Bei einem Besuch auf Bueti's Alpenbahn am Jurasüdfuss durfte ich mit seinem VW Beetle von Carson durch's Sturzitobel kurven
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Das ist natürlich nicht meine Fahrt. Hier macht der Direktor der Alpenbahn persönlich eine Vergnügungsfahrt durchs Sturzitobel. Meine Fahrt wäre nicht filmreif gewesen, sondern eher eine Blamage.
Natürlich blieb das bei mir nicht ohne Folgen und ein paar Tage später konnte ich in Waldshut im Europaketshop meinen eigenen Beetle abholen.
Der kann ferngesteuert vor- und rückwärts fahren. Variable Geschwindigkeit, kontinuierliche Lenkung, Licht vorne und hinten. Fährt mit vollem Akku über eine halbe Stunde.
Meine ersten Versuche habe ich auf einem Klapptischchen gemacht. Um die Fahrbahn abzugrenzen hat mir mein A1 mini schnell 120 Pylonen gedruckt.
Das Tischchen hat eine zu glatte Oberfläche. Da der Beetle kein Differentialgetriebe hat, neigt er zum Geradeausfahren, bei glatter Fahrbahn manchmal sogar mit eingeschlagener Lenkung. Das gleiche Problem besteht auf meinem grossen Esstisch. Kommt dazu, dass nach jedem gröberen Fahrfehler die Pylonen verschoben sind und wieder gerichtet werden müssen. Ein reproduzierbarer Kurs-Verlauf ist somit schlecht möglich. Das wäre aber wichtig bei Fahr-Contests, wie z.B. Zeitfahren.
Als passionierter 3D-Drucker erkennt man dabei natürlich sofort 1000 Möglichkeiten (nein, es sind wesentlich mehr als 1000 😀).
Und so ist das Sturzi-Road-Kit 1:87 (*) Projekt am entstehen.
Meine Idee ist folgende: Die Platten-Übergänge müssen einheitlich (standardisiert) sein. Denkbar sind auch zwei oder drei Standard-Typen von Übergängen (gleiches Prinzip, aber verschiedene Breiten). Was zwischen den Übergängen ist, also die eigentlichen Fahrbahn-Platten, soll nach dem Gusto des jeweiligen 3D-Makers sein. Ja, ich stelle mir vor, dass sich noch andere Maker an dem Projekt beteiligen und dann wäre es cool, wenn wir die gleichen Platten-Übergänge hätten, um Platten-kompatibel zu sein. So könnte man am ehesten mal ein richtig grosses und cooles Road-System aufstellen, wo eine Runde mehr als nur ein paar Sekunden dauert und sich auch noch andere grosse Buben austoben können.
Der eine Maker legt bei den Fahrbahn-Platten Wert auf das Aussehen (Randsteine, Mittellinie, etc.), der andere möchte z.B. Ränder oder Leitplanken. Ich selber brauche eigentlich nur die pure Platte ohne Ränder oder Leitplanken. Für einen Contest (z.B. ein Zeitfahren) ergeben sich dadurch leicht anzuwendende Regeln (wenn das Fahrzeug vom Rand herunterfällt, muss es der jeweilige Fahrer an der gleichen Stelle wieder auf die Strasse stellen und verliert dadurch Zeit). Bei einer Leitplanke müsste man abmachen, ob man diese mit dem Fahrzeug berühren darf oder nicht. Falls ja, wäre das eine unbefriedigende Fahr-Vereinfachung, falls nicht hätte man das Problem zu Erkennen, ob ein Fahrzeug die Leitplanke wirklich berührt hat oder nicht.
(*) Ich bin noch auf der Suche nach einem geeigneten Namen.
Bis jetzt habe ich einfach mal experimentiert. Da ich noch ziemlich viel Filament habe, das ich gerne aufbrauchen möchte (da es mir nicht so gefällt und mir nur den Platz versperrt), habe ich schon einige Prototyp-Platten hergestellt und darauf schon fleissig Fahrtraining absolviert. Zum Glück sind die gedruckten Platten auf der Oberfläche viel griffiger als meine Tische.
So sehen zusammengesteckte Platten von oben aus ...
... und so von unten. Damit sie nicht ausenanderfallen, ...
... werden sie mit Klammern gesichert. Um sie in der richtigen ...
... Flucht zusammenstecken zu können, gibt es Führungs-Nasen mit den dazu passenden Öffnungen.
Wichtig war mir, dass die Platten (mindestens die auf der Ebene) ohne Support gedruckt werden können. Wenn die Fahrt dann in die dritte Dimension gehen soll (Berg- und Talfahrt), geht es natürlich nicht mehr ohne Support.
Obwohl diese Plattenverbindung erst im Prototyp-Stadium ist, scheint sie sich schon recht gut zu bewähren. Ich bin ja gespannt, was daraus wird.