Traktoren Ausstellung in Möriken 23. August 2025

  • Der Bührer Mann macht mich darauf aufmerksam, dass wieder eine Traktorenausstellung in Möriken statt finden würde. Klar gingen wir zusammen hin. Aber beide sind wir Weicheier geworden, mit dem Zug und mit der Raubkatze sind wir zur Ausstellung gefahren. Rechte Traktoren Freaks stehen um 04.00 Uhr auf und fahren per Traktor zur Ausstellung. In 4 Std müsste dies machbar sein.

    Es ist wahrscheinlich die grösste Traktoren Ausstellung der Schweiz. Doch der Hype ist ein wenig vorbei, oder ist es altershalber? Erstaunlich viele Traktoren waren zu verkaufen, teils ausgesprochen zu attraktiven Preisen. Das waren sicher 500 Traktoren, es könnten auch mehr gewesen sein? Die meisten davon liebevoll gepflegt und restauriert. Noch mehr als das Geld, dürfte dies eine Stundenansammlung sondergleichen sein. Ob Um aus einem stücken Schrott wieder einen Traktor zu haben, das sind oftmals mehrere 100 Stunden und dies mal 500 bis 1000 Stk.

    Interessant war an dieser Möriken Traktoren Ausstellung, die grosse Vielfältigkeit. Vom 1. offiziellen Bührer Traktor bis zum russischen Mega Schlepper und alles dazwischen war zu sehen. Eigentlich am besten gefallen hat mir eine Putzmaschine. "Strassenkehrmaschine" von Krupp. Doch schön der Reihe nach...

        

    Dampfwalzen in Betrieb

         

    2-Mann Sägen und Traktor mit gefedertem Stahlrad

         

    MAFAG Traktor, auf dessen Basis stammen später die berühmt berüchtigten SLM Traktoren. // Lanz 1-Zylinder Traktor.

         

    Vevey Traktoren für die Armee // Fendt Geräteträge ca 1960-er Jahre.

         

    Ford Country // Russischer Ackerschlepper 12,5 Tonnen, 350 PS

         

    Bührer Spezial Traktor "Super" mit Allrad // John-Deere mit Diesel Hauptmotor und Benzinmotor zum Starten.

         

    Hürlimann D 400 Strassentraktor // Hürlimann D 500 S Strassentraktor mit dem D-800 Motor, eine extrem seltene Rarität. Meiner (D-500 mit dem 350-er Motor) darf schnell und kann nicht und dieser kann noch schneller als er darf.

       

    Hürlimann Rarität: D 800, wahrscheinlich 1964 der stärkste 4 Zylinder Traktor mit 95 PS. // Krupp Strassenkehrmaschine. Ein sehr spezielles Gefährt, es wirkt wie aus einem Film.

      

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Mit dem Hürlimann Strassentraktor wurden in meiner Bubenzeit Güterwagen vom Güterbahnhof-Wolf, auf Rollschemeln, zum Empfänger ohne Bahnanschluss gezogen.

  • Auf dem Mafag-Bild sieht man noch einen alten grünen Warenkorb, wie in meiner Kindheit in der Migros in Gebrauch waren. In den damals kleinen Filialen gab es keine Einkaufswagen (und auch diese waren viel kleiner, als die heutigen Drahtgitter-Ungetüme)

    Bei der Kehrmaschine kommt mir unweigerlich Fantomas in den Sinn.😄

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Vielen Dank für die interessanten Aufnahmen vom Traktorentreff in Möriken, Hermann. ^^

    Am Sonntag hatte ich gerade das gleiche Programm - ich war kurz beim 2. Traktorentreffen in Diessbach bei Büren (Seeland).
    Dieses wird jeweils von der dortigen Schützengesellschaft organisiert.

    Dabei sind unter anderem diese Aufnahmen entstanden:

    Das wäre doch noch was für dich, Hermann - da könntest du einen Traktor aufladen und hättest einen guten Grund, noch einen Saurer zu kaufen. 8)

    Vom aufgeladenen Bührer-Traktor soll es angeblich nur 15 Exemplare geben.

    Freundliche Grüsse aus dem Berner Seeland von Dominik

    Sammelt und fährt H0 / H0m / H0e ...von SBB über BLS und MOB bis zur RhB und Mariazellerbahn! 8)

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    2 Mal editiert, zuletzt von Gurti96 (26. August 2025 um 14:00)

  • Traktor mit gefedertem Stahlrad

    Lieber Hermann

    Mich beeindruckt bei dieser Radkonstruktion, dass das Rad durch den harten Einsatz nicht oval gedrückt wird. Klar gehen Stahlfedern im elastischen Bereich in die Ausgangslage zurück. Aber im realen Einsatz müsste doch hin und wieder eine plastische Verformung stattfinden. Unglaublich, dass so etwas funktionierte.

    Gruss Oski

    ...auch Nichtraucher können süchtig sein nach Zündhölzern!

  • Guten Abend zusammen,

    @ Mittelweg: Dampfwalzen: ja das finde ich auch, allein schon wie riechen, dieser Geschmack mag es mit Chanel 5 aufnehmen. Es gab ja auch eine gewisse Zeit bis ca 1920 Dampfautos mit Kohlenfeuerung. Und doch; wäre das noch der heutige Alltag, wenn man schnell - mit dem modernen Auto einkaufen will, fährt man einfach weg... Bei mir ist die nächste Migros 750 Meter entfernt, trotzdem müsste man ca. 2 Std die Dampfwalze vorbereiten, damit sie überhaupt in Gang kommt. Auch die Kettenlenkung ist noch interessant, dass das überhaupt so gut funktioniert, die schnellsten Dampfwalzen sind doch immerhin etwa 15 km/h gefahren, auch flink um die Kurven, und waren ein Besucher-Magnet.

    @ Digiback: hoffentlich hatte der Fahrer einen Hürlimann D-500 S mit dem 800-erter Motor? Die älteren Hürlimann Strassentraktoren, das ist ein Chrampf sondergleichen. Die Fahrzeuge sehen so schön flink und schnell aus! Aber der Eindruck täuscht. Auch wenn man die Pneus über das zulässige Maximum füllt und den Traktor wegen jedem kleinen Bobo zum Knüsel Land-Mech bringt: ob Lokomotiven, Flugzeuge oder Traktoren, die 1940-er Jahre waren mehr Schein als Sein. Ich vergesse nie mehr, wie ich zu Lenka gerufen habe: Kupplungspedal drücken:!: Hinterher stellte sich heraus, sie tat es ja, aber das Pedal drückte ihr Bein hoch, statt sie das Pedal zum auskuppeln. Anderseits ein Hürlimann Fahrer von 1942 fühlte sich vielleicht wie ein König? Nochmals 60 Jahre zurück, an einem kalten Februar 1882 mit eine D 3/3 Dampflok den Gotthard hinauf und noch schlimmer den Gotthard hinab fahren, bei schlechten Wetterbedingungen, die 1. Vorserie hatte noch nicht mal ein Dach, dass muss der Horror gewesen sein, das war bestimmt nicht romantisch.

    @ Roger: ja genau, an diese grünen kleinen Migros Körbli mag ich mich auch noch erinnern. Und wie Du sagt, entweder Wägeli oder Körbli: aber beides wollen?!? Die Generation Z könnte kaum so leben, wie die Generation vor den Babyboomern. Anderseits, dass ein Verkaufswagen in der Grösse eine veritablen Lastwagens eine enge Quartierstrasse befuhr, obwohl an unserer Strasse praktisch jede Hausfrau schon damals ein eigens Auto besass, wenn ich mir überlege wieviel Arbeit nur schon den Service Wagen der SSG in den Zügen z.B. Basel Chiasso machte und dann noch die ganze Abrechnung, und das Ganze 1000 x grösser als ein Mirgos Verkaufswagen; das dürfte echt ein Kundenservice an die Hausfrauen gewesen sein, ich kann mir nicht vorstellen, dass so ein Verkaufswagen der Migros Gewinn einbrachte?

    @ Dominik: umgekehrt: ich brauche nicht (mehr) einen Lastwagen, aber Du einen Traktor im Massstab 1:1, derzeit ist das Angebot attraktiv und preiswert. Wenn Du Fahrdienst hast und zufällig der 1. in der Frühschicht bist: dürfte der letzte Fahrer sein Tram einfach vor Deiner Haustüre, stehen lassen? oder am nächsten Punkt wo Du wohnst? Ein kleiner Traktor, das wärs doch noch? den kann man überall hinstellen, zur Not quer zum Parkfeld und er bleibt noch knapp in der Markierung. Anderseits, heute hat man Elektrovelos. Bei der Überfuhr vom John-Deere 4755 über den Hauenstein, da hat mich doch glatt ein Elektrovelo bei Trimbach überholt! Ich konnte es nicht glauben. Im 1. Moment bin ich erschrocken, ich habe ihn nicht kommen sehen. Aber er hat es etwas übertreiben, fast oben kurz vor der Passhöhe wäre ich wieder der Schnellere gewesen. Es ging ihm der Saft aus. Aber ich wollte mit meinem XL 8,5 Tonnen Gefährt keinen Unfall riskieren und legte eine kurze Pause ein, bergab ist ein Velo markant schneller als ein Traktor.

    @ Oski: Gerne, es freut mich wenn die Fotos Euch gefallen.

    Stahlfederung-Rad: es gibt ja verschiedenste Stähle, die werden schon einen mit der nötigen Eigenschaft verwendet haben. Und früher waren die Menschen kein bischen weniger erfinderisch als heute. Und ich bin kein Ingenieur, einfach so nach meinem Gefühl: ein rechter Traktor ist 65-125 km/h schnell und 8,5 bis 12.0 Tonnen schwer. Es würde dieses Rad schon im 1. Gang zerhudeln, oder gar eine Schrapnellen Geschoss daraus machen. Dieser Traktor erscheint mir ausgesprochen in Leichtbauweise gefertigt zu sein und wenn er auf dem Feld mit 1-2 km/h Rüben ernten sollte, das ist immer noch 100 x schneller, als wenn es Menschen ganz ohne Traktor zu Fuss von Hand mit eine Hacke und einem Jutesack erledigen müssen. Ich glaube auch nicht, dass das Verkehrsamt will, dass der mit diesen Rädern öffentliche Strassen befährt.

    Anbei noch ein paar Fotos mehr von Möriken 2025:

    Wo war der DJ-Erwin?

       

    Da kommt mir der Röbi in den Sinn, kann man diesen Traktor nicht digitalisieren? Nämlich einen 1-Achser Segway daraus konstruieren?

       

    Zufällig hat da auch jemand einen Fendt Farmer und einen Bührer neben einander stehen. // auch die Lisa Stoll hat einen Kramer Traktor.


       

    einen Renault Traktor von 1950 und einen DDR Fortschritt Traktor von 1980. Viel PS für die Hälfte vom Preis eines Hürlimann Traktors. Das wäre noch spannend, diese in direktem Vergleich zu testen. Aber es wäre schade um die Ersatzteile, diese Oldtimer müssen nichts mehr beweisen.

       

    Hürlimann Traktor 5200 Bj. 1977-79 52 PS // Hürlimann Traktor 7700 Bj. 1976-78 mit 85 PS.

       

    Einen Tribelhorn ELEKTRO-Lastwagen und ein Deutz Lastwagen Klassiker.

       

    Ein Sauer Lastwagen von 1928 und ein fast so alter Bührer Traktor, wahrscheinlich der älteste noch vorhandene fahrbare Bührer-Traktor, etwa 93 Jahre alt. Einen Traktor mit Eichenholz Speichen wird es kaum noch in nennenswerter Anzahl geben.

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Ein perfekt Organisiertes Fest ! Unglaublich was das Komitee da zusammengestellt hat.


    Im Nachhinein wäre es nun super gewesen, mit einigen von Euch eine Führung zu machen. Es waren so viele Maschinen, dass man sprichwörtlich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen hat.
    Vielen Dank für die spannende Erklärung im Nachhinein und gerne mehr davon…

  • DDR Fortschritt Traktor von 1980. Viel PS für die Hälfte vom Preis eines Hürlimann Traktors.

    Ein sehr eindrücklicher Traktor! ^^ Allgemein bin ich von damaliger Ost-Technik irgendwie fasziniert - die DDR und die sogenannten "kommunistischen Brüderstaaten" waren damals trotz teilweise beschränkten Mitteln immer wieder innovativ. Mit der Wende ging jedoch in Ostdeutschland industriell und wirtschaftlich vieles den Bach runter, da man die dortigen Technologien schlicht als "rückständig" einstufte. Es sind jedoch nach wie vor Lokomotiven/Triebfahrzeuge aus ehemaliger Ostproduktion bei der DB AG und vor allem bei vielen, privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) im Einsatz (BR 143, BR 155, BR 204, BR 232 etc.). Deshalb freut es mich gerade, dass an einem Schweizer Traktorentreffen sogar ein "Fortschritt"-Traktor gezeigt wurde - der Name war damals wirklich Programm (obschon im damaligen Werksfilm ein ähnlicher Traktor mit einem Platten gefilmt wurde ;)).

    Freundliche Grüsse aus dem Berner Seeland von Dominik

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  • Ein perfekt Organisiertes Fest ! Unglaublich was das Komitee da zusammengestellt hat.

    Guten Abend Schienenbauer,

    Ja, da hast Du völlig recht. Ich habe mir auch überlegt, wie haben die das in nur so kurzer Zeit zustande bekommen. Immerhin, gewisse Erfahrungswerte haben sie schon, Möriken ist zum Traktoren Ausstellungsklassiker geworden. Wir können ja das nächste mal und etwas vorher den Termin aufschalten. Immerhin, im Gegensatz zu einer Börse wo erwartet wird, dass etwas gekauft wird, bis auf Glacé und Bratwurst und der Eintritt muss man nichts kaufen, man darf auch absolut nur schauen... (Versuchungen gibt es trotzdem:love:) Ich gebe keine Garantie, dass wenn jemand an diese Ausstellung kommt, nicht doch mit einem Traktor nach hause fährt. Angenommen es waren 1000 Traktoren und jeder 4. davon wäre kaufbar, sind das 250 Stk Traktoren verschiedenster Art. Einer attraktiver als der andere. Es ist 13 Jahre zurück, wo ich mit grooosen Augen angeschaut wurde: Ermann, was hast du gemacht? 8| Ca va la tete? Kann man den zurück geben? Das ginge ja alles noch, aber am Schlimmsten war die Frage: für was kannst DU den brauchen? (Dem Käthy ausleihen) akzeptierte sie nicht...


    Guten Abend Dominik,

    Made in DDR: ich weiss nicht so recht...

    Ohne Zweifel dürfte der Fortschritt Traktor ein DDR Qualitätsfahrzeug gewesen sein. Aber bezieht man auch die Politik mit herein, wenn das alles so gut gewesen wäre, dann stünde die DDR-Mauer noch, oder hätte gar nie eine gegeben...

    Anderst als die Basler Stadtmauern 1844, welche die Eisenbahn nicht innerhalb ihrer Stadt haben wollten (damit niemand unkontrolliert in die Stadt herein kam), da war 1961 - 1989 die Berliner DDR Mauer genau gegenteilig konzipiert. Diese wurde nicht oder weniger errichtet, dass niemand herein kam, sondern dass die DDR Bürger nicht so gut, oder nur unter Lebensgefahr abhauen konnten. Der DDR Regierung war einfach wichtiger, lieber gute Traktoren zu haben, als gute Autos. So legendär wie das Trabi-Auto ist, zum Ansehen ist er herzig, aber so bald ein Trabi fährt, es waren stinkende, schwache, hochtourige Minimotörli und dennoch musste die DDR Bevölkerung teils Monate bis Jahre warten, bis sie einen vorausbezahlten Trabant in Empfang nehmen durften. Die DDR war absolut auf eine funktionierende Landwirtschaft angewiesen. Wenn das Volk auf ihr Auto warten mussten, das war Herrn Honecker gleichgültig.

    Allgemein waren die Menschen in Osteuropa ganz bestimmt nicht dümmer als die Menschen im Westen. Sie hatten ja keine Wahl. Aber wären sie frei gewesen ihre eigene Politik zu gestalten, dann hätte Siemens, Krupp, auch die SLM und BBC u.v.a. mehr echte Konkurrenz gehabt. Siehe auch die SLM "Diesel Ae 6/6" original fahrbereit lieferte die SLM nur 6 Stk. Osteuropa-"Am 6/6", darauf folgten einige als "Bausatz" und über 95% der 060 DA Dieselloks erstellten de Rumänen (Firma Electroputere) selber. Bj. 1959 - 1993 total 2496 Stk. Die für uns beinahe unbekannte Lok war gewissermassen die erfolgreichste SLM Lokbaureihe.

    Sie fuhren in ganz Osteuropa und Russland (Umspurung), bis China und Iran). Es gibt heute noch (wenn auch abnehmend) alte Fortschritt Traktoren und die "Diesel Ae 6/6" CFR 060 DA welche noch in Rumänien im Einsatz sind. Ob das ausser in Rumänien noch für die anderen Länder zutrifft, das weiss ich nicht. In China kann ich mir nicht mehr so recht vorstellen?

    Die Traktoren von Deutz, Fendt und Hürlimann oder auch die Massey-Ferguson, FIAT, Ford und John-Deere konnten es sicher mit dem DDR Fortschritt aufnehmen, kosteten aber ungefähr das Doppelte. In aller Regel sind es eher die Hobby Liebhaber wie u.a. ich einer bin, welche Wert auf die Marke legten. Vorausgesetzt der Händler, Vertreter, Hersteller hatten nicht einen miserablen Ruf, war den Bauern nahezu egal wer der Hersteller war. Den Bauern war viel wichtiger, gute Service-Leistungen und möglichst kurze Distanzen zu ihrem Land-Mech. Wenn die Zapfwelle gebrochen war, egal ob durch Eigenverschulden oder Qualitätsmangel, erwartet der Bauer damals wie heute, dass er den Traktor spätestens noch am gleichen Tag wieder benutzen kann. Das geht nur durch einen guten Land-Mech welcher in nächster Nähe der angrenzenden Bauern vorhanden ist. Somit hatte der regionale Landmech viel der grössere Einfluss, als der Bauer, ob er mit einem Fendt, Bührer, Hürlimann oder was auch immer auf seinem Acker fährt.

    Wenn im Thurgau und Kanton Zürich der Bührer Landmaschinen Betrieb gleich direkt im selben Gebäude neben der SLM Vertretung gewesen wäre, glaube nicht dass die SLM Traktoren eine Chance gehabt hätten? Gerundet: doppelte Kosten für halbe Qualität, dass war auch schon damals nicht wirklich attraktiv. Aber wenn die SLM Vertretung im selben Dorf war und der Bauer den SLM nur für einen bestimmten Zweck wollte, mit ihrem Mähbalken sollen sie noch ganz praktikabel gewesen sein, dann sieht es schon wieder anderst aus.

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

    3 Mal editiert, zuletzt von Longimanus (28. August 2025 um 20:16)

  • Made in DDR: ich weiss nicht so recht...

    Ohne Zweifel dürfte der Fortschritt Traktor ein DDR Qualitätsfahrzeug gewesen sein. Aber bezieht man auch die Politik mit herein, wenn das alles so gut gewesen wäre, dann stünde die DDR-Mauer noch, oder hätte gar nie eine gegeben...

    Da gebe ich dir absolut recht - das politische System war absolut menschenverachtend und wollte ich keines Falles positiv darstellen. Lediglich die Fabrikationen in der Planwirtschaft lassen mich nach wie vor teilweise staunen - die Gefährte von damals, allen voran der Trabi, üben auf mich irgendwie eine Faszination aus. Dies ist aber wohl wahrscheinlich auch nur der Fall, da ich nicht mit solchen Technologien aufwachsen musste und nicht in einer dunstig, vernebelten 2-Takt-Stadt in der DDR aufwachsen musste. Doch wenn ich irgendwo einen Trabi sehe, zaubert mir dieses Kult-Auto immer ein Lächeln ins Gesicht. ^^ Die ex DR BR 143 stellt für mich in Anbetracht der damaligen Möglichkeiten/Mittel im Osten ein wahrer Quantensprung im Lokomotivbau dar.

    Freundliche Grüsse aus dem Berner Seeland von Dominik

    Sammelt und fährt H0 / H0m / H0e ...von SBB über BLS und MOB bis zur RhB und Mariazellerbahn! 8)

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  • Doch wenn ich irgendwo einen Trabi sehe, zaubert mir dieses Kult-Auto immer ein Lächeln ins Gesicht. ^^

    das kann ich gut nachvollziehen:), das geht mir ähnlich. In Basel habe ich kaum je einen gesehen, aber in den späten 1970/anfangs 1980-er in Liechtenstein, da hatten in Schaan etliche Bauern einen Trabi als 2-Wagen. Ich sollte mal so einen starten und auf einem Feldweg Pfosten abladen, aber ich kam mit der Bedienung nicht zu recht.

    und mich gluschtet aus der kommunistischen Epoche eine Roco oder (neue) Piko H0 Lok im Massstab 1:1 zu sehen: die CSD Plastik Lok "Laminatka", natürlich die schnelle Version S-499.1 mit Metall Fahrwerk und Kunststoff Gehäuse im Ursprung in rot-gelb-schwarz lackiert mit gerundeten Eckfenstern. 21,25t Achsdruck, 140 km/h, 4160 PS Bj. 1968-70. (Habe gerade kein Foto davon).

    (Spätere Versionen hatten normale Blechgehäuse). Die Witterung und Alterung muss den Gehäusen zu schaffen gemacht haben. Trotzdem: für eine gut 55 jährige Lok waren das ganz gute Werte aus dem Ostblock. Leider konnte man eine so schnelle Lok nicht wirklich nutzen, die meisten Exemplare wurden mit dem langsamen Getriebe zurück gebaut. Auch dies beinhaltet eine gewisse Analogie zur SBB Re 4/4 II und Version III. Ausser dass hier die bei den SBB die schnellere Version deutlich die Mehrheit hatte. Die SBB Re 4/4 II war ja auch um die Hälfte noch stärker, die SBB Re 4/4 II konnte sich eher ein 140 km/h Getriebe leisten, als die CSD Laminatka. Es war trotzdem zu ihrer Zeit eine schöne, moderne Lok. Manche laufen heute noch, allerdings mehrfach umgebaut und aufgerüstet. Die heutigen ex CSD 240 und 340 sind längstens nicht mehr die Version von 1968. Trotzdem, dass eine Plastik Lok so lange im Betrieb steht, das spricht für deren Qualität.

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Guten Morgen zusammen

    Wenn zwei es gut meinen und es trotzdem Richtung Glatteis geht;)

    Made in DDR: ich weiss nicht so recht...

    Ohne Zweifel dürfte der Fortschritt Traktor ein DDR Qualitätsfahrzeug gewesen sein. Aber bezieht man auch die Politik mit herein, wenn das alles so gut gewesen wäre, dann stünde die DDR-Mauer noch, oder hätte gar nie eine gegeben...

    Dominik hat sich nur und ausschliesslich zur Technik und nicht zum politischen System geäussert...;)

    Ein sehr eindrücklicher Traktor! ^^ Allgemein bin ich von damaliger Ost-Technik irgendwie fasziniert - die DDR und die sogenannten "kommunistischen Brüderstaaten" waren damals trotz teilweise beschränkten Mitteln immer wieder innovativ. Mit der Wende ging jedoch in Ostdeutschland industriell und wirtschaftlich vieles den Bach runter, da man die dortigen Technologien schlicht als "rückständig" einstufte.

    ...und eine auch aus meiner Sicht zutreffende zentrale Aussage wiederholt, dass nämlich mit den beschränkten Mitteln eben auch einiges erreicht wurde. Beschränkt auch deshalb, weil sehr viel Industriegut abgebaut wurde und als Reparationsleistung in die UdSSR abtransportiert wurde.

    Was zweifellos seinen Ruf bis hierher schaffte, waren die damaligen Schulbücher - da war man sehr weit. Dass sie Vorworte in Fachbücher bisweilen extrem patriotisch ausfielen - z.B. sinngemäss "WIR" haben die Einheitsellok "erschaffen" ist natürlich schlichtweg falsch, die E10/40/41/50 war dann doch früher auf den Gleisen als die E11/42... Ich erwähne das, weil ich genau dieses in einem Fachbuch gelesen habe, welches ich in der Ausbildung beizog und ich mir darin vieles klären konnte in Bezug auf el. Maschinen (Bahn-Maschinen).

    Da gebe ich dir absolut recht - das politische System war absolut menschenverachtend und wollte ich keines Falles positiv darstellen.

    Da bin ich grundsätzlich schon auch dabei - doch die Realität wäre wohl insbesondere in Bezug auf die DDR zu differenzieren, das möchte ich bewusst beim "wäre" belassen, weil wir da in politische und historische Themen vorstossen.

    Ich hatte und habe an meinen Arbeitsstellen immer wieder Kontakt - auch länger als Arbeitskolleginnen und Kollegen (hier bewusst beides erwähnt) - mit Leuten, die in der DDR aufgewachsen und gelebt haben. Wir haben auch immer wieder diese Themen diskutiert- ich bin da sehr neugierig8)

    Es ist wie üblich beim Erzählen alter Geschichten (wir reden da jetzt nicht von besonders unterdrückten Menschen) - das Alte wird gerne verklärt und besser dargestellt - doch das eine oder andere war vielleicht/wohl auch besser.

    Auch Privat gab es da spannende "Begebenheiten" - meine Frau beschäftigte sich intensiv mit der Geschichte von Berlin (Mauer, etc.) - so fanden wir heraus, dass wir beide die Geschichte kennen, dass ein Lokführer mitsamt seinem Zug übergelaufen ist (es war wohl eine DR 78)...

    Zurück zur Bahn...

    Es sind jedoch nach wie vor Lokomotiven/Triebfahrzeuge aus ehemaliger Ostproduktion bei der DB AG und vor allem bei vielen, privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) im Einsatz (BR 143, BR 155, BR 204, BR 232 etc.).

    Das stimmt natürlich - die erwähnten 143, 155, 204 stammen aus DDR-Produktion, die 143 vom VEB Lokomotivbau Elektrotechnische Werke Hans Beimler, Berlin (heute Alstom Berlin), die 232 Familie aus dem heute zerstörten Luhansk in der Ostukraine, damit also zur Zeit ihres Baus aus der UdSSR - die Fahrzeuge sind robust und wohl wie sich zeigt langlebig.

    Sie kamen zur DB in einer Zeit, als über neue Loks nachgedacht wurde (Stichwort 121, neue grosse Diesellok wie dann die DE 1024) - dann kamen eben relativ neue Elloks (143) und starke Dieselloks (232) und dazu dann die Bahnreform, dass eben nichts mit neuen Loks wurde - das kam dann viel später...

    Gruss Christian

    Meine Fotos; Eisenbahnen (Schwerpunkt Gotthard) und Dampfschiffe: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/ - aktuelles Avatarbild zur Erinnerung an den im Schnee versunkenen Gotthard am 17. April 1999.

  • Manche laufen heute noch, allerdings mehrfach umgebaut und aufgerüstet. Die heutigen ex CSD 240 und 340 sind längstens nicht mehr die Version von 1968. Trotzdem, dass eine Plastik Lok so lange im Betrieb steht, das spricht für deren Qualität.

    Sehr überrascht und hocherfreut traf ich ein stark modernisiertes Exemplar in Bratislava Petrzalka im vergangenen Frühling an. ^^



    Die formschöne Maschine ist bei CD Cargo Slovakia immatrikuliert.

    Wir machten von Wien aus einen Tagesausflug in die slowakische Hauptstadt.

    Freundliche Grüsse aus dem Berner Seeland von Dominik

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  • Jetzt darf ich mich auch mal an Hermanns Philosophierunde beteiligen :D

    Kleines Vorwort: Die DDR war weit entfernt von einem Rechtsstaat. Wer sich das mal ansehen möchte, dem empfehle die Gedenkstätte in Berlin Hohenschönhausen. 1,5 Jahre Gefängnis unbedingt für versuchte Republikflucht scheint mir nicht angemessen, besonders wenn ich das mit den "Strafen" hierzulande vergleiche. Die Wende habe ich als knapp noch nicht Teenie mitbekommen und diese Geschichte fasziniert bis heute. Alleine das Raubrittertum mit der Treuhandanstalt, erstaunlich dass das friedlich abgelaufen ist.

    Die Startbedingungen waren schlecht, z.T. wurden die gleichen Betriebe von den Russen mehrfach zur Reparation abgebaut, nachdem sie nach dem Krieg wieder aufgebaut wurden. Danach durfte die DDR-Industrie noch hunderte neue Reisezugswagen umsonst liefern. Auf den modernisierten Liegewagen der ukrainischen Bahn steht noch heute "Hergestellt in Ammendorf"

    Ein, wenn nicht das grösste Problem war die Umweltverschmutzung, einer der Auslöser der Montagsdemonstrationen. Unbestritten war die Wirtschaft völlig am Ende, obwohl für mehr oder weniger gutes Geld in den Ostblock exportiert werden konnte.

    So, jetzt komme ich zum Punkt, denn es ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, denn seit zwei Wochen besitze ich einen eigenen Trabant 601. Mein erster Oldtimer, nicht viel jünger als ich selbst. Das Auto fasziniert mich je länger je mehr. Es ist quasi auf das Maximum reduziert. Einfacher geht nicht, kein Vergleich mit den grotesk adipösen Autos auf unseren Strassen. Keine Tankanzeige, keine Lenkraftunterstützung, keine Benzinpumpe, keine Zentralverriegelung, eigentlich nichts Überflüssiges. Leergewicht 600kg. Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig, aber wenn man weiss wie, macht es Spass.

    Es soll das am längsten gebaute Auto mit Zweitaktmotor und Kunststoffbeplankung sein. "Minderwertige Sowjetische Baumwolle" gemäss der Ehrlichkeit zeitgenössischer Werbefilme. Das blieb auch so bis 1991, da das Politbüro etwas gegen eine Weiterentwicklung hatte.

    Stinken und lärmen tun sie im Verhältnis zur geringen Leistung, aber das muss so. Man fährt ja nicht täglich. Der gelbe Kleber kommt irgendwann noch weg, ist vom Vorbesitzer.

    E Gruess

    Hänsu

    Ich halte Genauigkeit für poetisch


    (Robert Walser)

  • Vielen Dank Hänsu für deine Ausführungen - denen ich voll und ganz beipflichte! :)


    Nicht nur die Fahrzeuge aus den DDR-Zeiten interessieren mich, sondern auch die ganze Geschichte mit ihren Facetten. Umso mehr lernt man zu schätzen, was wir heutzutage für Privilegien haben.

    So, jetzt komme ich zum Punkt, denn es ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, denn seit zwei Wochen besitze ich einen eigenen Trabant 601. Mein erster Oldtimer, nicht viel jünger als ich selbst. Das Auto fasziniert mich je länger je mehr. Es ist quasi auf das Maximum reduziert. Einfacher geht nicht, kein Vergleich mit den grotesk adipösen Autos auf unseren Strassen. Keine Tankanzeige, keine Lenkraftunterstützung, keine Benzinpumpe, keine Zentralverriegelung, eigentlich nichts Überflüssiges. Leergewicht 600kg. Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig, aber wenn man weiss wie, macht es Spass.

    Ich gratuliere dir ganz herzlich zu diesem genialen Kauf! :thumbsup: Ich kann es gut nachvollziehen, dass du grosse Freue am 601er Trabi hast. Böse Zungen sagen ja, dass diese Bezeichnung davon kommt, dass 600 ihn bestellt haben und einer ihn bekommen hat :P (Planwirtschaft halt...).

    In irgendeinem ex DDR-Schienenfahrzeug wurden Trabi-Lenkräder als Stufenschalter/Fahrkontroller verbaut - ich kann es leider nicht sagen, in welchem Triebfahrzeug.

    Heutzutage gibt es ja jeweils Warteschlangen vor dem Apple-Store in der Zürcher Bahnhofsstrasse, wenn ein neues Gerät auf den Schweizer Markt kommt (inklusive Zelten etc.). Früher war dies so vor dem IFA-Ersatzteilladen in der DDR. Verchromte Stossstangen waren beispielsweise beliebte "Luxusartikel" zur Aufwertung der Einheitsfahrzeuge. Diese Info habe ich aus einer der unzähligen DDR-Dokus, die ich schon gesehen habe.

    Es tut mir leid, belaste ich da den ursprünglichen Traktoren-Thread von Hermann mit Inhalten, die zum Thema gar nicht mehr passen. :whistling:

    Freundliche Grüsse aus dem Berner Seeland von Dominik

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  • Cool Hänsu, eine gute Wahl.

    Der Klang erinnert mich an meine Kindertage, als noch die DKW durch die Gegend fuhren. Der DKW Auto Union 1000 ist für mich ein klassischer Vertreter dieser 2 Takt Autos aus dem Westen.

    Gruss Erwin


    Wer rast, der verpasst das Leben.

    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Es tut mir leid, belaste ich da den ursprünglichen Traktoren-Thread von Hermann mit Inhalten, die zum Thema gar nicht mehr passen. :whistling:

    Dominik, das macht doch nichts. Also am Anfang vom Thread kommen ja Traktoren nicht zu knapp. Und Du hast auch noch welche beigesteuert. Also wenn da jemand reklamieren sollte, dann soll er - so wie Du - selber gemachte Traktoren Fotos zeigen.

    Und ausser dem, wie weiss man, was ein Traktor ist? Ich z.B. weiss das nicht immer so genau, aber man lernt dazu. Was ein Traktor ist, das ist eine Wissenschaft für sich! Beat weiss was ein Traktor ist und hat sich auch darauf äusserst gründlich vorbereitet. Wer kennt schon die Differenzen zwischen einem Traktor und einem Motorkarren?!? da muss man schon Beat heissen.

    Und auch das Verkehrsamt weiss was ein Traktor ist, bin mir zwar dabei auch nicht immer 100% sicher. Aber zumindest weiss das Verkehrsamt 100% was ein Traktor darf und was nicht. Und sie erwarten (eigentlich nachvollziehbar), dass auch der Käufer vom Fahrzeug weiss, was ein Traktor ist :facepalm:. Ich vergesse nie mehr das Gesicht vom Verkehrsexperten und vorher schon von der Frau am Schalter, als ich ganz spontan aus einer Konkursmasse heraus, einen JCB Fastrac 8310 erworben hatte und ohne jede Kenntnis der Sachlage diesen Traktor einlösen wollte...

    Danke Dominik für das schöne Laminatka Foto, diese Lok ist einfach schön :thumbsup:

    @ Hänsu

    so cool :thumbsup:

    Doch mir würde keine Benzinanzeige schon fehlen. An ein Fahrzeug gewöhnt man sich schnell mal an seine Eigenheiten. Fährt man mehrere Fahrzeuge, ist es schwierig(er) den Kraftsoff verbrauch einzuschätzen. Die Unterschiede der Fahrzeuge sind riesig. Der SLM ist trotz seiner bescheidenen Leistung ein riesiger Benzinfresser. Der Bührer normal und der Hürlimann D-500, da muss der Kraftstoff im 2. Weltkrieg kostbarer als heute gewesen sein, es gibt schon Gründe, wieso Hürlimann einen so guten Ruf hat. Seine immerhin 60 PS: anstatt 65 km/h zu fahren, bringt der gefühlt den ganzen Kraftsoff wieder nach Hause zurück, sein Motor ist extrem sparsam.

    Jedenfalls wünsche ich Dir viel Freude an Deinem Oldtimer Trabant:thumbsup:

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Am meinem Oldsmobile habe ich zwar eine Tankanzeige - aber funktioniert hat die noch nie. Einfach nach jeder Fahrt auftanken…. Spätestens nach der zweiten, und gut ist.😉

    Gratuliere Hänsu auch zum Trabbi. Ich bin alt genug, dass ich noch aus einer Zeit stamme, wo man die Autos noch am Motorgeräusch erkennen konnte: wie Erwin schon schrieb: DKW, VW Käfer (Luftkühlung), Döschwo (Boxermotor). Auch Renault klang ganz speziell… und so weiter.

    Heute erkenne ich nur noch Abarth an ihrem markig spezifischen Klang - und natürlich die erwähnten Oldtimer auf Anhieb.

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Stiere sind doch auch passend zum Thema Traktoren, "muss" daher etwas abschweifen von Möriken zu Mollis:

    ... habe die Lisa Stoll ganz nahe gehört, aber nicht gesehen oder knapp nur von hinten, auf der falschen Bach- und Bahngleis Seite. Es kamen zu viele Leute zum ESAF, die Polizei hat am Abend vorübergehend niemand mehr herein gelassen. Das haben sie so nicht kommuniziert, sondern gesagt, vielleicht am nächsten Eingang? ... bis man das ganze Gelände (mehrere Km!) umrundet hatte. So ärgerlich wie das für mich und etliche Andere war: gelang man doch mal über 1,5 Std später(!) hinein, hat man die Massnahme verstanden. Es war selbst dann noch dermassen voll, die Basler Morgenstraich Drugedde ist nichts dagegen. Die Polizei hatte hatte die Devise dass genügend Leute hinaus mussten, bevor neue Leute herein kommen durften und "Gegenverkehrt" wollten sie auch nicht, somit war Geduld angesagt. Selbst dann, als das eigentliche Schwingen vom SA längstens vorbei war.

    Zum Alphorn Konzert kam man doch noch, eine Glarner Formation spiele wunderschöne Alphorn Stücke. Das ist noch spannend, das Eidgenössische Schwinger und Älpler Fest ist doch ziemlich was Traditionelles? Aber selbst hier wurde erwartet, dass man Digital bezahlte, egal ob für Tickets oder an den Essens-Ständen.

    Nichts gegen das Brauchtum und das Schwingen: aber letzteres; wenn man körperlich dazu in der Lage ist, dass macht man doch selber gerne? Aber zuschauen? Entweder hat man gewonnen, oder verloren und manchmal unentschieden. Da wird es einem beim Zusehen doch schnell mal langweilig? Ich kam wegen Lisa (wollte es zumindest) und dem riesigen Holzstier. Er erinnert mich an das trojanische Pferd oder an den Vogel Groch, welcher zum Frühstück schnell mal 2-3Elefanten verschlingt. (Sindbads Abenteuer 1001 Nacht).

    Diese imposante Holzkonstruktion ist schon noch bemerkenswert. Man könnte sogar noch in den Stier hinein, aber die Türe war verschlossen.

       

      

       

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)