DB , das allerletzte!!!

  • Darf ich Dich darüber infprmieren, dass wir - die Bevölkerung von BW - sehr wohl bei der Abstimmung mehrheitlich zugestimmt haben.

    Es wäre mal interessant zu wissen, wie viele damals ihr Kreuzchen an der falschen Stelle gesetzt haben, weil sie die Frage nicht verstanden haben.

    Der Wortlaut war "Stimmen Sie der Gesetzesvorlage „Gesetz über die Ausübung von Kündigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen für das Bahnprojekt Stuttgart 21 (S 21-Kündigungsgesetz)“ zu?". Wer also gegen den Bau von Stuttgart 21 war, musste mit "Ja" stimmen.

    Viele Grüße

    Rainer

  • Mit einer schlauen Fragestellung kann durchaus auf ein Abstimmungsresultat Einfluss genommen werden, ist in der Schweiz auch nicht anders. So hat man die ewigen Nein Stimmer im Sack.

    Gruss Erwin


    Wer rast, der verpasst das Leben.

    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Darf ich Dich darüber infprmieren, dass wir - die Bevölkerung von BW - sehr wohl bei der Abstimmung mehrheitlich zugestimmt haben. Nur waren eben die Ablehner des Projektes die lauteren Schreier . . . :crylaugh: ;)

    Günther - da habe ich nur einen Einwand vorzubringen. Richtig ist, dass sich 2011 58.9% der Stimmbürger gegen die Rücknahme der Landes-Finanzierung ausgesprochen haben. Tatsache ist aber, dass dem Volk vorgegaukelt wurde, das Bauvorhaben koste € 2.6 Milliarden. Stand März 2022 beläuft sich aber der Kostenrahmen auf nicht weniger als € 9.15 Milliarden. Das ist noch etwas schlimmer als beim BER (€ 2 Milliarden Projekt, effektiv € 7.06 Milliarden bisher) ...

    Ich denke nicht, dass das Volk bei Kenntnis der effektiven Kosten dem ganzen Vorhaben zugestimmt hätte. (Ist aber eine akademische Frage...)

    Ketzerische Frage: hat das Volk überhaupt zum Vorhaben (vor dem abgelehnten Gesetz zur Rücknahme der Landesfinanzierung) abstimmen können? Meines Wissens haben da nur die DB und der BW-Landtag, nicht aber das Volk entschieden.

    Gruss

    Roland

  • Tatsache ist aber, dass dem Volk vorgegaukelt wurde, das Bauvorhaben koste € 2.6 Milliarden.

    Was wird heutzutage nicht teurer?? Der blödsinnige Afghanistan-Einsatz hat D 12 Mrd € gekostet, die Flüchtlinge in Jahr etwa 20 Mrd € und da regen wir uns über ein Bauwerk auf, bei dem auch mal etwas für Baden-Württemberg und unsere Landeshauptstadt getan wird?? Lassen wir den neuen Bahnhof mal fertig sein - dann bleibt Zeit für Kritik. Auch Berlin hätte heute noch keinen "echten" und funktionierenden Hauptbahnhof, wenn man auf die ewigen Bedenkenträger gehört hätte.

    Meines Wissens haben da nur die DB und der BW-Landtag, nicht aber das Volk entschieden.

    Die Deutsche Bahn gehört der Bundesrepublik D und über deren Pläne entscheidet letztendlich die Bundesregierung, die - soweit ich weiss - wie der Landtag in Baden Württemberg vom Volk gewählt wurde und wird.

    Es wäre mal interessant zu wissen, wie viele damals ihr Kreuzchen an der falschen Stelle gesetzt haben, weil sie die Frage nicht verstanden haben.

    DAS Superargument der "Stuttgart-21"-Gegner. Ich halte es da lieber mit der Meinung von Erwin . . .

    Gruss Günther

  • Die Deutsche Bahn gehört der Bundesrepublik D und über deren Pläne entscheidet letztendlich die Bundesregierung, die - soweit ich weiss - wie der Landtag in Baden Württemberg vom Volk gewählt wurde und wird.

    Bei meinem Anspruch geht es um eine "echte" und keine indirekte Demokratie ... ;( ;(

    Gruss

    Roland

  • Ich bin schon mit echter Demokratie zufrieden - egal ob direkt oder indirekt . . . ;) :) :)

    Gruss Günther

  • Diese Verspätungen rechne ich heute bereits ein, um keinen Stress zu bekommen.

    Die deutsche Qualität hat halt seinen Preis!

    Wie heisst es so schon; Geiz ist Geil. Die Deutsche Bahn hat das in den letzten jahrelang zelebriert.

  • Die DB entwickelt sich weiter und zaubert noch mehr Verspätungen aus dem Hut. Dafür müssen sie auch nicht mehr mit allen Zügen in die Schweiz fahren. ;) Die Strecke nach München wird auch noch etwas entschleunigt. 70km/h zwischen Buchloe und München, das reicht auch, statt die Raserei mit 160km/h. Früher waren gewisse Dinge tatsächlich besser.

    Gruss Erwin


    Wer rast, der verpasst das Leben.

    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Erwin,

    ich hätte von Dir heute auch eine andere Nachricht erwartet... auch aus Blech oder Kohlenfaser- oder div Verbundwerkstoffe? Jedenfalls aber ca. 10`000 Meter über der Schiene.

    160 km/h = rasen? Oh je, versuchsweise fuhren Siemens und die AEG Triebwagen schon 1903 = 210 km/h und ihre schnellsten Dampfloks regulär ab den 1930-er bis 1950/60-er Jahren 120-(140) km/h.

    Die DB muss halt wissen was sie will. Ich würde jetzt da nicht vorschnell über die DB urteilen. Ihre Aufgaben sind immens. Mich wundert dass sich Frau Evelyn Palla freiwillig diesem Stress aussetzt, das Präsidium der DB zu übernehmen. Auch sie wird es nicht allen Leuten recht machen können. Aber immerhin ist sie auch Lokführerin :thumbsup:, dass ist doch schon mal ein guter Ansatz. Die Deutsche Autobranche und auch die Lastwagen Hersteller hatten auch schon weitaus bessere Zeiten, sind die überhaupt interessiert daran, dass es der DB wieder deutlich besser geht?

    Auch wenn es bereits wieder 2 Jahre her ist, ich vergesse den Rumänien Aufenthalt nicht so schnell. Nicht nur wegen den Bären. Die Polizei begleitete mich nicht zu einem Kleinkriminellen-Clan, ihre Antwort war kurz und bündig: sind sie verrückt?!? Mir passierte nichts an Ort und Stelle, sondern ich wollte ein Lügenmodel besuchen, Lügner sind nicht nur im Weissen Haus von Washington zu finden.

    Die Bahn von Rumänien ist sowas von heruntergewirtschaftet, das ist interessant für Hobby Modellbahner, aber eine Zumutung an ihr Volk. Jedoch die Strassen sind wie neu!!! Von wegen alten klapperigen Rostlauben, Schlaglöcher in den Stassen und Pferdefuhrwerken: Sehr gute Strassen und alle paar Meter erfolgt eine Kreditwerbung für Autos, hautsächlich aus Deutscher Fertigung. Kommt man mit den Menschen ins Gespräch, was nicht immer ganz einfach ist, ich kann kein Rumänisch, wird einem gesagt: die jungen Menschen würden für rumänische Verhältnisse markant mehr verdienen als die alten Leute, aber doch nicht so viel, dass es für alles reichen würde. So gut wie niemand würde sich ein Deutsches Auto leisten können, die überwiegende Mehrheit sei über Jahre hoch verschuldet.

    Die Mentalität der jungen Menschen ist noch so wie bei uns anfangs 1980-er Jahre, vor >40 Jahren. Ein 2-Zylinder ist besser als gar nichts, ein 4 Zylinder normal, und ein 6-8 Zylinder das Wünschenswerte. Und ich meine nicht bezogen auf die Oldtimer der Babyboomer Genration, sondern bezüglich Autos aktueller Fertigung, also neuer als Bj. 2020.

    Die US-Autos waren damals teils noch deutlich potenter gegenüber den europäischen Autos, (aber auch schwerer), jedenfalls teure US-Muscle Cars längstens nicht Standard. Längstens nicht jedes grosse US-Auto war stark motorisiert. In Europa war bei rund 250PS das Ende der Fahnenstange. 24 PS (als PkW) schwach und 35 - 90 PS der normale Mittelklasse Bereich. Und 150 - 250 PS das Segment der Luxus Autos. Wer in Rumänien heute via Auto Aufmerksamkeit will, braucht schon ein Gefährt mit 400 PS.

    Unter diesen Voraussetzungen glaube ich nicht unbedingt, dass sich bei der DB sofort was ändern können wird. Früher waren grosse Schienennetze die Lizenz zum Geld verdienen, heute sind grosse Schienennetze beinahe ein Fass ohne Boden. 1 x mehr hat die Schweiz das Glück, trotz dem Gebirge die passende Grösse zu haben. Das Schweizer Schienen-Netz ist mit je etwa 3000 Km SBB und Privatbahn Km überschaubar, bei der DB sind es 38`500 Km

    (Auszug von der KI?!?) Rumänien: "bei der Länge des Eisenbahnnetzes erreicht Rumänien mit 55,6 Zentimetern pro Einwohner den 25. Platz weltweit. Insgesamt ist das Schienennetz 10.611 Kilometer lang. Der Güterverkehr auf den Schienen lag zuletzt bei 13,31 Milliarden Tonnen und gefahrenen.

    ;) Aha, darum kommt es ab und zu vor, dass in der Schweiz und mehr in Deutschland von Rumänen Oberleitungen und Schienen gestohlen werden, die meinen das sei ihr persönlicher Anteil?

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Es wird Zeit, dass die DB ihr Logo endlich Richtig einsetzt:

    Fahre und Sammle SBB, BLS, SOB und DB in AC, bevorzugt von Märklin und Hag.

    NORDSEE IST MORDSEE!

  • Das finde ich noch nicht mal witzig. Wie langweilig muss es jemandem sein, dass man seine Zeit immer noch mit solchen Flachwitzen vertrödelt. Aber man kann auch auf einem totgerittenen Pferd weiterhin hü rufen.

    Gruß
    Robert

  • Das finde ich noch nicht mal witzig. Wie langweilig muss es jemandem sein, dass man seine Zeit immer noch mit solchen Flachwitzen vertrödelt. Aber man kann auch auf einem totgerittenen Pferd weiterhin hü rufen.

    Gruß
    Robert

    Ja, das Thema ist alt, ja das Bild ist alt, aber Moment! Das Thema ist noch immer Aktuell!

    Solange die ganze ehemalige Bundesbahn nicht wieder verstaatlicht ist und deren Betrieb dann funktioniert, wird sich die Bahn AG diese Witze gefallen lassen müssen.

    Das einzige was hier totgeritten wird ist die Eisenbahn in Deutschland und dies mit Vollgas.

    Fahre und Sammle SBB, BLS, SOB und DB in AC, bevorzugt von Märklin und Hag.

    NORDSEE IST MORDSEE!

  • Solange die ganze ehemalige Bundesbahn nicht wieder verstaatlicht ist und deren Betrieb dann funktioniert, wird sich die Bahn AG diese Witze gefallen lassen müssen.

    Das einzige was hier totgeritten wird ist die Eisenbahn in Deutschland und dies mit Vollgas.

    Da wäre ich etwas vorsichtiger mit solchen Pauschalbehauptungen. Grundsätzlich denke ich auch, dass gerade so etwas wie die Eisenbahn eine urtypische Staatsaufgabe ist. Aber wenn der Staat schon die Eisenbahn nicht mehr wollte, als das Defizit noch kleiner war, (ein Stück weit ist auch jetzt in Form der AG der Staat mit involviert), dann will er erst recht nicht das Gebilde wieder gänzlich zurück haben, wo Milliarden Investitionen fällig sind und dazu noch Jahr für Jahr Riesendefizite zu bewältigen sind.

    Leider sind die Zeiten vorbei, wo die Aufgaben der Privatwirtschaft und vom Staat klar aufgeteilt waren. Wenige Grossfirmen haben heute mehr Macht als der Staat selber und manche staatliche Unternehmen sind eher noch mehr auf Rendite ausgelegt, als früher Privatfirmen. Die Grenzen vom Staat und der Wirtschaft sind (mindestens teilweise) verwischt und aufgelöst.

    Letztendlich kann die Gesellschaft nicht den Steuerfuss von Monaco haben und der Service von den Nordischen. Das war gut zu sehen an der MoBa-Forum Stadler Werk Besichtigung, wo zufällig für verschiedene Länder Triebzüge produziert wurden. Die Aussenhülle / Basis war die Selbe, aber die Inneneinrichtung der Nordischen viel luxuriöser. Was wohl nicht nur die Herstellungskosten nach oben treibt, viel mehr noch auch im Betrieb sich teurer auswirkt, da die Kapazität solcher "Luxus-Züge" der Schweden / Norweger Version kleiner ist.

    Es ist ja nicht nur bei der DB so, sondern mehr oder weniger haben weltweit alle Bahnen, vor allem die mit grossen Schienennetzen, riesige Herausforderungen zu bewältigen. Ob jetzt die Infrastruktur ausgelagert wird oder nicht, was ändert dies? Irgend wer wird es bezahlen müssen. Die CH hat einfach in dem Fall Glück, dass wir ein kleines Land sind. (was aber heutzutage gesamt oekonomisch und in militärischer Macht wiederum ein Nachteil ist, man kann nicht immer alles gleichzeitig nur das Gute davon haben)

    Das SBB Schienennetz ist nur ca 3200km gross, bez. immerhin 5300 Km mit den Privatbahnen. Zu Hochkonjunkturzeiten limitiert dies zwar den Gewinn pro Km, aber vor allem kann in rückläufigen Zeiten das Defizit nicht unendlich ausfallen, trotz der Tunnels und Gebirge, was bei uns der Aufwand teurer macht.

    SBB Schienennetz: 3200 km. Als Vergleich dazu: DB 39 000 Km. China 150 000 Km. USA knapp 300 000 Km. Russland 122 000 Km. Wenn dies marode ist oder zumindest erhebliche Erneuerungen benötigt, wer soll das bezahlen können? Aber nur auf Flugzeuge und Autos setzen, das hat auch seine Nachteile. "Wir schaffen das" heisst die Devise.

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • @Hermann

    Wenn du dich mit der Geschichte der Eisenbahn in Deutschland und der Schweiz befasst, wirst du feststellen, das es die Jetzige Situation bereits gab. In Deutschland waren es die Länderbahnen, welche hohe Kosten hatten und schliesslich Marode wurden, in der Schweiz die Privatbahnen. Schlussendlich wurden DRG und SBB gegründet und da ging es erst richtig ab mit Eisenbahn.

    Was den Komfort angeht, wäre es keine Hexerei gewesenin einen Twindex oder IC2000 Sitze ähnlich zu den der EW IV einzubauen oder in die Kiss und Flirt Sitze wie in den EW I & EW II oder den DPZ - gerade was die 1. Klasse betrifft. Dabei wäre nicht einmal Platzverlust entstanden und was die Kosten angeht, Private schaffen es ja teilweise auch. Auch in Deutschland hat der Komfort massiv nachgelassen. bei den Intercitywagen und den N-Wagen hat man es Analog zur Schweiz noch hinbekommen mit dem Komfort.

    Dazu kommt in Deutschland auch der Service in den Speisewagen. Gerade bei den Langläufern, wäre es doch toll, ein vernünftiges Bordrestaurant zu haben, mit richtigen Mahlzeiten, wo man die Mahlzeit geniessen kann und dabei die Landschaft betrachtet. Aber Schlussendlich sind die Preise gestiegen und die Qualität... ich glaube dazu muss ich nichts mehr sagen.

    Eine Eisenbahn ist sehr komplex, gerade die Infrastruktur und eigentlich kann ein Eisenbahn nicht wirklich gewinnbringend Betrieben werden. Zudem wurde massiv abgebaut - Anschlussgleise, Rangieranlagen, Nebenstrecken etc. wurden gerade in Deutschland durch die DB AG massiv Beschnitten - wobei Private oftmals diese angeblich unrentablen Strecken so betreiben konnten um damit zwar nicht den grossen Gewinn zu machen, aber Kostendeckend zu sein.

    Wenn du dir die Saläre der Chefetage, die Boni und die Größe der Verwaltung der DB ansiehst, siehst du auch wo viel Geld verschwindet und diese auswüchse sind definitiv eine Folge der Privatisierung.

    Dies führt dann zu betrieblichen Fehlentscheidungen wie Fahren auf verschleiss, die mag zwar Kurzfristig die Bilanz schönen, ist aber Langfriste ein wirtschaftlicher Totalschaden.

    Dann nehmen wir einmal die Ausschreibungspflicht der EU: Früher gab es Prototypen, diese wurden getestet und dann verbessert. Entweder blieb es dabei, oder es entstand eine Serie. Es wurde Langfristig geplant, jede Bahn hatte ihren Hauslieferanten, welcher die Gegebenheiten des Kunden kannte und konnte darauf bauen.

    Die Lokomotiven waren auf die Bahnen und die Strecken zugeschnitten, dadurch waren sie Wirtschaftlich und passte auf die Strecke. Jetzt haben wird Einheitsbrei und unpassende Lokomotive oder Züge.

    Ausserdem muss heute das Billigste genommen werden - Twindex, Talent 2 (8 Stück wegen Qualitätsmängeln ab Werk verschrottet und neu gebaut), Desirio, der nicht ohne Grund Desastro genannt wird und die Lokomotiven mit Tatzlager und anderen Schienenunfreunlichen Antrieben sind dabei nur die Spitze des Eisberges der Folgen davon. Es Folgt zu Betriebsausfällen, Mehrkosten und Unmut, genau wie damals bei den Privatbahnen.

    Neue Strecken oder Verbindungen gibt es Praktisch nur noch im Hochgeschwindigkeitsbereich, Nahverkehr wird eingestampft, neue Verbindungen nach wenigen Monaten als Unrentabel aufgegeben. Dabei ist allgemein bekannt, dass es mindestens 3 Jahre dauert, bis die Kunden sich an diese Verbindungen gewöhnt haben und etwas 6 Jahre, bis diese ihre tatsächliche Auslastung erreichen.

    Auch das Lok - Wagen Konzept hat man eingestampft. Es gibt keine Lokomotiven aus dem Personenverkehr mehr, welche ihr Gnadenbrot vor Nahgüterzügen verdienen. Frühe sind die Lokomotiven "Durchgerutscht", was die Kosten senkte - heute wird Spezialisiertes Material beschafft, welches bei Engpässen oder Schwankungen Im Verkehr nicht Flexibel eingesetzt werden kann.

    Dann die Trennung der Bereiche und Private - wenn ein Güterzug eine Strecke 8 Stunden Blockiert, weil die Abschlepplok 7 Stunden Anfahrt hat (So Geschen bei der DB in den 2010er Jahren), dann lauft etwas grundliegend Falsch. Wer Aufmerksam berichte von Eisenbahnern und deren aussagen, z.B. Bruno Lämmli oder Roland Sankuhl verfolgt, der wird ähnliche Vorkommnisse zuhauf finden.

    Ausserdem bin ich mir nicht Sicher, ob der Ausbau des Schnellverkehrs und Grossprojekte, LBT, GBT, Neubaustrecken, Stuttgart 21 etc. wirklich Zielführend sind. Die Kosten dieser Anlagen sind Immens, ob sich durch den Zeitgewinn diese Amortisieren bliebt dahingestellt.

    Die DB AG und ihre Ableger sind Spitzenreiter was diese Arten an Misswirtschaft angeht, dazu kommt dass sie wie die Swissair wahllos zusammenkaufen - ein Deutsche Bahn, hat in Deutschland zu agieren - nicht den Busbetrieb auf Malta zu führen (Sprecht niemals einen Maltesischen Busfahrer auf die DB an, wenn euch eure Gesundheit lieb ist!) oder International Hafenlogistik zu Betreiben und auch im Immobilienmark und weiss der Geier was noch alles die so tun, gehört nicht zu deren Kernaufgaben.

    Die Staatsbahnen hatten in ihrem Land zu Agieren und dort mussten sie Liefern - heute wird der Letzte Cent / Rappen aus den Betrieben herausgepresst und dies wird die Eisenbahn letzten Endes zu Grunde richten.

    Ich könnte jetzt noch Duzende einzelne Punkte nennen, wie z.B. das Unding mit der Zugbindung oder die Trennung von Nah und Fernverkehr, "Behinderten Gerechtigkeit" welche durch unterschiedliche Bahnsteighöhen in Regional und Fernverkehr zum Absurdum wird - Ausser Spesen nix gewesen, und vieles mehr.

    Michel

    Fahre und Sammle SBB, BLS, SOB und DB in AC, bevorzugt von Märklin und Hag.

    NORDSEE IST MORDSEE!

  • Nachdem du die Gründe für das Desaster kennst, warum postest du dann so sinnlose Karikaturen?
    Anscheinend ist es en vogue, immer wieder so olle Kamellen auszugraben, die der Sache nicht dienlich sind und schon gar nicht mehr lustig, weil sie, wie gesagt, totgeritten sind.
    Jeder meint, er müsse sich über die englischen Ansagen in den Zügen lustig machen.
    Ich vermisse die entsprechenden Karikaturen über Flughäfen, in denen selbst Muttersprachler die hingerotzten Ansagen nur schwer verstehen, von den Ansagen in den Flugzeugen ganz zu schweigen.

    Anscheinend planen einzelne Fluggesellschaften einen Kerosinzuschlag auch auf bereits gebuchte und bezahlte Tickets, oder Flüge wegen der gestiegenen Kerosinpreise ganz zu streichen und dies mit höherer Gewalt zu begründen. Eine Flugpreiserstattung gibt es dann nicht. Gibt es sowas auch bei der Bahn?

    Heute steht sinnigerweise ein Artikel in meiner Tageszeitung von einem Reisenden, der anscheinend häufig mit dem ICE unterwegs ist und der sich lobend über die Bahn äußert. Unpünktlichkeit der Züge ist sicher ärgerlich, aber wer ist vor Verzögerungen durch Staus auf der Autobahn gefeit? Blockabfertigung am Alpentunnel? Da verliert keiner ein Wort, wird halt eine Stunde mehr eingeplant. Das fällt als Verlust gar nicht auf, denn wir haben ja keine Uhrzeit für die Ankunft festgelegt. Bei der Bahn hast du Anspruch auf teilweise Fahrpreiserstattung ab einer bestimmten zeitlichen Verzögerung. Der ADAC gibt regelmäßig bekannt, wieviele Stunden deutsche Autofahrer im Stau standen. Gibt es dazu süffisante Kommentare oder Karikaturen oder gar eine Erstattung?

    Deutsche Verkehrsminister, darunter alleine drei von der staatstragenden Partei in Bayern, haben sich dreißig Jahre redlich bemüht, die Bahn zu dem zu machen, was sie heute ist. Dass es keine Hoflieferanten mehr gibt, die zusammen mit der Bahn Lokomotiven entwickelt, ist Folge der Konzentration auf das Kerngeschäft. Dabei hat man offensichtlich übersehen, dass das Kerngeschäft in der Beförderung von Personen und dem Transport von Waren besteht und nicht im Erzielen von Börsengewinnen.

    Und dieses vorherrschende anscheinend zwanghafte Bedürfnis, von allem nur das Schlechte zu sehen und das bei jeder Gelegenheit an die große Glocke zu hängen, führt letztendlich nur dazu, dass selbsternannte Heilsbringer dies für ihre Zwecke ausnutzen, weil sie darin Volkes Stimme zu erkennen vorgeben.

    Gruß
    Robert

  • Anscheinend planen einzelne Fluggesellschaften einen Kerosinzuschlag auch auf bereits gebuchte und bezahlte Tickets,

    Ein Mitarbeiter fliegt in den Sommerferien nach Kanada. Air Canada hat bereits Nachforderungen für erhöhten Treibstoffe gefordert. Ob das rechtlich zulässig ist, keine Ahnung, wer liest den schon die ganzen Vertragswerke bevor er einen Flug bucht. Dazu müsste man noch alles verstehen.

    Und dieses vorherrschende anscheinend zwanghafte Bedürfnis, von allem nur das Schlechte zu sehen und das bei jeder Gelegenheit an die große Glocke zu hängen, führt letztendlich nur dazu, dass selbsternannte Heilsbringer dies für ihre Zwecke ausnutzen, weil sie darin Volkes Stimme zu erkennen vorgeben.

    Gut, ich weiss genau, dass du nicht die SVP meinst. Das ist deren doch recht erfolgreiche Strategie seit mehr als 30 Jahren. Die EU ist das erklärte Feindbild und die Ablehnung des EWR Beitritts 1992 das Meisterstück der SVP, wovon sie noch heute zehren.

    Bis jetzt geht es uns noch gut, wir haben die einmalige Chance das am 14. Juni zu ändern. Dass die EU bei einer Annahme die Schweiz sofort bestrafen wird, ist klar, wie hart sie dieses Mal ausfällt und ob sie beim Bürger direkt ankommt, wird sich zeigen. Mein Arbeitgeber war jedes Mal von solchen Strafen direkt betroffen.

    Jetzt kann mir alles egal sein. Ich bin sehr bald im Zweifelsfall nicht mehr an die Schweiz gebunden. Wenn die Mehrheit der Bevölkerung beschliesst das Land an die Wand zu fahren, dann muss sie auch mit den Konsequenzen leben. Machen die Leute in Grossbritannien auch. Dank ihrem weisen Entscheid, haben sie heute eine noch nie dagewesene Zuwanderung.

    Wen die Deutschen die AfD wollen, werden sie sie auch bekommen.

    Etwas könnte Deutschland von der Schweiz lernen, lasst keine Politiker bei den Firmen reinreden. Es würde dann auch bei uns nicht mehr funktionieren. Wir haben aus dem Furkaloch etwas gelernt.

    Wir haben dafür ein Rüstungsdebakel am anderen und zusammengezählt wurden darin Milliarden durch Inkompetenz versenkt und kein Ende ist absehbar. Das grösste schwarze Loch ist die IT.

    Bei der SBB hat man scheinbar auch übertrieben, der Unterhalt lässt sich kaum mehr stemmen und jeder Kanton reklamiert noch grössere Ausbauprojekte für sich. Auch bei uns ist der Lack langsam aber sicher etwas ab. Mal schauen ob sich das noch korrigieren lässt.

    Gruss Erwin


    Wer rast, der verpasst das Leben.

    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • hallo Michel (Silver)

    Zu vielem was Du beschreibst, habe ich ein andere Sichtweise. Ausser bei den Löhnen gewisser Chefposten.

    Wobei innerhalb der Elite die Unterschiede sehr gross sind:

    Wenn schon vor 25 Jahren der Novartis Boss Daniel Vasella um die 25 Millionen Jahresgehalt bekam, viel mehr als ein normaler Arbeiter in seinem ganzen Leben je wird verdienen können, dann empfinden das viele Menschen, nachvollziehbar als ungerecht an und streiken innerlich, oder schaffen nicht so gut wie sie in der Lage wären. Wäre ich Zeus, hätte ich dem sein Gehalt auch als Mensch mit eher einer kapitalistischen Einstellung zum Leben, 16 x gekürzt. Ein Gehalt von "nur" CHF ca 1,5 Mio ist doch immer noch, auch für einen obersten Manager, ein Spitzenlohn?!? Wenn jemand der obersten Führungsklasse seine Seele verkaufen muss, kann man das nicht mit Geld aufwiegen.

    Wenn diese übertriebenen Auszahlungen an solche CEO`s mittelfristig die Kapitalismus-Oberen nicht wieder besser, sprich gerechter in Griff bekommen, dann sägen sie den Ast ab, auf dem sie sitzen. Solche Auswüchse sind Wasser auf die Mühlen der Links Progressiven oder gar Chaoten vom Schwarzen Block oder Revolutionäre und Anarchisten. Für die habe ich noch viel weniger übrig, als für einen Manager mit überrissenem Lohn.

    Die revolutionäre und Hobbyanarchisten erliegen letztendlich einem Irrtum auf: das oberste Gehalt war noch nicht mal bei der CS der eigentliche Grund des Scheiterns. und auch wenn Frau Evelyn Palla auf Ihr Gehalt von schätzungsweise "nur" ca gut 1 Mio Euro verzichten würde, die strukturellen Herausforderungen sind trotzdem da (!)...

    Man darf auch erwähnen: die Deutsche Bahn investiert in ihre Infrastruktur nur schon im kurzen Zeitrahmen gemäss Internet bis 2029 die Summe von 166 Milliarden!!! Kann man da realistisch noch mehr erwarten? Kaum! Da belaufen sich ja nur schon die Zinsen selbst bei optimalster Berechnung auf mehrere Millionen.

    Wahrscheinlich versuchte die DB AG mit ihren verschiedenen sonstigen Aktivitäten, das strukturelle Defizit zu verkleinern. Wenn es ginge, hätte niemand etwas dagegen.

    Heute scheitern viele Unternehmen und Staaten an ihrem eigenen Erfolg. Wir als Ganzes sind vom kleinsten Arbeiter bis Verwaltungsratsvorsitzenden auf das Wirtschaftswachstum angewiesen. Ein Skilift Angestellter der Thyon AG vor 50 Jahren hatte noch nicht mal einen rechten Arbeitsvertrag, aber immerhin er bekam einen winzigen Lohn.

    Auch noch 1902, geschweige 1847 muss aus heutiger Sicht der Lokführer Beruf alles andere als ein Traumberuf gewesen sein. Dennoch konnten die Arbeitgeber auswählen wen sie haben wollten, zu der Zeit hat sich die Dorfjugend noch darum geprügelt, wer die reiche Kundschaft in Sänften die Rigi hinauf tragen "durfte".

    Die - hinterher - gesehene erfolgreiche wie auch nötige Verstaatlichung der Schweizer Privatbahnen ging um 1902 keines Weges als gemeinsames Einverständnis über die Bühne. Es gab grosse Widerstände dagegen. Es gab sehr viele mässig wichtige unrentable Bahnen und wenige wichtige aber gut florierende Hauptlinien. Diese wollten den Gewinn nicht teilen mit den unrentablen Bahnen und Mitbewerber. Von 1870 bis 1882 erfolgte relativ lange für 10-12 Jahre eine Eisenbahn-Krisenzeit, was finanzielle Belange anging.

    Die GB (Gotthardbahn) hatte Glück, dass der Gotthardtunnel eine übergeordnete Nationale Bundesangelegenheit war mit internationaler Beteiligung an der Finanzierung. Hätte die GB-Bahn mit ihrer Stammstrecke Immensee - Bellinzona das alles selber abzahlen müssen, die wären vielleicht heute noch am bauen, jedenfalls noch am abzahlen. Auch andere, hauptsächlich die grösseren Privatbahnen mit starker kantonaler Beteiligung, wehrten sich (letztendlich erfolglos) sehr massiv gegen eine Verstaatlichung "ihrer" Eisenbahn, da sie ihrem Kanton Geld einbrachte, welches sie nicht mit anderen Kantonen mit schwachem defizitären Bahnbetrieb teilen wollten. Einfach so von selber vorwärts ging es keines Weges.

    Und ja, manchmal haben die Eisenbahnen schwere Unfälle, aber der (bisher) Schlimmste auf Schweizer Gebiet ist Generationen her. Das war 1891 - erst noch bei langsamer Fahrt, Schätzungen lauten nur 41 km/h, auf der Brücke über die Birs bei Münchenstein. Wie oft bei Unfällen, war es nichts für sich alleine, sondern etliche Faktoren gleichzeitig. Beschädigte Brücke wegen Hochwasser, Doppeltraktion wegen hohem Passagieraufkommen und eine Brücke welche nur 16 Jahre vorher, für viel leichte Züge ausgelegt wurde. 57 Jahre später gab es 1948 das Unglück beim (im!) Bhf Wädenswil, wo mutmasslich der Lokführer auf der SOB von Einsiedeln kommend, versehentlich statt elektrisch bremste, den Motoren Strom zuführte und dann in Panik gekommen ist und in das Bahnhofgebäude / Lagerschuppen krachte. So 100% ganz genau was vorgefallen ist, das ist schwierig jetzt noch festzustellen.

    Fairerweise muss man dabei anerkennen: es ist ja nicht so, dass nur Eisenbahnen Pannen und Unglücke haben und häufig sind. Es ist ja nicht so, dass die ACS /TCS Pannendienste, Feuerwehr und Polizei gelangweilt auf Autounfälle warten würden. Würde man hierbei den Massstab der Bahn nehmen, wären die Autos ausserhalb der Norm in Error-Bereich. Selbst auf der (relativ) beschaulichen Malediven Insel Fuvahmulah kam der Polizist (genauer waren es 2-3) gar nicht mehr nach, zu Unfällen auszurücken müssen. Kein einziger Tag verging ohne Auto/Motorrad Unfälle. Da man dort ungeschützt im T-Shirt und ohne Helm Motorrad fährt und die Temposchilder eher eine Empfehlung als einer Pflicht entsprachen, war waren es selten nur harmlose Bagatellen Blechschäden. Jedenfalls wenn man korrekt im Tempo fuhr, war man ein Verkehrshindernis.

    Vorgestern war ich nahe Brunnen am Bahngleis auf Re 6/6 am warten. Lustigerweise war ich nicht alleine, es waren noch 2-3 ältere Herren dabei, gut ausgerüstet Digital voll auf der Höhe der Zeit, die hatten irgendwie Zugänge zu Güterzug-Fahrplänen. Sie waren gerade am weggehen und sagten mir, es käme keine Re 6/6 mehr vorbei. Das stimmte nicht ganz, aber fotographisch zu spät. Es kam sogar ein Güterzug mit einer Doppeltraktion Re 6/6. Leider ist mein Foto fürchterlich, der Kontrast zum überbelichteten Mythen und beinahe dunklen Vordergrund, da die Sonne (im Flachland) längstens untergegangen war, das ergab kein schönes Bild mehr. Ganz vergebens war das Warten trotzdem nicht: SÄMTLICHE Güterzüge, egal welcher Art, der Kieszug war dabei, Tankkesselwagenzüge, Containerzüge, und vor allem Lastwagen Transportzüge, die ALLE fuhren nicht nur segmentweise, sondern komplett die ganzen Kompositionen sowas von leise, wie auf fliegenden Teppiche. Dass war noch bis vor ganz kurzer Zeit, vor etwa nur 1-2-3 Jahre noch ganz andest!!!

    :thumbup: Also es wird doch einiges gemacht für die Zukunft der Eisenbahnen! :thumbsup:

    ;) ;) Fast schon übertrieben leise. Das hat doch mit dem Vorbild für eine klassische Modelleisenbahn nichts mehr zu tun. Kein Wunder pochen die Exakten unter uns darauf, dass die Modellbahnzüge leise sein müssten: denn das Vorbild 1:1 ist in sehr kurzer Zeit markant leiser geworden. Ich denke auch sicherer. Jedenfalls zumindest die Züge, welche hier an der Gotthard-Zufahrt zu sehen waren.

    (Nicht ganz ernst gemeint; am liebsten hätte ich den Lokführer angerufen, er solle ++ fahren und dann maximal bremsen, damit die Räder eine kleine unscheinbare Flachstelle bekommen, damit die Züge wieder richtig wie früher nach dädägg- dädagg-dädägg tönen.

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

    2 Mal editiert, zuletzt von Longimanus (2. Mai 2026 um 22:16)

  • Bis jetzt geht es uns noch gut, wir haben die einmalige Chance das am 14. Juni zu ändern. Dass die EU bei einer Annahme die Schweiz sofort bestrafen wird, ist klar, wie hart sie dieses Mal ausfällt und ob sie beim Bürger direkt ankommt, wird sich zeigen.

    Du meinst sicher, wenn wir NEIN stimmen. Da bin ich mit Dir vollkommen einverstanden, ein Nein wäre für die Zukunft der Schweiz sicher mit Abstand die Dümmste aller Lösungen ... ^^^^

    Zitat

    Wenn die Deutschen die AfD wollen, werden sie sie auch bekommen.

    Das ist nicht unser Problem, das geht nur Deutschland was an. Nur: dieser Trend kommt nicht von ungefähr, das haben die Alt-Parteien selber verbrochen. Es geht doch nicht, dass man die Bevölkerung nur brandschwarz anlügt (siehe Wahlversprechen CDU) und alles so an die Wand fährt (Links-Grün), dass es am Ende ALLEN nur noch schlechter geht. Deshalb wundert mich ein Zulauf zur AfD nicht im Geringsten, es ist aktuell - sehr zu meinem Leidwesen - die einzige Alternative.

    Zitat

    Etwas könnte Deutschland von der Schweiz lernen, lasst keine Politiker bei den Firmen reinreden. Es würde dann auch bei uns nicht mehr funktionieren. Wir haben aus dem Furkaloch etwas gelernt.

    Wir haben dafür ein Rüstungsdebakel am anderen und zusammengezählt wurden darin Milliarden durch Inkompetenz versenkt und kein Ende ist absehbar. Das grösste schwarze Loch ist die IT.

    O ja - aber eigentlich immer noch zu wenig gelernt. Genauso wie das auf der rechten Seite die Firmen- und Verband-Interessen sind, ist es mindestens so verkehrt, wie die Linken die NGO's missbrauchen. Mir fehlen wirkliche Grössen in der Politik - und zwar in allen Lagern. Ein interessanter Artikel zu Wirtschafstvertretern in der Politik ist in der NZZ (im Jahre 2017) zu finden.

    Zitat

    Bei der SBB hat man scheinbar auch übertrieben, der Unterhalt lässt sich kaum mehr stemmen und jeder Kanton reklamiert noch grössere Ausbauprojekte für sich. Auch bei uns ist der Lack langsam aber sicher etwas ab. Mal schauen ob sich das noch korrigieren lässt.

    Aber genau hier schliesst sich der Kreis zur Nachhaltigkeitsinitiative. Wäre der Bevölkerungszuwachs nicht dermassen eklatant, dann bräuchte es auch die Ausbauprojekte nicht. Es geht doch nicht, einfach nach dem Muster "weiter so" zu verfahren. Wir haben nunmal in der Schweiz beschränkte Möglichkeiten, beschränkte Fläche, beschränkte Ausbaumöglichkeiten, Einschränkungen beim Ausbau von Infrastruktur, Versorgung, Bildung, Wohnraum usw. (ich könnte noch eine ganze Weile weitere Punkte aufzählen). Schaue mal auf dies: Österreich, Dänemark, Finnland, Norwegen haben eine ähnlich grosse oder kleinere Bevölkerung, aber bedeutend mehr nutzbare produktive Flächen.

    Zudem ist das Abzügeln von qualifizierten Menschen aus fremden Ländern absolut unsozial. Die Ausbildungen wurden dort geleistet und bezahlt, wir sind nur die Profiteure. Auch in diesen Ländern wären diese Fachkräfte ausgesprochen wichtig. Von wegen Restriktionen, schaue mal, was Australien, Neuseeland und Kanada machen. Da kann nur dauerhaft bleiben, wer einen gesicherten Job vorweisen kann. Das ist doch sicher keine schlechte Lösung.

    Wohlverstanden, ich spreche in meinen Überlegungen nicht von Ausländern, ich spreche von Menschen ganz allgemein. Ich habe mit Garantie nichts gegen Ausländer, so lange sie sich hier integrieren und unsere Kultur respektieren (was für mich auch eine Sache des Anstandes und eine Selbstverständlichkeit ist). Wer hier dazugehört, ist herzlich willkommen und hat alles Recht hier zu sein und zu bleiben. Ich wehre mich gegen Kriminelle und Einwanderer in die Sozialwerke, nicht die arbeitenden Menschen.

    Das Problem ist eben: es hat ganz einfach zuviele Menschen. Und: ohne Gegenmassnahmen haben wir keine Zukunft. Die Politik hat in all den Jahren nicht den geringsten Fortschritt erreicht und offensichtlich auch keine Idee, wie das gelöst werden könnte. Wenn ich jetzt all die schlichtweg idiotischen Argumente der Gegner der Nachhaltigkeitsinitiative höre, dann schaudert es mich. (Anmerkung: Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie SVP gewählt, ich richte mich nach dem gesunden Menschenverstand, nicht nach den Parteien).

    Mann, bin ich froh, schon so alt zu sein!

    Gruss

    Roland

  • Mann, bin ich froh, schon so alt zu sein!

    Ja und neeeein

    gestern Abend hat mich eine junge Frau beim Wandern auf die Stockflue unweit von meinem Haus überholt. Das für sich alleine wäre ja noch kein "Drama", aber ich war immer noch am herauflaufen, etwa bei knapp 3/4, kam sie schon wieder herunter, inkl. Pause gemacht zu haben.

    Die Politik hat in all den Jahren nicht den geringsten Fortschritt erreicht und offensichtlich auch keine Idee, wie das gelöst werden könnte

    Es gibt halt nun mal nicht immer Ideallösungen. In Afrika sollten die Menschen sich z.B. mit der Modelleisenbahn beschäftige, was auch immer, jedenfalls nicht exzessiv für Nachwuchs sorgen und das Zuviel davon u.a. in in die CH exportieren. Das war ja bei uns in der CH auch nicht anderst, zu Zeiten vom Wilhelm Tell 1291 bis zu Alfred Escher 1819-1882 leben viele Schweizer eher in ärmlichen Verhältnissen im Vergleich zu Frankreich, Deutschland und Österreich, aber Kinder wurden gemacht, als wäre es ein Wettbewerb.

    Heute längstens nicht mehr. Tell und die Helvetia müssten für Bébés sorgen wie nie zuvor. Viele Frauen wären da aber nur einverstanden, wenn wir nordische Steuerverhältnisse hätten. Blos nicht.

    Anmerkung: Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie SVP gewählt

    Das kann ich bei Deiner Argumentation fast nicht glauben. Aber ich glaube es Dir trotzdem, weil Du der Roland bist :thumbsup:. Ich habe da nicht so Hemmungen und schon ein paar mal für die SVP gestimmt. Zuweilen aber auch schon für die SP, ganz selten, aber auch schon für die Grünen, für die FDP und ex CVP sowieso. Es braucht beide Kräfte in der CH.

    Und in den USA sind die Republikaner doch selber schuld, dass sie ausgerechnet Donald Trump wählten. Der ist ja gar kein echter Kapitalist was ich unter diesem Begriff verstehe. Der altersgeschwächte Biden hat eine viel bessere USA hinterlassen, als es Trump je zustande bringen wird. Bei ihm wäre es schon ein Fortschritt, wenn er nicht noch mehr kaputt macht und zerstört. Da muss man sich nicht wundern, wenn die Linken Oberwasser bekommen. Aber auch die haben keinen Zaubertrank der Gallier. Wenn das Wirtschaftswachstum gerade eine Pause hinlegt, dann hat jede Partei Schwierigkeiten damit. In solchen Phasen hat der Rattenfänger von Hameln Hochkonjunktur, aber dieses mal kommt der nicht aus Deutschland, sondern es ist Donald Trump aus New York bez. Washington.

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)