Absturz, Umbau, zweifel, "Happy End"

  • Salü zäme,

    gerade eben habe ich einen Umbau abgeschlossen, bei dessen Ankündigung vor Jahresfrist mal wieder alle den Kopf geschüttelt haben. Selbst mein Augenarzt riet mir davon ab (das werden Sie mit Ihrer Einschränkung wohl kaum schaffen). Bei einem Neubau müsste ich ihm Recht geben, aber ich selber wollte diesen Umbau wenigstens probiert haben um zu erfahren ob ich scheitere... :S Und: Genau dieses Modell war nun anlässlich vom "Tag der Modelleisenbahn" DER Hingucker bei den gut besuchten Tagen des offenen Eisenbahnkellers (in meinem Hobbyraum) im Qartier vom letzten Wochenende. Diese Freude will ich mit Euch teilen.

    Das hier ist auch ein kleines Quiz, wo es darum geht das Modell und die Bahngesellschaft zu erraten. Dazu gibt es mit jedem Post einen weiteren Tipp.

    Der Reihe nach: Ein unachtsamer Ausstellungs-Besucher führte aus Versehen zum Absturz dieses Zuges. Gehäuse kaputt :supersad: . Flicken? Ne, sieht jeder von weitem. Ein Umbau der viel näher an das Grosstraktionsmodell kommt sollte es werden. Also: Gehäuse in Teile trennen, zusätzliche Fenster und Türen einsetzen. Auch die gesamte Front wurde neu gestaltet (Bilder folgen).

    Tipp: Dieser Schweizer Triebzug war mein erstes Eigenbaumodell mit Motor und die Bahngesellschaft feierte unlängst ein rundes Jubiläum ihres Bestehens. Und: Kein Grossserien-Hersteller hat sich (meines Wissens) bislang dieses Modell's angenommen.

  • Hallo Bruno,

    wenn ein Besucher versehentlich durch Unachtsamkeit an der Anlage was zum Absturz bringt, muss dann nicht der das Risiko bez. Schaden übernehmen?

    Und was die Aerzte und Aerztinnen angeht, die haben es ja auch schwer, ich weiss nicht, wenn ich deren Kunst beherrschen würde, ob ich mich darauf einlassen würde? Ich meine richtige Aerzte, welche vorhandene Mängel, Schäden, Verletzungen zu beheben versuchen, nicht solche Quacksalber welche an ansich gesunden jungen Menschen, ihre Beine absägen, ein Zwischenstück einfügen und die Beine wieder wörtlich zusammenschrauben und Dergleichen, was immer wie mehr bei jungen Menschen in Mode kommt, sich verschöneren zu wollen, obwohl sie schon - zumindest vorher - schön waren. Richtige Menschen sind doch keine Bausätze, oder aus dem 3-Drucker gemacht. Aber wer irgend ein Leiden hat und der Arzt es beheben kann, solche Leute haben meine Bewunderung. Zumal ständig jeder Patient mit was Anderem daher kommt. Oder der Arzt einem was zu sagen hat, was man nicht zu hören wünscht. Oder wenn die Ärztin mit ganz viel Digital-Zeugs und einem Lächeln zu einem daher kommt.

    Wenn schon bei einer Modell-Lok, oder bei einem Traktörli oder Auto oft schwer ist, die genau Ursache einer Störung A zu finden und B zu beheben, wenn es nicht so läuft wie es soll, wie viel schwieriger ist es erst bei einem Menschen? Zumal das Ganze bei einem Menschen grundsätzlich immer bei laufendem Motor zu erfolgen hat, sonst ist nicht mehr gut.

    Welcher Zug herunter gefallen ist? Keine Ahnung? An meiner Anlage bin ich es bisher immer selber gewesen. Bislang lag es noch nie am Gleis oder am Zug, aber an vergessenem Werkzeug auf den Gleisen. Zum Glück passiert dies so gut wie nie bei den SBB 1:1.

    Ich wünsche Dir viel Glück und gute Gesundheit.

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Hallo Bruno

    Das Original wurde schon lange vor Deinem Modell (96 Arbeitsstunden) zerstört? Insofern hat der Besucher ja die Wirklichkeit wiederhergestellt :swear: .

    Jetzt bin ich aber gespannt auf die Bilder der Version 2.x 8o oder 1.9x ;)

    Gruss Georges

  • wenn ein Besucher versehentlich durch Unachtsamkeit an der Anlage was zum Absturz bringt, muss dann nicht der das Risiko bez. Schaden übernehmen?

    Hallo Hermann,

    im rechtlichen Sinne (Sachbeschädigung) ja. Aber jetzt kommt die Gretchen-Frage: Wieviel ist ein Eigenbaumodell aus "Abfall" wert...?

    Der Mann, dem das sehr leid tat, war aber Weinhändler und Lieferte mir nach einer Degustation in seiner Handlung als "Entschädigung" einige gute Tropfen Wein frei Haus.

    Dass ich auf dem linken Auge heute noch (wenn auch Eingeschränkt) sehen kann verdanke eben solchen exzellenten Aerzten, die während der 3 stündigen Operation alles gegeben hatten um mein Augenlicht zu retten und vor denen ich ehrfürchtig den Hut ziehe.

    Das Original wurde schon lange vor Deinem Modell (96 Arbeitsstunden) zerstört? Insofern hat der Besucher ja die Wirklichkeit wiederhergestellt :swear: .

    Hallo Georges,

    Du bist auf einer heissen Spur. Das ist absolut richtig und leider wahr. Doch ist es nicht (mehr) das gesuchte Modell, denn:

    Jetzt bin ich aber gespannt auf die Bilder der Version 2.x 8o oder 1.9x ;)

    Von dieser (abgestürzten) Modellvariante musste ich mich definitiv verabschieden. Es wäre nur ein unbefriedigendes Flickwerk geworden. Zu gross waren die durch den Sturz entstandenen Schäden :(

    Es ergab sich daurch auch eine neue Chance für einen Total-Umbau, woraus ein aderes Modell von dieser Bahngesellschaft resultierte. Die Karosserie wurde um 1,5 mm erhöht (beim linken Bild noch nicht geschehen, aber beim Frontbild zu erkennen am weissen eingefügten Querstreifen). Sieht (noch) nicht schön aus.

     

    Gar nicht so weit entfernt von dem was Hermann geschrieben hat :D ;) :

    ihre Beine absägen, ein Zwischenstück einfügen und die Beine wieder wörtlich zusammenschrauben

    Tipps:

    Es ist ein Modell von dem es in der Grosstraktion nur gerade 2 gab und noch heute fährt eines davon. Ein Modell von diesem Triebzug, fährt auch im Swissminiature in Melide.

  • Kann es sein, dass neu ein breiteres Feld in Beige angebracht wird?

    Nein, aber wirklich seeeehr heisss, Du bist auf der richtigen Spur mit dem gezeigten Bildausschnitt :thumbup:.

    Ein weiterer Tipp:

    Mein Modell hat keine Übersetz-Fenster wie jenes auf dem Bild und entspricht dem Stand von 1993. Damit das Bahnpersonal vom Triebwagen auf angehängte Wagen gelangen kann gibt es vorne und hinten eine Stirnfronttüre, klappbare Übergangsbleche und Geländer. Letztere entstanden bei mir aus ausgedienten Heftklammern.

    Bin mir sicher Du weisst welches Modell und kannst es auflösen Georges ;) . Es ist...

  • Bruno, ich nehme Dir den Event der Publikation doch nicht vorweg :D !

    Bei der Swissminiatur fehlt doch schon ein Übergangsgeländer :S

    Jetzt bin ich gespannt auf Deine Fotos.

    Einmal editiert, zuletzt von rebellot (6. Dezember 2024 um 15:34)

  • im rechtlichen Sinne (Sachbeschädigung) ja

    Einspruch, Euer Ehren! Sachbeschädigung im rechtlichen Sinne, setzt Vorsatz voraus. Ich denke, es war Ungeschicktheit. Allenfalls ein Haftpflichtfall.

    (Mist, merke eben, dass ich noch meine Oberlehrer-Kappe anhab - weg damit! 😉😁)

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Hoi zäme

    Egal ob Oberlehrer oder nicht, aber du hast das vollkommen richtig erklärt....daran kann nichts falsch sein

    Gruss Barni

  • Einspruch, Euer Ehren! Sachbeschädigung im rechtlichen Sinne, setzt Vorsatz voraus. Ich denke, es war Ungeschicktheit. Allenfalls ein Haftpflichtfall.

    Völlig richtig, habe mich da wohl falsch ausgedrückt. Wenn einer das weiss dann Roger :thumbup: . Danke für die Berichtigung.

    Beim Probehalben Zusammenbau wurde auch klar, dass die alte Gelenkabdeckung auch ausgedient hatte und durch die Glättung der Front sich der Abstand zwischen den Wagenkasten noch zusätzlich vergrössert hatte, was unschön aussieht. Wie und wo kürze ich das beim Unterteil wieder ein? Woraus und wie mache ich die Pantographen? Da kamen schon mal die ersten Zweifel auf, ob dieser Umbau eine gute Idee war.

     

    Die originale konstruktion der Gelenkabdeckung/Wagenübergang nachzubauen wäre kompliziert, aber der Deckel eines Deospray's soll es richten...

    Tipps: der Kanton, wo die Bahn fährt versteckt sich im Bild. Und: Wer die Achsen mal zählt...

  • Bremgarten-Dietikon?

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Hoi zäme

    haha, blau-rot, muss irgendwo beim FC Basel sein...Tram nach Deutschland...grins...nein Scherz bei Seite, hübsches Loislhaus als Bahnhof...denke allerdings, das Bahnhofsschild wäre kaum so beschriftet worden...und auch die Uhr ist ein wenig an einem komischen Ort, wegen des Witterungsschutzes könnte man die vom Perron aus gar nicht sehen

    Gruss Barni

  • denke allerdings, das Bahnhofsschild wäre kaum so beschriftet worden...und auch die Uhr ist ein wenig an einem komischen Ort, wegen des Witterungsschutzes könnte man die vom Perron aus gar nicht sehen

    Hallo Barni,

    in der Regel werden Bahnhofgebäude stirnseitig beschriftet. Ist kein Witterungsschutz vor dem Bahnhofgebäude vorhanden kommt eine Gleisseitige Anschrift aber auch vor. Eine Stirnseite ist bei mir jedoch nicht ersichtlich. Und: Bahnhofschilder gibt es in "Villaggio di Pietra" auch sonst noch genügend. Nicht dass einer auf die Idee kommt erst in Basel auszusteigen ;) :D .

    Die Uhr zwischen den Fenstern ist das Visuelle Gegengewicht zum Kantonswappen, denn ohne die Uhr würde es noch komischer aussehen. Und: Eine zweite (gut sichtbare) Uhr findet sich neben dem Bahnhof auf dem Perron. Keine Ausrede für verpasste Züge ;) :) .

    Pantographen aus Federdraht-Resten gebogen und verlötet.

    Mal kurz zum Vergleich meine ersten vor bald 30 Jahren und die jetzt gebauten Pantos.

    Die Bahngesellschaft dürfte durch den Tipp nun zu erraten sein.

    Tipp: Es gibt auch Panoramazüge auf dieser Strecke, doch gehören sie nicht dieser Schweizer Bahngesellschaft von welcher ich den Zug nachbaue. Also: Eine Strecke mit 2 verschiedenen Bahngesellschaften, aber teilweise mit gleichem Rollmaterial.

  • Salü Zäme,

    dann will ich Euch nicht länger auf die Folter spannen und beantworte noch bildlich Sebamat's Beitrag:

    Das Vorbild ist von der Bahngesellschaft FART (Centovallibahn) der ABDe 6/6 (Lange fälschlicher Weise als ABFe 6/6 bezeichnet). Von den Einheimischen liebevoll "Centovallina" genannt.

      

    Die Beschriftungen wurden auf dünnes Papier ausgedruckt, grosszügig ausgeschnitten und mit dem "Serviettentechnik Lack und Kleber" aufgezogen. Mittels Acrylspachtel wurden nach dem abtrocknen die Papierränder eben/unsichtbar gemacht.

    Doch bei der Bemalung spielten mir meine Augen einen ganz üblen Streich...

    Eigentlich wäre es ja eine relativ einfache Übung, nachdem die obere Hälfte ein etwas abgedunkeltes Weiss erhalten hatte: Abmessen, anzeichnen, abkleben, malen, klebeband weg... 8o Mist, schief!!! Wie konnte das passieren? Also, Farbe nochmals weg, reinigen, oben neu malen, abmessen, anzeichnen, abkleben, malen, klebeband weg... :pinch: Mist, schon wieder schief!!! Das gibt es doch nicht!!! Nach dem dritten Mal gab ich es dann auf und war der Verzweiflung nahe :( . Vor Allem deshalb weil ich keine Erklärung dafür finden konnte :supersad: . Ich zweifelte auch ernsthaft daran, ob das noch was wird mit meinem Vorhaben. Hätte ich doch auf meinen Augenarzt gehöhrt...

    Ein guter Freund anerbot sich meine Messungen nach zu kontrollieren. Also: Abmessen, anzeichnen, Kontrolle und siehe da: 1 mm daneben, schief! Korrigiert, abkleben, malen, klebeband weg... Sooo schööön :search: .

    Des Rätsels Lösung lieferte mir mein Augenarzt anlässlich der Kontrolle, wo ich deshalb auch noch einen Sehtest, in 50 cm Distanz absolvierte: Weil das Hirn auf die Bastel-Distanz (ca. 60 cm und näher) die Wellen im Bild (die ich als Schaden habe) nicht mehr ausgleichen kann, entstand ein um ca 1mm verschobenes Doppelbild, was sich beim Abmessen dann fatal ausgewirkt hatte :blackeye: .

    Bleibt noch anzumerken: Das "Tamiya" Abdeckband ist wirklich gut: Nicht einmal irgendwo unterlaufene Farbe (auch wenn es schief abgeklebt war ;) :))

    Beim Fracht-Tor musste ich auch was falsch gemessen haben (Schwelle zu hoch oben) und der Übergang beim Gelenk muss noch auf gleiche Höhe justiert werden. Änderungen folgen...

    Gruss Bruno

    Ein Herz für alte Modellbahnen aus Holz, Metall oder Karton :love:

    Einmal editiert, zuletzt von Retro-Train (11. Dezember 2024 um 16:24) aus folgendem Grund: Bild-Urheber eingesetzt

  • Hoi Bruno

    Noch eine dumme Frage: warum wurde er fälschlicherweise als ABFe bezeichnet, wenn er auf deinem Foto so angeschrieben ist? Steh Grad auf der Leitung...

    Gruss Barni

  • Auszug aus Wikipedia:

    Die Triebwagen waren bei der Ablieferung als ABFe 6/6 beschriftet[1]. Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, dass zum Zeitpunkt der Bestellung noch der Buchstabe F für Gepäckabteil bei der Bauartbezeichnung galt, zum Ablieferungszeitpunkt wäre aber D amtlich korrekt gewesen. Allerdings fuhren die beiden Triebwagen noch jahrelang unbehelligt als ABFe durchs Centovalli. Aufgrund ihrer Verwandtschaft mit den Triebwagen 21–24 und 33–35 sind sie in Zeitschriften vereinzelt auch schon fälschlicherweise als ABe 6/6 bezeichnet worden[2].

    Fahre AC auf M-Gleisen mit allem was mir gefällt. Anlage im Bau. Kopf voller Ideen.