Beiträge von 11465 - Oerlikon

    So, nachdem mir aus gesundheitlichen Gründen in letzter Zeit nicht ums Basteln war, habe ich heute eine kleine Ecke verschönert. Ich merke allerdings, dass mich das Thema 'Schrottplatz' allmählich zu langweilen beginnt. Das ist immer dann der Fall, wenn trotz Beifügen kleiner und arbeitsreicher Details das Gesamtbild nicht mehr verändert wird. Langsam ist es auch beim Schrottplatz soweit. Und doch: vergleicht man die Bilder von vorher, mit jenen von nachher ist doch immer ein Gewinn festzustelllen. Hier also einige Neuerungen:



    Nachdem die vordere linke Ecke immer noch ein wenig kahl erschien, war es Zeit dort etwas Gerümpel hinzustellen. Eine grosse Kiste mit Kleinschrott, vielleicht Konserven und anderes Kleinmetall, war dort schon lange geplant. Als 'Kiste' (heute würde man eine Mulde nehmen) war schon seit Anbeginn die nicht mehr benötigte Pritsche des Uraltlastwages vorgesehen, dessen Chassis ebenfalls auf dem Schrottplatz vor sich hingammelt - Die Kabine übrigens auch. Es zeigte sich aber, dass die ganze Pritsche zu gross erscheinen würde. Also wurde ein Stück daraus herausgeschnitten. Um das verkürzte Teil wurden die beiden Hälften wieder zusammengeklebt und entsprechend bemalt. Nach einem Einsatz von Styropor wurde das Kleinmetall (Draht und Quetschperlen aus dem Bastelladen) oben eingefüllt. Einige Metallstücke gingen natürlich daneben. Und wie wir unseren schlampigen Hausin kennen, war er zu faul, um sich nach dem Mist zu bücken...
    Trotzdem habe ich dem Schrottplatzbesitzer einen Gastank spendiert. Damit kann er in der Bude kochen und heizen. Gaslicht hat er nun auch. (die Zuleitung glänzt noch etwas zu sehr, die muss ich noch anmalen)
    Weiteres Gerümpel als 'Füllmaterial' steht unter dem Vordach. Davon wird man von der üblichen Ansicht von vorne leider nicht viel erkennen können - ach ja: wer benennt mir ein Teil, das von meinem Velo herhalten musste? ;P


    Ach ja, da fällt mir ein: gestern habe ich den Bereich um den Reifenhaufen und dem erwähnten Lastwagenchassis noch etwas begrünt. Davon werde ich im Anschluss auch einige Bilder machen und hier präsentieren. Einen Augenblick Geduld...

    Ich werde jetzt ein paar Bilder von AMS-Autos einstellen. Dabei wurde pro Fotos ein einziger Fahrzeugtyp in jeweils verschiedenen Farbvarianten abgebildet. Der Sammlerpreis wird - guter Allgemeinzustand vorausgesetzt - vor allem durch die Farbe bestimmt. Da mit den Dingern ja vor allem gespielt wurde und die kleinen Wagen mitunter mit Vollgas über die Bahnen und darüber hinaus gejagt wurden, blieben Abbrüche natürlich nicht aus. Vor allem die filigranen Stosstangen oder Dachsäulen sind bruchgefährdet. Aber auch das Alter mit der einhergehenden Versprödung des Kunststoffs sind wahre Feinde der Sammler. So muss man beim Eindrehen der Chassischrauben in den angegossenen Karrosseriestutzen nach 40 Jahren des Bestehens ausserordentliche Sorgfalt walten lassen. Der brüchig gewordene Kunststoff gibt sonst dem Druck der Schraube schnell nach und schon ist der Stutzen abgebrochen, oder die Druckstelle auf der Haube oder Kofferraum sichtbar. Jetzt aber genug der Worte:



    Hier sehen wir ein paar Exemplare des Cadillacs. Da aufgrund des Einheitschassis nur zwei Radstände möglich waren, fiel dieses in Wahrheit mächtige Fahrzeug gegenüber den anderen Wagen etwas klein aus. Bei diesem Modell wurde das Dach als separates Teil aufgeklebt. Bedingt durch die vielen Dachfarben in Kombination mit mehreren Grundfarben waren beim Cadillac sehr viele Varianten möglich, zumal allein der Farbton rosa je nach Charge von hellrosa bis lachsfarben variieren konnte (siehe obiges Bild). Und da einige Dachfarben äusserst selten sind, glaube ich kaum, dass irgend ein Sammler alle möglichen Kombination sein eingen nennt - zumal einige Farbzusammenstellungen einfach scheusslich aussehen und wohl auch ab Faller-Werk nie so zusammengefügt wurden - aber wer weiss das schon... Vernünftigerweise beschränkte ich mich auf die fünf oder sechs Grundfarben (bei den rosatönen allerdings unterscheide ich zwischen hellrosa und dunkelrosa (ohne weitere Unterscheidung der Zwischennuancen). Vereinfachend strich ich zudem die allzu scheusslichen Wagen/Dach-Farbkombinationen aus meiner Sammlermatrix.



    Wie man sieht, gab es auch einen schnuckeligen Wohnwagen. Diesen gab es - grob gesagt - in den beiden hier sichtbaren Farbkombinationen: türkis/weiss und hellgrau/weiss. Aber das wäre zu simpel: findige Sammler haben herausgefunden, dass am einigen der Modellen die aufgedruckte Taube fehlt... und es kommt noch schlimmer: die Inneneinrichtung kann einen oder zwei Tische aufweisen, die Wohnwagenachse kann innen einmal sichtbar sein, oder eben nicht. Mir führt das zu weit. So besitze ich lediglich mal die beiden Grundfarben. Ich spinne auch sonst genug.



    Ah ja: der VW Bully. Der T1 ist wirklich ein schönes Modell: Auf dem Bild sieht man die drei verschiedenen Typen: Ambulanz (das Blaulicht auf dem Dach blinkt bei der Fahrt natürlich - in Abhängigkeit der Geschwindigkeit allerdings, was durch den Mechanismus bedingt ist: Ein Excenter auf einer Hilfswelle schliesst einen Kontakt und das Licht brennt. Fährt das Auto schneller, beschleunigt sich auch die Drehzahl des Excenter)
    Die zweite und wohl schönste Farbvariante in Rot/Crème, sowie Nummer Drei grau/crème. Auch hier kann man die Vielfalt ad absurdum führen. Der Sammlerkatalog unterscheidet nämlich Weiss und Crème. Dies war von den Machern meiner Meinung nach nicht vorgesehen und so verzichte ich auch auf diesen Unsinn.



    Hier sehen wir eine Auswahl des BMW-Schlitzaugen-Coupé. Die korrekte Bezeichnung fällt mir nicht gerade ein. Auch hier gibt es zwei Grundtypen, analog wie beim Beispiel des Käfers in meinem ersten Post: Es handelt sich um ein eher spät eingeführtes Modell, daher entfallen die angegossenen Stossstangen die nur die erste Fahrzeuggeneration aufwies. Die beiden Typen sind ausschliesslich an den Fahrzeuglichtern zu unterscheiden: Die erste Version hatte eingesetzte, durchsichtige Scheinwerfer und rot eingefärbte Schlusslichter. Die späteren Modelle wurden als Ganzes gegossen, sprich: Scheinwerfer und Schlussleuchten waren ins Gehäuse integriert und somit in Karrosseriefarbe. An dieser Stelle ist es notwendig, eine Klammer zu öffnen:


    Faller bot zu Beginn der 70er Jahre die 'HitCar'-Bahn an. Dabei handelte es sich um poppig gestaltete Plastikfahrbahnschienen, auf der man nichtangetriebene Autos nach dem Prinzip der Schwerkraft eine abschüssige Piste runtersausen lassen konnte. Hindernisse wie Looping, Wippe, Glockenpilz, Schanze und vieles mehr waren als Zubehör erhältlich. Und damit das Fahrzeug auch immer in Fahrt blieb, gab es eine ganze Anzahl von Beschleunigern, die mittels Spanngummikraft, dem erlahmenden HitCar wieder zu neuem Schwung verhalfen. Faller stattete diese Fahrzeuge mit einem schweren Gusschassis aus, an dem leicht laufende Räder befestigt waren. Für die entsprechenen Karrosserien mussten unsere hier vorgestellten AMS-Fahrzeuge hinhalten. Aber halt: einige Modelle sind nicht kompatibel. Während beim hier gezeigten BMW das HitCar-Chassis ohne weiteres mit einem AMS-Motor ausgerüstet werden konnte, gilt das für andere Fahrzeuge, wie Citroen DS oder Ford Capri, nicht. Dort wurden die Stossstangen in das HitCar-Fahrgstell integriert, während bei der AMS-Version die Stossstangen oder Frontblech zur Karrosserie gehörten. Alles klar? Wenn nicht, soll einfach klar sein, dass bei einigen Modellen klar zwischen AMS und HitCar unterschieden werden kann - bei anderen nicht. Klammer zu.


    Der BMW gehört, wie bereits erwähnt, zu jenen Fahrzeugen, die nachträglich motorisiert werden konnten. Nur Kenner können erkennen, ob das vorliegende Auto als HitCar ab Werk lief und später motorisiert wurde, oder ob es von Anfang an ein AMS-Wagen war. Ich selbst nehme jede Gelegenheit wahr aus einem HitCar-Auto eine neue AMS-Farbvariante herszustellen.
    Wie man auf dem Bild sieht kamen mit den 70ern und den zeitgenössischen HitCars auch die poppigen Farben ins Spiel: einige Automodelle wurden mit einem metallicglänzenen Überzug versehen. Diese metallicfarbenen Karrosserien sollten wohl hauptsächlich als HitCars verkauft werden, wurden aber auch auf motorisierte Fahrgestelle als AMS-Teil verbaut. Da viele Metallic-HitCars durch den Spielgebrauch litten und der Metallüberzug verkratzte, bietet sic bei diesen Modellen eventuell eine Chance zum zweiten Leben an. Beschränkt sich der Makel auf einen Farbschaden, besteht die Möglichkeit, den Metallüberzug mit Natronlauge abzuwaschen. Der darunter zum Vorschein kommende Farbton ist manchmal erstaunlich.... und schon hat man wieder eine neue Farbvariante. Bei den oben gezeigten Modellen dürften der blassblaue und der champagnerschlammfarbene BMW auf dies Weise entstanden sein.



    Hier sehen wir den Ford Taunus. Und zwar die letzte Ausführung als 17m. Dieser Wagen ist der Nachfolger der 'Badewanne', des Taunus 12m, der als eines der seltensten AMS-Modelle gilt und nur in 4 Farben vorkommt. (Dabei werden für die äusserst rare türkisfarbene Version, welche ich noch nie in Natura gesehen habe, hohe Preise bezahlt)
    Aber wie gesagt: hier sehen wir den relativ häufig vorkommenden Nachfolger. Da auch hier die Dächer einzeln aufgesetzt werden, sind die Varianten zahlreicher, als wenn die Karrosserie aus einem Stück gegossen ist. Allerdings verdoppeln sich die Möglichkeiten hier nur, da es gnädigerweise nur weisse und schwarze Dächer gibt. Etwas rarer und damit auch teuerer ist die dunkelblaue Variante. Hier habe ich ein schönes Exemplar erwischt (vorn im Bild). Bei den Blautönen sind wieder verschiedenste Nuancen bekannt. Ich beschränkte mich auch hier wieder auf mittelblau und dunkelblau und verzichte auf alles dazwischen.


    Die Reihe wird fortgeführt...

    Ich habe immer etwas Mühe mit den Bezeichnungen. Ja ein RBe könnte es sein, mit einem Bt dran. (ich suche seither verzweifelt Bilder, die ich von der Komposition gemacht hatte, finde sie aber nicht in meinem Archiv)

    Der OeBB NPZ gefällt mir am besten!!

    Mir nicht, vor nicht allzulanger Zeit fuhr dort nämlich noch ein herrlich nostalgischer Triebwagen aus den 60er Jahren mit passendem Steuerwagen... Musste deswegen damit gleich mal nach Balsthal und zurückfahren... ^^


    Nun ist bei der OeBB anscheinend auch die Gegenwart angebrochen (die Pendler werden es danken)

    nachdem bereits alle Gipfeli gef... sind

    Dann müssten alle anwesenden Forumisten aber extrem zuschlagen, damit Du leer ausgehst. In Wettingen bestellen sie tradionellerweise immer genug Gipfeli an den Börsendaten... :rolleyes:


    Ich weiss noch nicht ob ich dabei bin...

    Falls du einfach unschlüssig bist: gib Dir einen Ruck - meistens geht es ziemlich lustig zu und her bei uns (falls Du uns nicht erkennen solltest: der Tisch, an dem sich mehr Leute drängen, als eigentlich Platz daran wäre: das ist das Moba-und-HAG-Forum. Und sonst fragst Du einfach einen davon zur Sicherheit... :thumbup:

    Also beginnt man in Stans mit dem Nachbohren der Löcher... und dem Herauspolieren der dabei entstandenen Kratzern... Wenigstens wird man bei dieser Serie keine heimlichen Pinselkorrekturen vornehmen können :D

    Ich gab ja schon vorher unumwunden zu, dass mir die Umfrage Kopfzerbrechen bereitet. Aber da dieser Thread schlussendlich dazu dienen konnte, die 460er auf ihren Platz zu verweisen, finde ich es trotzdem eine tolle Umfrage... :thumbsup:;P
    (Dennoch zweifle ich an dem Wahrheitsgehalt. Ich bin der festen Meinung, das beim Gros der Sammler aufgrund der Variantenvielfalt der Re 460/65 diese Type am häufigsten in Vitrinen anzutreffen ist)

    Mich freut (und wundert mich ehrlich gesagt auch), dass die Ae 6/6 die olle Cola-Büx übertroffen hat, wo sich doch die Medienschaffenden, Grafiker, Werbefritzen und Konsorten so grosse Mühe geben, die schnöde Form mit einer Riesenauswahl von bunten Aufdrucken zu verschönern - was ja eine unerreichbare Variantenvielfalt hervorbringt....


    Und doch gefällt die klassisch schöne Form einer Ae 6/6 den Forumisten besser, so, dass ich offensichtlich nicht der Einzige bin, der nicht genug davon haben kann.... :rolleyes:

    Doch, Du hast Die Anlage recht gut skizziert: Vom Eingang aus links, also zu der linken Ecke, von wo aus der recht enge Wartungsgang der Wand entlang weiterführt, kann man tatsächlich 'durchschlüpfen' wie Du das nennst. Du darfst vor allem die psychologische Komponente nicht ausser acht lassen: Wenn es irgendwo knirscht und scherbelt, neigt man dazu, in grösster Eile auf das Geräusch zuzusprinten (um möglichst eingreifen zu können, wenn die grossen Brocken auf den Boden zu fallen beginnen.) Ein Taster, der irgendwo in der im Rücken und damit in Gegenrichtung des Geschehens platziert ist, erachte ich als ungünstig. Aber schau Dir die Anlage ruhig mal an.


    Ich erinnere mich bei dieser Gelegenheit schmerzhaft an einen Unfall auf der bekanntlich steigungsreichen Schwiegermuttertalanlage, als sich bei Bergfahrt ein Kieszug vom Lokhaken löste und ich dem losgerissenen, immer schneller werdenden Zug zweimal quer durch den Raum folgte. Aber immer wenn ich in den entsprechenden Wendel gekrochen war, befand sich der Zug bereits wieder auf der Fahrt in die gegenüberliegende Ecke. Irgendwann krachte und schepperte es dann weit entfernt von mir... und der Betonboden gewann überzeugend gegen den Kunststoffwagenverbund 15:0.
    Da hätte ein Notaus-Taster auch nichts genützt. :facepalm:

    Peter, die Position der Schalter wird man nicht ändern können, aber in der Tat habe ich mir das mit dem blind bedienbaren Notausschalter auch überlegt: etwas zum unbesehen Draufhauen - so wie Du es beschrieben hast - wäre sicher idealer gewesen. Dabei muss es ja nicht unbedingt ein Knopf in Buzzer-Grösse sein. Ich dachte mehr an die Art der schwarzen runden Taster, wie sie früher bei der VBZ als Aussteigewunschknopf seitlich den Türen angebracht waren (seit einigen Jahren sind auch dort solche verbaut, die im Gehäuse eingelassen sind und dadurch nicht mehr durch Draufhauen ausgelöst werden können). Aber ein 4. Mal wird Röbi deswegen sicher nicht nach Gretzenbach fahren. :D
    Nebenbei: mit 19 Notausschaltern ist die ChRB wohl weit über dem diesbezüglichen Durchschnitt angesiedelt (Die Schwiegermuttertalbahn hatte gar kein Notaus - aber ich bezweifle, dass ich mit Nothalt diesen Unfall hätte vermeiden können, wenn ich anstatt beherzt das teuerste Modell aufzufangen, nach irgend einem Abstellknöpfchen gesucht hätte).