Beiträge von Longimanus

    Fabian,

    was soll da am Licht nicht gut sein?

    Zahnradbahn Fotos haben die (logische) Angewohnheit, immer an der steilsten felsigen Stelle oder einfachhalber gleich im Bhf fotografiert zu sein. Doch diese Lok so schön fotografiert auf einer bunten Blumenwiese, das ist ein Top Foto...:thumbsup::thumbsup::thumbsup:


    Und wenn das Wetter nicht noch schöner ist, dann ist es halt eben so. Mir gefallen die überperfekten Fotos von teuren Werbeagenturen nicht sonderlich gut, wo man genau merkt, dass der Regenhimmel gegen perfekter Himmel ausgetauscht wurde. Ein Foto ist aus meiner Sicht ein Mix-Kompromiss von: wie schöner desto besser und trotzdem noch authentisch bleiben. Du hast es perfekt getroffen! Bravo.

    Gruss

    Hermann

    Danke für den Bericht Erwin:)

    Schade, wird die Lama nicht mehr geflogen, es ist einer der wunderbarsten Helikopter. Deine Bemerkung zur Alouette II ist umgekehrt: die Lama CH Version Bj. 1970-er Jahre ist die modernere stärkere Weiterentwicklung vom Vorgänger Modell Alouette II von 1955. Es sind nahe Verwandte: die Lama ist etwas kompakter, meist minim leichter, aber mit dem stärkeren Motor ausgerüstet.


    Die CH Versionen vom Lama Helikopter stammt aus den 1970-er Jahren, ;)demzufolge sind es recht moderner Helikopter. 45-50 jährig. Sie passen +/- in die selbe Zeitepoche wie die etwas ältere Mirage, oder zeitgleich zu den 4 Prototypen Re 6/6, oder Mercedes 450 SE, Citroen GS, VW Golf, Opel Manta.


    Erwin, was findest Du an neueren Helikopter besser? So allgemein kann man das nicht sagen. Vor allem in technischer Hinsicht nicht. Die Lama kann noch (im grünen Bereich) Manöver fliegen, wo bei aktuellen Digital Helikoptern schon längstens Absturzwarnungen ertönen bez. Einstellungen gar nicht möglich sind/ ausgeführt werden, ähnlich einem JCB-Traktor.


    Der Tempomat vom JCB 8310 kann man bis 201 km/h programmieren, aber zuerst fährt er gar nicht und verlangt: stellen Sie einen Wert ein, welcher in ihrem Land erlaubt ist. Bittet man die Garage, sie möge alle Sicherheitshinweise ABS usw komplett ausschalten, dann fährt er unter Digitalem Protest, in Form von diversen Warnlampen immerhin (ohne Anhänger) bis 123 km/h. Lässt man die elektronischen Sicherheitssysteme an, was in 99.99% der Fälle sinnvoll ist, stoppt der JCB Traktor 8310 bei 72 km/h, ganz egal was man eingestellt hat, er führt die 201 km/h nicht aus. So ähnlich ist das auch bei modernen Helikoptern, Manöver welche grenzwertig sind, führt er gar nicht aus. Oder verlangt im Mindesten eine doppelte Bestätigung.


    Aus Sicht vom Unternehmen, sprechen die okonomischen Fakten eine klare Sprache: Moderne Helikopter sind etwas schneller, deutlich stärker, und beim selben Kraftstoffverbrauch können 2 Personen mehr transportiert werden. Auf 1 Jahr gesehen (ohne Corona) kann man mit modernen Helikoptern noch gut verdienen wo man mit dem Lama keine Chance mehr hat, oder man verlangt exorbitante Preise von >CHF 60.- pro Minute an aufwärts je nach Last und Auftrag. Früher wurden im Verhältnis höhere Preise bezahlt. In ärmeren Ländern sparte man am Unterhalt, die Service sind so vom Hersteller angesetzt, dass es nie bis ans technische Limit geht, wenn doch, wird es wirklich gefährlich. Weil schlecht gewartete Lama fliegen trotzdem noch mehr oder eben auch weniger sicher. Ausgelassene Service kann durchaus ein Absturzgrund sein.


    Wohl ist der Anschaffungspreis aktueller Helikopter viel höher, aber auch der Service-Intervall dauert viel länger, was auf die Dauer zu den wichtigsten Kennwerten überhaupt zählt. Soweit mir zu Ohren kam, war die Air Zermatt anfänglich etwas skeptisch, ob die neue Heli-Generation ihren Bedürfnissen entsprechen würden? Jetzt wollen sie (leider?) partout nichts mehr wissen, von dem alten Zeug... und erzählen mir, man müsse mit der Zeit gehen...


    Auch schätzen fast alle Fluggäste, die viel geräumigere Komfort-Kabine, man hat da mehr Platz als in einer SBB S-Bahn und die Kabine ist sehr gut Schallisoliert. Ganz anderst die Lama: kam dieser heutzutage annähernd 50 jährige Helikopter geflogen, kam das GANZE Tal in den Genuss vom typischen Helikopter Sound! Das Model sass eher auf, als neben einem und im inneren der Kabine war es alles andere als still. Auch ich als Laie konnte an der Akustik feststellen, welches Manöver der Pilot gerade durchführt. Das finde ich spannender, als eine moderne schallisolierte Kabine.


         

    Best Helikopter ever: Zermatt 2011

    Derzeit finde ich die original Fotos nicht gerade. Am Bildschirm sind die Fotos noch zu sehen, aber wenn man sie exportieren will, erscheint die Meldung: "Ordner nicht gefunden, oder existiert nicht". So habe ich die Fotos ab Bildschirm fotografiert, daher sind die Fotos ausgesprochen Pixel rauschend.


    Gruss

    Hermann

    Danke Roland für die Dorenbach Vorstellung!


    Am meisten gluschten mich dieses mal Erzeugnisse aus dem Werkstoff Papier, da hat es etliches Interessantes dabei. Erstaunlich, das feine empfindliche Papier überlebt oftmals, teils um viele Jahrzehnte, die darin angebotenen Erzeugnisse aus festem Krupp-Stahl.

    ... zuerst möchte ich den neuen Triebwagen natura 1:1 sehen. Prognose: ganz so schlimm wird es nicht sein... Nun, eine Lok, Triebwagen, Zug darf ja auch schön sein! "Nicht ganz so schlimm" ist eine Beleidigung an das schöne Rigi Gebirge. Reichlich selbstbewusst nennen die Vitznauer die Rigi; Königin der Berge!


    Das abverheite Designe aushalten ist deutlich weniger anstrengend, als selber herauf laufen... Eine Riesenwerbung an die beachtliche Rigi Oldtimer-Staffel. Wenn die Fahrzeuge parallel gleichzeitig auf Gäste warten, wird das eine Fahrzeug überfüllt sein und das andere Fahrzeug trotz Besucherandrang halb leer?! Vielleicht ist es auch ein Kopierschutz? Dieses Ding werden die Chinesen kaum freiwillig kopieren wollen? Wobei, auch in China und Japan sind zahlreiche neuste Züge gegenüber ihren Triebzügen aus den 1960/1970-er Jahren vornehm ausgedrückt: gewöhnungsbedürftig.


    Die Concorde sieht ja auch lahm aus, wenn ihre Spitze herunter hängt und super elegant im Flugmodus. Vielleicht senkt sich bei "schneller Fahrt" ;) der Rigi Führerstand? Die Boeing 747 und Anteile der ÖBB 5045 Blauer Blitz haben / hatten Buckel und sind trotzdem wunderschön. Was studieren die Designer seit der Re 460 und ÖBB BR-1016 1116? was auch schon wieder 30 bez. 20 Jahre her ist. Die alten Meister brauchen sich nicht zu verstecken...


    Gruss

    Hermann

    ISO-Werten praktisch rauschfreie Bilder hinkriegst!

    danke Fabian, aber das bin nicht ich selber, das ist die Kamera.

    Im Gegenteil: auf den Auslöser drücken und dann möglichst nichts machen! Wie mehr Nichts aussen passiert, um so besser das Resultat. Es reichen kleinste Erschütterungen und aus ist`s mit der Fotoqualität. Die SBB Diesellok Am 843 ist motorisch zwar viel leiser unterwegs, dafür vibriert das Umfeld viel stärker, als bei der älteren Bm 4/4. Trotz ca. 10 Meter Abstand und Guss-Stativ: Foto total rauschig verwackelt. Es braucht also nicht viel, bis es verwackelt oder stark "rauscht". Mit grösserem Abstand zur Lok wurde es dann ganz gut:).


    Raschfrei, das macht irgend wie das Digital-Zeugs, frag mich nicht wie?!? Ich bins nicht, ich drücke nur auf den Auslöser.


    Rausch frei ist das Foto nur einigermassen als Ganzes! Immerhin... Die Nikon D-810 ist generell eine gute Kamera. Viel Pixel pro Fläche genügt nicht, auch die anderen Komponenten müssen mindestens so gut sein.

    Angenommen, man fotografiert mit einem 18-24 mm Weitwinkel zu guten TAGESzeiten eine Lokomotive / Wagen und hat kein 105 mm Objektiv dabei und möchte das Revisonsdatum sehen, so braucht man nur den Bildausschnitt ausschneiden, selbst der kleinste Ausschnitt, etwa 1 /100 (oder noch kleiner?) der Bildfläche ergibt ein erkennbares Resultat. So extrem war das bisher nicht annähernd möglich. Also wenn eine Kamera schon zu Tageszeiten das einzelne Pixel schärfer abbildet, dann ist es kein Wunder, dass sie auch Nachts bessere Resultate als ihre Vorläufer bringt. (Sofern alles auf einer ähnlichen Schärfenebene liegt.


    Dass das Foto eben doch nicht rauschfrei ist, siehe Distanzfotos vom Urmiberg auf Brunnen. Zu Tageszeiten kann man sogar noch die aller kleinste Einheit "ausschneiden" und erhält ein noch knapp brauchbares Resultat. Jedoch möchte man vom Brunnen-Nacht-Foto nur bescheiden 1/4 Bildfläche schneiden, so rauscht es stark und Bäume gleichen eher Nebelwolken. Möglich dass es dort auch effektiv Nebel hatte, es regnete zeitweise.

    Es ist ja auch keine Infrarot Kamera, sondern eine welche eigentlich auf Licht angewiesen ist. Keine Ahnung wie der Sensor aufgebaut ist? Noch vor wenigen Jahren waren solche Fotos, so einfach, undenkbar. Beim Händy läuft ja eine ähnliche Entwicklung:


    Am Samstag hat ein Kätzchen ein Kätzchen mit Kätzchen aufgenommen. Schnell - schnell nur mit ihrem Handy! Und ich gebe es zu: die Dame hat nichts gemacht als ihr Handy in die Richtung gehalten und auf ein Kreis Symbol gedrückt. Ihr Resultat war voll "jöh Effekt Video". Mein Resultat war schlecht geworden, so spontan. Bis mir klar war, welche Einstellungen nötig gewesen wären, bis dann wollte längstens die Katzenmutter ihr Bébé wieder zurück.


    Und ein klassisches Sammler Motiv, eine H0 Lokomotive im ca. 45 Grad Winkel von vorne bis hinter scharf abbilden, dass kann die D-810 genau so wenig auf normale Art wie ihre Vorgänger. (womöglich bin ich auch einfach zu blöd, zu wissen wie es geht). Die Kamera soll eine Funktion haben, wo ohne externer Komputer oder Programm die Kamera 3-4 einzelne Bilder zu einem einzigen Ganzen zusammensetzt, das wäre oder ist ein Quantensprung. Jedoch herkömmlich fotografiert, ist die Physik eine Konstante die man nicht umgehen kann.


    Fabian, die sind bestimmt auch heute noch dran. Schlaf ist nicht so ganz unwichtig, sondern erholsam. Wie Du schreibst, spart man am Schlaf, gehts der ganze Tag nicht weg, als hätte man Kopfweh. Jedoch wann genau (genügend) Schlafzeit ist, da bin ich flexibel. Und die Arbeiter sind zwar total freundlich, aber sie wundern sich wenn jemand mit einer Kamera bei Regenwetter im Bhf Brunnen Nachts herum schleicht. Einer meinte: das wird doch nichts, ohne Blitz. Der hat bestimmt noch wie ich eine alte Analog Kamera? Eine Maske muss man im Perron-Bereich nicht zwingend haben, es ist weit und breit niemand sonst "da" abgesehen von den Arbeitern. Die befinden sich aber nicht im Perron-Bereich, sondern auf den Gleisen am arbeiten.

    Gruss

    Hermann

    EDIT: Diesen Warnton hört man auch druch die Fenster, ich muss aufpassen, dass ich nicht plötzlich mit der Kamera in der Hand das Haus verlasse :lol:

    ja, der Warnton hört man leise noch bis zu mir! Nun denn, ein leiser Warnton, ist ein zu grosser Widerspruch.

    Einfach aus Gwunder: Fabian, Du kannst die Fotos auch löschen, oder die Admin bei mir platzieren, ich weiss nicht so recht, ob ich meine Fotos hier platzen soll?


    Die Männer und erstaunliche viel Frauen arbeiteten noch um 02.00 Uhr, bei Dunkelheit und Regen! Am Himmel ging es sehr dynamisch zu und her, einzelne Wolken brachten heftige Platzregen und nur 1 Km weiter herrscht klarer Sternenschein...


    Gleisbau am Bhf Brunnen

    Brunnen um 01.30 Uhr. Kamera Werte: 1/50 Sek. Blende 6.3. ISO 16000. Gegenüber Festbrennweite Lichtschwaches, aber als Zoom starkes, jedenfalls sehr praktisches Zoom 24-105 mm Lichtstärke etwa 4. Brennweite: links 24 mm. Rechts 105 mm.

         


    Schotter Zuführung am Bhf Brunnen

    Hier hatte es mehr Lampen, entsprechend reichte bereits nur ISO 800 Lichtempfindlichkeit.

         


    Übersicht, hier mal maximale Lichtempfindlichkeit ISO 25600 (normal ist um 80 - 250 herum). Zoom bei 24mm Belichtungszeit lange 25 Sekunden. Blende:8. Beim Foto Rechts: IS0 Lichtempfindlichkeit noch 6400. Belichtung 30 Sekunden Zoom bei 24 mm. Blende 8.

        


    Also u.a. beim fotografieren gefällt mir Digital wie länger wie noch besser:). Es ist ja nicht hell, sondern in Wirklichkeit stockdunkel! Die Kamera sieht im dunkeln offenbar besser als ich selber. Mit Analogfilm wäre so ein Foto falls überhaupt machbar sehr viel aufwändiger.


    Auch bei den Gleisarbeitern, sie sind zwar mit sehr hellen Hochleistungsslämpchen ausgerüstet, aber auch nur gerade dort wo die Blickrichtung hin scheint. Das grenzt an ein Wunder, dass die so im Dunkeln arbeiten können! Nicht so selbstverständlich... Ich könnte das nicht und würde mehr Licht wollen. Wenn es dann noch klatschnass wird, alle Achtung vor diesen Gleisarbeitern!!! Und auch zu wissen wo genau man sein Werkzeug platziert, oft ist es ja nur klein, z.B. ein Schraubendreher 1 Meter weiter weg und man (ich) würde es nicht mehr finden... Die SBB können einem ja nicht jeden Tag mit neuem Werkzeug ausrüsten.


    Gruss

    Hermann

    Hallo Fabian,

    das ist ja eine unglaubliche Schärfentiefe, dass man einerseits Nachts noch den Grossen Mythen scharf sieht, anderseits die Beschriftungen der Lokomotive noch lesen kann? Da nimmt mich auch wunder, wie hast Du das gemacht? Wir haben uns demzufolge gerade gekreuzt, ich komme kurz vor 23.00 Uhr vom einkaufen (Bhf Coop) zurück. Danke für den Typ der Stopfmaschine... das macht mich gwunderig.


    Kein Wunder hat der Zug kürzlich mal als ich Besuch abholen konnte, sozusagen bereits vor dem Bhf angehalten, an einem improvisierten Eigenbau-Bahnsteig.

    viel Glück René dabei, Du mit Deinen Fähigkeiten wirst das schon können. :thumbsup:


    Wenn schon dann schon würde ich dabei auch noch kontrollieren, ob die Lötnähte noch gut sind? Was bei Deinem Modell soweit vom Foto erkennbar, der Fall ist?! :). Falls nicht: neu verlöten.


    Hersteller bedingt, haben auch u.a. H0 Fulgurex Modelle die unschöne Eigenschaft, dass vereinzelt deren Lötnähte den Geist aufgeben. Na ja, bei 2 Jahren Garantie haben auch schlechte Fulgurex Modelle mindestens 20 Jahre gehalten, meistens eher 40-50 Jahre, bis wirklich Probleme auftreten. Besonders bei H0 Modellen mit Bj. 1975 bis 1982. Erstaunlicherweise bei alten Fulgurex Modelle aus den 1960-er verhält es sich umgekehrt: Lack etwas empfindlicher, dafür halten die Lötstellen (bisher) bombenfest. Die Zusammensetzung und Haltbarkeit von Lötzinn und Flussmittel ist ein Thema für sich.


    Zuerst gibt es eine Verfärbung der Lötstellen, was bei Dampfloks durchaus noch wie von selber echt gealtert "attraktiv" wirkt. Geht der Prozess weiter, entsteht im Endstadium wieder einen Bausatz ;). Diese schadhaften Lötstellen mögen keine Belastungen mehr aushalten, oder zerfallen gar von selber. "Nur" die damaligen Lötverbindungen sind schadhaft, nicht das Messingblech als solches. (Ausser es hätte direkten Kontakt mit dem zerfallenden Schaumstoff im Karton, was ein anderes Kapitel ist).


    Beruhigend: nicht immer und nicht alle Fulgurex H0 Modelle leiden unter schadhaften Lötarbeiten. Selbst Modelle aus der gleichen Charge können von gar nicht betroffen bis defekt sein. Ansonsten sind Fulgurex Lokomotiven eigentlich nach menschlichen Massstäben unbeschränkt lange haltbar.


    Ältere Modelle sind einfach noch mit billigen groben, empfindlichen Motörli ausgestattet, welche aber dennoch auch noch nach Jahrzehnten mehrheitlich funktionieren. Wahrscheinlich ging es nicht nur um Kosten zu sparen, sondern man wollte schlanke schmale Motoren. Dass Antriebe sehr gut wie auch gleichzeitig ganz unsichtbar sein sollten, hielt man zu der Zeit noch für etwas übertrieben.


    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner B 3/4.

    Gruss

    Hermann

    hoffentlich auch, wenn schon ein fast einwandfreies Messing Fulgurex Be 4/6 Modell für CHF 220.- zu haben ist.


    35-40 jährige Roco Be 4/6 Modelle 14191 A Analog Wechselstrom sind privat auf e-Bay ab 55.- oder werden teils gleich ganz ohne Limit angeboten.

    Ich muss mich korrigieren, danke für Deinen Hinweis: Die Roco 79433 Be 4/6 grün digital für Mä-System, wird derzeit kaum angeboten. Gut möglich dass das CHF 200.- war...

    rechnete sich wohl aus, dass er mit dem Tausch von Messing auf digitalen Druckguss noch Einen Gewinn generiert. Oder doch zumindest kein Geld einsetzen muss....

    doch wahrscheinlich schon. Diese Fulgurex Be 4/6 war für CHF 220.- zu haben! im Liliput Transparent-Kunststoff Wagen Ok. Für 220.- gibt es 2021 noch nicht mal die Roco als Neu! Die Märklin Neuheit (mit deutlich feineren Spurkränzen:)), ist je nach Händler für CHF 514.80 zu haben. Dem Fulgurex Angebot fehlte der Originalkarton, psychologisch ein deutlicher Verkaufsnachteil. Einseitig fehlt auf der (anderen) Seite das berühmte "SLM-Schild". Auch wenn dies nur 1:87 ist und kaum auffällt, fehlt so ein Schild, ist das durchaus ein Manko. Die Lok ist Analog konzipiert und momentan einfach aus der Mode. Mir egal...

    Kein Mumpitz in Bümpliz:)


    Es gibt so gewisse vorgefasste Meinungen, wie bei Rolls-Royce gehe nie was kaputt, HAG Loks in Gleichstrom hätten schlechtere Fahreigenschaften als HAG AC und Messing Loks würden nur gut aussehen und hätten schlechte Fahreigenschaften usw. Hingegen was kein Gerücht ist, sondern pur Tatsache, insbesondere früher, aber auch heute noch etwas: Quantitativ dominiert in der Schweiz das Märklin Mittelleiter System.

       


    An diesem viel grösseren Kuchen wollte Fulgurex auch teilhaben. Fulgurex ist bekannt für seine massstäblichen Messing Modelle seit mittlerweile auch schon deutlich über 50 Jahren. Grundsätzlich sind Fulgurex Modelle unisono für 2-Leiter Gleichstrom DC ausgelegt. Ein Umbau von 2-Leiter DC auf System Märklin, insbesondere Lokomotiven eigenen sich nicht! Es ist sehr aufwändig und bringt trotzdem nur mässig gute Ergebnisse. Allein schon der DC Gleichstrom Motor war früher ein Problem, im Digitalzeitalter nicht mehr, im Gegenteil. Heute haben auch (leider?) ACC Loks DC Motoren. Aber... die Räder sind zu schmal und der Radkranz deutlich viel zu fein. Damit einhergehend sind für Messingmodelle grössere Gleisradien erforderlich. Auch ist meist der Motor und Getriebe im Wege und der Bodenabstand zum Mittelleiter-Gleis zu kurz. Nur all zu schnell drückt der Schleifer die Lok in die Höhe, statt die Lok den Schleifer auf den Punktkontakt-Mittelleiter. Zwar nur 0,5 bis max 2-3 mm, aber das reicht zum Entgleisen auf Weichen und generell schlechtere Adhäsion.


    Etwas anderes ist es, wenn es sich um keinen privaten Umbau handelt, sondern wenn der Hersteller seine Konstruktion von Grund auf ganz bewusst (auch) für das Märklin System auslegte. Seit den späten 1960-er Jahre produzierte Fulgurex immer wieder mal H0 Be 4/6 DC Modelle. Heute sind dies Sammlermodelle für die Vitrine. Die Messing Be 4/6 Modelle der 1960-er und 1970-er Jahre sind optisch weit davon entfernt, mit der ältesten Version der Roco Be 4/6 mithalten zu können, welche ihrerseits von 1979/1980 stammt. Und die Laufeigenschaften sind wie wenn man ein Benzin betriebenes Auto mit Diesel betankt.


    Fulgurex gab sich einen Ruck - vielleicht wegen Roco? Da beinahe zeitgleich kam das Roco Grossserien Modell und von Fulgurex vorläufig das bisher letzte Messing Be 4/6 Modell auf den Markt. Listenpreis Roco Modell 1980 (je nach Anbieter, Discounter waren um 89.- bis 95.- herum) ca. CHF 119.- (DC). Das Fulgurex Modell Be 4/6 1980 in DC mit 2 Motoren kostete 800.- Die Detaillierung mag auch 41 Jahre später überzeugen und was die Laufeigenschaften anbelangt, erstklassig. Die komplexe Mechanik scheint kaum zu altern, das Be 4/6 Modell von 1980 läuft so fein und leise, wie vor 40 Jahren. Man wünschte sich, alle Modelle wären in dieser Qualität ausgeführt worden.


    Die genauen Gründe sind mir unbekannt, wieso Fulgurex auf dem Märklin AC Markt Fuss fassen wollten? Es muss ja auch nicht alles begründet werden können? Wahrscheinlich wollten sie einfach auch mal testen, ob der AC Markt auch etwas für Fulgurex wäre? Das ist nicht so einfach, ein BMW Fan kauft aus Prinzip kein Mercedes und ein FCZ Fan findet der FCB nicht so toll und noch weniger GC, obwohl alle das Gleiche tun und die gleichen Erfolge wie auch Probleme haben.


    Heute ist vieles möglich (bei der Modellbahn) der Käufer hat bestimmte Bedürfnisse, Erwartungen und Preisvorstellungen an ein Modell. Ich möchte jetzt nicht ausdrücken, es wäre egal wer ein Modell liefert, aber die Marke hat schon nicht mehr den gleichen Stellenwert wie noch 1980.


    Jedenfalls Fulgurex lieferte 1981 eine perfekte Symbiose von Messing Modell und Märklin Attribute. Das Aussehen ist für ein 41 jähriges Modell top und die Laufeigenschaften sind ebenso perfekt, nahezu geräuschlos. Ein kommerzieller Erfolg war es trotzdem nicht, das dürfte an der Schwellenangst der Märklin Bahner zu Fulgurex Modelle gelegen haben und am Preis. Je nach Händler leicht unterschiedlich, kostete die Fulgurex Be 4/6 für das Märklin System um CHF 1000.- herum. Die nahezu zeitgleich erhältliche Be 4/6 für das Märklin System gab es für etwa um CHF 178.- herum. Also etwa 5 x weniger, aber sicher nicht 5 x schlechter. Trotz seiner Qualitäten hatte das bessere Fulgurex AC Modell kommerziell keine Chance gegen Roco AC.


    Nicht so geschätzt wurde, dass das Fulgurex AC Modell dem Märklin Stil nachempfunden wurde: 1 Drehgestell enthält den Motor, das andere (ohne Antrieb) den Schleifer. Allerdings wurde der Motor beschwert und eine Achse war mit Haftreifen ausgerüstet. Das Fulgurex AC Modell kann im Verhältnis zum Vorbild mindestens die selbe Tonnage über den Berg schleppen, wahrscheinlich markant mehr... Wenn das Modell schlecht zieht, wie oft kolportiert wurde, dann liegt es nur indirekt an der Lok: schuld ist der dicke, zu wenig gespannte (zu lose) sitzende Haftreifen. Kommt noch Oel an den Haftreifen, wird er gleich nochmals geschwächt.


         


    Eigentlich bevorzuge ich bei Messing Modellen ganz grundsätzlich die Gleichstrom DC 2-Leiter Basis. Aber die Fulgurex Be 4/6 für das Märklin System ist so speziell und ungewöhnlich, die muss ein Sammler haben. Jedenfalls war sie auf meiner Wunschliste. Fulgurex hat dem Modell nicht einfach nur einen Schleifer spendiert und fertig ist die "Märklin" Lok, sondern gegenüber der DC Version sind die Radlaufflächen nahezu doppelt so breit und der Spurkranz ist dermassen ausgeprägt hoch, da muss man schon auf Märklin Vorkrieg zurückgreifen, um Vergleichbares zu finden. Märklin selbst hatte 1980 längstens keine so breiten Bandagen und vor allem keine so hohe Spurkränze mehr. Die Konstrukteure werden sich wohl gedacht haben, wenn schon für Märklin, dann richtig:D.


    Ich weiss nicht, ob das neue Märklin Metall Be 4/6 Modell den Preis so drückte? Auch an Nachschub wird es an Secondhand-Modelle statistisch nicht fehlen. Die Frage ist nur, wer verschwindet und wer kauft. Zum Glück weiss man das nicht im Voraus. Jedenfalls manchmal gibt es Angebote, da muss man nicht philosophieren, sondern zugreifen. Einmal mehr, mich freute dass die Lok um 20.51 Uhr (Abendverkauf) noch da war, auch Spätaufsteher haben immer wieder ihre Chancen.


    Gruss

    Hermann

    Und noch besser: Der braune Wagen hinter dem ersten Fahrzeug ist ein ehemaliger Bierkühlwagen!

    ;) möglicherweise nicht war, sondern IST es ein getarnter Bierkühlwagen? Damit es nicht auffällt, einfach braun angemalt. Ich würde es den Arbeitern noch gönnen, wenn sie sich nach ein paar Std schleifen ein Bier holen. Wenn schon ein Appenzeller- oder Walliser Bier. Dass die gleich mit 4 Schleiferwagen aufkreuzen? Stark vereinfacht, gab es von Kleinbahn das "Modell" dazu. Fehlt nur noch "die gelbe Lok" und der Steuerwagen...

    am meisten dürfte schon die DB E-41 verwendet worden sein. Wahrscheinlich div Bo-Bo Loks bis zur BR-111 als Wendezug fähige Lok/Steuerwagen.


    Als gewöhnliche Zugkomposition, ist es wohl einfacher bez. die Liste viel kürzer: welche (DB) Loks NICHT zu den Silberlingen eingesetzt wurden. Selbst die DB E-44 und die winzige E-169 fuhren offizielle (eng begrenzte regionale) Silberlinge-Kompositionen. ;)Schade hat die SBB / DB nicht Deine V-200 Idee aufgenommen, als grüne stärkere schneller aufgewertete V-200 Lok den Silberling-Express von Heilbronn bis Bellinzona zu ziehen...

    früher war die Eisenbahn für ihren ganz typischen Eisenbahn-Sound bekannt, wie es nur sie kann: dädägg, dädägg, dädägg... am Schluss noch ein wenig auf der RhB und FO.


    Heute übliche annähernd geräuschlose Fahrten auf der Eisenbahn, dass dürfte an den besseren Drehgestellen liegen, anderseits auch am Gleis selbst! Präzise endlose gleichmässige Schienenstränge helfen bestimmt, dass schneller gefahren werden kann :D, es tönt nur noch ein leises "sshh". Ich wusste noch nicht einmal, dass so ein Scheuchzer Schleifzug überhaupt existiert.


    Scheuchzer "Grizzly" Schienenschleif-Komposition, gelber Teil.

         


         



    braune Schleif-Werkwagen

       



    Gruss

    Hermann

    Hauptsache Roger, Du bist wieder wohlbehalten unversehrt zurück zu Hause. Ich kann ja nicht gut sagen, ich helfe Dir das nächste Jahr, sonst hätte je nach dem die Polizei noch mehr, statt weniger Stress.


    Solange die Politik das zulässt, wird sich die Situation für die Polizei nicht so schnell ändern. Anderseits will man auch keine US-, oder Putin-Verhältnisse. Schönwetter-Demokratie ist darauf angewiesen, dass die Menschen einigermassen friedfertig ihren Gefühlen Ausdruck verleihen. Manche Leute sind sowieso schon wegen der Covid- Pandemie gereizt, teils verständlicherweise. Ich wüsste auch nicht wie ich vor 32 reagiert hätte: SAAL-Auktionen darfst du keine mehr machen, aber die Miete trotzdem bezahlen, Bankzinsen auch, damals 8,75%(!). Verantwortung für die Angestellten hat man trotzdem. Tausende Menschen sind in dieser Lage, ohne genau zu wissen, wann "es" aufhört. Zumindest das Wetter war auf Seite Behörden. Kein Witz auf der Rigi Stockflue hat es heute 1. Mai einen Schneeflaum gegeben, so wird es auch in Zürich kalt & nass gewesen sein. Eigentlich haben wir seit gut 4 Wochen Sommerzeit!


    @ Barni:

    Glattbrugg, ja da stimme ich Dir zu.

    Turm: wahrscheinlich der Turm, welcher höher ist. Falls freie Sicht unklar, (Bäume), dann beiden Türmen einen Besuch abstatten. Standort, es muss ja nicht unbedingt ganz exakt gerade Glattbrugg sein, sondern da wo viel (eisenbahniges) los ist. Wenn es mir genug Aufwand der Wert ist, werde ich ganz bestimmt die richtigen Stellen finden.

    Gruss

    Hermann

    Danke Erwin für den Typ. Ja, ich weiss schon, dass der Bereich Zürich bis Winterthur wahrscheinlich No 1 der CH ist. Aber ich wollte doch zu Bahnorama, da ist bereits Sissach schon ein kleiner Umweg. Und heute am 1. Mai geht ganz sicher niemand nach Zürich, selbst nach Basel macht man einen grossen Bogen herum. Ausser vielleicht Roger, der ist ein Profi und kann alles. Der weiss was er machen muss und wie man am besten mit Leuten umgehen kann.


    Sobald es schön ist, möchte ich mal auf den Aussichtsturm in Winterthur. Unterwegs, kommt man auch beim HB und Glattbrugg vorbei.