Beiträge von Longimanus

    Vorerst mal Geschichten über Antriebe und Hersteller...


    Alles in allem: der elektrische Antrieb 12-20 V hat sich halt eben doch als bisher mit Abstand die beste Lösung erwiesen. Gefolgt von 120-200 Volt System von 1905-1927 und Life-Steam.


    Dampf

    Echtdampf-Modelle waren nie gross verbreitet, dafür mehr wie alle anderen Antriebe sozusagen zeitlos: erste Life-Steam Modelle sind leicht älter als deren Vorbilder!! Bevor sich die zahlreichen Erfinder der Dampflokomotiven an Loks im Massstab 1:1 wagten, bauten sie vorher Modelle 1:10 und 1:25 ob den ihre Ideen überhaupt funktionieren würden. Seit knapp 200 Jahren gibt es ohne Unterbruch immer wieder bis zum heutigen Tag Life-Steam Modelle, vorwiegend in Spur I. Tendenz derzeit abnehmend.


    Uhrwerk Antrieb

    in H0 funktionierte technisch noch erstaunlich gut:thumbsup:. Doch die Zugkraft war nicht sehr hoch, dafür die Geschwindigkeit. Besser wäre es umgekehrt gewesen. Dennoch, in H0 war das Verhältnis Geschwindigkeit zu Kraft deutlich ausgewogener gegenüber 0 & I, die Lokomotiven entgleisten kaum noch.


    Uhrwerklokomotiven waren bei den grossen Spuren 0 und I üblich, inklusive deren bekannten Mängel. Das tolle am Uhrwerk finde ich nicht das Fahren, sondern die Lok als Museumsobjekt. Das Lagern, Anspruchslosigkeit, Robustheit und das Funktionieren auf Anhieb sind deren Trümpfe. Wichtig ist, dass eine Uhrwerklok in entspanntem Zustand gelagert wird. Ruht eine Uhrwerklok zu lange aufgezogen, verliert die Federkraft bereits nach wenigen Jahren ihre Wirkung.

    Jedoch eine Uhrwerklok bei entspanntem Uhrwerk, wenn das Modell nicht herunter fällt und bei normaler Luftfeuchtigkeit gelagert: so eine Lok ist ohne jeden Pflegeaufwand für die Ewigkeit gemacht und prädestiniert. 100 Jahre ist noch jung, 1000 Jahre sind technisch realistisch. Die Uhrwerklok selbst definiert nicht ihre Haltbarkeit, die ist annähernd ewig, sondern wie lange Generationen an Menschen so etwas aufbewahren wollen.


    Doch was das Fahren anbelangt, mich erinnern Uhrwerk Loks an den Gepard. Besonders die ganz alten Märklin Spur I Loks: mit Brachialgewalt stürmen die Uhrwerkloks los, kaum mehr aufzuhalten. Ohne den spontanen, reaktionsschellen Einsatzes eines bekannten Forumisten, wäre meine bisher älteste und mit Abstand schnellste Uhrwerk-Dampflok abgestürzt und das bei einem Gleis von 4 Meter Durchmesser. Entsprechend dürfte so ein Modell um 1892 ein Vielfaches aus den engen Tin-Plate Radien entgleist sein! Spätere Modelle sind etwas besser untersetzt, aber das "Grundübel" blieb bestehen: schneller als System verträglich;( und kaum auf der Strecke unterwegs, geht ihnen die Puste aus.


    Sehr gute, aber etwas zu spät für die zu Ende gehende Uhrwerk-Epoche kamen Uhrwerkloks von der CH Firma Buco Spur 0, aus Diepoldsau an der Grenze zu Liechtenstein, Österreich und Deutschland. Buco Spur 0 Uhrwerke waren technisch ausgereift und preiswert. Sie waren gut untersetzt, mit Leerlauf (!), somit kann die Feder nicht versehentlich aushängen. Ohne Leerlauf sollte eine "abgelaufene" Uhrwerklok nicht zu lange weit fahren, z.B. bergab, sonst kann die Feder versehentlich aushängen! Buco hatte für seine Uhrwerks eine "Gangschaltung" für 5 Stellungen: S-L-0-L-S. Mitte 1950-er Jahre lag das Interesse mehrheitlich bei H0. Märklin beendete 1954 sein Spur 0 Angebot, die Spur 0 war vorübergehend out!


    Buco hätte vom Kinderspielzeug Hersteller zum Modellbau 1:45 oder gar 1:43.5 mutieren sollen. Alois Kaiser, Hermann-Dällikon, Fulgurex, Metropolitan, Elettren u.a. Firmen haben bewiesen, dass für die Spur 0 auch nach 1954 für weitere 40 - 50 Jahre Bedarf bestand. Als Sammler kann man im Nachhinein leicht sagen: Buco hätte nur mehr Mut u. finanzielle Recoursen gebraucht. 5 Jahre finanziell zu überbrücken ist eine lange Zeit, für KMU oft nicht mehr machbar. Nach der Corona Pandemie 2021 wird man sich auch fragen, wieso hat dieser oder jener Unternehmer nicht einfach weiter gemacht?


    Gummiring Drehmoment Übertragung

    Besonders in Frankreich hat sich der "Gummi-Antrieb" erstaunlich lange gehalten. Selbst bis in die 1970-er gab es französische Hersteller (Gege??) welche sogar die grossen SNCF CC-Loks als H0 Modelle mit Gummiring-Antrieb lieferten. Heute sind dies eher Sammler Raritäten. Sitzt der Gummi wie ein Keilriemen satt um Reibungsverluste zu unterbinden, reichte die Kraft der bescheidenen Motörli nicht. War der Gummi zu lose, was fast der Normalfall war, fuhr die Lok bestenfalls für sich alleine, die Zugkraft reichte nicht annähernd aus, um eine Zugkomposition zu befördern.

    Moderne Versionen gelten heute wieder zeitgemäss, diverse Kleinserienhersteller liefern Modelle mit "Zahnriemen"-Übertragung, in guter Qualität.


    Französisches Steuerrecht kenne ich nicht, mir erzählte ein Sammler aus Frankreich, auf Modellbahnen wurde (früher?) eine Luxussteuer erhoben? Steuern sind ein heikles Thema: ohne, dann bricht der Staat zusammen. Unter zu hohen Steuern leidet die Konkurrenzfähigkeit. Viele französische Modellbahn Hersteller waren technisch billiger ausgeführt, aber kaum merklich billiger im Preis, was ein Wettbewerb Nachteil gegenüber Märklin war.

    Gruss

    Hermann

    Hallo niznai,

    HAG Ae 6/6 Lok DC: nein, die Räder sind nicht doppelt isoliert. Der Strom fliesst via Radschleifer bei den isolierten Rädern herein und über die Masse auf der anderen Seite wieder heraus. (Dieser Stromkreis wäre ja bei doppelt isolierten Rädern unterbrochen). Das HAG Prinzip ist nicht mit z.B. Roco vergleichbar.


    (HAG 2 Motoren) am HAG Funktionsprinzip ändert sich eigentlich nichts. Der Strom kann ja nicht im Slalom durch die Gleise fliessen, also muss an einem von 2 Motoren die Zahnradseite isoliert sein, da sich die Motoren gegenüber stehen. Den 2. Motor so in die Lok einsetzen, dass die Polung die gleiche bleibt, geht kaum. Der HAG Motor ist nicht symmetrisch, das flache Ende muss Richtung Führerstand "schauen". Am Getriebe ist nichts zu tun!


    Wie Dumeng geschrieben hat, der Motorblock bleibt wie er ist. Allenfalls je nach Alter der Lok die Feldspule durch den Dauermagnet ersetzen. Neuere "AC(C)"-Loks in Bezug auf Digital haben bereits den bei DC üblichen Permanentmagnet verbaut.


    In einem anderen Thread hast Du geschrieben, Du hast schon ein paar (neuere) HAG DC-Loks?! Dann kannst Du einfach nur abschauen! Das Grund Schema bleibt sich gleich.


    Erhältlichkeit: bei e-Auktionen kann ich nicht mitreden, aber es liegt in der Natur der Sache, auch bei uns in Europa, dass lange nichts kommt, dann manchmal mehrere Objekte plötzlich gleichzeitig. Das ist bei uns hier nicht anderst. Einzig der sehr lange Transportweg nach Australien macht es aufwändig, teuer und kompliziert. Dafür habt ihr die australische Westküste in der Region um Broome, wo man Haie begegnen kann:). Bei unserem See kann man lange warten, bis mal ein Hai schaut, da kommt nichts...


    Mein Rat ist immer noch, unter dem Strich ist es finanziell günstiger, zu warten bis das passende Modell kommt, als ein Umbau. Aber da hat jeder seine eigene Meinung und seine eigene Erfahrung. Modellbahner sind tendenziell Individualisten und machen was sie wollen, das ist ja auch gut so.


    Gruss

    Hermann

    Gratulation Christoph zu diesem speziellen Trafo:thumbsup:


    Hauptsache, er darf noch Zügen den Strom liefern:rolleyes:, selbst bei Märklin H0 / 00 Trafos hört es bei 16 Volt auf. Zwar steht auf alten Märklin H0 Loks erhaben noch "20 Volt" drauf. Aber das wird wohl brutto incl. Überstromimpuls und aufgerundet sein, à la 12`000 PS Angabe der Ae 8/14 11852.

    HAG Fahrstrom " 19 Volt", da freut sich jede richtige H0 Lok und demonstriert es durch zügiges Tempo:).


    Was die Originalität anbelangt, ein wenig speziell: auf den wirklich alten HAG 48 V Trafos gab es noch gar keine äusserliche Serien-Nr. Der Ae 6/6 Kleber passt nicht zum Skala-Blech mit feineren Abstufungen. Erwins Äusserungen scheinen mehr wie plausibel. Nun, Hauptsache sofern zutreffend: 19 V ist 19 V :). (wenn das schon früher zu 220 Volt Zeiten so war, dann heute erst recht.)


    Gruss

    Hermann

    also technisch geht das sicher und ohne Probleme. Wahrscheinlich haben sich in der Kommunikation einige Sprach Übersetzungsfehler eingeschlichen. Die Frage ist, welche Motivation Du hast? Geht es um die Freude am basteln, dann rann an die Arbeit:). Erhofft man sich einen Preisvorteil gegenüber dem Modell, welches man eigentlich haben möchte, in der heutigen Zeit ist das weniger zu empfehlen, was der finanzielle Aspekt angeht.


    Oekonomisch ist so ein Umbau kaum möglich. Zumal DC Versionen ohnehin etwas günstiger gehandelt werden. Getriebe wechseln?(. Falls 2-motorig, muss ein (von zwei) Drehgestell die Räder an seiner Zahnrad Seite isoliert haben. (1 motorig natürlich NICHT, dort isoliert man die Räder gegenüber, ohne Zahnräder, was viel einfacher geht und HAG Standard ist).


    Die HAG Ae 6/6 ist nicht sonderlich selten (Basis-Versionen), ich würde eher warten, bis mal das passende Modell angeboten wird. Das ist viel preiswerter, als einen Umbau vornehmen. Aber technisch ist ein DC-Umbau sicherer einfach und keine Hexerei.


    Gruss

    Hermann

    Danke Roger für Deinen wunderbaren Bericht! :thumbsup:


    Fett(näpfchen).

    Nicht gerade an der wunderschön restaurierten TT 800, sondern an einer "Wegwerflok": Roger mach doch mal Deinerseits ungelogen einen Bratfett-Versuch, mich nimmt wunder, ob Du auf die gleichen Ergebnisse kommst:


    Vor Jahre, das gab etwas Schimpfis und Unverständnis im HAG Forum, was man durchaus etwas nachvollziehen kann, ich habe als Versuch geschmiert und gefettet, was immer in der Küche verfügbar war UND ALLES WAR BESSER ALS SCHMIERFREI Märklin LOKS FAHREN.


    - vor allem Butter gab ganz erstaunlich gute Resultate. :thumbsup:

    - fast so gut die abgeschnittenen und zu Oel verkochten Speckstreifen von Rinds-Entercotes

    - Erdnuss Oel ist weniger zu empfehlen, geht aber auch noch erstaunlich gut.

    Wichtig ist, wenn einem an der Versuchslok noch etwas daran liegt, dass sie nach so einer Behandlung mindestens 30 Minuten, besser länger, aktiv gefahren wird. Alle die genannten Oelversuche haben keine guten Langzeit-Stillstand Ergebnisse als Vitrinen Modell. Es geht zwar direkt nichts defekt, aber ganz besonders das Sonnenblumenöl verklebt die ganze Lok inkl. Kabel und Relais verklebt, wo immer es heran reicht und stinken tut es noch dazu.


    Sonnenblumenöl eigent sich am wenigsten, es hat eine etwas spezielle Konsistenz: es ist einerseits sehr kleberig, anderseits haftet es überhaupt nicht dort wo es sollte. D.h. Sonnenblumenöl hat man innert kürzester Zeit als kleberiges Zeugs in der ganzen Lok, - wehe es kommt an das Relais an den Schieber heran;(, aber die Motorwelle läuft recht bald trotzdem trocken. Und trotzdem, wäre es jetzt überlebenswichtig zu Fahren, selbst Sonnenblumenöl ist besser, als wenn die Ankerwelle trocken läuft.


    Für eine Lok, die 100% zum Entsorgen vorgesehen ist, ist das definitiv letzte Versuch:

    eine abgebrauchte Lok fahren lassen, bei der die Ankerwelle total trocken ist: Weder das Lager noch die Welle ist gänzlich rund und porenfrei glatt, abgesehen davon, dass das Geräusch fast nicht zu ertragen ist: die Welle benimmt sich dann wie ein Fräser, sichtbar rieselt feiner Staub aus dem Lager, es kann gar passieren, dass die Welle falls etwas unrund, im Lager anfrisst und blockiert und als letztes die Wicklungen heiss werden. Statt einfach direkt Loks zu entsorgen, mache ich manchmal solche Versuche.


    Licht und Relais

    Roger, mich wundert dass Du zu zufrieden bist, mit dem Lichtwechsel und diesem Relais?!?

    Das Relais für sich alleine, nur auf das Umschalten bezogen, ist ein absoluter Märklin Best-Seller! Äusserst zuverlässig! Billig und Occasion noch zig tausendfach vorhanden. Aber ohne zusätzliche Elektronik taugt das kaum zum Lichtwechsel. Es hat nur eine einzige Polung!!! Das reicht nicht...


    Nicht umsonst hat HAG nur bei einigen alten Ae 6/6 dieser Relais Typ verwendet!! Und was das Licht angeht, überhaupt nicht erfolgreich. Nicht umsonst hat HAG drauf ausschliesslich das bessere 2-polige Relais aus dem Märklin TEE 3070/3071 verwendet. Märklin hat beim einpoligen Relais gleich ganz auf den Lichtwechsel verzichtet, oder aber ab ca. kurz vor mitte 1980-er Jahre auch noch eine Vorschaltelektronik mit eingebaut.

    - für einen sauberen Lichtwechsel, braucht es einen vom Motor unabhängigen, isolierten Pol. Da das Links/Rechts der Feldspule in keiner Weise etwas mit dem Plus und Minus einer elektrischen Lampe was zu tun hat. Einen Kurzschluss gibt es nicht, man kann über diese Querspannung tatsächlich die Lämpchen schalten. Aber so richtig hell wollen die Lämpchen meistens nicht werden.


    Wenn du Dir so viel Mühe gegeben hast und Dir eine schöne Lok, besser wie neu restauriert hast :thumbsup:, würde ich nicht noch am Relais sparen... Das TEE Relais geht auch nicht bei der TT 800, (elektrisch schon, aber es ist zu "dick"!) Es muss - nach meiner Ansicht - das Originalrelais sein. Ein Decoder ginge technisch auch, aber das darf man noch nicht mal im Traum denken, - das wäre eine Sünde.


    Gruss

    Hermann



    gerne:)

    Die RET 800 / 3014 hat nur einen einzigen Nachteil, sie ist nur als Vitrinen Modell wartungsfrei, nicht als Betriebsmodell: Satt einmal viel Oel, hat das Modell viel lieber nur ganz wenig Oel, - dafür öfters! die Motorwelle und Zahnradlager.


    Man kommt nicht darum herum, das Gehäuse zu öffnen: In dem Bereich sind die HAG Bo-Bo seit über 50 Jahren unübertroffen einfach: eine Schraube lösen, that`s it :thumbsup:. Die Märklin RET 800 / 3014 ist in der Wartung eine kleine Nervensäge, jedenfalls erwartet sie Geduld vom Besitzer...


    Zwar hat auch die Märklin RET 800 im wesentlichen nur eine Dachschraube. Aber da sind noch die Schienenräumer welche sich automatisch "melden", wenn man sie nicht beachtet. Von den 4 kleinen Schräubchen muss man nur je eine ganz entfernen, die andere je 1 Schraube reicht es zu lockern, so dass man den Schienenräumer zur Seite drehen kann. Und das Gehäuse gleitet fast von selber vom Rahmen.

    So weit so gut, nun kommt man bestens an die Schmierstellen heran. Der Antrieb ist schon damals eher konventionelle, aber robuste durchdachte wie auch sorgfältige Märklin Qualität Technik für die Ewigkeit.


    Bewusst habe ich von den einzeln leuchtenden Lampen noch nichts geschrieben, weil die spielen kaum eine Rolle, zum das Gehäuse abnehmen, umgekehrt aber schon:D


    Gewalt wäre hier völlig fehl am Platz. Mir wurden früher zig 3014 Lokomotiven gebracht, welche angeblich defekt waren, oder welche einen "Kurzen" produzieren und bereits, - völlig unnötig - Kunden gar Ersatzteile bestellen wollten. Ganz Schlaue haben die Leiter Bleche soweit zurück gebogen, dass man nun das Gehäuse aufsetzen könnte, aber Federbelche sollen ja federn, drückt man die mutwillig zurück, bleiben die Lampen - oh Wunder - dunkel. Und mit dem Risiko, dass die Leiterbleche irgendwo das Gehäuse berühren = Kurzschluss (Kontakt zur Masse).


    Auch da, es ist alles ganz einfach, robust und durchdacht :). Wäre es kompliziert, könnte ich es ganz bestimmt nicht. Alte Dinge brauchen etwas mehr Geduld und Zeitaufwand. An den Lamellen sollte man jedes herumfummeln unterlassen, die haben genau ab Werk den Winkel, den sie brauchen, um die Lampen in der Fassung zu halten und Kontakt herzustellen und trotzdem keine Masse berühren.


    Man kommt nicht darum herum, die Lampen mindestens auf einer Seite vorher abzuschrauben, mit ein wenig Akrobatik reicht dies. Vorsichtige Leute schrauben auf beiden Seiten die Lampen ab, wenn das Gehäuse wieder aufgesetzt wird und als letztes die Lampenfassung wieder anzuschrauben.


    Die RES 800 ist die 1-2 Jahre frühere Vorgängerin Bj. 1952-1953. Die RET ist deren Nachfolgerin ab 1954. Daher kann meine folgende Bemerkung nicht stimmen, aber es würde passen ;): "weil sich Märklin ab den geduldlosen Murcksi Märklinisten wegen Garantieansprüchen störte, gab es das beliebte Modell zur Strafe nur noch einseitig mit elektrische Lämpchen, für die Rückseite mussten gemalte Lampen reichen"... Selbstbewusstere Kundschaft würde heute beanstanden: Märklin wieso müssen die Lampen entfernt werden, wenn man doch nur das Lager schmieren will und überhaupt, wieso ist das nicht selbstschmierend?


    Anderseits, man hört von aktuellen Modellen immer wieder Berichte wo die Dekoder nicht das tun, was man von ihnen erwartet;(. Scheinbar keine Einzelfälle... Demgegenüber ist die alte RET 800 effizient, einfach zu verstehen und jederzeit einsatzbereit :thumbsup:. Wenn niemand grob die Lamellen verbiegt, ist diese Märklin SBB Re 4/4 I unkaputtbar, verzeiht nahezu jeden Murcks und wird noch in 100 Jahren funktionieren.

    Kurzversion:

    das war und ist oft zu sehen, wurde aber nie in der Form von der Fa. Märklin angeboten.


    Ausführlich:

    ... schon gar nicht beim gezeigten Exemplar, welches noch als RET 800 (also noch nicht als 3014) verkauft wurde. Die RET Version 1 ist es nicht, aber noch vor Koll Typ 2, Bj. irgendwo um 1955/56 herum. Auch die Kpl. wurde ausgewechselt und das Wappen ist originell, nicht aber original. Weder beim Modell noch beim Vorbild Re 4/4 I gab es kantonale Wappen, soweit mir bekannt. Wir haben ja im Forum DER Wappen Experte, der weiss alles über Wappen. Mein Wissen über Wappen hält sich in engen Grenzen. Ich wusste ja noch nicht einmal, dass nahezu jeder ein Familienwappen hat, bis mich HAG aufklärte.


    Vorübergehend gab es mal Engpässe vom Panto Typ 6, die waren mal kurz ausverkauft. Auch möglich, dass dem Besitzer die vom Typ 8 an aufwärts besser gefallen haben. Kein Hersteller kam - damals - auf die Idee, jedes Modell müsse auf`s Detail exakte Pantos haben. 2-3 Basis Versionen mussten reichen. Irgend wann mal, als die Fulgurex SBB Modelle bekannter wurden, wünschten sich auch die Märklinisten "richtige" SBB Stromabnehmer, dem entspricht zwar der Märklin Typ 8 noch bei Weiten nicht, aber etwas näher kommt er schon daran heran.


    Egal, die RET 800 ist eine herrliche Lok :thumbsup:. Bärenstark und 250 km/h schnell:):D. Die Märklin Version 1`B`1 würde niemals zur Reihe "R" zugelassen, u. leicht (56 t) kann bei Märklin RET keine Rede sein. "R" bezieht sich ja nicht nur auf die V/max, vor allem auch auf die zugelassene Kurvengeschwindigkeit. Es sind noch tausende Märklin RET 800 /3014 vorhanden. Nur schon bei Bahnorama warten 2020 viele RET 800 (bespielt) auf neue Käufer. Die Märklin RET ist ein Schwergewicht Bestseller. Vorbildgerecht wären nur 50 Exemplare. Die Märklin Auflage muss insgesamt 50`000 Stk oder gar noch viel höher gewesen sein?

    hallo Retro-Train

    Besonders Dein Blech Leichtstahl-Steuerwagen gefällt mir gut.

    Bei mir ist es seit ca. 35-40 Jahren ein Vorhaben, Du hast es gemacht:thumbsup: und dann erst noch in "BT":thumbsup:


    Zum Zustand der Leichtstahlwagen möchte ich die "Endverbraucher" rehabilitieren. "


    Wenn nicht mutwillig ausgelöst, kann der Besitzer für das Rosten nichts dafür! Es war ein damaliger Märklin Fehler: Keine Grundierung? Falsche interne Roh-Lagerung. Bereits zu korrosiv, bevor das Blech lackiert wurde. Vorkrieg Blechwagen sind markant weniger betroffen, das Ende der Blech-Wagen Fertigung auch nicht. Es handelt sich oft um die Märklin Serien 346 - 348 ca. 1951/52 - 1964. Bei denen sind etwa 75% aller Modelle unterrostet. Aber selbst diese Wagen haben ca. 10 Jahre problemlos gehalten, es wären somit für die Fa. Märklin längstens keine Garantiefälle mehr gewesen.


    Falsche Lagerung trifft eher auf die Schaumstoffe zu! Auch hier, die Kundschaft kann per se rein gar nichts dafür und kann diesen Zerfallprozess auch nicht stoppen. Aber der Besitzer / Besitzerin könnte wenigstens dann und wann seine Modelle anschauen und die Kartons öffnen. Mindestens 1 x pro 10 Jahre wäre nicht zu viel verlangt... und bei Bedarf umgehend handeln.


    An Nachschub gebrauchter bespielter Modelle wird es in den nächsten Jahren nicht fehlen;)


    Gruss

    Hermann

    So gern ich der Firma einen zusätzlichen Umsatz gönne, aber ich denke hierbei an dieses Wort: "Alles hat seine Zeit, / es gibt eine Zeit der Freude, / eine Zeit der Stille, / eine Zeit des Schmerzes, der Trauer / und eine Zeit der dankbaren Erinnerung." Momentan sehe ich die Zeit des Schmerzes - nicht der Freude. Das Risiko wäre mir zu gross.

    ganz einverstanden. HAG hat ja noch die Möglichkeit, im e- Zeitalter einen etwas reduzierten Virtuellen Weihnachtsverkauf zu lancieren?!?

    Oder halt bis ein paar Stunden vor dem Beginn den realen analogen Termin abzusagen!! Diese Freiheit haben sie! Und JEDER der potentiellen Kunden, welcher persönlich dorthin zu diesem Anlass geht oder gehen würde hat mit Sicherheit nicht 1 HAG Lok, sondern 1+ HAG Loks, das Warten auf bessere Zeiten wäre absolut zumutbar.


    Corona-Virus

    Es gibt gemäss Nachrichten einen Silberstreifen am Horizont, das ist langfristig doch schon mal gut:rolleyes::thumbsup:. Aber Tatsache ist:


    März 2020:

    abgesehen von einer akut betroffenen unbekannten Person am Flughafen aus Distanz, kannte niemand, welcher vom Corona Virus betroffen war. Das Ganze Theater bekam ich nur aus dem TV, Radio, Zeitungen, Internet usw mit. Effektiv hätte man meinen können, die TV Bilder, die ganzen Berichte wären Fake, was sie natürlich zu 99.99% nicht sind.


    November 2020

    Einerseits reagieren die Behörden etwas weniger panisch als zu Beginn der Pandemie. Aber ebenso ist es Tatsache geworden, dass Corona Pandemie nicht mehr was surreales weit entferntes aus dem TV ist, sondern immer wie näher an mein Umfeld heran kommt. Direkte Nachbaren sind betroffen, - auch Junge(!), auch Leute aus mehreren KMU Betriebe aus der Region. Ein Verwandter ist vor wenigen Tagen verstorben, ob mit oder an Corona sei dahin gestellt, er wurde 97 Jahre alt, dem sein biblisches Alter muss ich erst noch erreichen.


    Also geht es darum, für sich eine Risiko Abwägung vorzunehmen. Und die ist für jede Person etwas unterschiedlich. Ich habe schon im Sinne, wenn mich bisher nicht erwischte, dass das so bleibt. Aber sich in der Kühltruhe einfrieren lassen und aufwachen, wenn wieder gute Zeiten kommen, das macht man erst im Jahr 3000. Jede einzelne Person muss da abwägen, zwischen Normalität und Sicherheit / Schutz.


    Maske: mir ist egal, wenn mich andere Leute als übervorsichtig auslachen, das wäre ja direkt ein Kompliment an mich. Auch wissen Dritte nicht, ob ich überängstlich bin, oder nur einfach teste, was es mit Maske verträgt. Fazit; man kann damit fast alles machen:). Mich hat eine Forumistin u.a. Personen gefragt, Skifahren 2020/21? Habe zuerst 2020/21 gänzlich ausgeschlossen! Z.B. In Zermatt ist das Regime sehr streng, und auch am Fronalpstock können sie es sich nicht leisten, Corona zu ignorieren. Ob es so noch Freude bereitet? Wahrscheinlich immer noch besser und gesünder, als sportlich untätig bleiben und nichts tun.


    Angenommen für JEDE Bahn wird die Maske obligatorisch sein, bereits schon vor dem Skilift (bei vielen Leuten) anstehen, wie soll das in der Praxis gehen?!? Ist es da nicht viel einfacher und entspannter, man gewöhnt und akzeptiert diese "blöde" Maske?!? Schwieriger wird es für die Apre Ski Restaurants und Bars. Dem Virus ist egal, wo er seine Opfer holt. Sich auf der Piste vorsichtig benehmen und dann doch noch an der Bar anstecken? Besser nicht!


    Auch wird mir manchmal etwas schwindlig, wie mit der Maske umgegangen wird. Viele Leute tragen sie, weil man sonst die Bahn nicht benutzen darf. Aber grossflächig anfassen sollte man sie nicht. In der Einkaufstasche haben, dann im Hosensack, möglichst noch mit dem gebrauchten Nastuch zusammen, dann in der Jacke mit Esswaren, auf dem Küchentisch usw. das ist zwar verständlich, aber sinnfrei. Mindestens so anspruchsvoll wie die Maske tragen ist, wo hin damit, wenn man sie partiell gerade nicht benötigt.


    (Ganz) langsamst Ski fahren ist nicht so mein Ding. Als Raser andere Menschen verschrecken ist erst recht unanständig und rüppelhaft, es hängt von der jeweiligen Schneequalität und Nutzer Frequenz ab, was man tun kann. Wenn gegen Ende der Saison, unter der Woche kaum noch andere Skifahrer die Anlagen nutzen, würde es auch keine Maske mehr brauchen. Doch selbst wenn der Schnee nur mittel gut ist und zu Ferienzeiten oder Saisonbeginn ganz viel Volk unterwegs ist, dauert die längst mögliche Stoos Abfahrt, Klingenstock - Stoos, nicht über 7-8 Minuten. (bei besten Verhältnissen u. geschlossen Zubringer und ich von den noch vorhandenen Fahrern der Langsamste bin, dauert die Abfahrt etwa 2,5 Minuten). Was ständig Maske an / ab bedeuten würde, da behalte ich sie lieber gleich an.


    Das Argument von Erwin kann ich gut nachvollziehen, wenn man die 8 Std am Stück anhat, will man irgend wann mal davon befreit sein. Es hängt halt von auch von der Situation ab.


    @ Peter

    ja was ist, wenn im Auto noch ein anderer Forumist vorhanden ist. Und selbst im Helikopter wo es zieht und gehörig luftet, tragen zu meiner Überraschung die Air Zermatt Piloten die ganze Zeit ununterbrochen eine Schutzmaske, die werden ihre Gründe haben, einfach so aus Freude oder Übervorsicht machen die das bestimmt nicht. Ob und wie gut eine Maske Schutz bietet, werden wir wohl nie ganz eindeutig zweifelsfrei heraus finden. Da gibt es bestimmt für Befürworter wie Gegner zig Beispiele, dass beide Seiten überzeugt sind, Recht zu haben.


    Gruss

    Hermann

    *: trotz Regionalzugsausrüstung war dessen Reisekonfort besser als der von vielen älteren Wagen die sonst zum Einsatz gekommen waeren

    Erstaunlich viel Platz in der 2. Klasse:thumbsup:. Ansonsten kam es konkret auf den Zustand an und in welchem Zuglauf eingeteilt. Unvergessen bleibt eine Fahrt vom Basler Bahnhof, ohne Umsteigen bis nach München, 1984. Dass es keine fahrt im DB TEE Dome-Car werden würde, war logisch, doch ein schlecht erhaltener Silberling 2. Kl. für eine so lange Fahrt Basel - München löste vorerst keine Begeisterung aus. Die damals noch sehr aktuellen "Silberlinge" wurden nicht geschont, sondern (ab)gebraucht, das war ihr Zweck.


    Parallel zum Rhein bis Karlsruhe ging es flott voran, wenn auch laut und schüttelnd. Doch von dort bis München entsprach es einer ewig andauernden Bummelzug Fahrt. Bereits ab Basel hatte der Wagen gefühlt u. akustisch 4-eckige Räder und die Fenster waren nicht dicht, es war Regenwetter.

    Es hätte schon alternative Verbindungen gegeben, aber mit Umsteigen, je nach Zug bis 3 x was ich mit 60-70 Kilo Gepäck vermeiden wollte.


    Endziel war nicht München, sondern das aegyptische Rote Meer Hurghada an der Westküste und das Ras Mohamed (Sinai). Basel hatte 1984 keine Flüge im Angebot, wo 70 Kilo Gepäck in der Touristenklasse erlaubt gewesen wären. Der Hurghada Airport war noch weitgehend für das Militär vorbehalten. Der Visa Erhalt ebenso aufwändig, simple Hotels. Wein auch für Touristen streng verboten. Mir war das völlig egal, Hauptsache Haie "da" und gross. Doch für manche Taucher waren Ferien / Expetitionen ohne Alkohol nicht akzeptabel. Es gab immer wieder polizeiliche Durchsuchungen, aus ihrer Sicht zu recht, weil fündig wurden sie immer... Was erhebliche Geldbussen zur Folge hatte. Die Aegypter haben das beschlagnahmte Gut nicht ausgeschüttet, sondern mindestens einige der Polizisten selber getrunken, was diesen wiederum einige Tage Gefängnis einbrachte. Das Rote Meer war noch ein Geheimtipp, das Meer nahezu unberührt. Kurz darauf ging es Schlag auf Schlag und Hurghada wurde bald darauf zu einer der grossen Touristen Metropolen.


    Zurück in München, erwischte es zufällig wieder exakt den genau gleichen revisionsbedürftigen "Silberling". Doch mir kam es vor, kaum in München eingestiegen, schon kam - leider - Basel, Endstation. Wie gerne hätte ich den Zug irgendwo angehalten, am besten bei Göppingen?, war doch eine flotte Taucherin aus Muttenz dabei. Immerhin, die Begegnung reichte für darauffolgend ein paar mal Tauchen am damals noch fernen Vierwaldstättersee.


    Nicht nur in Schaffhausen, auch und besonders in Basel waren die "DB-Silberlinge" alltäglich. Auf der Rheinstrecke Richtung Rheinfelden sowieso, auch Regionalzüge Richtung Norden und vor allem auf der Wiesentalbahn lösten die Silberlinge mit DB E-40 die vorherige Generation E-44 & "Umbau-Wagen" ab, welche in keiner Weise den Silberlingen unterlegen waren. Aber (soviel mir bekannt?) abgesehen von Versuchen waren die grünen "Umbauwagen" nicht Pendelzug fähig, was gerade auf der Wiesentalbahn nachteilig war.


    Gruss

    Hermann

    Danke Roland für die Meldung.

    Das wird vielleicht nicht so toll sein wie andere Jahre, aber lieber ein halbwegs Corona-Save HAG Anlass (100% Garantie kann es nicht geben), als überhaupt keiner. Ich melde mich somit für diesen Anlass an.


    Wenn ich wie kürzlich mit Maske auf die Stockflue kann, ohne jede Probleme (Maske = weil es oben einige Leute hatte), dann kann man mit Maske auch zu HAG.


    Schwieriger wird zu beantworten sein, aber das ist ein anderes Thema, wie gut und sicher Masken generell schützen. Vermutlich ist schon viel geholfen, wenn die Anzahl potentieller Viren durch die Maske markant reduziert wird. 100% sicher wird so eine Maske kaum sein, sonst würde einem nicht beim (raschen) Velo fahren, oder beim wandern, selbst auf dem offenen Traktörli, manchmal und besonders mühsam gar im Auto, je nach Temperaturgefälle erheblich und schnell die Brille anlaufen, weil offenbar die Ausatemluft statt durch die Maske, den Weg nach oben "durchdrückt".


    Gruss

    Hermann

    Bei mir muss leider eine kommune 3014 gezeigt werden, da die RE800 oder auch schon eine schöne RES800 mein Budget sprengen würde.

    Lieber Roger,

    wenn Du wollen würdest, da bin ich fest überzeugt, wäre in Nullkommanichts jede von Dir gewünschte Märklin Lok auf Deinen Gleisen!


    Zudem, mit der RET 800 / 3014 hast Du mit Abstand die Beste aus dieser Familie, was will man mehr wollen?

    Bekanntlich sind die Sammler-Logiken nicht mit kommerziellen Aspekten gleichzusetzten. Die Teuerste muss nicht zwangsläufig die Beste sein.


    - die RET 800 / 3014: ist die Beste aus der Märklin Re 4/4 I Familie 1950-1975 :thumbsup: im Sinne von ausgereift und Preis/Leistung.

    - die RES 800: missglückter Versuch, die Re 4/4 vereinfacht und verbilligt anzubieten. Die RES war nur kurz im Programm, es ist die Seltenste!

    - die RE 800: es ist die Schönste und technisch aufwändigste Ausführung. Aber nicht gut genug im Sinne von Preis/Leistung.


    Die RE 800 ist aufwändig, kompliziert und erfüllt die Erwartungen nicht ganz. Die Lok ist nicht stärker als ein gutes RET Exemplar. Sie fährt auch nicht besser! Doch technisch ein Leckerbissen. Weil sie mit 4 Antrieb Achsen dem Vorbild am nächsten kommt. Oft wird von der RE 800 von der 2-motorigen alten Märklin Re 4/4 Lok gesprochen. Das stimmt nicht, die hat EINEN Zentral-Motor mit Kardan Antriebe. Wahrscheinlich war die RE 800 auch der Schreck der damaligen Eltern, früher bekamen ja Kinder Modellbahnen: Jetzt hat er schon das CCS 800 gerade noch so knapp erhalten und stürmt bereits nach noch mehr... Ich weiss es nicht, meine Modellbahn Begeisterung begann mit Kleinbahn...

    Gruss

    Hermann

    @ Roger zu Sammlung


    Deine Philosophie kann ich bestens nachvollziehen, aber das Sammeln von Eisenbahnen als wertvolles Kulturgut auch. Dieses Hobby hat ganz viele Facetten.


    Als Betriebsmodell:

    ... bei mir müssen Lokomotiven, weder ganz original, noch massstäblich, noch Wechselstrom, Gleichstrom oder Digital, oder neu sein. Im Gegenteil, gebrauchte Objekte sind mir mindestens so willkommen, wenn sie günstig oder gar gratis zu haben sind. Weil schöne neue Modelle dürfen wegen dem Absturz Risiko nur begrenzt schnell sein. Es wäre schade, zu fest einen Absturz zu riskieren. Man kann nicht erwarten, dass immer ein Sicherheits-Erwin gerade an der richtigen Ecke steht...


    Jedoch sind finanziell wertlose abgebrauchte H0 Modelle günstig bis gratis zu haben, das hat auf mich auch einen gewissen Reiz, wenn sie technisch noch halbwegs funktionieren: es gibt kaum was Schöneres, als eine DB E-03 auf Rekord Jagd. Anderst als beim Vorbild, die Franzosen haben keine Chance! Der TGV sieht die DB E-03 / BR-103 nur von hinten:D.


    Gleichwohl, für mich ist die Königsdisziplin: ältere bis alte Märklin Lokomotiven neu ungebraucht mit Anleitung im Originalkarton.

    Klar, absolute Spitzenpreise wie in den 1990-er Jahren sind aus bekannten Gründen höchst unwahrscheinlich. Man braucht dazu ja nur die Statistiken von Roland Hausin anzusehen. Anstatt dass diese Graphiken die Dents de Veisivi wiederspiegeln, sind es plane Schrägdächer, leider abwärts gerichtet. Das sind nun mal Tatsachen, da können wir auch den Kopfstand machen...


    Und trotzdem sehe ich es nicht ganz so negativ, wenn man alle Aspekte betrachtet. Ich halte etwas dagegen, wenn allgemein gesagt wird, alte Märklin Loks hätten keinen Wert mehr, obwohl man an jeder Börse feststellen kann, dass es eben doch so ist. Aber dort findet man auch nur noch selten 1 A Qualität angeboten.


    Preise: Wie will man etwas wissen können, was niemand weiss? In den letzten Jahren gab es ja kaum je eine Gelegenheit, mangels Angebot von wirklich einwandfreien erstklassigen Märklin Sammlungen. Bespielte Objekte sind nun mal nicht nur ein bischen, sondern viel tiefer bewertet! Es sind die Anforderungen an gute Preise gestiegen: neu muss neu - und original sein! Da gibt es kaum Spielraum für Interpretation.


    Entweder sind die Modelle halt eben doch bespielt, oder restauriert, oder doppelt bis 3-fach im Angebot und anderseits fehlen meistens gerade die interessanteren Modelle. Das ist der Lauf der Zeit, es kommt ja auch niemand mehr auf die Idee, einen Renault R 4, einen BMW 2000, einen VW Käfer oder Opel als Neuwagen zu suchen und wenn er gebraucht ist, oder restauriert ist, den Kauf abzulehnen mit der Begründung; nicht mehr original. Wir Modell Eisenbahner wollen manchmal Wünsche, welche nicht mehr so ganz der Alltag-Realität entsprechen, nach 40-50-90-100 Jahren etwas Originales wie neu wollen. Da würde sich Obelix zu Wort melden, die spinnen, die Telle und Teutonen gleichermassen.

    Gemälde haben es etwas einfacher, die Zeit zu überdauern. Sofern es nicht brennt, bewegen die sich mit 0.0 km/h vorwärts, teils über Jahrhunderte an der selben Wand hängend. Ist das nicht etwas gar... ?


    Hingegen eine komplette Märklin Sammlung, lückenlos und neuwertig im Originalkraton, wer sowas anbieten kann, darf sich gerne bei mir melden. Ein Forumist hat ja Andeutungen gemacht. Nur viele von uns sind +/- in einem ähnlichen Zeitrahmen "alt", wenn es den einen nicht mehr geben wird, dann den andren wahrscheinlich auch nicht mehr lange.


    Was auch immer, Hauptsache die Krone (Corona) ist im Signet der dänischen Märklin 3067 und weiterhin nicht in unseren Lungen.

    Gruss

    Hermann

    ;)Roger, Du kannst es ja auch abschreiben, dann meine Beiträge - aber nur in dieser Rubrik - mit weisser Farbe überstreichen, danach den alten Thread suchen und finden und dort die Beiträge wieder dazu schreiben...


    Irgendwie hatten wir schon mal dieses Thema gehabt, was ist wenn die Eisenbahnen noch da sind, aber deren Besitzer definitiv nichts mehr Weiteres dazu kauft.


    Eigentlich ist es ohnehin schöner und besser, wenn alle Forumisten noch gesund und zwäg sind und noch über lange Zeit Modellbahnen kaufen und sich daran erfreuen. :rolleyes::)


    @ Patrik,

    ;) :rolleyes:okay, dann spiele mal und gewinne den Giga-Super Gewinn. Wenn Du dann der XXL-Gewinn erreicht hast - und wir leben bis dann alle noch - dann sehen wir weiter. Ich persönlich halte nichts von Lösli und Lotto, rein rechnerisch kann es nicht aufgehen. Aber mir gefällt der Lotto Werbespruch: "niemand macht mehr Millionäre". Aber zu welchem Verhältnis, 1 zu 10 Mio oder gar 1 zu 100 Millionen? Und ich glaube ja sehr an das Glück, aber ausgerechnet im Lotto ganz und gar nicht. Und an etwas was man nicht glaubt, gewinnen zu können, senkt gleich nochmals markant die Chancen. Das letzte mal wo ich ein paar Lösli kaufte, war vor Jahren an einer Modellbahn-Börse (in Wettingen? oder Dietikon?) um der schönen Verkäuferin einen Gefallen zu tun, alle Leute waren vernünftig, niemand kaufte ihr Lösli ab, da tat sie mir leid und ich durfte die Farbe vom Lösi auswählen.

    Gruss

    Hermann

    Lieber Günther,

    soll das ein Angebot sein? Es ist mir eine Ehre, im Fall der Fälle Deine Sammlung in der Funktion als Auktionator verkaufen zu dürfen, ich bin sicher, dass das funktionieren wird, klassisch mit einem richtigen bunten Auktionskatalog und von überall weither, interessierte Käufer kommen werden. Meine Überzeugung ist schon, dass der welcher nach oben gegangen ist, irgendwie "miterlebt", wahrscheinlich wirst Du Günther dort oben noch ganz zufrieden sein und von oben zuschauen!


    ;)Lediglich mit der persönlichen Einflussnahme wird es schwierig: wenn Du zum Beispiel aus Deiner eigenen Sammlung, nun oben im Himmel wohnend, unten auf der Erde ein paar Stücke erwerben möchtest, damit die im Himmel oben auch Märklin und HAG kennen und eine Modellbahn Anlage bauen, welche Adresse müsste auf dem Paket angebracht sein? Wer wäre in der Lage, den Transport durchzuführen? Wer dort oben würde (und könnte) für das eingeschriebene (versicherte) Paket für den Erhalt unterzeichnen?


    So einen Deal können wir sehr gerne tätigen, aber nur ausschliesslich im Gegenrecht :!:. Wenn es mich zuerst trifft, - und das ist in der Auswertung der Restrisiko Analyse gar nicht sooo unwahrscheinlich, dann musst Du Dich innerhalb des Zumutbaren, umgekehrt um meine Modellbahnsammlung kümmern:D:rolleyes:. Die ist wahrscheinlich im Zustand nicht annähernd so gut und so schön wie Deine, dafür ist die Vielfalt etwa grösser und es hat schon ein paar wenige bisher attraktive Stücke darunter.


    Irgendwie hatten wir doch schon mal so einen Thread? welcher das Thema behandelt, was folgt nach dem ultimativen Ortswechsel! Nicht spirituell gemeint, sondern lokomotiell?


    Nur als Brainstorming; gar nicht verkaufen und ein MoBa-Forum Museum ist auch ein Gedanke wert? Wir sind jetzt kein riesiger Verein, aber ein guter Verein. Da käme auf diese Weise eine tolle vielfältige schöne Sammlung zusammen. Aber finanziell wäre der Inhalt noch das Wenigste, sondern die Aufrechterhaltung der Infrastruktur & Gebäude. Das hätten wir spätestens jetzt als Lebendige, oder besser bereits bei der Gründung des MoBa Forums tun sollen! Als Seelen im Himmel, dann ist es viel zu kompliziert, zu spät und auch viel zu teuer. Als Mittelständler ist das nicht zu stemmen, sondern eine Zumutung für den, der es trifft.


    Auch lebt die Modellbahnszene vom Jagd verhalten jedes Einzelnen, "ICH" will es haben... Die Modellbahn-Hersteller, egal welche, hätten überhaupt keine Freude, wenn sich das MoBa-Forum darauf einigen könnte und würde, nun als Museum zu funktionieren. Wenn die Industrie das Kunststück zustande bekommt, ein Modell zu kreieren, welches jedem gefällt, dann kauft es auch annähernd jeder von uns. Würden wir uns auf ein Museum einigen, muss es ja nicht mehr jeder haben, EIN Exemplar würde ausreichen.


    Jedenfalls bin ich deillusioniert was die Museum Frage anbelangt, es gibt seit ca. 20 Jahren in Mendrisio die: http://www.galleriabaumgartner.ch

    Das ist jetzt für Modellbahn-Verhältnisse wirklich ein Museum der Superlative, die Infrastruktur entspricht modernen Kunst Museen. Und sooo weit weg ist jetzt Mendrisio auch wieder nicht ab der Welt. Ich hatte damals etwas Bedenken und keine Freude daran, weil auch ein Zürcher Auktionshaus Auktionen veranstaltete. Trotz der luxuriösen Umgebung, das einfache simple Dorenbach war viel stärker im Markt verankert.


    Jetzt finde ich es schade, dass im absolut sehenswerten Museum längstens vor der Corona Pandemie die Besucher die Sicherheitsabstände eingehalten haben. Die 3-4 x wo ich bisher dort war: mich selber begeisterte es absolut! Doch andere Besucher waren kaum anzutreffen, trotz der grandiosen Ausstellung. Modelleisenbahn findet über ein gewisses Mass hinaus, wenig allgemeines Interesse. Vielleicht mit Ausnahme vom Märklin Museum in Göppingen.


    Ich oute mich als Kunstbanause, mich wundert es, dass das Beyeler Kunstmuseum in Riehen so gut besucht wird, obwohl dort nur Gemälde und keine alten Märklin Loks zu sehen sind. Das Schönste an diesem Museum in Riehen ist das Museum selber, dessen Architektur und der umgebende Garten. Ich würde die auf Leinen gemalte Gemälde abhängen als Oberfläche auf Fliegengitter fixieren oder diese Roger bringen, weil er es besser kann, für die Landschaftsgestaltung mit viel Farbe, Streusel und Gips bearbeiten... Das sehen nicht alle Leute so, dass das eine Aufwertung wäre. Modellbahnen eigen sich bisher nicht gar so als Museum Objekte.


    Was ja auch irgendwie was gutes hat, so kann JEDER privat nach seinem Gutdünken Modellbahnen, Holz und Karton kaufen und privat für sich seine "kleine Welt" zusammen bauen, - das Ganze ist ein Kreislauf.


    Gruss

    Hermann

    danke Peter für Deine Ausführung.


    Ich war schon länger nicht mehr im Loki Depot Horw, sofern Corona Konform, wird mal Zeit, dort wieder hinzugehen... Das letzte mal, konnte ich dort einen wunderbaren Märklin H0 / 00 Katalog erwerben. 100% original (kein Nachdruck) und absolut neuwertig. ;)Aber etwas veraltet, er stammte von 1937...:thumbsup:


    Dies und jenes

    Nachts, wenn die Eulen rufen und der Vollmond aufgeht und Katzen, oder sind es gar Krokodile? rasch vor dem Haus vorbei flitzen, ertappe ich mich, für eine Nanosekunde, doch wieder im Handel tätig sein zu wollen. Schalte spontan unvoreingenommen das Radio an und eine Frau berichtet ganz begeisternd von den ganz aktuellen Digital-Tagen 2020 und was sie dort alles tolles erlebt hat und in mir schnürt sich im Empfinden die Kehle zusammen, als wäre die Bärlauch Saison 2021 schon ready...


    Nicht nur die Grossen, sondern längstens auch die KMU und Ein-Mann Betriebe werden von der Digital-Welle erfasst, ob man will oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle, es ist eine Tatsache dass das so ist. Ich müsste mich total umorientieren und neu orientieren. Digital mithalten (das wäre für mich schon viel) reicht klar nicht (!), man müsste sich so positionieren, dass man ganz vorne dabei ist, um kommerziell eine gute Ausgangslage zu haben.


    Angenommen es käme ein Kunde in den Laden und würde eine Digital Lokomotive mit dem Ur-Decoder 6080 mitbringen und für einen Digital-Umbau nachfragen. 3-4 tage später bekäme er das Modell zurück, es würden beim Umschalten ganz kurz die Lampen aufblitzen und sobald das Model auf das (Digital) Gleis gestellt wird, mit Höchstgeschwindigkeit davon brausen... weil ein Relais verbaut wäre. Wahrscheinlich hätte niemand mehr als ich, das maximale an e-Bay Minus Bewertungspunkte, welche man überhaupt bekommen kann. Was nicht gerade geschäftsförderlich ist um nicht zu sagen ruinös und ich würde die Welt nicht begreifen, was hat er denn?


    Falls ich je wieder aktiv werde, dann als Auktionator in einem Auktionshaus. Aber auch da haben sich die Zeiten geändert. Die Wichtigkeit der Käufer wird allgemein im Auktionshaus-Wesen überschätzt, die kommen auch heute mehr oder weniger von alleine, das sehe ich ja an mir selber - sofern angeboten werden kann, was gesucht wird. Und genau darin liegt die Herausforderung: Mit ein Grund wieso ich es verkaufte, (wenn auch nur nebensächlich) war: es ist nicht lustig, als Chef der Emotionen-Zerstörer zu sein. Was ich damals auch so klar meinem Nachfolger klar kommuniziert hatte. Doch gewisse Gegebenheiten muss man selber erlebt haben, die kann man nicht in Worten mitteilen, weil es zu dem Zeitpunkt nicht ganz geglaubt werden kann. Fast jeder Einlieferer und bedeutend mehr noch Einlieferinnen glauben, sie hätten eine wertvolle Rarität in den Händen, welche viel Geld einbringen wird. Das stimmt auch jedes 10. bis jedes 100 x und was macht man mit all den normalen Einlieferer und Einlieferinnen, die sind schon genug vor den Kopf gestossen, der Auktionator-Fachmann kann noch so jedes kleinste Schräubchen auswendig kennen, das ändert an der Sachlage rein gar nichts, nämlich im Wunsch, das Objekt zu Geld machen (können)... ich wüsste genau so wenig wie damals, heute eher noch weniger, was ich potentiellen Einlieferer antworten sollte, wenn sie nicht die gesuchten Sammler Objekte vorbei bringen, sondern gebrauchte Durchschnittsware, was nun mal der Normallfall ist.


    Vielleicht ein Muster-Zimmer kreieren, mit all den Märklin Modell-Klassiker mit der Überschrift: wenn sie dieses Modell wieder erkennen, in üblichem gebrauchten Zustand, erst recht wenn es bespielt und gebraucht ist, dann wissen wir am aller wenigsten weiter.


    Hingegen, wenn jemand eine klassische Märklin Sammlung aufbieten kann, es muss nicht mal Vorkrieg sein, 1948 bis 1978 oder bis 1985 (Analog Ende), welche neuwertig ist, Im Originalkarton mit Anleitung, keine Replicas oder Restaurationen, also eine Top Sammlung, wann gab es dies das letzte mal?


    Das ist Jahre her. Entweder sind nur schon die Schachteln Replicas, oder viel zu stark bespielt. Eigentlich sind heute nur noch die Sammlungen begehrt, welche damals, wie soll ich sagen, "Spinner", feiner ausgedrückt Enthusiasten sich zulegten, welche auf jedes noch so kleine Detail acht geben. Also eher schwierige Zeitgenossen, wenn einer ruft; Hilfio und man meint ein Unglück sei geschehen! Dabei ist nur die kleine FCW Etikette vor zig Jahren unsauber halb abgerissen worden... Aber so winzig kleine Details ergeben heute die Differenz zwischen Massenware und was noch gut verkauft werden kann.


    Also an mich sind in letzter Zeit mehr Anfragen eingetroffen, wo der Anbieter hoffte, ich würde rostige alte Traktoren (1:1) kaufen... Mich fragte niemand an, eine Top-Märklin Sammlung zu kaufen! Ich habe mir auch bisher keine Mühe gegeben, dies zu bewirken oder zu erreichen. Bisher habe ich nie Dorenbach konkurrenziert, sondern eher umgekehrt, bin dann und wann als normaler Sammler aktiv, so wie andere auch. In letzter Zeit erst noch auf Objekte, welche andere Sammler nicht sonderlich interessierten.


    Der geschätzte Herr Roland Niggli will vermutlich nicht einen Nachfolger finden, weil das Geschäft nicht mehr läuft, oder die Leute jetzt kein Geld mehr ausgeben, sondern schlicht Alters halber, er ist nicht mehr ganz ein Teenager. Aber ihn zu ersetzen, den erfahrenen Hasen, dürfte nicht so einfach sein, da mache ich mir keine Illusionen. Der verkaufte vermutlich schon Eisenbahnen, da war ich noch gar nicht auf der Welt. Doch gegen die Zürcher Birmensdorferstrasse, da ist auch Herr Niggli noch neu im Geschäft... aber auch die rüstige Zürcher Modellbahn Spezialistin ist nicht die Amtsälteste, die englische Queen Elizabeth dürfte uneinholbar sein, die will aber ihren Laden nicht "verkaufen", die macht fleissig weiter...


    Gruss

    Hermann