Aus Sturzi's 3D-Druckerei

  • wie gross ist der nun ermittelte Unterschied der Durchmesser von Spindel und Ring?

    Spindel: Konstruiert 57.0, gedruckt 56.6 (keine Ahnung warum so viel kleiner)
    Ring: Konstruiert 57.4 (habe hier 0.4 mm Zugabe vorgesehen), gedruckt 57.5

    Ich habe die Erfahrung machen müssen, dass man nicht einfach eine allgemein Zugabe ermitteln und immer anwenden kann. Das Ergebnis schwankt stark, je nach Material, Drucker, Slicer, Düse, Druck-Temperatur, etc.

  • Ich glaube, da kann ich etwas abschauen

    Abschauen (und auch nachmachen) ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht 👍 .

  • Ich habe die Erfahrung machen müssen, dass man nicht einfach eine allgemein Zugabe ermitteln und immer anwenden kann. Das Ergebnis schwankt stark, je nach Material, Drucker, Slicer, Düse, Druck-Temperatur, etc.

    Ja. Diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Allerdings konnte ich inzwischen als recht passenden Standard (bei meinen Hausmodellen) eine allseitige Toleranz von 0.15mm ermitteln. Mit anderen Worten: ein Teil, das ich in ein anderes einpassen möchte muss dem Umriss entlang 0.15mm kleiner gezeichnet werden (mit der dafür vorgesehenen Funktion auf Onshape ein Kinderspiel).

    Aber natürlich richtet es sich - wie du schreibst - auch nach der Grösse der Objekte und nach den genannten Faktoren ab.

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Zuerst muss mein Bambi ankommen, ist leider erst auf dem Weg zu mir

    Ah cool!

    Du bist also sozusagen "In Erwartung eines freudigen Ereignisses" 😀 .

  • Heute habe ich noch eine Modifikation an meiner Ablage-Konsole beschlossen. Die 5 Ablagen à je 300 x 300 mm erscheinen mir insgesamt eher zu gross. Vor allem oben, wo schwere Last bezüglich Stabilität eher ins Gewicht fällt, scheinen mir die Ablagen zu gross.

    Nun mache ich die unterste Ablage wie gehabt 300 x 300 mm und reduziere die Kantenlänge bei jeder darüber liegenden Ablage um 25 mm. Somit wird die oberste Ablage noch 200 x 200 mm gross. Auch optisch scheint es mir so besser.

  • Das ist schlussendlich dabei herausgekommen:

    Ich bin wieder davon abgekommen, die einzelnen Schalen gestaffelt nach oben kleiner zu machen. Es sind jetzt alle gleich gross und zwar so gross, dass sie beim Drehen gerade an der Vitrine vorbeikommen. Das ist eine Kantenlänge von 270 mm.

  • Und ist das Ding standfest geworden?

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Und ist das Ding standfest geworden?

    Es ist natürlich auf ein Brett geschraubt. So hält es felsenfest.

  • Zuerst muss mein Bambi ankommen, ist leider erst auf dem Weg zu mir

    Kann man davon ausgehen, dass dein Bambi in der Zwischenzeit angekommen ist? Was ist es für ein Modell? Wie geht's damit? Womit konstruierst du?

  • Das Bambi ist inder Tat angekommen, aktuell leider noch in der "Aufzuchtbox", ist ein P1S Combo.

    Aktuell läuft gerade noch der Umbau vor dem Haus und im Keller. Sobald das abgeschlossen ist kann ich mit dem 3D Druck starten 😊

    sbb_bls_rm = DC Bahner 8) = bahnsiniger äh wahnsiniger Gruss Luca

  • Sobald das abgeschlossen ist kann ich mit dem 3D Druck starten

    Bin gespannt, was du berichtest.

  • «India», der jüngste Mitarbeiter in meiner Druckerei

    Heute habe ich den «Echo» durch den «India» ersetzt.

    Der «India» ist ein Bambu A1 combo (mit AMS zum automatischen Filament-Wechsel).

    Der «Echo» war auch schon ein A1, aber ohne AMS. Aktuell befinden sich in meiner Druckerei der «Golf» (Prusa XL), der «Hotel» (Bambu A1 mini combo) und jetzt neu der «India» (Bambu A1 combo).

    Für den «Echo» habe ich ein gutes Plätzchen gefunden, wo er sich in Zukunft mit dem Drucken von Mauern, Fassaden, Hausdächern, Fenstern, Möbeln, Dachkäneln, Spritzkannen, Fässern, etc. vergnügen darf.

  • wo er sich in Zukunft mit dem Drucken von Mauern, Fassaden, Hausdächern, Fenstern, Möbeln, Dachkäneln, Spritzkannen, Fässern, etc. vergnügen darf.

    🥰🥰🥰 zuerst wird ‚Echo‘ in ‚Dagobert‘ umgetauft. Dan kann er ‚Doris‘ und ‚Didi‘ unterstützen…

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Die USM Haller Tische, die ich in meinem Büro / Arbeitsbereich habe, sind schön und stabil. Aber es ist schwierig, Kabel den Kanten entlang zu führen, ohne dass diese herunterhängen.

      

    Um dem abzuhelfen, habe ich Kabel-Aufhänge-Klammern entworfen und gedruckt.

      

    Mit den Klammern sind die Kabel innerhalb der Chromstahl-Träger aufgehängt und nur noch dort sichtbar, wo sie zwangsläufig an die Tisch-Oberfläche führen müssen. Die Klammern sieht man zwar, aber sie sind diskret und stören nicht.

      

    So sieht die Klammer aus. Sie ist aus PETG, damit sie stark und elastisch ist und nicht auseinander bricht wenn man sie spreizt. Die Klammer ist konstruktiv etwas vorgespannt, d.h. die beiden Schenkel sind gegen oben zulaufend, damit ein satter Sitz gewährleistet ist.

  • In letzter Zeit haben sich in meiner 3D-Druckerei wieder einmal Änderungen ergeben. Das Hin- und Her zwischen dem Prusa Slicer mit dem Prusa Connect und dem Bambu Studio mit der Bambu Cloud und die unterschiedlichen Bedienungs-Konzepte zwischen der Prusa- und der Bambu-Welt haben mich zunehmend irritiert und manchmal gar genervt. Jetzt habe ich meinen letzten Prusa Drucker, den XL, ersetzt durch ein ganz neues Modell von Bambu Lab, nämlich den H2S Combo (*). In meiner internen Bezeichnung nach dem ICAO-Alphabet (**) heisst der Neue Juliet.

    Der Bambu Lab H2S ist ein Grossraum-Drucker mit einer Bauraum-Grösse von 340 x 320 x 340 mm. Damit ist er ähnlich gross wie der ersetzte Prusa XL, welcher eine Bauraum-Grösse von 360 x 360 x 360 mm hat. Diese unwesentliche Einbusse an Bauraum kann ich gut verkraften. Der H2S hat einen geschlossenen Bauraum mit aktiver Bauraum-Heizung bis 60° und damit ist er in der Lage, anspruchsvollere Materialien wie ABS oder ASA zu drucken. Die Filament-Zufuhr erfolgt aus dem AMS 2 Pro (*), welches im H2S Combo (*) enthalten ist.


    Übersicht über meine Druckerei. V.l.n.r. Bambu Lab A1 mini combo Hotel, Bambu Lab A1 combo India und Bambu Lab H2S combo Juliet.


    Den A1 mini Hotel brauche ich hauptsächlich für kleine und feine Sachen in PLA. Er druckt meist mit einer 0.2 mm Düse. Das AMS lite (*) macht ihn sehr gut geeignet für Mehrfarben-Druck.


    Der A1 India ist meist mit einer 0.4 mm Düse bestückt. Dieser Drucker kommt für mittelgrosse Teile zum Einsatz. Da hier auch ein AMS (*) vorhanden ist, eignet er sich sehr gut für Mehrfarben-Druck mit automatischem Filament-Wechsel. Auch PETG-Teile (hauptsächlich für die ChRB) werden vorwiegend mit diesem Drucker gefertigt, wobei das PETG, das möglichst trocken sein soll, dann aus der dahinter hängenden Trockenbox gefüttert wird.


    Mein neues Flaggschiff, der H2S Juliet kommt natürlich dann zum Einsatz, wenn der Bauraum des India zu klein ist. Auch wenn anspruchsvolle Materialien, die einen beheizten Bauraum fordern, verwendet werden, ist die Juliet der ideale Drucker. Im Gegensatz zu den anderen beiden, hat Juliet ein geschlossenes AMS, das mittels Silicagel trocken gehalten werden kann. Also wenn es bei Mehrfarben-Druck stark auf die Trockenheit der Filamente ankommt, ist Juliet nun die richtige Wahl.

    Ich hätte gerne die beiden AMS lite vom Hotel und vom India an die Pflanzentöpfe gehängt. Dazu habe ich eine entsprechende Aufhänge-Vorrichtung konstruiert und gedruckt. Leider musste ich das Projekt begraben, da ich das Gewicht des AMS lite mit vier vollen Rollen falsch eingeschätzt hatte. Die Ausragung (Abstand von der senkrechten Schale der Pflanzentöpfe nach vorne bis zum aufgehängten AMS), zusammen mit dem hohen Gewicht des AMS hat ein so grosses Moment bewirkt, dass es die Pflanzentöpfe (obwohl sehr schwer) nach vorne gezogen hat. Es bestand dabei die Gefahr, dass eines Tages so ein Topf auf einen Drucker heruntergefallen wäre. In der Zwischenzeit habe ich mich drein geschickt, dass die beiden AMS lite nun halt ganz normal neben den Druckern stehen, wie es eigentlich vorgesehen ist.

    (*) AMS = Automatic Material System = Vorrichtung, um bis zu vier Filament-Rollen einzuspannen und das Filament automatisch einzufädeln, zu füttern und ggf. zu wechseln
    AMS lite = offenes AMS, kommt beim A1 und A1 mini zur Anwendung
    AMS 2 Pro = geschlossenes AMS, zur Trockenhaltung des Filaments, kommt beim H2S zur Anwendung
    Combo = Drucker, der zusammen mit einem AMS angeboten wird

    (**) Das ICAO-Alphabet ist eine international standardisierte Buchstabier-Tafel, die vor Allem in der Luftfahrt eingesetzt wird. Damit heisst es einheitlich Alpha, Bravo, Charlie, ... und nicht nach tausend verschiedenen, zum Teil frei erfundene Buchstabier-Hilfen wie Anna, Berta, Cäsar, ... .

  • , zum Teil frei erfundene Buchstabier-Hilfen wie Anna, Berta, Cäsar, ... .

    Naja, so frei erfunden ist die deutsche Buchstabiertabelle auch wieder nicht.😂

    Aber ja: dank der weltweiten Globalisierung (ein Pleonasmus, wie ich gerade merke) hat sich das amerikanische Alphabet mittlerweile auch hier durchgesetzt. Sogar in der ZH-Polizeischule wird es heute für den Funkverkehr so gelernt.

    Emil buchstabiert in seinem berühmtesten Sketch ja nochmal anders: R wie Rückversicherungsgesellschaft.😉

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Röbi,

    Bei deiner Kadenz an neuen Druckern bin ich gespannt, wann Alpha Alpha in Betrieb geht. ;)

    Gruss Erwin


    Wer rast, der verpasst das Leben.

    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Alpha Alpha

    Ah, sehr gut! Ich habe mir schon den Kopf darüber zerbrochen, wie es nach Zulu weiter gehen soll. Da habe ich ja noch viel Potential, die Wirtschaft zu unterstützen 😀.