Beiträge von sturzi

    Oski, das hast du gut beobachtet, Auch der SX-Bus ist noch nicht angeschlossen, aber das kannst du von hier aus nicht sehen. Wie du schreibst, kommen die 16 V AC vom kleinen Trafo. Diese, der SX-Bus und eine 5 V DC Speisung für die Arduinos müssen noch zu den Digital-Plätzen gezogen werden.


    Wir werden wahrscheinlich nur zwei Digital-Plätze haben, nämlich an jedem Ende des Schattenbahnhofs. An jedem der beiden wird es drei Rautenhaus-Tower und eine Arduino-Station geben. Bei den Rautenhaus-Towern gibt es je einen dreistöckigen für die Weichen-Antriebe, einen fünfstöckigen für die Besetztmelder und einen zwei- bis dreistöckigen für die Lichtsignal-Decoder. Die Ardiuno-Stationen dienen dazu, dass beim Ansprechen einer Lichtschranke eine entsprechende Meldung ans Amorocos geht. Das läuft nicht über Rautenhaus (also nicht über den Selectrix-Bus), sondern direkt vom Arduino ans Amorocos.


    Alle Weichenantriebe, Lichtsignale und Besetztmelde-Strecken, die nicht auf der Ebene des Schattenbahnhof sind, sondern irgendwo darüber, werden auch nach unten an eine der beiden Digital-Plätze verkabelt. Auf der obersten Etage, dort wo die Züge wenden, werden wir ein zusätzliches Gleis haben, wo auch Züge abgestellt werden können (so eine Art ultra-schmaler Schattenbahnhof). Dort wird es noch ein paar Lichtschranken geben, die dann auch nach unten verkabelt werden.

    Irgendwie habe ich jetzt das Gefühl, mein eigener Schattenbahnhof ist nur ein ödes Brett mit ein paar zusammengesteckten Gleisen drauf

    Martin, danke für die Blumen! Aber übertreib' jetzt nicht! Ausser den paar Lichtschranken, von denen man noch nicht einmal weiss, ob sie sich in der Praxis bewähren, sehe ich da keinen Unterschied, ausser dass bei dir die Verkabelung schöner ist (weil man sie gar nicht sieht).

    Im Gegenteil: Deine Schattenbahhöfe funktionieren. Sie funktionieren sogar sehr gut. Sie sind interessant angelegt und haben eine Riesen-Kapazität.

    Das i-Tüpfchen wären dann nur noch beschriftungsfähige Kabelclips oder Zugentlastungen an den Kabeltrassen

    Andy, so weit will ich nicht gehen, weil ich hier keine Notwendigkeit sehe: Die Kabel können auf Grund ihrer Anschluss-Position eindeutig identifiziert werden und brauchen deshalb keine Beschriftung. Auch Zugentlastungen braucht es nicht. Wer an den Kabeln herumzieht, bekommt es mit mir zu tun :nono: ! Den ziehe ich dann an den Ohren :) .

    Fehlt nur noch eine passende Kabeltrasse

    Bin gespannt, wie das verdrahtet aussieht.

    Voilà!

    Die Verkabelung ist nur angedeutet, damit man sieht, wie es gemeint ist. Sobald ich mich für den endgültigen Standort der Rautenhaus-Racks festgelegt habe, werde ich die definitive Verkabelung machen.


    Nebst den Kabeltrassen (links die vertikalen Kabelkanäle und auf jeder Etage die horizontalen Kabel-Liegen) habe ich die Racks total neu konstruiert. Neu sind die Rautenhaus-Geräte in einem Winkel von 45° angeordnet (statt vorher 30°). Das erleichtert das Festschrauben der Kabel enorm. Zudem sind die Racks jetzt modular. Die Anzahl der Etagen ist variabel. Bei Bedarf ist sogar eine nachträgliche Aufstockung möglich.

    Stand der Bauarbeiten Schattenbahnhof erste Hälfte


    Nach den äusserst erfolgreichen Tests mit Infrarot-Reflexions-Lichtschranken habe ich mich noch für ein paar Konzept-Änderungen entschieden:

    Eigentlich wollte ich die Lichtschranken nur an den jeweiligen Block-Enden zur Rückmeldung der Zugs-Position einsetzen, dies um einen präzisen Stopp der Züge auf den Schattenbahnhof-Blöcken zu ermöglichen. Für die übrige Positions-Rückmeldung waren die Besetztmelde-Strecken, von denen es pro Block drei bis sechs gab, vorgesehen.


    Neu habe ich mich entschlossen, im Schattenbahnhof die Positions-Bestimmung ausschliesslich mit diesen Infrarot-Reflexions-Lichtschranken durchzuführen. Das bedeutet, dass es nun wesentlich mehr davon gibt. Im Gegenzug gibt es neu pro Schattenbahnhof-Block nur noch eine Besetztmelde-Strecke. Diese dienen neu ausschliesslich dem, was ihr Name andeutet, nämlich der Besetztmeldung. Ich will damit prüfen können, ob nach der Ausfahrt eines Zuges wirklich der ganze Zug den Block verlassen hat.


    Bitte beachten: Die Konzept-Änderung, die ich hier beschrieben habe, gilt ausschliesslich im Schattenbahnhof, wo eine sehr präzise Positions-Rückmeldung erwünscht ist. Auf den übrigen Strecken (unter- und überirdisch) sind so präzise Rückmeldungen nicht nötig. Deshalb werden diese dort weiterhin mit Belegtmelde-Strecken erfolgen.


    Die erste Hälfte des Schattenbahnhofs ist nun bis auf die Fahrleitung fertig: Die Gleise sind verlegt, die Belegtmelde-Strecken und die Lichtschranken sind ausgerüstet. Alle elektrischen Anschlüsse sind bis hin zu den Decoder-Plätzen fertig. Die Komponenten (Blöcke, Belegtmelde-Strecken, Weichenantriebe und Lichtschranken) sind sauber beschriftet.



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    Die Dimensionen des Schattenbahnhofs sind für ein Photo ungeeignet. Deshalb habe ich ein kurzes Video gemacht, das vom Schattenbahnhof nach und nach die ganze Länge zeigt.


    Nun kommt die Zeit für die Montage der Fahrleitung. Ich denke, dass ich dazu drei bis vier Wochen benötigen werde. Anschliessend werden bereits die ersten Fahrversuche stattfinden können.


    Die folgenden Erläuterungen über die Infrarot-Reflexions-Lichtschranken sind für technisch Interessierte:


    Die Lichtschranken bestehen aus je einem Infrarot-Sensor-Modul TCRT5000. Im sie in die richtige Position zu bringen, habe ich spezielle Halterungen gefertigt (siehe Beitrag 328). Diese Module müssen mit 5V DC gespeist werden. Sie besitzen je einen digitalen und einen analogen Ausgang.


    Der digitale Ausgang meldet 0V oder 5V, je nachdem ob sich ein Gegenstand vor dem Sensor befindet. Die Schalt-Empfindlichkeit für die Erkennung des Gegenstandes und damit für das Ansteuern des digitalen Ausganges kann mit einem sich auf dem Modul befindlichen Potentiometer eingestellt werden.


    Der analoge Ausgang liefert eine Spannung im Bereich 0V bis 5V, je nachdem wie stark ein Gegenstand das IR-Licht reflektiert. Das hängt ab von der Grösse und der Nähe des Gegenstandes, sowie von seiner Farbe. Das Potentiometer hat keinen Einfluss auf die Spannung am analogen Ausgang.


    Ich werde die digitalen Ausgänge verwenden. Damit die Empfindlichkeit von allen Lichtschranken etwa gleich ist, habe ich alle Potientiometer entsprechend justiert. Die digitalen Ausgänge werden mit je einem digitalen Eingang eines Microcontroller DFRduino Mega 1280 (*) verbunden, welche diese Eingänge mit hoher Geschwindigkeit scannt und allfällige Status-Änderungen sofort mit Hilfe eines seriellen Übertragungsprotokolles an den Steuerungs-Computer mit der Amorocos-Software (**) meldet. Jeder DFRduino Mega 1280 hat 54 digitale Eingänge. Das heisst, dass ich bis zu 54 Lichtschranken an einen Microcontroller anschliessen kann. Bis jetzt sind im Schattenbahnhof 36 Lichtschranken "gepflanzt". Da der Schattenbahnhof in der End-Ausbau-Stufe doppelt so breit sein wird, wie jetzt, wird es also etwa 72 Lichtschranken geben. Dies wiederum bedeutet, dass es zwei Microcontroller brauchen wird.


    (*) DFRduino Mega 1280 ist ein Arduino-kompatibler Microcontroller zum Preis von CHF 21.90.


    (**) Amorocos-Software: Mein selbst-entwickeltes Java-Programm für den automatischen Betrieb der ChRB. War bereits bei der ChRB II in Betrieb. Wird auch für die ChRB III in einer weiterentwickelten Version wieder eingesetzt werden.


    Noch eine abschliessende Bemerkung zu den Lichtschranken gegenüber Besetzmeldern: Die Lichtschranken erfassen die Züge präziser und zuverlässiger als die Besetztmelde-Strecken. Probleme mit mehr oder weniger gut leitenden Achsen, verschmutzten Rädern, Haftreifen, etc. gibt es bei den Lichtschranken nicht. Ein weiterer Vorteil ist die hohe und die konstante Geschwindigkeit der Erkennung und der Übermittlung. Die Rückmelde-Strecken würden mit dem Digital-System Selectrix an den Steuerungs-Computer gemeldet. Das gibt (systembedingt) bei jeder Rückmeldung eine Verzögerung zwischen 0 und 77 Millisekunden. Die Verzögerung der Übermittlung bei den Lichtschranken wird hingegen konstant und vernachlässigbar klein sein.

    Ganz besonders schätzen werde ich die Lichtschranken bei der Kalibrier-Strecke für die Loks (auch Einmess-Strecke genannt), da dort hohe Genauigkeit und möglichst unverzögerte Übermittlung der Meldungen ausschlaggebend ist.

    Aber als Brunnenstube oder Reservoir für Trinkwasser direkt unterhalb des Bahntrassees

    Dasselbe stört mich ja auch und ich bin mir des Widerspruchs voll bewusst….

    Da gibt es gar nichts zu stören und das ist bei Weitem kein Widerspruch: Das Wasser einer Brunnenstube oder eines Reservoirs hat nichts, aber auch gar nichts zu tun mit dem was darüberliegt. Die Decken von Brunnenstuben und Reservoiren sind absolut dicht. Das Wasser, welches da reingepumpt wird, kommt aus den Quellen der St. Martins-Höhlen und ist berühmt für seine Reinheit und dem hohen Gehalt an Mineralien. Es würde sogar den höchsten Reinheits-Anforderungen von Bierbrauereien genügen.

    Oski, du hast das Problem elegant gelöst.


    Ich kenne das auch von der ChRB II her. Dort gab es einige Stellen, die für Wartungs- oder Reparaturarbeiten eigentlich dazu vorgesehen waren, darin aufzutauchen. Für mich war das aber Chancenlos. Selbst in den Wendeln war es eine Viecherei, wenn ich reinkriechen musste. Christoph fiel das etwas leichter, er ist ja auch um 14 Jahre jünger als ich und zudem schlank (was ich von mir nicht unbedingt behaupten kann).


    Bei der ChRB III bin ich zuversichtlicher. Die einzigen Stellen, wo man überhaupt von unten auftauchen kann, sind die beiden grossen, ovalen Wendeln. Und dort sind die Platzverhältnisse jetzt sowas von grosszügig.

    Die hintere Verkabelung mit dem SX-Bus war einfach.


    Die vordere Verkabelung wird etwas anspruchsvoller. Da bin ich noch auf der Suche nach einer Lösung. Wahrscheinlich pro Rack vorne links ein vertikaler Kabelkanal mit Ausgängen nach rechts auf jeder "Etage". Ob ich dann pro Etage horizontal noch etwas brauche (z.B. ein Liegebrettchen für die Kabel), weiss ich noch nicht.

    @Luca, Erwin, Andy & Oski: Vielen Dank für eure Komplimente!


    Fehlt nur noch eine passende Kabeltrasse, so wie ich dich einschätze zeigst du wohl auch da eine Lösung

    Es gibt aber einen ziemlichen Kabelbaum vorne, da ist Übersicht behalten wirklich angesagt und notwendig. Auf der Rückseite genügen BLK030 (Rautenhaus) als Buskabel. Momentan liefert Radtke leider immer BLK060, wenn man ein 30 cm Kabel bestellt. Bin gespannt, wie das verdrahtet aussieht.

    Sicher wird's noch etwas geben für die Kabel. Ich habe da auch so meine Vorstellungen, aber es wird noch etwas Zeit brauchen. Ich werde es sicher zu gegebener Zeit hier zeigen.

    Rautenhaus-Rack


    Im Beitrag 322 habe ich informiert, dass wir auf die Digital-Konsole über dem Schattenbahnhof verzichten werden. Statt auf die Digital-Konsole sollten die Digital-Komponenten (Weichen- und Lichtsignal-Decoder, sowie Rückmelde-Encoder von Rautenhaus) nun direkt auf die Tischplatte an jedem Ende des Schattenbahnhofs. Leider sind auch dort die Platz-Verhältnisse alles andere als komfortabel. Zudem nehmen die recht mockigen Rautenhaus-Geräte viel Platz ein.


    Die Digital-Komponenten von Rautenhaus benötigen viel Platz.


    Aber Not macht erfinderisch: Wenn der Platz nach links, nach rechts, nach vorne, nach hinten nicht ausreicht, nimmt mal halt noch die Ausdehnung nach oben und nach unten, also die Vertikale, dazu. Dazu habe ich ein massgeschneidertes Rautenhaus-Rack, also ein Gestell eigens für die Rautenhaus-Komponenten, konstruiert.


    Rautenhaus-Rack. Muss noch mit zehn Schrauben zusammengebaut werden.


    Fertiges Rautenhaus-Rack mit vier Rückmelde-Encodern bestückt.


    Rautenhaus-Rack mit vier Weichen-Decodern bestückt.


    Nun sieht es mit dem Platz wieder besser aus und es müssten alle zu platzierenden Komponenten an die gewünschten Stellen passen.

    Am letzten Mittwoch war ich mit ein paar Achsen bei Erwin in der EMPA. Dort durfte ich einige davon Sandstrahlen, um die Innenseiten, also vor Allem den Übergang zwischen Achse und Rad-Innenseite aufzurauhen. Zu Hause habe ich dann probiert, den Silberleitlack auf den aufgerauhten Achsen anzubringen.

    Es geht tatsächlich deutlich besser. Statt vorher 4 bis 5 Anstriche reichen nun deren zwei.


    Ich werde mich später wieder bei Erwin melden, um eine grössere Anzahl Achsen zu behandeln. Das wird allerdings noch eine Weile dauern. Weil wir ja auf unserer Anlage noch nicht fahren können, haben die Achsen-Behandlungen zur Zeit nicht so hohe Priorität. Wir konzentrieren uns im Moment hauptsächlich um den Bau des Schattenbahnhofs. Erst wenn dieser (mindestens zur Hälfte) fertig ist, wird das Fahren erst ein Thema. @Erwin: Ich hoffe, dein Angebot gilt auch in ein paar Monaten noch.


    Ich möchte mich an dieser Stelle bei Erwin bedanken für seine Hilfsbereitschaft und auch für die äusserst interessante Führung durch seine Werkstatt und durch die danebenliegende Materialprüfhalle.