Alte Lima Sammler Spinnereien.

  • Weiss jemand von Euch was ist "alt"? Das ist doch schon auch sehr von der Relativität abhängend.

    Hi hi, heute hat mich die KI generierte personalisierte Werbung (die mag ich eigentlich nicht sonderlich) zu meiner Freude voll erwischt :D, die schaffte locker mit Leichtigkeit in wenigen Sekunden, was mir in 20 Jahren nicht gelungen ist. Und dabei habe ich zuerst innerlich gemotzt, wie kann die KI nur so blöd sein, was versteht die denn schon was bei Lima H0 "alt" ist?!?

    Es wäre noch spannend, wie alt ist der durchschnittliche Mensch als KI Nutzer? Grundsätzlich gibt es, vor allem nach oben - keine Altersbeschränkung, es gibt selbst ein paar wenige 92 jährige Menschen, welche auf ihrem PC und sogar Handy recht ausgiebig von der KI Gebrauch machen und mit ihr spielen. Dennoch, der durchschnittliche Nutzer der KI dürfte womöglich kaum 30 jährig sein, denn dann würde zutreffen, was die KI zu folgendem Stichwort heraus gab. In der Annahme, die KI ist nicht so Objekt bezogen, sondern macht einen Mix aus dem Alter der Objekte und aus den Suchanfragen, somit indirekt dem Alter der Käuferkunden. Oder merkt sich einfach, nach was am meisten gesucht wird.

    Stichwort: "Lima H0 Uralt-Lokomotiven"

    Es kommen ein paar korrekte Angaben zu den Anfängen der Firma Lima, u.a. dass es die Firma Lima seit 1946 gibt, damals als Zulieferer für die FS. Danach macht die KI einfache einen zeitlichen Hüpfer und stellt unter diesem Stichwort "Uralt Lima" die H0 Lima 20 8144 vor, die Bm 4/4 18414 braun, welche erstmals 1982 als Neuheit erschien. (Auch das weiss die KI nicht so genau, die will sich nicht festlegen und ändert laufend die Angaben zum Alter bez. zum Erscheinungsjahr. Man muss sich durch die alten Kataloge durchsuchen, wenn man es genau wissen will. Spätestens der Eisenbahn Amateur unter der Neuheiten Rubrik von Emil Klingelfuss zu jener Zeit ist ein sehr guter Indikator.

    ;) Ja wenn die Lima Lok von 1982 alt ist, was sind dann erst die Lima H0 Modelle von ca 1955 bis 1965?

    Für diese Epoche suche ich Ersatzteile und gab das Stichwort "H0 Lima Uralt" ein. Es kamen zwar keine Lima 1950-er Jahre Modelle, sondern die erwähnte normale 20 8144 SBB Bm 4/4, dafür in der Werbung gleich der Südafrikanische Vorortstriebzug 4-tlg rot-weiss, sozusagen der Südafrikanische Verwandte vom Zürcher Goldküsten-Express RABDe 12/12. Auch dieser seltene H0 Lima Triebzug mit Südafrika Vorbild ist nicht wirklich alt, er stammt von 1984, aber er ist wenn vollständig erhältlich, ausgesprochen selten. Man findet immer wieder mal einzelne Segmente davon, aber so gut wie nie den ganzen Triebzug. So hat mich die KI erwischt :thumbsup:, sofort einen Zug zu kaufen, was heisst kaufen, Bargeld ist bei Ricardo kein Thema mehr, rein juristisch gehört der Zug noch einem lieben Modellbahn-Kollegen.

    So viel hat der Zufall seinen Einfluss. Ich habe es längstens aufgegeben, aktiv nach dem Lima SAR Zug zu suchen und dann kommt er plötzlich über Nacht in Sekundenschnelle...

    Anbei ein paar H0 Lima Modelle mit Vorbild aus dem Ausland:

    vorher noch der Motor der alten Lima H0 Modelle, Antrieb etwa 1958 bis 1966. Der Wechsel vom Vertikalmotor zum Rundmotor ging nicht abrupt, sondern fliessend, um 1966-1970 herum gab es je nach dem 1. Baujahr der Lok, beide Varianten im selben Katalog. Der vertikalmotor ist nicht selbst hemmend, mit genügend Öl am Ritzel, hat der Motor einen erstaunlich langen sanften Auslauf.

       

    Foto rechst: der Lima Vertikalmotor. // Foto links: zuerst DER bekannte Lima Rundmotor der +/- 1970-er Jahre. Daneben die Konstruktion mit dem Lima Vertikalmotor. Der Motor ist viel besser als sein Ruf, jedoch wie es damals bei vielen Herstellern üblich war, ist der Motor nur oben an einer Verbindungsbrücke angeschraubt (bei Lima aus Kunststoff mit 2 Bleistücken versehen, die Drehgestelle neigen so zu einer Nickbewegung. Nicht geeigneten für schnelle Anfahrten und schnelles Bremsen. Z.B. HAG mit der "Tiefanlenkung" = Drehgestellführung im Bodenblech, ähnlich auch Märklin oder Lima in den 1970-er Jahre mit der Halterung im Chassisboden erreicht die höhere Betriebssicherheit.

       

    Lima Basismodell 8033 CL von etwa 1968.

    Bei Lima gilt aus meiner Sichtweise wenn möglich immer der Originalzustand ab Werkauslieferung. Aber bei Lima sind die Auflagen wirklich äussert unterschiedlich ausgefallen. Manche alte Bestseller sind auch noch nach 50- 60 Jahren häufig, fast an jeder Börse zu finden. Entsprechend habe ich keine Hemmungen, ein allfälliges weiteres Exemplar ganz nach meinen Vorstellungen abzuändern. Diese etwas hochbeinige SNCF Capitole BB 9210, also wenn schon so hochbeinig, dann aber bitte mit 2 Motoren! 2 Räder pro Drehgestell genügen für die Stromaufnahme. Komisch dass es dies so original nie von Lima gab.

       

    Lima 20 8061L von 1976, relativ selten zu finden.

    Es kommt mir spanisch vor, ist so eine frühere Redewendung... dabei müsste man ausdrücken, es kommt mir französisch vor. Beim Vorbild und Modell ist die Basis die französische CC-7100 welche in etliche Länder exportiert wurde, nach Spanien in deren Breitspur ist anzunehmen...

    Lima 20 8062 spanische RENFE Lok in späterer Farbgebung. Lima Modell ca 1982.

       

    Foto links: Lima 2024 Niederländische NS Lok blau, amerikanische Baldwin Basis. Lima Modell 1968. Die Pantos sind Märklin nachempfunden, aber original Lima Produkte. Lima nahm das Copyright damals nicht gar so genau... // Foto rechts: Lima 20 8030 Verwandte der Franzosen CC-7100: NS E-Lok BR-1300. "1310" um 1978 herum. Es gab das Modell mit verschiedenen Betriebsnummern.

    Lima 2026 FS E-Lok BR 646 braun. Über die Jahre gab es doch etliche Produktionsunterschiede. Beim Vorbild schade, kommt es nur äusserst selten vor, dass man die Maschinen nachträglich schneller umbauen lässt. Mir kommt da nur gerade die BLS Be 5/7 in den Sinn die von 75 zu 90 km/h verändert wurde und Irrtum ausgenommen auch nur 1 Exemplar. Und die SBB Ae 3/6 I wo manche (nicht ganz alle) bescheiden von 100 km/h zu 110 km/h avancierten.

    Doch in aller Regel wurden die Loks im Alter langsamer und nicht schneller gewünscht. Oft sind es ehemalige Schnellzugkoks die ihre Karriere als Güterzuglok beendeten. So wurde aus der FS 646 die FS 645 statt für 140 km/h für 100 - 110 km/h.

    Was es wohl eher 1:1 nicht gab, dass DIE SELBE Lok seitlich als FS 646 060 beschriftet wurde und an der Front mit FS 645 080, solche Fehler machen das Sammeln erst richtig interessant. Und Lima ist auch nicht alleine dabei: Die ersten Chargen der HAG Re 6/6 waren an deren Front mit erhabenen "11107" (Re 4/4 II) beschriftet. Die alten HAG Re 6/6 Modelle wurden offensichtlich aus 2 x 2/3 Re 4/4 II Gehäuse zusammengesetzt. Damals eine effiziente kostensparende Art, heute gäbe das einen Schrei der Entrüstung.

    Modell links Lima 8026 Modell-Bj. 1964 und Modell rechts annähernd gleiche Lok Modell-Bj. 1975. Beide teils gleichzeitig FS 645 080 und mit 646 060 beschriftet.

        

      

       

       

       

       

       

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

    6 Mal editiert, zuletzt von Longimanus (9. April 2026 um 00:28)

  • hier noch wie schon obenstehend erwähnt, dass nicht nur die Lima FS 645/646, sondern dass es so um +/- 1970 herum, gar nicht so selten war, dass ein und die selbe Lok verschiedene Betriebsnummern hatte.

       

    HAG 200 SBB Re 6/6 mit falscher Nr. 11107 von der Re 4/4 II Modell-Bj. 1971/1972. (man muss halt genau schauen, ich kann das "11107" nicht grösser darstellen, sonst sieht man ja nicht, dass es sich um eine Re 6/6 handelt.

       

    Lima 8033 Le Capitole BB-9291 UND BB 9210. Modell 1968.

    Grundsätzlich finde ich erhabene Nummern und Wappen schöner als "nur" gedruckt, aber es bedeutet halt auch deutlich mehr Aufwand für neue Nummern. Wahrscheinlich wussten die Hersteller vor 50-60 Jahren ganz genau, dass ihr Modell ein bischen inkorrekt war, aber man hat es als Kompromiss hingenommen, es war ja damals nur eher Kinderspielzeug.

    ;) Wo es Lokomotiven gibt, da muss es auch früher oder später Wagen geben.

    Mit grossen Abstand am meisten verbreitet von H0 Lima SBB Personenwagen ist der SBB EW I Personenwagen Lima Nr. 9112 ab 1966. Den gab es wie Sand am Meer, der muss schon fabrikneu im Originalkarton sein, dass der noch auf Interesse stösst. Oft muss man die auch entsorgen, da momentan keinerlei Kaufinteresse besteht.

    Doch die Lima SBB Personenwagen Reihe hat auch zahreiche weitere, teilweise Kuriositäten zu bieten. Manchmal gar nicht im Katalog erwähnt, sondern als preiswertes Anfangsset exklusive für die Schweiz für 1-2 Jahre. Mehrheitlich waren es keine konkreten "SBB" Modelle, sondern stark verkürzte FS oder DB Wagen als Fantasie "SBB" Modell. Lima war sozusagen der Zeit voraus, 1:1 werden auch mehrheitlich die Inneneinrichtung und die Lackierung an das jeweilige Besteller-Land angepasst, aber von Grund auf Eigenkonstruktionen wie es früher üblich war, ist heute zu teuer und auch nicht nicht immer notwendig.

    ältester bekannter Lima H0 SBB Personenwagen Modell-Bj 1950-er Jahre 4-achisg. Lüp. nur 13,5 cm.

      

    Lima um 1958-1960 SBB Personenwagen Lüp. 17,25 cm. // Lima mitte 1960-er bis ende 1970-er Jahre: Lüp. 22cm.

    Manche der sehr stark verkürzten Lima Wagen sind gar nicht so alt wie sie aussehen. Lima brachte leicht modifiziert und neu lackiert, immer wieder alte Personenwagen ins Startset neu heraus, so dürfte dieses Modell von 1984 stammen. Lüp. 19,25 cm.

      

    Dieses Modell grob geschätzt um 1990 herum. Lüp, 26,5 cm. An Hand der Beschriftung ist es eher kein EW IV oder RIC Wagen sondern ein normaler üblicher EW I, jedoch Irrtum vorbehalten, hatte es den SBB EW I nie in Grün-Grau à la EW IV gegeben. (wenn schon kurz in NPZ Lackierung)

    Analog ist cool:)

  • Lima H0 Modelle 1964 bis 1990

    Im Laufe des Lebens ändert man (manchmal) seine Ansichten und Meinungen. Früher habe ich Lima nie besonders geschätzt, weil es sich so schwer und mühsam verkaufen liess, als Gebrauchtmodelle im Wiederverkauf.

    Angebot und Nachfrage standen sich einer völligen Diskrepanz gegenüber. Wir hatten jede Menge Leute die Lima Eisenbahnen einliefern wollten, aber so gut wie niemand auf der Nachfrage Käuferseite. Und ganz im Gegensatz zu Märklin gab es auch keine Steigerungen, meistens ging Lima immer nur zum angegebenen Limitpreis weg.

    Nicht dass jetzt Lima 30 Jahre später - bis auf wenige Ausnahmen - wirklich hohe Sammlerpreise bringen würde, die Mehrheit der Lima Modelle Epoche 1960 - 1990 ist annähernd so günstig wie immer, oder der Anbieter bleibt gnadenlos darauf sitzen. Lima muss in Auflagen produziert worden sein, davon können heute die Modellbahn-Hersteller - egal wer - nur träumen.

    Trotzdem findet man als Lima-Sammler längstens nicht mehr alles (!) Die Auflagen Differenz müssen innerhalb von Lima sehr gross gewesen sein. Noch heute, Jahrzehnte nach deren Einstellung, findet man die Lima Swiss-Express Ae 6/6 wie Sand am Meer. Hingegen u.a. der Lima SBB RBe 4/4 Typ 1 mit weisser Schrift ist ausgesprochen selten zu finden, oder aber völlig verbastelt. Lima hat auch erstaunlich viele im Katalog angekündigte Modelle, bereits mit der Lima Katalognummer verifiziert: mit Auflage 0(!) Also Modelle welche im katalopg angekündigt wurden, aber nie produziert wurden. U.a. 1978 von Lima unter der Nr 20 3012L USA Bog-Boy gab es nie als reales Lima-Modell. Und es war nicht das einzige nie erschienene Modell.

    Jedoch von den üblichen häufigen Lima Loks ist die Situation vergleichbar wie mit dem Gebrauchsauto Renault R 4 ab 1961 und wenn schon Lima Italien: vom Fiat 500 und Fiat 600. Vom Franzosen Renault R 4 gab es 1961 - 1991 (inkl. Werk Mexiko) 8 Millionen Stk. Doch finde mal heute 45 - 60 Jahre später einen R 4 welcher weder verrostet noch verbastelt noch verunfallt ist.

    Der Lima G Motor ist ein Unikum.

    Mir ist kein H0 Drehgestell-Motor in den 1970-er bekannt, welcher noch mehr aus Kunststoff besteht. Metall hat er nur das absolute Minimum, nur dass was zwingend notwendig ist. Trotzdem ist dieser Lima Motor ausgesprochen dauerhaft, langlebig und robust, wenn man mit ihm korrekt umgeht. Man kann das Modell Jahre oder Jahrzehnte unbenutzt lagern - dann hervor nehmen und die Lok läuft :thumbsup: (meistens).

    Hingen im Vergleich zum Märklin Motor, das ist aus meiner Sicht spannend wie heikel und würde der Lima Motor trotz seinem Kult-Status technisch gesehen klar verlieren... Man kann sich vielleicht darauf einigen: dieser Lima Motor hatte das beste Preis / Leistungsverhältnis aller damaligen Modellbahn-Hersteller und läuft heute noch, ohne dass der Besitzer einen Aufwand betreiben müsste.

    • der Lima Motor der 1970-er ist als Drehgestell-Motor ausgesprochen leicht, jedoch dass K-Chassis (wegen seinem Gussklotz) im Verhältnis zum Motor reichlich schwer. Besser wäre umgekehrt, wie z.B. bei Märklin oder HAG. Die Lima Lok der 1970-er Jahre läuft für heutige (zu?)hohen Ansprüche gefühlt "eckig" ruckartig um die Kurven.
    • Altersbedingt sind die Kabel nach 40-65 Jahren bei beiden Herstellern starr & brüchig geworden. Beim schweren Märklin Motor ist dieser Effekt kleiner, beim leichten Lima Motor stören zuweilen die alt gewordenen Kabel den Kurvenlauf des Motors (oder brechen ab).
    • Der Lima Motor läuft zwar für sein Alter leise, aber er bringt nicht das selbe Drehmoment hervor wie z.B. der Märklin Motor 3014, 3050, geschweige vom 3015.
    • die Lima Anweisungen zum Strom sollte man unbedingt einhalten. Meines Wissens war Lima der 1. Hersteller, welcher das heute bei DC (Analog) übliche 12 Volt System einführte, Jahrzehnte früher als andere DC Hersteller. Am besten läuft dieser Lima Motor im Bereich 9 - 12 Volt. Nur schon bei 14 Volt leidet er ein klein bischen und bei 16 Volt sieht dieser Lima Motor aus wie ein RhB Déri Motor von 1913 mit einem Feuerring.
    • Das Drehmoment ist bei Lima genügend, entspricht aber nicht einem Märklin geschweige einem HAG-Motor.
    • Preise: Lima lebte von seinem Billig-Image. Doch im Direktvergleich stand Märklin gar nicht so schlecht da. 1970 also vor 56 Jahren kostete die H0 Lima 1604 Familie der DB E-169 ab CHF 15.- andere Lima Modelle ca 25.- bis 35.- Dampflok 3002 SNCF 141 R CHF 49.- Bei Märklin bewegte sich die Preisspanne 1970: von CHF 32.- Tenderlok 3029 über die 3050 Ae 6/6 für CHF 90.- bis zu Krokodil 3015 zu CHF 182.-

      Positiv hervorzuheben ist, das Lima bei der Kunststoff-Qualität nicht sparte! Während andere Kunststoffe sich in Pulver auflösen, so z.B. recht oft die JEP H0 SNCF E-Lok 2`D`2 mit K-Gehäuse, oder sich Kunststoffe verziehen z.B. Märklin RAm TEE, oder spröde werden wie bei (teilweise) Roco, sind die "billigen" Lima H0 Loks zeitlos erstaunlich langlebig und funktionieren bis zum heutigen Tag bei entsprechender Behandlung. Beim herunterfallen und Stürze geht auch eine Lima Lok defekt, wie von jedem anderen Hersteller auch. Dies bezüglich dürften die alten HAG Bo-Bo Loks noch am robustesten sein.

    Analog ist cool:)

  • Lima Motor alte Ausführung

    Von etwa (1957?) 1960 - 1968. Es ist ein Motor mit erstaunlich viel Metallteilen und gut sehr guten Laufeigenschaften. Aber weder wartungsfrei noch übertrieben robust. Leider besteht der Rahmen und Motorlager / Halterung aus Kunststoff. Der Hebelarm für die Kupplung ist hoch, bez der Kupplungsansatz zu dünn(!). Die Kupplung ist nicht geschraubt, ist die Kupplung abgebrochen, ist das ganze Teil defekt. Obwohl es ansonsten ein sehr guter Motor ist. Beim Kauf nicht so auf den Preis achten, sondern ob die Kupplung unbeschädigt "am Stück" ist. Auch bei diesem Exemplar ist weisst das Drehgestell diesen Mangel auf (siehe Leimspur mitte Links). Die Fahreigenschaften gefallen mir jedoch sehr gut. Schade hat Lima diesen Motor statt verbessert, aufgegeben.

       

       

    Lima Motor ab ca 1968

       

    Die Kupplungen sind als separates Teilangeschraubt. Die Bodenplatte aus Blech.

       

    in den 1970-er ist die Kupplung "am Stück" als K-Gussteil vom Drehgestell. An der Kohlebürsten Seite hat sich bis auf Details kaum noch was verändert. Die Rückseite hat je nach Modell verschieden schnelle Getriebeübersetzungen. Auch von den Radgrössen gibt es mindestens 2 verschiedene Raddurchmesser! Doch alle diese Motorenvarianten sind nicht selten.

    Bei Defekten Lohnt sich eine Reparatur kaum, sofern man überhaupt noch an die Teile kommt?!? Besser und einfacher, günstig irgend ein Modell kaufen, welches den gleichen Motor Typ hat. Aber hierbei muss es wirklich der Gleich sein - nur ähnlich genügt nicht, wenn man keine Überraschungen erleben will.

      

    Lima Motoren sind langlebig und erfüllten ihren Zweck und sind Kult und sind erstaunlich gut für den Preis welche man dafür auslegen musste. Lima Modelle kosteten etwa die Hälfte der üblichen Märklin Modelle.

    Aber letztendlich sind die Märklin Motoren schon noch wesentlich stärker und laufruhiger. Bei der Langlebigkeit muss man differieren ob beim Fahren gemeint ist, oder einfach in der Vitrine die Zeit überdauern. Der Lima Kunststoff ist erstaunlich langlebig und robust, betreffender der Haltbarkeit. Aber wenn mit dem Lima-Modell wirklich auch viel und lange gefahren wurde: die Lima Abnutzung ist wesentlich stärker, die Radlager halten nicht so viel aus, wie die teureren Mitbewerber.

    Ich will mich nicht entscheiden wollen, für oder gegen einer dieser Hersteller, mir gefallen ALLE auf ihre Weise. Für meine Belange ist wahrscheinlich der aktuelle HAG Motor der Favorit, aber der alte Märklin Motor von 1957 ist ihm sehr dicht an den Fersen, nahezu ebenbürtig.

       

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)

    2 Mal editiert, zuletzt von Longimanus (1. Mai 2026 um 02:32)