Beiträge von 11465 - Oerlikon

    Das Geflacker fiel mir auch auf, ich dachte allerdings eher an einen Fernseher. Müsste ein bisschen blaueres Licht sein. ;)

    Daran hatte ich erst auch gedacht. Aber wie Du: Zuwenig blau... und zu hell. Und für ein Fernsehflackern auch zu absolut: Das Licht würde ja nicht an und aus gehen, sondern in verschiedenen Intensitäten leuchten müssen... Es sieht eindeutig nach Wackelkontakt aus.;(

    So, die steilste Stelle ist überwunden.



    Natürlich müssen die Löcher noch geschlossen und die Wand links weitergeführt werden aber dank den voneinander wegführenden Schienensträngen kann das Gelände dort weniger schroff und steil modelliert werden...

    Noch fehlt es an diesem Bild an Kontrast. Nach der Kolorierung und Begrünen wird diese Stelle hoffentlich auch auf den Fotos gut wirken...

    Jetzt habe ich den Reiz an diesen alten Loks begriffen. Es ist Beschäftigungstherapie und Herausforderung in einem.

    Erwin, auch wenn es von Dir ironisch gemeint war: Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen: Diese Lok kaufte ich tatsächlich mit dem Ziel, mich mit ihr etwas zu beschäftigen. Zwar rechnete ich bei diesem Exemplar mit einer tadellosen Fahrfunktion. Was ich aber diesem Angebot vorgezogen hätte, wäre eine Ausschreibung gewesen: ‚läuft nicht - für Bastler! CHF 90.—‘.

    Solche Angebote gab es tatsächlich. Allerdings waren dort das Gussgehäuse an der Dachkante beschädigt oder der Anbieter verlangte für den Bastelschrott immer noch Unsummen...

    Jedenfalls ist der Erwerb dieser Lok um einiges befriedigender, als ein Flugzeug im Massstab 1:200 auszupacken, in den Schrank zu stellen und warten bis die interkristalline Korrosion die Flügel verbogen hat.... Das ist ja mehr Dein Hobby. :phat:

    Danke Hermann für Deine Hilfestellung.

    Da ich den Umschalter ja dazu bringen konnte die Walze jeweils einen Zacken weiterzudrehen, war mir auch klar, dass der Fehler nunmehr stark eingegrenzt werden kann (auf die von Dir genannten Punkte). Bereits überprüft habe ich die Kontakte zwischen Walze und Federzungen. Und deren Anschlüsse zum Motor und zur Spule. Alle drei Lötstellen sind neu...
    Weiter kam ich noch nicht. Zu gross war der Wunsch, das Gehäuse mal aufzuschrauben um die Lichtfunktion zu testen. Und siehe da:



    Seither steht das Maschinchen seit zwei Tagen unverändert auf dem Testgleis. Auch immer noch ungeölt. Wenn ich das nächste Mal Lust verspüre, das Gehäuse wieder abzunehmen, konuentriere ich mich auf den Richtungswechsel. Wär ja gelacht, wenn ich das nicht auch noch hinkriegen würde...

    @Roger

    hoffentlich bist Du da nicht einem Internet-Trend aufgesessen?

    Hermann, das denke ich in diesem Fall eigentlich nicht. Der Grund, warum ich nicht schon eher eine rsm 800 gekauft habe, liegt genau daran, dass ich die meisten Angebote als Blender - oder massloss überteuert (und zusätzlich als Blender) taxiert hatte.

    Bei diesem Angebot stimmte es für mich - tut es auch jetzt noch, obschon das alte Umschalt-Relais offenbar nicht dem gängigen Standard entspricht (ich habe genau diese Version allerdings auch noch nicht im Internet gefunden, selbstgemacht ist es auch nicht, und wirklich viel neuer als das von Dir gezeigte Originalteil scheint es nicht zu sein). Aber Du hast sicher recht: an dieser Lok wurde herumgebastelt. Das würde auch zwei kleine Pertinax-Unterlagscheiben erklären, die so sicher nie original montiert wurden, aber als Distanzhalter vom Relais eingebaut wurden. Allerdings weist die Tatsache, dass dafür antikes Pertinax - und kein Kunststoff - verwendet wurde, dass dieser Umbau schon ewig lange her ist.

    Ich könnte ja nun für 60 Euro einen Originalumschalter kaufen. Auch so wäre die Lok preislich immer noch interessant gewesen. Nur ist dieser Schalter - wie auf Bildern ersichtlich - genau gleich angeschlossen.... mit derselben Auswirkungen. Aber vielleicht mache ich das - um der Ordnung halber - und dass sie nachher wirklich unkaputtbar wird.:D

    Funkstille muss manchmal sein. Damit holt man sich neuen Schwung.:)


    Mit der meditativen Gitarrenuntermalung ist das Video schön entspannend... ausser vielleicht für Hermann, weil die Züge für seinen Geschmack viel zu langsam schleichen. :D

    Dass nun auch auf Deiner Anlage Spörle-Formen zum Einsatz kommen wurde ebenfalls erfreut zur Kenntnis genommen. ^^

    rsm-Restauration. Neues Kapitel:


    Wie erwähnt hatte ich noch zwei (voneinander unabhängige?) Probleme mit der Lok:

    - das ‚tote Magnet‘ des Umschalters

    - die Eigenart, dass die Lok beim manuellen zweimaligen Bedienen des Umschalters trotzdem ihre vorherige Richtung beibehält.


    Der ganze elektrische Umschalter ersetzt ja nur den ebenfalls vorhandenen Handhebel. Auch wenn die Spule durchgebrannt oder die Anschlüsse der Spule defekt gewesen wären, hätte man die Richtung mit dem Handhebel ändern können. Warum die Umpolung manuell nicht geschafft werden kann, ist somit unabhängig vom elektrischen Funktionieren des Umschalters. Da die Mechanik des Umschalters vorgegeben ist, kann als Grund dieses Fehlers eigentlich nur eine fehlende oder falsche Kabelverbindung sein - oder einer der mechanischen Kontakte erfüllt seine Aufgabe nicht. Ich möchte an dieser Stelle einfliessen lassen: So Unkaputtbar, wie Hermann diese Maschine bezeichnet, ist sie längst nicht. Für Motor und Getriebe mag das gelten. Der läuft ja auch. Der Umschalter hingegen ist ein Gefummel. Spröde gewordene Perninaxplättchen, der hauchdünne Federwippen-Kontakt oben, wo man bei der Reparatur aber dauernd drankommt und ihn verbiegt, sodass die richtige Funktion nicht mehr gewährleistet ist. Zurechtbiegen des federnden Materials ist kaum möglich, geschweige denn, ohne optische Einbussen... erschwerend kommt hinzu, dass die Halterungen dieser Blechs nach zweimaligem Biegen abbrechen. Damit ist die Demontage zwecks perfektem Richten ausgeschlossen. (ich habs leider trotzdem versucht.....grrrrr. Weiter bereitete mir der hauchdünne und äusserst brüchige(!) isolierte Kupferdraht der Spule weitere Probleme.


    Was ich wissen wollte: Verplemperte ich meine Zeit mit einer durchgebrannten Spule? Um dies herauszufinden lötete ich alle Kabel ab. Die beiden lackisolierten Spulenenddrähte endeten an Lötstellen, denen ich misstraute. Sie wurden abgelötet. Trotz sorgfältigem Freilegen des Lackdrahts hatte ich plötzlich ein abgebrochenes Endstück in der Hand... ich war einer der Ursachen also auf der Spur. Allerdings musste ich mich vorsehen: durch das abgebrochene Stück war der Draht nicht mehr lange genug, um wieder an der dafür vorgesehenen Lötfahne neu angebracht zu werden. Immerhin noch lange genug um das Kupferplättchen zu erreichen, das elektrisch mit dem Draht verbunden sein musste.

    Am anderen Ende der Wicklung dasselbe Theater: Beim behutsamen Abschaben des Schutzlacks (um eine saubere Lötverbindung sicherzustellen) riss der hauchzarte Draht. Aber auch hier genügte die Restlänge zur richtigen Verbindungsstelle.


    Der ausgebaute Elektromagnet wurde dann direkt verkabelt und zur Überprüfung an den Trafo angeschlossen. Er sprach zwar an, rüttelte ein bisschen, war aber zu schwach um die Wippe sauber und vollständig an den Eisenkern anzulegen. hm. Einerseits war ich erfreut, dass die Spule keinen Kurzschluss produzierte, anderseits konnte man in diesem Zustand nichts schalten.... nach kurzem Grübeln ortete ich den Sündenbock wieder an dem Scheissfederkontakt: dieser entpuppte sich nach Zurechtbiegeversuchen (dank anliegender Pertinaxplatte eben nicht wirklich erfolgreich) als zu schwergängig. Lösung: Fummel, fummel, fummel, fummel...


    Nach erneutem Versuch zog der Magnet sauber. Endlich!


    Nach dem Einbau des ganzen Eumels lötete ich die restlichen Kabel an. Ein Test auf dem kurzen Gleis brachte die Ernüchterung: Das Magnet liess sich perfekt schalten: nach jeweils zwei Schaltstössen (ist bei genanntem Walzenumschalter so richtig) fuhr die Lok los.... stotternd:facepalm: - und in die selbe Richtung wie vorher (damit rechnete ich eigentlich schon fast :facepalm::facepalm:)


    Das Stottern konnte ich der Lok zum Glück recht schnell abgewöhnen. Der Sündenbock war - sicher habt ihr‘s erraten - das Scheissteil: der Kontakt schloss nach dem Kontaktstoss im Dauerbetrieb nicht richtig:wacko:: Fummel, fummel, fummel....


    So, das ist der jetzige Stand. Wenn ich jetzt noch erreiche, dass der Motor beim Bedienen des Umschalthebels - oder jetzt neu auch beim Bedienen des Trafos ferngesteuert - in die andere Richtung weiterfährt, kann ich das Gehäuse endlich wieder montieren...:rolleyes:


    PS:

    Die richtige Platzierung der zwei übrig gebliebenen Papprondellen konnte inzwischen anhand grünen Farbrückständen, der genau passenden Grösse in einer passenden Vertiefung, sowie ihrer Funktion (als Distanzhalter) vorbehaltlos richtig platziert werden. Wie vermutet hatten sie nichts mit der Funktionsbeinträchtigung des Gefährts zu tun.



    PPS:



    Scheissteil!:D

    Da die Lok jetzt läuft, jedenfalls in eine Richtung, liegt es definitiv nicht am Motor. Den Übeltäter orte ich beim antiken Umschalter. Deren Magnetspule oder Anschlüsse sind faul, da der Magnet beim Schaltimpuls nicht zieht. Anderseits schaltet die Richtung auch beim (zweimaligen) manuell betätigten Richtungsumschalter nicht, was nochmals auf ein zusätzliches Problem beim Umschalter hinweist.

    Falls ich den Umschalter ersetzen kann, sicher nur gegen ein baugleiches Modell. Man muss nicht einen Oldtimer kaufen, um ihn dann mit modernen Komponenten zu verschandeln. Das ist jedenfalls meine Philosophie. ^^

    Wie von Zauberhand: die Lok läuft in eine Richtung.


    Offenbar hat die Maschine ein Eigenleben:

    -gestern Abend, nach dem Zusammenbau: Kurzschluss.

    -heute Morgen: kein Kurzschluss mehr aber funktionslos

    -heute Mittag: läuft, aber mit Wackelkontakt und nur sehr langsam.

    -heute Nachmittag: läuft in normalem Tempo, aber nur in eine Richtung.

    -....?



    Nur der Perfekt-Umschalter lässt sich bach wie vor weder ansprechen, noch ändert die Richtung bei manueller Bedienung... wenn es so geht wie beim Motor muss ich eben einfach noch ein bisschen zuwarten. :D