Beiträge von Strickwil

    Das sind interessante Antworten. Ich habe die Lok nicht geöffnet, aber mehrfach festgestellt, dass nur eine einzige Achse schleudert, was für mich ein klarer Hinweis auf den "Einachsantrieb" war. Nachdem ich in einer Modellbesprechung gelesen hatte, dass die in Bälde erhältliche Ae 3/5 von Märklin/Trix nur auf einer Achse angetrieben sein wird, dachte ich aufgrund meiner Erfahrungen mit der Ae 4/7, dass dieses fragwürdige Antriebskonzept nun leider "in Mode" kommen würde.

    Nun - Tatsache ist, dass die Lok gelegentlich hängen bleibt und nur auf einer Achse schleudert. Aufgrund der verschiedenen Ausführungen werde ich nun aber auch einmal das "Innenleben" ansehen.

    Hier noch ein Bild der Ae 4/7 mit einem Postzug auf meiner Anlage.

    Gruss, Hansruedi

    Kürzlich habe ich mir die Ae 4/7 von Piko geleistet (DC digital), welche ausgezeichnet auf meine Anlage aus den 70er Jahren passt. Das Modell ist sehr schön und gefällt mir gut, wenn ich auch wegen der vorbildgemäss sehr schmalen Pantographen einige Anpassungen an der Fahrleitung vornehmen musste.

    Der einzige Mangel, welcher mir beim Kauf nicht bewusst war, ist die erst im Betrieb festgestellte Tatsache, dass nur eine einzige Achse angetrieben ist. Für eine Lok dieser Baureihe, die doch eigentlich auch schwerere Züge ziehen sollte, ist das definitiv ungenügend. Auch bei leichteren Zügen kommt es leider gelegentlich vor, dass die Lok bei vorbildgerechter Fahrgeschwindigkeit an einer kleinen Unebenheit (Schienenlasche oder Weiche) hängen bleibt und die einzige angetriebene Achse schleudert. Das ist schade und ein echter Mangel, welcher nach meiner Meinung bei dieser Preisklasse nicht vorkommen dürfte. Ansonsten kann ich mich sehr positiv über die Modellumsetzung äussern.

    Gruss, Hansruedi

    Guten Tag Valentin

    Deine WG-Bahn mit den vielen speziellen Details hat mich immer sehr beeindruckt. Leider habe ich offensichtlich den Zeitpunkt verpasst, sie einmal vor Ort zu sehen. Umso mehr bin ich nun auf Deine neuen Taten gespannt und wünsche Dir weiterhin alles Gute!

    Gruss, Hansruedi

    Im vergangenen Winter habe ich wieder einmal eine Woche bei meinem Sohn Oliver in Cluj (Rumänien) verbracht, um ihn beim Weiterbau seiner imaginären San Bernardino Bahn zu unterstützen. Wie früheren Berichten entnommen werden kann, endeten die von Bellinzona und Mesocco kommenden Geleise bis jetzt im temporären Endbahnhof San Bernardino. Nun war also Weiterbau im mittleren Anlageteil angesagt. Anstelle des bisherigen kurzen Ausziehgeleises wird nun in einem 360 Grad Bogen Höhe gewonnen, um die Station Hinterrhein zu erreichen. Wie bereits zwischen Mesocco und San Bernardino ist dieser unterirdische Teil zweigleisig ausgeführt, um Zugskreuzungen zu ermöglichen. Da die Anlage analog betrieben wird, gibt es auch wieder Übergabestellen von einem Trafo zum anderen, respektive von der Sektion San Bernardino zu derjenigen in Hinterrhein. Das scheint in der heutigen Zeit banal zu sein, funktioniert aber tadellos.

    In den folgenden Bildern verfolgen wir den Bau dieses Abschnittes:

    In der relativ einfachen Station Hinterrhein ist der höchste Punkt der Bahn erreicht. Seit der Abfahrt in Bellinzona haben die Züge etwas mehr als einen halben Meter Höhenunterschied bewältigt.

    Hinterrhein ist die temporäre Endstation auf der Anlage, welche nun schon einen sehr interessanten und vielseitigen Spielbetrieb zulässt. In einem weiten Bogen senkt sich das schon verlegte, aber noch nicht befahrene Gleis in Richtung des zukünftigen Bahnhofs Splügen. Der dortige Gleisplan lässt sich aufgrund des bereits gebauten Stellwerks erahnen.

    Der Bau des Bahnhofs Splügen ist anlässlich eines weiteren Aufenthaltes in Cluj im kommenden Dezember geplant.

    In der Zwischenzeit hat Oliver bereits mit dem Gerüst für das Gebirge begonnen. Es wird also sicher gemäss dem imaginären Vorbild eine sehr alpine Anlage entstehen.

    Weiterhin arbeitet Oliver auch intensiv am Modell des Castello Mesocco, welches tolle Formen annimmt. Sicher wird er selbst gelegentlich darüber berichten.

    Beste Grüsse, Hansruedi

    Die Änderungen in Zürich sind etwas vom Dümmsten in der Geschichte der VBZ! Als 1970 das Shop Ville und die neue viergleisige Anlage auf dem Bahnhofplatz gebaut wurde, lief der Trambetrieb über provisorische Geleise ohne jeglichen Unterbruch weiter.

    Meine ersten zwei Aufnahmen entstanden am 28. September 1970 mit Betrieb über die provisorischen Geleise.

    Am Folgetag, 29. September waren die provisorischen Gleise und Fahrleitungen entfernt und die Trams fuhren über die neue darunter gebaute Gleisanlage.

    Nicht ein einziger Tramkurs musste ausfallen! Heute benötigt man für den Ersatz von zwei Gleisen (ohne Weichen) ein Jahr! Kommentar überflüssig!

    Gruss, Hansruedi

    Die Materialseilbahn passt bestens auf Deine Anlage! Meine läuft zwar immer noch nicht (ich warte noch auf einen Ersatzteil), aber gut aussehen tut sie eh bereits.

    Gruss, Hansruedi

    Die Frage betreffend Kadee-Kupplungen kann ich überzeugt mit JA beantworten. Ich habe damit schon vor mehreren Jahrzehnten begonnen, nachdem ich einmal probeweise zwei Güterwagen je einseitig ausgerüstet hatte. Das Resultat hat mich total überzeugt, speziell, da auf meiner Anlage viel rangiert wird. Früher war der Einbau noch schwierig und für jedes Fahrzeug musste eine Lösung gefunden und oftmals Fräsarbeiten durchgeführt werden. Es hat sich aber sehr gelohnt und bekanntlich ist das heute mit den Normschächten kein Problem mehr.


    Gruss, Hansruedi

    Endlich melde ich mich wieder einmal mit einem kleinen Bericht. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich eine Re 4/4' von Piko erstanden, welche sich in der Zeitepoche meiner Anlage (siebziger Jahre) sehr gut macht und auch über gute Fahreigenschaften verfügt. Allerdings sind die Pantografen, respektive Schleifstücke absolut vorbildgetreu und deshalb sehr schmal. Obwohl die Fahrleitung nicht unter Strom steht, fahre ich grundsätzlich originalgetreu mit den Pantos an der Fahrleitung. Elektrische Lokomotiven, welche mit gesenkten Pantos umher fahren, sind mir ein Gräuel. Mit der neuen Lok gab es deshalb einige Probleme und das einfachste wäre natürlich das Auswechseln der Pantografen oder Schleifstücke gewesen, was aber mein Stolz nicht zugelassen hat.

    Beim Bahnhof Bäretshausen, wo die Einfahrt in der Kurve liegt, habe ich ein zusätzliches Fahrleitungsjoch eingebaut. Ein weiteres Problem ergab sich auf zwei Brücken, welche eine grosse Mastdistanz von 37 cm erfordern. Das hat zwar bis jetzt funktioniert, obwohl der Fahrdraht nicht hundertprozentig stabil ist. Ich habe das Problem mit beidseitigen Abspannungen gelöst, wodurch der Fahrdraht straff gespannt und über die Brücke erst noch doppelt geführt wird.

    Das Resultat erlaubt einen einwandfreien Betrieb und sieht erst noch gut aus.

    Nun ist die zweite Brücke in Arbeit, so dass meine Züge bald wieder durchgehend fahren können.

    Beste Grüsse, Hansruedi

    Seit sehr vielen Jahren oder besser gesagt Jahrzehnten besitze ich einen BLS ABDe 4/8 von M+F. Das Modell ist sehr schön gelungen, obwohl es mittlerweile natürlich etwas in die Jahre gekommen ist. Mittlerweile hat es den dritten Motor, diesmal von Hag. Der Lauf ist zwar etwas rau, aber für Gesellschaftsfahrten auf meiner Anlage ist der Blaue Pfeil immer noch sehr beliebt. Für mich ist das ein wichtiges Fahrzeug, welches mich an meine in der Jugendzeit verbrachten Ferien in Kandersteg erinnert. Die in Kandersteg endenden Lokalzüge wurden oft mit ABDe 4/8 gefahren, welche häufig noch einen gedeckten Güterwagen mitführten. Das ist leider beim Modell wegen der Originalkupplungen nicht möglich. Was ebenfalls fehlt ist die Stirnbeleuchtung.

    Ansonsten handelt es sich aber bei dem Triebwagen auch im Hinblick auf sein Alter um ein schönes Modell, welches mir immer noch viel Freude bereitet.

    Beste Grüsse

    Hansruedi

    Ich gebe ehrlich zu, dass ich im Dokumentieren nicht so gut bin, wie ich es sein möchte... In Bezug auf Kabel möchte ich aber darauf hinweisen, dass ich seit Jahrzehnten bei meinen Anlagen ausschliesslich alte Telefonkabel verwende, welche farbkodiert sind. Auf diese Weise kann ich immer verfolgen, wie ich etwas einmal verdrahtet habe.

    Solche Kabel stammen von alten Haus- und Geschäfts-Telefoninstallationen und meine sind schon viele Jahrzehnte alt. Ob es immer noch möglich ist, entsprechende Kabelstränge zu erhalten, weiss ich nicht, da ich selbst immer noch einen mittlerweile kleinen Vorrat habe. Ein Versuch wäre es aber sicher wert.

    Gruss, Hansruedi

    Nach den Feiertagen komme ich endlich dazu, meine bisherige Berichterstattung zu ergänzen. Ich war eine Woche lang in Rumänien und habe zusammen mit meinem Sohn am Weiterbau seiner Anlage gearbeitet. Bereits vorhanden und betriebsbereit war einzig der Schattenbahnhof Bellinzona und die Strecke nach Mesocco mit dem dortigen Bahnhof. Der Schattenbahnhof Bellinzona befindet sich auf der untersten Ebene vor den Bedienelementen der beiden Bahnhöfe. Er verfügt über vier Gleise sowie ein Aufstellgleis für eine Lokomotive. Der Betrieb erfolgt übrigens analog, was auch mit dem zum Teil beträchtlichen Alters des vorhandenen Bemo-Rollmaterials zusammenhängt. Aus diesem Grund sind alle Gleise einzeln abschaltbar. Von Bellinzona steigt die Strecke und erreicht nach zwei 180 Grad Kehren Mesocco, dessen Gleisplan dem Original nachempfunden ist.

    Das war also die Ausgangsbasis für den Weiterbau. Sicherheitshalber wurden sämtliche Gebäude und Landschaftselemente entfernt.

    Als Erstes wurde der Unterbau für die recht breite mittlere Anlagenzunge erstellt. Als Längsträger dienen zu einem L verschraubte und verleimte Latten, welche in regelmässigen Abständen mit Querträgern verbunden sind. Zusätzlich ist dieser Mittelteil noch in der hinteren Wand verankert, was nach dem Montieren von Trasseebrettern genügend Stabilität erbringt. Die Höhe erlaubt gutes Arbeiten von unten ohne grosse Kriechübungen.

    Da wo die Strecke vorher (auch im Original) in Mesocco aufhörte, beginnt nun die Erweiterung der San Bernardino Bahn. Auf einem doppelspurigen einfachen Wendel wird die Höhe der Station San Bernardino erreicht. Der grosszügig bemessene Wendel erlaubt ebenso grosszügige Gleisradien. Dank zwei unterirdischen Bogenweichen entsteht eine Doppelspur, welche Zugkreuzungen und Übergaben von einer Station zur anderen erlaubt. Das System ist äusserst einfach: Beim jeweils linken Gleis befindet sich vor der nächsten Weiche ein stromloses Stück, wo die Lokomotive zum Stehen kommt. Von dort kann der Zug dann vom Bediener der nächsten Station abgerufen werden. Er muss dazu einzig die Weiche stellen und einen Druckschalter so lange drücken, bis der Zug die stromlose Stelle verlassen hat. Während Bellinzona und Mesocco gemeinsam betrieben werden, wird ab dem Wendel mit einem separaten Trafo gefahren. Zudem verfügt jede Station über ein separates Stellwerk.

    Der Bahnhof San Bernardino nimmt Gestalt an. Vorderhand handelt es sich um einen Kopfbahnhof, wobei die später weiterführende Strecke als Ausziehgleis zum Umfahren benützt wird.

    Nach einer relativ intensiven Arbeitswoche konnten die ersten Züge verkehren, wobei das Spielerlebnis trotz der systemmässig ziemlich einfachen Ausstattung recht gross ist.

    Vermutlich bei einem nächsten Besuch werden wir dann den Weiterbau anpacken. Nach dem Bahnhof San Bernardino ist wiederum ein unterirdischer Wendel mit Kreuzungsstelle vorgesehen, wodurch nochmals beträchtlich an Höhe gewonnen wird. Dies stellt gleichzeitig den Scheiteltunnel dar, bevor die Station Hinterrhein erreicht wird. Von dort wird es wieder abwärts gehen, bis schliesslich der Endbahnhof Thusis erreicht wird. Dieser letzte Streckenteil wird an der hinteren Wand entlang führen. Es liegt nun an mir, lange genug zu leben und fit zu bleiben....

    Mein Sohn kann sich in der Zwischenzeit dem Landschaftsbau annehmen, wobei er gegenwärtig an einem Modell des Castello di Mesocco arbeitet. Die ersten Bilder sind sehr vielversprechend, doch möchte ich mich hier nicht mit fremden Federn schmücken, hoffe aber, dass er diesen Blog bald mit eigenen Bildern und Berichten weiterführen wird.

    Beste Grüsse, Hansruedi