Märklin Spur H0, Höhe des Mittelleiters über Schienenoberkante

  • Hallo zusammen

    Im Zusammenhang mit dem Beitrag ein spezieller LIMA RBe 4/4 von Bruno sollten wir hier etwas klären.

    Wer weis wie hoch die maximale Lage und die minimale Lage der Mittelleiters ist. Dieser Wert wäre hilfreich einen Schleifer korrekt zu positionieren.

    Da es immer noch eine Menge an Modelleisenbahner gibt, die das Märklin Metall-Gleis benutzen, wäre es klug alle drei gängigen Märklin Gleise zu berücksichtigen. Das Metall-Gleis, das K-Gleis und das C-Gleis.

    Ich bin mir fast sicher, das uns hier die HAG-Fangemeinschaft weiterhelfen kann. Irgend jemand müsste doch wissen was hier die Firma HAG damals in Mörschwil und Heute in Stansstad berücksichtig um die Schleifer korrekt zu positionieren.

    Was auch noch klug wäre, wenn wir in Erfahrung ziehen könnte wie hoch denn der minimale Anpressdruck des Schleifers in der tiefsten Lage noch sein sollte um eine einwandfreie Stromversorgung zu gewährleisten.



    Eigenes Bild. Lage des Mittelleiters.


    Danke für eine Mithilfe beim Finden einer aussagekräftigen Antwort.

    Eugen.

  • Hallo Eugen,

    Die Masse könntest Du mit einer Schublehre und den entsprechenden Weichen ja selber ermitteln: an den Kreuzungsstellen muss der Mittelleiter durch die Punktkontakte über die Schiene geführt werden, ohne, dass eine Berührung stattfindet.

    Ergo: der höchste Punktkontakt muss minim höher als die Schiene sein.

    Um das selbe Mass muss der tiefste Punktkontakt über die Schwellen ragen.

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Entschuldigung, Roger war deutlich schneller...

    Hallo Eugen,

    vielleicht oute ich mich jetzt als Depp, aber ich glaube nicht, dass das gar so wichtig ist. Das Problem ist ja nicht, dass der übliche Märklin Schleifer nicht hinunter bis zum Kontakt reicht. Federweg hat der bekannte Märklin Skischleifer - zumindest spätestens ab 1957 mehr als genügend, um sicheren Kontakt herzustellen.

    Ich komme auf folgende Ergebnisse. Abstand Schienenoberkante zum Mittelleiter oder Punktkontakt: (Ohne Gewähr).

    Märklin Gleis 00 (H0) Nr 3600 Typ Vorkrieg 1935 - 1946 = 0,5 mm Abstand.

    Märklin Gleis H0 3600 Nachkrieg 1947 - 1956 = 0,4 mm Abstand.

    Märklin Modellgleis 3900 Bj. 1953 - 1957 = 2,8 mm Abstand.

    Märklin Metallgleis 5100 ab 1957 = 2,1mm Abstand

    Märklin K-Gleis 2100 und 2200 ab 1969 = je ca 2,1 mm Abstand

    Also die letzten 56 Jahre beträgt der Abstand Schienenoberkante zum Punktkontakt etwa 2,1 mm. (Bei Weichen wird natürlich mindestens die Höhe der Schiene erreicht)

    Aber es gibt immer eine Situation wo etwas nicht geht. Märklin Lokomotiven ab 1935 bis mindestens 1953 benötigen den ausgezogenen Mittelleiter. Dieser liegt nur 0,4, bis 0,5 mm tiefer als die Fahrschiene!

    Die gängigen Märklin H0 Lokomotiven ab 1957 fahren auch auf dem ausgezogenen Mittelleiter Gleisen (Abwärtskompatibel) haarscharf knapp, aber trotzdem immerhin, jedoch deren Schleifer hat nach oben zum Lok-Chassis in dem Fall kaum mehr Federweg, bez. seinen Spielraum aufgebraucht.

    Umgekehrt jedoch alte Vorkrieg Loks auf neueren Gleisen, das geht nicht, oder nur mangelhaft. Die alten 00 (H0) Märklin Lokomotiven 1935 bis 1953 sind nicht für das Punktkontaktgleis ausgelegt, deren Schleifer oft zu kurz.

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

    Einmal editiert, zuletzt von Longimanus (23. März 2025 um 00:29)

  • Das finde ich noch ein spannendes Thema, weil wie länger wie mehr hat sich klamm heimlich, aber stetig die Gleichstrom-Kultur durchgesetzt.

    Auch wenn es kommerziell - scheinbar - umgekehrt ist: Schon lange, ab 1966 gibt es Märklin H0 Loks auch als 2-Leiter Gleichstrom Modelle, aber diese Kultur hat sie nie wirklich durchgesetzt, der Anpassungsdruck ging anderst herum: alle namhaften H0 Gleichstrom Hersteller (Ausnahme Messingmodelle) mussten sich dem Märklin System anpassen, wenn sie Umsatz haben wollten. Insbesondere kommt mir da Roco in den Sinn, bei H0 Neuware bezüglich SBB Vorbilder, hatten wir zu HamWa Zeiten zuweilen Phasenweise mehr Umsatz mit Roco Wechselstrom, als mit Märklin Wechselstrom was SBB Modelle anging. Nicht annähernd so hoch, aber auch ganz passabel verkauften sich Roco Gleichstrom DC Modelle und Märklin Modelle für das Gleichstrom System war nahe Nichts, oder nur auf Kundenbestellung. Die Lagermodelle waren ausgesprochene Ladenhüter.

    Bei HAG waren es ca. 2/3 AC Modelle und 1/3 DC Modelle.

    International gesehen, in Anbetracht von winzigen Ausnahmen abgesehen, betreffend neuzeitlichen Herstellern ist Märklin die einzige Firma, welche bis zum heutigen Tag dem Mittelleiter System treu blieb. HAG will sich nicht festlegen, 15-20 Jahre vor Roco, hat HAG konsequent seine Modelle für AC wie DC angeboten, wenn es aus technischer Sicht machbar war. Sämtliche anderen H0 Hersteller sind grundsätzlich 2-Leiter DC(C) Gleichstrom-Hersteller. Über die letzten 40 Jahren hat das seine Wirkung nicht verfehlt.

    Die klassische Märklin H0 Lokomotive mit AC Motor mit Feldspule und Relais gibt es ja von Märklin selber längstens nicht mehr!! Im Wesentlichen sind neuzeitliche Märklin Modelle mit einem Gleichstrom-Mittelmotor und Kardanwelle ausgerüstet und in der Regel beide Drehgestelle angetrieben. Aber statt von beiden Schienen, erhält die Märklin H0 Lok nach wie vor ihren Strom über den PuKo-Mittelleiter und Rückfluss über die beiden Gleise als gemeinsame Masse. Und die Elektronik sorgt dafür, dass wer unbedingt will, (wie z.B. Ich) die im Grunde Märklin Gleichstrom Lok Analog mit einem Wechselstrom Trafo betrieben werden kann.

    Auch wenn ich jetzt vielleicht kann viel Prügel bekommen sollte: macht es noch Sinn, bei Neu-Anlagen die alte Wechselstrom Kultur aufrecht zu erhalten?!?

    Ja bei grossen Generationen Anlagen. Anlagen welche seit 40-50 Jahren bestehen und zig tausende Franken in den Gleisaufbau investiert wurde, da will man nicht unbedingt einen Kulturschock erleben, und alles wieder neu aufbauen müssen.

    Aber wer neu beginnt?!? Ist der Mittelleiter-Schleifer so ein Heiligtum? Der ist doch nur im Wege und macht mehr Probleme als theoretischen Nutzen. Siehe der neue H0 Swiss-Express Zug von LSM mit angeblich lauter Mittelleiter Schleifern, was ganz sicher keinen Mehrwert bringt. Also wenn bei Märklin sowieso der klassische AC Spulenmotor durch einen DC Motor ersetzt wurde, dann kann man gleich den Schritt zur 1:87 Modellbahn ganz vollziehen und zum 2-Leiter System wechseln. Die Hamo Modelle haben Gleichstrom Fans nie ganz als DC Loks akzeptiert, weil es im Grunde Märklin Loks waren mit isolierten Rädern, ohne auf die spezifischen DC Details einzugehen. Mehr Erfolg haben die Märklin H0 Gleichstrom Modelle unter dem Namen Trix.

    Dass Gleichstromgleise mangelhaft den Strom übertragen, das stammt noch aus früheren Zeiten. Auch was die Innenbeleuchtung der Wagen angeht, bietet das 2-Leiter Gleichstrom Prinzip die bessere Stromübertragung.

    Sofern es in 20 oder 50 oder 100 Jahren überhaupt noch das Hobby Modellbahn gibt, wird es hoffentlich noch das klassische Märklin Wechselstrom Prinzip als Oldtimer Anlagen geben, aber bei neuzeitlichen Anlagen wird sich der 2-Leiter System früher oder später durchsetzen, wage ich mal zu behaupten?

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Hallo zusammen,

    die Diskussion um Mittelleiter oder nicht begleitet die H0-Modellbahn fast von Anfang an. Ob wir sie in diesem Pfad weiterführen müssen?


    Es ging doch um eine konkrete technische Frage. Hat NEM nichts dazu?

    Glück zu!

    Klaus

  • Hallo zusammen

    Die Aussagen von Herrmann zum Thema Mittelleiter sehe ich schon als interessant an... Besser aber in einem anderen Thread. Und ja, ich bin eigentlich auch dort wo ich mich frage, ob man das noch weiter diskutieren muss - ja überhaupt kann. Ich bin der Überzeugung, dass "man" das "hier" könnte - nicht aber auf anderen Plattformen - dort will man sich erst gar nicht auf eine Diskussion einlassen, die "Dinosaurier" anhören - die können nämlich auch Modellbahner sein (deshalb oben das Wort "eigentlich" - weil, ich springe meist eben doch an auf solche Diskussionen; der Grund dafür ist, dass ich mich unverstanden fühle).

    Wie führen diese Zeilen zurück zur Frage? Ganz einfach, ich bauen auch schon mal bewusst neue Zweileiterfahrzeuge für das Mittelleiter-K-Gleis um. Beispiele dafür kann ich zahlreiche bei Bedarf zeigen.

    Ich sehe die Ausgangsfrage nur in wenigen Punkten überhaupt als ein Problem - oder ich sehe das Problem der Frage, bzw. was sie lösen will, nicht.

    Wer weis wie hoch die maximale Lage und die minimale Lage der Mittelleiters ist. Dieser Wert wäre hilfreich einen Schleifer korrekt zu positionieren.

    Die maximale Höhe des Mittelleiters plus die eingefederte Höhe des verbauten Schleifers (evtl. inkl. Montageteile) bestimmen ja, ob die Lok überhaupt ohne angehoben zu werden, über Weichen fahren kann.

    Nun, es gibt Loks, die hier zu wenig "Bodenfreiheit" haben - da geht es eben dann einfach nicht. Solche hatte ich noch keine, bzw. bin das Risiko gar nicht erst eingegangen (R37 BB 20200/25500 - traumhafte Loks, aber die Platzverhältnisse unter den DG lassen mich dieses Abenteuer gar nicht erst versuchen)

    Bei den Hornby-Jouef CC 6500/21000 ist es sehr eng - es geht aber...

    Die minimale Lage sehe ich als gar kein Problem an - alle mir bekannten Schleifer federn so weit aus, dass der Mittelleiter auf jeden Fall berührt wird. Wenn dies nicht der Fall wäre, dann wäre der Schleifer ja so hoch montiert, dass es nicht reichen würde. In diesem unwahrscheinlichen Fall würde ich einfach ein Distanzstück einbauen und gut ist.

    Generell bin ich der Meinung, dass es hier sehr viel "verträgt" - immer sofern der Schleifer unter dem Fahrzeug platz findet. Der Liliput 931991 passt meist, wenn dieser nicht passt, geht nur Selbstbau oder es geht eben nicht.

    Da es immer noch eine Menge an Modelleisenbahner gibt, die das Märklin Metall-Gleis benutzen, wäre es klug alle drei gängigen Märklin Gleise zu berücksichtigen. Das Metall-Gleis, das K-Gleis und das C-Gleis.

    ACHTUNG! Vermeintlich gleiche Weichen haben je nach Produktionslos oder Zeit eben auch nicht gleich hohe Punktkontakte! Ich verwende ausschliessliche die "schlanken" Weichen von Märklin (2271, 22715/22716), dazu ganz wenige schlanke DKW (2275). Ein neuer Problembereich führte dazu, dass genau das in den Fokus rückte:

    Aktuell werden Fahrzeuge hergestellt, die extrem tiefe Schneepflüge und andere Teile besitzen - so tief, dass sie eben an den Pukos der Weichen anstehen können. Entweder geht das mit leichten Schleif-Geräuschen darüber (LS Models City-Night-Line Doppelstockschlafwagen), mit lauten Kratzgeräuschen (Schneepflüge "es geht gerade noch") oder die Fahrzeuge bleiben schlicht und einfach daran hängen/gefangen.

    Dieses Problem entlarvt dann die Weichen mit zu hohen Pukos für das jeweilige Fahrzeug - bei manchen Weichen geht es, bei manchen nicht.

    So kommt die Erfordernis dazu, eben auch Weichen unterschiedlicher Produktion zu identifizieren und zu vermessen - alleine für die 2271, 22715/22716:

    - bewegliches Herzstück, gefräste Lücke für die Zunge

    - bewegliches Herzstück, keine Lücke für die Zunge, dafür auslaufende Zunge

    - festes Herzstück

    Ob die unterschiedliche Puko-Höhen sich nur auf die drei aufgeführten Varianten beziehen oder es innerhalb der Arten unterschiedliche Höhen gibt, weiss ich gerade nicht.

    Dann gibt es jedoch weitere Weichen - so auch bestimmt viele unterschiedliche Produktionsserien über die z.T. extrem langen Produktionszeiten.

    Irgend jemand müsste doch wissen was hier die Firma HAG damals in Mörschwil und Heute in Stansstad berücksichtig um die Schleifer korrekt zu positionieren.

    Durch die quasi natürlich bzw. die Vorbilder gegebene "grosszügige" Geometrie der HAG-Motordrehgestelle wage ich zu Behaupten, dass sich diese Frage HAG gar nie gestellt hatte und stellt. Bei den Loks passt es "einfach" einfach.

    Was auch noch klug wäre, wenn wir in Erfahrung ziehen könnte wie hoch denn der minimale Anpressdruck des Schleifers in der tiefsten Lage noch sein sollte um eine einwandfreie Stromversorgung zu gewährleisten.

    Wie oben gesagt - ich bin der Meinung, dass der Schleifer gar nicht genug nach unten ausfedern kann, dass es überhaupt zu dieser Fragestellung kommen könnte. Am ehesten könnte so etwas in einer selbstgebauten Untersuchung- oder Schlackegrube auftreten, wo ein Selbstbau-Mittelleiter tief oder gar ein wegklappbarer eingebaut würde.

    Ich kann gerne noch messen (es steht ja noch eine Höhenmessung bei den LS Models Nez Cassé an ;( )...

    Die Herausforderungen sehe ich in der tendenziell schlechteren Stromabnahme der Kombination "Räder"/"Schleifer" ggü. dem Zweileitersystem liegen. Ja, richtig gelesen - das Mittelleitersystem wird immer noch oft als das sicherere System gepriesen - saubere Schienen vorausgesetzt, sehe ich die bessere Basis im Zweileitergleis.

    Danach wird es bei mir emotional und irrational, warum ich am Mittelleitergleis festhalte - das wäre dann eben etwas für einen anderen Thread.

    Gruss Christian

    Meine Fotos; Eisenbahnen (Schwerpunkt Gotthard) und Dampfschiffe: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/ - aktuelles Avatarbild zur Erinnerung an den im Schnee versunkenen Gotthard am 17. April 1999.

  • Es ging doch um eine konkrete technische Frage. Hat NEM nichts dazu?

    Guten Tag miteinander

    Zu zweit ist man immer besser 8) .

    In der Tat die Werte sind in der Dokumentation NEM 340 festgehalten:

    -1,8 bis 0,6 mm über Schienenoberkante (SOK).

    Weitere Informationen folgen.

    Eugen

  • So nebenbei

    In diesem Beitrag hier geht es nicht um einen Vergleich des „Gleichstrom-“ und des „Wechselstrom-Systems“.

    Solche Diskussionen sind in einem Modelleisenbahn-Forum durchgeführt auch nicht zielführende. Ich kenne keine dementsprechende Diskussion die nicht „ausartete“. Wir könnten gerade so gut das Pro und Kontra für IPhone, IPad und iMac (Appel) diskutieren.

    Die Umsatzzahlen meiner Stammhändler, einer davon in der Schweiz der andere in Deutschland, sprechen eine klare Sprache: Das „Wechselstrom-System“ (Märklin) hat bei uns eine grösser Verbreitung. Gestern, Heute und wohl auch Morgen.

    Eugen

  • Immerhin bleiben wir bei solch „ewigen“ Grundsatzdiskussionen im MoBa-Forum sachlich, anständig und hilfsbereit - wie oben bewiesen wurde. Das freut mich. Da ist der Ton in deutschen Foren oft ganz anders.

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • In der Tat die Werte sind in der Dokumentation NEM 340 festgehalten:


    -1,8 bis 0,6 mm über Schienenoberkante (SOK).

    wieso fragst Du denn Robert? ;) Dann hätte ich mir das Messen sparen können... Mal abgesehen davon, das Märklin mit 2,1 mm 3/10 mm über NEM hinaus geht.

    Anzumerken bleibt noch, HAG hat zu Beginn der 1960-er auch mit dem Mittelleiter Schleifer herum experimentiert. Die haben vor allem bei ihrer Ae 6/6 vorübergehend ein isoliertes Federblech als Schleifer montiert, was fast nur Vorteile bot: minimale Einbauhöhe, grösst mögliche Flexibilität, nach unten wie nach oben, billige einfache Konstruktion, sichere zuverlässige Konstruktion, - aber auch nur in die gezogene Richtung. Der einzige, aber Killer-Nachteil war: fuhr die Lok in die andere geschobene Richtung (des Schleifers) hat sich der früher oder später verhedert was zum Entgleisen der Lok und zum Defekt des Schleifers führte. HAG kehrte umgehend wieder zum normalen Märklin Schleifer zurück.

    Analog ist cool:)

    2 Mal editiert, zuletzt von Longimanus (23. März 2025 um 11:14)

  • Hallo zusammen

    Nun habe ich mal die drei oben angegebenen Weichenarten auf die Schnelle vermessen - die NEM 340 Werte werden eingehalten...

    Märklin 2271, 22715/22716

    2271 - bewegliches Herzstück, gefräste Lücke für die Zunge

    Höchste Stelle: +0.45mm, Tiefste Stelle: nicht gemessen

    2271(?) - bewegliches Herzstück, keine Lücke für die Zunge, dafür auslaufende Zunge

    Höchste Stelle: +0.45mm, Tiefste Stelle: nicht gemessen

    22715/22716 - festes Herzstück

    Höchste Stelle: +0.6mm, Tiefste Stelle: -1.8mm - damit halten die aktuellen Weichen die NEM genau ein bzw. reizen sie voll aus.

    In der Praxis führt das dazu, dass eben die erwähnten neuen Fahrzeuge (Konkret LS Models Nez Cassé der vorletzten Serie, EPM RTG) an genau den höchsten Pukos anstehen. Aus meiner Sicht sind sie ohne Not so hoch und könnten problemlos tiefer liegen - z.B. +0.3...0.4mmm aber nicht mehr.

    Gemessen habe ich das Ganze mit einer TESA Digital-Cal Schieblehre und montiertem Tiefenmass-Anschlag sowie Unterlagen. Mir ist klar, dass die zweite Stelle nach dem Komma in der Theorie nicht beachtet werden darf...

    Gruss Christian

    Meine Fotos; Eisenbahnen (Schwerpunkt Gotthard) und Dampfschiffe: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/ - aktuelles Avatarbild zur Erinnerung an den im Schnee versunkenen Gotthard am 17. April 1999.

  • Ich hätte jetzt nicht wirklich daran gedacht, dass hier so schnell so umfassende Informationen zum Thema zusammengetragen würden.

    Nun habe ich mal die drei oben angegebenen Weichenarten auf die Schnelle vermessen - die NEM 340 Werte werden eingehalten...

    Höchste Stelle: +0.6mm, Tiefste Stelle: -1.8mm - damit halten die aktuellen Weichen die NEM genau ein bzw. reizen sie voll aus.

    Hallo Christian,

    herzlichen Dank für die präzise und aussagekräftige Rückmeldung.

    christian: Das Märklin K-Gleis kam 1969 auf den Markt. Die Dokumentation NEM 340 stammt aus dem Jahr 2008 und ersetzt die Ausgabe von 1997. Da stellt sich die Frage, ob sich Märklin an die Dokumentation NEM 340 hält oder ob die Dokumentation NEM 340 die Werknorm vom Märklin K-Gleis in geeigneter Form wiedergibt.

    @Alle: Es ist von Vorteil, wenn sich die Modelleisenbahn-Hersteller an die entsprechenden Dokumentationen, Empfehlungen und Normen halten. Aber weder die NEM noch die NMRA-Normen sind gegenüber den Herstellern verbindlich. Ich schreibe bewusst von Dokumentationen, Empfehlungen und Normen. Die „Normen Europäischer Modelleisenbahner“ (NEM) des Verbands der Modelleisenbahner und Eisenbahnfreunde Europas (MOROP) beinhalten nicht nur Normen sondern auch Empfehlungen und Dokumentationen :D .

    Eugen.

  • Das Märklin K-Gleis kam 1969 auf den Markt. Die Dokumentation NEM 340 stammt aus dem Jahr 2008 und ersetzt die Ausgabe von 1997. Da stellt sich die Frage, ob sich Märklin an die Dokumentation NEM 340 hält oder ob die Dokumentation NEM 340 die Werknorm vom Märklin K-Gleis in geeigneter Form wiedergibt.

    Die Angaben von Christian stimmen bestimmt, meine wohl auch. Es ist nicht ungewöhnlich, dass das selbe Objekt in ca. 56 jähriger Produktionszeit leichte Differenzen bei den Massen aufweist. Zu Beginn hatte das Märklin K-Gleis etwa 10 Jahre lang Hohlprofilschienen (2100), erst die Serie 2200 hat das heute noch übliche Stahl Vollprofilgleis.

    Normen sind immer gut, aber oft gibt es Streit, wer die Normen anführen darf. Märklin war historisch gesehen der 1. Hersteller welcher überhaupt 1892 Normen als zweckmässig, notwendig und sinnvoll einführte. Davor wechselten nur schon innerhalb vom selben Hersteller beliebig die Normen, welche es als Solches bei Modellbahnen noch gar nicht gab. So hat halt Märklin als unangefochtener Leader noch lange Zeit, auch bei H0, als die Verbände NEM und MOROP längstens existierten, weiterhin seine eigenen Normen beibehalten und parallel wo es für die Göppinger passend erschien, auch auf die NEM zurück gegriffen.

    Immerhin hat Märklin wohlwollend bez. soweit bekannt gar nicht darauf reagiert, dass Lima bei seiner grossen H0 Dampflok ab ca 1956/57 nicht etwa eine Vorbild FS Dampflok 1:1 auf H0 umrechnete, sondern Lima kopierte und vereinfachte direkt das Märklin H0 Modell, u.a. die Dampflok "G 800" als Lima Vorbild mit samt dem Märklin Firmen-Logo (!). Insgesamt war dann die Lima Dampflok Kat. 9021 "Lima-Express / E 680" ganz deutlich von der Märklin Dampflok G 800 abweichend, dass es wohl Märklin gar nicht aufgefallen ist. Trotzdem, nicht jeder Hersteller macht Werbung mit dem Logo seinen Konkurrenten. Soviel zu Normen übernehmen. Es ist ja auch fast egal, das originale Märklin Logo ist meist grösser, die Lima Version da misst das ganze Märklin Schild nur 4 x 2 x 0,5 mm, man muss schon genau hinsehen, um das Märklin Logo zu erkennen.

    Gruss

    Hermann

  • Normen sind immer gut, aber oft gibt es Streit, wer die Normen anführen darf. Märklin war historisch gesehen der 1. Hersteller welcher überhaupt 1892 Normen als zweckmässig, notwendig und sinnvoll einführte. Davor wechselten nur schon innerhalb vom selben Hersteller beliebig die Normen, welche es als Solches bei Modellbahnen noch gar nicht gab. So hat halt Märklin als unangefochtener Leader noch lange Zeit, auch bei H0, als die Verbände NEM und MOROP längstens existierten, weiterhin seine eigenen Normen beibehalten und parallel wo es für die Göppinger passend erschien, auch auf die NEM zurück gegriffen.

    Hermann, von Deiner Aussage bin ich schon ein wenig enttäuscht im Anbetracht, dass Du einmal der Besitzer des Autionshaus zum Dornbach warst. Du müsstest das besser wissen.

    Ein Abschnitt in der deutschsprachigen Wikipedia trifft da schon viel eher zu (Zitat mit der Verständlichkeit wegen kleineren Korrekturen):

    Um die 1900er Jahren etablierte das britische Handelsunternehmen Bassett-Lowke, das eine eigene Fertigung, eigene Fachgeschäfte und einen Versandhandel hatte, die Modelleisenbahn in Europa. Dies erfolgte mit eigenen Produkten sowie unter anderm mit dem Vertrieb von Produkten der Hersteller Bing , Carette und Märklin. Bassett-Lowke entwickelte zusammen mit Henry Greenly, einem britischen Konstrukteur von Miniatur-Echtdampf-Lokomotiven, und aus Leserbriefen in der gemeinsam herausgegebenen Zeitschrift Model Railways and Locomotives Magazin die ersten Normen für Spielzeug- und Modelleisenbahnen, die auch bereits die in diesem Jahrzehnt entstandenen personenbefördernden Gartenbahnen umfasste.

    @Hermann: Die Herren Bassett-Lowke und Henry Greenly waren damals das Mass der Dinge. Sie haben die Modelleisenbahn und die Gartenbahn so, wie wir sie heute kennen, entscheidend geprägt. Die Produkte der verschiedenen Hersteller mussten zusammenpassen. Da gab es nicht wirklich eine chaotische Entwicklung. Die, die aus der Linie tanzten, waren schnell einmal aus dem Geschäft. Britannien war damals die Weltmacht. Die Firma Bing und Märklin in Deutschland waren „bloss“ eine Werkbank, auch unter Betrachtung, dass Bing damals der größte Spielzeughersteller war.

    @Alle: Märklin war anfänglich ein Spielzeughersteller wie viele andere auch. Erst mit der Übernahme der Spielzeugeisenbahn der Firma Lutz stieg Märklin in das „Modelleisenbahn-Geschäft“ ein. Das war für Märklin ein Glückstreffer, vielleicht vergleichbar mit dem Start von Roco auch mit Produkten der ehemaligen Firma Röwa. Die Spielzeugeisenbahn von Lutz und Märklin hatte zwangsläufig auch Einfluss auf das spätere Schaffen der Herren Bassett-Lowke und Henry Greenly sowie der Familie Bing, war aber „bloss“ ein Teil des Ganzen. Die Herren Bassett-Lowke und Henry Greenly, beide sollen dominante Persönlichkeiten gewesen sein, sagten, wo es lang ging, auch mit Hilfe der ersten „Modelleisenbahn-Zeitschrift“. Dass die Briten damals auch die personenbefördernden Gartenbahnen berücksichtigten, ist heute leider auch nicht mehr auf dem Radar gestandener Modelleisenbahner. Der Stolz des Modelleisenbahner war damals der Eigenbau und Betrieb von Echtdampflokomotiven die möglichst genau nachgebaut wurden.

    Die Zeitschrift „Model Railways and Locomotives Magazin“ soll auch geprägt gewesen sein durch die Leserbriefe, die die beiden Herren sorgfältig auswählten. Damals gab es noch keine Modelleisenbahn-Foren, wie wir sie heute kennen, und jeder konnte verbreiten, was er wollte.

    Britannien war lange Zeit das Mass der Dinge bezüglich der Modelleisenbahn. Noch vor dem Ersten Weltkrieg hatten die beiden erwähnten Briten die Familie Bing beauftragt, sich Überlegungen anzustellen, wie denn eine Modelleisenbahn in der halben Grösse der Spur 0 hergestellt werden könnte. Der Erste Weltkrieg hat dann aber verhindert, dies zeitnah umzusetzen. 1922 war es dann soweit. 1926 erschuf dann ein Brite die erste Modelleisenbahn in der Spur H0, wie wir sie heute kennen (Zitat deutschsprachige Wikipedia unverändert):

    Zu Zeiten der Bing-Tischeisenbahn stellte A. R. Walkley 1926 in Grossbritannien eine kleine Modelleisenbahn-Anlage her, vergleichbar einem heutigen Betriebsdiorama, die sämtliche Merkmale der heutigen Spur H0 aufwies: Modellspurweite von 16,5 mm, Massstab 1:87 (3,5 mm scale), Zweischienen-Zweileiter-Gleissystem, Gleichstrombetrieb, auffahrbare Weichen, automatische Kupplungen.

    So, nun bitte wieder zurück zum Thema.

    Eugen

  • Hallo Eugen,

    da begibst Du Dich aber ordentlich auf Glatteis, noch mehr als ich selber schon. Deine Aussage möchte ich nicht unwidersprochen stehen lassen:

    Deine Bemerkung zu Lutz stimmt, dass war aber längstens um 1890 herum, die Übernahme einiger Lutz Teile in das Märklin Sortiment begann einige Jahre davor schon. Es war meines Wissens die Firma Märklin, welche 1892 die Nenngrössen vereinheitlichte und vorerst noch als bescheidener Teilbereich, aber dennoch ab 1892 kontinuierlich im Sortiment hatte und dauerhaft genormt, hauptsächlich die Nenngrössen I und 0 heraus brachte. (Es gab auch grössere Spuren bis IV, die aber in ihrer Verbreitung ob Göppingen oder Nürnberg, nur marginal zum Umsatz beitrugen).

    Es war nun mal Märklin, welche dafür sorgte, dass wer 1892 eine z.B. Spur I Lok kaufte und 1893 einen Wagen dazu, diese auf dem selben Gleis als ein Zug verkehren konnten. Vor 1892 waren das nur Annäherungen(!)

    Die Idee, dass ein Set mit einem Zug, Gleis und etwas Zubehör erst gewissermassen den Startpunkt darstellte, für ein Hobby ganz auf die Modelleisenbahn konzentriert, das gab es vor 1892 noch gar nicht im heutigen Sinne. Entsprechend spielte es auch vorerst damals noch vor 1892 nicht die so grosse Rolle, ob ein Zugset in der Spurweite 1 cm kleiner oder grösser war, als 1 Jahr davor oder danach, es waren ja sowieso mehrheitlich Boden- und Tischläufer und jeder Hersteller hatte seine eigene Gleisgrösse, wenn überhaupt schon Gleise im Lieferumfang des Sets enthalten waren.

    Klar war England (damals noch) das Empire, wie Du richtig bemerkst, Bassett-Lowke gründete seine Firma 1899 und fertigte ab 1905 vereinzelt und in wirklichen Grossauflagen erst nach 1918 vor allem zu Beginn der 1930-er Jahre, teilweise gar in Kooperation mit Märklin. Und trotzdem, dass zeitweise der FCW Bassett Lowke in seinem Sortiment führte und weltweitgesehen Bassett Lowke einer der Grossen im Modellbahn Bereich war, das ändert nichts an meiner Aussage, dass Märklin 1892 die Nenngrössen normierte. Trotz der Wirtschaftsmacht vom damaligen England, Bassett-Lowke war ja nur einer von mehreren englischen Produzenten(!), hat Märklin wie Bing und später in den 1930-er Jahren Trix-Express ordentlich nach England exportiert, aber umgekehrt Bassett Lowke spielte damals wie heute als Tin-Plate nur eine untergeordnete Rolle in Kontinentaleuropa, insbesondere bezüglich Deutschland und der Schweiz. In Frankreich wiederum war Märklin auch, aber nicht sonderlich stark vertreten.

    Und bezüglich einer Möglichkeit Umsatz zu generieren, wenn die Zeit reif für etwas ist, dann ist es eher üblich als unüblich, wenn 2 oder mehrere Menschen unabhängig voneinander die selbe Idee umsetzen möchten: Edison hatte seinen Westinghouse Gegenspieler, zu denen sich noch Tesla dazu gestellte, beim PC waren es IBM, Gates und Steve Jobs und für mich am sonderbarsten: das Matterhorn rennt mit jährlich 2-4 mm Richtung Nordosten, aus menschlicher Perspektive war es schon immer unverrückbar da; wie ist es möglich, dass - unabhängig von einander - der Engländer Whymper und der Italiener Carrel 1865 auf das Matterhorn wollten? Keiner 5 Jahre früher, oder 5 Jahre später. Entsprechend ist es auch kein Wunder, dass ende 19. Anfang 20. Jahrhundert mehrere Firmen im Blechspielzeug Bereich zur ungefähr selben Zeit die Idee hatten, sich vermehrt der Modellbahn anzunehmen.

    Was irritiert Dich Eugen an meiner Aussage, dass es Märklin war, welche systematisch normiert die Spur I und Spur 0 "Modellbahn" herausbrachte! Dass da noch Engländer, auch Amerikaner und nicht zuletzt Franzosen, wahrscheinlich auch Blechspielzeug Hersteller aus Tschechien und Ungarn mit von der Partie waren, womöglich weitere Kleinsthersteller, welche mittlerweile niemand mehr kennt, das ändert nichts daran.

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

    Einmal editiert, zuletzt von Longimanus (25. März 2025 um 00:03)

  • Schau Hermann

    Deine Texte sind ziemlich amüsant zum lesen. Es ist auch vieles richtig, anderes ist aber nicht wirklich richtig. Das schreiben hier in diesem Forum auch Andere. Ich würde mir auch einmal überlegen warum nicht mehr in diesem Form mitmachen ausser dem ein- zwei Dutzend der immer gleichen Mitglieder. Nicht gerade eine repräsentative Menge für die Tausenden von Modelleisenbahner in der Schweiz.

    Lutz war der Urknall der heutigen Modelleisenbahn. Märklin hat zwar auch wesentliches dazu beigetragen, war aber lange Zeit einer unter Vielen. Nicht nur die Britten haben massgebliches zur Heutigen Modelleisenbahn beigetragen sondern auch die Amerikaner. Die Herren Bassett-Lowke und Henry Greenly haben Ordnung in das System gebracht. Die Amerikaner dann gezeigt was mit der Spur H0 möglich ist. Nicht Märklin, nicht Trix, nicht TTR auch nicht Kleinbahn oder Fleischmann. Auch das müsstest Du wissen.

    Dazu wieder zwei Zitate aus der deutschsprachigen Wikipedia (Zitate unverändert):

    1937 warb der amerikanische Modelleisenbahn-Hersteller Pittman Electric Development, ein Hersteller von Spur-0-Überlandstrassenbahnen (Interurban), unter dem Markennamen Pittman für einen kleinen rechteckigen 6-Volt-Permanentmagnet-Gleichstrommotor mit einer Größe von 1 5⁄8 in x 1⁄2 in x 3⁄4 in (41,3 mm × 12,7 mm × 19,5 mm / Länge × Breite × Höhe) und wurde später zum Synonym für hochwertige Motoren für die Autos der Autorennbahnen (Slot-Cars).

    Die amerikanische Firma Mantua Metall Products lancierte unter dem Markennamen Mantua eine Modelleisenbahn und ein Gleissystem, das damals der Zeit voraus war. Mantua lancierte eine Spur H0-Modelleisenbahn mit einem Zweischienen-Zweileiter-Gleissystem, wie wir es heute kennen, inklusive den entsprechenden umgangssprachlich als schlank bezeichneten Weichen. Grundlage war ein vorbildlicher Schwellenrost ohne Böschung. Gefahren wurde anfänglich mit 6 Volt Gleichspannung. Mantua bezeichnete sich schon bald als erster Modelleisenbahnhersteller für die Spur H0.

    Ebenfalls 1938 trat der amerikanische Modelleisenbahn-Hersteller American Flyer mit einem umfangreichen Spur H0-Programm mit einem Böschungsgleis aus Bakelit für das Zweischienen-Zweileiter-Gleissystem, das bereits die Modellspurweite von 16,5 mm hat, auf den Markt. Gefahren wurde mit Wechselstrom. Da es sich um Allstrommotoren handelte, konnte auch mit Gleichstrom gefahren werden. American Flyer verwendete von Anfang für die Modellspurweite von 16,5 mm die Begriff der Spur H0 und 3,5 mm scale entsprechend einem Maßstab von 1:87. American Flyer war damit der erste Grossserienhersteller der ein Zweischienen-Zweileiter-Gleissystem mit einer Böschung im Programm hatte.

    Kinderzimmer in Greenbelt, Maryland, USA mit einer Spur H0 Modelleisenbahn, 1942.

    So jetzt messe ich erst ein paar heute noch gängige Geleise mit Mittelleiter aus, dazu werde ich mich noch mit einem Kollegen treffen, denn ich haben nicht alles was es dazu braucht um die Angelegenheit Höhe des Mitteleiters abschliessend zu beantworten oder zu bestätigen. Dann werden wir sehen wie es hier weitergeht.

    Eugen

  • Hallo Eugen,

    Hermann, von Deiner Aussage bin ich schon ein wenig enttäuscht im Anbetracht, dass Du einmal der Besitzer des Autionshaus zum Dornbach warst. Du müsstest das besser wissen.

    Deine Texte sind ziemlich amüsant zum lesen. Es ist auch vieles richtig, anderes ist aber nicht wirklich richtig. Das schreiben hier in diesem Forum auch Andere.

    Ich würde mir auch einmal überlegen warum nicht mehr in diesem Form mitmachen ausser dem ein- zwei Dutzend der immer gleichen Mitglieder.

    Bisher hast Du nicht ansatzweise meine Aussage widerlegt, dass es die Firma Märklin war, welche 1892 systematisch die Nenngrösse und Normierung Spur I und Spur 0 einführte. Und ja, Lutz war noch vor Märklin aktiv, er verkaufte seine Firma an Märklin weiter.

    Auch da, Lutz war nicht der Einzige! Womöglich, auch noch nicht mal der Erste. Rock & Graner wird zugeschrieben, der älteste "Modellbahn" Hersteller zu sein. So ganz genau ist das schwierig heraus zu finden, nur schon die korrekte Zuordnung ist alles andere als einfach in dieser Pionierzeit, falls heute noch ganz selten mal solche Teile auftauchen. Oft sind die Objekte ohnehin völlig verbastelt und abgeändert worden.

    Und Eugen, da kannst Du den Kopfstand machen, egal ob Rock & Graner, Lutz, oder sonst wer der erste Hersteller war, die Modelleisenbahn war ein bescheidener Anteil ihres Blechspielzeug Sortimentes, es war nun mal Märklin, welche das Sortiment der Modellbahn ausbauten. War das Angebot an Modellbahnen auch von Märklin ganz zu Beginn ihrer Übernahme von Lutz noch überschaubar klein, gab es von Märklin nur schon 8 Jahre später bereits ab 1900 herum, alles was das Modelleinbahnherz begehrte, was eine vollständige Eisenbahn ausmachte. Nicht anderst als vor 125 Jahren, der Kunde brauchte "nur" Platz, Geld und Zeit, aber grundsätzlich das kommerzielle Angebot war vorhanden. Und hierbei spielte die Firma Märklin eine Schlüsselrolle.

    Nicht zuletzt nimmt ein Auktionator oder auch eine Privatperson wunder, wenn man etwas verkaufen möchte, was verkaufbar ist und welche Preise es bringt. Auch da spielt Märklin eine Schlüsselrolle. Bis auf ganz wenige Ausnahmen, Bassett-Lowke bringt hierzulande nur noch etwas mehr als Eigenbau-Billigpreise, falls es überhaupt noch Interesse hervorruft. Auch Märklin musste bekanntlich Federn lassen, da anderst als die Gemäldekunst, Tin-Plate sich nicht so gut über die Generationen erhalten kann. Wenn die Generation weg ist, welche die Modelleisenbahn aus ihrer Jugendzeit kennt, dann bricht auch das Preisgefüge zusammen. Ja und? A weiss man nicht, ob nicht mal wieder ein Gegentrend kommt und B, da man Freude an der Sache hat, lässt man sich vom materiellen Wertverlust nicht entmutigen. Und das Ganze sind langsame Prozesse.

    Also wer in der Schweiz im Jahre 2025 Hornby Spur 0 verkaufen möchte, muss es beinahe verschenken oder gar entsorgen. Wer aber im Mutterland der Eisenbahn, in England eine "Cock o`the North" aus deutscher Fertigung von Märklin verkaufen möchte, der wird problemlos und beinahe mühelos dafür Käufer finden, wenn sich das Objekt noch einem guten Originalzustand befindet. Zwar eher nicht mehr zu früheren Höchstpreisen, aber ca. 8000.- bis 12`000.- für einen Topzustand in Originalverpackung und CHF +/- 2000.- in bespieltem gebrauchtem Zustand für "nur" ein Stück Spur 0 Blech ist immer noch ein ganz anständiger Preis.

    Und ich sehe auch nicht ein, wieso man Foren gegeneinander ausspielen sollte, oder nicht HAG, Kleinbahn, Piko, Lotuka sammeln soll, wenn es einem gefällt? Die Märkte regeln von selber den Sammler Markt. Von HAG, Roco, oder gar Bassett-Lowke ist nicht Märklin "der Feind", sondern das ändernde Kulturverhalten nachfolgender Generationen. Ja und, dann ist dies halt ebenso? Die Progressiven Leute von heute, sind die Konservativen von morgen.

    Lima H0 DC RBe 4/4 für das Märklin System umbauen:

    Wenn Bruno seinen H0 2-Leiter Gleichstrom Lima RBe 4/4 auf das Märklin Mittelleiter System herrichtete, so ist anzunehmen, dass ihm dabei kaum geholfen hat zu wissen, ob die Märklin Gleise ihre Mittelleiter Punktkontakte eine Nuance tiefer oder höher haben?!? Zumal dies in den letzten 40-50 Jahren nie ein Problem für den Märklin Schleifer darstellte!

    Wenn schon umgekehrt: wie bekommt man den Schleifer bei Weichen und DKW über die zu querende Fahrschiene, so dass der Schleifer - von wem auch immer produziert - weder mechanisch noch elektrisch an das Gleis stösst, noch irgendwelchen Kontakt zum Chassis gibt, welches oft aus Metall besteht und dann einen Kurzschluss hervorruft. Und stabil genug sollte der Schleifer auch noch sein, irgend ein dünnes Blech anfügen genügt in der Regel für eine universale Märklin Anlage nicht.

    Und Bruno ist ja nicht ein Anfänger, er wird schon wissen, was auf seiner Anlage seine Ansprüche erfüllt und was nicht.

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Deine Texte sind ziemlich amüsant zum lesen.

    Deine leider weniger. Im Gegensatz zu Hermann kommst Du recht arrogant und besserwisserisch daher. Und das Riesenfass, dass Du mit den Mittelleiterhöhen aufmachst, ohne zu schreiben, weshalb das wichtig ist oder gar selber etwas ermittelst, tendiert langsam in die Groteske.
    Unser Forum ist vielleicht nicht grösser, weil wir gerne auf dieModellbahner verzichten können, die nur darauf aus sind, andere niederzumachen.

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Danke Roger

    Wenn es um 3-L Schleifer und Pickelhöhe geht, gibt es durchaus interessante Themen, zb, welche Schleifer von Wem über Was funktioniert oder nicht und wie man das entsprechend Umbaut. Davon ist aber nichts zu lesen, eher von ADHS... und auf Beiträge wie in andern Foren vom Typ "genau meine Meinung", "weiss ich auch nicht" und "biete suche kaufe" kann ich gerne verzichten, wer solchen zugeneigt ist, darf sich gerne dort Anbiedern, in der Hoffnung auf Anerkennung....

    Gruss Dumeng

    Einmal editiert, zuletzt von Dumeng (26. März 2025 um 00:28)

  • Hoi zäme

    ...Glaube das Problem liegt halt bei der Einbauhöhe des Schleifers. Dem kann man einfach damit begegnen, die isolierende Schleiferplatte einfach zu entfernen, das bringt rund einen Millimeter. Die Krampen der Federbronze (?) können direkt an der modifizierten Bodempnplatte des Drehgestells angeklemmt werden....habe das bei der Lima 'Am 4/4' einmal beschrieben (möglicherweise auch im Modellbahnforum), finde es aber auf die Schnelle nid. Mehr gibt's dazu wohl nicht zu sagen.


    Gruss Barni