Beiträge von 11465 - Oerlikon

    Meiner Meinung nach hat diese leichte Neigung die SBB verursacht, als sie das Wappen erstellten. Ich habe im Internet und so weiter dazu nichts gefunden. Fahnen, Wappenschilder, etc. zeigen den Stab gearde.

    Oli,

    die Detailgestaltung der Wappen oblag damals dem Grafiker/Künstler, der mit der Herstellung der hölzernen Urform betraut wurde. Während die Motive an sich natürlich gegeben sind, bestehen in der Detail-Umsetzung immer gewisse Freiheiten.

    Und die Idee das optische Gleichgewicht innerhalb eines Wappenschilds eines asymmetrischen Objekts durch leichte Neigung optisch herzustellen, zeugt von der Qualität und Können des damaligen Grafikers - und des damaligen Zeitgeistes. :thumbup:


    Heute hätte man dies vielleicht so gemacht:


    Soeben erhielt ich die Meldung, dass Versuche mit dickerem Wappenrahmen durchgeführt wurden (Gründe s. oben). Leider liegt mir noch kein Faksimile des so geänderten Wappens vor. Ich werde aber bei Vorliegen berichten, ob hier das Verlassen der genauen Massstäblichkeit ein Gewinn ist - oder eben doch nicht... ;)

    Ja, die Grasfarbe ist top passend. An meiner früheren Anlage fiel diese stets 'zu saftig' aus. Bin auch gespannt auf die von Dani gestellte Frage.

    Die kolorierten Felsen wirken ausserdem als 'Tritt in den trägen Arsch', dass ich endlich mit meiner Felswand weitermache, bzw. wenigstens die vorangehenden Vorarbeiten an der abgeänderten Wendel wieder aufnehme, die nötig sind, damit ich an der Felswand weitermachen kann.....:wacko:

    Auf die Gefahr hin, dass sich in Winterthur das verblasste Sprachrohr der HAG-Szene zum quäkenden Tuten rüstet und sich buhlend um die schwindende Komplizenschaft bemüht, kann ich heute Neues in Sachen der neuen Ae 6/6 Serie vermelden:


    Nach der Ankündigung aus Stansstad, künftige Wappenvarianten fortan digitaltechnisch zu bedrucken und vom bewährten Tampondruck abzurücken, meldete sich mein alarmiertes Bauchgefühl. Heinz Urech hatte offenbar auf meinen Anruf in dieser Sache gewartet. Sodenn wurde ein Termin vereinbart, an dem ich die Auswirkung der angestrebten Technologieänderung im Vorfeld unter die Lupe nehmen konnte. So reiste ich gestern nach Stansstad, wo mir ein Wappen-Teststreifen vorgelegt wurde. Nachfolgend meine eigenen Einschätzungen. Vorweggenommen: der Digitaldruck hat seine Vor-, aber auch seine Nachteile. Aber nun der Reihe nach:


    Befürchtung/Frage: Kann der Digitaldruck auch filigranste Konturen und Details nachbilden, wie man es sich vom Tampondruck gewohnt ist?


    Antwort: Auf jeden Fall! Linien, Kanten und Strukturen werden messerscharf wiedergegeben. Vergleiche zwischen Tampon-und Digitaldruck unter der Lupe fallen diesbezüglich tendentiell sogar eher für den Digitaldruck aus.


    Befürchtung/Frage: Kann der Digitaldruck flächige einfarbige Stellen, wie Wappenhintergründe ebenso gleichmässig abbilden wie der Tampondruck?


    Hier zeigt sich, dass der Digitaldruck zeilenweise aufgebracht wird. Dadurch ergibt sich eine kaum wahrnehmbare, horizontal verlaufende Linienstruktur. Hier hat der Tampondruck, der im Gegensatz zur digitalen Methode eine absolut ebene Farbfläche zustande bringt, die Nase vorn. Möglicherweise kann diese gefühlte Rauheit durch den Klarlackauftrag noch etwas gemildert werden (die vorgelegten Probedrucke waren nicht überlackiert). Bevor sich aber jemand die Haare zu raufen beginnt: der Effekt ist wirklich sehr minim und kaum störend. Ich unterstreiche hier vor allem die Unterschiedlichkeit, nicht die Qualität.


    positiver Nebeneffekt:


    Durch die Dicke des Farbauftrags erscheinen Betriebsnummer und Wappen leicht dreidimensional - wie echt: In optischer Hinsicht ein Mehrwert. Fährt man mit dem Finger über die Wappen, deren Überschrift oder über die so bedruckte Betriebsnummer, kann man sie auch erfühlen. Diese Dreidimensionalität ist ein erfreulicher, wenn auch zufälliger Nebeneffekt gegenüber dem Tampondruck.


    weitere Fakten:


    Der digitale Auftrag erfolgt durch Pixel. Mischfarben werden somit durch unterschiedlich gefärbte Punkte dargestellt. Unter der Lupe(!) präsentierten sich die Flächen der Versuchswappen daher manchmal erstaunlich. Beispielsweise: eine offenbar durchgehend gelbe Fläche wies daher mehr oder weniger rote Punkte auf, was dem gewählten Farbton geschuldet war. Würde man nun den Farbcode ganz geringfügig ändern, so dass die Definition des Gelbs einen Tick weniger orange ausfallen würde (wofür die eingestreuten roten Pixel verantwortlich sind) bekäme man noch etwas reinere Farben, die auch unter der Lupe standhalten würden. Da gerade bei Wappen vorwiegend Grundfarben zur Anwendung kommen, wird man dort sicher noch seine Standards finden.


    Bei den Probedrucken wurden die silbernen Rahmen sehr filigran ausgeführt - mit anderen Worten: streng massstäblich. Beim Tampondruck diente die Rahmendicke oft als Korrigierpuffer. Sie waren in Vergangenheit jeweils zu dick, teils sogar massiv.

    Bei den Probedrucken zeigte sich, dass die filigranen Rahmen je nach Lichteinfall unterschiedlich dick erschienen, und zwar dicker auf der lichtbeschienenen Seite, dünner auf der lichtabgewandten. Ein erstaunliches Phänomen. Im Gegensatz zur Dreidimensionalität der Ziffern, ist dies aber eher befremdend. Es läuft noch ein Test, ob die Silberrahmen optisch wahrgenommen werden, wenn man sie etwas dicker macht.


    Soviel zu den Testresultaten. Mein persönliches Fazit: Ein augenfälliger qualitativer Wandel oder eine Einbusse ist nicht zu beobachten. Die neue Technologie ist anders, birgt kleine Vor- und kleine Nachteile. Da die Entwicklung noch ganz am Anfang steht, bin ich überzeugt, dass weitere Fortschritte bevorstehen und die Tampondruckmethode qualitativ ablösen wird.


    Dessen ungeachtet sind gute Ergebnisse nur mittels grosser Sorgfalt und dem erforderlichen Finetuning zu erreichen. Das ist das Einzige, das sich nicht geändert hat.


    und sonst noch:


    Mit grosser Freude darf ich vermelden, dass ich in der Fertigungshalle eine neu lackierte Charge sehen durfte, an denen die Dachfarbe (jedenfalls nach meinem Farbempfinden nach) im 'original Mörschwiler Panzergrau' lackiert wurde! Endlich! - Danke HAG.


    Die Auslieferung der ersten Wappenvarianten beginnt in zwei Wochen, also Ende Februar.

    Heute wollte ich mit dem Wasserfall beginnen. Um die geeignete Position des herabstürzenden Wassers im Kontext zur Hochbrücke zu bestimmen, trug ich die Gipswand wieder einmal in den Bastelraum. Doch kaum hatte ich die Wand aufgestellt, fiel mir etwas anderes auf: die Felsen verdecken ja den Dreifachwendel, welcher zur Hochbrücke hinaufführt. Als ich die Felsen so vor mir aufragen sah, und ich über die daran anschliessenden Felspartien sinnierte, fiel mir auf, dass der oberste Umlauf des längst fertiggestellten Wendels viel vorteilhafter positioniert hätte werden können:

    Bedingt durch die genau übereinander verlaufenden Wendel - also wie beim Korkenzieher - ergab sich direkt vor der Hochbrücke die Notwendigkeit einer unvorteilhaften S-Kurve. Diese reichte sogar bis auf die Brücke und bedingte kaschierende Zusatzelemente auf der Brücke, wie die Zugangsleiter zur Wartungstür, damit lange Fahrzeuge unter Einhaltung des Mindestradius nicht am Geländer hängenbleiben (nachzulesen ab Seite 28 dieses Threads).

    Erst jetzt fiel mir auf, dass ich den obersten Wendelumlauf näher an die Wand hätte legen können. Damit wäre die hässliche S-Kurve vermieden worden.....

    Nach einigem Zögern, entfernte ich erst die Gleise, lötete Kabel ab, zerschnitt die Ringleitung, schraubte, riss und zerstörte ich meine damalige Arbeit im Bereich des obersten Wendels...

    Diesen entfernte ich von der Anlage und richtete ihn gemäss meinen neuen Anforderungen wieder zu. Provisorisch positioniert wurde der verschobene Wendel wieder angebracht.

    Noch bevorstehend ist das Feintuning der Steigung, deren Verlauf ich optimieren will. Vielleicht gelingt mir eine zusätzliche Verbesserung betreffend die äusserst knappe Durchfahrtshöhe beim mittleren Wendel. Dann müssen die Gleise wieder verlegt und alles angeschlossen werden.

    Während der Bauzeit ist die Strecke für den Zugsverkehr unterbrochen. Es werden Autobusse eingesetzt.:D


    Hier die zu entschärfende Situation im Bild. Vorher:







    Und mit versetztem Wendel / entschärfter Kurve:









    Und schlussendlich ein Bild der Im Bau befindlichen Felswand! derentwegen ich ja überhaupt in den Oelkeller ging :rolleyes::



    @ Christian,

    wie Du (hoffentlich) inzwischen von HAG erfahren haben dürftest wurde entschieden, das Dach bei der ersten Auflage der 'Baselland' in 'Panzergrau' auszuführen. Auch wenn dies meine Wunschausführung ist bleibt abzuwarten, wie hell dieser Farbton interpretiert wird....

    Sollte die Baselland ein zweites Mal aufgelegt werden, werde ich mich vehement für die Silberdach-Version einsetzen. Schade, dass man nicht von Anbeginn wählen kann.

    Heute habe ich meine Felswand in die Badewanne gestellt und sie mit stark verdünnter braunschwarzgrauer Farbe abgespritzt. Mann, das gab vielleicht ‘ne Sauerei. Nach dem Trocknen sieht das jetzt so aus:








    Sobald die Farben und der darunter liegende Gips wieder ein paar Tage durchtrocknen konnten, wage ich mich an das farbliche Finish. Vielleicht ein paar Kalkfahnen oder braune Ausblühungen... weiss noch nicht genau.


    Dann kommt der Wasserfall - aber das ist noch Zukunftsmusik...;)

    Doch doch, es ist alles Zufall. Ich habe den originalen Wasserfall mit der Felswand auf Google-Earth nicht gefunden. Ausserdem könnte ich eine bestehende Felswand gar nicht nachbauen. Ich habe genug damit zu tun, der ganzen Struktur ein vorbildgemässes Aussehen zu geben. Da kann ich nicht noch bestehende Gegebenheiten 1:1 nachbilden. Zumal die Wand ja auch noch an die Form der Anlage angepasst werden muss und die banale Aufgabe hat, den Wendel zu verdecken.

    So, das Felsteil ist fertig modelliert und grundiert: Von der Senke mit ihrem Geröll...




    ... bis zu den senkrecht abfallenden Steilwänden ist nun alles bereit zur Kontrastfarbe.






    Fiele das Licht wie auf den Fotos von oben auf die Wand herab könnte man sogar darauf verzichten. Ich habe echt Bammel, ob mir die endgültige Farbgebung gelingt, obschon ich das schon mehrmals gemacht habe. Ich muss mir eingestehen, dass mir noch nie eine Felspartie so gut gelungen ist... bis jetzt. Drückt mir den Daumen, dass ich sie nicht vergeige.

    (nein: Noch nicht jetzt Daumen drücken: die Grundierung muss erst durchtrocknen. Aber nächstes Wochenende gilts ernst!)

    Ja, bei der Durchsicht aller Bilder kommt auch bei mir eine kleine Wunschliste zusammen. Mal sehen, was dann nach Erscheinen wirklich überzeugt und was nicht.


    Dass endlich ein namhafter Hersteller sich des italienischen Lastwagens pes se, dem FIAT 690 angenommen hat - und dann erst noch meine Lieblingsmanufaktur Brekina - finde ich natürlich spitzenmässig. Auch wenn die hier angekündigte ‚Tausendfüssler‘-Version nicht unbedingt zu meiner Lieblingsausführung gehört. Aber immerhin: die charakteristische Führerkabine besteht und lässt auf weitere Aufbauten hoffen.