Modell Stadler Euro Lok 6000 Co-Co von Sudexpress

  • Vorbild: Sozusagen die neue Digital Ae 6/6 von Stadler Rail, Euro 6000 neue Co-Co Lok im Werk Valencia produziert. Es gibt die Lok für alle bekannten Stromsysteme. Es ist ein wahrer Kraftprotz mit 500kN bei "nur" 120 Tonnen. Bei 25kV Stromnetz = 6000 kW (7800 PS) und V/max 120 - 160 km/h. Ein direkter Vergleich zur Re 6/6 wäre noch interessant: diese hat 395 kW Anfahrzugkraft, ebenfalls 120 Tonnen (als Bo-Bo-Bo) V/max 140 km/h und 10600 PS. In einem bestimmten Bereich müsste die Re 6/6 überlegen sein? Was bei der Stadler Lok Euro 6000 noch erstaunt, von wegen Co-Co = "Schienenmörder": diese 23 Meter lange "riesige" 120 Tonnen Co-Co Lok soll gemäss Beschreibung einen Mindestkurvenradius von nur 90 Meter benötigen?!? Ob da das Schritttempo für eine Werkseinfahrt gemeint ist?? Als Vergleich: Gotthard (Bergstrecke) = 300 Meter Radius

    H0 Modell Hersteller: Sudexpress in Braga Portugal. Produziert wahrscheinlich in China? Es gibt die Lok für verschiedenste Gesellschaften. Die noch stärkere Eurodual 9000 hat die Coop Schweiz bestellt! Mich interessierte vor allem die Version Euro 6000 für die RENFE (Spanien). Spanische Modelle sind in der Schweiz nicht sonderlich beliebt und werden nur selten angeboten. Die wichtigsten 5-6 Lokbaureihen möchte ich aber auch im Laufe der Zeit von Spanien haben.

    H0 Modell SUDEXPRESS Euro 6000 Katalog Nr: S2561031 Version DC Analog.

       


       

    Auch eine moderne Lok beinhaltet jede Menge Details. // Erstaunlich dass 2 Räder Haftreifen haben. Was auf dem Foto nicht so zur Geltung kommt, die Spurkränze sind extrem fein ausgeführt, nahezu RP-25 Norm. Am Modell sind alle 6 Achsen angetrieben. Die Geschwindigkeit ist modellgerecht (will heissen eher langsam), die Zugkraft ausgezeichnet :thumbsup: Ein gut bis sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis. Auch positiv gefällt mir, dass es das selbe Modell Digital Standard, Digital mit Sound und DC Analog gibt :thumbsup: als für jede heute übliche Betriebsart alle Leute auf ihre Rechnung kommen. :love: Bloss nicht, es gibt nur von dieser Euro 6000 Lok sicher schon für 10 verschiedene Bahngesellschaften... Ich glaube mir reicht ein Modell aus der Euro 6000 Familie, die der RENFE, aber man weiss nie...

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • ... noch 2 Fotos vom Dach. Obwohl die Dachausrüstung weitgehend aus Kunststoff gefertigt wurde, sie sieht äusserst vorbildgetreu aus. Der oft typische Kunststoff-Billigeindruck kommt nicht auf :) . Dass die 2 Trägerholme vom Panto-Schleifer getrennt sind, dass ist wohl ein kleiner Modell Kompromiss zwecks Montage. Ansonsten sind die Pantos eher zu viel als zu wenig vorbildgetreu. Unabhängig vom Stromanschluss, mit derart feinen Pantos ist kein Fahren per Oberleitung möglich. Macht nichts, wenn man das will, nimmt man halt ältere Loks.

         

    Analog ist cool:)

  • Unabhängig vom Stromanschluss, mit derart feinen Pantos ist kein Fahren per Oberleitung möglich. Macht nichts, wenn man das will, nimmt man halt ältere Loks.

    Doch das macht! Wenn man eine Oberleitungs-Anlage hat - wie wir - muss man fast generell auf neuere Loks verzichten, weil die Pantos das gar nicht mehr zulassen. Ich finde diesen Trend verwerflich.

    Gruss, Röbi

    Anlage im Bau: ChRB III Christoph-Röbi-Bahn
    Thema: Schweizer Normalspur-Alpenbahn
    Gleismaterial: Roco Line
    Gleispläne: Gleispläne der ChRB III
    Speziell: Stromführende Oberleitung
    Steuerung: Amorocos (selbstgestrickt)
    Digital-System (Fahren): DCC-EX
    Digital-System (Schalten und Melden): DIGI-NOW (selbstgestrickt)

    Jeder braucht mindestens einen 3D-Drucker. Wer keinen hat, weiss es einfach noch nicht.

  • Guten Tag Röbi,

    da bin ich ganz Deiner Ansicht! Aber weniger drastisch im Ausdruck. Individualisten müssen - und können - halt selber schauen, wie man das gewünschte Ziel erreicht. Es ist ja nicht nur bei der stromführenden Oberleitung so...

    Aber Du bis keiner welcher so leicht aufgibt. Man muss dann halt mit Gewalt das fabrikneue Modell bearbeiten, einen passenden tauglichen Stromabnehmer einbauen, was einem ein wenig gegen den Strich geht, wenn der Hersteller dies problemlos selber praktisch ohne jeden Mehraufwand bewerkstelligen könnte. In dem Fall finde ich es besonders blöd, da der Sockel vom Stromabnehmer exzellent fein wie absolut robust ausgeführt ist. Aber das was dann folgt; Holme und das Schleifstück, das ist ein Witz...

    Letztendlich geht es um die Frage, was machte eine qualitativ gute (neuere) Modellbahn Lokomotive aus? Du wie ich sind der Ansicht, Funktion kommt vor der absoluten Massstäblichkeit. Der heutige Mainstream sieht es umgekehrt.

    Zudem geht der Anbieter auf diese Weise elegant der Diskussionen aus dem Wege, wenn jemand seine neu gekaufte Lok auf Oberleitung stellt und keine klare elektrische Trennung zwischen verschiedenen Stromsystemen erstellt. Es kann bei DC schon reichen, die Lok "falsch" herum auf das Gleis zu stellen (Isolierte / nicht isolierte Seite) Röbi, Du kannst nicht davon ausgehen, dass alle welche Oberleitung fahren, Dein System verwenden. Oder auch wenn jemand einen Strom führenden Speisewagen hat und den elektrisch mit den Pantos der Lok verbindet und den Speisewagen vergisst, wenn die Lok eine Trennstelle von verschiedenen Stromsystem durchfahren hatte.

    35-40 Jahre ist es her, hatten wir um 1985-88 herum, JEDE MENGE versuchte Garantieansprüche seitens der Kundschaft, welche glaubten, sie wüssten es besser als die Märklin Digital Betriebsanleitung. Mit Glück zerstörten sie "nur" den Decoder, hartnäckige Modellbahner zerstörten auch die Anschlussgeräte. Der eigentliche Trafo, der damals neue für die Digital Komponenten war ziemlich robust und gut abgesichert, aber die digitalen Steuergeräte vertrugen nicht viel. Einmalige "Minikurzschlüsse" beeinträchtigen die Funktion in keiner Weise. Wenn aber jemand eine länger andauernde elektrische Verbindung von z.B. Analogstrom und Digitalstrom herstellte, dann konnte er nur hoffen, dass die Sicherung nicht all zu träge eingestellt war. (Falls überhaupt auch in den Steuergeräten vorhanden. Der Trafo alleine genügt nicht!).

    Dem Chef war das ziemlich egal, den interessierte die Technik nur auf das Notwendigste. Er sagte, schaue mal: fast jeder welcher extra hier her fährt zum reklamieren, egal ob berechtigt oder nicht, kauft eine neue zusätzliche Modellbahn-Lok. War nur der Decoder defekt, war ich (!) angehalten, diesen auszutauschen. War das ganze System defekt, wurde versucht, das Ganze als Garantiefall darzustellen. Aber die von Märklin waren auch nicht blöd... Jedoch erstaunlich grosszügig, sie wollten um jeden Preis ihr neues Digital System forcieren.

    Mit Oberleitung fahren stellt schon etwas mehr Ansprüche, als einfach am Boden ein Gleisoval erstellen, die Kabel vom vorhandenen Gleisanschluss an den Trafo anschliessen und den Trafo ans Lichtnetz anschliessen. So wie es in den 1950-er bis 1970-er schematisch dargestellt wurde.

    Etwas schade ist einfach, dass die Modellbahnindustrie ab 1948 funktionierende Stromabnehmer zustande brachte, welche zu dem über die Jahrzehnte immer wie vorbildtreuer und dennoch voll einsatztauglich waren, dass dies heute nicht mehr möglich sein soll. Was im Grunde kein Fortschritt sondern ein gewisser Rückschritt darstellt.

       

    Kann man die KI fragen: KI, wo gibt es für das neue 1:87 H0 Modell: Stadler Euro 6000 H0 Lok von Sudexpress Stromabnehmer für den funktionellen, stromführenden Oberleitungsbetrieb? Zusatz Info an die KI: ich will nicht das neue Modell selber umbauen müssen, sondern als fertige H0 Modell-Lokomotive vom Hersteller so kaufen, mit 2-jähriger Garantie! Alte Modelle habe ich schon, ich will Neuheiten H0 Modell Lokomotiven für eine funktionelle stromführende Oberleitung kaufen.

    So wie die KI reagiert: man wird sich damit abfinden müssen, dass es zukünftig weniger bis keine stromführende Oberleitung mehr geben wird. Bez. Individuallisten die das wollen, sich selber behelfen müssen. Das ist jetzt kein Weltuntergang noch ein Drama, aber auch kein Fortschritt im Modellbahnbereich. Letztendlich sind es einfach zu wenige Leute, welche noch funktionell mit Oberleitung fahren wollen, als dass die Industrie darauf Rücksicht nehmen würden...

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

    Einmal editiert, zuletzt von Longimanus (10. September 2025 um 11:50)

  • Etwas schade ist einfach, dass die Modellbahnindustrie ab 1948 funktionierende Stromabnehmer zustande brachte, welche zu dem über die Jahrzehnte immer wie vorbildtreuer und dennoch voll einsatztauglich waren, dass dies heute nicht mehr möglich sein soll. Was im Grunde kein Fortschritt sondern ein gewisser Rückschritt darstellt.

    Hermann, da bin ich voll, bei dir. Ich würde sogar noch weiter gehen: Es ist nicht "Etwas schade", sondern "Sehr schade".

    Man muss dann halt mit Gewalt das fabrikneue Modell bearbeiten, einen passenden tauglichen Stromabnehmer einbauen,

    Da tendiere ich eher dazu, solche Modelle zu boykottieren. Nützt zwar nichts, solange die meisten Modellbahner den Begriff "Vorbildtreue" auf's Aussehen beschränken.

    Gruss, Röbi

    Anlage im Bau: ChRB III Christoph-Röbi-Bahn
    Thema: Schweizer Normalspur-Alpenbahn
    Gleismaterial: Roco Line
    Gleispläne: Gleispläne der ChRB III
    Speziell: Stromführende Oberleitung
    Steuerung: Amorocos (selbstgestrickt)
    Digital-System (Fahren): DCC-EX
    Digital-System (Schalten und Melden): DIGI-NOW (selbstgestrickt)

    Jeder braucht mindestens einen 3D-Drucker. Wer keinen hat, weiss es einfach noch nicht.

  • Da tendiere ich eher dazu, solche Modelle zu boykottieren. Nützt zwar nichts,

    Ja eben. Wenn es mich genug gluschtet, kaufe ich das Modell nach einiger Zeit trotzdem... ;) :facepalm:. Alles in allem bin ich mit dem Sudexpress Modell sehr zufrieden. Ich möchte mich da nicht festlegen wollen, "nur" noch bei einem Hersteller zu kaufen. Solange ich noch ab und zu überhaupt Modelle kaufe... Jetzt gerade mehr als auch schon. Das Angebot ist (zu) reichhaltig momentan gerade :love:. Aber das wird sich wieder legen?...

    Und ist ein Neubau-Modell nicht willig, bekommt es halt einen Sommerfeld Panto wie den von der HAG Re 6/6 200 /201 aus den 1970-er verpasst. Das sieht dann zwar komisch aus, erfüllt aber den Zweck. Das Vorbild ist sich da ja auch nicht immer ganz einig, wie der ideale Einholmpantograph auszusehen hat. Die SBB bevorzugt ein schmäleres Schleifstück, bez. Zick-Zack, die DB eine breitere Ausführung. Die alte Re 4/4 II 1. Baulos hatte nur einen Panto, die Stadler Euro 6000 gleich 4 Stück mit verschiedenen Konfigurationen, da darf 1 von 4 schon ein wenig anderst aussehen.

    Ich sehe das nicht so eng, was das Vorbild angeht. Hingegen bei den älteren Märklin 3000 & 800-erter Serie, da muss schon alles und "ohne wenn und aber" Original Märklin sein, was das Sammeln anbelangt, da nehme ich es wiederum ziemlich genau. Bei solchen Modellen den Stromabnehmer austauschen, das wäre ein verbotener Frevel. Zum Glück hat jeder von uns Forumisten sein eigenes Beuteschema.

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

  • Guten Morgen zusammen

    Erst einmal danke Hermann für Bericht und Fotos!

    Hier der Hinweis, das ja in Kürze der zweite Hersteller mit der Euro… kommt. Übernächstes Wochenende wird wohl Märklin mehr zu ihrer Eurodual vernehmen lassen (IMA Göppingen 2025). Gerüchte dazu gibt es und eine echte Lok wird auch gezeigt werden.

    Ich weiss, eine andere Lok und „ganz sicher“ nicht/nie in einer RENFE-Version. Aufgrund der neuesten Entwicklungen bei Märklin (Stichwort Stromabnehmer Traxx 186) dürfte das mit Oberleitungsbetrieb auch mit einer kommenden Märklin-Stadler nichts mehr werden.

    Und am Rande a propos Aussehen - mir gefällt die Arctic Rider ausgesprochen gut. Es wird noch etwas dauern, bis sie kommt (2026 ist mal genannt) - es ist dann wieder eine andere Lok, wie die Coop eine Euro 9000.

    Gruss Christian

    Meine Fotos; Eisenbahnen (Schwerpunkt Gotthard) und Dampfschiffe: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/ - aktuelles Avatarbild zur Erinnerung an den im Schnee versunkenen Gotthard am 17. April 1999.