Roco 69361 Glockenanker Motor und LED Ersatzlampen!

  • Wünsche jedem im Forum einen erholsamen Sonntag Nachmittag.

    Da ich derzeit meine Dampflok Roco 69361 Dreileiter komplett zerlegt habe, reinige und einen ESU Loksound installieren möchte.

    Wollte ich gleich mal den Motor auf einen Glockenanker Motor umrüsten und die die zwei Roco 106755 Lämpchen auf LED Lämpchen umrüsten.

    Ich habe überall im Netz gesucht und keinen geeigneten Motor gefunden.

    Daher wollte ich fragen, ob vielleicht jemand weiß wo ich den passenden Ersatz Glockenanker Motor für den Motor Roco 85132 finden kann?

    Weiters kenne ich mich leider noch nicht mit LEDs aus und weiß daher weder ich diese passenden LED Lämpchen kaufen kann, noch welchen Widerstand ich dazu einlöten muß.

    Tut mir leid wegen der vielen Fragen, aber kenne ich mich eben mit Digital noch nicht so gut aus und möchte unbedingt diese wunderschöne Dampflok erhalten und modernisieren.

    Danke im Voraus an jeden.

    LG MIKE

  • Diese Motoren sind bürstenlos.

    Gruss Erwin


    Wer rast, der verpasst das Leben.

    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Hallo Mike

    Der sb-Umbausatz zu deiner Lok (S3/6 oder 18.4) mit dem Roco Originalmotor 85132 ist aktuell nicht ab Lager lieferbar. Er wird bei einer Bestellung überarbeitet, weil der bis anhin verwendete Maxon-Motor entweder nicht mehr lieferbar ist oder sb keine Maxon mehr verbauen will - das weiss ich schlicht und einfach nicht.

    Allerdings habe ich schon Märklin Hobby-Traxx mit sb-Umbausätzen umgebaut (ja, ich weiss - ein finanzieller Irrsinn in einer so "grobschlächtigen" Lok - sie laufen danach aber sensationell...). Dazu wartet der Umbausatz für die Märklin DB 10 (der schwarze Schwan) und derjenige für die Märklin DB 120 - bei beiden muss ich aber Fräsen bzw. Sägen/Feilen, damit ich die Umbausätze eingebaut bekomme.

    Spannend war, dass ich die 10 eigentlich zu sb einsenden wollte... Ich hätte da gerne in einen Umbau bzw. die Fräsarbeiten bei sb investiert - doch damals war mit einer Lieferfrist von Loks mit Fräsarbieten bei sb von etwa einem Jahr zu rechnen. So rief mich auf meine E-Mail Anfrage nach den Umbaumöglichkeinten durch sb gleich Pierre Bussjäger persönlich zurück und erklärte mir die Umstände - sie seien (auch durch den Fachkräftemangel) auf Monate hin ausgebucht. Doch der Umbau der Märklin 10 könne ich - falls etwas mechanische Fertigkeiten vorhanden - durchaus selbst erledigen. Nun gut, er konnte mich überzeugen, seine Hilfsbereitschaft war und ist wohl immer noch toll - so sandte er mir die Einbauanleitung vorab zu. Ich entschied mich für das selber bearbeiten des Chassis. Nur, die Lok wartet noch immer auf den Umbau - ich habe den Antrieb mittlerweile schon weit über ein Jahr bei mir...

    Doch ich freue mich schon auch, wenn ich den Umbau einmal umsetze...

    Warum ich das alles schreibe?

    Eine Lok mit einem Glockenankermotor ist schon eine feine Sache - Voraussetzung ist, dass alles gut zusammen passt und gut eingebaut ist. Dazu braucht es auch einen guten Decoder und eine gute Programmierung. Meine mittlerweile zwei Märklin Traxx mit sb-Antrieb (einmal mit Maxon, vor etwa zwei Wochen dann den neueren mit Faulhaber eingebaut, äh durch meinen Sohn eingebaut) haben einen ESU Lopi 5 eingebaut, dieser passt sehr gut zu Glockenankermotoren, seine Ansteuerfreuquenz kann bis auf 50kHz hochgestellt werden. Und genau das ist wichtig, damit diese Motoren ein langes Leben haben - Decoder welche keine so hohe Frequenz (gut, 40 kHz genügen bei weiten auch) bieten, setzen den Motoren zu, Digitalbetrieb kann den Motoren extrem zusetzen.

    Mein Tipp: Wenn für dich die Kosten eines solchen Umbaus ok sind, dann würde ich mich bei sb mit deinem Anliegen melden - evtl. bist du ja genau der erste, der die Überarbeitung des Umbausatzes zur 18.4 anstösst - Geduld ist dann auch gefragt, aber am Ende wirst du eine Lok haben, die traumhaft fahren wird...

    Gruss Christian

    Meine Fotos; Eisenbahnen (Schwerpunkt Gotthard) und Dampfschiffe: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/ - aktuelles Avatarbild zur Erinnerung an den im Schnee versunkenen Gotthard am 17. April 1999.

  • Vielen Dank 11652.

    Ich experimentiere gerade mit LEDs herum und Vorwiderständen.

    Gerade 2 mal defekt und einmal angefangen zu rauchen.

    Ich habe mir dazu bei Amazon einfach 3 und 5 mm LEDs bestellt und zum testen Widerstände.

    Mein Lötkolben ist auch nicht der beste und noch dazu alte Loks mit normalen Birnen auf LEDs ohne Stromlaufplan umzubauen fällt mir extrem schwer, da ich absolut keine Erfahrung damit habe. Ich befürchte das ich grade auch eine Leiterplatte der Lok zerstört habe.

  • Vielleicht solltest du erst mal mit Trockenübungen anfangen, bevor du an der Lokplatine rumbrutzelst, z.B. mit sowas, ist jetzt nur als Beispiel gedacht, gibt es bestimmt auch in der Schweiz. Oder mit einem Breadboard, wie es in diesem Artikel verwendet wird, da sparst du dir vorerst das Löten (ein wenig nach unten scrollen).

    Ordentliches Werkzeug ist unabdingbare Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten.

    Viel Erfolg

    Gruß

    Robert

  • Hallo Mike

    dann empfehle ich als Lektüre die Anleitung vom ESU Loksound, da steht drin was für Wiederstände für LEDs gebraucht werden...

    Gruss Dumeng

  • Es muß doch einfach eine Möglichkeit geben, den richtigen Widerstand zu berechnen anhand einer Formel oder Berechnung?

    Ja, gibt es U= RxI ist die Grundformel, wobei U = Spannung, R = Widerstand und I = Strom ist. Möchtest du also den benötigten Widerstand wissen heisst die Formel R = U/I, U ist Massgebend deiner Ausrüstung an der Moba, I gibt dir das, zum Einsatz kommende LED in den Spezifikationen vor.

    Wenn du im Google eingibst „Tool zur Berechnung eines LED Vorwiderstands“ erhältst du Zig online Tools und musst nur noch die richtigen Werte eingeben.

  • Und dann gibt es noch LED, die spezifisch für den Modellbau entwickelt wurden und der passende Vorwiderstand bereits eingebaut ist (und sogar von weiss auf rot umschalten können)

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Zur Thematik PWM-Ansteuerung von Motoren gibt es auf der Maxon-Webseite einen interessanten Artikel dazu:

    https://support.maxongroup.com/hc/de/articles…l-Motor-Drossel

    Wenn ich dort (als Extrembeispiel) auf den Faulhaber DC-Motor 1331T012SR (12V, Induktivität von 0.31mH, 30% der Motorinduktivität, 50kHz) die Formel (3-Level 4-Q) anwende, komme ich auf einen Stromrippel von 0.645A (Bei der 2-Level Formel wäre der Stromrippel doppelt so hoch, ich weiss aber nicht welche Ansteuerung der Lopi verwendet). Dieser Strom ist fast doppelt so hoch wie der thermisch zulässige Dauerstrom von 0.343A für diesen Motor.

    Ich konnte eine alte Ae 6/6 von Roco übernehmen, welche vor Jahren auf einen Faulhaber-Motor und Messing-Getriebe umgebaut wurde. Mit einer Anfahrautomatik fuhr diese Lok im Analogbetrieb sehr schön. Vor einigen Monaten habe ich die Lok auf digital umgebaut und nahm dabei einen alten Lopi 1 aus der Bastelkiste. Spezielle Lichtfunktionen brauche ich nicht, und mit einem Faulhaber-Motor sollte auch ein alter Decoder schöne Fahreigenschaften zustande bringen nahm ich an. Doch bei den ersten Testfahrten machte die Lok mehr Lärm als erwartet, wie wenn im Getriebe Öl fehlen würde. Ich vermute, dass der Motor wegen der PWM-Ansteuerung dauernd am Ruckeln war.

    Ich habe nun in Serie zum Motor eine Induktivität eingelötet:

    https://www.distrelec.ch/de/induktivita…0102/p/30043570

    Zum Glück hatte es noch genug Platz in der Lok.

    Damit scheint sich das Geräusch bereits reduziert zu haben. Und der Motor hat auch mit dem alten Lopi 1 hoffentlich noch ein langes Leben vor sich.