Beiträge von Longimanus

    Gratulation Roger und Röbi, für Euer Werk :thumbsup:


    Es sitzen da 2 schöne junge Frauen auf dem Sturziplatz. Vom hörensagen besprechen die wie sie vorgehen wollen, ;) die wollen eine Petition einreichen, für einen autofreien Sturziplatz. Die registrieren die Art und Frequenz vom Verkehr und fordern im Mindesten einen breiten Velostreifen und eine Reduzierung auf eine Spur für den motorisierten Verkehr.


    Gruss

    Hermann

    den Genfer Autosalon gibt es nicht mehr, dafür die Swiss Classic Ausstellung Luzern, nun auch schon seit 10 Jahren, ist es ein fester Bestandteil der Oldtimer Szene geworden.

    Eher entgegen meinen Erwartungen, gab es einen riesigen rekordverdächtigen Besucherandrang. Viele junge Mamis mit (besetzten) Kinderwagen waren zu sehen, lauter potentielle zukünftige Oldtimer Fans? Die Händler waren etwas verhaltener, das seien die Aufpasserinnen: eine Bratwurst mit Senf dürfe der Mann kaufen, ein Stück Blech eher nicht... Zu den Preisen kann ich nicht viel sagen, misst man nicht was angeschrieben steht, sondern was effektiv verkauft wurde, dann wachsen auch hier die Bäume nicht in den Himmel. Anderseits, vor dem Preis kommt das Interesse und dies war riesig gross. Ein glücklicher Autofahrer war, wer einen Parkplatz gefunden hatte, bis zum letzten Platz, alle belegt...


    Besonders gut hat mir die Vielseitigkeit gefallen, sowohl preislich von unter 10`000.- (Restauriert & neuwertig) bis ca 2 Mio als auch vom Typ her: Lastwagen, Traktoren, Busse, Sportwagen, Rennwagen, Lieferwagen, Kastenwagen, alles was 4 Räder hatte, war anzutreffen.


    Ausgesprochen gut gefallen hat mir ein etwa 60 jähriger Ford Consul Corsair, ein grosses Auto mit 4 Zylinder und 58 PS ist jetzt nicht übertrieben motorisiert, aber schwach auch nicht, kleine Autos hatten zu der Zeit 22 bis 40 PS. So einen Ford ist längstens nicht mehr an jeder Ecke zu finden. So ein Auto für unter CHF 10`000.- neuwertig restauriert, mich wundert, dass an dem die Leute vorbei gelaufen sind. Aber ich habe wirklich keinen Platz mehr und was mal in meine Garage kommt, das bleibt in der Regel auch dort. Natürlich hätten die Händler lieber, man würde zwar dem Auto-Virus treu bleiben, aber nach 2-3 Jahren den Verleider am vorhandenen Auto bekommen und daher ein neues altes Auto wollen.


    Grundsätzlich ist es eine Verkaufsausstellung, aber die Besucher-Mehrheit, so auch ich, hat es wohl eher als eine lebendige, interessante Museum-Ausstellung betrachtet.

    Man hat kein Anrecht, dass mal etwas finanziell wertvoll sein könnte oder müsste. Epochen, Moden, Möglichkeiten wie auch Unmöglichkeiten ändern sich im Laufe der Jahre. Genau so wenig kann einem jemand oder etwas abhalten, die Tradition vom "Jäger & Sammler sein" fortzuführen. Ein Aspekt vom Sammeln ist: ein Ziel erreichen, ohne dabei zu stur zu sein, oder das Ziel aus den Augen zu verlieren. Selten geht es nur um den hypothetische Finanzwert.


    Sozusagen mit den Widersprüchen des Lebens so gut als möglich zurecht kommen. So ging heute ein immerhin 41 jähriges Kapitel Auktionshaus zum Dorenbach aus der Region Basel zu ende, zumindest in seiner traditionellen Art und Weise. Das ist jetzt nicht gerade etwas, was Freude bereitet. Aber gut nachvollziehbar, aus der Sicht von Stefan Stöckli. Vorschnell meinen, er hätte dies oder jenes anderst machen müssen greift viel zu kurz.


    Wellen kann man weder bremsen noch forcieren. +/- zeitgleich gibt es auch mächtige finanzstarke, dennoch strukturell ähnlich aufgebaute viel grössere Anlässe nicht mehr, z.B. der Genfer Autosalon und die Basler Uhrenmesse sind ebenfalls Geschichte. SBB Billette auf Karton gedruckt gibt es schon länger nicht mehr, die mittlerweile Oldtimer Re 460 mit EW IV sind die letzten IC Züge ihrer Art, geschweige Schnellzüge mit Ae 6/6... Dafür sind heute die SBB Triebzüge viel schneller als der RAe TEE.


    Wenn schon in Basel, schaut man was es sonst noch gibt, bei den paar wenigen noch vorhandenen Eisenbahn Geschäfte: selbst im Occasion Bereich erwarten Kunden heutzutage Digital-Angebote, diese waren denn auch preislich eher höher als gedacht. Aber mutmasslich einen Kleinbahn Kesselwagen, rot Shell ÖBB in erstaunlich guter Erhaltung von 1948 und erst noch im Originalkarton. Der stand da und niemand wollte ihn... Ein jüngerer anwesende Kunde fragte zum Glück, wer kauft denn sowas noch in der heutigen Zeit? Ich! :thumbsup: Das war mein persönlicher Aufsteller vom Tage, egal ob das Ding mal CHF 1000.- Wert sein wird, oder ob die Erben dereinst CHF 50 Rappen Mistkübelgebühr bezahlen werden müssen. In dieser Erhaltung findet man diesen Wagen so gut wie gar nie.


         


         


    Mutmasslich ein Kleinbahn Kesselwagen von 1947/48 Shell rot, Blech mit Holzkessel(!) und bereits Kunststoff Rädern. Gute Erhaltung mit Originalkarton. Alte Nummer "215" (Später Nr 315).


    Gruss

    Hermann

    Wir wollen am Sonntag da hin, wann bist Du da?

    Guten Abend Dumeng,

    äh, schade, ich habe an einem Stand am Samstag, also morgen abgemacht. Ich bin etwa von 11.00 bis 14.00 Uhr dort. Aber morgen Sa, nicht Sonntag.

    Ich wünsche Dir / Euch einen schönen Ausstellungsbesuch. Hast Du von Deinem Wohnort ein SBB Billett "einfach" gelöst? Zum Glück habe ich die unteren Garagen vermietet und somit keinen weiteren Platz mehr, die Versuchung ist recht gross :love:noch etwas Blech-verrückter zu werden... Aber manchmal gewinnt auch die Vernunft. Speziell wenn Du von "wir" besuchen die Ausstellung sprichst...Frauen haben mehr Einfluss auf Männer, als Männer Einfluss auf Frauen.

    Es ist viele Jahre her, aber ich vergesse niemals mehr die riesengrossen Augen und gesamter Gesichtsausdruck vom blonden Biestly: Erman, was hast du da gekauft :pillepalle: "ca va la tête?" Der John Deere beflügelte ihren Abflug.


    Gruss

    Hermann

    Gratulation Roger

    zu Deinem Erwerb :thumbsup:

    Da hast Du wirklich was gefunden, was Du statistisch die nächsten Jahre nicht mehr finden wirst.

    Denn genau das was man bei der Restaurierung ersetzen müsste (Lackierung und Decals)

    Wahrscheinlich meinte Martin genau dies! Also wenn das Einer kann, dann der Roger vom MoBa-Forum :rolleyes: :) .

    Ein derart abgebrauchtes Decal wird man kaum sinnvoll restaurieren können, aber vielleicht gut fotografieren und nach alter Vorlage ein neues Decal à la Original neu anfertigen? In Roger Qualität.


    ... Nicht so wie das unschöne "zu schöne", nicht authentische Replica, wo noch nicht mal die Vorlage stimmt. Denn gut erhaltene 4500 Typ 1 mit Stummelachsen, sind nicht mal mehr als Shell und Esso häufig zu finden. Sonderlich selten sind sie natürlich auch nicht, als eine der damals häufigsten Märklin Erzeugnisse, in fast jedem damaligen Güterzug Anfängerset war so ein 4500 Modell dabei. Heute sind diese 72 jährigen Typ 1 4500 oft bespielt, beschädigt, abgebraucht, mit schlechten Rädern.


    Das ist beim Auto eben anders: Die Form/Bauart ist das Entscheidende - nicht der Lack.

    oh, dass siehst Du Roger so und ich genau so. Ein Auto wo die Mechanik und diversen Hebel nicht mehr richtig funktionieren, das bereitet keine Freude.

    Aber besonders in Deutschland hat da heute eine andere Kultur Einzug gehalten: wunderschön hochglänze Lackierung, aber dann Pfusch darunter...


    Beim Lackieren ist das ablaugen und abmontieren / montieren, allgemein das Vorbereiten das Teure, aber das eigentliche Lackieren ist selbst in einer guten Qualität erstaunlich günstig geworden. Bei der Mechanik verhält es sich genau umgekehrt. Die Stundenansätze sind explodiert, das Wissen kommt immer wie mehr abhanden und seit Covid bez. die Zeit danach seit etwa 2 Jahren gibt es massive Engpässe bei der Ersatzteile Situation. Grundsätzlich können heute Versierte Werkstätten alles nachbauen, teils in besseren Materialien als das Originalteil, aber dann spricht man von Einzelanfertigung. Ein zu exklusives Auto, welches von Grund auf neu restauriert werden muss, das vermag heute kaum noch jemand, das war vor 20 Jahren noch anderst.


    Ich bin gespannt auf die Stimmung in Luzern, wo die grösste Oldtimer Messe der Schweiz statt findet. Der Aufwand ein Auto zu erhalten wird immer wie grösser, der reale (finanzielle) Wert von Oldtimern nimmt immer wie mehr ab. 20 jährige junge Männer interessiert das nicht besonders, zwar mehr als Modellbahnen, aber Auto Klassiker Ausstellungen, ;) da bin ich als 60 Jähriger eher einer der Jüngeren. Es fehlt auch hier der Nachwuchs, um die Preise stabil zu halten. Verzögert findet ein ähnlicher Kulturwandel statt, wie bei der Modelleisenbahn.


    Zum Glück gibt es noch die Märklin Klassiker 1:87 da kann man günstig zugreifen und wenn es misslingt, einfach entsorgen.


    Gruss

    Hermann

    danke für die Rückmeldung. Ja das ist schwierig eine reine Gleichstromlok von Märklin mit einer Innenansicht auf einem Digitalen Bild abbilden zu können (Märklin Serie 700).

    Jakob, egal wie Du es formuliert, eine reine Märklin Gleichstrom 00 / H0 Lok, also mit einem Permanentmagnet-Motor, aus den 1930-er Jahre, das gibt es im Originalzustand nicht, da kannst Du lange danach suchen...


    Jedenfalls nicht offiziell im Katalog aufgeführt. Wenn schon könnte es sowas als Prototyp oder als Muster gegeben haben, was dann nicht in Serie ausgeführt wurde. Doch bisher deutet nichts darauf hin, dass es sowas gegeben haben könnte?


    Ein paar partielle Märklin H0 Gleichstrom Loks gab es 1935-37, ohne dass dieser Begriff erwähnt wurde, als Zusatzangebot anstelle vom Handschalter. Es war aber immer noch eine AC Lok mit Feldspule, anstelle vom Handschalter, mit einem aufsteckbaren sogenannten Umschalter "U 700" ausgerüstet. Das System bewährte sich nicht und wurde 1938 ersatzlos gestrichen. Von da an gab es die Märklin H0 Wechselstrom Loks jeweils mit einem Relais ausgerüstet.


          



    Angaben zu Lionel Clubs in der CH

    Mir kamen diese Infos zu Auktionshaus Zeiten zu Ohren, die Glaubwürdigkeit schätze ich als hoch ein, weil jemand dieser Leute der Lionel Hauptimporteuer für die Schweiz war(!) und im EA äusserst regemässig Werbung für seine Lionel Produkte zu sehen waren. Mindestens in den 1980-er 1990er Jahren. Das ist also mindestens 24 Jahre her. Ich werde gelegentlich die Adresse suchen. Ebenso gab es eine reine Lionel Vereinigung mit einer sehr ausgeprägten sehenswerten Lionel Anlage in der Region Montreux, weit über die Region hinaus bekannt. Diese Anlage gibt es aber garantiert nicht mehr, die wurde 2003 - 2005 beim Auktionshaus zum Dorenbach versteigert. Diese Vereinigung hatte exakt die selben Probleme, aber auch die selben Freuden, wie andere Leute, welche Buco, HAG, Keiser begehrenswert fanden.


    Das ist doch egal, ob man mit Lionel oder HAG oder sonst was einen Anfang, Mitte, Höhepunkt und Ende erreicht? Man wählt dass, was einem gefällt und wo man sich angezogen fühlt. ALLE diese Sachen haben ihren Reiz.


    Gruss

    Hermann

    Es wäre schön, wenn der Vollständigkeit wegen jemand noch Bilder einer Spur 00 Märklin Gleichstromlokomotive aus den Jahren 1935 bis 1938 einstellen würde. Natürlich im geöffneten Zustand mit einer Ansicht auf die beiden Gleichrichterdioden.

    da wage ich mal zu behaupten, im MoBa-Forum vom Jahre 2024: das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Es ist keine Kunst, halb legal aus dem Internet oder aus Büchern ein X-beliebiges Foto einzustellen, das will nicht viel heissen, etwas behaupten kann jeder. Ich meine jemanden zu finden, welcher mit Märklin Vorkrieg Loks das Gleichstrom System anwendete, oder dies mit diesen 89 jährigen Loks noch heute tut?!? Zumal dann dieses Märklin Gleichstrom System maximal unkompatibel wäre. Dies zu allen anderen und eigenen Systemen. Das ist so ziemlich das Gegenteil für dass, was Märklin steht: (genügende) Qualität und Kompatibilität.


    Wäre dieser Märklin 00/H0-Versuch erfolgreich gewesen, Märklin H0 wäre nicht DER Wechselstrom Anbieter über einen Zeitraum von mindestens 50 Jahren von 1935 bis 1985 gewesen.


    In dem Zeitraum gab es immer nur Wechselstrom Loks. Was es kurz gab, - parallel als zusätzliche Alternative, einen Selengleichrichter welcher an der Stelle vom Handumschalter einsteckbar war. Zusammen mit den entsprechenden Fahrreglern ermöglichte dies einen Gleichstrom-Betrieb, was eine eindeutigen Fahrtrichtungswechsel ermöglichte. Aber die Selengleichrichter bewährten sich nicht, das Ganze blieb nur ein kurzer Märklin Versuch am Rande.


    Und was man auch erwähnen kann: Märklin hatte das beste Preis / Leistungsverhältnis und bis auf HAG (H0) ab den späteren 1950-er Jahren, kein anderer Grossserien-Hersteller kam zu diesen Zeiten an die guten Laufeigenschaften von Märklin Modellen heran! Auch Trix-Express oder Fleischmann nicht ganz. geschweige später in den 1950-er Kleinbahn, Liliput, Lima, Jouef und auch Fulgurex nicht. Auch da wiederum gab es Ausnahmen, eine technisch hochwertige kompliziert aufgebaute Pocher CC 7107 hatte mindestens so gute Laufeigenschaften, aber diese Pocher-Lok war wirklich teuer und man muss da rückwirkend von einem Kleinserien Angebot sprechen.


    Bei Märklin brauchte man sich nicht zu überlegen, ob das Modell fahren werde? Alles was im Katalog angeboten wurde, auch die Märklin Billig-Versionen, erfüllten im Mindesten die Märklin Standard Bedingungen. Ausgenommen, aber das ist bis auf HAG H0 Firmen übergreifend, das Problem vom Zinkguss Zerfall. Ob Deutschland, Frankreich, Schweiz oder England, die Legierungen vom Zinkguss waren im Spielzeugbereich, besonders von 1938 - 1950, am meisten Bj. 1947-1949 in H0 einige Jahre später nach dem die Modelle gekauft wurden, ein echtes Problem, so auch bei Märklin. Als einer der ganz wenigen Hersteller, hat es HAG H0 nicht betroffen. Aber HAG fertigte ab 1956 Modellbahnen, zu diesem Zeitpunkt hatte auch Märklin seinen Zinkdruckguss einigermassen im Griff.


    Da verstehe ich Dich als Mensch nicht ganz. Ich denke es gibt oder gab mindestens einen (eher 3) Lionel Club in der Schweiz. Lasse doch die Leute mit dem glücklich werden was sie "lieben". Du kannst doch nicht den Papst vom Atheismus überzeugen, oder letztere von einem möglichen Gott. Oder einen Märklin-Fan von Tyco. Ich weiss jetzt nicht mehr auswendig, wer im Märklin Verwaltungsrat Einsitz nimmt, möglicherweise ist es gewissermassen so, dass zumindest auf der finanziellen Ebene, Tyco die Märklin-Bahnen mitfinanziert?!?


    Ich finde Deinen Anspruch überheblich, wenn Du zu einem traditionellen Schweizer Tinplate Verein dazu stösst und diese Leute von Lionel überzeugen willst... Logisch finden die das nicht so toll. Ich freue mich, dass ich beim MoBa-Forum mitmachen darf, aber es käme mir nie in den Sinn, besonders den Röbi, oder auch Oski oder den Christian zu Analog bekehren wollen. Solange sie mich die Analog Bahnen toll finden lassen.


    Beruflich gibt es da weit weniger Spielraum: wenn eine Apotheke auf elektronische Medikamenten Erfassung umstellen will und eine neue einfache Mitarbeiterin beharrt auf dem alten Zettelsystem, dann ist klar wer sich wem wird anpassen müssen. Aber beim Hobby? Wahrscheinlich würde es Roland sogar noch tolerieren (müssen), wenn jetzt jemand eine "Roggo" Re 460 Sammlung beginnen würde, oder ich darf die ÖBB Taurus die Schönste finden, kann aber nicht erwarten, dass dem alle anderen Forumisten begeisternd zustimmen.


    Gruss

    Hermann

    Hallo Jakob,

    danke für Deine umfangreiche Recherche zu der Nenngrösse 00 / H0 :thumbsup: aus der Frühzeit der H0 Bahn.


    Wenn etwas reif ist, ist es nie Einer alleine welche auf die entsprechende Idee kommt. Ob Technik, Musik oder selbst beim Alpinismus. Die bez. der Engländer und die Italiener versuchten im selben Jahr, teilweise gar am selben Tag als Erstbesteiger das Matterhorn zu erklimmen. Wobei war Whymper wirklich der Erstbesteiger? Er persönlich schon, aber streng genommen gilt dies nur, wenn alle der Beteiligten gesund und unverletzt wieder zu Hause sind...


    Auch beim Düsenjet Antrieb waren Deutsche, vor allem Engländer und Amerikaner ziemlich gleichzeitig am tüfteln und forschen. Und jetzt bei der KI/AI ist es auch nicht eine einzige Firma, sondern mehrere Anbieter versuchen das Feld zu dominieren. So gesehen ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass auch bei der Spur H0 mehrere Firmen wie auch Private am ausprobieren und konstruieren waren.


    Nach Rücksprache mit einem Kollegen scheint es mir noch ziemlich viele weisse Flecken auf der Landkarte bei der Entstehung der Spur H0 zu geben

    Nein eigentlich nicht. Das Meiste ist bekannt!


    Nicht zuletzt auch wegen den Kriegen, gab es Beschränkungen beim Export, so gab es Raum für verschiedenste kleine Hersteller innerhalb der nationalen Grenzen. Zu Zeiten der bisherigen grössten Inflation aller Zeiten vor exakt 100 Jahren und später in der Weltwirtschaftskrise hatte der noch junge Mittelstand andere Prioritäten als an Spielzeugloks zu denken, nur die Oberschicht konnte sich auch dann noch zu Krisenzeiten Modellbahnen leisten. Aber jede Krise geht irgend wann mal vorbei, Märklin war gut aufgestellt und wurde zu Recht in Europa zum Marktführer. Märklin und Trix-Express ab 1935, Fleischmann ab 1952, exportierten ihr Sortiment in alle Welt, aber umgekehrt viel weniger. Es gab gerade mal 2-3 namhafte Lionel Händler in der Schweiz, aber über 100 Märklin Händler.


    Und was bisher in diesem Thread noch nicht erwähnt wurde, es gibt nicht nur den Modellbahn-Hersteller und seine Kundschaft, es gibt auch den Fachhandel(!). Wer was wie wo kauft, darauf hat selbst Heute noch, aber früher im Vorinternet Zeitalter noch sehr viel mehr, die führenden Fachhändler sehr viel Einfluss. Ohne Franz-Carl-Weber konnte - zu früheren Zeiten - in der CH kein Modellbahn-Hersteller überleben. Daran änderte auch Kleinbahn von Wien mit seinem Direktvertrieb nicht das Geringste. Noch als das Kleinbahn Ende absehbar war, schrieb Kleinbahn in seinen Katalogen vom führenden Hersteller :D. In Wirklichkeit waren sie was der Markanteil angeht, nicht führend, sondern Peanuts.

    Danke viel mal Tinu für Dein aufschlussreiches Foto :thumbsup: .


    Hoffentlich führt es HAG nicht zu sehr aktuell vorbildgetreu aus. Weil wenn das Vorbild nicht vorbildgetreu ist, dann soll es der Modelbahnhersteller besser schöner wie früher ausführen. Zu früheren Zeiten interessierte mich die Re 4/4 II nicht all zu sehr. Trotz ihrer ++ Steuerung (die hat auch u.a. der RAe TEE und Re 6/6 u.a. weitere) . Die SBB Re 4/4 II war damals zu sehr "nur" gewöhnlich, das mit Abstand häufigste Arbeitstier.


    Jetzt gegen ihr Ende zu, hat es etliche typische Altbaulok Details, welche heute kaum noch so in der Form üblich sind: u.a. erhabene Lettern, erhabene Loknummer und Front CH Wappen. Und seitlich nicht einfach nur Bleche, sondern Gussschilder klein "Re 4/4" mit Baujahr und gross: SLM, MFO, SAAS, BBC. Ist der Diebstahl so schlimm, dass selbst bei einer Re 4/4 II die Schilder vorher gesichert entfernt werden? Oder darf die Lok nicht mehr Re 4/4 II heissen, wenn Re 420 aufgedruckt ist? Ein Glück, dass sie noch richtige Zahlen 11161 hat!


    Gruss

    Hermann

    Guten Abend Roger,

    danke für Deine Bekanntmachung.

    Diese Wagen sind wirklich eine Top Rarität, mutmasslich der 1. Märklin H0 4500 WERBE-Kesselwagen Bj. nur 1953. Also rund knapp 10 Jahre früher, als Werbewagen öfters mal von Märklin erschienen sind.


    Echtheit?

    Wahrscheinlich schon, aber verlassen darauf würde ich mich nicht. Chance etwa 60% echt zu 40% falsch? Auf diesem Foto kann ich es unmöglich erkennen (können). Die Gebrauchsspuren wirken etwas willkürlich unnatürlich. Das Metall-Geländer ist bei beiden Wagen gänzlich abgebrochen (fehlt), die Leiter arg verbogen, da müssen rechte Kräfte gewirkt haben. Für diesen Umstand ist der silberne Grundlack vom Kessel viel zu wenig beschädigt / zu gut erhalten.


    Letztendlich, das kannst Du besser beurteilen, wieviel Zeit und Geld es an Aufwand bedarf, wenn eine fähige Privatperson selber unautorisiert auf der Märklin 4500 Basis einen "Wöllner" herstellen würde? Falls dies ein Profi innerhalb 1 Std zustande bekommt, wäre schon auch eine Fälschung möglich? Aber wenn selbst ein Profi 10 Stunden dafür brauchen würde, ist eine Fälschung unwahrscheinlich. Zumal das Interesse, besonders an alten Modellbahnen immer wie mehr zurück geht. Man muss dabei berücksichtigen, im H0 Bereich sind viele Fälschungen 20-30-40 Jahre alt, als die Sachen noch teurer waren. Selbst wenn es eine Fälschung sein sollte, man muss da vorsichtig sein, Verkäufer zu beschuldigen, wenn es falsch ist. Bei Banknoten macht es sich die Bank einfacher, der welcher eine falsche Banknote zur Bank bringt, der bleibt hängen. Egal ob nur Nichtwissen oder versuchte Absicht dahinter war.


    Auf das Vorhandensein von Gebrauchsspuren würde ich mich nicht verlassen. Es ist gar nicht so einfach, ungewollte Gebrauchsspuren zu imitieren. Ich wurde wegen den zu künstlichen Gebrauchsspuren bei einem sehr teuren uralten Märklin Bahnhof stutzig und konnte ihn letztendlich als - ausgezeichnete - Totalfälschung entlarven. Es hat oder hätte für den Fälscher rentiert, es ging um Euro 45`000.- Leider konnte den Weg nicht zurückverfolgen, der Händler sagte, er hätte ihn so gekauft. Wechselt ein Objekt mehrere male die Hände, wird der Aufwand riesig bis unmöglich, den Weg zurück zu verfolgen. Hier ging es um ein sehr teures Luxus Objekt.


    Und bei einem H0 Kesselwagen 4500 das ist in seiner Grundversion ein Massenprodukt. Wenn jetzt da plötzlich in einem Jahr nach 70 Jahren 20-50 Stk "Wöllner Werke" auftauchen würden, das wäre seltsam. Aber alle 70 Jahre 1-2 Wöllner Fälschungen herstellen, das würde wiederum dem Fälscher nichts einbringen. Von daher ist davon auszugehen, das die Wagen wohl echt sein werden.


    Ich habe nur ganz wenig Märklin 4500 Sondermodelle, beinahe hätte es mich gegluschtet, dieses Los zu kaufen :love: , zumal Du scheibst, Du würdest nicht darauf bieten? Aber bei mir wäre es ein neues Sammelgebiet eröffnen und aus den gleichen Gründen wie Du, er ist mir zu wenig gut erhalten. Ich habe viel zu viele Edelschrott Ruinen in Bastelkistli. Wo nur die Idee lebt und in der Realität das Ding über Jahre weiter unbearbeitet in der Kiste bleibt.


    Gruss

    Hermann

    die letzte regulär

    ha ha, die Letzte...

    klar muss man die haben.

    Seit etwa 1-2 Jahren habe ich schon ein paar mal (selbst auferlegt) nur noch die letzte Lok gekauft. Nur um etwas später erneut die letzte Lok zu kaufen. Allmählich habe ich zusammen, was meinem Beuteschema entspricht.


    Die vorherigen Wünsche kann ich nachvollziehen, heutzutage möchten die meisten potentiellen Käufer auch bei den Zusatzaufschriften korrekte vorbildtreue. Mir persönlich ist das mehr nur nice to have.


    Aber das was da ist, soll so perfekt wie möglich ausgeführt sein. Die derzeitigen Eckfenster wirken wie eine VIP Person in einer gepanzerten Limousine. Wenn das Fenster zu fest eingepresst wird, dann bricht es mit der Zeit. Aber so wie es jetzt ausgeführt wird, ist es oft etwas zu klein, geht leicht verloren und sieht relativ grob aus. Es müsste doch machbar sein, dass der Fertigungsstand aus den 1980/1990 auch noch 30-40 Jahre später ausführbar ist?


    Dieses Detail hin oder her, es ist so oder so trotzdem eine schöne HAG-Lok. Eine die noch richtige Motoren hat und erst noch 2 davon und als echt Analog erhältlich ist :thumbsup:


    Gruss

    Hermann

    Danke Dumeng für das Sauer 8 M Foto vorstellen...

    Also wenn es ein Fahrzeug Typ gab, der dazu in der Lage war, dann der Saurer 8 M.

    Gemäss Saurer Club Homepage wurden u.a. für das CH Militär 79 Stk Saurer Lastwagen 8 M 1943 - 1945 abgeliefert. Die waren richtig teuer und das Beste Saurer Fahrzeug seiner Zeit.


    War beim Hürlimann D-500 Strassentraktor, zuerst etwas enttäuscht, dass der nicht mehrt Kraft hat. Er war (bei mir) der Ersatz für den JCB 8310. Schnell, stark und schwer, das geht nur, wenn das Fahrzeug voll ausgelastet ist, der JCB -8310 war schön perfekt zum fahren, aber schlimm teuer was die Steuern, Unterhalt und Versicherung anging. In dem Bereich ist der alte Hürlimann viel besser als der JCB :D. Nun, wenn man vom JCB 8310 Super-Traktor umsattelt, findet man alles was 4 Räder hat, zu schwach und zu langsam, geschweige gegenüber einem Fahrzeug von 1948.


    Aber wenn man sich an den alten Hürlimann gewöhnt hat und das Fahrzeug mit der Zeit besser versteht, grob zu schalten ist er immer noch im Vergleich zu modernen Fahrzeugen, aber für sein bescheidenes Gewicht von 3,280 Tonnen und 62 PS ist er bärenstark(!) und kommt kaum je an seine Leistungsgrenze bezüglich Zugkraft - sofern man die Gänge runterschaltet. Ein Pferdegespann hatte in den 1940-er Jahre logisch nicht die selbe Zugkraft, aber langsamer waren die Pferde nicht! Bei leichten Lasten eher noch schneller... Lasten zum Käthi hinauf ziehen, dass macht der D-500 mit 2,5 bis 4,5 km/h. Beim Fendt Favorit 150 Allrad von immerhin 1966, da steht original ab Werk am Hebel zur Kühlerhaube noch "Fendt Dieselross" drauf. 1966 da wurden noch Ae 6/6 hergestellt und die Re 4/4 II war ganz neu und Fendt verglich sich noch mit Pferden... :D Wahrscheinlich sind die Schwaben sparsam und haben das Geld dort eingesetzt, wo es etwas bewirken kann, als Geld ausgeben für nur eine neue Gussform für einen Handgriff.


    Bei Deinem Saurer 8 M Foto, werden es - an diesem exponierten Streckenabschnitt bestimmt keine schnelle 4,5 km/h gewesen sein, sondern irgend etwas (an dieser Stelle) zwischen 0,3 und 1,0 km/h.


    Kürzlich, vor etwa 14 Tagen, beim Nordlichter suchen, bin ich auf der Autobahn Seewen-Brunnen einem Riesen Spezial Transport begegnet, mit Überbreite und Warnfahrzeugen. Trotz der Grösse und dem mutmasslichen Gewicht, fuhr der Lastwagen den Spezialtransport mit gut 80 km/h. Also etwa 10 x schneller, als schwere Lasten in den 1940-er gefahren wurden.


    Gruss

    Hermann

    Danke Christoph,

    speziell noch der Bremser?!? oder Spursteller bei Minute 4.22 so derart nahe am Lkw-Rad, auch wenn es einen leichten Schutz hat, dieser Arbeitsplatz wäre heute sicherlich nicht mehr SUVA konform. Nicht nur Saurer, auch das Schweisswerk als Firma ist heute (in der Form) auch längstens Geschichte.

    Guten Abend Barni

    Du Glückspilz hast Die V-232 noch im richtigen Dienst nahe der Schweiz gesehen :thumbsup:


    Farben, das ist Geschmackssache. Weinrot-Anthrazit ist sicher eine schöne 0815 Standard Farbgebung. Doch die V-232 ist mehr als Standard, sie ist unfreiwillig einzigartig. So eine Ausnahmelok darf schon TEE sein. Am wenigstens gefallen mir die DB Loks in signalrot mit weissem Latz. Aber wie gesagt, das ist Geschmackssache.


    Danke Christian für Deine Ansicht und Ergänzung.

    Grundsätzlich sehe ich es wie Du und bin in fast allem übereinstimmend, im Zusammenhang mit Märklin. Man(n) muss mal den Vergleich ziehen zwischen Aufwand, Ertrag und Umsatz von Modelleisenbahnen und der e-Game Industrie!!! Aus dieser Optik, so meine Ansicht, ist es zwingend, dass dieser Trend auch Märklin mitmacht und dass was sinnhaltig digital dargestellt werden kann, möglichst viel davon herausgeholt wird. Und ja, rentieren sollte eine Firma schon auch, was über längere Zeiträume gesehen, niemals ein Selbstläufer ist, siehe BBC/ABB, Nestlé oder SBB Billett-Verkauf.


    Doch für meine Ansprüche /Ansichten, müsste gerade eine V-232 ganz anderst technisch aufgebaut sein. Eine 6-achsige so grosse Diesellok, wie eben diese V-232 von 23 Meter Länge, dass ist doch der Traum für jeden H0 Hersteller?!?


    Eine Ae 6/6 ist mit 18,4 fast fast 5 Meter kürzer und die gilt schon als grosszügig. Wenn man sich überlegt, wie gross die Dampfloks mit der Achsfolge 1`F und dennoch die Hersteller vor erheblichen konstruktiven Herausforderungen stehen, wenn das Modell optisch korrekt 1:87 dargestellt werden soll und trotzdem "stark" sein, dazu möglichst noch feingliederig detailliert und trotzdem robust. Oder auch Liliput hat schon vor 50 Jahren mit seiner E 3/3 ein Meisterwerk zwischen der Detaillierung und Zugkraft und Bezahlbarkeit geschaffen. Der grosse Roco Rundmotor beispielsweise früher bei der Roco BR-103 verwendet, ist nur schon der Motor so gross, wie die ganze E 3/3 Rangier Dampflok.


    Wenn bei dieser Rekord Grösse das Vorbild 1:1 es zustande bekommt, 6 Achsen anzutreiben, dann müsste dies im Modell auch möglich sein...

    Kann nicht behaupten, Digital hätte am Modell 39322 viel Platz gestohlen. Für die Leistung die der Decoder erbringen muss, ist der ganz schön klein.

    Das Volumen eines Motors hat wenig Aussagekraft über seine Leistung und Qualität, da muss man mit Kritiken vorsichtig sein. Die grössten Motoren meiner Loksammlung, (allerdings 115 jährig) produzieren fast nur Wärme, anstatt Stärke beim Drehmoment. Aber ein qualitativ hochwertiger Motor erbringt mehr Leistung und ist robuster, als der gleiche Motorentyp in Miniaturausführung.


    Da muss ich dem Muni 271 recht geben, bin sonst selten seiner Ansicht; ausgerechnet bei "Grossraum"-Loks wie die Ae 8/14 11801 Vorbild 1931 oder die V-232 da ist ein bischen gar viel passives Gewicht dabei. man hätte auch 2 moderne Maxon Motoren so gross wie es nur geht, in solche Loks einbauen können, zumindest bei Modellen, deren Vorbilder bekannt für ihre grosse Zugkraft waren... Eine Kleinbahn Re 4/4 I oder das alte Lima Modell, die sind beide erstaunlich schnell und leicht, aber Zugkraft gerade noch genügend. Aber ein V-232 Modell soll eine Zugkraft haben, wie der Märklin DL 800 von 1949 bis 1957. Mit heutiger Technik ist das bestimmt machbar.


    Aber das ist nur meine Meinung, und besser als die langjährige Rivarossi Version ist das Märklin Modell alleweil, Rivarossi hat für eine so grosse Lok nur ein kleiner vertikaler Standardmotor verbaut, selbst das Bleigewicht ist klein.


    Was bei privaten Neuwagen heutzutage verpönt ist: mit mehr PS herumfahren als unbedingt nötig, bei der Modellbahn sollte dies noch erlaubt sein?...


    Gruss

    Hermann

    moderner Gussklotz


    zum Vorbild:

    DB V-232 001-8 Baujahr 1962.

    Diesellok Kraftübertragung hydraulisch

    Co-Co. Loklänge 23,0 Meter.

    121,4 t

    Total 3800 PS (2 x 16 Zylinder Motoren zu 1900 PS)

    Zugkraft maximal 392 kN (Als Vergleich: SBB Re 6/6 395 kN)

    V/max immerhin 160 km/h, später 120 km/h.


    Es gibt nur 1 Exemplar davon, die Lok existiert noch als Museumslok. Die DB hat leider keine Serien V-232 bestellt. Bekanntlich bestellte die DB eine grössere Anzahl 224 Stk DB V-160 (V-216) 1 motorige Bo-Bo und vor allem die V-218 Bo-Bo Lok mit 2500 bis 2800 PS, welch bei Bedarf als Doppeltraktion fuhr. Von der V-218 sind heute noch einige Maschinen in Betrieb. Ein paar V-218 wurden effektiv als etwas vereinfachte TEE Lackierung in Dienst gestellt.


    Die 6-achsige Diesellok V-232 gab es nie in der TEE Lackierung. Es ist eine reine - schöne - Märklin Fantasie. Die Passagiere Zürich - München hätten sich bestimmt gefreut, wenn V-232 TEE Loks in Doppeltraktion TEE und ICE Züge mit 160 km/h und viel Kraftreserve nach München transportiert hätten. Als Einzelfahrzeug, gegen 2 x V-218 ist letzteres wohl zweckmässiger. Umsonst war die V-232 Entwicklung dennoch nicht, damals lieferte China nicht oder noch nicht so viel Waren nach Deutschland, sondern Henschel, Krupp, Siemens, AEG lieferten nach China. Es gibt etliche Ableger der V-232 welche nach China und Russland exportiert wurden.


    Zum Modell

    Märklin (und Trix DC?) Sonderserie 39322 Messe-Lok 2023

    Digital mit Sound. Metallgehäuse und zusätzlich viel Guss im inneren der Lok.

    4 Achsen angetrieben, die mittleren Achsen laufen lose mit. Dieser Kompromiss kommt bei Co-Co Modellen 1:87 häufig vor.

    Dafür sind die 4 (!) Ventilatoren motorisch angetrieben, auch im Analog-Betrieb.


    Das Modell fährt erstaunlich leise und bringt genügend Zugkraft auf. Besonders schön ausgeführt sind die Front- und Schlussbeleuchtung.

    Mit fehlt etwas die übertriebene V/max und Kraftreserven und relative Einfachheit älterer Märklin Modelle, für so eine Riesenlok. Seinerzeit war es die stärkste Deutsche Diesellok und auch weltweit ganz vorne dabei, wenn die gut 120 t mitberücksichtigt. Die wirklich zugkräftigen Loks haben eine Achsbelastung von 25 bis 32 Tonnen. Diese Eigenschaften könnten auch im Modell umgesetzt werden? Mir kommt das Modell vor, wie eine Fake-Gleichstrom Lok, einfach an das Märklin Mittelleiter System adaptiert. Dann könnte man den Schritt wagen und das Modell gleich als DC Lok herausbringen... In gewisser Weise wird das ja gemacht, das Modell soll es auch als Trix DC Version gegeben haben. Trix DC ist in der CH noch nicht gar so geläufig, Märklin AC(C) Ausführungen sind viel gefragter.


    Märklin muss das produzieren, was grossmehrheitlich der Markt verlangt. Wenn das Modell insgesamt überzeugt, kommt es mir nicht so darauf an, ob es in allen Belangen meinen von der Norm abweichenden Empfindungen nachkommt. Es ist erfreulich, dass überhaupt noch H0 Neuheiten produziert werden, nach all den vielen Neuheiten, nur schon aus den letzten 10 Jahren.


    Eine neue Version einer TEE Modell, auch wenn es nur Fantasie darstellt, übt auf mich der viel grössere Kauf-Reiz aus, als ob jetzt ein Zentralmotor und Digital, oder heute veraltete klassische Märklin AC Technik das Modell antreibt. Ich wusste gar nicht, dass es diese V-232 als TEE Version gibt. Mir ist dieses Modell als Occasion in St. Gallen aufgefallen.


    Gruss

    Hermann

    wow, das war ein Hermann vor 40 Jahren, sportlich muskulös, ohne Coca-Cola Bauch.

    Ich bin noch da, bin nicht die Person, welche vom Rheinfall herunter wollte, wenngleich, früher hätte ich mir auch sowas noch zugetraut.


    Nicht nur dieses Teil, die ganze Anlage inkl. Tüüfelisee und die eigentliche Modellbahn ist wunderschön von Martin :thumbsup: .

    Gruss

    Hermann

    👍 Da hast du gleich alle Register gezogen.

    :thumbsup:

    Den Typ mit dem weissen Tschopen und Hut auf dem Sturziplatz bewundere ich über seine Ruhe.

    Der freut sich doch ;) :D .

    War heute meine Schwester in Riehen (Basel) besuchen, bei bestem Wetter, nicht zu heiss, nicht zu kalt, keine Klima-Kleber und kaum Verkehr. Beim nach Hause fahren, auf der Rhein-Schwarzwaldbrücke zur Autobahn-Auffahrt - ach hätte ich doch die Lokführer Disziplin: ab dem Signal gilt die höhere Geschwindigkeit und keinen Meter vorher. Sprich ein mobiler Radar hat mich erwischt, ca 200 Meter vorher. Dabei bin ich doch gar nicht so gefahren, wie dieser Lkw mit Anhänger. Ein Raser wird dieser Lkw-Chauffeur knapp noch nicht sein, aber ein guter freiwilliger Unterstützer der Staatsfinanzen.


    ;) Lkw Reifen sind noch ziemlich kostspielig, der Besitzer von diesem Lkw, wird dem Chauffeur bestimmt auch noch die Leviten lesen... Oder womöglich war das der Fredy aus dem Tessin, von ihm hat man schon lange nichts mehr gehört. Der ist bestimmt so gefahren, dass die Zeiger am Anschlag waren...


    Gruss

    Hermann

    Danke Michu 2557 für Deine Erklärung.


    So was dachte ich mir, war aber nicht sicher. Lima hatte immerhin DC Gleise. HAG H0, Fulgurex, Metropolitan, Lemaco u.a. haben überhaupt keine Gleise! Im Laufe der Zeit nahmen die Normen und gegenseitige Austauschbarkeit zu. Z.B HAG AC Produkte waren von deren Beginn an auf Märklin ausgerichtet. Bez. auf Fleischmann Gleise bei DC, später auf Roco DC Gleise.


    Deine Bemerkung zu Lima Gleisen ist noch spannend, nur schon innerhalb der Sparte DC lieferte Lima verschiedenste Gleise, der jeweiligen Mode / Epoche entsprechend.

    - 1950 er Jahre:

    einfache, etwas grobe Alu Gleise auf einfachem Kunststoff. Profilhöhe etwa 3,5 mm


    - 1960-er bis ca 1980/90-er Jahre.

    Die heute noch bekannten Lima Gleise früher aus Alu, später zum Glück aus Stahl. (Die Alu-Gleise bewährten sich in keiner Art und Weise). Profilhöhe kurz zu Beginn ca 3,0mm dann etwa 2,7 mm. (FLM kompatibel). Dieses Lima Gleisprogramm war einfach, aber zweckmässig und vor allem bezahlbar und in grossen Auflagen produziert und bewährte sich eigentlich ganz gut.


    späte 1990-er Jahre oder um das Jahr 2000 herum?

    - Lima Modellgleis.

    Lima versuchte sich neu zu erfinden, es gab schon damals weniger Kinder, welche sich für die Eisenbahn interessierten und die Erwachsenen stellten höhere modellmässigere Ansprüche. Was heute eher mässig bekannt ist: Lima hatte ein überaus modellgetreues Gleisprogramm entwickelt, welches keine Vergleiche zu scheuen brauchte. Die Schienen mit niederem einigermassen massstäblichem Profil aus Neusilber und feinen Kunststoff Schwellen. Und äusserst grosszügige Kurvenradien und wirkliche massstäbliche Modell-Weichen, etwas was bei Märklin bis zum heutigen Tag fehlt.


    Natürlich waren diese neuen Lima Modellgleise viel teurer als das Lima Standardprogramm, aber im Vergleich zu ähnlichen Produkten anderer Hersteller immer noch preiswert. Genau genommen gab es kaum Vergleiche, Lima ging direkt vom einen Extrem vom billigen Kinderspielzeug zum anderen Extrem: massstäbliche Gleise für die Ansprüche Erwachsener. Die Lima Modellgleise waren massstäblicher(!) als die Gleise der anderen Anbieter. Vielleicht lag es am alten Billig-Image von Lima? oder dass die Nische schon von Roco und Fleischmann besetzt war, wenn auch nicht gar so massstäblich wie das neue Lima Modellgleis. Was auch immer, ausgerechnet das beste Lima Gleissortiment setzte sich am Markt nicht durch!


    Möglicherweise war auch schlicht der mangelnde Platz bei der potentiellen Kundschaft ein Killerkriterium für einen Grossserienhersteller. Wenn eine H0 Weiche etwa 45 cm lang war, wie soll man da noch als Lima Kunde einen Bhf bauen können?


    Ich bin mir auch nicht sicher, was davon effektiv lieferbar war, was nur Projektstudien? Ich habe 2-3 Weichen aus dieser Serie, es war also grundsätzlich lieferbar, aber längstens nicht alles. Mir war keinen Händler bekannt, welcher das vollständige Lima Modellgleis hätte liefern können, es waren immer nur Teilbereiche lieferbar, wenn überhaupt. Und dass was da war, war schwer verkäuflich, fand kaum Käuferzuspruch.


    Gruss

    Hermann