Be 4/4, regionale Legende im Modell

  • Salü Zäme,

    nachdem wieder einige Zeit verstrichen war seit meinem letzten Modell(um)bau, wollte ich es wieder einmal wissen, denn 2 defekte Liliput SBB Leichtstahlwagen mit Fehlteilen waren als Geschenk in meine Hände gekommen. Die Herausforderung bestand nun darin, nicht bereits ein Modell zu haben, das bereits etwas annähernd das Vorbild wiedergibt (Centovallibahn), sondern aus diesen völlig anderen Personenwagen dieses Modell des Be 4/4 zu bauen (vieleicht errät jemand im Verlaufe dieses Bauberichts die Bahngesellschaft). Also erst mal einkürzen...

  • Weiter ging's:

    Die Masse und viele gesammelte Bilder der Komposition hatte ich zwar, aber auf meine Anfrage hin wurden mir freundlicherweise von der Bahngesellschaft die Pläne und noch mehr Bilder des Zuges zugestellt :thumbup:.

    Diese Züge waren lange Jahre das Rückengrat dieser Regionalbahn, bevor dann anfangs der 90er Jahre neue Fahrzeuge beschafft wurden. Die zwei Generationen der Be 4/4 blieben aber auch trotz der neuen Fahrzeuge in der Flotte weiter im Einsatz, da der Fahrplan verdichtet wurde.

    Bei 2 Fenstern pro Seite wurden gegen unten Türen ausgefräst... :search: Schön schief ist auch schön, aber ja ich hatte es gerade gesehen :pinch:. Womit mir meine Augen mal wieder wie so oft einen Streich gespielt hatten. Nach dem gerade feilen musste ich nach Planvergleich feststellen, dass die Türen nun mittlerweile etwas zu breit waren. Also wieder ein Stück Polystrol einsetzen. Beim Triebwagen angefangen ... Erst zu kurz, dann zu breit abgeschnitten :facepalm: es lief nicht gut - Schluss für heute, der Steuerwagen kommt später dran...

  • Salü Zäme,

    ruhige Minuten sind rar geworden in meinem Leben. Selten, dass ich dann auch von den Augen her einen guten Tag erwische. Aber es kommt vor:) ;). Nebst den Türen war die Frontgestaltung mit Polystrol an der Reihe. Ein Glückstag, denn alle Stirnseiten gelangen auf Anhieb. Die Kunst lag nun darin auf der Spur H0 beim Triebwagen H0m-Feeling rüber zu bringen. Dabei muss aber die charakteristische Front auch sofort ins Auge springen und klar als Be 4/4 gleich zu erkennen sein. Dies erreichte ich, indem ich bei den Fenster-Aussen-Ecken und bei der Mittelstrebe ein ganz klein wenig Material zugab. Nach einem Vergleich mit der Typenskizze huschte ein zufriedenes Lächeln über mein Gesicht ^^.

    Ein Ableger dieser Bahngesellschaft fährt sogar fast an meiner Haustüre vorbei, aber jener Teil (von zwei 2017 fusionierten Bahngesellschaften) ist nicht im Focus von meiner derzeitigen Arbeit. Mein Zug wird auch auf das "alte" Kürzel der Bahn beschriftet werden.

  • Wenn man einem Zug der nicht mehr fährt ein Denkmal setzen will (ja die Triebwagen wurden im Dezember 2025 ausser Dienst gestellt), kann man nicht mehr einfach hin gehen und von der gewünschten Partie Bilder machen. Namentlich der "Dachgarten" (Dachaufbauten) bereiteten mir Kopfschmerzen. So richtig zufriedenstellend fündig wurde ich nicht bei der Suche mit Tante Google.

    Im Frühjahr dieses Jahres dann der Glücksfall: Eine Grossübung von Feuerwehr und Rettungskräften. Unter den "Mitwirkenden": Ein (zur Verfügung gestellter) Be 4/4 Triebwagen. Dieser wurde für die Unfallplatzeinrichtung auf die Seite gelegt. Ein Bild offenbarte mir dann genau den gewünschten Überblick für die Umsetzung im Modell. Die verschiedenen Farben von Holzresten, Kaffeerührstäbchen und Feuerwerk-Stäben auf dem Modell mögen im Moment irritieren, aber die Bemalung folgt ja noch...;)

     

  • Jetzt ist das 20i abe...

    Du baust den Be 4/4 der Serie 1978 der WSB, cool! :thumbup:
    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.

    Es grüsst euch
    christian

  • Salü Christian,

    Bingo und Danke für die Wünsche.

    Ich habe zwar auch beim neuen Zug keine Wagennummern vorgesehen, aber mit dem Wappen "Schöftland" wäre das wohl die Nummer 27.

    Spätestens beim anbringen der Beschriftungen wäre die Sache dann auch klar gewesen.

    Nassschiebebilder wären eine Option, aber so selten, wie ich welche brauche, habe ich eine andere Version:

    Mit dem Laserdrucker auf dünnes Papier drucken, grosszügig ausschneiden und mit dem "Serviettentechnik Lack und Kleber" aufziehen.

    Papierränder verspachteln, sowie verschleifen. Die Lüftungsgitter sind am Computer gezeichnet.