Kasten-Dampflok Ec 3/3 als Umbau einer Lok 3000 im 3D-Druck

  • Nachdem der Bausatz die "Feuertaufe" bestanden hat und nun die erste Serie produziert ist, habe ich den Bausatz in meinem Shop aufgeschaltet mobaplus.ch oder direkt zum Artikel

    https://mobaplus.ch/Kastendampflok…-3000::143.html

    Dort gibts übrigens auch ein kleines Video meiner Lok, die ich mit einem LokSound ausgerüstet habe. Dabei habe ich über die Lichtausgänge kleine Lämpchen auf der Führerstandsseite eingebaut und diese maximal gedimmt (die Lok hatte ursprünglich ja auch nur Petroleum-Funzeln). Auf dem Video sieht das aus, wie wenn im Kessel das Feuer brennen würde. Die Feuerbüchse wäre wenn schon hinten, aber die Maschine wurde ja mit automatischer Bekohlung ausgeführt, so dass die Feuerbüchse gar nicht geöffnet werden musste.

    Die Beschriftung ist nach wie vor nicht befriedigend gelöst. In der Serienausführung ist die Aussenwand nun glatt, d.h. der bisher hervorgehobene Platz für das Maschinenschild ist verschwunden.

    Für Fans von Dampferzeugern gibts übrigens auch noch einen angepassten Kamin, geeignet für Seuthe Nr. 22.

    Weitere Anregungen und Verbesserungsvorschläge sind natürlich gerne willkommen. 8)

    Christian

  • Hallo Kroki

    Der Umbausatz enthält keine Lok 3000, also genau nur das, was auf dem Foto ist.

    In wiefern Du den Kasten und die Plattformen einfach auf eine andere Basis stellen kannst, kann ich nicht beurteilen. Das müsste man ausprobieren. Die Umsetzung habe ich so konstruiert, dass sie ganz präzise (teils auf 0.1 mm genau) auf das 3000er Fahrgestell passt.

    Die Achsfolge beim Liliput-Modell kommt dem Vorbild viel näher.

    Vielleicht liesse sich das Modell mit wenig Aufwand an das Liliput Modell anpassen? Falls Du Interesse hat, melde doch per PN.

    Christian

  • Nochmals ein Update zur Ec 3/3. Die mangelnde Beschriftung hat mich ziemlich gestört. Nach etwelchen Versuchen, eine winzige Nummer zu drucken ist es mir gestern endlich gelungen (erst noch mit leicht goldfarbigem FIlament).

    Die Nümmerchen sind wahrlich klein: Keine 4 mm hoch!
    Zum Ankleben ist eine Pinzette, wenig (!) Leim und eine ruhige Hand nötig (und bitte die Pinzette nicht in den Leim tunken). Das Resultat wirkt hier noch bei meinem privaten Exemplar mit hervorgehobenem Farbrikschild:

    Die Nummer ist allerdings 1 mm dick, steht also etwas raus. Versuche sie mal dünner zu drucken, das wird dann aber noch schwieriger mit anbringen - bereits bei einem mm Dicke ist es eine Fuzzelei.

    Christian

  • 4 Millimeter hoch, 1mm dick? Das werde ich mal kleiner versuchen. Eine Dicke von 0.3mm sollte locker möglich sein. Melde mich nach dem Versuch.

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Hallo Roger

    Das kleinste, was mir der Slicer mit einer 0.4mm Düse noch "bewilligt" hat, war 3.6mm. Kleiner hat er es nicht akzeptiert. Und das Drucken war x-mal ein Problem mit normalem PLA Basic gelb, das hat einfach ein Häufchen gemacht ohne jegliche Haftung. Habe die Platte extra gereinigt, wurde nicht besser. Jetzt habe ich PLA-Silk genommen und ich meine 3.8mm Höhe, zudem nicht als CAD-Datei sondern im Bambu Slicer als Text definiert. Die Dicke von 1mm scheint zwar enorm hoch, nur flacher bekommt man sie mit der Pinzette wohl nicht mehr weg. Aber ich lerne gerne dazu..

    Christian

  • Das kleinste, was mir der Slicer mit einer 0.4mm Düse noch "bewilligt" hat

    Das wäre natürlich schon eine typische Anwendung für eine 0.2 mm, bzw. 0.25 mm Düse. Die Haftung sollte eigentlich kein Problem sein. Hast du versucht, die Platte nach dem Reinigen mit einer hauchdünnen Schicht Weissleim (oder Holzleim) zu präparieren? Ev. musst du auch die Platten-Temperatur noch etwas erhöhen.

  • 3mm hoch und 0.3mm dick - kein Problem (ausser, dass ich eine ‚5‘ eingeatmet habe und mir 2 weitere von der Pinzette geflitzt sind). Würde ich aber sowieso mit Klebeband auf dem Wagenkasten positionieren.

    Hier mal direkt auf der Druckplatte (Ziffern abzulösen ist kein Problem - ausser dass sie wegspicken und auf Nimmerwiedersehen im Gewusel verschwinden 🤪)


    Und die Ziffer auf einem grünen Wagenkasten:




    Jetzt noch ein Versuch mit 2mm und 1.7mm Höhe. Hier wird wohl die Grenze irgendwann erreicht.

    Die Ziffern schicke ich Dir gerne Zu, falls Du sie möchtest.


    EDIT: 2mm ist die Grenze. Wobei dies eher an der Strichbreite scheitert. Ein fetter Font würde sicher noch ein sauberes Bild abgeben:

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

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  • Wow, Roger! 🙂 Das sieht ja cool aus. Ich wollte das heute nochmals probieren und bin dann schon über die Frage gestolpert, welcher Font denn am besten passt. Fazit: Gar keiner. Der Rückenteil, also das Vertikale ist absolut gerade, der ober Querteil kürzer als der Bauch der 5 und das Ende der unteren Hälfte steht über die Vertikale hinaus. Da wirds wohl Fachbegriffe dafür geben. Die Schriftart scheint mir sehr speziell zu sein. Habe sie halt also mal im CAD nachgezeichnet (nicht ganz perfekt, aber so winzig wie das wird, ist allemal besser als ein Standard-Font). Hier das Resultat:

    Mal gucken, ob sich das drucken und dann auch kleben lässt...

    Christian

  • So, der Drucker steht nebendran im Gang, und die Druckzeit ist ja nicht soo lang. ;)

    Also Höhe / Dicke von oben:
    2.8mm / 0.3mm
    2.6mm / 0.28mm
    2.4mm / 0.26mm
    Schichthöhe 0.08mm, erste Schicht 0,1 mm.

    Und gleich den Härtetest mit den Kleinsten - Es ist jetzt also wirklich ein Gefuzzel. Beim Ablösen von der Druckplatte sind gleich 2 Zahlen weggespickt. Wohlwissend habe ich sowieso 9 gedruckt. Das Platzieren geht sogar erstaunlich gut, der Leim ist so minim anzubringen, dass quasi die 5 darauf herumgeschoben werden kann. Das sieht dann so aus (Leim ist noch nicht trocken).

    Mich dünkt, der obere Querbalken der Zahl ist massiv zu kurz, obwohl die Zeichnung ja stimmt.

    Mal schauen, wie lange diese Zahlen dran halten. Morgen ist gleich Stresstest (an der Börse in Brugg). Ob die Zahlen bis am Abend daran bleiben?? Aber suchen werde ich sie in der Halle bestimmt nicht :rolleyes:

    Christian

  • Hallo Christian,

    Unabhängig von Deinen Versuchen ist ein Couvert mit meinen Zahlen an Dich unterwegs. Nicht erschrecken: manchmal passt der Inhalt nicht zum Umschlag…😉

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • @Roger: Herzlichen Dank, ist angekommen.

    An der gestrigen Börse hatte ich meinen private Lok dabei (mit einer grossen und einer winzigen Zahl). Die war natürlich nur zum Gucken da.

    Das Ausstellungsmodell (zum Zeigen wie der Bausatz funktioniert) hatte ursprünglich auch 2 kleine "Kranhaken" dran, wie dies mir spöttisch zugetragen wurde. Davon hat einer die wirklich intensive Belastung (sicher 30x Kasten in der Hand gehabt) stand gehalten und einer hat sich verabschiedet. Das zeigt mir, dass diese meine kleinste Grösse also vertretbar ist.

    Hier noch Rogers Nummern im Vergleich (links und rechts).

    Und hier die Grössenverhältnisse im Original. :S

    Was meint Ihr?

    Christian

  • Von der Grösse her macht die kleine Ziffer die bessere Figur. Die obere Linie müsste man aber etwas länger konstruieren. Da schneidet der Drucker noch zuviel ab.

    Ich werde - mit Deiner Einwilligung - nochmals einen Versuch mit einer selbst gezeichneten Ziffer wagen.

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Gemäss Rogers Ratschlag habe ich den Fünfer oben verlängert und nochmals gedruckt (wieder mit der mir kleinst möglichen Höhe von 2.4mm, Bauhöhe der Ziffer 0.24). Das sieht jetzt so aus:

    Dieser Kasten ist noch von der Vorserie mit dem erhöhten Fabrikschild, so dass die Nr. etwas zu weit oben ist (im Vergleich zum Foto in #32). Dort habe ich ein Höhenverhältnis von 13% berechnet (Verhältnis Höhe der Nummer im Vergleich zur Kastenhöhe bis Fenster-Unterkante), hier im Modell sind es ca. 18%.

    Habe die Ziffernhöhe dann noch mit zwei HAG-Modellen verglichen, der Ae 4/4 und SBB BoBo.

    Die Nummerngrösse scheint mir somit für diese Modellumsetzung der Ec 3/3 akzeptabel.


    Auf historischen Fotos ist als einzige weitere Beschriftung noch das Fabrikschild zu erkennen:

    In der Werklok-Zeit kam dann noch SULZER dazu, unter dem Lokschild.

    Beide Elemente sind aber nochmals kleiner, weshalb ich von deren Realisierung definitiv Abstand nehme.

    Christian

  • Interessant, das man mit heutiger Technik zuhause zwar ein Gehäuse für eine Lok / Triebwagen fertigen kann, es aber anscheinen keine Passenden Drucker gibt, welche Beschriftungen anbringen können. Bzw. keine die Erschwinglich wären, im vergleich mit den 3D Druckern.

    Dass die 5 merkwürdige wirkt, könnte daran liegen, dass die Fotographien nicht gerade, sondern ais einem Winkel aufgenommen sind. versuch doch einmal eine "Standard" 5 aus dieser Epoche / Bahngesellschaft.

    Grüäss,

    Mike

    Fahre und Sammle SBB, BLS, SOB und DB in AC, bevorzugt von Märklin und Hag.

    NORDSEE IST MORDSEE!

  • Die Kunst liegt wohl eher darin, für den jeweiligen Zweck die passende Technik anzuwenden und der 3D Druck scheint mir für so filigrane Teile nicht das Mittel der Wahl zu sein.

    Gruß
    Robert

  • Richtig. Die passende Technik dafür wäre Ätzen. Aber das kann eben auch nicht jeder zuhause machen.😉

    Gruss Roger

    97 von 121 grünen Ae 6/6

    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Mike: In Beitrag #29 ist die Nummer auf einem Foto direkt von vorne aufgenommen. Das Foto ist zwar gerastert (aus Urheberrechtsgründen nehme ich bei fremden Fotos immer nur den im Zusammenhang relevanten Ausschnitt), die Form ist jedoch klar erkennbar. Diese ist auf allen Bildern, die mir im gesamten Verlauf der Entwicklung begegnet sind, immer die gleiche Form und Position am Lokkasten. Es ist also naheliegend, dass die Beschriftung der Loknummer nicht verändert wurde.
    Ob und welcher Font dies ist kann ich nicht sagen, ich habe die Nummer im CAD gezeichnet (ebenfalls siehe #29) - einzig den oberen Steg musste ich im CAD dann verlängern, weil diese kurze Form beim Druck untergegangen ist.


    Wie beiden Vorredner bereits bemerkt haben, ist der 3D-FDM-Druck nicht für solche Winzigkeiten ausgelegt - dafür lassen sich bereits ganze Häuser ausdrucken. Das ist hingegen mit Ätztechnik wohl weniger praktikabel.


    Mit meinen vorhanden Mitteln kann ich keine "bessere" Nummer herstellen - Insgesamt bin ich aber mit den Eigenschaften der gesamten Umsetzung der Ec 3/3 zufrieden. Die Ausgangslage, so eine Ec 3/3 Lok wie Retrotrain sie ursprünglich gebaut hat, auf Basis der 3000er im 3D-Druck herzustellen ist geschafft - sogar mit beweglichen Deckeln der Kohlekastenabdeckung. Vor dem Start habe ich auch andere Umsetzungen in H0 angeschaut und bei mir stimmt sogar die Türeinteilung und die Kesselimitation mit dem Vorbild überein. Klar sind gewisse Kompromisse auf Grund der Fahrgestell-Basis und der Fertigungstechnik geschuldet (gerade der Dachbereich ist nicht perfekt, denn der 3D-Druck bringt nicht die Finesse eines gebogenen Metalldaches hin). Trotzdem ist das Modell ist so robust, dass man es einfach am Kasten greifen und anheben kann. Einfach mal als persönliches Fazit an dieser Stelle.

    Zu guter Letzt ist es auch eine Frage des Herstellungspreises. Ich verkaufe den Bausatz (inkl. gedruckter Nr.) für unter CHF 40.-. Ein passendes Set an Ätzschildern dürfte auch ihren Preis haben, ob das Verhältnis dann noch stimmt? Darum lasse ich es.

    Christian