Zu doof um Zug zu fahren

  • Wenn ich die Geschichte lese, mache ich mir ernsthafte Sorgen um den Fortbestand unserer Spezies. Das man einmal in einem Zug eingeschlossen wird, kann passieren aber gleich mehrfach, da besteht einfach keine Lernfähigkeit.

    Ich fahre immer wieder mit Zügen bei denen ein Teil an einem bestimmten Bahnhof weggestellt wird oder ein Teil nicht zum Endbahnhof fährt. Auf dem Perron machen sie immer Durchsagen, man solle die Anschriften beachten, da ein Teil des Zuges weggestellt wird.

    Wenn die Leute das Gefühl haben, sie koppeln sich vollständig von der Aussenwelt und müssen trotzdem informiert sein, Pech gehabt.

    Kürzlich musste ich nach Winterthur Grüze, für die Abnahme einer Prüfung (IPA). Lief dann alles schief was möglich war, der Zug 13 Minuten verspätet und in Winterthur wurde er weggestellt und fuhr nicht weiter nach Sennhof Kyburg. Er hätte nie mehr in den Fahrplan gepasst. Im Zug gab es die entsprechende Durchsage es ist auf die S26 umzusteigen.

    Neben mir hat sich eine junge Frau extrem aufgeregt, da sie einen Termin verpasste. Ging mir auch nicht anderes, dafür gibt es die Mobiltelefone, dem Fachvorgesetzten angerufen und mitgeteilt, es wird 20 Minuten später werden. Problem gelöst.

    Manchmal staune ich schon wie viele Leute nicht lösungsorientiert sind und Alltagsdinge wie ein verspäteter Zug sie schon fast komplett aus der Bahn wirft.

    Kleine Geschichte nebenbei, am Zug den Röbi vorgeschlagen hatte für die MoBa Exkursion, wurden einige der vordersten Wagen abgehängt und weggestellt. Das wurde entsprechend kommuniziert. Blöderweise stand aber auf allen Wagenanzeigen "geschlossen". Da ein Zugbegleiter in der Nähe war, habe ich diesen gefragt, ob es nun wirklich so ist, das bejahte er und so sucht ich den passenden Wagen aus.

    Die Gen Z will aber auch nicht mit Personal einer Firma sprechen, war kürzlich in verschiedenen Artikeln zu lesen. Das sind erbauliche Aussichten.

    Gruss Erwin


    Wer rast, der verpasst das Leben.

    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Da bin ich tagtäglich hautnah dabei an solchen Geschichten.. Manchmal ist es schon fast zum Schmunzeln, vielfach meist schon fast ein Ärgernis ab so viel Blödheit, die da auf einem Sitz im Zug zusammenkommt… Da kann man mehrere Dirchsagen machen, Licht löschen… es hilft alles nix, wenn dann ein völlig entgeistertes Wesen völlig ratlos herumsteht, und nicht mehr weiter weiss, weil die App einem keine vernünftige Lösung anzeigt, und die elektrischen Ohrwärmer sie vollig von der Aussenwelt abschottet… Und wenn man sie höflichst bittet auszusteigen, kommt die Frage, warum man nicht informiert wurde…

    Gruess usem MoBa Chäller
    Adrian
    _____________________________________

    Überzeugter Vollblut Eisenbahner 8)

    Gleissystem: 2- Leiter DC H0,
    Digitalsystem: ESU;
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    Einmal editiert, zuletzt von Eisenbahner (2. Mai 2025 um 11:02)

  • Für mich ist diese junge Frau ein sehr gutes Beispiel, wie ein Teil der jungen Leute selbstredend davon ausgehen, die Welt dreht sich ganz alleine nur um sie herum. Alles ist da um ihnen das Leben so bequem und angenehm wie es nur geht zu machen und es muss immer sofort ihren Bedürfnissen angepasst werden. Dass sehr viele Leute dafür arbeiten, damit sie mit dem Zug ans Ziel kommt, ist ihr völlig entgangen, bzw. das ist so etwas von selbstverständlich.

    Auch in diesem Fall greift meine Lieblingserkenntnis. Heute könnte Wissenschaft, wenn es sie nicht schon gäbe gar nicht entstehen. Wenn man nichts beobachtet und keine Schlüsse zieht, bleibt man einfach doof. Wenn man etwas mehrfach beobachtet und daraus keine richtigen Schlüsse ziehen kann ist und bleibt man doof. Früher als es noch keine Züge gab, dafür Bären und Wölfe, beendete Doofheit immer wieder das Leben frühzeitig.

    Ich bin ganz klar dagegen, dass solche Dummheit noch unterstützt wird und darüber siniert mit welchen Massnahmen solche Leute erreicht werden.

    Die nächste Meldung am Tag X wird lauten, Deutsche Influencerin in Schweizer Zug eingesperrt, ein Shitstorm über den Schweizer ÖV geht viral.

    Gruss Erwin


    Wer rast, der verpasst das Leben.

    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Die Gen Z will aber auch nicht mit Personal einer Firma sprechen, war kürzlich in verschiedenen Artikeln zu lesen. Das sind erbauliche Aussichten.

    Manchmal staune ich schon wie viele Leute nicht lösungsorientiert sind

    Da kommen mir verschiedene Gedanken in den Sinn:

    Zuerst; dann sind die doch selber schuld und brauchen sich nicht zu wundern, wenn andere Mitschüler ihrer Altersgenossen sich weiter oben in der Nahrungskette ansiedeln, geschweige Jugendliche anderer Länder. Wobei ich das nicht unbedingt als eine wünschenswerte Eigenschaft ansehe, wenn die Eltern, wenn der Staat seine Kinder von frühster Jugend an, sie zu ultimativ gewinnen wollende Kampfmaschinen ausbildet. Aber auch da muss es einen Mittelweg geben, unbeholfen sein ist natürlich auch keine gute Wahl.

    Also steht die Frage im Raum; woher kommt das?!? Es ist ja nicht nur ein einzelnes Kind, sondern betrifft zu viele Jugendliche flächendeckend in der ganzen Schweiz. Und es betrifft nicht einzig die Jugendlichen, zuweilen auch Erwachsene.

    Beispiel;

    In der Ostschweiz (meine nicht St. Gallen), ist mir im Schaufenster eine Märklin H0 DB Diesellok aufgefallen, (die ich längstens schon habe, aber nur als sehr stark bespieltes Exemplar) ich wollte die haben und im Laden ist mir sogar das selbe Exemplar aufgefallen, als neuwertige ungebrauchte analoge Version, erst noch viel günstiger :thumbsup:. Da ist der Verkäufer zu mir in sehr unhöflicher Weise ausfällig geworden, dagegen war früher Frau Neisser beinahe eine Buddha-Vertreterin. Mein "Verbrechen" war, diese zu verkaufende Lok kaufen zu wollen. Das Angeschnautzt werden war mir zu viel und ich wechselte in den verbalen Angriffsmodus und die Sache klärte sich schnell auf: der Angestellte verkaufte mehrere male Analog Loks und bekommt sie umgehend wieder zurück wegen fehlenden Digitaleigenschaften?!? Anscheinend haben sie noch nicht mal in der Ostschweiz echte Analog Kunden mehr, Märklin Digital gibt es seit 1985. Wer 1990 zur Welt kam ist heute 35 jährig und hat die Analog Epoche gar nie mitbekommen. Aber diese alten Modelle scheinen nie auszusterben :D, was zu Irritationen führt. Und es war auch nicht der Chef, sondern ein junger Angestellter.

    Er gab vor, dass ausschliesslich des günstigeren Preises wegen, die Leute noch Analog kaufen und dann die Lok wieder zurück geben mit der Aufforderungen Ihr Geld wieder zurück wollen, mit der Begründung die Lok würde einfach davon rasen:lol: Bin doch nicht blöd, dass ich von einem hundsnormalen Millionenfach gebauten 45 jährigen Märklin Relais, rein mechanisch: Digital Funktionen erwarte und diesen "Magel" als Rückgaberecht empfinde? In der Beziehung ist das EU Recht sowieso daneben, dass Rückgaberecht wird viel zu grosszügig, zu Ungunsten des Händlers ausgelegt und diese Kultur schwappt auf die CH über.

    Aber es gibt im Verkauf auch ausgesprochen positive Erfahrungen und dies ist die überwiegende Mehrheit: Ein Geschäft hat schnell mal noch 10`000 Artikel. ich habe nicht so gerne, wenn das Sortiment umgestellt wird, aber eigentlich ist es gutes Gehirntraining das Gesuchte trotzdem in vernünftiger Frist zu finden. Da fragte mich eine junge schöne Verkäuferin: suchen sie etwas? ja neue Schuhbändel! Innert Sekunden gab sie mir die Antwort und führte mich an den Ort wo sie waren. :thumbsup: Und Ersatz-Schuhbändel ist jetzt nicht gerade etwas, was zum Umsatz beiträgt und trotzdem hat sie sich die Mühe genommen:thumbsup:.

    Möchte etwas die Generation Z insofern in Schutz nehmen, sie sind das Produkt der vorhergehenden Generation. Wir haben sie zu dem gemacht was sie heute sind. Werbung ist nicht einfach nur mehr ein stilles PAPIER-Plakat einer schönen Frau am Bahnhof welche eine Handtasche bewirbt, oder am TV Werbung zu festgelegten Sendezeiten. Werbung ist heute eine in die Persönlichkeit eingreifende aufsässige Industrie. Ich amüsiere mich, eigentlich ist es eher ein Erschrecken, über die extrem viel versprechende Geldanlage-Werbung einer grossen halbstaatlichen Institution. Die lehnen sich dermassen weit zum Fenster hinaus und konkret wird in den AGB`s alles wieder zurückgenommen oder zumindest sehr stark relativiert, was gerade eben versprochen wurde. Es geht nicht um das Geld der Jugendlichen, es geht darum, dass auch die Jugendlichen mit ihrem Geld dem Riesen zu mehr Umsatz verhelfen sollen.

    Will man, dass schon Jugendliche argwöhnisch, kritisch sind und nichts glauben? Beziehungsweise wenn sie vorbehaltlos glauben was ihnen gesagt wird, dabei viel zu oft verseckelt werden? Ein Jugendlicher müsste heute die Kapazität eines Hochleistungsrechners haben, um bezüglich der Plausibilität noch den Durchblick zu haben.

    Die Intelligenz war der grösste Durchbruch der Menschen, sich vom Affen Verwandten abzuheben, alles was wir als Menschheit heute erreicht haben, ist weitgehend dieser einen Eigenschaft zu verdanken. Aber zu viel davon kann uns auch wieder irren und verwirren und an unser Grenzen stossen lassen. Im Idealfall schaffen es die Jugendlichen ihren Weg zu finden. Ich bin jetzt da nicht ganz so pessimistisch.

    Es ist nicht gross die Generation Z, welche den Donald Trump gut findet! Und ob der bald 80 jährige Trump eigenständig in Lage ist, selbstständig ohne fremde Hilfe ein Billett aus dem Automaten zu lassen und in einer Zugskombination das richtige Abteil zu finden, wenn der Zug aufgeteilt wird?

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Bei der Diskussion kann man die Generation getrost weg lassen. Es gibt nun mal hellere und weniger helle Kerzen.

    Grüsse

    Rufee

    Einmal editiert, zuletzt von rufer (2. Mai 2025 um 20:28)

  • Bei der Diskussion kann man die Generation getrost weg lassen. Es gibt nun mal hellere und weniger helle Kerzen.

    da bin ich nicht der Ansicht. Die Generation hat durchaus sehr viel Einfluss. Die Frage stellt sich eher, ob sie (die Jungen) etwas dafür können oder nicht? Ob etwas veränderbar ist oder nicht? Im Grunde gehört auch "zu doof um Zug zu fahren" zur Rubrik; ist Digital etwas gutes oder etwas Schlechtes?

    Zur Zeit als die Babyboomer Teenager waren, die hatten genau so ihre Probleme, aber der Zeitgeist hat mindestens so viel Einfluss, als ob man ein wenige eine hellere oder schwächere Kerze ist. z.B. Lehrstellen waren äusserst gesucht! Von allem hatte es zu viele Lehrlinge. Die Firmen konnten getrost und in einer heute kaum vorstellbaren Selbstverständlichkeit auslesen, wen sie haben wollten. Für die Jungen galt der Spruch: Vogel friss oder stirb.

    Man musste sich die Strukturen sei es Beruf, oder in seiner Freizeit (weitgehend) selber erarbeiten. Und - mehr noch für die Eltern der Babyboomer - galt der Beruf normalerweise in der Regel auf Lebenszeit. Und jede Person (welche will) mit einem Smart-Handy? Völlig undenkbar! Noch bis 1975 war unser Häuschen im Wallis das 1. und einzige Haus vom kleinen Dörfchen, mit einem für 1975 erstaunlich grossvolumigen schweren schwarzen Wählscheiben-Telephon an der Wand. Die Leute kamen zuweilen von erstaunlich weit her, um bei uns zu telefonieren. Also zu einer Zeit wo die Grande Dixence existiere, dito die Mirage als Kampfflugzeug und als SBB RABDe 12/12, die Citroen 1975 als mittlerweile veraltet ihr letztes Bj-Jahr hatte, die Re 6/6 in Serie ging. HAG mit der 160/161 SBB Re 4/4 II wohl das erfolgreichste HAG Modell aller Zeiten immer wieder neu auflegte in Stückzahlen da träumt es heute den Herstellern.

    Das Wissen war in Lexika zusammengefasst. Es gab gute Allgemein Lexika, aber wer es genau wissen wollte, war auf Fachspezifische Lexika angewiesen. Wissen benötigte Platz, Geld, Zeit und den Willen etwas finden wollen. Es ist nicht anzunehmen, dass selbst in den grössten Wissensbibliotheken vom Kloster St. Gallen? mit nur schon 170 000 Bücher zum Ausleihen, etwas über SBB Lokomotiven, oder Erotik Fotografie, oder Bergsteigerrouten der Alpen enthalten ist? Zwangsläufig war die Wissensbreite limitiert, nur schon vom Zeitaufwand her.

    Einen Sprung von 1975 zu 2075

    Junge wachsen heute mit einem ganz anderen Selbstverständnis auf. Auf dem Smartphone findet man nahezu alles. Entsprechend ist auch die Erwartung höher, dass jemand oder etwas macht, was man sich wünscht. Natürlich wollten ohne Zweifel die Geschäfte auch schon vor 50 Jahren ohne wenn und aber Umsatz generieren. Aber der Konsummationsdruck, auf allen Gebieten war schon nicht so hoch wie heute. Vor allem war Wissen, Werbung und Alltag nicht so in sich vernetzt.

    Doris de Agostini, musste (und wollte?) in den Sommern 1976 - 1983 Würste & Getränke auf dem Gotthard verkaufen, damit sie genug Geld im Winter hatte, obwohl sie zu der Zeit (zumindest ca 1981-83)die beste Abfahrt CH Skirennfahrerin war. Sie machte noch nicht mal Werbung für ihre eigene Imbiss-Bude. Wenn sie nach der Abfahrt im Zielraum ein Cola oder Ragusa in der Hand hatte, dann war dies wirklich Zufall! Niemand kam auf die Idee, dafür Geld zu fordern, oder Geld als Sponsor zu vergeben, weil beim Start oder Ziel jemand irgend welche Drittprodukte bei sich hatte. Nur die Ski waren ein aktives Werbemittel und bald mal die berühmten SKA (CS) Werbemützen.

    So eng getaktet und nichts dem Zufall überlassen wie heute die Situation ist, ich glaube ich würde - mit einem Jahrgang der Generation Z - auch exakt zu der Sorte "zu dummen Leute" gehören, welche eine Extraeinladung benötigen, anstatt aus eigenem Antrieb zu wissen, wenn man den Zug zu wechseln hat.

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Die Generation hat durchaus sehr viel Einfluss

    Meine tägliche Beobachtungen unserer Fahrgäste sagt da allerdings etwas anderes, es kommt absolut nicht auf die Generation an. Es gibt z.b. genau so viele junge Teenies welche die Türen regelmässig blockieren als auch ältere Menschen(-gruppen) welche das Gefühl haben dass wir ewig Zeit haben bis sie eingestiegen sind.

    Kürzlich beim Zwischenhalt in Pfäffikon SZ mit der S25 unterhielt sich eine ältere Frau mit zwei Securitas Mitarbeitenden welche sich auch auf meinem Zug befanden. Die Abfahrzeit war bereits erreicht und die ältere Frau wollte auch auf unseren Zug. Aber anstatt einzusteigen quatschte sie weiter, bis ich sie dann freundlich aber direkt darauf Hinwies dass wir gerne weiterfahren würden und die anderen Fahrgäste auch gerne pünktlich ans Ziel kommen wollen.

    Gruess,
    Patrick

    Einmal editiert, zuletzt von SBB EW IV (3. Mai 2025 um 10:10)

  • Im Grunde gehört auch "zu doof um Zug zu fahren" zur Rubrik; ist Digital etwas gutes oder etwas Schlechtes?

    Nein Hermann, genau dort gehört es nicht hin. Nur du ordnest alles Schlechte dem Digitalen unter. Im beschriebenen Fall hat es mit Eigenverantwortung zu tun, die gewisse Generationen auf keinen Fall übernehmen wollen. Weswegen sie sich auch dauernd rückversichern ist das jetzt gut oder ein sofortiges Feedback erwarten.

    Auf dem Smartphone findet man nahezu alles.

    Vor allem unglaublich viel Schrott. Kürzlich habe ich gelesen, dass sich junge Leute für den Autokauf viel lieber über TikTok beraten lassen, als andere Möglichkeiten zu nutzen. Influencer ist schliesslich ein extrem seriöser Beruf mit jahrelanger Ausbildung und einem anerkannten Abschluss. :rofl:

    Kürzlich beim Zwischenhalt in Pfäffikon SZ mit der S25 unterhielt sich eine ältere Frau mit zwei Securitas Mitarbeitenden welche sich auch auf meinem Zug befanden. Die Abfahrzeit war bereits erreicht und die ältere Frau wollte auch auf unseren Zug. Aber anstatt einzusteigen quatschte sie weiter bis ich sie dann freundlich aber direkt darauf Hinwies dass wir gerne weiterfahren würden und die anderen Fahrgäste auch gerne pünktlich ans Ziel kommen wollen.

    Was einmal mehr beweisst, auch Frauen beherrschen Multitasking nicht und können nicht zwei Aufgaben miteinander bearbeiten. :vain:


    Wir haben unseren Zenit in vielen Bereichen überschritten und die Menschheit verliert nachweislich an Intelligenz. Salopp gesagt, wir werden wieder blöder. Wenn ich nur schon schaue welche idiotischen Trends in regelmässigen Zeitabständen durch die Social Media Kanäle getrieben werden. Aktuell poppt der Skinny Girl Trend wieder einmal auf. Womit wieder bewiesen ist, verkauft man es richtig dem Zielpublikum, lässt sich jeder Scheiss immer und immer wieder vermarkten, selbst wenn er dich am Schluss Gesundheit oder gar Leben kostet.

    Selber denken ist angesagt. :!:

    Gruss Erwin


    Wer rast, der verpasst das Leben.

    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Was einmal mehr beweisst, auch Frauen beherrschen Multitasking nicht und können nicht zwei Aufgaben miteinander bearbeiten. :vain:

    Absolut richtig. ;)

    Selber denken ist angesagt. :!:

    Das ist für die meisten, welche Stundenlang auf Tiktok und Instagram herumhängen, ein Fremdwort. Warum selber denken wenn man einfach einer Person folgen kann die einem erzählt was man zu tun und zu lassen hat? :wacko:

    Gruess,
    Patrick

  • Kürzlich musste ich nach Winterthur Grüze, für die Abnahme einer Prüfung (IPA). Lief dann alles schief was möglich war, der Zug 13 Minuten verspätet und in Winterthur wurde er weggestellt und fuhr nicht weiter nach Sennhof Kyburg. Er hätte nie mehr in den Fahrplan gepasst. Im Zug gab es die entsprechende Durchsage es ist auf die S26 umzusteigen.

    Es ist nun einmal so - Bahnfahren ist um einiges anspruchsvoller als Autofahren. Wenn ich mit dem Auto im Stau stehe, bin ich vielleicht wegen der Verspätung genervt, jedoch komme ich an meinem Ziel genau soviel später an, wie ich im Stau gestanden bin, z.B. 15 Minuten. Hat mein Zug jedoch 15 Minuten Verspätung, ist mein Anschlusszug mit Sicherheit schon längst abgefahren und meine Ankunft am Reiseziel erfolgt dann im schlechtesten Fall (beim Stundentakt) anstelle der ehemaligen 15 Minuten genau 1 Stunde später. Immerhin ändert sich in einem solchen Fall die Anzahl und der Ort des Umsteigens nicht.

    Im Gegensatz dazu ist das vorzeitige Wenden von Züge für Fahrgäste, welche sich im OeV nicht sehr gut auskennen, vielfach eine absolute Katastrophe. Nehmen wir das Beispiel von Erwin. So wie es aussieht, war die S 11 nach Sennhof-Kyburg 13 Minuten verspätet. Im Vergleich zu früheren Zeiten, als es noch keinen Taktfahrplan gab, werden heutzutage realtiv oft und schon mit kleinen Verspätungen teils aus betrieblichen Gründen - manchmal gefühlt auch aus Bequemlichkeit - Züge vor dem Erreichen der Endstation weggestellt, um diese dann zeitgerecht für die Gegenrichtung wieder "einfädeln" zu können - da hat ein püntklicher Betriebsablauf eindeutig Vorrang vor dem Wohl der Reisenden. Wenn im Fahrplan ein Zug für eine bestimmte Strecke aufgeführt ist, sollte man sich darauf verlassen können, dass er diese dann auch wirklich zurücklegt.

    Nehmen wir z.B. an, dass eine 85-jährige Frau aus Aarau ihre Tochter in Sennhof bei Winterthur besuchen möchte. Sie ist nicht mehr sehr mobil, ihr Sohn bringt sie in Aarau zur S 11 zusammen mit ihrem Rollkoffer. Da die Reise gemäss Fahrplan von Aarau nach Winterthur-Sennhof ohne Umsteigen garantiert wird, ist diese S 11 die absolut beste Wahl - denkt man......... Dann kurz vor Winterthur die Lautsprecher-Durchsage, dass der Zug wegen der eigentlich geringen Verspätung nur bis Winterthur fährt und dort in die S 26 umgestiegen werden muss. Eine Durchsage, welche beim OeV-erprobten Erwin nur ein müdes Lächeln bewirkt, ist für die alte Frau aus Aarau der absolute Supergau. Sie stellt sich die Frage, wie sie in Winterthur vom Ankunftsgleis 5 der S 11 durch die Unterführung ins Abfahrgleis 2 der S 26 mit ihrem Rollkoffer kommen kann? Niemanden von der SBB kann sie fragen - es gibt in der S-Bahn keine Zugbegleiter mehr, auf dem Perron in Winterthur sind die Abfertigungsbeamten schon jahrelang wegrationalisiert - richtige Panik breitet sich aus. In solchen Situationen schleicht sich die SBB einfach aus der Verantwortung und überlässt "gestrandete" Reisende ihrem Schicksal - eigentlich ein "no go". Immer sind es nicht die Fahrgäste, welche "zu doof zum Zugfahren" sind.

    Gruess Chlauspi

  • Nein Hermann, genau dort gehört es nicht hin

    Im beschriebenen Fall hat es mit Eigenverantwortung zu tun, die gewisse Generationen auf keinen Fall übernehmen wollen

    Erwin, da haben wir 2 unterschiedliche Wahrnehmungen. Meines Erachtens hat es eben doch auch mit Digital zu tun. Die Katze beisst sich in den eigenen Schwanz.

    Schade gibt es keine Zeit-Maschine:

    Ich behaupte jetzt einfach mal: wenn man Dich oder mich, oder jede beliebige andere Person aus der Babyboomer Generation im Alter von +/- 60-65 Jahren in eine Zeit-Maschine stecken könnte und auf das entsprechende individuelle Geburtsjahr zurückdrehen und dann wieder vorwärts auf Generation Z den Schalter drehen könnte, z.B. auf den Jahrgang 2000, also wenn wir jetzt immerhin 25 Jährig wären:

    Wir hätten genau so wenig Eigenverantwortung!! // umgekehrt: die Gen Z in der Zeit-Maschine als 65 Jährige: sie hätten Eigenverantwortung!

    ... nicht aus Begeisterung, sondern weil sie schlicht und einfach mussten! Und die heutigen jungen Menschen, welche digital affin sind UND Eigenverantwortung haben und tragen, solche Leute gibt es durchaus, das gibt die zukünftigen Führungskräfte und Elite. Es wurde auch früher schon längstens nicht jede Person mit Eigenverantwortung und guten Zeugnissen Oberst im Generalstab oder SLM Direktor. Geschweige mit schlechten Zeugnissen und ohne Eigenverantwortung. Aber das wurde nicht so thematisiert.

    Gemäss Deinen Berichten dazu, Du beschreibst das Phänomen ja nicht zum 1. mal und bist sozusagen an der Quelle: dann liegt es schon auch an den Umständen und nicht nur am Individuum. Es ist ein Mix aus beidem, nur die Umstände geltend machen, geht natürlich auch nicht, wer so denkt wird gnadenlos überholt. Nicht nur in seiner Klasse, auch international.

    An Deinem Beispiel: Wenn die Frau welche einsteigen sollte und es nicht - ohne Aufforderung - tat, dann wird sie früher oder später doch mal den Zug verpassen, mit einer Wahrscheinlichkeit von 100%. Dann kann sie sich über Tik-Tok beschweren, "was für eine böse SBB" (SOB, BLS, BVB, über wen auch immer) oder es das nächste mal besser machen, da im Gehirn gespeichert ist, was passiert, wenn sie es falsch macht.

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • In der Beziehung ist das EU Recht sowieso daneben, dass Rückgaberecht wird viel zu grosszügig, zu Ungunsten des Händlers ausgelegt und diese Kultur schwappt auf die CH über.

    Was du im Laden kaufst, kannst du nicht einfach ohne Grund umtauschen, so wie das beim Fernabsatz, also bei Kauf über Internet o.ä. ist. Die meisten Läden machen es vermutlich trotzdem, weil sie ihre Kunden nicht ans Internet verlieren wollen, aber eine Verpflichtung besteht nicht, solange kein Mangel vorliegt, den du nicht erkennen konntest beim Kauf. Alles andere ist reine Kulanz.
    Alles auf die EU zu schieben ist zwar einfach, aber nicht zielführend und in diesem Fall auch nicht zutreffend.


    Im Übrigen finde ich den ganzen Artikel mehr als überflüssig. Hier geht es um die Befindlichkeit einer einzelnen Person, die ihre Unfähigkeit auch noch unreflektiert in die Öffentlichkeit posaunt. Dass sich ein Nachrichtensender dann auch noch dieses Einzelfalles annimmt und einen ganzen Artikel darüber schreibt, der zumindest anfänglich den Eindruck erweckt, es sei die Schuld des Verkehrsunternehmens, dass die Dame eingesperrt wurde, lässt mich nachdenklich werden.

    Wundert mich ein wenig, dass sich die ganze Diskussion nur um die angebliche Verblödung der Menschheit dreht, angereichert durch persönliche Erlebnisse, von denen es allerdings kein einziges in die Medien geschafft, was auch gut ist. Die Dame und das Medienhaus hätten gut daran getan, den Mantel des Schweigens über die Vorfälle zu breiten, denn: si tacuisses…, wie der Philosoph zu sagen pflegt.

    Vermutlich ist jedem von uns schon mal ein Missgeschick passiert, von dem man später denkt, „bin ich denn blöd? Zum Glück hat es keiner bemerkt“, das erzählt man dann vielleicht mal Jahre später im Bekanntenkreis.

    Gruß
    Robert

    Einmal editiert, zuletzt von Railbob (3. Mai 2025 um 13:53)

  • Wenn die Frau welche einsteigen sollte und es nicht - ohne Aufforderung - tat, dann wird sie früher oder später doch mal den Zug verpassen, mit einer Wahrscheinlichkeit von 100%.

    Nein Hermann, wenn sie es so macht wie von Patrick beschrieben wird sie eher eine 100% Garantie haben, dass sie mit kommt. Patrick hat sie zwar freundlich darauf hingewiesen, aber dies aus Eigeninteresse. Solange die Frau in der Türe steht, einen Schwatz führt, eine raucht etc. können wir nicht abfahren. Sie blockiert die Türschliessung.

  • Es zählt heutzutage nicht unbedingt was in den AGB`s steht, - im Einzefall aber schon - primär zählt die gelebte Praxis. was Du beschreibst ist ja noch ungerechter; wenn der ortsfeste Laden noch strengeren Regeln unterworfen ist, als der Versandhandel. Und es ist nun mal so, dass kleinere Läden, egal ob Bäckerei, Schuhladen, Kleiderladen, mittlerweile gar Warenhäuser à la Manor um ihren Umsatz kämpfen müssen, während der Versandhandel trotz zeitweiligen Einbrüchen (z.B. wenn ein Frachter im Suezkanal stecken bleibt, oder der Donald Trump gerade schlecht geschlafen hatte), bald mal die neue Handelskultur darstellt, zumindest aktuell gerade. Es würde mich nicht wundern, wenn sich da die Mode wieder kehrt und es geschätzt wird, in einem richtigen Laden von einer richtigen Fachperson bedient zu werden.

    Alles auf die EU zu schieben ist zwar einfach, aber nicht zielführend und in diesem Fall auch nicht zutreffend.

    Das tue ich doch gar nicht, ich bin für die SVP viel zu viel EU freundlich und für die Grünen zu CH kapitalistisch. Man wird ja wohl noch Sachverhalte benennen dürfen. Die Regulatorien sind diesbezüglich zwischen der EU und der CH beträchtlich. Siehe nur schon was der Zustimmung zu den Cookies betrifft. Das ist der Inbegriff meiner gewissen Aversion gegen Digital, wenn die Silicon-Valley Oberen den Satz beginnen: wir sind um ihre Privatsphäre bemüht... Es ist erstaunlich und äusserst erfreulich, dass die MoBa-Forum Admins im Hintergrund, diesem Trend bisher noch dagegenhalten:thumbsup::thumbsup::thumbsup:

    Allgemein: man wird als Schweizer die EU gegen gewisse US Digital Machenschaften absolut benötigen, ohne wenn und aber. Da geht es um Masse nicht um die Klasse, 9,1 Mio CH gegen 340 Mio USA oder 9,1 Mio zusammen mit der EU etwa 450 Mio, gegen die 340 Mio USA, was hat wohl mehr Erfolgsaussichten?

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

    Einmal editiert, zuletzt von Longimanus (3. Mai 2025 um 14:39)

  • Solange die Frau in der Türe steht, einen Schwatz führt, eine raucht etc. können wir nicht abfahren. Sie blockiert die Türschliessung.

    Da seid ihr aber liebes Bahnpersonal:thumbsup:. Zuerst muss zwingend immer die am wenigsten repressive Methode erfolgen. Sprich lieb zureden. Was ja wohl in den aller meisten Fällen den Sinn und Zweck erfüllt. Und wenn dies ausnahmsweise nichts bringt, sollten Polizisten und das Bahn Personal von der Politik wieder mehr Unterstützung erhalten, wenn nötig hemdsärmlig zupacken zu dürfen bez. eher das Wort müssen angebracht.

    Ob es der Person passt oder nicht, wäre mir weitgehend egal. Im Sinne was hat die grössere Priorität: das Einzelbedürfnis der Frau, oder der ganze Zug!? Man stelle sich vor, wenn an einem Zug mit 11 bis 14 Wagen jede(r) in der Türe für ihre Kollegin blockiert, oder eine Znüni Handypause macht.

    In Japan gibt es zumindest an den grösseren Hauptbahnhöfen, ich weiss nicht wie man deren Beruf nennt? Menschenhereinstopfer" da tut niemand die Türe blockieren...

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Wir hätten genau so wenig Eigenverantwortung!! // umgekehrt: die Gen Z in der Zeit-Maschine als 65 Jährige: sie hätten Eigenverantwortung!

    Genau so ist es nicht. Etwas habe ich dir auf jeden Fall voraus, fast 40 Jahre Erfahrung im Umgang mit jungen Leuten zwischen 16 bis 20 (Lernende) und 25 Jahre Erfahrung mit akademisch ausgebildeten Leuten im Alter zwischen ca. 23 bis 30 Jahre.

    Im Grundsatz sehe ich was 9 Jahre Schulbildung bewirken und wie der Einfluss der Erziehung auf deren Verhalten ist und selbstverständlich ihr eigener Wille. Da kommen zum Teil ganz interessante Konstellationen heraus.

    Einer der mit seinem Helikoptermami zusammen die Lehre hinter sich brachte, ging nach der Lehre auf Auslandmontage und mit dem verdienten Geld eröffnete er in der Nähe von Winterthur ein Bordell. Das Gesicht seiner Mutter hätte ich zu gerne gesehen. :D

    Es gibt immer wieder Gespräche bei denen ein Elternteil weint, weil er keinen Weg mehr sieht einen passenden Einfluss auf seinen Sohn zu nehmen. Es gibt die Familien wo Vater und Mutter jeweils am eigenen Ende des Seils zieht. In seltenen Fällen gibt es Elternteile, denen es völlig egal ist und sie jede Zusammenarbeit mit dem Lehrbetrieb verweigern. Glücklicherweise muss ich diese Dramen nicht live erleben, sondern ich erfahre sie duch meinen dafür verantwortlichen Mitarbeiter.

    Lange Rede kurzer Sinn, es wäre sehr seltsam, wenn wir mehr durch die Generation und die äusseren Umstände geprägt sind als durch das Elternhaus. Was daraus alles gemacht wird, liegt immer noch am einzelnen Kind. Der grosse Teil verschwindet in der Masse und lebt unauffällig sein Leben. Andere gehen als Diktatoren und Massenmörder in die Geschichte ein. Dazwischen bleiben ganz viele Fasetten die ohne grosse Nebenwirkungen über die Bühne gehen.

    Vermutlich ist jedem von uns schon mal ein Missgeschick passiert, von dem man später denkt, „bin ich denn blöd? Zum Glück hat es keiner bemerkt“, das erzählt man dann vielleicht mal Jahre später im Bekanntenkreis.

    Den Social Media afinen Leuten passiert genau das nicht. Sie haben immer alles richtig gemacht. Schliesslich haben die Eltern, die Lehrer und die Ausbildner täglich mehrfach bestätigt wie toll alles ist was sie machen. Nein, solchen Leuten passiert kein Missgeschick, sie wurden nicht richtig informiert, falsch behandelt was auch immer.

    Gerade kürzlich stand ich extrem lange auf der Leitung. Da schrieb jemand die C 5/6 fuhr nie über den Gotthardpass. Aber doch sicher, das war gerade die Lok für den Gotthard. Bis dann irgendwann der 20er fiel, über den Pass fuhr sie sicher nie, durch den Gotthard ja.

    Jemand mit dem ensprechenden Sendungsbewusstsein, hätte bestimmt gleich ohne nachzudenken in die Tasten gehauen und hätte nachher sicher keinen Fehler eingestanden. Im schlimmsten Fall werden daraus alternative Fakten.

    Im Übrigen finde ich den ganzen Artikel mehr als überflüssig. Hier geht es um die Befindlichkeit einer einzelnen Person, die ihre Unfähigkeit auch noch unreflektiert in die Öffentlichkeit posaunt. Dass sich ein Nachrichtensender dann auch noch dieses Einzelfalles annimmt und einen ganzen Artikel darüber schreibt, der zumindest anfänglich den Eindruck erweckt, es sei die Schuld des Verkehrsunternehmens, dass die Dame eingesperrt wurde, lässt mich nachdenklich werden.

    Den Artikel finde ich sogar äusserst bereichernd, da er schonungslos die Anspruchshaltung gewisser Leute aufdeckt. Mit solchen Leuten fahre ich auch unwissend Zug. Das müssen nicht nur junge Leute sein.

    Influencer die ihre Kanäle ungefiltert nutzen können, machen das auch dann und wann auf eine sehr ungeschickte Art, weil sie Land und Leute nicht kennen. Sie gehen einfach gepflegt in einem selber generierten Shitstorm unter und es betrifft sie sehr direkt, weil sie dadurch Follower verlieren, die Schafe welche ihnen mit Klicks ihren Lebensunterhalt sichern.

    Muss in den 90er Jahren, allenfalls frühen 2000er Jahren gewesen. Da gab es einen Mann, etwa mittleres Alter den ich öfters im Raum Zürich im Zug angetroffen habe. Anfänglich referierte er für sich alleine über seinen Kopfhörer oder bequatschte sein Gegenüber. Später war es schon ein wenig agressiver im Ton. Irgendwann erlebte ich ihn, ich war auf dem Perron, wie er völlig ausflippte und wutentbrannt durch die S-Bahn ging und alles lose Material wie Zeitungen durch den Zug warf. Nach diesem Vorfall sah ich ihn nie mehr, er wurde anscheinend aus dem Verkehr gezogen.

    Heute hätte der arme Kerl sicher noch die schönste Show auf irgend einem Social Media Kanal verewigt.

    Ich will mich nicht vom realen Leben loskoppeln, so gehört es dazu, dass man auch unangenehme oder sehr unangenehme Zeitgenossen kennen lernt.

    Gruss Erwin


    Wer rast, der verpasst das Leben.

    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Es ist erstaunlich und äusserst erfreulich, dass die MoBa-Forum Admins im Hintergrund, diesem Trend bisher noch dagegenhalten :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

    Träum weiter Hermann, jeder staatliche Geheimdienst und auch Medienkonzern erhält vom MoBa-Forum selbstverständlich jede Art Daten über die Nutzer die er haben will. Typischerweise im wöchentlichen Rhytmus. Ich verrate nichts besonderes, wenn ich erwähne, dass zu deiner Person regelmässig Anfragen zu Details kommen. :phat:

    Im Ernst, hier kannst du nachlesen was mit deinen Daten passiert. Hier ist mir nicht ganz klar ob das nur Bedingungen sind, wenn du bei WoltLab ein Account hast oder ob es auch uns Nutzer betrifft. Ich habe keine Lust das alles zu lesen. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen. Und die Mietbedingungen.

    Da ich schon längst nicht mehr Herr über meine Daten bin, wahrscheinlich auch nie wahr, zerbreche ich mir genau dann, wenn der Supergau eintrifft, den Kopf darüber was zu tun ist. Hast du in Brunnen der Gemeinde schon verboten, mit deinen Daten Handel zu treiben?

    Serafe hat übrigens deine Daten vom Einwohnermeldeamt. :D  Lies einmal Punkt 2.2.1. Die Kantone und Gemeinden sind verpflichtet monatlich die aufgeführten Daten an die Serafe zu liefern.

    Gruss Erwin


    Wer rast, der verpasst das Leben.

    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Ob es der Person passt oder nicht, wäre mir weitgehend egal. Im Sinne was hat die grössere Priorität: das Einzelbedürfnis der Frau, oder der ganze Zug!? Man stelle sich vor, wenn an einem Zug mit 11 bis 14 Wagen jede(r) in der Türe für ihre Kollegin blockiert, oder eine Znüni Handypause macht.

    Was wäre die Alternative? Jedes mal nach hinten gehen und die Person aus der Türe „befördern? Solange sie dort drin steht, können wir die Türen nicht schlissen. Nicht weil wir das nicht wollen, sondern weil es nicht geht 😉

  • Ich hatte in Bern einmal das Vergnügen einem solchen Schauspiel zuzusehen. Ein älterer Herr blockierte die Türe eines IC Richtung Sion. Der genaue Grund dafür blieb mir bis am Schluss verborgen. Am Schluss waren alle Zugbegleiter vor Ort, die Bahnpolizei und die reguläre dazu gerufene Polizei. Am Schluss setzte der Restverstand des Herrn doch noch ein, als ihm in aller Ruhe erklärt wurde, was es ihn kosten wird, wenn die Bahn ihn auf Störung des Bahnbetriebes einklagt. So konnte der Zug mit einer deutlichen Verspätung doch noch losfahren.

    lehcim

    Gibt es im ZVV nicht die Möglichkeit einer Zwangsschliessung? Gerade kürzlich hatte ich beobachtet wie eine Türe nur mit viel Kraftaufwand am Schliessen gehindert werden konnte.

    Gruss Erwin


    Wer rast, der verpasst das Leben.

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