Beiträge von Be 4/6

    Vor kurzem hat das Dänische Eisenbahnmuseum ein schönes Bild der Dampflokomotive E 990 veröffentlicht. Sie steht im Gross-Depot Kopenhagen-Güterbahnhof unter der beachtlichen Bekohlungsanlage. Der Aufnahmezeitpunkt ist das Jahr 1957.



    Es ist zwar nicht das Vorbild der Märklin 3045. Dafür zeigt das Bild sehr deutlich die Spitzenbeleuchtung einer dänischen Lokomotive. Eine Lampe ist oben in der Mitte, eine zweite Lampe unten auf der rechten Fahrzeugseite. Ebenso deutlich fehlt auf der linken Fahrzeugseite die Befestigungsmöglichkeit und der elektrische Anschluss für eine weitere Lampe. Roger, deine 3045 ist auch mit der Spitzenbeleuchtung vorbildgerecht. ;)


    Ein Dreilicht-Spitzensignal kennen die wenigsten Länder. Deutschland hat es erst 1957 per Gesetz erhalten. Frankreich hat heute noch zwei Stirnlampen, ausgenommen Fahrzeuge die nach Deutschland oder in die Schweiz fahren. Für eine genaue Abklärung müsste man in den entsprechenden Vorschriften aus den einzelnen Ländern und Zeiträumen nachforschen. Auf alten Werkbilder der Lokomotivfabriken, va aus Deutschland sind die Lokomotiven immer mit 3 Lampen bestückt. Oben in der Mitte gab es tatsächlich eine Lampenhalterung. Diese Lampe wurde jedoch nur als Anzeige für betriebliche Belange gebraucht: zB "es folgt ein Extrazug" oder "es folgt ein Zug in Gegenrichtung". Vielen ist sicher noch das rote Licht oben in der Mitte in der Schweiz bekannt, das Fahrberechtigungssignal. In der Vor-Digitalen-Zeit hatten die Streckenposten und die Gleisbaurotten vielfach keine telefonischen Verbindungen mit den Nachbarbahnhöfen. Ausserordentliche Betriebssituationen mussten deshalb mit den Signalen an der Zugspitze und am Zugschluss den Betroffenen mitgeteilt werden.


    Gruss Hermann

    Auffällig ist bei der DSB-Version natürlich vor allem die einseitige Beleuchtung. [....] Verwundert stellte ich beim stöbern nach Angeboten fest, dass die silberne Farbe der Schlusslampe manchmal rechts, manchmal links aufgetragen wurde. Was vorbildrichtig ist, weiss ich nicht,

    Hallo Roger


    Im Internet-Archiv des DSB-Museums fand ich Zeichnungen des Tenders der Dampflok Litra N. Die Rückansicht zeigt nur eine einzene Laterne. Die ist in der Mitte angeordnet. Der Zeichnungsausschnitt zeigt diese Rückseite.

    Märklin wollte die Rückseite des Tenders wohl nicht ändern. (Die Aenderungen an der Front der Lokomotive waren vermutlich schon zu teuer.) Also wurde nur eine Lampe silbern ausgelegt. Je nach Auflage oder Befinden der Malerin wurde die rechte oder die linke Lampe bemalt.



    Ich muss meine Aussage korrigieren:

    Die Zeichnung stammt ursprünglich von der SNCB und wurde von der DSB weiterverwendet. Aber ich fand im Internet ein Bild, das die Rückseite des Tenders zeigt. Und tatsächlich, die Lampe ist links angebracht. Roger, dein Modell ist somit richtig.


    Gruss Hermann

    Hallo Peter


    Leider muss ich Dir ernsthaft widersprechen. Die SNCF-Lokomotiven der Reihen BB 12000, BB 13000, CC 14000 und CC 14100 werden in Frankreich als "fers à repasser", also Bügeleisen genannt. Das ist eine Bezeichnung der französischen Eisenbahner. Niemals kommt in Frankreich der Ausdruck "crocodiles" für diese Lokomotiven vor.

    Die inflationäre Benutzung des Ausdruckes Krokodil für alle möglichen und unmöglichen Fahrzeuge ist ausschliesslich ein Werbegag der deutschen Modellbahnindustrie. Schlimmer ist nur noch die unmögliche Verwendung der Bezeichnung "Orient-Express" für alle Wagen der CIWL. Das neuste Beispiel dazu ist von Mätrix mit dem sogenannten Simplon-Orient-Express. Die Fahrzeuge in diesem Angebot haben nicht die geringste Verbindung zum wirklichen Simplon-Orient-Express.


    Gruss Hermann

    Hallo Roger


    Vor über 50 Jahren wäre Teppichbahning bei mir noch angebracht gewesen. Heute unmöglich!! Wie soll ich wieder vom Boden hochkommen??

    Vor über 50 Jahren war auch kein Teppich vorhanden. Wie nennt man das: Holzbodenbahning?

    Gerade heute ist mir ein altes Dia in die Finger, genauer in den Scanner geraten. Nach etwas Bearbeitung kann ich das Bild sogar zeigen. Von den hier aufgestellten Fahrzeugen und Gleisen haben nur die beiden Lokomotiven überlebt. Auch aus dieser Sicht wäre bei mir heute kein Teppichbahning mehr möglich.



    Gruss Hermann

    Hallo Roger


    Ich bin nicht der Fachmann für Märklin, ganz im Gegenteil. Aber aus dem Studium der Zeitschrift "MIBA" in den 60er Jahren meine ich zu erinnern: Verschiedene Händler zB Schweiger in Nürnberg boten verschiedene Märklin-Modelle, die nicht mehr im Katalog waren, als Teilesatz (also in Einzelteilen) an. Entweder zum Zusammenbau durch den Kunden oder fertig gebaut, zum Teil sogar mit Aenderungen in der Farbgebung. Nach meiner Meinung:

    Bausatz = Verkauf durch Märklin in einer entsprechenden Märklin-Verpackung, zB die V 200

    Teilesatz = Bestellung aller nötigen Komponenten ev sogar mit Märklin-Schachtel durch einen Händler

    Wie weit Märklin das Vorgehen der Händler aktiv unterstütz hat, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Mein Namensvetter wird diese Erinnerung entweder bestätigen können oder auch widerlegen.


    Gruss Hermann

    Brauchst Du eine Brille, Hermann?

    Hallo Roger,


    klar brauche ich eine Brille. Du hast mich immer nur mit Brille gesehen. Ich wollte nur auf den Sprachgebrauch in einem Schweizer Katalog hinweisen.

    Es gibt gelebte Unterschiede zwischen der Sprache Goethes und der Schweizer Schriftsprache. Wir kennen hier den Autobus und nicht den Omnibus, ebenso verkehren in der Schweiz ausschliesslich Lastwagen oder Lastautos und keine Lastkraftwagen, auch keine Personenkraftwagen.

    Dieser kleine Unterschied sollte in einem Schweizer Katalog durchaus beachtet werden.


    Gruss Hermann

    Hallo René


    In den Jahren 1961 bis 1964 war eine ganze Anzahl Lokomotiven der Baureihe E 40 leihweise bei den SBB im Einsatz. Diese Loks waren beim Bw Offenburg beheimatet und kehrten für den Unterhalt (Fristarbeiten) jeweils nach Offenburg zurück. 1963 wurde die Höchstzahl erreicht: maximal 14 Lokomotiven waren gleichzeitig in der Schweiz im Einsatz

    Folgende Loknummern waren in der Schweiz zu sehen: (Quelle: EK-Buch über die Einheitselloks der DB)


    E 40 017, 018, 019, 138, 139, 149, 150, 151, und 152. Diese Lokomotiven hatten einfache Stirnlampen und Lüftergitter mit waagrechten Lamellen.


    E 40 166, 174, 177, 191, 243, 244, 225, 228, 251, 252, 254, 255, 236, 237, 264 und 1166. Diese Lokomotiven hatten unten Doppellampen und Lüftergitter mit senkrechten Lamellen, wie Dein Liliput-Modell.


    Gruss Hermann

    Darf ich auch etwas zu den Verwirrungen bei der Farbe der Dachleitungen beitragen?


    Laut der Aussage eines Mitarbeiters im SBB-Depot F in Zürich HB waren die Dachleitungen ab Fabrik galvanisierte Metall-Röhrchen. Das sieht auf den Bildern silbern aus. Vor einiger Zeit fand ich im Netz das untenstehende Bild ein Re 4/4 II TEE. Der Bildausschnitt zeigt die Re 4/4 II 11250 auf der Abnahmefahrt am 15.10.1972 in der Ausfahrt Lausanne. Die aussenliegenden Teile des Daches sind grau bemalt. Die Lüfteröffnungen in der Dachkante, die abnehmbaren Teile des Daches (Aluminium?) und die Leitungen sind silbern.

    Die orange-roten Dachleitungen wurden nach meiner Meinung erst bei den Revisionen in den Hauptwerkstätten verlegt. Leider habe ich bis heute keine belastbaren Quellen dazu gefunden. Schwarz waren die Leitungen sicher nur bei grösseren Verschmutzungen.


    Das Bild stammt leider nicht von mir. Ich bin also unschuldig, dass im letzten Moment ein Fahrleitungsmast vor die Lok gesprungen ist.


    Gruss Hermann

    Aber sag mal Hermann, wie ist der Zusammenhang von Rokal mit der (ex) DDR? Ein grosser Teil von Rokal Bahnen wurde in die DDR verkauft. (Ost)Berlin war und ist die Hauptstadt der TT Spur.

    Nach meinem Wissen (jetzt ohne belastbare Quelle) wurden die Rokal-Bahnen nur im Westen verkauft. Das Programm umfasste nur Modelle der DB und natürlich die Ae 6/6 und zum Schluss noch einen Einheitswagen Typ I. In der DDR gab es die Rokal-Bahnen sicher nicht zu kaufen. Das scheiterte schon an den fehlenden Devisen im Osten. Auch kann ich nicht sagen, ob die Produkte von Rokal und die aus der DDR zusammen passten. Wenn meine Erinnerung mich nicht täuscht, war Rokal ein eigenes System wie bei uns WESA.


    Gruss Hermann

    Lieber Namensvetter,


    jetzt bist Du als Modellbahnfachmann grauenhaft ins Fettnäpfchen getreten. Die Firma Rokal war eine Firma in der Bundesrepublik Deutschland. Das Hauptgeschäft war (soweit ich ohne Nachschlagen noch weiss) Armaturen im Sanitärbereich. Die Modellbahn im TT-Massstab war nur ein Nischengeschäft. Auf jeden Fall war Rokal damals der einzige Anbieter von TT-Modellen im Westen.


    Gruss Hermann

    Heute wollte ich ebenfalls den Traktorentag in Wilchingen besuchen. Leider fand ich nur drei verlassenen Traktoren beim Restaurant am Bahnhof Wilchingen-Hallau. Wer zu spät kommt.....



    Immerhin fuhren mir am Bahnhof Schaffhausen zwei Gespanne des Schweizer Nationalzirkus Knie vor die Linse.


       


    Die Kenner haben es sicher bemerkt, die (nicht so guten) Bilder stammen von der Spur 1 Anlage von Kurt Hablützel in Wilchingen. Dieses Wochenende ist wieder das jährliche Sommerfest mit Besuch der Anlage und Festwirtschaft.


    Gruss Hermann

    Mein lieber Namensvetter,


    ich kann mit diesen Auktionen nichts anfangen. Aber für den Zustand der eingelieferten Modelle sind nicht nur die Vorbesitzer schuld. In den letzten Jahren gab es zweimal ein Angebot, das mich wirklich interessierte. Deshalb wagte ich den Weg nach Rheinfelden zur Vorbesichtigung. Was ich dort erlebte, liessen meine wenigen und kurzen Haare weit in die Höhe streben. Ein Beispiel: ein älterer Herr (wie ich) begutachtete eine Dampfschneeschleuder von Märklin, und wie er das machte!! Zuerst nahm er das Modell mit allen zehn Fingern aus der Packung, ohne die Plastikstreifen zu benutzen. Dabei wurde die Kupplung zwischen Schleuder und Tender komplet verdreht. Nachden die Schleuder mit Gewalt aus der Packung befreit war, ging es zum Probegleis. Und wie!! Er nahm das Fahrzeug am Tender, liess die Schleuder frei nach unten hängen und ging so durch den Raum. Nach diesem Anblick habe ich den Ort des Grauens fluchtartig verlassen und bin nie mehr nach Rheinfelden gefahren. (Ausser zur Brauerei)


    Gruss Hermann

    Hallo Roger,


    die beiden Vergleichsbilder zeigen grosse Unterschiede. Es ist deutlich zu sehen, wie gute Proportionen das Bild schlagartig verbessern. Hut ab vor Deiner Leistung! Ich bin begeistert. Wenn jetzt das Gleismaterial in der gleichen Preisklasse wie Deine Arbeiten spielen würde, wäre ich hell begeistert.

    (Duck und weg)


    Gruss Hermann