Piko Neuheiten SBB EW I Zugkraft Aargau

  • Hallo zusammen

    Vorgestern ist er angekommen, heute habe ich den Set (AC, Nr. 96619) zusammengestellt und mal ausprobiert. Erstes Fazit:

    - Der Steuerwagen enthält einen Decoder, Vorgabeadressse ist 4 (MM oder DCC). Zuerst hat er auf MM gar nicht reagiert, erst nachdem ich ihn mal mit DCC angesprochen habe. Seltsam.

    - Folgende Funktionstasten konnte ich evaluieren (ist nicht beschrieben):

    - F0: Licht (rückwärts: 3xweiss bzw. vorwärts 1xrot)

    - F3: 1x weiss = Parklicht. (Achtung, F0 muss man abstellen, sonst brennt bei Vorwärts-Schaltung weiss + rot unten rechts)

    - F4: Innenbeleuchtung beim Steuerwagen (der restliche Zug ist stets beleuchtet)

    - F7: Führerstandsbeleuchtung (logisch, vom Steuerwagen).

    Was mir weiter auffällt:

    - Die stromführenden Kupplungen sind zweipolig und gehen etwas streng zusammen. Die Wagen müssen mit viel Schwung zusammengestossen werden, damit die Verbindung klappt. Die Beleuchtung geht schnell an, selbst wenn die Kupplung nicht eingehakt hat.

    - Die Innenbeleuchtung wird nur im Steuerwagen, nicht aber im ganzen Zug geschaltet. Hatte eigentlich so was erwartet wie beim HAG-Dosto, wo der ganze Zug ein oder ausgeschaltet werden kann.

    - Der letzte Wagen (im Set markiert mit E) ist ein 2. Klasse-Wagen. Am einen Ende hat er eine normale Bügelkupplung. Alle anderen Verbindungen im Set haben die stromführenden Kupplungen.

    Im Original war es allerdings so, dass der Erstklass-Waggon (A) im fünfteiligen Zug als erstes nach der Lok kam, danach die drei 2. Klass-Wagen (B) und zum Schluss der Steuerwagen. Ich habe das so in Erinnerung und auch auf den Fotos, die im Internet verfügbar sind, ist das so zu sehen.

    Was ist also zu tun, um die richtige Reihenfolge hinzubekommen:

    Variante A): Die stromführende Kupplung beim A ausbauen und ablöten. Beim B diese wieder einbauen.

    Variante B): Hütchentausch von A und B, also das Gehäuse. Dabei muss auch die Inneneinrichtung getauscht werden.

    Die Varianten unterschieden sich letztlich kaum voneinander, da neben dem Abnehmen des Gehäuses, auch die Innenbeleuchtung abgeschraubt und die Inneneinrichtung entfernt werden muss (die Kabel zur Innenbeleuchtung werden da durchgeführt). Von daher habe ich mich für die Variante B) entschieden.

    Das Ganze hat ziemlich Nerven gekostet. Abschrauben der Beleuchtungsplatine ist kein Problem, das Ausclipsen der Inneneinrichtung hingegen etwas mühsam. Beim Mittelwagen (als dem ursprünglichen A) hängt die Platine ja links und rechts an den Kabeln.

    Wenn das Ganze dann ausgebaut ist, springen mit Sicherheit die Kulissenführungen raus (die eine Feder habe ich 2x gesucht).

    Der Zusammenbau ist dann recht knifflig, Die Erfahrung zeigt, dass es am besten geht, wenn die Kupplungsführungen sauber platziert sind (mit eingehängter Feder) und dann die Inneneinrichtung zuerst auf einer Seite eingeclipst wird (jetzt gleich das Kupplungsspiel prüfen!). Falls es nur schwer geht, ist sicher die V-förmige Gabel ausgehängt. Das ganze Spiel dann auf der anderen Seite. Wenn beides OK kann man den Mittelteil einhängen. Beim gesamten Prozess ist darauf zu achten, dass die Kabel unten in der Führung sind, zumindest aber genügend Spiel haben, damit die Kupplung ausdrehen kann. Zudem ist die Inneneinrichtung verdrehungssicher, da die Clipse auf den beiden Wagenseiten unterschiedlich angeordnet sind. Immerhin sind die A- und B-Wagen quasi baugleich. Danach die Platine anschrauben, das überschüssige Kabel wieder unter das bereits vorhandene Klebeband fixieren und das Gehäuse aufsetzen (die weissen WC-Fenster müssen je auf die Seite mit der WC-Kabine).

    Etwas pfrimelig ist das Vorhaben schon, da der Gehäuseboden recht detailliert und filigran ist, die Kabel sich gerne in den Trittbrettern verfangen und dieses dann abbrechen kann (ist mir passiert). Der Batteriekasten ist nur gesteckt, bei der Bremszug-Imitation muss ich noch schauen.

    Zum Schluss musste ich noch eine Kupplungen richten, besonders der eine Kontakt, der nur als Schlaufe ausgeführt ist (von unten gesehen auf der rechten Seite). Wer den Set hat, weiss schnell was gemeint ist.

    Auf jeden Fall übernehme ich keine Verantwortung, falls jemand das nachmachen will!

    Ich bin mir nicht sicher, ob den Tausch nochmals durchführen würde (fast 2 Stunden nerviges Gefuzzel), andererseits würde mich die falsche Abfolge immer stören.

    Denn bezüglich Wagenfolge bin ich heikel, das muss bei mir schon stimmen. Ich verstehe nicht ganz, warum dies bei der Produktion nicht berücksichtigt wurde, es hätte nicht mehr Aufwand erfordert. Seltsam.

    Zusammen mit der HAG Re 4/4 " 11181 Zugkraft Aargau, die bei mir seit 20 Jahren im Gestell liegt, ergibt sich nun ein schöner, wirklich stimmiger Zug.

    Schöne Festtage

    Chris

  • Bei den EW I sind doch die Drehgestelle bei den 1. Kl Wagen anders (Torsionsstab vs Schraubenfedern). Von daher verhebt das nicht ganz.

    Grüsse

    Rufer

  • Oha, das wusste ich nicht. Werde bei nächster Gelegenheit mal schauen, ob das im Modell so nachgebildet ist.

    Der Steuerwagen ist ja auch nicht 100% korrekt.

    Gruss, Chris

  • Dies kam allerdings erst gegen den Schluss, bis mind. Mitte 2000er (also genau in der Zeit in welcher der Zugkraft Aargau Zug verkehrte) hatte der Grossteil oder sogar alle A EW I NPZ noch die Torsionsstabdrehgestelle.

    Gruess,
    Patrick

  • Bei den EW I sind doch die Drehgestelle bei den 1. Kl Wagen anders (Torsionsstab vs Schraubenfedern). Von daher verhebt das nicht ganz.

    Grüsse

    Rufer

    Die Unterschiede bei den Drehgestellen sind mir auch im Original gar nie aufgefallen. Und ich bin viel mit den Schlierenwagen gefahren.

    Danke für den Hinweis :thumbup: - Sachen gibts, man lernt nie aus.

    Soweit ich sehen konnte (der Zug steht auf der Anlage), haben alle Wagen die gleichen Drehgestelle. Im Fahrbetrieb wäre ein Unterschied wohl auch kaum zu sehen, mit den vorgelagerten Trittbrettern.

    Das kommt mir natürlich sehr entgegen, sonst würde es mir wohl keine Ruhe lassen und ich müsste den ganzen Umbau inkl. Löterei vornehmen.


    Der nächste Schritt bei mir ist nun, den Decoder auf den ESU-Lopi der HAG-Lok abzustimmen.

    Und dann den Zug mit Figürchen zu bestücken. Wenn er schon beleuchtet ist, dann darf er nicht leer rumfahren.

    Gruss, Christian

  • Hallo zusammen,

    Zumindest am Modell ist es mir vorallem an den EW II (Roco) aufgefallen, dass hier unterschiedliche Drehgestelle existieren.

  • Korrigenda vom Beitrag Nr. 2:

    Die Führerstandsbeleuchtung ist auf F6 (nicht F7). 8|

    In der Re 4/4 II 11181 ZK AG habe ich einen LokSound 3.5 verbaut, diesen konnte ich einmal von einem Forumisten übernehmen. Das Funktionsmapping hat tiptop funktioniert, Lok und Steuerwagen hören auf die gleiche Adresse (DCC 63), die Funktionen sind schön entflechtet.

    Nun stört mich natürlich das fehlende rote Schlusslicht bei schiebender Lok. Bei EYRO habe ich noch einen lieferbaren MBT-Umbauset gesehen. Der aktuell eingebaute LokSound hat aber nur zwei freie AUX-Ausgänge.

    Könnte ich mit diesen dann die korrekte Beleuchtung schalten? Im Zugverbund wäre nur notwendig:

    - Lokseite 1: Vorwärts: 3 x weiss, Rückwärts 1 x rot

    - Lokseite 2: Vorwärts: 1 x weiss (rechts unten), Rückwärts keine Beleuchtung

    Das müsste sich mit dem Mapping auf F0 legen lassen - Bei Loks im Pendelbetrieb will ich die gesamte Beleuchtung mit einer F-Taste automatisch korrekt aufleuchten lassen. Hat sich bereits beim HAG-Dosto bewährt.

    Mit F10 wäre dann einfach der übliche Lichtwechsel (3x weiss, ggf. 3+1 weiss) schaltbar.

    Ich habe den Set noch nicht bestellt und die im Internet verfügbare Anleitung erklärt nicht, welche Beleuchtung mit welchem physischen AUX-Ausgang belegt sind. Vielleicht hat ja jemand noch eine Anleitung, aus der sich das ergibt.

    Falls dies nicht möglich ist, kommt - als Alternativszenario - der LokSound in eine HAG Re 6/6 und in die ZKAG ein neuer LokPilot 5 mit der notwendigen AUX-Ausgängen.

    Oder lässt sich ein rotes Schlusslicht einfach ergänzen (das würde mir an sich auch schon reichen)?

    Danke und Gruss, Chris

  • Noch vor der AUX Belegung würde ich mir die Frage stellen, ob dein Loksound eine 21MTC Schnittstelle für die MBT Platine hat? Wenn nein, könnte ich einen Adapter für Decoder am Kabel anbieten, aber dann hast du zwangsläufig nur F0f, F0r, AUX1 und AUX2.

    Wenn ich mich richtig erinnere, hat die MBT Platine folgende Belegung:

    F0f/F0r: Licht 3x weiss / 1x weiss
    AUX1: Rücklicht auf rot umschalten
    AUX2: Scheinwerfer zuschalten

    AUX3: zweites Rotlicht Re 4/4 II (mit F1 zusammen verwenden)
    AUX4: Führerstandsbeleuchtung

    Letztere zwei hast du mit einem Decoder am Kabel nicht (da Logikpegel). Beide Seiten unabhängig schalten geht mit der MBT sowieso nicht.

    --> Warum nicht der LED Kit von Hag selber?

    Alternativ gibt es auch noch von NMT einen Kit. Da brauchst du definitiv einen Lokpilot 5 / Loksound 5.

    Grüsse
    Rufer

  • Hallo Rufer
    Ja der Lokpilot hat eine 21MTC Schnittstelle. Die Lok wurde damals noch von HAG in Mörschwil digitalisiert und kam mit einem Lopi 3. Der werkelt jetzt in einer anderen Lok. Der LokSound 3.5 hat nur Aux1 und Aux2.

    Beim Kit von HAG ist die korrekte Lichtsteuerung wohl auch wieder nur über Kombinationen zu schalten, sofern man nicht beim LoPi ein Mapping machen kann und von der HAG-schen Vorgabe abweichen.

    Danke für den Hinweis mit NMT. Das sieht wirklich spannend aus!

    Grüsse, Christian