Neubau Bahnhof "Mostingen"

  • Salü Zäme,

    es gibt noch immer einen (gemalten) Bahnhof aus meiner Kindheit (Schandfleck) auf meiner Anlage, den ich lange schon gerne neu gestalten würde...

    Die Eckdatendes kleinen Nebenbahn-Bahnhofes:

    - Bahnsteig mindestens auf Gleishöhe

    - Der neue Bahnhof soll nach Schweiz aussehen.

    - Den beschränkten Platzverhältnissen Rechnung tragen.

    - Das Hintergrundbild möchte ich möglichst erhalten.

    - Das Gleisbild (2 Gleise mit Kreuzung) muss so erhalten bleiben.

    Ich weiss, dass das Gleisbild politisch nicht korrekt ist ;( , aber ich muss da nach oben und auch wieder runter fahren können. Das geht nur so. Der erste Versuch aus lädierten Bausatz-Gebäuden (und Teilen davon) etwas Bahnhofmässiges zu machen, scheiterte bereits in der Versuchsphase . Da in der Tiefe lediglich knapp 4 cm zur Verfügung stehen, sah das (vom deutschen Baustil mal abgesehen) etwas komisch aus :(. Ein Eigenbau würde mich daher reizen und wäre für meine Augen mal wieder eine Herausforderung. Über das Baumaterial bin ich mir auch noch nicht so im Klaren.

  • Ein guter Freund, der hier mitliest meinte, dass ein Riegelhaus typisch wäre für den Thurgau, wofür ich mich auch begeistern konnte... Nur war meine Suche im Internet diesbezüglich gar nicht so erfolgreich. Bahnhöfe mit Fachwerk scheinen nicht mal so häufig zu sein in der Ostschweiz. Da hat er mir einige seiner Ansichtskarten aus seiner Sammlung eingescannt. Also die Richtung stimmt schon mal:

    ...Aber "Das ist es!" war leider nicht dabei. "Häggenschwil" kommt meiner Vorstellung am nächsten. Vieleicht hat sonst noch jemand von Euch einen Tipp?

  • Muss es aus der Ostschweiz sein?

    Bahnhof Oberrüti AG?


    Gruss Roger

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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Danke Roger, dieser Tipp ist nicht nur warm, sondern ganz heiss :thumbsup:. Der Bahnhof darf nämlich nicht all zu gross sein und Du scheinst zu ahnen, was mir diesbezüglich vorschwebt und: Er soll ja lediglich spontan an die Ostschweiz erinnern. Kommt noch dazu dass ich noch keinen Fachwerkbau habe auf der Anlage.

    Ob es einen "Nachbau von einem Vorbild-Bahnhof" oder einen "Bahnhof im Stile von" gibt ist auch noch nicht entschieden. Aber Oberrüti ist schonmal in engster Wahl :thumbup: .

    Zur Namensgebung "Mostingen":

    In der Ostschweiz enden viele Orte mit "ingen". Dies rührt meist durch die Begründung der Siedlung durch eine (Familien-)Sippe (Inga = Sippe).

    Der Thurgau ist nunmal ein grosses Apfelanbaugebiet, wo nebst dem Obsthandel auch grosse Mengen zu Süssmost verarbeitet werden. So entstanden auch Kosenamen wie "Apfel-Kanton" oder "Mostindien", woraus ich dann (als eigenen Kosenamen) eben "Mostingen" ableitete ;) .

  • Hallo Valentin,

    danke für Deinen Vorschlag. Meine Vorstellung über die Grösse dieses Nebenbahn-Bahnhofes geht schon eher in jene Richtung von Roger's Vorschlag "Oberrüti".

    Also ein Bahnhof mit angebautem Güterschuppen. Geplant ist, das unschöne (gemalte) Bahnhofgebäude teilweise zu verdecken durch den (Relief-)Neubau. Ich hoffe auch, dass ich durch (über-)malen das jetzige Bahnhofgebäude (von dem was noch hervorguckt) so verändern kann, dass es nicht mehr als Bahnhofgebäude zu erkennen ist (kaschieren).

    Unten Mauerwerk mit oben Fachwerk wie beim Bahnhof Wiesendangen (nähe Winterthur) würde mir sehr gefallen. Von der Form her aber (aus Platzgründen) dann eher der Bahnhof Oberrüti.

  • Gute Fotos des Bahnhofs Oberrüti finden sich im Internet zuhauf. Ich habe oben nur aus rechtlichen Gründen meine eigenen Aufnahmen verwendet.

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

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  • Hoi zäme

    Angesichts der beengten Platzverhältnisse käme auch die Haltestelle "Bronschhofen" in Frage, welche einmal inkl Baupläne in der Loki porträtiert wurde.

    Gruss Barni

  • Danke Barni für den Tipp, aber Bronschofen wäre (da er ja etwas vom Hintergrund abdecken muss) zu niedrig. Ich hatte auch den "Feldschlösschen Bahnhof" im Visier, aber aus selbigem Grund wieder verworfen.

    Wie ich da so zeichnete und tüftelte um eine Mischung aus "Wiesendangen" und "Oberrüti" hinzubekommen, brachte ein guter Freund mit einer Ansichtskarte schliesslich den Entscheid "Genau dieser ist es :thumbsup: ": Der Bahnhof Elm der (ehemaligen) Sernftalbahn stellt genau das dar, was ich mir vorstellte.

    Also begannen dort meine Forschungsarbeiten:

    Gut, die Postkarte ist schon sehr alt und die Bahn längst stillgelegt, aber: Den Bahnhof gibt es heute noch. Da ist heute das Sernftalbahn-Museum untergebracht und den Bahnhof gibt es dort auch als Bastelbogen (M:1:87) zu kaufen ;) . Gesagt und organisiert, steht nun auch das Baumaterial fest: Karton.

    Aber in "Mostingen" einfach einen Teil des Bastelbogens von Elm hinzubauen - und fertig - ist mir zu wenig spannend :really: . Deshalb meine Ideen:

    Obwohl der Bahnhof auf meiner Anlage nur als Relief besteht, soll das vorstehende Relief als voll 3D-Bau daher kommen (also 3D gebaut wo beim Bastelbogen gar nichts dergleichen vorgesehen ist). Verglast, sowie Beleuchtet soll er auch sein und möglichst mit dem Hintergrundbild verschmelzen. Diese Ideen kommen noch zu den am Anfang dieses Threads erwähnten "Eckdaten des Bahnhofes" hinzu.

    Viele Wünsche. Mal sehen ob sich alles verwirklichen lässt. Ich arbeite daran... :thinking:

  • Das erste Modell ist mal so zusammengebaut, wie es der Bastelbogen vorsieht (das brauche ich später noch) allerdings ohne die Veranda (kein Platz).

    Nun folgt das Relief das mit 1,5 mm starkem Karton hinterlegt wird. Das 3D der Fassade ist in 5 Schichten gegliedert:

    1. Fenster & Türen. Diese werden noch mit halbtransparentem Plastik (Knickmüsli-Yoghurt) verglast.

    2. Karton (1,5 mm) zur Verstärkung und Tiefe der Fensterrahmen.

    3. Das Dekor. Also der eigentliche Bastelbogen mit Punkt 1 & 2 hinterklebt.

    4. Alle vom Gebäude vorstehenden Teile wie Fenster-/Türrahmen und der Riegelholzbau (filigran wie ein Kunstscherenschnitt).

    5. Die Fensterläden.

    Dabei halfen mir nebst den eigenen Bildern noch solche aus dem Internet die Details vom Bahnhof zeigen wie dieses zum Beispiel.

    Das Ausschneiden war schon eine arge Herausforderung, das passgenaue verkleben die nächste für meine lädierten Augen...

  • Es war ja ein Wunsch, dass der Reliefbau mit dem Hintergrundbild verschmelzen sollte...

    So fotografierte ich gestern den fertig zusammengebauten Bogen seitlich aus mehreren Winkeln und ergänzte am Computer mit dem Zeichnungsprogramm. Gar nicht so einfach den richtigen Winkel zu finden...

    Es muss ja vom Standpunkt des Betrachters aus stimmen. Aber ich glaube den Winkel für die perfekte Ilusion gefunden zu haben.

    Der Rest vom ehemaligen Bahnhofgebäude, das noch hervor schaut wird eine Pizzeria beherbergen und somit nicht mehr als Bahnhof zu erkennen sein.

    Beim Gebäude selber musste ich wieder zurück rudern und nochmals von vorne anfangen. Ich hatte einen "Anfängerfehler" gemacht :pinch: : Der Riegelbau, welcher auf und um das Gebäude kommt muss natürlich ein ganz kleinwenig grösser sein, sonst geht es um die Ecken herum nicht auf :facepalm: .

    X( Also alles erneut Ausdrucken, dabei den zweiten Druck des Riegelbaus ein ganz kleinwenig grösser ausdrucken und alles nochmals Ausschneiden sowie zusammenbauen... Doch das muss ich an einem anderen Tag machen weil es heute mit meinen Augen gar kein guter Tag ist :( .

  • Salü zäme,

    im zweiten Anlauf hat es nun doch noch funktioniert. Der 3D-Bahnhof "Mostingen" steht wunschgemäss und verschmilzt recht gut mit dem Hintergrund. Bin zwar kein Meister im zeichnen, aber die Zeit, welche ich am Computer verbrachte, hat sich gelohnt.

    Die Rampe beim Güterschuppen musste (abweichend vom ursprünglichen Bastelbogen) etwas verbreitert und erhöht werden, damit sie bis ans Gleis reicht und dort auch Güterwagen be- und entladen werden könnten.

  • Gratuliere Bruno! Das Bahnhofgebäude wirkt täuschend echt.

    Gruss Oski

    ...auch Nichtraucher können süchtig sein nach Zündhölzern!

  • Salü zäme,

    Valentin und Oski, danke für die lobenden Worte, es freut mich, wenn es gefällt.

    Evtl. druckt dir Röbi ja noch eine funktionierende Bahnhofsuhr in 1:87… man muss ja einfach alles etwas kleiner machen;)

    :D Mal sehen ob Röbi die Herausforderung annimmt... ;)

    Heute ging es ans Verdrahten. Es wurde Licht und sieht gleich nochmal besser aus. Um ein blenden gegen aussen zu vermeiden ist die LED-Beleuchtung hinter dem abgedeckten Fenster in der Mitte des 1. Stockwerks montiert. Schliesslich brennen auch selten in einem Haus alle Lichter.

    Der Tunneleingang will mir noch nicht so richtig gefallen (namentlich links vom Gleis). Da muss ich mir zum kaschieren noch was einfallen lassen...

  • Evtl. druckt dir Röbi ja noch eine funktionierende Bahnhofsuhr in 1:87… man muss ja einfach alles etwas kleiner machen;)

    Genau! Sollte überhaupt kein Problem sein. Aber Wetten, dass Röbi irgendwelche fadenscheinige Argumente auftischt, warum er das nicht macht?! :phat: .

    Der Bahnhof gefällt mir gut. Passt dorthin.

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Danke für Dein Kompliment Roger.

    Wo anderswo interessante Sachen digital gezeichnet und 3D gedruckt werden, bin ich (analog) fleissig am 3D "schnippeln/kleben"... Der Bastelbogen eines zweiachsigen Triebwagens hatte es mir angetan und schien für das kaschieren des störenden Ortes von den Proportionen her zu passen. Aufbauend auf einem Güterwagen-Unterteil wurde der Bastelbogen auf meine Bedürfnisse (wortwörtlich) zugeschnitten. Aber auch da mein Anspruch: Voll 3D muss er sein, und somit passend zum Bahnhof "Mostingen" ;) .

         

    Okay, eine "Thurgauer Regionalbahn" gab es in der Wirklichkeit nie. Den Bahnhof "Mostingen" auch nicht... :) ;)

  • Salü zäme,

    langsam nimmt der Triebwagen Gestalt an. Obwohl es "nur" ein Standmodell gibt: Eine Beleuchtung muss natürlich rein.

     

    Ein getöntes Acrylglas sorgt für nicht allzu grelles Licht und der Schwarze "Stab" beherbergt eine Glasfaser, welche das Licht zum driten (Positions-)Licht nach oben leitet.

  • Salü Zäme,

    die Verglasung beim Triebwagen ist nun abgeschlossen. Dann kam das Dach mit den Aufbauten drauf (ja auch der Pantograph ist nur mit Leim verstärktes Papier). Bei einer Stellprobe auf der Brücke, sah es auf den ersten Blick nicht schlecht aus. :)

    Zum Glück ist das am definitiven Standort vorgesehene rostige Märklin M-Gleis "formbar" und liess sich zwischen Wand und bestehendem Gleis reinmurksen. 8) Dort auf dem rostigen zurechtgedrückten Gleis muss ja schliesslich kein Zug fahren. ;) :D

    Aber irgendwas will mir am Triebwagen noch nicht so recht gefallen... :S :thinking: