Rumänische Diesellok zu Test in den USA (1976)

  • Hallo zusammen

    Beim Stöbern auf flickr habe ich ein Foto entdeckt, dass eine rumänische Diesellok zwischen zwei typischen US-Rangierdieseln zeigt. Die Lok war gemäss Beschreibung 1976 für ein paar Monate zu Testzwecken in den USA. Überzeugt hat sie ebenfalls gemäss Beschreibung nicht, jedenfalls seien die US-Typen besser.

    Hier der Link zum Foto: https://www.flickr.com/photos/1349844…/in/dateposted/ (James Lewnard)
    (es ist nicht von mir, deshalb nur als Link und nicht eingebettet...)

    Warum bringe ich das hier? Nun, ich finde es eine interessante Sache, zweitens habe ich noch nie davon gehört (von Test der SNCF CC 21003, einer SJ Rc und einem ICE1 weiss ich) und drittens finde ich es bemerkenswert, dass eine rumänische Lok (damals war Rumänien hinter dem eisernen Vorhang) in die USA kam.

    Die Lok ist zudem sehr schweizerisch, sieht auch so aus - der Wikipedia Artikel beschreibt sie als Ausführungsprojekt von Sulzer: https://de.wikipedia.org/wiki/CFR-Baureihe_040_DH

    Modelle gab/gibt es z.T. immer noch von Albert Modell.

    Weiss jemand mehr dazu?

    Gruss Christian

    Meine Fotos; Eisenbahnen (Schwerpunkt Gotthard) und Dampfschiffe: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/ - aktuelles Avatarbild zur Erinnerung an den im Schnee versunkenen Gotthard am 17. April 1999.

  • Einfach mal die KI Fragen 😉

    Zitat

    Die rumänische Lokomotive, die im Jahr 1976 zu Testzwecken in den USA eingesetzt wurde, war eine Rangier- und Streckendiesellokomotive des Typs FAUR LDH 125. [1]

    In den Vereinigten Staaten erhielt das Vorführfahrzeug den Spitznamen „Quarterhorse“. [1, 2]

    Details zur Testphase und der Lokomotive

    • Hersteller: Die Lokomotive wurde vom traditionsreichen rumänischen Werk FAUR (damals bekannt unter dem Namen Werk „23. August“) in Bukarest gebaut. [1, 2]
    • Antrieb & Leistung: Es handelte sich um eine hydraulische Diesellokomotive (daher das Kürzel LDHfür Locomotivă Diesel Hidraulică) mit einer Leistung von ca. 1250 PS. [1]
    • Einsatzorte in den USA: Die Lokomotive wurde an verschiedene US-amerikanische Bahngesellschaften zu Testzwecken ausgeliehen. Sie lief unter anderem bei der Detroit, Toledo and Ironton Railroad (DT&I), der Long Island Rail Road (LIRR) und schliesslich der Washington Terminal Company. [1, 2]
    • Besonderheit: Die Maschine wurde zusammen mit zwei rumänischen Technikern in die USA verschifft, die ausschliesslich Rumänisch sprachen und die Testfahrten technisch begleiteten. [1, 2]

      Obwohl die Lokomotive eine hervorragende Rundumsicht bot, war sie im Vergleich zu US-amerikanischen Modellen deutlich leichter gebaut. Dadurch neigte sie bei schweren Lasten zum Schleudern (Mangel an Adhäsion). Auch die Leistung reichte für die schweren amerikanischen Züge oft nicht aus. [1]
    • Es kam daher nach den Testreihen zu keinen Serienbestellungen durch US-Bahnen. Die „Quarterhorse“ verblieb in den USA, wechselte nochmals den Besitzer und wurde schliesslich Ende der 1980er Jahre in Pennsylvania verschrottet. [1]

    Fahre und Sammle SBB, BLS, SOB und DB in AC, bevorzugt von Märklin und Hag.

    NORDSEE IST MORDSEE!

  • Dies habe ich zum Modell gefunden.

    Fahre und Sammle SBB, BLS, SOB und DB in AC, bevorzugt von Märklin und Hag.

    NORDSEE IST MORDSEE!

  • Hallo Christian

    Ja, zu dieser Lok kann ich noch etwas beisteuern. Die Lok wurde später u.a. von Amtrak zum rangieren in Washington verwendet. Die Lok wurde blau lackiert und trug die Aufschrift "Washington Terminal" und die Nummer 78.

    Link zur Google Suche mit entsprechenden Bilder.

    Für mich ist diese Lok ein wenig wie eine amerikanische Bm 4/4, trotz ihrer rumänischen Herkunft. ;)

    Gruess,
    Patrick

  • Guten Tag Christian,

    1976 für ein paar Monate zu Testzwecken in den USA. Überzeugt hat sie ebenfalls gemäss Beschreibung nicht, jedenfalls seien die US-Typen besser.

    Da kann ich den Sachverhalt nicht nachvollziehen. Bez. die SLM wie die Rumänen hatten gar kein Interesse am USA-Auftrag? Wieso soll man sich voll bemühen, wenn sowieso klar ist, dass man mit grosser Wahrscheinlichkeit den Auftrag NICHT bekommt?

    Weil mich wundert, die Rumänen waren in einer vorteilhaften Ausgangslage. Das Original der Schweizer Bm 4/4 18401-18446 ist Dieselelektrisch, ebenso ist die 1. Exportserie Dieselelektrisch ausgeführt. Die überwiegende Mehrheit dieser Loks hat jedoch eine Voith Hydraulik Kraftübertragung. D.h. die Rumänen wären in der Lage gewesen, das zu liefern was der Kunde wünscht. Wieso gibt man ihm denn was er nicht so bevorzugt?

    Wahrscheinlich waren von Beginn an von den USA gar keine direkten Kaufabsichten dahinter, sondern effektive "nur" die Absicht eine konkurrierende Technik zu testen. Die DB liess es ja auch zu, dass die Ae 6/6 11414 Bern in Bamberg bis 225 km/h fuhr, kaufte aber keine SLM Ae 6/6. Die braune BLS Re 4/4 161-195 fuhr bei den ÖBB, aber sie kauften nicht diese Lok, sondern entwickelten später selber die BR-1044 etc. Mehr Glück hatten die Schweden nach der 1042 aber noch vor der 1044 mit der Testlok SJ Rc 2 davon gab es tatsächlich eine kleine Serie ÖBB BR-1043.

    hier noch ein Foto einer echten rumänisch-schweizerischen Bm 4/4. (Stand Oktober 2023). Ob die Lok noch fährt weiss ich nicht, das wäre etwas für die Fraktion welche immer unbedingt ihre Modelle altern will... Die Loks von Hermann-Stadt wie Sibiu zur kommunistischen Epoche genannt wurde, befinden sich mit bis auf ganz weniger Ausnahmen in einem schlechten Zustand. Die Mechaniker welche noch wissen wie es geht wären da, aber es fehlt massiv an Geld...

    Anbei noch Fotos der rumänischen Diesel Ae 6/6 als quasi Am 6/6

       

       

    Gruss

    Hermann

    Analog ist cool:)