Beiträge von Longimanus

    ja die haben heute einen ausgezeichneten Job gemacht, dass kann ich bestätigen :thumbsup:. Nun, es müssten Hexenmeister oder Zauberer sein. Ich bewundere ihre Gelassenheit und Humor, wie die das Auktionshaus betreiben. Auch wenn zwischendurch ein wenig mehr Tempo meine Idee ist. Auch die Kundschaft hatte Humor, mein Nachbar bemerkte: wir seien doch eine gute eingespielte Sammlerschaft, welche genau so gut auch Ausgang vom Altersheim haben könnte. Der Auktionator könne nicht schneller machen, als seine Kundschaft noch nachkommt.


    Teils lassen sich die mehrheitlich tiefen Spur 0 & I Ergebnisse durch den Gebraucht-Zustand erklären. Auch zu meiner Zeit schon, wollten die Sammler was höchst unlogisch und schlicht nicht realistisch ist: Ein Tinplate Spielzeug soll 100 jährig sein, das Vorbild gut wiedergeben, keines Falles restauriert sein, schon gar nicht bespielt oder defekt. Es muss wie neu mit Anleitung und mit Originalkarton angeboten werden können. Bereits 10 jährige Modelle entsprechen oft nicht mehr dieser Definition, geschweige ein 50-120 jähriges Spielzeug. Ab und zu schon, aber der Regelfall ist es nicht.


    Ich musste mir heute oft den Spruch anhören: bei dir hat es nicht das doppelte, sondern das 10 Fache gebracht!!! Manchmal übertrieb es der Auktionator heute mit dieser Bemerkung, wie ein Kerbe auf der Schallplatte, aber Unrecht hat er nicht: Es war immer wieder effektiv so: In Einzelfällen waren allein die Auktionsgebühren höher, als heute der ganze Wagen kostet. Beispiel gefällig: Dass der viel seltenere POST-Wagen Märklin 17550 Spur 0, 1930-er Jahre, sammlerisch nicht mehr vom viel häufigeren normalen Gepäckwagen 1754 preislich differenziert wird, ist komisch. Der 24,5 cm 4-A 17550 POST-Wagen ist von ca. CHF 1200.- bis 1400.- (neu ungefahren bis CHF 2500.-) jetzt 20 Jahre später immer nur langsam in kleinen Schritten, aber bisher unaufhörlich von CHF 1400.- auf 100.- gefallen, oder gar zu dem Black Friday Angebot dennoch auf "kein Gebot geht zurück " !!! gefallen8|. Gut 90 % vom ehemaligen Sammlerwert haben sich in Luft aufgelöst. Schlimmern noch, das Interesse hat sich an diesem schönen Wagen 100% in Luft aufgelöst.


    Über den Preis kann man diskutieren, aber auch nur wenn INTERESSE da ist. Das ist fataler in seiner Auswirkung, als der Preis per se.: 20-30 Jahre früher: nicht der "nächst beste Bieter" bekam den Zuschlag, sondern der Meistbietende! Wer einen Märklin Postwagen 17550 wollte, musste schon um ihn "kämpfen". Natürlich waren auch bei uns die CH Bieter die Hauptkunden. Doch bei Weitem nicht die Einzigen: Die Deutschen waren sowohl schriftlich wie persönlich im Saal anwesend, nicht nur zum schauen, sondern aktiv. Die Amerikaner spielten zahlenmässig kaum eine Rolle, aber wenn sie was unbedingt haben wollten, - die kleckten nicht, die Klotzten. Ebenso hatte es ein paar Franzosen, die kauften nicht Jep, sondern Märklin und davon nur das Beste. Die CH Zollvorschriften sind für internationale Blech Käufe ganz bestimmt keine Hilfe, sondern ein erhebliches Hindernis. Doch dies allein kann die Preis Erosion nicht erklären. Weltweit ist Tinplate derzeit nicht sonderlich gefragt, bis auf ein paar ganz exklusive Museum Sammler Exponate.


    Zusätzlicher Faktoren: ein richtiges Auktionshaus hat heute in seiner Reichweite - solange es nicht gerade um Diamanten geht, das Nachsehen gegenüber Pseudo Auktionen wie e-Bay & Co. Zudem, auch in den USA, Frankreich, Deutschland wollen die Jungen zig- moderne Dekoder Funktionen und die "Alten" hatten 40 Jahre Zeit ihre Sammlung zusammenzutragen, wenn die besten Kunden damals 1989 ein alter von 65-80 Jahre hatten, wären die Kunden heute 95 bis 110 Jahre alt. Dass das Sammeln unter Jungen total out ist, stimmt so nicht! Sonst wäre Märklin schon längstens vollends pleite. Statt dessen heisst es: Märklin fehlt 2019 nicht der potentielle Umsatz, sondern genügend und gute Facharbeiter! Nicht nur Kleider, auch die Modellbahn ist einer Mode unterworfen, was gerade gefragt und was out ist.


    Erwin ist zwar nicht mehr ganz jung, aber auch er gehört zu der heute dominierenden Sammlerschaft, wo selbstverständlich alles am Modell stimmen muss. Ich habe heute ein Lot Franzosen D-Zugwagen ersteigert, ein ganzer Zug zum Preis von einem Wagen. Der Wagen müsste rechnerisch 1:45 rund ca. 48 cm lang sein, das Modell ist aber 4-achsig ca. 14-16 cm lang, um Faktor 3 zu kurz! Das ist doch lustig und eine künstlerische Freiheit. Die heute aktiven Kunden finden ein Wagen dermassen verkürzt, nicht mehr lustig. Jedenfalls ich bekam das Lot zum Ausrufpreis. Am Zustand kann es nicht liegen, die 60 jährigen Wagen sind einwandfrei. Einfach momentan aus der Sammler-Mode geraten.


    Ebenso bekam ich u.a. auch der grosse HAG Trafo zum Ausrufpreis. Spannend ist nicht nur seine (für damalige Verhältnisse) 70 VA, sondern auch seine Fahrspannung bis 20-21 Volt:D:thumbsup:. (Umschalt Impuls ca 25 V) Seine max. Fahrspannung ist gegenüber heute üblichen 12 Volt rund 40% höher:thumbsup:Ältere Motoren haben mit dieser Spannung kein Problem und erfüllen locker die Pflicht, dass eine Lokomotive 15% schneller sein muss, als die betriebliche ausgeführte V/max. Es wäre mal an der Zeit, dass auch im Modell die SNCF Rekordfahrt von 1955 nachgeahmt werden kann.


    Gruss

    Hermann

    bin nicht ganz sicher, ob richtige Rubrik? Es ist eine Re 460, Basis HAG, aus der "gecko" Linie. Kein Raubtier, sondern ein Fehldruck Swissair SBB Lok Re 460. Je 1 Front bez. Breitseite sind unterschiedlich nummeriert: 460 000-3 UND 460 031-8 auf dem selben Modell. Die Motiv-Bedruckung ist nach meinem Empfinden perfekt:thumbsup:. Die weisse Grundierung könnte jedoch noch etwas exakter ausgeführt werden, die weisse Trennlinie an den Fronten ist nicht so exakt. Interessant auch noch, dass das selbe Modell an den Fronten jeweils eine andere Swissair Schrift aufweist. Ich möchte anmerken, das Modell wurde mir ausdrücklich als Fehldruck verkauft... Ein Fehldruck darf alles und ist frei von Kritik, sonst wär`s ja kein Fehldruck. Ich habe dieses Modell weder speziell gesucht noch nicht gesucht, sondern bin wörtlich dran heran gelaufen... (die wie Schoggistängeli aufgereihten Heck Düsen gefallen mir).


    Bezeichnet als: SGD F 60003-31 mit Vermerk "Fehldruck". Auflage 1/1.

       


       



    Gruss

    Hermann

    Punktkontakte

    Punktkontakt steht eben nicht! Wenn es doch dieser wäre? Der PuKo schleift sich doch allein durch die Schleiferbewegung ganz von selber! genau so bewirbt Märklin sein System. Jetzt verstehe ich nur noch Bahnhof?

    Womöglich ist die nicht mehr so aktuelle Form des Mittelleiter als effektiver Mittelschiene-Strang vor Bj 1957 gemeint? Vielleicht melden sich noch andere Forumisten dazu, welche mehr praktische Erfahrung damit haben?


    Gruss

    Hermann

    interessanter Bericht von Ginne2!

    Was ist der Unterschied, (abgesehen von der Härte) von Diamant-Schleifpulver zu (feinem) Schmiergelpapier? Letzteres gilt als Tabu betr. Gleisreinigung. Schleift man die Gleisoberfläche, ist KURZFRISTIG in jedem Fall ein besserer Kontakt gegeben, da die Korrosion/Fett/Schmutz weg ist. Aber dadurch wird die Gleisoberfläche noch mehr verletzt und dann bleibt "der Dreck" erst recht hängen! Man wird in immer wie kürzeren Abständen schleifen müssen. Ich würde bevor geschliffen wird, es vorher noch mit Chemie versuchen, das ist meistens die nachhaltigere u effektivere Gleisreinigung?!


    Gruss

    Hermann

    Märklin 3021

    verschiedene Abdeck-Bleche auf deren Unterseite:


    Variante ohne Schriftzug Märklin (aber noch mit Handumschalter!)


    Mutmasslich Typ 1 von 1957 mit breiter positiver Schrift Leider etwas mit Flugrost behaftet.


    Mutmasslich falsche Variante aus den 1980-er Jahren. Die Masse sind immer die gleichen, die Bleche austauschbar. Aber die Art passt nicht mehr so zum Märklin Stil der 1980-er Jahre. Ich selbst habe keine ursprünglich neu gekaufte 3021, es sind alles gebraucht gekaufte Modelle 3021. Entsprechend sind Angaben zu solchen Details betreffend Baujahr immer nur annäherungen, Angaben ohne Gewähr. Zumal auch Märklin selbst, in der gleichen Lieferung unterschiedliche Ausführung lieferte.


    Diverse andere Detail Fotos zur Märklin 30321 V-200 ab 1957.

       


       


       


       


      


    Gruss

    Hermann

    einer DER GUSSKLÖTZE möchte ich etwas näher vorstellen:

    Märklin 3021 Diesellok V-200 Bo-Bo Modell-Bj. 1957 - 1989


    Es gab auf deren Basis noch die Primex 3009 V-200 + 3184 CH Am 4/4 ex V-200, + Teilesätze für den Fachhandel, + MHI Replica Version 30210 V-200 048. Das Ende der 3021 V-200 zögerte sich mindestens bis 2010 heraus. Märklin fertige zahlreiche weitere exaktere V-200 Varianten, welche jedoch überarbeitet wurden, oder viel mehr von Grund auf neu konstruierte Modelle sind, ohne Basis zur 3021.


    Die Deutsche DB V-200 ist im Vergleich zur Dampflok BR-03 und BR-01 und zur E-Lok E-94, E-10, E-40 und vor allem im Vergleich zum Märklin H0 Modell mehr ein Mythos als ein Arbeitspferd. Die meisten Käufer einer Märklin 3021 V-200 werden die richtige DB V-200 selten bis gar nie gesehen haben...


    Diese Diesellok V-200 wurde auf Plakaten beworben, zahlreiche Hersteller hatten über viele Jahre bis Jahrzehnte die V-200 in ihrem Katalog-Angebot. Es war eines der starken Vorzeige-Symbole für den Wiederaufstieg und das moderne Deutschland. Die V-200 mit Bj. 1953 u. 1956-59 beförderte immerhin 15-20 Jahre wichtige Schnellzüge bis 140 km/h auf Hauptstrecken. Bereits in den 1970-er wurden ihre Einsätze weniger, Mitte 1980-er Jahre wurden die meisten V-200 verkauft u.a. auch in die Schweiz. Es heisst, durch die vermehrte Elektrifikation gingen der V-200 die Aufgaben weg. Das mag zutreffend sein, aber die ebenfalls auf dem Hydraulischen Antriebskonzept beruhende V-216 und vor allem die V-218 waren die wirtschaftlicheren, robusteren Arbeitspferde, welche die V-200 verdrängten. Im Gegensatz zur V-200 ist die unscheinbare V-218 mit Bj. 1968 - 1979, nun 50 jährig, noch auf Hauptstrecken für IC-Züge in Betrieb.


    Das Märklin Modell 3021 V-200 war zu früheren Zeiten ein Bestseller. Anderst als heute, wo selbst das Revisions-Datum auf den Tag genau stimmen muss, geschweige denn das Land und die Bahngesellschaft, da hatte es Märklin zu früheren Zeiten viel einfacher: Märklin verkaufte die Deutsche V-200 weltweit bis nach Südamerika und Australien! Wer ein Märklin 3000-erli hatte, war in der Hierarchie zwar grundsätzlich über Lima, aber schon damals war eine Tenderlok BR-89 nichts besonderes. Wer ernsthaft vorgab, sich für die Modellbahn zu interessieren: der Wunsch nach einer grossen Guss Lok wurde via 3021 in der Regel erfüllt, die V-200 war sicher kein Billig-Modell, aber im Katalog 1959, CH Ausgabe mit CHF 37.- die günstigste "grosse" Lokomotive. Die 3000 kostete CHF 20, die 3001 E-65 CHF 32.- Das Krokodil 3015 ist 1959 mit CHF 98.- angegeben. Die Re 4/4 I 3014 entspricht mit CHF 59.- etwa dem Durchschnitt, viele Lokomotiven im mittleren Preisbreich kosteten 1959 CHF 52.- bis 80.-


    Entsprechend sieht es heute auf Börsen und Auktionen aus. Es ist kein Witz, oder aber ein wahrer Witz: ein alter Originalkarton aus deren Anfängen, egal ob der einfachere alte rotbraune "Märklin" Karton aus den 1950-er Jahren, oder die kunstvoll gestalteten lithographierten Kartons aus den 1960-er Jahren: perfekt erhaltene Originalkartons sind begehrter und teils teurer, als der Inhalt!! Spätestens wenn die Lok 3021 V-200 stark bespielt und abgebraucht ist, so ein Modell will 45-62 Jahre niemand mehr haben. Ich glaube aber auch im Umkehrschluss, - gerade eben weil sie häufig und preiswert waren - dass perfekt erhaltene alte 3021 Exemplare kaum mehr zu finden sind. Niemand dachte daran, dass das mal ein Sammler-Modell werden könnte. Daran hat sich bis heute wenig geändert, 1-2 Loks 3021 hat schnell mal jeder Märklin Sammler. Aber welcher Sammler hat alle 15-16 Varianten 3021? (Ich nicht!) Das gibt es bestimmt, da es nichts gibt was es nicht gibt! Aber viele Leute werden dies nicht sein?


    So war denn auch die 3021 keine meiner Favoriten Loks. Es gibt sie in so viel unterschiedlichen Varianten. Die damalige Kundschaft erwartete - das kann ich heute nachvollziehen - eine ganz korrekte exakte Zuordnung, 3021 reichte nicht... aber gekauft wurde sie dann trotzdem nur günstig oder gar nicht, = vergebene Bemühung. Die 3021 nahm einen Spitzenplatz unter den (wenigen) Retouren ein. Das 3000-erli hat und hatte eine gewisse Spielzeug-Aura, zwar nicht unbedingt kostendeckend, aber wenigstens "weg" für 10.- bis 40.- gingen eigentlich alle. Die 3021 durfte man (damals) nicht so günstig anbieten, sonst war der Einlieferer nicht zufrieden. Entsprechend ging halt die V-200 oft zurück, da für eine gebrauchte V-200 kein wirklicher Bedarf/Nachfrage existierte. Bis auf den Typ 1 von 1957, diese Variante findet eigentlich immer Abnehmern. Gebraucht zu sehr moderaten Preisen, neu im Ok. da ist die Koll Bewertung viel zu tief. Aber in der Praxis hat das wenig Bedeutung, weil die meisten Sammler haben keine Ausführung von 1957, schon gar nicht im Sammler-Zustand im Ok.


    Heute ist das "Verhältnis" zur 3021 entspannter, die 3021 darf sein wie sie will. Als Sammler interessieren einem Gegebenheiten, wo man leicht den Händler zum verzweifeln bringen kann, erst recht, wenn es nicht im Koll erwähnt ist. (besser man schaut SELBER nach solchen im Prinzip maximal unwichtigen winzigen Details: mehr unwichtig geht kaum noch! Und doch interessiert es mich persönlich als Sammler.


    Was steht UNTER der Märklin 3021 DB Diesellok V-200 (auf dem Abdeckblech)

    - häufigste Wahrscheinlichkeit: vermutlich steht (auf diesem Blech) gar nichts...

    - bisher eher selten angetroffen: es steht "Märklin", aber nicht erhaben, sondern ca. 0,3 mm "negativ" eingraviert.

    - eindrucksvoller u. schöner: "Märklin" von 1957 bis mitte 1960-er Jahre: 0,4 bis 0.5 mm positiv erhaben. Vermutlich damals Standard?

    - selten: breitere Schrift und höher erhaben: ca gut 0.5 bis 0.8 mm "Märklin" vermutlich nur ganz zu Beginn 1957.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses deutlich zu sehende Detail Herrn Koll entgangen ist. Wohlweislich wird er ganz bewusst dieses Detail ausgelassen haben, da nur die Prägung änderte, von gar nicht über negativ bis positiv. Nicht aber das Blech ansich. Märklin selbst nahm es da offenbar nicht ganz so genau, geschweige bei eingesendeten Reparaturen oder Sammler, welche alte Bleche auf neuere Loks oder umgekehrt, neue Bleche auf alte Loks montieren. (es haben alle die gleichen Masse). Eine authentische exakte Zuordnung zum Baujahr ist daher heikel, da wie erwähnt dieses Teil problemlos austauschbar ist.


    Bei genauerem Hinsehen fällt einem auch auf, dass es Märklin offenbar extra der Wert war, die Unterseite vom Fahrwerk abzuändern. (Das sieht ja eh kaum ein Mensch, was da vermerkt ist) Der grossteil aller 3021 ist mit "Märklin Made in WEST Germany", Schrift erhaben ausgeführt. Die späteren Exemplare sind betr. diesem Detail grundsätzlich gleich ausgeführt, aber das Wort "West" wurde extra entfernt, was bei einer Gussform doch gewissen Aufwand erfordert. Wer mag sich am "West" gestört haben? Die DDR hatte ihre eigenen Produzenten, die werden kaum aus Westdeutschland grössere Mengen Märklin 3021 gekauft haben, sondern eher umgekehrt: Devisen durch den (bescheidenen) Verkauf von Piko u Gützold nach Westeuropa.


    Auch an ganz gewöhnlichen 0815 Gussklötzen ist ganz viel Geschichte und unterschiedlichste Details vorhanden.


    Gruss

    Hermann

    Fotos separat

    Thömpe 460,

    ;)da muss man selber vor Ort gewesen sein. Mein Eindruck ist wie folgt.

    - die Schlauen sind diskret.

    - die Armen kaufen eher analoge Loks aus den 1960/1970-Jahre von Jouef, Kleinbahn, Piko (DDR-Epoche), Yugo-Mehano.

    - andere Bahnfans schafften es knapp nicht ganz bis ins Ausserfeld, weil in Stansstad ein grosses Bahnhof-Fest 1:1 mit Dampflok-Fahrten statt fand.


    Ich als Halbschlauer kann vorerst nur berichten, was ich NICHT "erobert" hatte. Man hat mir von einer SBB Re 460 Veredelung abgeraten. Die Roco-Lok Taurus ÖBB-1216 wäre als H0 Druck-Motiv für die Re 460 etwas gar klein geworden, für dass der Effekt voll zur Geltung kommen würde. Möglich ist alles, aber es wäre nicht sinnvoll gewesen. Dabei kam heraus, HAG Mörschwil war damals ganz nahe daran, die OBB Taurus heraus zu bringen. Es wäre abgesehen der NSB Re 460 das 1. ausländische HAG Modell gewesen!? Doch Roco wie auch Märklin waren ein wenig schneller. Als dritter Hersteller eine Taurus auf den Markt bringen? Das hätte das HAG Werk Mörschwil wahrscheinlich auch nicht mehr retten können, sondern HAG ist bekanntlich in Stansstad aktiv:thumbsup:.


    Ein Forumist, dem ich begegnet bin, hat man in relativer Ruhe gelassen, weil der kauft von selber viel und berichtet mehr von HAG als von Lima und Kleinbahn. Dieser Lok-Enthusiast hat viele gute Ideen und Inputs. Die Beratung bereue ich keinen Moment:thumbsup:. Ich habe sogar meine HAG-Taurus Idee aufgegeben, seine Idee überzeugte mich mehr!


    Dazu erzählte jemand anderer von einer Re 460, welche einen Fehler hatte. (wie viele Jahre hätte ich gebraucht, um es selber zu bemerken?) Es ist kein "Fehler" im eigentlichen Sinne, sondern ein Fehldruck mit viel Sparpotential (Re 460): je 1 Front und 1 Seite haben eine - unterschiedliche - Lok Nr gegenüber der anderen Seite u. Front. Bei der Ae 6/6 wäre das Sparpotential sogar noch grösser, nur mal vorgestellt: Ae 6/6 11412 Zürich bez. andere Seite + Führerstand II mit 11404 u. Wappen von Luzern. Mit 60 Ae 6/6 Exemplare hätte man alle 120 möglichen Ae 6/6.


    Mir hat der heutige HAG Besuch sehr gut gefallen. Es ging locker, herzlich und mit Fantasie und Humor zu und her. Auch staunt man immer wieder, wieviel es braucht, eigentlich unabhängig vom Hersteller, bis ein schönes H0-Modell fertig ist! Trotz viel Automatisation: Einfach und von selber geht gar nichts!


    Gruss

    Hermann

    Wahnsinn, was es nicht alles gibt:golly: Das sieht beim Vorbild sehr schrecklich aus und ist sauteuer, aber auch sehr wirkungsvoll. Das wird nur dort gemacht, wo Verkehrswege und Dörfer potentiell gefährdet sind. Wo es "nur" Schutthalden und Geröllflanken in der Wildnis hat, lässt man potentiellen Lawinen meistens freien Lauf, wenn denn überhaupt welche entstehen könnten.

    Das wäre noch was, eine Lawine in 1:87 :lol:

    Gruss

    Hermann

    Ich drehte wie gewohnt den Regler auf und----- die LOk ging ab wie ein F1 Rennwagen

    ;) besser als vor sich hin kriechen. (So lange die Lok keine Unfälle verursacht)


    Zitat: "drehte auf Null die Lok ohne Halt weiter"

    das ist jedoch der worst case?( , das darf und sollte es eigentlich gar nicht geben, nicht mal in 1:87. Da stimmt wohl etwas mit dem Decoder (oder einlesen) nicht?


    Auch das Umgekehrte gibt in Internet Kritik. Mich interessiert ein V-320 H0 Modell: eine der grössten, stärksten u. schnellsten Deutschen klassischen Dieselloks, die V-320 001. Die von Brawa passt mir nicht so, dann gibt es noch folgende Möglichkeiten:


    Kat Nr. 1996: Rivarossi 320 001:

    mehr als genügend schnell :D aber - bei dieser Platz Fülle - treibt ein winziges Motörli 3 Achsen an. Unter der Haube existiert viel Luft, statt mehr Mechanik. Oft verhindert Platz eine bessere Ausführung, mehr Platz als bei einer V-320 gibt es nicht. Das ganz wirkt (auf mich) nach billiger Fertigung. Entsprechend sind auch die Laufeigenschaften nicht mehr so zeitgemäss.


    Kat Nr. 39320 Märklin Neuheit 320 001

    Metall Ausführung. Gute Zugkraft. Feinste Regulierung, ideal für Rangier-Fahrten. Optisch wirkt auf mich die Lok aussen wie innen tip top. ABER...

    Das Ding ist doch keine Rangierlok! Es gibt eine ganze Reihe Berichte im Internet, dass die Märklin 39320 V-320 etwa 50-79% (!) zu langsam fährt. Für so was bezahle ich keine +/- CHF 460.- Die V-320 fuhr die Züge eher schneller vom Bodensee nach München, als heute ca. 50 Jahre später...


    Schade dass in Sachen Tempo beim Modell zu wenig auf Mechanik und zu fest auf Digital gesetzt wird. Schon vor zig Jahren störte die Modellbahner, dass die 40-45 km/h Rangierlok BR-89 Kat 3000 alles über den Haufen fährt, aber der Rote Pfeil 3125 SBB RCe 2/4 bei aufgedrehtem Regler wie eine Schnecke kriecht. Ersteres ist ein billiges Kinderspielzeug. Ab einer gewissen Preislage sollten die Modelle das tun können, was dem Vorbild entspricht. Immer noch sind viele Rangierloks markant viel zu schnell und schelle Fahrzeuge, besonders bei neueren Märklin, zu langsam. Roco und HAG bieten ein besseres Tempo Verhältnis zu ihren Modellen, als in letzter Zeit neuere Märklin Fahrzeuge. Ob es wirklich so ist, weis ich nicht? Es ist nur mein Eindruck.


    Vielleicht ist Märklin den Autos einen Schritt voraus und hat gleichmässiges Tempo für ALLE eingeführt? Bei Gross-Anlagen ist mehrheitlich nicht so erwünscht, wenn Raser und Schleicher Loks gleichzeitig verkehren. Was nützt Digital, wenn man dies nicht besser nach individuellem Anspruch einstellen kann?


    Gruss

    Hermann

    für mich wird es eher günstig werden. Bei H0m fange ich jetzt nicht auch noch an :love: oder doch? Glaub eher nicht? Da kämpft das Tüüfeli und die Vernunft, mal schauen wer stärker bleibt.


    H0 Messig SBB Dampfloks habe ich schon, doch früher viel teurer gekauft. Teils kosten Roco Loks im Neupreis mehr, als hier Messing Modelle angeboten werden... Doch nur weil es ausgesprochen günstig angeboten wird, die Messing SBB Dampfloks doppelt kaufen? Das dann doch nicht. So vorbildlich muss man es doch nicht nehmen. Sonst müsste man 120 Ae 6/6 kaufen und kaum hat man sie, bis auf die Musealen Exemplare alle verschrotten, sonst ist man ja nicht SBB konform.


    Pos 1680: Was mir noch fehlt, ist eine Swimo Ae 3/6 I, doch abgebildet ist eine Ae 4/7.

    Pos 1835; CC-7105 Weltrekord: Schnell ist immer gut. Doch Bj 1947 kann nicht stimmen, der CH Prototyp kam ja erst ca. 1949. Gemeint ist wohl 1957.

    Pos 1989 ist keine Ae 3/6 I, sondern das Foto ist eine Be 4/7. Da muss man schauen, ob Text oder Foto zutreffend ist.


    Trotzdem, es ist eine riesen Arbeit, so eine Auktion auf die Beine zu stellen. Ganz egal ob ein Gegenstand 5.- oder 5000,. bringt, in die Hände nehmen, beschreiben, fotografieren, bewerten und am richtigen Ort platzieren, das macht sich nicht von selber.


    Dass am Schluss wirklich nichts dabei sein wird, was mich für meine Sammlung interessiert, dass wird wohl auch jetzt wohl eher nicht ganz zutreffen? Wer weiss?


    An eine der Vorbesichtigungen werde ich wohl schon hinfahren. Danach sich entscheiden, wie man vorgehen will.

    Gruss

    Hermann

    das wär dann - mit dem Benutzer(!) ein Faltrolator (wie ein Falthandys) um sich im Anlage-Unterbau fortbewegen zu können? Das Ding müsste auch fähig sein, wie die alten Schuco-Spielzeugautos von selber zu stoppen, wenn ein Abhang und Dergleichen folgt.

    Peter, hast Du schon mal einen lahmen Polizisten gesehen? Die sind sind beweglich, schnell und fit. Und die bauen nicht nur schnell wie der Blitz, sondern dazu auch noch wunderschön:thumbsup:

    Gruss

    Hermann

    Lieber Günther,

    Nix da mit Sternchen setzen. Wenn Excel einem klar macht: alles ist belegt, dann wird das so sein. HAG produziert auch anderes, noch schöneres als die SBB Re 460: 6 Achsen sind einfach besser als 4 Achsen, und 120 Tonnen vorteilhafter als 80-84 Tonnen. Gradaus in der Ebene ist (wäre) eine Ae genau so schnell wie eine Re und günstiger, zumindest in der Anschaffung noch dazu. Sie kostete je nach Quelle ca. 1,4 - 1,65 Mio statt ca. 8,5 Mio. Allerdings Inflation bereinigt ist die Differenz nicht mehr so gross.


    ;) immerhin, meine letzte H0 Re 460 wird ein ganz besonders schönes Exemplar werden...


    Gruss

    Hermann

    Die Re 460 ist doch die schönste Lok der SBB

    Hi hi, ich freue mich auf den HAG Weihnachtsverkauf. Man kann auch was Schönes noch verschönern.


    Ich darf noch 3 Stk Re 460 sammlen, dann ist das Mass unter der Rubrik Re 460 unwiderruflich voll. Man kann zwar bei Excel "Zeile einfügen" wählen, doch müsste ALLES Nachfolgende um 1 Position nachgeführt werden, sonst stimmt die Beschreibung nicht mehr. Excel ist perfekt, es zwingt einem seriös zu sein.


    Gruss

    Hermann

    Dass sie von Walter ist, dachte ich mir. Habe ja Roco-Weichen auch so umgebaut (allerdings ohne fremde Federn). Ebenfalls CCS-tauglich:D

    interessant?!? Wie ist das möglich? :golly::thumbsup:

    Wie hast Du das gemacht? Mir gelang es nicht! Dass will nichts heissen. Nun, bereits ohne Weiche, allein auf der Tatsache dass das Roco Schienen Profil maximal 2,5 mm Höhe aufweist, das von Märklin jedoch 2,7 bis 3,0 mm, dürfte so ein Vorhaben schwierig werden, konstatiert ausgerechnet ich... Du wirst doch nicht dem armen CCS 800 Gewalt angetan und seine Spurkränze abgedreht haben? Wenn nicht, wird auf einer Roco-Weiche für kurze ca. 25 cm das Krokodil reagieren mit: "rrrr" 2/10mm Übermass sind 2/10 mm.


    Und selbst wenn, "rrr" machen ist nicht auf die Modellbahn beschränkt, das gibt es auch 1:1. Z.B. das Tram auf der Kreuzung Margarethenstr. - Birsig Viadukt, dort macht es heftige Geräusche und wackelt ein wenig. Die EMPA Spezialisten würden wahrscheinlich 1 Station vorher aussteigen, zu Fuss über die Brücke und danach wieder zusteigen. Aber es geht noch heftiger: etwas unheimlich klopft, stosst u. vibriert es auf der Standseilbahn 1. Sektion von Stans hinauf zur Talstation Seilbahn Stanserhorn. (Konstruktiv bedingt, hat mit der Sicherheit nichts zu tun)!

    Wir Schwaben wollten eben schon damals in Höchstgeschwindigkeit und auch möglichst lange bis zum nächsten Aufziehen unterwegs sein

    Die Schwyzer eigentlich auch. Zum Nachbaren Uri gelang das eigentlich ganz gut: 1895 mit der kleinen GB Ea 2/4 "32" mit 120 km/h nach Erstfeld... +/- 125 Jahre später gehts kaum schneller. Dafür dann im Loch auf 200 km/h aufdrehen. Die Ea 2/4 würde im langen Tunnel mangels Kohle stecken bleiben...


    Interessant ist die linke schlanke Dreileiter-Weiche. Eigenbau?

    Nein nicht ganz, das wäre mit fremden Federn geschmückt. Es ist ein Bausatz einer für das Märklin System erstellten schlanke Weiche von Walter.

    https://www.weichen-walter.de

    Diese Weiche hat mit geringen Anpassungen am Herzstück wunderbare Eigenschaften, im Sinne einer echten H0 Allround-Weiche. Das Märklin CCS 800 fährt darüber, genau so wie eine Lemaco Ae 4/8 11300 und jede beliebige HAG Lok sowieso.

    Gruss

    Hermann

    Hallo Jakob,

    nur nicht so voreilig! Vielleicht weisst Du ganz viel? Ich kann das von mir nicht behaupten, eher im Gegenteil, ich weiss ganz viel nicht! Darum probiere ich vieles aus, bis das gewünschte Ziel erreicht ist. Möglichst bevor die Gleise bombenfest montiert werden...


    Im MoBa-Forum hat man auch ein wenig Humor. Wenn schon Roger den Ausdruck Pizzaschneider erwähnte, so fand ich einfach lustig, dass die grössten "Pizza-Räder" nicht ganz von Märklin und Trix Express stammen, sondern von den (ersten) Lima Jahren, aus dem Land von der die Pizza zur Kultur gehört.


    AC und DC: es merkt doch jeder selber, ob sein Vorhaben funktioniert oder nicht. Nur so viel: Dem Strom ist es egal, welche Form ein Leiter hat, der Strom kennt nur Leiter und Nichtleiter. Das Rad /Schiene System muss einwandfrei zueinander passen, egal welchen Strom man durchjagt wird. Die Stromart hat jedoch mit der Hersteller Kultur zu tun. Wenn ich noch lange teste und probiere, gibt es womöglich das gewünschte H0 Gleis nicht mehr.


    Ich bin dem Ziel sehr sehr nahe, ein H0 Gleis gefunden zu haben, welches einem funktionierenden Universal Gleis ganz nahe kommt. Bis auf Trix Express geht eigentlich ALLES und einwandfrei. Das ist viel mehr, als ich erwartet habe. Begnügt man sich nur mit einem Oval sozusagen ein besseres Testgleis, das ist einfach: das späteste und letzte Trix-Express Gleis, zu Beginn der 1990-er Jahre mit Neusilber Vollprofil und 3 mm Profil höhe, sofern der grösst mögliche Radius verwendet wird, geht damit eigentlich alles, was es an H0 gibt. Aber nur ein Testoval wäre langfristig langweilig. Ein paar Weichen sollten schon vorhanden sein - und dann beginnt das Suchen nach dem Unmöglichen.


    Das entspricht ganz dem Vorbild: Die SBB erwartet, das möglichst jedes Fahrzeug jeden Ort erreichen sollte. So ganz 100% funktioniert das auch bei denen nicht, aber um Welten besser, als bei der Modellbahn. Gewichtslimiten, Brücken, und heutzutage e-Bedingungen wie ETCS schränken die freie Wahl etwas ein. Doch gegenüber 1:87 kann man schon feststellen: auf einem SBB Gleis fährt nahezu alles, genau dies will ich im Modell früher oder später auch erreichen, auch in H0.


    Am perfekten Gleis haben viel mehr Hersteller herumstudiert als man annehmen würde. Es gibt oder gab in den letzten 40 - 50 Jahren an die 100 (oder mehr?) verschiedene Gleissysteme nur schon was die Spur H0 anbelangt. Hier eine kleine Auswahl davon. Schade hat man die NEM Normen nicht schon vor 100 Jahren erfunden / angewendet, doch mit ein wenig Bemühung kann man die Schnittstelle der oberen und unteren Toleranz heraus finden.


    Gruss

    Hermann

    Das Gehäuse ist aber aus Zinkdruckguss wie bei HAG

    Christoph,

    ich wünsche Dir viel Glück! Vielleicht hast Du gute Chancen, weil der SBB Te hoffentlich neuer ist? Ich habe 3 interessante Brawa Modelle, DR-Exoten welche andere Hersteller leider (noch?) nicht gross fertigten u.a. die Brawa Kat 0211: E-95.01 grau. Modell Bj. 1999 - 2006. Eine Doppellok. Alle 3 Modelle sind äusserlich wie neu, aber innen, besonders beim Getriebe, hat die Gusspest zugeschlagen. Von Brawa bin ich geheilt. Die fertigen interessante Modelle und wissen was modern eingestellte Kunden gerne hören wollen, doch wenn der Guss schlecht ist, dann nützt alles nichts mehr.


    Gruss

    Hermann

    Lieber Günther,

    Betreffend Spurkranz-Höhen in H0: Pizza-Schneider = Pizza-Land... So schwer kann es nicht sein:


    In der Schweiz lässt man sich von Norden, Westen und Süden beeinflussen, was ein gesundes Mittelmass ergibt. Rang 4.

    Die Göppinger essen Sauerkraut und Speck mit Bohnen. Manchmal gar noch mit Zwiebeln. Das reicht für Rang 3.

    Diverse (ganz alte) Nürnberger haben sich an Trix-Express orientiert. (Ohne auf Details einzugehen). Das reicht für Rang 2.

    Von woher stammt die Pizza? In Vicenza fertigte Lima anfänglich H0 Rollmaterial, deren Spurkränze massstäblich für die Spur 0 reichen würde. Rang 1...


    Damit kein Missverständnis aufkommt: Dies gilt nur für die 1. Lima Generation. Ca. 1953-1957. Recht bald glichen die Spurkranz-Höhen denen von Märklin (auch wenn es ein DC Produzent war), später denen von Fleischmann, darauf wurde +/- nach NEM gefertigt.


    Gruss

    Hermann