Märklin 3056 Krokodil Be 6/8 III 13302 grün. Dito 8356 HAMO in Gleichstrom.

  • Von 1947/48 bis 1975 gab es von Märklin das berühmte grosse schwere Krokodil CCS 800 bez. "3015". Auch wenn das "3015" mittlerweile seit fast 50 Jahren aus dem Katalogangebot verschwunden ist, dieses Modell war so eindrücklich imposant, dass es trotz seiner mässig korrekten Darstellung bis zum heutigen Tag immer wieder mal von Märklin als Sondermodell angeboten wird. Jedoch in den 1970-er Jahren war Märklin bestrebt, einerseits massstäblichere vorbildgetreue Modelle anzubieten, anderseits gleichzeitig seinen Kostenaufwand zu senken.

        

    Das Krokodil 3056 entsprach diesem Anspruch perfekt. Dass das 3056 Krokodil um ganze Faktoren massstäblicher und somit vorbildgetreuer war, darüber besteht kein Zweifel. Dazu war es noch viel einfacher und günstiger in seiner Herstellung. Einen Teil dieser Ersparnisse wurde an die Kundschaft weiter gegeben, das neue Krokodil war ca. 25% günstiger als das Vorgängermodell 1975 kostete: Alle die vielen Details an den Vorbauten waren nur noch angegossen, statt real angesetzt. Von 6 Triebachsen waren nur noch 3 Achsen angetrieben. Bei AC wurde auf den Lichtwechsel verzichtet, der Motor und das ganze Getriebe waren deutlich vereinfacht ausgeführt, gegenüber dem 3015. Der 3056-Antrieb entsprach weitgehend dem Märklin Standard von 1976.

    Das Motorschild für die 3056 / 8356 war zuerst beinahe transparent! Später weiss, später schwarz.

         

    Märklin 3056 Krokodil für AC Wechselstrom und 8356 1976/77 für Gleichstrom. (AC Motor und Platine mit 4 Dioden).

    Etwas einfaches kompliziert darstellen ist keine Kunst, etwas Kompliziertes einfach darstellen dagegen schon. Märklin beherrschte diese Vorgehensweise wie niemand sonst. Trotzdem, es dauerte seine Zeit, bis das 3056 mein "Will haben" erreichte. Dabei hat das Märklin HAMO 8356 Modell auch seine Vorzüge, ausgerechnet beim Vorbild einer vergleichsweise langsamen Gelenklok mit Stangenantrieb: die Gleichstrom HAMO 8356 Be 6/8 III 13302 ist schnell, wirklich schnell :D . (Nur die alten Versionen um 1976/77 herum, welche zu Beginn noch trotz DC mit der Feldspule (statt Magnet) ausgerüstet wurden. In Sachen Tempo nimmt es diese "Re 6/8 13302" locker noch mit der Re 460 oder Taurus auf...

    Das Vorbild ist für 65 km/h gemacht, gerade noch so verträglich sind 75 km/h und alles darüber hinaus ist unrealistisch. Spätestens bei 120 km/h besteht das Risiko, dass sich die Triebstangen verbiegen oder gleich wörtlich davon fliegen. Nicht so das Märklin Hamo 8356 Modell; wenn es gut im Zustand, sauber und - frisch - geölt ist, vertragen seine Triebstangen >200 km/h oder auch noch mehr... Von so einem Krokodil konnten die SBB nur träumen.

    Märklin 3056 und Hamo 8356. 1976 bis 1981. Für ein bald mal 50-jähriges Alter und wenn man bedenkt, dass man mit den Fingern genau dort die Lok anfasste, wo sich die Aufschriften befanden, kann man der klassischen Märklin Beschriftung nichts vorwerfen. Mal schauen ob die aktuellen Beschriftungen auch so langlebig sind? Falls nicht, müsste dies sowieso der Genration nach uns auffallen...

        

        

    Die R1 Schrifthöhe beträgt gerade mal 1,0 bis 1,5 mm... // Modelle mit Pantos Typ 8 - nicht verwechseln mit späteren Varianten - findet man auch nicht mehr so häufig.

    Das Getriebe wird das Selbe sein, da ist mir nichts aufgefallen. Wunderlich, den Märklin Hamo H0 Gleichstrom-Motor gab es ab 1966. Er entspricht dem zeitgleichen AC Motor, einfach anstatt der Feldspule mit Permanentmagnet ausgerüstet. Was mag Märklin dazu bewogen haben, 10 Jahre später 1976 für sein DC Gleichstrom Krokodil 8356 - anfänglich - weiterhin auf den Feldspulenmotor und Dioden gesetzt haben? Parallel dazu waren zur selben Zeit anderen Märklin HAMO Gleichstrom Loks, deutlich günstiger im Preis, längstens mit dem Permanentmagnet ausgerüstet.

         

         

    Der Schleifer für AC gab keine Beanstandung. Anderst der DC-Schleifer: der federt eindeutig zu wenig und für total 8 Achsen, davon nur 2 für die Stromabnahme, das ist keine Meisterleistung.

    8356 mit total 4 Dioden 1976. Je 2 für Fahrtrichtung und die selbe Dimension für den Lichtwechsel. Original Märklin Ausführung ab Werk.

    Falls eine gute V/max Absicht war, Märklin hat es unterlassen darauf hinzuweisen, dass seine Gleichstrom 8356 HAMO Krokodil-Lok Be 6/8 III 13302 (wenigstens zu Beginn 1976/77 ausserordentlich schnell war...

    spätere normale Märklin 8356 Hamo Gleichstrom Version mit Permanentmagnet. Ca 1977/78 bis 1981. Die Platine war die selbe, jedoch 2 Dioden für den Motor entfallen, 2 noch vorhandene Dioden für den Lichtwechsel.

    Die schnelle Hamo Be 6/8 III 13302 Bj 1976 ist nur eine kleine Anekdote. Im Jahre 2024 kann man Märklin HAMO H0 Gleichstrom-Fahrer mit 40 - 60 jährigen Modellen an einer Hand abzählen. Und wenn es solche doch noch gibt, würden die eher fragen, wie kann man der Märklin Hamo Be 6/8 III 13302 das Rasen abgewöhnen... So ändern sich die Zeiten und Ansichten.

    Roco als eigentlich typischer DC Produzent hätte nie den heutigen Erfolg erreicht, wenn sie einzig auf Gleichstrom gesetzt hätten. In den 1970-er, 1980-er / 1990-er Jahren kauften in der CH mehr Leute Roco für das Märklin System, als Märklin Loks für Gleichstrom Analgen. Heute rund 50 Jahre später ist es viel ausgeglichener oder gar umgekehrt? Viel herausfordernder als welche Art Motor verbaut ist, sind bei alten Hamo H0 Gleichstrom Modelle von Märklin, dass anstatt DC Radprofile, damals bis auf die Isolierung, normale Märklin AC Räder verwendet wurden. Das ging für Fleischmann und Lima Gleise mit 2,7mm Schienenprofil haarscharf gerade noch gut (damalige NEM Normen), aber auf heutigen 2,5 mm Gleisprofilen, geschweige für H0 DC Finescale passen diese Räder längstens nicht mehr.

    Gruss

    Hermann

  • Das Märklin Hamo Krokodil war immer ein Wunschmodel welches ich in meiner Kindheit gerne gehabt hätte aber eben einfach zu teuer war. Erst später konnte ich mir mit meinem Lehrlingslohn ein gutes Occasionsmodell kaufen welches bis heute immer noch freude macht. Die Stromabnahme an nur 2 Achsen ist schon eine Schwachstelle, es gab aber mal Nachrüstteile welche es erlaubten von 3 Achsen den Strom abzunehmen. Ich kann nur noch vermuten wer diese angeboten hatte. Entweder Loki-Spengler oder Emag? Auf meinen Fleischmann Profi Gleisen läuft das Hamo Krokodil problemlos (wie die meisten älteren Modelle auch, deswegen nutze ich immer noch diese Gleise).

    Irgendwann kam auch ein Roco Krokodil dazu. Im direkten Vergleich, also wenn die Modelle unmittelbar nebeneinander stehen, war das Roco Modell doch viel feiner detailliert und passte gut zu den dazu angebotenen Güterwagen von Roco besonders zu den so typischen FS Spitzdachwagen für Lebensmitteltransporte. Leider erwies sich das Roco Modell als nicht sehr langlebig, immerhin hatte es aber ganz anständige Fahreigenschaften, wohlgemert im Analogbetrieb bei vorbildnäheren Geschwindigkeiten. Das Roco Modell hat sich längst in der Bastelkiste aufgelöst, das Hamo Krokodil ist ziemlich robust gemacht und eilt immer noch dann und wann mit alten Güterwagenmodellen über die provisorisch aufgebauten H0 Gleise


    Beat

  • Herzlichen Dank Hermann für diesen tollen Bericht!

    Bei uns war das so...

    Zuerst hatten wir eine Lima Bahn - meine Eltern bauten diese auf einem schönen Brett auf, Swiss Express Ae 6/6 (2x) fuhren dann um und durch die Berge:rolleyes:

    1976 dann der Umstieg auf Märklin H0 - da war auch ein Krokodil dabei, dies aber die Lok von meinem Vater. Es war eine späte 3015, die bei Cenci in Riehen noch zu haben war (dort gab es auch eine gefühlt riesige Modellbahnanlage!

    Auch danach wurde es nie etwas mit einem Krokodil, bis ich eines von meinem Onkel erbte - eine 3556, die heute mit ESU Lopi 5 sehr fein fährt. Diese ist zumindest optisch ja eine direkte Nachfahrin des 3056, auch wenn alles aus Metall ist.

    Heikel ist an dieser Konstruktion - auch an den neueren - dass die nicht angetriebene Lokhälfte durch Verschmutzung/Verharzung nur wiederwillig mitdreht - das sieht dann komisch aus... Reinigen und Pflege hilft aber zuverlässig.

    Gruss Christian

    Meine Fotos; Eisenbahnen (Schwerpunkt Gotthard) und Dampfschiffe: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/ - aktuelles Avatarbild zur Erinnerung an den im Schnee versunkenen Gotthard am 17. April 1999.

  • Heikel ist an dieser Konstruktion - auch an den neueren - dass die nicht angetriebene Lokhälfte durch Verschmutzung/Verharzung nur wiederwillig mitdreht - das sieht dann komisch aus... Reinigen und Pflege hilft aber zuverlässig.

    Das kenn ich auch. Ist aber einfach zu beheben und mit dem richtigen Schmierstoff brauchts auch nicht mehr Pflege als bei anderen Modellen


    Beat

  • Guten Abend Christian,

    Was Du kennst den Cenci in Riehen?!?

    Oben hatte er die Velos und unten die Eisenbahnen. Bei Cenci habe ich als Schüler mein ganzes Sackgeld verbraten.

    Eisenbahnen sammeln ist gesünder: Ich mag mich noch an einen Vorfall erinnern, man konnte für nur CHF 18.50 einen einfachen Velo Tachometer kaufen, zur Selbstmontage, den Mitnehmer galt es richtig herum in die Speichen zu klemmen. Zuerst habe ich den Mitnehmer falsch herum montiert, was zur Folge hatte, dass sich der Zeiger unter 0 bewegte. Also alles nochmals von vorne. "Dummerweise" ging der Tacho bis 65 km/h, gerade aus schaffte ich das mit dem für heutige Verhältnisse schweren Velo nie. (etwa bis 40-45 km/h). Also mit dem Velo zum Chrischona-Turm bez. Kirche herauf, der höchste Punkt von Basel, immerhin 522 Meter über Meer. 2 x ging es gut, aber mit nur laufen lassen kommt man nicht über 50 km/h hinaus. Beim 3. Versuch mit bergabtreten waren die 65 km/h erreicht. Aber oh Schreck, bei der 1. scharfen Rechtskurve vom Wyhlenweg wurden 3-4 Kühe zum nahen Stall getrieben. Diese selbst beanspruchten die ganze Strasse und eher noch gefährlicher, was hinten heraus kommt, macht den Strassenbelag wie Schmierseife... Das Velo kippte bedrohlich hin und her, aber bin weder umgefallen noch in die Kühe gefahren.

    Bei Cenci habe ich (nach Kleinbahn) meine erste HAG Lok gekauft, es war die braune BLS Re 4/4 261 bez. 161. Das Cenci Geschäft ist mittlerweile längstens Geschichte.

    Modelleisenbahnen:

    ja, dass sich die Räder vom Laufdrehgestell etwas langsamer bewegen, ist eine Eigenart vom 3056. Wie ihr beschreibt, es muss sauber sein und eine Nuance Oel haben. Vor allem man muss mit dem Krokodil 3056 (wie mit allen Loks) fahren. Wenn sich die Räder vom Laufdrehgestell zu schwergängig drehen, das ist ein typischer Stillstand-Effekt. Es gibt da 2-3 Forumisten, mindestens, die haben gut das Doppelte an Modellen. Aber schon bei mir: für einen kleinen Service ist 5-10 Min nicht übertreiben, wenn man bei der "letzten" Lok angekommen ist, ist gerade etwa die Zeit herum, vorne wieder zu beginnen. Und das Kontrollieren, ob die Schaumstoffe der HAG, Fulgurex, Liliput u.a. Kartons noch gut sind, das kommt noch dazu. Als Sammler muss man schon etwas verrückt sein ;) :facepalm:. Aber bei Eisenbahn-Modelle ist halt nicht weniger gleich mehr, was ein rechter Jäger und Sammler sein will...

    Beat

    ja Roco war zu der Zeit das deutlich feiner detaillierte Modell. Zum Glück hat Roco die Ce 6/8 II gefertigt, so war es keine Konkurrenz zu Märklin, sondern beide profitierten von einander. Die Leute welche es nicht interessiert, haben eh kein Krokodil. Aber die welche Modellbahner sind: das geht ja nicht, dass man nur eine der verschiedenen Antriebsvarianten besitzt. Der ursprüngliche Antrieb mit der Blindwelle und Dreieckrahmen ist optisch deutlich attraktiver und man wundert sich, dass das überhaupt dreht und funktioniert. Doch in alten Eisenbahn Büchern ist zu lesen, wenn die Ce 6/8 II nicht überlastet wurde und gute Pflege zuteil wurde, sie soll die deutlich besseren, ruhigeren Laufeigenschaften gehabt haben, trotzdem, dass es die 6-7 Jahre älteren Maschinen sind.

    Also meine alte Roco Ce 6/8 II läuft noch einwandfrei, aber es ist schon so: viele Teile davon sind sehr spröde geworden. Märklin ist im Durchschnitt markant langlebiger. Moderne Manager würden vielleicht argumentieren: wieso? 2 Jahre hat man Garantie, bei 10 Jahren wäre das 5 x länger. Wenn jeder Autofahrer nur alle 40 Jahre, d.h. 1 x maximal 2 x in seinem Leben ein neues Auto kaufen würde, das hätte VW und Mercedes nicht so gerne...

    Analog ist cool:)

  • anbei noch etwa mehr Fotos, Nachfahren vom 3056 Märklin Krokodil.

    Es ist erstaunlich wie modern die Märklin 39560 Krokodil Lok mit dem C-Sinus Motor von 2007 wirkt, aber im wesentlichen sind es immer noch die Grundkomponenten von 1976.

    Detail der HAMO Lok 1976 - 1981.

    Märklin Gleichstrom war damals nicht auf Roco Kompatibilität ausgelegt, sondern neben Märklin war Fleischmann der bekannte grosse deutsche Modellbahn Hersteller. Der FLM-Pilzschleifer ist heute nach 40-50 Jahren kaum mehr bekannt. Er hat rein gar nichts mit Strom für den Antrieb zu tun, die Lok läuft genau so gut ohne diesen "Schleifer", den längstens nicht alle HAMO Loks haben, geschweige andere DC Hersteller (ausser FLM).

    Dieser Pilzschleifer ist ein zuverlässiger Kontaktauslöser, in Verbindung mit dem FLM-Kontaktblech welches zwischen die Gleise geklemmt wird, um "automatisch" von der Lok her, Signale, Weichen, Relais, Barrieren und Dergleichen, Schaltimpulse auszulösen. Sie erfüllen einen ähnlichen Zweck, wie Reed- oder auf Deutsch SRK Kontakte.

         

    Märklin 3356 Krokodil 13302 grün, Metallguss Gehäuse, Version 1985.

    Diese Version habe ich sehr gerne. Aber heute würde man dies vielleicht als Anachronismus empfinden: Ein echter Wechselstrom Motor mit Feldspule, und dem typischen einfachen Märklin Relais und Vorschaltelektronik. Diese verhindert der Märklin typische "Bocksprung" von den mechanischen Märklin Relais. Damals neu mit dieser Vorschaltelektronik ausgerüstet, war auch (wieder) der Lichtwechsel vorhanden. Was Märklin schon bei Modellen aus den 1950-er Jahren zustande brachte. Die alten Relais hatten 2 Kontakte, DAS Märklin Relais von 1957 - 1985 nur noch einen Kontakt. Die Verdrahtung ist original, am Kabelsalat störte sich damals niemand.

    Aber knapp 40 Jahre später fragt man sich: wenn Märklin imstande war, 1985 die gross angekündigte Digital Neuheit auf den Markt zu bringen, - wieso benutzten sie Analog noch den mechanischen Umschalter? Ich finde diesen Zwischenschritt noch spannend und an der Qualität gibt es nichts auszusetzen, die Lok funktioniert heute noch genau so gut wie vor 40 Jahren.


        

       

    Märklin 39560 Be 6/8 III 14310 Bj. 2007. Mechanisch ist es immer noch die Grundversion von 1976. Doch der Motor (Vorderseite) wurde durch den C-Sinus Antrieb ausgetauscht und Digital ist längstens zum Standard geworden.

    Das Modell ist eine Rarität, es handelt sich um einen Fehldruck! Die Nummern Ce 6/8 III 14301 - 14318 sind Ce Maschinen. Die selben Loks später ab 1956 für 75 km/h gefahren, haben die Nummern Be 6/8 III 13301 - 13318 sind Be. Die Aufschrift Be 6/8 III 14310 ist höchst unwahrscheinlich. Märklin bemerkte den Fehler, die meisten 39560 Modelle sind korrekt als Ce 6/8 III 14310 beschriftet.

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

    2 Mal editiert, zuletzt von Longimanus (24. Juni 2024 um 01:56)

  • Hallo Hermann

    Besten Dank für deine weiteren, sehr interessanten Ergänzungen!

    Was Du kennst den Cenci in Riehen?!?

    Oben hatte er die Velos und unten die Eisenbahnen. Bei Cenci habe ich als Schüler mein ganzes Sackgeld verbraten.

    Ja natürlich! Das war für unsere Familie quasi der "heilige Gral" der Geschäfte!

    Auf ihrer Website findet sich auch viel zur Geschichte (das haben sie sehr schön dargestellt, auch wenn die Spielwaren- und die Eisenbahnabteilung leider fehlen): https://cencisport.ch/über-uns/geschichte

    Dort ist unser Bekannter auch in Bild und Text zu finden...

    So stammen neben Märklin-Rollmaterial auch unsere Velos um in die Sekundarschule zu fahren von dort (Silo mit 5 Gang Rahmenschaltung, meins in Blau, das von meinem Bruder ein Jahr später in Rot!).

    Die Anlage war eigentlich ein grosses Oval mit mehreren Strecken - eigentlich im Stil der Fleischmann-Messeanlagen. Allerdings war das Gebirge in der Mitte angeordnet, so dass die Anlage zwei unterschiedliche Seiten aufwies - herrlich damals :rolleyes:

    Gruss Christian

    Meine Fotos; Eisenbahnen (Schwerpunkt Gotthard) und Dampfschiffe: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/ - aktuelles Avatarbild zur Erinnerung an den im Schnee versunkenen Gotthard am 17. April 1999.

  • Mein HAMO-Märklin Krokodil ist in der Regel vor dem Liliput Weiacher-Kieszug im Einsatz.

    Die Lok ist mit einem Permament-Magnetfeld und 4 Dioden versehen.

    Ich habe noch zusätzliche Griffstangen aus Stecknadeln angebracht und die Stromabnehmer durch vorbildgerechtere Ersetzt (Typ BBC, die meisten Be 6/8 hatten jedoch MFO Bügel). Farblich habe ich die Griffstangen und die Warnschilder auf den Vorbauten gelb und das Dach grau gestrichen. Damit die Lok auf Roco-Line-Gleisen fahren kann, habe ich die Spurkränze mit der Feile geschwächt.

    Die Lok wird Analog betrieben, während ich das Nachfolgemodell von Trix digitalisiert habe.

  • Hallo Rufi,

    das hast Du denn schön gemacht :thumbsup: Du hast ausgeführt, was eigentlich Märklin schon 1976 hätte tun sollen...

    Mit den Rädern, das ist halt so. Märklin hat sich vor 50 Jahren weit aus dem Fenster gelehnt, dass das 8356 auf jeder üblichen 2-Leiter Modellbahn Anlage fahren würde. Auf Fleischmann Anlagen schon, deren damalige Gleise hatten eine Pofilhöhe von 2.7mm. Aber selbst dort, Reserven hat es keine, es geht gerade noch so. Heute wird bei H0 DC das Spurmass und die andere DC Radprofilform berücksichtig, früher waren es bei den HAMO 2-Leiter Modellen isolierte Märklin Radsätze mit deren AC Radnormen. Wobei man bemerken muss: ausser bei H0 Gleisen aus Japan, übliche H0 Spielbahn Gleise hatten auch in DC Gleichstrom 2,7 bis 3,0 mm Gleisprofil Höhen. Roco war mit damals 2.5 mm durchaus dem Zeitgeist entsprechend modern.

    Nah dies nah hat Märklin denn auch sein Krokodil verbessert. Eine Zeit lang waren die 3056 wie verschwunden weg vom Markt, jetzt tauchen sie an Börsen immer wieder auf, die 3056 Standard Versionen sind nicht wirklich selten. Es ist ein Modell welches den Modellbahner förmlich aufruft zum verfeinern und verbessern. Kaum war das 3056 ab dem Jahre 1976 erschienen, gab es von diversen bekannten Modellbahnhändlern gesuperte Modellversionen. Allerdings dann je nach gewünschter Detaillierung zu Preisen im Bereich CHF 340.- bis CHF 750.-

    In der 2. Hälfte der 1970-er Jahre wurden die meisten neuen Märklin Modelle diskret vereinfacht, billiger, ausgeführt. Vielleicht spielt eine Rolle, dass ab etwa 1975/76 begann Roco aus voller Kraft sein H0 Programm auszubauen, (mit Teilen aus dem D-Röwa Programm).

    Das neue Märklin Krokodil AC 3056 / DC 8356 bot gute Spiel-Qualität und feine Detaillierung. Generell bot Märklin ein sehr gutes Preis / Leistungsverhältnis an, Trix-Express und Fleischmann waren preislich eher höher. Aber beim Krokodil verlangten die Göppinger eine Art Prestige Zuschlag, oder heute würde man sagen; Kaufkraft Abschöpfung.

    1975 letzter Jahrgang wo das Krokodil 3015 offiziell im Katalog aufgeführt wurde, 1975 zu CHF 335.-

    1976 erster Jahrgang wo das Krokodil 3056 als Neuheit im Katalog erschien, ab 1976 zu CHF 260.-

    Eine Ersparnis von immerhin 22%. Doch wenn man überlegt, dass am 3056 gegenüber dem 3015 fast nichts dran war, ist CHF 260.- ein sehr stolzer Preis, heute 50 Jahre später kosten schlecht erhaltene 3056 Exemplare CHF 40.- bis 50.- und einwandfreie 3056 Exemplare 120.- / 160.- / 180.- (Gemeint sind immer die üblichen häufigeren Grundversionen. Grundsätzlich gibt es am Märklin 3056 SBB Krokodil Be 6/8 III nichts Grösseres auszusetzen. Zinkdruckguss Fahrwerk, Kunststoffgehäuse wie es in den 1970-/ 1980-er üblich war. Massstäbliche Ausführung, robuster Motor. Gute Zugänglichkeit bezüglich Service Arbeiten wie Lämpchen-, Kohlenbürsten-, Haftreifen- Austausch.

    Doch schaut man genauer hin, hat Märklin unauffällig gespart wo es nur ging. Bis auf die Dachleitung sind die meisten Gehäusedetails "nur" geprägt, nicht aufgesetzt. Vergleicht man den technischen Aufwand vom Vorgängermodell 3015 oder später vom Märklin Trix Big-Boy z.B. Trix 22598 Bj. 2005, da wirkt das 3056 beinahe billig ausgeführt, obwohl das Krokodil seit jeher bei Märklin immer ein Prestige Objekt war.

    Heute "liebe" ich auch das damals "teure-billige" 3056 / 8356, weil es eine Erinnerung an die Jugendzeit war.

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Auch hätte Märklin damals das Untergestell grau, statt schwarz darstellen müssen.

    So schwarz war das graue Untergestell bei grosser Verschmutzung nicht.

    Dafür wurde bei er ersten Version der Ae 3/6 ll 3151 von Märklin das Untergestell grau statt schwarz dargestellt.

  • Es ist ein Modell welches den Modellbahner förmlich aufruft zum verfeinern und verbessern. Kaum war das 3056 ab dem Jahre 1976 erschienen, gab es von diversen bekannten Modellbahnhändlern gesuperte Modellversionen.

    ...Und es gab im Fachhandel entsprechende Zu-/Nachrüstsätze zu kaufen für Selfmade, wie dies bei meinem grünen 3056 der Fall ist.