Beiträge von sturzi

    Danke, Lukas!


    Für sowas hätte ich das 'zigfache an Zeit aufgewendet - und getraue mich nun gar nicht mehr, unter meiner Anlage das Gezimmerte aus früheren Jahren anzugucken

    Ein Neubeginn in einem neuen Raum ohne Altlasten, eine neue Anlage, geplant auf der grünen Wiese (hier auf der neuen Spanplatte) sind natürlich gute Voraussetzungen um erstmal zügig voranzukommen.


    Allerdings kommen immer wieder Rückschläge, die einen abzubremsen versuchen. Z.B. heute morgen habe ich mal zufällig bei den bis jetzt eingebauten Gleisen den Durchgang zwischen der linken und der rechten Schiene geprüft und siehe da: Durchgang!

    Die ChRB würde grundsätzlich schon fahren, wenn alle Schienen elektrisch miteinander verbunden sind (bei der ChRB II haben wir sie sogar absichtlich verbunden), aber bei dem was ich hier bezüglich Rückmeldung vorhabe, ist das natürlich sehr unschön. Ich habe einige Weichen ausbauen müssen, bis ich den Übeltäter gefunden habe.

    darf ich annehmen, dass auf der ChRB lll die Züge computergesteuert fahren, während auf der Oelbahn die Schienen noch mit Gips verschmiert sind.

    Kaum! Bis wir computergesteuert fahren, dauert es noch mindestens zwei Monate. So lang wirst du sicher nicht mehr am Gipsen sein! :phat:


    Roger, du weisst ja, so wichtig wie für dich die Landschaftsgestaltung ist für mich ein vollautomatischer, realistischer Fahrbetrieb. Und den will ich geniessen können, bevor ich alt bin.

    In den letzten Tagen habe ich ziemlich viel am Schattenbahnhof gebaut. Für die erste Hälfte des Schattenbahnhofs sind nun die Gleise fertig verlegt.


      


    Und wie geht es jetzt weiter?


    Als nächstes kommt die elektrische Gleisverbindung. Alle zusammengesteckten Schienen werden mit einem Stück (2 - 3 cm) blankem, verzinntem Kupferdraht verbunden. Diesen löte ich seitlich an die Schienen. Das habe ich schon bei der ChRB II so gemacht und es hat sich bewährt. Schlechte Kontakte bei den Gleis-Übergängen kann man so endgültig ausschliessen.


    Dann werden die Besetzmelde-Abschnitte sorgfältig geplant. An den Enden der Besetztmelde-Abschnitte wird mit einem Dremel-Trennscheibchen jeweils eine der Schienen durchgetrennt. Dann kommt an jede Besetzmelde-Schiene ein Kabel, das später an die Rückmelde-Encoder angeschlossen wird. Dieses Kabel wird lang genug gewählt, dass es bis zu den (später über dem Schattenbahnhof angeordneten) Encodern reicht. Die Schienen auf der anderen Seite werden an mehreren Stellen mit einem Pol des Digital-Boosters verbunden.


    Nun werden die je drei Kabel der Weichenantriebe verlängert. Auch diese müssen später bis zu den Weichen-Decodern reichen, die auch über dem Schattenbahnhof positioniert werden.


    Der nächste Schritt ist dann der Bau der Oberleitung. Wer die ChRB II kannte, weiss dass alle Triebfahrzeuge von oben gespeist werden. Das werden wir auch hier wieder so machen. Es bedingt halt, dass wir auch alle unterirdischen Strecken mit Tunnel-Oberleitung ausrüsten. Die Oberleitung wird an den anderen Pol des Digital-Boosters angeschlossen.


    Als nächstes werden wir eine Konsole als Unterlage für die Digital-Komponenten bauen. Dies wird im Wesentlichen ein langes Brett (so lang wie der Schattenbahnhof, also ca. 5 Meter) sein, das in einem Winkel von ca. 45° über dem Schattenbahnhof montiert wird. Alle dezentralen Digital-Komponenten (Weichen-Decoder, Lichtsignal-Decoder und Rückmelde-Encoder) werden auf diese Konsole geschraubt. Vom hinteren Teil der Anlage (Bereich hinter den Kulissen) wird man dann einen guten Überblick (fast auf Augenhöhe) über diese Komponenten haben. Nun wird die Verkabelung vervollständigt. Die Kabel von der Weichen-Antrieben und von den Rückmelde-Abschnitten werden wenn nötig quer unter den Gleisen durch und dann parallel zu den Gleisen in feinen Kabelschächten verlegt. An mehreren Stellen führt dann der Weg der Kabel (auch in Kabelschächten) senkrecht nach oben zu den Digital-Komponenten. Da wir im Schattenbahnhof und in den Wendeln keine physischen Signale haben werden, braucht es vorerst keine Verkabelung für die Signale. Bezüglich Anordnung der Digital-Komponenten verfolgen wir einen Kompromiss: Wir platzieren diese weder zentral, noch dezentral. Es kommen alle auf die Konsole, aber die Anordnung auf der ca. 5 Meter langen Konsole wird so sein, dass die Kabel-Verbindungen möglichst kurz werden.


    Dann müsste die erste Hälfte des Schattenbahnhofs fertig sein. Dieser wird dann mit Probe- und Testfahrten gründlich getestet.


    Wenn diese erste Hälfte des Schattenbahnhofs zufrieden läuft, geht es dann mit den Wendeln an beiden Enden des Schattenbahnhofes weiter.


    Die zweite Hälfte des Schattenbahnhofs wird noch ziemlich lang zurückgestellt. Vermutlich wird dieser Teil erst gebaut, wenn wir bereits Fahrbetrieb über die oberirdischen Strecken haben und mehr Platz für die Züge brauchen. Ich habe beim Schattenbahnhof bei der Hälfte angefangen, die am schnellsten durch Christoph's Werk (Landschaft, Gebirge, überirdische Bahnrampen, etc.) überdeckt wird. Für den Bau der zweiten Hälfte wird der Zugang von hinten dann immer noch einigermassen bequem sein.


    Es gibt noch viel zu tun! Packen wir's an !

    Was ich auch nicht so abschätzen kann: stören die hohen Töne oder die tiefen?

    Meines Erachtens handelt es sich weder um Töne (sinusförmig) oder Klänge (periodische Schwingungen mit Obertönen), sondern um Geräusche (also nicht-periodische Schwingungen). Stören tut gar nichts. Es ist einfach so, dass ich das Geräusch im Bereich A etwas leiser und feiner empfinde als im Bereich B. Deshalb gefällt es mir besser und deshalb möchte ich das (wenn es mit vertretbarenm Aufwand zu machen ist) überall so haben.


    Ich glaube, Theorie ist hier fehl am Platz: Nächste Woche werde ich die Unterseite einer Platte über eine Länge von ca. 1 m und eine Breite von ca. 10 cm unterhalb eines Gleises ein paar cm dick einschäumen, aushärten lassen und dann hören, ob sich etwas verändert hat. Wird das Geräusch feiner, ist's gut, ansonsten ist's auch kein Problem.

    Ungeheuerlich, wie Ihr mit den schönen Objekten von Faller umgeht bzw. davon sschreibt . ,

    Halt, halt, Günther, dein Einwand ist absolut unangebracht. Wir haben nicht über die schönen Objekte von Faller geschrieben, sondern eben über die vergammelten und verwahrlosten. Und dass solche hässlich sind, schleckt keine Geiss weg.

    Vielen Dank, Christian, für deine Tips.

    Es ist nun halt so, dass wir beschlossen haben, die Gleise auf einer 2 mm - Unterlage direkt an der Grundplatte festzuschrauben. Wir müssten jetzt wieder von vorne anfangen, wenn wir das Konzept ändern wollten. Das würden wir zwar tun, wenn wir ernsthafte Probleme mit der Geräuschentwicklung hätten, aber das haben wir überhaupt nicht. Auch ohne Schalldämmung unter der Platte wäre das Geräusch durchaus akzeptabel. Ich habe die Diskussion nur gestartet, weil mir das mit den unterschiedlichen Geräuschen (Abschnitt A vs. Abschnitt B) aufgefallen ist und ich es interessant fand, dem nachzugehen.

    Bin daher gespannt auf das praktische Experiment

    Ich auch. Weil ich Christoph am Montag den jetzigen Unterschied Abschnitt A / Abschnitt B vorführen will, wird das praktische Experiment erst nächste Woche stattfinden. Ich bin aber zuversichtlich und wette ein Einfamilienhäuschen (*) gegen ein kühles Bier, dass der Schaum die gewünschte Schallreduktion bringt. Weitere Wetten?


    (*) vergammeltes 08/15-Faller-Häuschen 1:87, gebraucht, mit Kleberesten und abgebrochener Dachrinne, miserabel gealtert

    Oski, du hättest die Verstärkungsprofile in den Raum schleppen müssen, dann wärest du wohl vorsichtiger mit deiner Aussage: "keine Masse".


    Die Frequenz der Schwingung kommt von der Schiene und wird mittels der Schraube übertragen. Wenn nun der Schaum die Frequenz reduziert, mit der die Platte schwingen kann, haben wir genau das, was ich bezwecke: Die Platte kann nicht mehr mit der gegebenen Frequenz mitschwingen, ist also kein guter Resonanzkörper mehr.


    Oski, du hast mich noch nicht überzeugt, auf das Schaum-Zeug zu verzichten. Experimente werden zeigen, wer recht hat :) .

    Geräuschentwicklung


    Ich schätze das Fahrgeräusch müsste eher lauter werden. Die fast frei liegende Schiene bildet eine Art Resonanzkörper. Einerseits hat die Schiene punktuell Kontakt mit der grossen Masse der Platte, anderseits kann alles zwischen den Anschraubpunkten schwingen. Für die Geräuschdämmung ist sicher ein dämmendes Material zwischen Schiene und Platte die beste Lösung.


    Sind die Schienen direkt auf die Platte verschraubt, sind sie wenigstens an eine grosse Masse gekoppelt. Möglicherweise wird es so sein wie du es bereits beschrieben hast, es klingt einfach unterschiedlich.

    Wenn man die Gleise an die Platte schraubt, wird es lauter, als wenn man die Gleise nur auf die Platte legt (habe ich ausprobiert). Es ist nicht die Schiene, die einen Resonanzkörper bildet, sondern die Platte. Es verhält sich so wie bei einem Streichinstrument (Geige, Bratsche, Cello, Kontrabass): Die Saite (hier die Schiene) schwingt und ist damit Ursprung des Schalls. Die Schwingungen werden über den Steg (hier die Schraube) auf den Kasten (hier die Platte) übertragen. Der Kasten (hier die Platte) ist der Resonanzkörper, der für die Verstärkung des Schalls sorgt. Im Gegensatz zum Streichinstrument, wo man will, dass der Schall möglichst gut wahrgenommen wird, bezwecken wir hier das Gegenteil: Wir möchten möglichst wenig hören.



    Ich habe gestern beim Hin- und Herschieben eines beladenen HAG 4-Achsers eine interessante Feststellung gemacht: Das Fahrgreäusch ist im Abschnitt A leise, fein und seidenweich (so, wie ich es gerne hätte). Im Abschnitt B ist es merklich lauter und auch rauher (nicht alarmierend, aber eben doch merklich). Die Abschnitte A und B befinden sich auf verschiedenen, zusammengeschraubten Platten, die aus dem gleichen Material (Spanplatte roh, 22 mm) sind.

    Dann habe ich mal unter die Platte geschaut:



    Der Abschnitt A verläuft über Verstärkungsprofilen, die ich angeschraubt habe, damit die Platten nicht durchhängen. Unter dem Abschnitt B hat es kein solches Verstärkungsprofil.


    Mein Fazit: Das angeschraubte Verstärkungsprofil hemmt (wegen seiner Masse) die Platte am Schwingen.


    Da mir das Geräusch im Abschnitte A wesentlich besser gefällt als im Abschnitt B, überlege ich mir jetzt, unter den Platten etwas Schalldämmendes anzubringen. Solche Verstärkungen werde ich kaum wählen (zu teuer und zu viel Aufwand), aber ich denke im Moment an einen Montageschaum. Den Schaum könnte ich mit einer Dicke von 3 bis 5 cm von unter auf die ganzen Platten anbringen. Ich vermute, dass das den gleichen (oder einen ähnlichen) Effekt hat wie die Verstärkungsprofile, nämlich das Schwingen der Platte zu hemmen. Selbstverständlich werde ich, bevor ich alles verschmiere, mal einen ausgesuchten Teil (z.B. Abschnitt B) einschäumen um dann zu lauschen, wie es tönt.

    Ich wünsche dir einen weiterhin erfolgreichen Start im neuen Heim

    Danke, Oski.


    Zudem war ich mehrmals im Moba-Forum eingeloggt und sah, dass ein "sturzi" jedesmal online war

    Wenn ich im MoBa-Forum als "online" aufgeführt bin, heisst das nur, dass mein Kompi läuft, mein Internet-Zugang funktioniert und dass mein Browser das MoBa-Forum offen hat. Aber das heisst noch lange nicht, dass ich vor dem Kompi sitze.

    Hmmm, in diesem Raum könnte man doch eine prima MoBa bauen….

    Martin, jetzt möchte ich nicht mehr zurück. Der Raum war halt grau, düster und etwas müffelig und gefällt mir jetzt nicht mehr, nachdem wir im neuen Raum angefangen haben.


    Aber eigentlich ganz gut, dass ihr jetzt fertig seid am alten Standort, jetzt könnt ihr die Energie für den Neubau bündeln.

    Die alte ChRB lebt in all Deinen Bildern und Videos weiter.

    Genau!

    In dieser Mulde befinden sich 10 Kubikmeter ChRB.


    Raum bereit zum Abgeben.


    Zum Glück hat der Baubeginn der ChRB III gut angefangen. Wir haben einen schönen Raum und die Aussichten sind gut. Sonst wäre ich jetzt ein bisschen traurig.

    Das mit der Märklin-Lock, das geht ja noch, das ist nur ein Fehler in der Ortogravieh. Schlimm wird es erst, wenn man Fehler in der Grammatik macht. Zum Beispiel kennen heute viele Leute der Akkusativ nicht. Mir kann das nicht passieren, das sagt mich nämlich mein Sprachgefühl.