Beiträge von erzhal

    Ich nehme jetzt den Beitrag von Simon im Thread HAG Weihnachtsverkauf 2018 zum Anlass für meinen Beitrag in einem neuen Thema. Simon schrieb:

    Auf die einzelnen Punkt ist ja Erwin bereits im erwähnten Thread eingegangen. Ich teile da seine Ansicht vollumfänglich, deshalb schreibe ich auch nichts mehr dazu.


    Tatsache ist doch (wohlgemerkt, das ist die Situation und nicht ein Wunschzustand):


    - mit der aktuellen Verkaufsorganisation - die Hersteller beliefern den Fachhandel, Endkunden können die Modelle nur über den Fachhandel beziehen ist wohl langfristig kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Dieses Modell hat sich überlebt. Die Zukunft heisst (leider) nur noch Online-Handel (Direktverkauf), es ist leicht zu prophezeihen: das Ladensterben wird weiter gehen. PIKO hat bereits - als Ausnhame - begonnen auch Direktlieferungen an Endkunden auszuführen, aber da sind die Preise noch so hoch, dass das nicht interessant ist.


    - nehmen wir mal den Platz Zürich. Per Ende Jahr schliesst Roundhouse den Laden, dann sind da nur noch Züri-Tech und die unverwüstliche Frau Neisser. Sie ist aber auch schon deutlich über 90, eine Schliessung ist also absehbar. Wenn ich mich nicht irre ist Züri-Tech auch nicht soooo erfolgreich unterwegs und für den Fall, dass dieser Laden auch dicht gemacht wird, dann besteht in der ganzen Stadt Zürich kein einziger Modellbahnladen mehr.


    - Viele Ladenbetreiber sind gesetztere Herren, oft ohne Nachfolgeregelung, d.h. ein Nachfolger zu finden ist ausgesprochen schwierig.


    - Persönlich hätte ich nicht den Mut, heute einen neuen Laden zu eröffnen. Die Zeit des reinen Moba-Handels ist m.E. vorbei. Ich habe immer das Lager von Roundhouse bewundert, was da an Lager gelegt und somit verfügbar war, das war phänomenal - aber da lag auch enorm viel Kapital! Das Lager muss bezahlt werden, die ganze Infrastruktur (Laden, Löhne) etc. - das ist happig, aber eben: braucht es das heute noch?


    - Wer ist heute noch bereit, (viel) Kapital in eine Branche mit sinkender Tendenz so zu investieren? Nein, bitte nicht falsch verstehen, ich unke keineswegs über den Tod unseres schönen Hobby, das Hobby wird noch lange bestehen, aber es wird deutlich schrumpfen. Durch das Wegsterben der grossen, alten Sammler kommt immer mehr Material auf den Markt und das wiederum zieht die Preise in den Keller. Es fehlt an finanzkräftigem Nachwuchs, die heutige Jugend hat dermassen viele Freizeitangebote und das doch zeit- und auch teilweise finanz-intensive Hobby Moba ist nur noch eines unter "ferner liefen". Es geht weit über den passiven Konsum hinaus, und das ist heute leider nicht mehr so ganz in Mode...


    - Ein Laden kann m.E. dann erfolgreich sein, wenn der Betreiber innovativ ist und auch Zusatzdienste anbieten kann, sei des z.B. Digital-Programmierung, Veredelung, aber auch normale Reparaturen. Ohne aktive Online-Tätigkeiten kann kaum mehr jemand überleben. Gute Beispiele dafür sind für mich c-gleis plus, EYRO oder Bahnorama (es sind sicher auch noch weitere solche Beispiele zu nennen, aber das jetzt mal diese, die mir gerade in den Sinn gekommen sind).


    - Als ketzerische Aussage: welche Berechtigung hat heute noch ein Laden? Das Sammeln von Bestellungen und Weiterleitung zum Hersteller braucht es im Prinzip nicht. Ein Hersteller könnte das doch - vorausgesetzt, er hat eine funktionierende Online Shop-Lösung mit Vertrieb - direkt anbieten und die eingesparte Marge teilweise an den Endkunden weitergeben, was zu höheren Erträgen beim Hersteller und tieferen Kosten beim Enduser führt.


    - Für ein Land in der Grösse der Schweiz wären doch nur noch wenige, sagen wir mal 3, Stützpunkte nötig/wünschenswert. Da können kleinere Reparaturen ausgeführt werden, eine Ersatzteilhaltung wäre da auch sinnvoll. Genau das macht doch Amiba in Wetzikon für die HAG- und BUCO- (und andere) Spur 0 Fabrikate und die nicht-masstäblichen H0 Modelle von HAG. Grössere Reparaturen gehen sowieso zum Hersteller (sofern dieser noch existiert) zurück.


    - Publikationen von neuen Infos (Modellen, Aktionen etc.) finden doch schon längst nicht mehr in Papierform statt, alles (oder zumindest ein überwiegender Teil) wird elektronisch abgewickelt, sei das durch Newsletters, die Social Medias, Hersteller Webpages (und auch zu einem kleinen Teil über die Foren) statt.


    - Anschauungsunterricht für allfälligen Nachwuchs gibts bei den Clubs mit ihren schönen Anlagen, aber auch im VHS, Käserberg, Loki Depot-Horw, Smilestone, Miniatur Wunderland etc.



    Bei der Betrachtung der obigen Punkte (sowohl diesen von Simon als auch meinen eigenen) frage ich mich schon, warum man sich keine Gedanken für die Zukunft machen soll.

    Ihr seit nicht meiner Meinung? Macht nichts, eine Überlegung ist's wert, LG Simon

    Ganz sicher ist das eine Überlegung wert, sogar im Gegenteil: eine auf längere Sicht hinaus sogar fast lebensnotwendige!


    Ich nehme jetzt Deinen Beitrag zum Anlass einer neuen Diskussion. Im Laufe des Abends eröffne ich einen neuen Thread mit dem Titel "Vertriebsmodelle der Zukunft". Natürlich mit HAG im engeren Blickfeld, aber was für HAG gilt, ist auch für alle anderen Teilnehmer der Branche wichtig.

    Eine absolut stolze Leistung von Ursula Stöckli! Die Ergebnisse der 164. Dorenbach-Auktion sind bereits online (die Resultate vom Freitag waren bereits gestern online)! DAS nenne ich eine echte Dienstleistung!:thumbsup::thumbsup:


    Gut - jetzt gibt es halt wieder etwas Arbeit für mich. Die Resultate der bei mir erfassten Artikel fliessen natürlich in meine Auktionspreis-Datenbank ein.

    Über diverse Arbeiten von Turi Seitz habe ich bereits geschrieben, zuletzt über die Re 460 Hans Erni. Was aber noch fehlt ist das WWF-Duo. Es handelt sich dabei um diese beiden Loks (Bilder sind natürlich noch Fotomontagen):






    Das Info-Blatt liefert noch einiges an weiteren Infos:


    HAG-Gecko_WWF_Ae66-7Dez2018.pdf


    Etwas an Hintergrund-Information:

    Das Ae 6/6 WWF-Duo nahm bereits im Juni 2018 Gestalt an. Rundwegs wurden die Entwürfe positiv aufgenommen, die Feinarbeiten wurden fertig gestellt und es stand nichts mehr im Wege die Herstellung zu veranlassen, oder fast... Beabsichtigt war aus neuwertigen Lagerbeständen und Vitrinensammlungen Modelle zusammen zu kaufen und umzugestalten. Die hohen Kosten für den Ae 6/6-Lokaufkauf, sowie die Umgestaltung, verursachten (zu) hohe Endkosten. Eine Lösung musste schnell gefunden werden.

    Der Anruf von Heinz Urech kam dann im richtigen Moment, wir einigten uns und das Projekt konnte weitergehen. HAGs neuer Digitaldrucker verspricht eine grosse Zukunft. Unsere Grafik verlangt, dass die Gehäuse nach der Grundierung zusätzlich mit einer bestimmten RAL-Farbe lackiert werden müssen. Da die Gestaltung im 4-Farbendruck aufgetragen wird, muss ein Vordruck in gerastertem Weiss und passend zum Bild gemacht werden. (Sonst erscheinen zB das Weiss in den Augen und die Tigerschnauzhaare im RAL-Code senffarbig).


    Es folgten die letzten Adaptionen und Testdrucke auf Flachmaterial. Sobald die Ae 6/6-Gehäuse bereit sind, können dann die ersten Druckversuche

    darauf gemacht werden. Diese Gestaltung verlangte eine höchst aufwendige grafische Detailarbeit.


    Die Auslieferung ist geplant für Q II / 2019. Es werden folgende Versionen herausgegeben (Preis pro Lok):


    - 21 DC digital, Fr. 965.-

    - 22 DC digital mit Sound, Fr. 1045.-

    - 31 AC digital, Fr. 965.-

    - 32 AC digital mit Sound, Fr. 1045.-


    Die Loks mit roter Schürze sind nummeriert, erscheinen mit Zertifikaten und die Auflage ist limitiert.


    Anfragen / Bestellungen bitte an Turi Seitz richten. Er ist via eMail erreichbar.



    Hier also die offizielle Ankündigung von HAG:


    HAG hat sich entschieden, die beiden Loks einzeln herauszugeben (also keine Sets). Bestellschluss für diese beiden Modelle ist der 31.1.2019, die Auslieferung ist für Ende QI/2019 geplant.


    Alle Details sind in den angehängten Flyer ersichtlich.


    Re 44_Knie.pdf Re 460_Knie.pdf


    Die Datenbank-Einträge lauten:


    - HAG 16259 Re 420 Knie

    - HAG 28412 Re 460 Knie


    Bis zum Vorliegen von effektiven Bilder der Modelle wurden Fotomontagen als Platzhalter verwendet.

    Bisher wurde bei den neuen Modellen jeweils der Zusatz "neue Beleuchtung" im Beschrieb hinzugefügt. Die Re 460 wird nun bereits seit knapp 5 Jahren so ausgeliefert, die Re 420 seit 2 1/2 Jahren. Da dies also der Standard ist, wird künftig auf diesen Zusatz in der Datenbank im Beschrieb verzichtet.


    Genauso verhält es sich mit den Faiveley Pantos der Re 460. Die Faiveleys sind seit sie verfügbar wurden der Standard und somit wird auf die Erwähnung in der Datenbank künftig verzichtet. Einzig Fantasiemodelle werden - sofern nicht ausdrücklich anders gewünscht - mit den alten Pantos bestückt.

    Eine Lok die es mit ihrem Designe, Kraft und Schnelligkeit mit der SBB Re 460 aufnehmen kann. Diese Ansicht ist im SBB Land der Re 460 / Re 465 definitiv nicht mehrheitsfähig, es ist nur meine eigene persönliche Ansicht.

    Richtig, dass es Deine höchstpersönliche Anicht ist - denn ich wollte schon schreiben: Jaja - und die Erde ist eine Scheibe! :D:D:D:D

    @ Roland

    die theoretisch mit Abstand seltenste Lok ist die "mittlere" RES 800 von 1952/53 mit den gemalten Rück-Lampen. Dennoch wird preislich die RE 800 vorgezogen, da technisch interessanter. Aber die Sammler Ansprüche sind fast irreal hoch, eine gebrauchte RE 800 gibt heutzutage nichts mehr her!

    Hermann - ich muss Dich da korrigieren. Die RES wird deutlich höher gehandelt als die RET. Den Mittelwert für die RES führe ich mit knapp Fr. 800.-, die RET mit etwa Fr. 160.- Allerdings sind das keine statistisch relevanten Zahlen da a.) recht alt und b.) nur wenige Resultate. Schaue Dir die aktuellen Angebote auf eBay an, die RES beginnt bei € 333, das höchste Angebot liegt bei € 1250.-. Bei der RET sieht das so aus: € 1.- / € 399.- Es werden weit mehr RET als RES angeboten.

    Mitte 1980-er Jahre war ein markanter Preisanstieg für die RET 800 / 3014 bemerkbar. CHF 300.- bis 400.- und mehr (für 100% perfekte Erhaltung) war durchaus üblich. Stark gebrauchte bis defekte 3014 Modelle: damals wie heute nahezu wertlos. Kein Witz, ist der RET 800 /3014 Originalkarton einigermassen gut, kostet der mehr, als dessen Inhalt!

    Hermann - wenn ich mich nicht irre ist da noch ein markanter Unterschied zwischen RES 800 einerseits und RET 800 / 3014 andererseits, nämlich der Preis. Währenddem sich kaum mehr jemand für die RET 800 oder die 3014 interessiert, werden für die RES 800 Preise die etwa dem etwa 5-fachen der anderen beiden Modelle entsprechen bezahlt. Dabei besteht m.E. fast kein Unterschied. Ich habe mir notiert 1x resp. 2 x Stirnlicht. Was aber was ist, weiss ich nicht.

    Heisst das, dass andere Hersteller diese Modelle in HO nicht herstellen dürfen?

    Nein, das heisst es nicht, es heisst nur, dass HAG die Rechte erhält, von Exklusivität ist mir nichts bekannt. Ob andere Hersteller ebenfalls die Bewilligung einholen entzieht sich meinen Kenntnissen. Das ist gut möglich, muss aber nicht sein. Wenn die Einsicht besteht, dass das Potential für zwei oder drei Hersteller zu gering ist, den wird wohl darauf verzichtet und das Feld HAG überlassen. Aber eben, ich bin weder Hellseher noch weiss ich was in den Köpfen der Entscheidungsträger vorgeht.

    Bitte nicht! Ich sehe den Vorteil einer dritten Artikelnummer (Set) absolut NICHT (ausser, dem Besteller des Sets wird ein nennenswerter Rabatt von mindestens 10% eingeräumt gegenüber dem Kauf der Einzelloks). Wer beide Loks will, soll beide einzeln bestellen. Wenn es ein Set geben soll (was unter Umständen durchaus sinnvoll sein kann), dann NUR das Set und KEINE Einzelloks. Alles andere verkompliziert die Sache nur unnötig.

    Danke Christian. Deine Ansicht macht durchaus Sinn, d.h. entweder ein Set mit beiden Loks (und einer Artikelnummer) oder zwei einzelne Loks (mit unterschiedlichen Artikelnummern, dafür aber kein Set.


    Wie Du aber den beiden obigen Beiträgen entnehmen kannst, diese User bevorzugen die Einzelloks und nicht das Set. Ich übrigens auch, denn auch ich bin eigentlich nur an der Re 460 interessiert. Mal sehen, ob es weitere Wortmeldungen gibt.

    Wie im Artikel von Bahnonline vom 1.12. 2018 nachzulesen ist, fand am 29.11.2018 in Rapperswil die Loktaufe der beiden Knie-Loks statt. Die Bilder habe ich von flickr kopiert (mit Verlinkung zum Original, (C) trainonline_ch):



    Re 460 100 Jahre Circus Knie



    Re 4/4 II 100 Jahre Circus Knie


    HAG hat umgehend reagiert und für die Logo-Rechte angefragt und diese bereits heute erhalten. Deshalb als Vorab-Info - die offizielle Ankündigung mit HAG Flyer folgt - dies:


    HAG wird die beiden Loks produzieren, die Artikelnummern und Bestell-Informationen folgen. Es ist noch nicht ganz fix, aber es wird aller Voraussicht nach sowohl als auch produziert, d.h. es wird die Einzelmodelle wie auch ein 2-er Set geben (macht das Sinn? Rückmeldungen sind erwünscht).

    Ein Container auch Staubsauger genannt ist die Re 446, früher Re 4/4 IV und bei dieser kann ich Potthässlich nicht unterstützen :D

    Selbstverständlich teile ich Deine Ansicht, dass man mit Fug und Recht das eine Design schön finden kann und das andere nicht (z.B. schön: Re 460, nicht schön: Ae 6/6 :D). Bisher war man sich aber einig, dass dieser Loktyp (insbesondere die Re 446 und etwas weniger die Re 456) nun wirklich nicht zu den Schönsten zählt :phat: - aber eben: keine Regel ohne Ausnahme (und das ist auch richtig so!).

    Ja, was nun? ;)

    Christian, mein erster Beitrag war eine Vorab-Info nach dem damaligen Stand der Dinge. In der Zeit bis zur Veröffentlichung des Flyers hat sich noch Einiges getan (siehe dazu auch meinen letzten Beitrag zum Thema Anzahl 2. Wahlmodelle). Deshalb habe ich das 2. Wahl auch aus dem Titel entfernt.

    Ich hatte mich einfach gefragt, was denn HAG verkaufen will. HAG produziert garantiert nicht so viel 2. Wahl Modelle, dass sich ein Extra-Verkauf dafür lohnen würde.


    Deshalb ist es für mich absolut logisch, dass auch 1. Wahl (übrigens auch Wagen) verkauft werden. Ich habe absolut Verständnis, dass HAG bestrebt ist das Lager so klein wie möglich zu halten, das ist totes Kapital (gilt natürlich für Händler genauso). Es ist für mich in unserer schnelllebigen Zeit ein ziemlicher Spagat, Produkte anzupreisen und eine Verfügbarkeit zu garantieren. Die Zeiten, wo auf Halde produziert wird, sind längst vorbei. Es gilt wie bei den Autos "just in time".


    Schade, dass es (meines Wissens) kein Weihnachtsmodell wie in der Vergangenheit gibt, das wäre eine Tradition an der ich (nicht aber das längst ausgereizte Budget ;() meine helle Freude hätte, vorausgesetzt ich erhalte immer die Nummer 6 ...:D:D