Allerwil im Bücherregal

  • Hallo zusammen,

    ein Schweizer Thema habe ich versprochen:

    Mein Pröbligleis im Regal will ich ausbauen. Es schien mir doch Platz zu haben für ein zweites Gleis. Eine Weichenverbindung bestimmt den Abstand, die Schienen sind von VB (unten rechts: Mittelschiene aus Messing) und Märklin.

    Das wäre dann eine Rangieranlage im Sinne eines "micro layout". Nun sind das meistens hinterwäldnerische Bimmelbahnen oder obskure Industrieanschlüsse. Dagegen in der Schweiz hat jede Nebenbahn Oberleitung. Und die braucht es, denn es ist es immer noch einen Traktor (HAG) nötig, um in das Stumpengleis zu fahren.

    Die Oberleitung ist immer hinderlich, deswegen hat es vier Entkuppler (unter dem De 4/4 und vorn rechts unter dem Bifoudre, auf der anderen Seite der Weichen ebenso).

    Am besten geht das mit den alten Märklinwagen, die ich ein wenig "helvetisiert" habe, denn damals hatte Märklin keinen Fuhrpark zum Krokodil passend. Ich wollte "typische" Vertreter, oder was ein Norddeutscher dafür hält: einen Weinwagen, einen Staubsilowagen, siehe da: es gab ja doch den Chocolat Tobler als Bausatz, und einen Getreidewagen, der ist jünger und kommt von Roco. Meine Vorliebe für die Seetalbahn ist nicht zu übersehen, der Triebwagen ist mein erstes und einziges Umlackierungsprojekt, dazu die Wagen von Kleinbahn, beides habe ich schon früher einmal gezeigt.

    Der Signalausleger ist von Rarrasch (DDR), ebenfalls für die Schweiz angepasst, darf ausnahmsweise auf der rechten Seite stehen, der "örtlichen Verhältnisse" wegen.

    Dafür gab es bei Märklin ein passendes Zugschlusssignal (vielleicht ein wenig zu gross, aber mit Streifen).

    Zum Glück ist das alles noch nicht fertig.

    Glück zu!

    Klaus

    Einmal editiert, zuletzt von ol_hogger (27. Januar 2025 um 16:23)

  • denn damals hatte Märklin keinen Fuhrpark zum Krokodil passend

    Doch doch, Märklin hatte: den legendären K3 (Art. 4605). Der absolut typischste Vertreter eines CH-Güterwagens.

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Richtig. Den muss ich mal suchen ... Die 4600er waren schon wieder länger und es darf sich immer nur einer in der Rangiereinheit befinden, sonst kann ich die Weiche nicht stellen und nicht abkuppeln.

    Ein Meter ist nicht viel. Liliput und Kleinbahn hatten die älteren kurzen K-Wagen. Aber ob der Entkuppler dafür gehen wird?

    Sicher wird auch der ein oder andere Gusswagen von HAG dazu kommen, mit Bremserhaus, mit Bühne oder ganz ohne - wegen der Kürze.

    Glück zu!

    Klaus

    Einmal editiert, zuletzt von ol_hogger (27. Januar 2025 um 16:22)

  • Hallo zusammen,

    anders, als der Stationsname vermuten lässt, hat es hier wohl auch Genussmenschen. Das zeigt sich im hohen Aufkommen von Wein- und Süsswarenfracht.

    Glück zu!

    Klaus

  • Hoi Klaus

    Entferne doch die Prellböcke und male sie auf die Seitenwand, das gibt dir allenfalls noch die nötigen paar Zusatzcentimeter. Habe ich beim Bücherschrankprojekt auch so gemacht.

    Gruss Barni

  • Danke Barni,

    rechts enden die Geleise unmittelbar vor einem Spiegel(-trick) unter der Brücke, wie Du es geraten hast.

    Der Stumpen links vorn reicht eben so aus ... Auf den Abschlussmast wollte ich nicht verzichten. Ursprünglich hat es dort den filigranen VB-Prellbock gehabt. Mit dem "massive" Blechabschluss von Märklin waren entscheidende Zentimeter zu gewinnen. Es muss immer - bis auf einen Wagen - kürzer als der K3 sein, dann geht es.

    Glück zu!

    Klaus

    Einmal editiert, zuletzt von ol_hogger (3. März 2025 um 22:56)

  • Hallo zusamen,

    die Unterseite

    hier hat es ein Bild, wie es aussehen könnte:

    https://www.bielles87.com/030-ta-ouest-rma

    (Wenn ich den Artikel richtig verstehe, wurde wieder auf Zweischienensystem zurückgebaut. Die elektrische Verbindung der Gestänge auf beiden Seiten musste dazu abgelötet werden ... ein Tip für mich)

    Vielleicht braucht es aber eine ganz neue Bodenplatte ...

    Glück zu!

    Klaus

    Einmal editiert, zuletzt von ol_hogger (30. März 2025 um 09:58) aus folgendem Grund: Text erweitert

  • Guten Abend Holger,

    ;) nicht dass es jetzt wieder Prügel gibt, nur wegen dem verflixten Märklin Schleifer: ich weiss nicht so recht. Selbstverständlich kann und soll jeder Modellbahner machen wie er denkt und tun was er möchte.

    Persönlich bin ich kein Freund von DC Umbauten auf AC. Mit Ausnahme von Firmen welche von Grund auf konzeptionell prinzipiell für beide Systeme ausgelegt sind, wie zum Beispiel HAG. Aber selbst dort muss man die Teile haben, welche ausgetauscht werden müssen.

    Knapp könnte vielleicht Dein DC- Dampflok Modell gerade noch auf das Märklin System umgebaut werden, aber sicher nicht ideal. Nimmt man es ganz exakt, ist die DC Spurweite nicht ganz die selbe, das Radprofil ist nicht das Selbe gegenüber AC und die Spurkränze kleiner und feiner. Und dann soll die Lok ja offenbar nicht über das Märklin K-Gleis fahren, sondern über die Märklin Gleise der 1. Hälfte der 1950-er Jahren...

    Da wären Deine wunderschönen raren Märklin Modellgeleise 3900 dort geht es noch am ehesten, aber über die Standard Märklin Gleise der frühen 1950-er Jahre mit ausgezogenem Mittelleiter welcher beinahe die Höhe der Fahrschienen aufweisen? "Geht nicht gibt es nicht", aber das dürfte eine aufwändige Bastelei werden und dennoch nicht ganz die Fahrqualität und Stabilität der originalen H0 AC Loks erreichen?

    Ich für mich habe diesen berühmten Widerspruch dass man sich nicht auf AC oder DC (bei H0) festlegen will, auf meiner alten H0 Anlage nicht ganz vorbildgetreu korrekt folgendermassen gelöst, dass die H0 Doppelspur in Wirklichkeit 2 x parallel Einspurstrecken unterschiedlicher Systeme sind. Im Wissen dass das Vorbild 1:1 möglichst verlangt, dass alle Fahrzeuge überall auf dem Netz verkehren sollen, - ansonsten das Erfolgsprinzip der Bahn in Frage gestellt wird.

    Aber so ganz 100% gelingt dies ja auch der Bahn 1:1 nicht: Lokomotiven ohne ETCS dürfen nicht eigenständig von Erstfeld nach Brunnen fahren, der RAm TEE I durfte (im Alltag) nicht über die Gotthardstrecke. Zumindest zu Beginn durfte die Ae 6/6, geschweige einer der Ae 8/14 nicht die ganze Seetalstrecke befahren, (später gab es die berühmte Seetal Ae 6/6 mit den unschönen Warnstreifen), andere wenige Strecken haben wegen ihren Brücken Gewichtslimiten, oder es ist auch nicht anzunehmen, falls es bei der heutigen SBB noch Velo-Draisinen gibt, dass die durch den Gotthard-Basistunnel fahren dürfte, wo effektiv von den meisten Intercity Triebzügen und Re 460 Loks 200 Km/h gefahren wird. Ich stelle mir so vor, wie dann die SBB Betriebsdisponenten über Funk oder Handy dem Pedalo-Draisinen Mann zu verstehen geben, er solle die Block Einteilung beachten, er müsse halt schneller trampeln, damit er für die restlichen 57 Km nicht aus dem Zeitfenster falle, 140 km/h sollten es schon sein...

    Es ist also eine Illusion, dass alle Schienenfahrzeuge überall fahren können und oder dürfen. Dann darf diese Illusion auch (etwas verstärkt) bei einer H0 Eisenbahn vorkommen: ideal ist eine 2-gleisige Streckenführung: Alle Preiser-Männchen nach Links müssen mit dem Märklin System vorlieb nehmen, alle Männchen nach rechts müssen die Gleichstrom Gleise benutzen.

    An gut einsehbaren Anlagen Abschnitten eigenen die Märklin und Trix Gleise, da, wenn man nicht all zu genau hinschaut, sich die aktuellen Märklin C-Gleise und die aktuellen Trix Gleise optisch äussert ähnlich ansehen. Auf diese Art muss man seine Modelle nicht auf das andere Stromsystem umbauen, sofern man akzeptiert, dass die jeweiligen Züge das Gleis gegenüber nicht benutzen können.

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Hallo Herrmann,


    das kann ich alles nachvollziehen.

    Mein ursprüngliches Pröblistück hatte extra vb-Gleis bekommen. Die Fahrschienen sind isoliert und damit war Zwei- oder Dreischienenbetrieb möglich. Mit der Erweiterung habe ich aber auch Märklingleisstücke eingebaut: Weil es besser ins Regal gepasst hat, weil es schwer ist, gleich vier vb-Entkuppler aufzutreiben, und wegen der Einsparung des Massekabels. (Das Gleis ist der Rückleiter für Unterleitung, Oberleitung, Schaltstrom und Lampen gleichzeitig.) Und dann waren da noch die Märklinachsen ohne Isolierung.

    Eigentlich war mit der Oberleitung das Problem umgangen, für Zweischienenloks brauchte es keinen Schleifer mehr. (Zur Märklin-Obeleitung gibt es viel zu sagen, aber zuverlässig und stabil ist sie nun einmal! - Zuverlässiger als der Schleifer, nach meiner Erfahrung.)

    Aber nicht jede Dampflok ist ein Tigeril mit Panthograph ...

    Von der 030 TA soll es auch eine originale Dreischienenversion gegeben haben. (Zugegeben, auf dem Bild, das ich gefunden habe sieht es eher nach Bastelumbau aus. )

    Also, vielen Dank für das Gedankenmachen und


    Glück zu!

    Klaus

  • Hallo zusammen,

    an anderer Stelle habe ich schon erwähnt, dass ich wohl als "naiver" Modellist gelten muss. Für Perfektionismus fehlt mir Können und Geduld, auch möchte ich öfter etwas ändern und meine Anlagen sind temporär. Die Kabel sind nicht gänzlich zu verstecken, die Filzunterlage hilft ein wenig.

    Die "Landschaft" ist durchaus flach wie ein Papiertheater, dem Computer sei Dank. Neuerdings habe ich Bäume aus Zinn. Zinnfiguren sind vielleicht ein Vorläufer der Modellbahnbaues. Schon dort gab es Dioramen in mehr oder weniger realistischer Manier.

    Gewissermassen spiele ich wie ein Zwölfjähriger ... was durchaus ernsthafte Auseinandersetzung mit der Materie einschliesst. Weswegen ich die Seetal-Projekte der Kollegen sehr eindrucksvoll finde.


    Glück zu!

    Klaus

  • Hallo Klaus,

    "Ich spiele wie ein Zwölfjähriger." - Du bist ein Glückspilz! Denn genau in diesem Alter ist das Spielen am Schönsten. Deswegen bin ich zum Sammler und Modelleisenbahner geworden. Weil ich wieder spielen will, wie als Zwölfjähriger - was leider unmöglich ist. Der Zauber der Jugend ist leider für immer vorbei.

    Genau so eine Anlage, wie Du sie betreibst, hätte ich als Zwölfjähriger auch immer gern gehabt: mit Oberleitung und allem Pipapo. Daher gefällt mir auch das Archaische deiner Anlage. Danke für die schönen Bilder.

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Hallo zusammen,

    das eine "SBB - Braun" gibt es wohl nicht ...

    Von links:

    Märklin De 6/6

    Märklin K3

    Lima K2

    Roco De 4/4 (Autolack aus der Dose)

    Roco Td

    HAG Traktor


    Aber irgendwie passt es doch zusammen.


    Glück zu!

    Klaus

  • das eine "SBB - Braun" gibt es wohl nicht ...

    Bin zwar kein Experte, aber ich denke schon, dass die Lokomotiven bei ihrer neuen Bemalung ein einheitliches (Ral ?) braun hatten, aber jede Farbe bleicht mit der Zeit aus, je nach Licht scheint es etwas heller oder dunkler und jeder Modellbahnhersteller sieht oder sah dies dann auch nochmals etwas anders. Extrembeispiel: Siehe Vorbild blaues Märklinkrokodil.

    Daher passt das schon mit den verschiedenen brauntönen, finde ich. Gute Arbeit beim De 4/4 :thumbsup:.