht gar nicht:thumbsup:. Selbst der mechanische Umschalter schaltete weder zu früh, das wäre schade um die vergebene V/max, noch ruckartig, alles so wie es sein muss.


    Bei einem anderen Ort südwestlich von Bern, meinte der Verkäufer, meine Bestellung sei Digital erfasst. Ja dann halt, offenbar hatte ich mich getäuscht? Was mich mehr beunruhigte: ob mein Kopf noch okay ist? als ob jetzt da ein Wagen mehr oder weniger am Zug ist. Plötzlich kam ein handschriftliches Blatt Bestell-Bestätigung zum Vorschein; wo alles genau so stand, wie ich es im Kopf hatte:thumbsup:. Worauf die andere Seite aus dem Konzept kam. Wenn beide wollen, man findet immer Kompromisse.


    Flacherdler würde zu mir passen? Erwin jetzt wirst Du ein wenig..., pass nur auf, dass Du selber nicht zu den Flacherdlern wirst:D.


    Weil früher war für die Eisenbahn die Erde rund und gebirgig. Weit nördlich von Brunnen, bereits kurz nach Basel genauer ab Sissach ging es mindestens so steil den Berg hinauf wie am Gotthard, welcher als Bahnlinie 1858 noch gar nicht existierte. Inklusive mit Zwischenhalt und Pause für das Wasserfassen, die kurze 18 Km lange Bahnstrecke Sissach - Olten reichte für schwere oder schnelle Züge nicht am Stück durchzufahren(!) 1858 fuhren die Schnellzüge mit 25-40 Km/h und die Güterzüge mit 15-20 km/h. Und alle waren zufrieden, weil beim Güterzug war nicht nur das Tempo geringfügig schneller als ein Pferdefuhrwerk, sondern bereits die ersten Engerth Loks Ec 2/5 am Hauenstein zogen immerhin 50-75 t Tonnagen, die Ed 3/5 bereits 150 Tonnen.


    Heute ist die Erde "gefühlt" effektiv flach, die Züge fahren von Basel ausgehend Richtung Süden durch den Hauenstein - Gotthard- Ceneri alles "flach" und schneller als es "++" zulässt.


    Vielleicht noch ein Aprilscherz der gar keiner ist: ich bestelle eine ESU Ecos Digital Steuerung...


    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

    4 Mal editiert, zuletzt von Longimanus ()

  • gleichwohl weisst Du dass ich anscheinend anderen Leuten gehörig auf den Wecker gehe? Bist Du nun auch noch ein Medium?

    Hermann, ich bin kein Medium, dafür ein recht guter Zuhörer mit einem einigermassen zuverlässigen Gedächtnis. Deine Beiträge im Forum zähle ich sicher nicht dazu. Da greift das Rezept von Röbi, Beiträge ignorieren und gut ist. Alle deine Beiträge lese ich auch nicht immer vollständig, da sie teils derart weit abschweifen und es mich wirklich nicht interessiert. Das einfach am Rande.


    Nein, was ich mit nerven meine, sind die Geschichten die du selbst zum besten gibst. Da quälst du irgendwelche Polizisten, Leute beim Strassenverkehrsamt und so weiter, bis du deinen Willen bekommst. Darum der Vergleich mit den Popups in der Software.


    Der richtige Umgang mit dir hat der Mitarbeiter der Burner Bahn an der Messe Basel gefunden. Laut protestierend es ist zu eng und es drückt auf den Bauch, hat er in Ruhe seine Arbeit gemacht, den Bügel geschlossen, kontrolliert ob verriegelt und ist zum nächsten weiter gegangen.


    Im Umkehrschluss kann man es so auslegen, wer sich mit dir auf eine Diskussion einlässt, ist selber schuld. Aber wie soll dein Gegenüber wissen auf was er sich gerade einlässt, wenn er dich nicht kennt?


    In China hätte die digitale Überwachungstechnologie dich schon längst aus dem Leben ausgeschlossen. Wenn du dort ziemlich viele (Überwachungs) Apps nicht auf dem Smartphone hast, bist du grundsätzlich verdächtig und bekommst vieles nicht mehr. Dort würde die Gesichtserkennungssoftware sicher auch anzeigen, renitenter Bürger der sich nicht in das System einfügen will, mit aller Härte behandeln.


    Und sei dir nicht sicher, dass kann dir in der Schweiz nicht passieren. Auch in China träumen massgebende Leute von der Weltherrschaft. Wirtschaftlich abhängig von diesem Land sind wir schon mehr als genug.


    Erwin, über Digital, viel mehr über die Auswirkungen von Digital, da werden wir uns wohl nie ganz einig werden! Müssen wir dies überhaupt?

    Nein, es reicht wenn wir uns einig sind, du bist der Träumer und ich der Realist. ;)


    ich bestelle eine ESU Ecos Digital Steuerung...

    Und wer baut dir diese auf analog um? :D

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.