Gute Eisenbahnfotos anzufertigen ist eine Kunst. Ich bin immer noch am üben.
Es hat immer etwas, was stört an einem Standort und jede Kamera deutliche Verbesserungen, aber auch dass ältere Kamera Generationen in Teilbereichen ihrerseits besser waren.
Nochmals danke Michel für den Typ Verschlusszeit Hoch und fast offene Blende. Das hätte ich mich nie getraut, unter Blende 6 hatte ich keine Erwartungen mehr, dass das Foto scharf werden sollte bez. könnte. Ich brauchte noch ca 1 Jahr, um wirklich gute Fotos mit der Z9 zu erstellen.
Am meisten irritiert mich an der Z9, dass es für eine gewünschte Einstellung nicht mehrt nur eine Möglichkeit gibt dies zu erreichen, sondern bis zu 3-4 Möglichkeiten. Je nach Einstellung, es reicht versehentlich den Bildschirm zu berühren und es löst ein Foto aus... oder eine ungewollte Tastenkombination schaltet den Autofokus ab, den man im Menue finden und wieder die Autofokus Funktion einstellen muss. Bestimmt gerade dann, wenn eine ++ Lokomotive daher fährt.
Anderseits ist die Möglichkeit der Nikon Z9 faszinierend, kleine bis kleinste Bildausschnitte zu wählen und man erhält immer noch ein recht scharfes Foto. Schon seit über 10-15 Jahre kann man Bildausschnitte wählen, aber es hatte bisher immer und logischerweise deutliche Qualitätsverluste, die Z9 praktisch nicht mehr. Auch der Fokus der Z9 ist hervorragend. Der von der Nikon D 850 war schon gut, aber der von der Z9 ist nochmals besser. Man könnte mit einem 35mm Objektiv eine SBB Signallampe fotografieren und daraus den Glühfaden einzeln abbilden. Klar ist das die Umgebung unscharf, aber immerhin es geht.
Aber gute Eisenbahnfotos, da ist die Kamera nur ein Teilaspekt. Das Tageslicht muss stimmen, der Winkel zur Lok und Abstand muss stimmen, die Lok sollte eigentlich immer die Hauptsache sein, aber zu nahe sieht unschön aus, zu weit ebenso. Auch die Höhe muss stimmen und kann man nicht anpassen.
Ein Vergleich von Hai Fotos und SBB Loks
Die meisten Haie sind genau so scheuh wie eine SBB Lok, ruck zuck ist eine SBB Lok oder ein üblicher Hai weg. Aber bei einem Hai kann man zumindest die Höhe richtig "einstellen" d.h. etwas höher zum Hai auftauchen, oder tiefer zu ihm abtauchen. Aber den Tiefenmeter nicht aus den Augen lassen. Nicht alle Haie freuen sich, wenn ein Taucher kommt. Tauch man 5 Meter tiefer zum Haie, gibt es dass dieser ebenfalls 5 Meter tiefer taucht... Letztendlich bestimmt der Hai die Distanz, nicht der Taucher. Und wenn er zu nahe kommt, vorsichtig mit der Hand weg stupsen. Kommt er innert 0,5 Min 2 x nahe, sollte man vorsichtshalber das Fotografieren unterlassen und ihn anschauen, das mag er von einem Menschen nicht so und verschwindet dann.
Bei Tigerhaie ist die Chance gross, dass sie einem aus 10 Meter Distanz umkreisen und bis auf 1 Meter Nähe kommen und dies 3 - 4 x pro Tauchgang. Besser kann man es als Fotograf nicht haben. Man stelle sich frühere Zeiten vor, wenn man eine neue Kamera hatte und erst zuz Hause wusste, ob das Foto gut wurde. Man benötigte einige bis viele Taucherferien, für nur ein einziges gutes Haifoto zu erreichen. Heute mit einer Digitalkamera und einem neugierigen Hai, (nur die Wenigsten sind neugierig!) bekommt man viel leichter und schneller und kostengünstiger ein Foto umkreisen und aus Neugierde wieder kommen. Perfekt wenn man eine neue Kamera hat und sich damit noch nicht so gut auskennt, man hat ein Vielfaches mehr Chanen für ein gutes Foto. Vorausgesetzt man weiss oder zumindest vermutet was man vorher falsch gemacht hat, einfach zwischen 0,5 bis 3 Min warten und es bei der nächsten Annäherung besser machen.
Bei der Eisenbahn ist das oft schwieriger, der Bauer mag es nicht, wenn man über sein Feld latschen würde. Am Gotthard sollte man an den besten Fotostellen abholzen dürfen(...) Ja nicht, das gäbe Ärger mit der Gemeinde. Jedenfalls bekannte gute Fotostellen +/- um Wassen herum, exakt auf den halben Meter Standort genau, wie die frühen Fotografen, diese Stellen sehen heute total zugewachsen aus, im Vergleich zu den Autoren aus den 1950-er - 1970-er Jahren.

Das ist noch selten passiert, dass man mitten im Sommer erst um 17.50 Uhr die Kamera auf 2000 ASA stellt, aber anstatt Züge kam ein mittleres Gewitter. Es wollte und wollte in beiden Richtungen kein Zug kommen. Auch diese schöne Fotostelle ist sehr stark zugewachsen im Vergleich zu alten Fotos an der selben Stelle. Foto: der etwas versteckte Viadukt oder Brücke etwa auf der Fluchtlinie von der Rigi-Kulm, wenige Km nördlich vor Arth. (Bei Nasegg) Im Bild der Zugersee.
Na ja, diese Digital Z9 hält mein Gehirn etwas auf trab, anstatt Kreuzworträtsel. Irgend wann gibt es schon noch gute Eisenbahn Fotos.




Dieser Standort mag ich eigentlich sehr, aber die Re 6/6 11675 Gelterkinden wirkt wie ein Spielzeug. Aber auf der korrekten Höhe würde man nur noch die Lok sehen, dazu muss man nicht extra an den Axen, das ginge einfacher an einem Bahnhof.

SBB Re 4/4 II 11259 / Leerzug Autotransportwagen bei der Gumpisch-Brücke (Axen). Fronalpstock im Hintergrund.