Beiträge von Longimanus


    Eigentlich passt das Meer schlecht zu (Dampf)Loks, Eisen rostet und schwimmt nicht von selber. Trotzdem wurden mindestens 3 bekannte Schnellzug Dampfloks nach Meeren benannt. Möglicherweise weil die jeweiligen Loks zu den genannten Ozeanen fuhren. Und weil Eisenbahnen wie die Meere schön und eindrucksvoll sind.


    Atlantik Dampflok Achsfolge 2`B`1 Bj. ab 1894 in Betrieb bis ca. max 1934. Hier das Modell H0 Lemaco Badische II d. Modell Bj. 1998. Vorbild: 1902.


    Super Atlantik Dampflok Achsfolge 2`C`2 Tender 4-A. Bayrische Versuchs-Dampflok S 2/6. H0 Modell Fulgurex 1984.


    Pazifik Dampflok Bayrische S 3/6 grün. Ab 1908, in Betrieb bis 1969. Modell H0 Liliput S 3/6 grün, ab 1982.

    Allgemein gab es Pazifik Dampfloks mit Achsf. 2`C`1 ab 1901 in Neuseeland und USA, wenig später weltweit DIE Schnellzug-Dampflok. Diese Achsfolge wurde bis in die 1950-er Jahren gebaut und in wenigen Ländern mindestens bis 1982 eingesetzt. Da waren bei uns schon die Re 4/4 IV unterwegs...


    Adriatik Dampflok Achsfolge 1`C`2 und 1`D`2 ab 1906 und 1928-36. In Betrieb bis 1961. H0 Modell BBÖ 214: Kleinbahn Modell Bj. um 1958. (Bespielt).


    Berühmt muss nicht zwingend auch nützlich bedeuten. So erfolgreich wie die grösseren Pazifik Dampfloks (2`C`1) waren Bj. ab 1901, die nur wenig älteren Atlantik Loks (2`B`1) ab 1894 hatten für den Bahn-Alltag wenig nennenswerte Bedeutung! Auch wenn es ausgesprochen berühmte Exemplare darunter hatte. Die Achsfolge 2`B war veraltet, eine 2`C im Alltag viel nützlicher und eine 2`B`1 zwar ausgesprochen schnell für ihre Zeit, aber die Schnelligkeit konnte selten voll ausgenützt werden, dafür fehlte es mit nur 2 Antriebsachsen an genügender Zugkraft. Rekordfahrten bis 154 km/h in Europa, inoffiziell bis 165 km/h USA. Es waren schlanke Renner, Dienstgewicht 74 - 85 Tonnen. Als Vergleich: die inoffizielle PRR Weltrekord Dampflok S1, welche 227 km/h gefahren sein soll, wog 487,5 Tonnen! Es ist umstritten, ob die PRR S1 Bj. 1939, Rekordfahrt mit V/max 227 km/h überhaupt real je statt fand, oder nur Wunschdenken war? Die Angst vor Entgleisungen war nicht unbegründet!

    Hoffentlich werden die jetzt nicht zu Ladenhütern. Nachdem jetzt viele Ungereimtheiten des Modells bekannt sind, werden Nietenzähler solche Loks wohl nicht mehr kaufen.

    ... das können sie auch nicht mehr gross, wenn überhaupt. Da die meisten Händler, mittlerweile vielleicht alle Händler?! haben ihre M-Loks ausverkauft! Gut, für den genannten Preis von CHF 2000.- dürfte es bestimmt viele Angebote geben. Ich meine natürlich für den ursprünglichen Preis. Hatte heute Glück:thumbsup:.

    mir ging es gerade umgekehrt: Das Empfinden und die Geschmäcker sind halt eben offensichtlich verschieden.


    ich habe keine bestellt, weil wenn man alles Neue bestellen würde, (egal welcher Marke) man hätte ja nur noch lauter digitales Zeugs im Haus. Es kommen mehr Neuheiten auf den Mark, als ich mit dem Digitalumbau (Veredelung auf Analog) nachkomme...


    Aber jetzt wo das Modell zu sehen ist: mir gefällt das Designe, - genau so wie es ist - Perfekt. :thumbsup::thumbsup:. Es ist schönste Kunstform! Schade habe ich keins vorausbestellt. Das nächst beste Modell, welches mir begegnet, egal welche Stromart, werde ich kaufen. (Falls noch welche bei den Händlern sind)


    Gruss

    Hermann

    vielen Dank Dumeng für Deine interessanten Fotos:thumbsup:


    Ist es wegen der Breitspur? oder weil viele Leute (hier) die dort gesprochene Sprache noch weniger verstehen, als was westlich vom Bielersee gesprochen wird? Mir ist nicht so recht plausibel, wieso die spanischen Bahnen bei uns völlig unbekannt sind?! Sozusagen die Redewendung: "es kommt einem spanisch vor"... Dabei fuhren in Spanien äusserst bemerkenswerte Dampf-, Diesel- und E-Loks.


    Paya in Spur 0 ist jetzt nicht gerade meine grosse Liebe, die Qualität kommt nicht ganz an CH u Germany heran. In H0 gluschten mich schon lange ein paar herausstechende RENFE Loks zu kaufen. Doch für die +/- mittlere Qualität muss man HAG Preise bezahlen, falls die Modelle überhaupt im Handel geführt werden. Das einzigste was sicher ist, sobald ich doch mal eine neue RENFE Lok kaufe, wenn mir das Warten zu lange dauert, kommt bestimmt ein paar Wochen später eine RENFE H0 Sammlung bei Dorenbach zu einem Bruchteil des ursprünglichen Preises.


    Gruss

    Hermann

    perfekt gelungen! Roger Du machst mir noch schlaflose Nächte. Fantasie hin oder her, genau so sieht es aus:dance:. Der Adlerhorst + seine Umgebung entspricht genau der Wirklichkeit. Ausser das bei Dir alles sauber ist:thumbsup:. Adler hausen (aus menschlicher Sichtweise) reichlich schmutzig, da wird niemals was aufgeräumt und stinken tuts noch dazu.

    eine Frage in die Runde; gibt es fixfertige gebrauchsbereite H0 DC Modell-Lokomotiven, welche nicht wenigstens 1 mm klassische Kabel aufweisen?


    Bis vor kurzem hätte ich geantwortet: sicher nicht, das ist unmöglich! Vom Schleifer (egal ob Mittelleiter oder über Phasen-Räder bei DC), mindestens 1 Kabel hat ausnahmslos jede elektr. H0-Lok. Wobei auch das schon eine Ausnahme ist. 4-6 Kabel sind die Regel. Zählt man den Decoder Anschluss dazu, hat eine Lok schnell mal 10-20 oder mehr eher kürzere Kabel Verbindungen.

      


    Vielleicht ist das für Euch kalter Kaffee und längstens bekannt, doch für mich ist eine Wireless H0 Lok Konstruktion etwas ungewöhnlich und eine neu angetroffene Gegebenheit.



    Liliput Bachmann, China Konstruktion: der Guss-Rahmen ist der Länge nach aufgespalten! Eine dünne Kunststoffschicht trennt den Guss in eine linke und rechte Hälfte. Eingelassene Blechstreifen stellen den Kontakt vom Guss zu den Rädern her. Blechstreifen klemmen die Motoren mechanisch fest in den Guss hinein und dienen gleichzeitig als elektrische Kontakte. Die Platine ist am Dach, welche 2 Lampen enthält. Lamellen stellen den Kontakt zu den Gusshälften her. So hat diese Lok sogar 2 Motoren und 4 (!) Schwungmassen, aber keine Verkabelung mehr. Irgendwie eine Mischung von aller günstigster Fertigung und gleichzeitig genial durchdacht. Das Modell läuft ganz erstaunlich gut und fein. Auch die Zugkraft ist ganz anständig hoch! Kaum ein Rekord, aber sehr viel stärker als angenommen. Alle 8 Achsen angetrieben. Wer bei der Verkabelung spart, optimert auch sonst: Gehäuse einfach lose drauf. Weder Schrauben noch Raster oder Noppen.


    Das gefällt mir an der Spur H0: es gibt unglaubliche viele Konstruktionsmerkmale, welche unterschiedlicher nicht sein könnten, auf welche Weise ein H0 Modell angetrieben wird.


    Diesellok Union Pacific 6900 "DDA40X - Centennial" Vorbild Bj, 1969. Zugkraft 596 kn, als Vergleich die SBB Re 6/6 erreicht 10600 PS und 395 kn. 120 Tonnen 140 km/h. Primär ist die Centennial einfach viel schwerer. Ca. 250 Tonnen Gewicht bei 31 Tonnen Achslast. 2 Dieselmotoren à je 3345 PS = total 6690 PS liefern Strom für 8 elektrische Tatzlager-Motoren. V/max 144 km/h. Modell H0, Bachmann, made in China.

    @ Erwin

    Vincenz Infang, da hast Du recht. Der Hausi an diesem Stand hört man einfach schon viel früher und von Weitem, daher die Annahme es sei sein Stand.


    Amphicar: der funktioniert schon! Hut ab vor dem Hersteller. Der hat wohl damals das Beste herausgeholt, was möglich war, wenn ein Auto auch schwimmen soll und bezahlbar bleiben. Obwohl Deutsche Rüstungskonzerne die Entwickler waren, die Armee kaufte es nicht, da es als reines Spassmobil vorgesehen war. Heute eine Rarität. Haarrisse: Auf die Sicherheit und Funktion hätte das vorerst keinen Einfluss, langfristig verheerend. Die Wasserlinie ist bedrohlich hoch an der Carosserie, selbst wenn nur die Twiggy gefahren wäre. Vielleicht hat der Ginne2 so eine Rarität? Wenn dann Erwin, Roland und ich ihm zurufen würden, wir wollen auch mit: Strasse, das ginge noch, langsam aber ohne Probleme. Bei Brunnen oder Treib ginge es gut hinein, aber wir würden das Rütli nie mehr erreichen, der letzte Km wäre zuviel! Alternativ der viel ruhigere Lauerzersee, sonst Weiher u. Tümpel.


    Citroen SM: Die SM Sammler sagen, die Abkürzung heisse Sado-Maso.

    Ein wunderschönes Auto, welches Zeit lebens nie wirklich gut funktionierte. Man hätte die Citroen Techniker machen lassen sollen. Die hatten die Fähigkeiten und den Willen dazu! Das hätte ein Traumauto gegeben, eine echte Konkurrenz zu den Mercedes Flaggschiffen. Aber die Finanzabteilung hat nach ca. 2/3 der Entwicklungszeit eingegriffen und mit der Absetzung gedroht. (Das wäre vielleicht besser gewesen?) Oder noch besser, man hätte die Citroen Techniker machen lassen sollen! Weder das Eine noch das Andere, so ist es halt ein Murcks geworden. Mercedes-Benz hatte einfach den längeren Atem. Bei ihnen gab es genau so oft erheblichen Zwist zwischen den Oekonomen und den Techikern. Letztere lies man bei Mercedes länger gewähren. Vermutlich war die Modell-Palette breiter abgestützt, wurde mal der Kostenrahmen nicht eingehalten, konnten andere Modelle dies wieder auffangen.


    Schwacher Trost, heutige von den Spezialisten neu restaurierte Citroen SM Autos sind viel besser und zuverlässiger als Originalmodelle zu ihrer Zeit. Aber unter dem Strich sündhaft teuer und komplizierte Art, teure PS auf die Strasse zu bringen. Citroen SM sind Dauergäste spezialisierter Werkstätten, sofern der Auftraggeber noch nicht ruiniert ist. Zum Glück habe ich diesen SM-Fettnapf ausgelassen. Der SM ist DAS Beispiel, zwischen Traum und Wirklichkeit: Als gebrauchter Oldtimer preiswert zu kaufen, vorausgesetzt man findet ein gutes Exemplar. Aber Freude herrscht nur kurz, ständig geht was defekt... Robust sind diverse Traktoren, aber ganz sicher nicht die Citroen SM. Wenn schon müsste man unbedingt in den SM Club und von den Erfahrenen SM Fahrern aus der Praxis lernen. Alleine würde man unweigerlich viel zu viel Lehrgeld bezahlen und deren Erfahrungen würden sich einfach 1 x mehr wiederholen. Das muss nicht sein.


    @ Christian und Lampenhans

    sehr gerne gehe ich mal näher auf die Lima Swiss Express ein, heute nicht mehr. ;) Schon wieder sitze ich viel zu lange vor dem PC im MoBa-Forum, trotz seiner digitalen Technik... Im Gegensatz zum Citroen SM kostet das MoBa-Forum nicht viel und bereitet viel Freude. Diese Chance als gute Alternative hatte man 1972 noch nicht...


    Gruss

    Hermann

    war überhaupt jemand da?

    Ja:thumbsup:


    Herzlichen Dank Roland für die schwarzen HAG-Kataloge:thumbsup::thumbsup::thumbsup:.

    Ich wusste nicht, dass man die heutzutage in Frankreichen suchen muss, um sie erfolgreich zu finden! Anwesend neben Roland waren noch Hermann der I. Christoph, sein Vater, Roger, Beat und Erwin, Peter mit seiner Frau und kurz Harald. Die waren alle schon längstes da, lauter Frühaufsteher. Andere MoBa-Forumisten waren vor 12.00 Uhr schon wieder gegangen, oder Fredy am Ski fahren? Die nächste Börse kommt bestimmt wieder, wie lange der Schnee hält, das weiss man nicht.


    Das wäre noch was, so ein HAG Katalog in dieser edlen schwarzen Aufmachung, doch statt mit den altbekannten Klassiker, ersetzt durch neuzeitliche HAG Modelle aus dem aktuellen HAG Programm? Nur so als verrückte Idee.

      


      


    Noch ein sehr gut gemachter übersichtlicher Bericht vom Märklin Magazin über Krokodile fand ich auch noch für nur 1.-

    Aufrecht in der Tasche, in einem Umschlag, benötigen Kataloge nicht viel Platz in der Tasche. So hatten doch noch 2 Lokomotiven platz. 1 x von Jouef, eine sehr gut erhaltene SNCF Serie CC 6500 und eine seltene Variante (kein Schreibfehler) der Lima Ae 6/6 Swiss-Express.


    Das war`s denn auch schon. Ich freute mich mehr die anderen MoBa-Forumisten zu sehen:). Ich habe nicht vor, Lokomotiven zu kaufen und diese in den grauen UTZ-Behälter zu lagern, sondern Loks sollen einem in der Vitrine erfreuen und irgend wann wird diese halt mal voll. Ich kann verstehen, dass die Händler verkaufen wollen, darum sind sie ja hier. Aber ich kann auch verstehen, dass die süchtigen Sammler, (ich zähle mich auch zu denen), irgend wann, irgendwie, früher oder später - ausnahmslos jeder - an seine Grenzen kommt.


    So machte das beste Geschäft, die Gruppe, welche Älplermagronen auf Wunsch ohne Zwiebeln:thumbsup:, anderes Essen und Getränke verkaufen. Ich würde jetzt nicht sagen, dass es betr. Modellbahnen an den Preisen gelegen hat, weniges war viel zu teuer, ganz vieles ausgewogen und mehr als man denkt: verboten günstig bis fast geschenkt zu haben. Völlig unabhängig der Preise, es ist eine gewisse Sättigung da, es waren freundschaftliche Gespräche zwischen den Sammlern, von denen JEDER für sich alleine eine halbe oder ganze Auktion einliefern könnte.


    Die Deutschen Nachkriegszeiten sind vorbei, wo auf kolorierten Abbildungen kleine Jungs zu sehen sind, wo es geheissen hat, zum Geburtstag bekommst du eine Weiche rechts und wenn du schön artig bist(!), gibt es vielleicht an Weihnachten die Weiche links...


    Es hätte heute Weichen gehabt, man hätte damit die ganze Halle ausrüsten können. Ohne Hausi geht es doch nicht ganz, dort gab es das SBB Heft "Dampflokomotiven" vom SBB Generalsekretariat. Das habe ich natürlich auch schon längstens, aber die Seiten sind durch den Gebrauch total lose u. "zerfallen", Hausi hatte ein Exemplar im Neuzustand. Dieses mal hatte ich mich allgemein beim kaufen zurück gehalten, entsprechend konnte ich das Heft aus eigener Kraft problemlos bezahlen, ohne das Roland oder Hausi eine Feuerwehrübung unternahmen.


    Gruss

    Hermann

    vielleicht ist es ein Zückerli dass der eine oder andere Analogfahrer doch noch gewillt ist auf Digital umzurüsten? und/oder (je nach Hersteller) will man beim Produktionsablauf unnötigen Mehraufwand vermeiden, für die paar wenigen konservativen Kunden die es noch gibt. Jedenfalls glaube ich Euch gänzlich, dass was Ihr schreibt:).


    Für mich war es einfach eine neue, 20 jährige verspätete Erfahrung, :facepalm: dass eine LGB Lok mit HAG Trafo einen Sound von sich gibt... Es gibt ein paar wenige Digital Loks, die sind tabou! So z.B. die Modelbex Ae 6/6, die Märklin H0 C 5/6 und eben das LGB RhB Krokodil. Doch die Mehrheit der Digital Loks kann sich bei mir nicht sicher fühlen... Der Digital-Umbau (auf echt Analog) nimmt sehr langsam, aber stetig zu. Früher zu Geschäftszeiten natürlich nicht, da habe ich mich zu 100% an die Hersteller-Anweisungen gehalten, alles andere wäre unprofessionell gewesen. Aber privat an meinen eigenen Loks, da habe ich keine Hemmungen, an die Grenzen zu gehen, bis die Lok so ist , wie sie mir passt. Das macht Ihr ja auch:thumbsup:, nur im umgekehrten Sinne. Jeder wie er mag.


    Gruss

    Hermann

    mittelweg


    Der Unterschied macht nur der Decoder.

    neuerdings sounden Decoder, selbst wenn sie ANALOG gefahren werden! Z.B. das blaue, gebraucht gekaufte, LGB Krokodil RhB Ge 6/6 I: bis "55 km/h" zu laut, aber dem Krokodil zu zuordnen. Mit dem H0 HAG Trafo (+DC Schaltung) fährt es deutlich schneller, sein Sound wechselt ab "60 km/h" in ein Dampflok-Geräusch:lol:


    Roger (Haller) nennt die Krokodile "Königin der Berge". Für mich repräsentiert das digitale LGB Krokodil: The Runaway`s (1976-1979): Queen`s of noise, come and get it Boys... Solange der Decoder den HAG Trafo unbeschadet aushält, darf das Krokodil weiterhin digital die Berge erklimmen.

    Es ist immer wieder erstaunlich was früher mit rein mechanischen Ablaufsteuerungen schon alles machbar war, im Unterschied zu heute einfach wenig flexibel und in der Anwendung sehr aufwändig bis alles endlich einmal funktionierte. Effizient waren sie allerdings damals schon.

    ja genau.

    Fairerweise, unabhängig vom Preis: allein vom Ablauf her, die hätten auch schon vor über 60 Jahren gesagt: 1 Zahnrad herstellen geht nicht!


    Einfach die Chance wäre früher viel besser gewesen, dass alle Bauteile noch als Ersatzteile an Lager geführt wurden. Oder aber man hätte schon damals 1000 Stk bestellen müssen, oder 1-2 Jahre zuwarten, bis gerade dieses Teil wieder produziert wird.


    1 Stk Doppelzahnrad als Einzelauftrag, da hätten sie mich schon damals schräg angeschaut, die Hände verworfen. Erst einmal konnte ich eine Firma zum giessen eines Zylinderkopfs zu überreden. Noch 4 Jahre später schaut die betreffende Firma mich an, nach dem Motto, hoffentlich will der nichts von uns...

    ;)Roger, Du bist anspruchsvoll mit Deinen Wünschen. Ich bin mit weit weniger zufrieden: ein (passendes) Zahnrad...


    Spannend, wie sich die Kultur-Zeiten ändern: Zu Beginn des Films sieht man stark rauchende Industrie Kamine, in einer Intensität, da hätte Greenpeace keine Freude daran. Damals sah man in der Form nichts schlechtes dabei, sondern wirtschaftliche Stärke, Leistungsfähigkeit u. Wohlstand.


    Beat, dieses Traktoren-Video ist reine Folter: ungefähr ab der Video-Mitte wird die hauseigene Zahnrad Herstellung gezeigt! Teils auch aufwendige Formen! Ruck zuck sind sie fertig! Vermutlich kostete der kleinste Mc Cormick nicht viel mehr, wie gut 60 Jahre später nur schon ein einziges Zahnrad aus Winterthur.

    Martin,

    das ist denn eine schön gestaltete Anlage :thumbsup:

    Diese Detailtreue schaue ich sehr gerne an, aber zum selber machen bin ich dann doch zu faul, bei mir muss 1-2 Bretter als Landschaft ausreichen. Du räumst der Passstrasse genau so viel Wert ein, wie der Bahn per se, perfekte Modellbau-Kunst, die Du dem MoBa-Forum präsentierst:thumbsup:.

    Gruss

    Hermann

    Guten Abend René

    schön dass noch anderen Leuten alte schnelle Renner gefallen. Tatsächlich war die Deutsche E-19 für längere Zeit eine der schnellsten Loks überhaupt. Versuchsweise bis zu 225 km/h, bis die Franzosen mit ihren ersten Nachkriegsloks mitmischten... Der Alltag einer E-19 dürfte weit weniger spektakulär gewesen sein, wohl um die 100-110 km/h herum, vielleicht kurz max 140 km/h.


    hier von Märklin die E-19 Version, Nr. 3769 Modell Bj. 1994-98. Dieses Guss Modell E-19.12 rot ist mit Euro 115.- (Koll 2019) nicht übertrieben hoch bewertet!



    von den älteren Loks gibt es meines Wissens keine originale Märklin E-19 im Katalog Angebot. Das wäre noch spannend wieso nicht? Einerseits gibt es Nazi Grössen welche der Modellbahn sehr zugeneigt waren. Es gab von Märklin auch den Führer-Wagen 351 F, anderseits, zumindest in Nürnberg, befand sich fast die ganze Spielzeug Produktion mehr oder weniger in jüdischen Händen. Die hatten bestimmt kein Interesse, von sich aus das NS-Regime durch ihre Modelle zusätzlich zu propagieren, sondern ganz andere Sorgen. Es soll Prototypen und Muster der Märklin E-19 geben, sprich normale HS 800 rot lackiert und mit den damaligen Signeten versehen. Aber Eingang in das Katalog Programm fanden die E-19 nie! Diese Loks blieben offiziell grün! (wenn auch in verschiedenen grün, blau, grau Farbton Nuancen).


    Eine der ersten E-19 in rot kam erst nach dem Krieg von Fleischmann in Spur 0, Modell-Bj. ab 1952. Ob man diese Lok als "Modell" bezeichnen kann, da scheiden sich die Geister. Ihre Länge entspricht etwa dem korrekten H0-Modell von Märklin. Heute würde man von Spielzeug Lok sprechen. Der Guss ist recht dünnwandig und oft rissig, viele Modelle sind zerfallen.




    Märklin fertige die E-18 ab 1937 mit der HS 700 bez. 1 Jahr später mit dem Relais als HS 800.


    Die 1. Märklin H0 Lok RS 700 ist keine E-18, sondern ein Fantasie Modell, ohne Vorbild. CH Kunden sehen in ihr eine extrem verkürzte Ae 4/7, die Deutschen erkennen eine E-44. Ich habe derzeit kein solches Modell in H0/00. "Nur" in Spur 0. In dieser Grösse war es ein sehr preiswertes Einsteiger Modell. Aber bei weitem nicht "billig". Allein das sie elektrische Frontlampen hatte, ein Umschalt-Relais und demzufolge einen elektrische 20-Volt Motor, damit war man bereits in der oberen Hierarchie angekommen. Märklin schien der Spur H0 / 00 noch nicht so zu trauen, das Modell RS 700 hat kein Vorbild, sondern entspricht einer Verkleinerung der Spur 0 Spielzeug Lok RS 66/12910.


    Märklin Spur 0 Version RS 66/12910 sind an Börsen günstig zu haben, es gibt derzeit kaum Nachfrage, sie war ein häufiges Standard Modell 1932-54. Wirklich gut erhaltene perfekte Exemplare findet man kaum noch. Bespielt sind sie trotz des Alters von 65-87 Jahren immer noch häufig zu finden. Preis: je nach Interesse u. Zustand CHF 120.- bis maximal 650.- Im Schnitt um CHF 200.- herum. Die "alten" Sammlerpreise haben sich halbiert, mindestens... Wobei es geht gar nicht so per se um den Preis, wenn schon die schönen Keiser und Hermann Spur 0 Modelle - relativ- günstig zu haben sind, will (fast) niemand mehr 87-jährige 2-achsige Einsteiger-Modelle. Das überwiegende Sammler-Interesse fehlt in der heutigen Epoche. Dass die Lok beleuchtet sei, lockt heute niemand mehr zum Kaufe hervor.



    Etwas anderst verhält es sich mit der RS 700, dem kleinen Vertreter in Spur H0 / 00.

    Auch diese Lok war 1935 ein preiswertes Einsteigermodell. Doch abgesehen vom Blech-Gehäuse ist der Guss (Fahrwerk u. Vorbauten) oft zerfallen. Es gibt immer wieder schlecht restaurierte Modelle und die Replica Packung 0050 von 1985, diese Loks sind technisch einwandfrei, sogar mit Schwungmasse, aber reichlich kitschig ausgeführt! Diese 50 Jahre H0 Jubiläum Loks 1935-1985 haben wenig bis nichts mit der RS 700 von 1935 gemeinsam.


    Gute Modelle RS 700 sind selten zu finden, ein Preis CHF 1000.- an aufwärts ist (wenn perfekt!) gerechtfertigt. Selbst in der Koll Ausgabe 2019, der Jhrg. 2019 bewertet allgemein die Modelle teils extrem günstig, steht die RS 700 immer noch mit Euro 700.- bis 900.- im Katalog. Ich habe (noch?) keine RS 700, dafür ein original Märklin Spur 00 Katalog aus dem Jahre 1939, Schweizer Ausgabe. Darin ist die 1. Märklin H0/00 E-Lok von 1935 abgebildet.

      


    1939 gab es noch kein H0 Krokodil, besten Falles ein H0-Krokodil Prototyp aus Blech.

    Das Mass der Dinge war die Deutsche Stromlinien-Dampflok SK 800. Sie kostete (damals) 4 x mehr, als die E-Lok RS 700.