Beiträge von tolipex

    Hallo Dominic


    Vielen Dank für den Hinweis zum Bild.^und das du dich an mein "Problem" erinnert hast. Ich kenne das Bild. Es ist mitunter eine meiner wichtigsten Vorlagen und zeigt genau den Zustand, den ich versuche nachzubauen. Ich bin immer wieder begeistert über die Aufnahmequalität von Glasplattenaufnahmen.


    Leider hatte ich diese Aufnahme nicht schon zu Baubeginn. Deswegen habe ich vermutlich alles mindestens zweimal gebaut. Das Bild zeigt eine ganze Menge an Details. Richtig interessant wurde es, als ich die Pläne und die Aufnahme, sprich konkrete Umsetzung, verglich. Da wurde das eine oder andere anders umgesetzt als geplant. Etliche Stellen hatte ich im ersten Anlauf auf "Annahme" gebaut, so nach dem Motto, soll mir erst einer zeigen, dass es anders war.....Na ja, ist nicht mehr nötig, ich habe es dank dem Bild selbst bemerkt... :vain:


    Die besagte Vorbrücke stellt im Moment immer noch ein kleines Geheimnis dar. Grundsätzlich waren alle Brückenbauten der Gotthardbahn genormt. Die Normen sehen vor, das Brücken mit Stützweiten bis 8 Meter als Blechwandbrücken auszuführen sind. Ab 8 Meter sind dann Eisenfachwerkbrücken vorgesehen. "Meine" Brücke jedoch scheint davon abzuweichen. Die Brücke hatte eine Spannweite von 14 Meter. ist 1.55 Meter hoch, liegt in einer Kurve mit 280 m Radius( mit èberhöhung) und.....ist als Blechwandbrücke mit oben liegender Fahrbahn gebaut worden (siehe Bild)! Im Weiteren kommt dazu , dass der Bohlenbelag bis an den gemauerten Brückenbogen der ersten Spur reicht. Wie die Konstruktion darunter aussieht, weiss ich im Moment noch nicht. Im aktuellen Zustand ist die ursprüngliche Form nicht mehr erkennbar. Ich werde wohl oder übel nochmals in die Archive steigen müssen, um mich schlau zu machen. Auf "Annahme" möchte ich nicht mehr bauen.....:D

    Du siehst, Dominic, ich bin noch ein wenig gefordert. Vielleicht weiss ein Mit-Leser mehr darüber. Ich würde mich auf entsprechende Meldungen/Hinweise sehr freuen.


    Gruess

    Dani

    Hallo Miteinander


    Endlich komme ich dazu, euch ein wenig von der Einweihung der WB Remise und unserem Mini-Mobaforum-Treffen zu berichten. Tinu und ich waren am Samstagnachmittag vor Ort. Der Publikumsaufmarsch hielt sich sehr in Grenzen, zu mindest zum Zeitpunkt unserer Anwesenheit. Die "Remise" ist recht schön gemacht. Dennoch erfüllt es den Interessierten mit Wehmut , dass kein Gleisanschluss mehr besteht. Bekanntermassen wird die WB umgespurt und somit hat der WB Dampfzug keine fahrende Zukunft mehr.


    Die ausgestellten Module von Dominic und Gerhard (welcher wir nicht angetroffen hatten) zeigen wirklich hohe Modellbaukunst. Das beginnt bei den Gleisen in Code 40, geht über zum Fahrzeugbau/-umbau bis hin zum Gebäudebau. Wirklich alles musste selbst erschaffen oder zumindest umgebaut werden und ist nicht käuflich zu erwerben. Dadurch strahlen die Module sehr viel Charme aus und man erkennt als Ortkundiger die dargestellten, verkleinerte Szenerie sofort. Ich hatte riesig den Plausch daran.


    Noch mehr Plausch hatte ich jedoch, als ich einen der Erbauer kennen lernen dürfte. Dominic ist herrlich unkompliziert und ein äusserst angenehmer Gesprächspartner. Natürlich wurde gefachsimpelt und Infos ausgetauscht. Ich gehe schwer davon aus, dass wir dies bei gegebener Gelegenheit vertiefen werden. Die illustere Runde wurde schliesslich wegen der fortgeschrittenen Zeit und eines drohenden Gewitters aufgelöst. Hey, Dominic, mir hatte es sehr viel Spass gemacht. Danke dass wir die Möglichkeiten hatten, eine/eure Module zu bestaunen und für die gute Zeit. Es ist halt jedesmal ein tolles Erlebnis, die Gesichter hinter den Nicknames kennen zu lernen.


    Wie es mit den WB Modulen weitergeht, hat Dominic in einem Beitrag weiter oben schon angetönt. Dominic wird euch diesbezüglich bestimmt rechtzeitig informieren. Ich freue mich darauf!


    Gruess

    Dani

    Hallo Dominic


    Die Modulkästen machen schon was her, ganz tolle Arbeit. Ich freue mich auf nächsten Samstag, um deine Kunstwerke und natürlich auch den Künstler in natura zu sehen. Ich werde mit dem Ur-Waldenburger und Gerstelfluhbezwinger Tinu zusammen aufmarschieren. Leider ist mein Favorit, die Uhrenfabrik, nicht mit von der Partie....(ich bin eben gestern am Original zweimal vorbei gefahren und musste unweigerlich an dein Modul denken.....)


    Bis bald und e Gruess


    Dani

    Hallo Patrick


    Die Rohrbrücke und die Bäume machen sich sehr gut. Solange ein Fahrzeug in der Durchfahrt steht, finde ich die Spiegelvariante recht gut. Steht jedoch kein Fahrzeug im Durchgang, bleibt die Öffnung bestehen und fällt auf. Vielleicht wird das ganze etwas entschärft, wenn du die Gleise des FY, welche die Durchfahrt mit der Strasse bedienen, in der selben Farbe der Strasse einfärbst. Dadurch sollte die Öffnung nicht mehr so ins Auge stechen und du gewinnst etwas an optisch Tiefe.


    Gruess

    Dani

    Hallo Roger


    Sieht ja wirklich hammermässig aus, deine Felswände und erst recht deine Malkünste:hail:. Ich bewundere dich und allgemein alle Modellbauer, welche eine gesegnete Hand für Farben haben. Wird der Hang oder Felsen hinter der Flügelmauer gemalt oder plastisch dargestellt? Etwas Kleines ist mir noch aufgefallen.....da gibt es einen kleinen Spalt zwischen der Galerie und der Felswand. Gesehen habe ich das auch nur, weil ich mir deine Bilder immer in maximaler Vergrösserung zur Gemüte führe :D


    Gruess

    Dani

    Hallo Dominic


    Herzlich Willkommen im Moba-Forum und danke für deinen Kommentar. Ich freue mich, dass du nun auch hier anwesend bist mit deinen tollen Arbeiten. Den SCB Bahnhof und natürlich deine WB Module beobachte ich schon längere Zeit. Die Station Talhaus und die Uhrenfabrik in Oberdorf haben es mir besonders angetan. Wenn es irgendwie geht, werde ich bei deiner Präsentation im Talhaus auch anwesend sein.


    Felsentechnisch bin ich noch nicht viel weiter. Hingegen liegen nun die korrekten Gleise mit den korrekten Schwellenabständen. Der Tunnel der Boscerina-Galerie musste noch ein wenig verlängert werden und beim Studium der alten Bilder stellte ich fest, dass südlich von der Galerie auch ein Entwässerungsgraben bestand. Diesen Graben musste auch noch, wenn auch nachträglich, ergänzt werden. Sobald ich dazu komme, werde ich wieder Bilder einstellen, u.a. vom Bau der Tunnelportale und Stützmauer (habe ich schliesslich auch mal versprochen!)


    Das ganze Modul entspricht dem Zustand der Epoche I und sollte schlussendlich in etwa so aussehen wie auf dem Bild. Ich bin Mitglied der IG Gotthardbahn und das Modul sollte irgend einmal auch ausgestellt werden. Auf der HP siehst du unter der Rubrik Projekte, Module im Bau, zwei ältere Bilder des Polmengoabschnittes (Brücke). Mittlerweile wurde praktisch alles neu aufgebaut. Es sind diverse Module der Gotthardbahn Südrampe im Bau, so z,B. Bahnhof Airolo, Dazio Grande, der Bahnhof Locarno und eben Polmengo.


    Falls du und auch alle anderen Leser mal Lust haben, uns zu besuchen, würde mich das sehr freuen. Unser "Clublokal" befindet sich im Bahnhofbuffet des Bahnhof Göschenen. Wir führen regelmässig öffentliche Fahrtage durch. Neben der Modulanlage "Gotthardbahn Nordrampe" findet sich in den Räumlichkeiten auch ein kleines Museum. Den Flyer reiche ich noch nach.....ich hoffe, das war nicht zuviel Werbung.


    Gruess

    Dani

    Hallo Patrick

    Auch mir ist die Durchfahrt sofort ins Auge gestochen und hat ein leichtes Nasenrümpfen verursacht. Die Idee von Urs finde ich gut. Zusätzlich würde ich den ganzen Spickel rechts von der Strasse bebauen und als Abschluss noch einen grossen (hohen) Laubbaum setzen, um von der Durchfahrt abzulenken. Somit würdest du den Gebäudekomplex um die Ecke herum erweitern. Es wäre sehr schade, die Industriegebäude gegen eine Brücke zu ersetzen.

    Ich bin gespannt, wie deine Lösung schlussendlich aussehen wird.


    Gruess

    Dani

    Hallo Roger


    Sehen ja schon gewaltig aus, deine Felsen! Von der Form- bis zur Farbgebung passt wieder alles perfekt zusammen... (was heisst hier wieder? Eigentlich muss es immer heissen..!) . Mir gefällt besonders die Partie mit der Steinschlaggalerie. Ich beneide dich, wie weit du schon bist. Ich werde langsam aber sicher aggressiv, wenn ich das pinkfarbene XPS anschaue.... XD. Wie verhält es sich gewichtsmässig mit deiner Nordwand?


    Gruess

    Dani

    Hallo Zusammen


    Mir ist durchaus bewusst, dass die Geschosshöhen bei Industriebauten grundsätzlich höher sind resp. höher sein müssen. Mir ist dies nur aufgefallen (und nicht nur mir, sondern auch Patrick) weil das ganze Arrangement, bis auf diese Ecke (mein Eindruck!) sehr ausgewogen wirkt und durch Patrick mit viel Akribie gestaltet wird.

    Ich freue mich auf die nächsten Bilder aus Riedmatt, aus der Rietmatt oder heisst es von der Riedmatt? :grin:


    Gruess

    Dani

    Hallo Patrick

    Deine Industriebauten sind schlicht der Hammer, senationell, wirklich! Bin gespannt, wie sie aussehen, wenn sie noch etwas gealtert und die Umgebung vervollständigt ist.


    Darf ich an dieser Stelle noch eine kritische Bemerkung aufführen? Für mich wirken deine Wohnhäuser am linken Rand zu klein im Vergleich mit den anderen Bauten (Bahnhof, Lokschuppen, Industrie). Liegt es ev. daran, dass die Etagenhöhen gefühlt zu niederig sind oder dass alle Stockwerke auf dem selben Level liegen?


    Wie auch immer, ich freue mich immer sehr, wenn es ein Update aus Riedmatt gibt.


    Gruess

    Dani

    Hallo Remo


    Sieht sehr gut aus, deine Felsen. Ich mag es, wenn die Felsen wirklich bemalt sind und nicht nur lasiert. Welches Gras hast du verwendet? Die Grasfarbe korrespondiert hervorragend mit deinen Felswänden.


    Gruess

    Dani

    Hallo René, hallo Roger


    Mir gefallen eure "Industriegeschichten" sehr. Davon kann ich nicht genug kriegen. Beide Anlagen/Module (?) strahlen unglaublich viel Charme aus, was nur durch Selbstbau/Kitbashing von Gebäuden und durch den gekonnten Einsatz von Farben in allen Formen erzeugt wird. Es macht Spass, solche Kunstwerke zu bestaunen.


    Gruess

    Dani

    Hallo Marc


    Ach nein....erwischt! Nun hat es doch einer bemerkt! Vielen Dank für dein Kompliment. Ich bin im Moment noch nicht weiter gekommen, da ich zuerst noch ein Gleis verlegen muss, um anschliessend die Boscerina Galerie zu vervollständigen. Die Gleise (nach Vorgabe GB) und die Boscerina Galerie würden nochmals ein eigenes Thema darstellen (Rolf aka rfurrer habe ich ja weitere Infos versprochen). Sobald dies abgeschlossen ist, werde ich wieder XPS aufeinander türmen und die Klingen wetzen.


    Ich wünsche euch allen einen guten Wochenstart, bis bald


    Gruess

    Dani

    Hallo Roger


    Du bist ja ein Wahnsinniger (im positiven Sinn gemeint)! Da versuche ich mal an einem kleinen Stück XPS einen einigermassen gelungenen Felsen zu schnitzen und legst gleich mit der Eiger Nordwand los....:D....das hätte ich mir nicht zugetraut. Mir gefielen deine grobgeschnitzten Felsenmassive. Stellenweise waren sie schon recht gut ausgearbeitet und hätten bei der entsprechenden Einfärbung bestimmt auch sehr gut ausgesehen. Nur nicht den Mut verlieren und immer weiter üben. Ich machte einige Test mit einem Styrodurschneider, welcher einen kleinen Stab anstelle eines Drahts hatte. Das brachte auch nichts, ausser Dämpfe und Fäden von geschmolzenen XPS. Ich bleibe bei meiner Messermethode.


    Wie immer bin ich einerseits von deinem Tempo und andererseits von den modellbautechnischen Ausführungen sehr angetan. Da ich in der Zwischenzeit auch weiss, dass du ein sehr ausgeprägtes Händchen für Farben hast, wird auch diese Felswand ein Highlight. Ich freue mich auf weitere Bilder.


    Gruess von Polmengo an den Butterberg.....:thumbsup:


    Dani

    Hallo Zusammen


    Vielen Dank für eure Kommentare, hat mich echt gefreut und Komplimente motivieren immer. Ich werde bemüht sein, neben Beruf und Famile, weiterhin meine Erfahrungen mitzuteilen.


    @Rolf: wie erwähnt benutze ich einen Holzleim (ist im Bericht aufgeführt). Heissleim, siehe Antwort von Andy, ist eine sehr gute Alternative. Hält sofort und man kann weiter arbeiten. Normaler Weissleim funktioniert auch, er braucht jedoch recht lange bis er abgebunden hat. Ev. mache ich zu den Mauern und Tunnelportalen einen eigenen Threat. Das Thema kommt, versprochen.


    @Roger: ich freue mich jetzt schon auf deine Berichte. Vermutlich kann ich im Anschluss meine Bilder wieder vom Netz nehmen....;). Auch ich suchte zu Beginn im Netz nach Antworten zu Felsen aus XPS und war doch ziemlich erstaunt, nicht besonders viel zu erfahren (zumindest nicht in unserem Massstab). Selbst wenn man die englischen Begriffen wie cutting rocks in foam oder ähnliches eingibt, bleiben die Resultat recht bescheiden.


    @ Rolf: für dein gewaltiges Kunstwerk wäre es durchaus eine Alternative. Man sagt nicht umsonst, Übung macht den Meister. Da ich selber nicht jeden Tag am Felsen schnitzen bin, mache ich vorgängig immer einige Probestücke um wieder in den "flow" zu kommen...! Mit der Übung kommt schliesslich auch die Freude und.....mir geht es so, man beginnt zu experimentieren und erzielt ganz erstaunliche Resultate.


    Andy : Danke für dein Kompliment und den Hinweis zur statischen Begrasung. Ist mir bis jetzt gar nicht aufgefallen, vermutlich arbeitete ich zu wenig mit Gips. Danke auf für den Hinweis mit dem Heisskleber.


    Bis bald


    Gruess

    Dani

    Zitat

    Und von Deinem Tunnelportal mit der Felsumgebung habe ich heute sogar geträumt. ^^

    Ha ha, davon hat es mir auch schon geträumt, dass DU von meinen Basteleien träumst.....Dabei sehe ich in meinen Tagträumen dein Migrosbus durch das vituelle Daniwil fahren....:D


    Falls du noch mehr Vorlagen benötigst für die Schnitzerei, melde dich ungeniert. Ich habe inzwischen vermutlich mehrere Dutzend Bilder von Felswänden....!

    Hallo zusammen


    Ich möchte euch mit diesen Zeilen meine Technik der Felsenherstellung etwas näher bringen. Warum kam ich überhaupt dazu, Felsen mittels XPS herzustellen? Dies geschah eigentlich aus purer Verzweiflung. Ich baue zur Zeit an einem Modul (eigentlich sind es vier Module) welche einen Abschnitt der Gotthardbahn Südrampe der Epoche 1 zum Thema hat. Es handelt sich um einen massstäblichen Nachbau des Abschnittes zwischen dem Pratokehrtunnel bis zum Polmengotunnel (Polmengobrücke und Boscerina Galerie). Das ganze Ensemble ist knapp 6 Meter lang. Wie ihr anschliessend auf einem Foto sehen werdet, muss/darf ich ganz viel Felsen gestalten. Ursprünglich war ich auch der Meinung, ich mache dies aus Gips mit den bekannten Formen von Woodland (Noch), merkte jedoch sehr schnell, dass ich es nicht schaffen werde, die zum Teil sehr markanten Felsformationen aus Gips herzustellen. Dazu kam das immense Gewicht und die Angst, dass etwas zu Bruch gehen könnte. Die ganze Geschichte sollte mobil sein und ist nicht ein Teil einer permanenten Anlage.



    Das Originalbild stammt übrigens von Alphons Braun & Cie, Dornach/Elsass. Ungefähr so sollten die Module am Schluss in etwa aussehen und zwar nicht nur die Gleisanlagen und Brücken sondern eben auch die Felsformationen.

    Der Start zu diesem Thema erfolgt schon von etlichen Jahren. Auf Grund von recht dramatischen Ereignissen, auf welche ich nicht näher eingehe, bin ich nun gewillt das doch sehr grosse Werk zu Ende zu führen.

    Die untere Einfahrt zum Pratokehrtunnel ist im Rohbau einigermassen fertig. Das nachfolgende Bild zeigt eine ungefähre Übersicht. Die Fotos sind mit dem Handy entstanden, weshalb die Qualität vielleicht nicht unbedingt die Beste ist.



    Vielleicht noch eine kurze Erklärung. Das Gelände oberhalb der Stützmauern fehlt hier noch. Die gelben Dinger in der linken Wand sind Felsabstützungen, welche bereits beim Bau der Gotthardbahn erstellt worden sind. Das ansteigende Gelände geht bis zu dessen Unterkante. Das Tunnelportal besteht tatsächlich aus Gips und ist der kümmerliche Rest von meinen Gipsversuchen (dank Dumeng und seinen Feststellungen bin ich nun auch etwas schlauer...!). Sämtliche anderen Felsen und Mauern bestehen aus XPS. Die Tunnelportale der Boscerina Galerie (Einspurabschnitt) werden auch aus XPS hergestellt. Falls dies interessiert, kann ich euch die Herstellung von Portalen und Mauern in einem weiteren Beitrag zeigen.


    So, jetzt aber zu den Felsen. Ich verwende verschiedene XPS Produkte. Grundsätzlich wird das XPS Material auf Baustellen als Isolationschicht (Dämmplatten) verwendet. Geht man auf den Baustellen höflich nachfragen, ob sie eventuell XPS Abfälle hätten, welche man verwenden dürfe, muss man sich beinahe gegen die immensen Mengen wehren (meine Frau hat nur bedingt Freude an meinem XPS Lager). Die Abschnitte gehen i.d.R. in den Abfall. Natürlich kann man die Platten, welche ca. 120 cm x 60 cm gross sind, in Baumärkten zu rech happigen Preisen beziehen. Die handelsüblichen Dicken beginnen bei 20 mm und gehen in 10er Schritten bis 200 mm.


    Auf dem nachfolgenden Bild seht ihr die vier Produkte, welche ich testete. Violett ist Jackodur, die beiden gelben Blöcke sind von XPS von Swisspor und das grüne Material ist Styrodur von BASF. Alle vier Blöcke sind XPS und doch verfügen sie über unterschiedliche Materialdichten. Meine bevorzugten Hersteller sind Jackodur und Swisspor (unschwer zu erkennen anhand der Farben im Modul....:D)





    Bearbeitet wird das Material mit diversen Klingen. Sehr gut bewährt hat sich das Filetiermesser! Damit kommt man recht zackig voran. Ganz wichtig und das habe ich bereits bei meinem Beitrag in Roger's Zweimathilden Threat erklärt, ist der Klingenschärfer. Damit schleife ich nicht nur die grosse Klingen, sondern auch alle kleinen, inkl. Skalpelle (der Klingenbedarf wäre enorm). Mit dem heissen Draht bearbeitete ich nur wirklich die ganz grossen Teile. Auf meiner Bandsäge kann ich bis max. 150 mm Materialdicke bearbeiten. Da ich einmal 200 mm Material erhielt , musste ich es mit dem Heissdraht passend machen. Zur Zeit teste ich ein anderes Gerät, welches mit Wärme arbeitet und das man zum schnitzen verwenden kann. Davon später mehr.




    So, somit ist die Ausgangslage geschaffen, dass es mit der Schnitzerei losgehen kann. Meine ersten Versuche macht ich freihändig (freestyle) und sah dementsprechend komisch aus. Ich zog sehr schnell Vorlagen zu, um ein wenig eine Ahnung zu erhalten, wie so ein Felsen eigentlich aussieht. Leider habe ich keine Muster mehr, welche ich präsentieren könnte. Mir persönlich half es sehr, Bildvorlage zu beschaffen und somit nach Vorlage zu arbeiten. Die ungefähren Formen zeichnete ich mit einem Filzstift auf und dann ging es los.. Ich stellte bei mir auch fest, dass ich anfangs oft den Eindruck hatte, Felswände wären gefühlt immer senkrecht. Bei Studium der Felsen um Polmengo herum sah ich sehr schnell, dass sie eben nicht der Fall ist. Eine Felswand ist auch nicht immer eine zerklüftete Wand mit Vorsprüngen und Absätzen. Interessanterweise sind die Felswände beim Pratokehrtunnel mehrheitlich sehr rund. Diese abgeschliffenen Felsen wurden seinerzeit durch die Gletscher so geformt. Die scharfkantingen Partien entstanden durch Abbrüche oder durch den Bau der Gotthardbahn. Das ist es vermutlich auch, was Roger sucht.




    Für diesen kleinen Felsen, welcher ich eben in ca. 3 Minuten schnitzte, sieht man einen weiteren Vorteil (der wurde eben spontan in freestyle Manier geschnitzt). Der Abfall ist recht überschaubar. Es zerbröselt nichts und es staubt auch nicht und was für mich ganz wichtig ist.....man sieht sofort Resultate. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bei nicht gefallen relativ schnell ein neues Teil gezaubert werden kann oder man schneidet einen Teil heraus, ersetzt ihn mit einem unbearbeiteten Teil und gestaltet es neu. Solche Stellen gibt es etliche in meinen Felswänden. Man läuft dabei auch nicht in Gefahr, eine ganze Wand zu zerstören. Geklebt wird das XPS bei mir mit einem PUR Holzklebstoff (Mirapur 9515 Rapid). Das Zeugs klebt wie Sau. Ein kleiner Nachteil besteht darin, dass der Kleber leicht aufschäumt.


    Zum Schluss noch die Antwort auf eine weitere Frage betreffend der Farbgestaltung. Das bearbeitete XPS wird direkt eingefärbt. Ich verwende kein Gips. Es wäre ja jammerschade, die mit viel Liebe heraus gearbeiteten Felsformationen wieder mit Gips zu zuschmieren. Als Basis verwende ich HEKI Granitfarbe, welche ich deckend auftrage. Gewisse Stellen werden noch mit diversen Brauntönen oder weiss/sehr helles Grau nass in nass nachbearbeitet. Nach dem die ganze Sache angetrocknet ist erfolgt einer oder mehrere Aufträge mi stark verdünnten Wasserfarben von schwarz bis braun und grün. Auch hier muss man vorher ein paar Versuche machen. Idealerweise nimmt man auch wieder ein Vorlage dazu. Man glaubt zum Teil kaum, welches Farbenspiel so eine Felswand aufweisen kann unter den Einflüssen von Regen, Schmelzwasser, Bremsstaub und in meinem Fall von Kohlenstaub und Rauch. Einen kleinen Eindruck erhält ihr auf dem folgenden Bildern. Die kleinen Mauer unten rechts besteht aus Gips. Es spricht nichts gegen eine Kombination von XPS und Gips.






    Beim oberen Bild wurde HEKI Granitfarben mit verdünnten Wasserfarben verwendet und beim unteren Bild HEKI Sandsteinfarbe mit Wasserfarben. Ich finde den Effekt resp. die Struktur von XPS und Farbe recht erstaunlich.


    So, das wär's mit meinem ersten Bildbeitrag. Ich hoffe euch nicht gelangweilt zu haben und wenn ich der eine oder andere animieren konnte, es auch mal zu versuchen, würde mich das sehr freuen.


    Bis bald


    Dani

    Hallo Roger


    Ja, das ist ja eine Steilvorlage! Vermutlich hast du mich nicht richtig verstanden, darum zuerst eine kurze Richtigstellung. Mit meiner Vorstellung meines Modules will ich nicht zu warten bis es fertig ist, dass könnte im dümmsten Fall noch ewig dauern. Ich war bisher der Meinung, dass mein Schaffen noch nicht zeigewürdig ist und ich noch nicht genug Material beieinander habe um einen Threat einigermassen interessant zu gestalten. Nach deinen Aussagen habe ich meine Meinung geändert und deine Argumente haben mich überzeugt, meine Erfahrungen mit XPS (extrudierter Polystyrol-Hartschaum, so heisst das Zeugs richtig) weiterzugeben. Schliesslich lebt dieses Forum von und mit diesen individuellen Erfahrungen. Während unserem Gespräch kamen mir spontan die Aussagen von Dumeng betreffend der Gipserei in Sinn und ich erkannte mich, resp. meine liebe Mühe mit dem Material wieder (alter Gips taugt nichts...!). Also ich werde mich nun schlau machen, wie ich die Bilder hochladen muss und dann haue ich mal in die Tasten.


    Kleiner Tip meinerseits zum Bearbeiten von grossen Flächen mit XPS: wenn die Flächen nicht im Winkel sein müssen, besorg dir im blau/gelben Möbelhaus ein Fischfiletiermesser (lange, flexible Klinge) und dazu gleich noch einen Messerschärfer und dann kann es bereits losgehen. Klinge regelmässig nachschärfen, weil die Klingen schnell stumpf werden und somit auch eine gewisse Gefahr darstellen, weil man zu viel Kraft aufwendet, um das Messer zu führen. Sollen die Flächen im Winkel sein, eignen sich Bastelmesser jeglicher Grösse, Heissdraht oder eine Bandsäge! So das wärs mal, ich gehe jetzt lesen. Ich will schliesslich nicht deinen Threat versauen. Apropos versauen. XPS erzeugt nur beim schleifen oder auf der Bandsäge eine Staubentwicklung und beim Heissdraht eine kurze Rauchentwicklung. Beides ist nicht wirklich gesund.


    Bis bald

    Dani

    Hallo zusammen


    Obwohl die Börse in Oftringen längst vergangen ist, möchte ich mich auch noch kurz dazu äussern. Ich konnte mich auch "schadlos" halten. Für mich fand ich nichts, zumindest nichts käufliches. Was ich jedoch mitnahm und das ist schlicht unbezahlbar, sind die vielen tolle Eindrücke, gute Gespräche und die wirklich unkomplizierte Art und Weise, wie wir, Tinu und ich vorgestellt und "aufgenommen" wurden. Es war für mich auch ein Erlebnis, zum ersten Mal die Köpfe von den bekannten Forumisten zu sehen und mit einigen von ihnen einige Worte zu wechseln. Vielen Dank dafür.