Beiträge von sturzi

    Was mich bei deinen Not-Aus-Schaltern noch interessiert: Erzeugt der Knopfdruck einen ActionEvent im Java-Programm oder läuft der Stopp ausserhalb des Programms im elektrischen Bereich und schaltet dem "Amarocos" den Strom aus?

    Oski, das Erste ist der Fall. Darf ich dich in diesem Zusammenhang auf diesen Beitrag verweisen. Dort ist es erklärt.


    Vielleicht findest du das jetzt nicht narrensicher, weil das Funktionieren eines Not-Haltes ein Funktionieren des Amorocos voraussetzt. Da hast du absolut recht: Es ist auch schon zwei, dreimal vorgekommen, dass das Amorocos auf der Strecke geblieben ist (z.B. Null-Pointer-Exception, also Programm-Fehler). Das merkt man dann (vielleicht), wenn die Züge einfach mit der aktuellen Geschwindigkeit weiterfahren, nicht mehr beschleunigen, nicht mehr verzögern, keine Weichen mehr gestellt werden. Dann drückt man auf Nothalt --- und es passiert nichts, weil sich das Amorocos verabschiedet hat und nicht mehr auf den Not-Aus hört. In diesen Fällen muss ich den Stecker für die Einspeisung in die Fahrleitung ziehen und das geht dann nicht von jeder beliebigen Stelle.

    Also ein echter Mangel. Aber zum Glück ist das bisher nur ein paar Mal vorgekommen, im Gegensatz zu Nothalten aus anderen Gründen, die hunderte Male funktioniert haben.

    Du widersprichst Dir ja selber etwas ;) :D : für dass das Digitalsystem hochsicher ist, finde ich mit Verlaub, 1 Nothalt pro Viertelstunde etwas gar viel...

    Überhaupt nicht. Wir mussten noch nie einen Nothalt wegen des Digitalsystemes machen. Die Nothalte sind wegen Entgleisungen, Zugtrennungen oder Eisenbahnkatastrophen. Du magst das jetzt viel finden, aber bei gleichzeitiger Fahrt von 5 bis 6 mit zum Teil sehr langen Zügen pro Viertelstunde eine Entgleisung oder ein Zusammenstoss betrachte ich bei H0 als einigermassen normal.

    Zu den Zusamamenstössen: Diese sind nicht dem Digitalsystem anzulasten. Wir haben leider bei uns keine Besetztmelder, sondern wir verwenden Reed-Kontakte für die Rückmeldungen. Somit können wir leider Zugtrennungen nicht feststellen. Und diese Zugtrennungen resultieren dann häufig in einem Zusammenstoss.


    Nochmals: Unser Digitalsystem hat uns noch nie (aber auch noch gar nie) im Stich gelassen.


    Und jetzt höre ich auf, über Analog oder Digital mitzudiskutieren. Ich habe den entsprechenden Slogan aus meiner Signatur entfernt. Für mich sind Digital und Analog nicht Alternativen, sondern Analog war früher, Digital ist heute. Das gilt für die Photographie, für Tonträger, für Film und Video, für's Radio, fürs Fernsehen, für vieles mehr und schliesslich für die Modellbahn.

    Auch wenn man es 1000 nicht braucht, kann es dennoch das 1001 eine mal ein Zugunglück verhindern.

    Du unterschätzest wahrscheinlich die Häufigkeit, in welcher die Not-Aus-Taster gebraucht werden. Bei uns fahren in der Regel 5 - 6 Züge gleichzeitig und da kann schon einiges passieren. Ich würde mal sagen 1 Nothalt pro Viertelstunde Fahrbetrieb ist etwa die Regel.


    wirst Du ein Analoger ;) ?!? Bei Digital gibt es doch als Zubehör, oder teilweise gar inbegriffen, eine externe "Fernsteuerung" welche man wie ein Handy in der Hand halten kann?

    Hermann, du hast scheinbar die ChRB noch nicht begriffen. Analog-Zeugs gibt's bei uns nicht. Das ist unbrauchbar, wenn man einen realistischen Fahrbetrieb nachbilden will. Externe Fernsteuerungen gibt's bei uns nicht. Der Computer betreibt die Anlage via Digitalsystem. Nur für einen Nothalt eine mobile Fernsteuerung zu haben, ist sinnlos. Wenn man sie braucht, hat man sie garantiert nicht in der Hand.

    Die 21 Not-Aus-Taster sind parallel geschaltet und führen auf ein Rückmelde-Modul des Digital-System, was eine Meldung an den Computer auslöst. Dieser führt dann einen kontrollierten Nothalt für alle fahrenden Züge aus. Bei einem kontrollierten Nothalt wird die Geschwindigkeit nicht abrupt auf 0 gesetzt, sonst könnte es (bei gewissen Loks mit guten Haftreifen) vorkommen, dass die Masse des Zuges die vordersten Wagen aus der Kurve drückt. Deshalb wird bei einem kontrollierten Nothalt eine lineare Verzögerungs-Rampe gefahren, die die Geschwindigkleit pro Sekunde um ca. 80 km/h reduziert. Da bei uns (Alpenbahn) die Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt ist, dauert die Abbremsung bei einem Nothalt maximal eine Sekunde.


    Ob Fernsteuerung oder Nothalt, was nützt dies, wenn Digital sich ausser Kontrolle benimmt?

    Hermann, jetzt muss ich mal ein ernsthaftes Wörtchen mit dir reden: Ein vernünftiges Digital-System gerät nicht ausser Kontrolle. Diese Systeme sind ausgereift und extrem sicher und zuverlässig. Ich rate dir dringend, dich mal mir einer positiven Einstellung mit dieser Materie zu befassen. Für mich ist es einfach unverständlich, wie man heutzutage überhaupt nur einen Gedanken daran verschwenden kann, eine MoBa analog zu betreiben. Bis vor Kurzen hat das bei mir einfach nur ein müdes Kopfschütteln ausgelöst, heute nicht einmal mehr das.

    Kurt, das gilt für feste Installationen, wie z.B. Steckdosen, die an Kellerwänden befestigt und ständig mit dem Stromnetz verbunden sind. Bei der ChRB wird vor dem Betrieb die ganze Anlage an einer einziegen Wand-Steckdose vom Typ 23 ein- und nach dem Betrieb wieder ausgesteckt. Die gezeigten Steckdosen sind hier Bestandteil eines Gerätes.

    Wir sind nicht nur destruktiv (an der ChRB II), sondern arbeiten nach einer längeren Pause auch an der neuen ChRB III weiter, und zwar im Moment vor Allem an der Infrastruktur.


    Bei der ChRB gilt die Regel, dass von jeder Stelle an der Anlage die nächste Steckdose, sowie der nächste Not-Aus-Taster nicht mehr als 1 m entfernt sein dürfen. Was liegt nun also näher, als je eine Steckdose und einen Not-Aus-Taster in einem Böxchen zu kombinieren und diese Böxchen gleichmässig an der Anlage zu verteilen. Um die "weniger als 1 Meter Regel" zu erfüllen, braucht es 21 solche Böxchen.



    Die Bestandteile für die 21 Böxchen sind bereit.




    So sieht ein fertig montiertes Böxchen aus.




    Und so werden sie an der Anlage befestigt.

    Danke, Oski, für deine aufmunternden Worte!


    Trotzdem macht es Sinn, wenn der Eigentümer das Gebäude abreissen will. Da ist man gut beraten, wenn man selber die Initiative ergreift und kündigt. So gibt es weniger Stress beim Abbruch.

    Wir hätten zwar noch etwa zwei Jahre länger bleiben können. Aber in zwei Jahren bin ich gut 75 und deshalb beginnen wir lieber jetzt, wo ich noch jung bin, mit einem neuen, grossen Projekt. Das war der eigentliche Gründ für die vorzeitige Kündigung.


    Weisst du das schon: übernimmst du die digitale Steuerung von Rautenhaus weiterhin?

    Ja, ich habe alle Steuerungs-Komponenten sauber ausgebaut und zur ChRB III gezügelt.


    Falls ich etwas in Aarau helfen kann: ich bin pensioniert.

    Danke, das ist nett. Aber was wir angerichtet haben, wollen wir auch selber ausbaden.

    Im Gegensatz zu anderen, die schöne Anlagen bauen und hier zeigen, sind wir im Moment destruktiv.

    Wir haben den ChRB-Raum im Goldern-Kindergarten auf Ende Juni gekündigt und müssen nun mit Abbrechen (oder Rückbauen, wie man heute sagt) vorwärts machen. Ein bisschen weh tut's schon, aber die Perspektive, eine neue Anlage bauen zu können entschädigt uns dafür.


    Dass man sich im Tarif-System nicht auskennen soll (muss)? Vielleicht nimmst es Du als Software Virtuose auch Stellen hinter dem Komma exakt?

    Hermann, ich meine damit nicht die Stellen hinter dem Komma, sondern etwas anderes:

    Ich bin mal nach Brugg gefahren an eine Besprechung (mit FAIRTIQ natürlich). Dafür habe ich CHF 5.90 bezahlt (gleich viel, wie ein Billett gekostet hätte).

    Wäre ich einer, der die Billette am Schalter oder am Automaten kauft, hätte ich für die Rückfahrt wieder ein Billett für CHF 5.90 gekauft (weil ich mich im Tarif-System nicht auskenne). Mit FAIRTIQ war die Rückfahrt gratis, weil FAIRTIQ die Tarif-Systeme eben kennt und weiss, dass im Zonensystem A-Welle die gelösten Zonen für eine bestimmte Zeit (hier zwei Stunden) auch für die Rückfahrt gültig sind.


    Röbi, mir geht es wie Dir, nur umgekehrt: ob FAIRTIQ oder sonst was, ich sehe es nicht so als meine Aufgabe an, zu definieren, auf welche Art die SBB ihre Tickets verkaufen will. So lange mein Gehirn noch einigermassen funktioniert, erwarte ich von mir, dass ich mit jeder Art zu recht komme, was es auch sein mag. Habe ich die Wahl, und noch habe ich die meistens, ist meine Reihenfolge Bedient, Automat, (Fairtiq).

    Mir geht es hier um die Bequemlichkeit. Am Schalter anstehen (wenn er überhaupt geöffnet ist), finde ich Sch... . Beim Automaten ärgere ich mich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Mit FAIRTIQ geht es in der Regel (*) elegant und fast von selber. Deshalb ist für mich die Reihenfolge FAIRTIQ, dann Billet in der Online-App, dann lang nichts mehr, dann Billettautomat, dann wieder lang nichts mehr und erst dann Schalter.


    (*) Muss fairerweise sagen, dass es mit FAIRTIQ auch negative Erlebnisse gab. Die hielten sich aber in Grenzen und waren nicht von grosser Tragweite.


    Röbi, was machst Du, wenn Dir Hacker mal in ferner Zukunft Deine Identität stehlen? Dir würde ich zutrauen, dass du dann zurück hackst, aber dann richtig böse und die Diebe heulen, sie hätten sich mit dem Falschen angelegt. Aber einer wie ich mit meinen Digital(Un)kenntnisse wäre dann eine arme Sau.

    Hermann, hoffst du immer noch, dass die digitale Welt eines Tages wieder verschwinden wird, wie sie gekommen ist? Vielleicht kommen die Digital(Un)kenntnisse auch daher, dass du das Ganze so weit wie möglich ablehnst und meidest. Ich jedenfalls finde die digitale Welt (mit einigen Ausnahmen) cool und spannend und deshalb bemühe ich mich, up-to-date zu bleiben.

    Ich bin schon zufrieden, wenn es die klassischen, einfach zu verstehenden Billett-Automaten noch 30-50 Jahre geben wird.

    Hermann, das kann ich jetzt nicht nachvollziehen: Es gibt keine einfach zu verstehende Billett-Automaten. Punkt.


    Klar, auch ich würde es irgendwie schaffen, einem Billett-Automaten ein Billett zu entlocken, aber sicher nicht ohne mich zu ärgern.

    Zu Zeiten, wo es FAIRTIQ gibt, das mittlerweile auch ausgereift ist, kann ich absolut nicht verstehen, wie man heute noch Strecken-Billette kaufen will, sei es am Schalter oder am Billet-Automaten. Die einzige Ausnahme sind die Spar-Billette mit Zugbindung, und die kaufe ich übers Handy.

    Mit FAIRTIQ braucht man sich im Tarif-System überhaupt nicht auszukennen. Man muss nicht einmal wissen, wohin man reisen will. Man checkt ein, steigt ein, reist, steigt um, reist weiter, steigt aus und checkt aus. Das ist alles und dann bekommt man erst noch den günstigst möglichen Tarif, häufig günstiger, als wenn man selber ein Billett kaufen würde.

    Einfach geil!


    Röbi, du kannst ja dann berichten, wie es war

    Es war schön, aber saukalt. Zum Glück ist der See so kurz. Dann erfriert man nicht, wenn man eine Länge schwimmt.

    Übrigens: Ich hatte die Badehose nicht dabei. Da habe ich halt gewartet, bis die Wandergruppe vorbei war und dann blutt gebadet.