Beiträge von Retro-Train

    Nun also zu den (Fantasie-)Wagen. Alle Dekors wurden am Computer erstellt und mit dem Serviettentechnik Lack und Kleber aufgezogen. Pro Feingebäck-Zutat ein Wagen:

    Zucker (ex Lima Silowagen)

    Milch (aus Brauseröhrchen und Karogitter)

    Salz (ex Märklin Braunkohlestaub Silowagen)

    Eier

    Schokolade, der wohl am weitesten von der Realität entfernte Wagen:

    Dennoch fanden Überlegungen statt vor dem Bau. Schokolade muss flüssig/warm und in Bewegung transportiert werden. Deshalb der Technikanbau beim Thermo-Tankwagen mit Rührwerk. Vor der Abfahrt wird gerade noch Rührwerkgeschwindigkeit und die Temperatur eingestellt. Man beachte das schwarze Schild am Wagen.

    Mehl (aus 2x Lima zusammengesetzt). Ein Wagen, den es so einmal bei Kambly gab.

    Da Butter für Salz- und Süssgebäcke gebraucht wird hat dieser Kühlwagen zwei unterschiedliche Seiten.

    Wichtigstes Element im Zug die E63 02 Lokomotive, welche ich auf Anregung von Hermann nochmals in Kur genommen habe. Märklin-Beschritung und Logo, sowie Loknummer und Hersteller-Schild hat sie nun noch bekommen. An dieser Stelle nochmals Danke für die Anregung :thumbup:.

    Ich finde die von Dir Bruno vorgeschlagene Seite einen guten Allgemein-Rat. Aber er fragt ja nicht allgemein um den Wert der Märklin H0 Preise, sondern ganz konkret um ein von Dritten vergoldetes Märklin Krokodil 3015. Wahrscheinlich ist seine Lok gar nicht in dieser Datenbank enthalten? Der Wiederverkaufswert dieses Modells schwankt stark, zu stark.

    Ist mir schon klar Hermann, wegen der Lok-Museum Seite. Aber der 2. Rat bezieht sich ja genau auf einen ungefären Verkaufswert und richtig der schwankt stark. Will heissen: Man muss auch den Sammler finden, der sowas sucht.

    Galabau So oft taucht ein vergoldetes 3015 nicht auf, wie ich gesehen habe. Eisenbahnmodelle als Wertanlage ist aber (in den meisten Fällen) auch vorbei. Warum also willst Du den Wert Deines Modells wissen? Erfreue Dich doch einfach an dieser schönen Lok und danke für's zeigen ;).

    Hallo Dieter,

    diese Webseite gibt Dir für Märklin-Modelle schon mal Anhaltspunkte (aber mehr auch nicht). Wenn ich mal einen ungefären Wert ermitteln will gebe ich bei der Google-Suche den "Hersteller", "Loktyp" und "kaufen" ein und sehe dann z.B. auf Ricardo oder E-Bay (nebst den aktuell laufenden Angeboten) wann und wo das gewünschte den Besitzer gewechselt hat und zu welchen Preisen. Was wirklich bezahlt wurde ist Massgebend, nicht für wieviel etwas unverkauftes eingestellt wurde. Alles klar?

    Viel Erfolg ;).

    Danke Euch beiden für die Informationen.

    Der ganze "Kambly-Güter-Zug" hat sich bei der Premiere in dieser Zusammenstellung präsentiert und ich hatte beim Bau darauf geachtet, dass die Wagengattungen in etwa zum Inhalt passen. Die Besucher waren jedenfalls begeistert :thumbsup:. :hmm: Weiss allerdings nicht ob wegen meinem Zug, oder wegen den von Kambly gesponserten Müsterli :) ;). Auf alle Fälle waren die Kambly Brezeli (wortwörtlich) in aller Munde und das im "Kägi-Fret-Land" (der Ostschweiz) :D. Während der Premiere kam ich dann kaum zum fotografieren. Deshalb Bilder vor der Türöffnung.

    Zu den einzelnen Wagen komme ich noch, Fortsetzung folgt...

    Doch Märklin ist bekannt für seine schönen geprägten Lok- & Logo Schilder. Ich hätte (versucht), das Lüftergitter neben dem Kambly am Vorbau weiss zu lassen, dafür die Märklin Schilder schwarz darzustellen, anstatt weiss zu übermalen. Oder wenn es unbedingt SBB sein muss, mit einem SBB Schild zu überkleben. Wobei die Deutschen essen sicher auch gerne Kambly. Hoffentlich war es keine der sehr seltenen Variante mit dem Fehldruck "Märklin - 3000" ? Ich erkenne es etwas zu wenig, es scheint ganz leicht die "3002" durchzuschimmern?

    Salü Hermann,

    solche Überlegungen hatte ich auch angestellt und seit meinem SBB B 3/4 Dampflok Umbau (aus einer DB BR 24) weiss man, dass ich solches auch kann. Doch bevor die Lok giftgrün angemalt wurde, war sie entweder ordendlich bespielt oder tüchtig angeschliffen worden. Jedenfalls waren die Relief-Schriften nicht mehr schön und an einigen Stellen gar unleserlich. Zwar hat der Vorbesitzer noch versucht die Schriften wieder mit silber hervor zu heben, was aber angesichts der erwähnten Mängel misslungen war. Dies bewog mich dann zur Übermalung der Beschriftungen. Ob ich da mit dem Serviettentechnik Lack und Kleber noch etwas in diese Richtung mache ist eine Überlegung wert :thumbup:. Ich kann auch Entwarnung geben: Es war eine 3002 ;). Geländer und Treppen waren zum Zeitpunkt des Kaufes keine mehr an der Lok zu finden. Das provisorisch aufgesteckte Umlauf-Geländer auf dem Bild ist bereits meine angefertigte Kopie von demselben.

    Allerdings ist nur die unterste davon eine Re 465. Bei den beiden anderen Modellen handelt es sich um die Re 460 021 mit ihren zwei unterschiedlichen Kambly Werbungen.

    Danke Patrick für die Richtigstellung. Waren die drei Kambly-Loks auch in der Grosstraktion nicht dieselben Lok-Typen (also nicht alle drei Re 465) oder hat der Modellbahnhersteller die beiden 460er zu Kambly-Loks gemacht?

    Beim ertönen des Ausdruckes «KAMBLY-Zug» (ja der weisse mit den Feingebäcken drauf), da leuchten bei vielen Sammlern die Augen. Doch der Preis für die Modelle davon ist hoch und die EW lll-Wagen für meine Anlage zu lang. Und: Welche Re 465er Kambly-Lok sollte es denn sein? Es gibt ja mehrere Ausführungen...

    Das zufällig im Netz gefundene Bild des Mehlsilowagens mit drei Domen mit Kambly-Guetsli drauf, faszinierte mich so, dass es mich reizte einen Kambly-Güterzug zusammen zu stellen. Also mal im Netz schauen was es von Kambly gibt… Bei den dünn gesäten Güterwagen mit Kambly-Aufschrift, liegt die Preislatte meist höher.

    Mal direkt bei KAMBLY in Trubschachen anklopfen, wie überhaupt deren Güterwagen aussehen und ob es Bilder davon gibt. Mein Anliegen wurde in Trubschachen offensichtlich gleich zur Chefsache erklärt: Mein Brief wurde von Herrn Kambly persönlich beantwortet, dass sie heute leider gar keinen Bahn-Güterverkehr mehr hätten, da die Bahn die Vorgaben (Hygiene/Lagerung) nicht einhalten könne. Wenn ich aber trotzdem einen entsprechenden Zug bauen möchte (worüber sie sich sehr freuen würden), so würden Sie mich mit allen Sujets/Logos/Bilder, die ich brauche sehr gerne unterstützen. Soweit die Ausgangslage.

    Am Beginn eines Zuges steht meist eine Zug-Lok (wenn sie nicht gerade Schiebedienst leistet). In die Finger lief mir an einer Börse eine Märklin E 63...

    Nein keine so schöne, sondern SO:

    Mit der hatte ich Erbarmen und kaufte sie für einen Fünflieber. Aus diesem hässlichen Entlein wurde wieder ein stolzer Schwan... Aber halt Moment: Wieviele Brezeli zieren die Kambly-Loks? 2 bis 4, je nach Version. Meine künftige Kambly-Lok ist ja nur eine halbe Portion, also deshalb auch nur ein Kambly-Brezeli ;).

    Salü Zäme,

    Die Kambly-Brezeli aus Trubschachen sind glaube ich wortwörtlich "in aller Munde". Die Kambly Personenzüge dürften auch den meisten bekannt sein. Doch ich habe die Sache anders angegangen und einen originellen "Kambly-Güterzug" auf die Schienen gestellt, der nun bei meiner Fantasie-Züge Ausstellung im Pentorama in Amriswil am kommenden Wochenende (11./12. April) seine Premiere feriern darf. Mehr sei an dieser Stelle noch nicht verraten, sonst wäre es ja keine Premiere mehr...;)

    Ein retuschiertes Bild, denn noch ist der Zug geheim...

    Es wird eine Premiere mit Gaumenfreude, denn die Firma Kambly SA hatte mich nicht nur während dem Bau des Zuges unterstützt, sondern tut dies auch jetzt für die kommende Premiere.

    Ciao Bruno, ich habe den Link aus Neugier natürlich auch angeklickt, obschon ich wusste, dass es ein Aprilscherz ist (und ein umlackierter Märklin-Wagen nicht in mein Beuteschema passt). Wollte einfach sehen, ob und was passiert. Gut gemacht.😁

    Danke Roger für Dein Kompliment. Ich hatte das bewusst mit einem Link gemacht wo jeder, der ihn anklickt anonym bleibt. Es stand nicht im Vordergrund einfach reihenweise Leute zu linken, sondern in der heutigen Krisenzeit ein schmunzeln auf die Lippen zu zaubern. Ich hoffe, dass mir das gelungen war ;).

    Zum weiterschmunzeln, NPZ - Nichts passt zusammen:

    Ein Regelzug Bern-Biel 1995

    @Barni: Anbei noch ein Bild vom Vorbildwagen (nachdem er von der Sensetalbahn übernommen wurde).

    Auch dieser Zug der Mittelthurgaubahn ist ein schmunzeln wert... Oder der "Vorläufer"* des Voralpenexpress?

    Der "Südostbahnwagen" ist mein neustes Werk. Das Rost-Foto (vorher) erspare ich Euch ;).

    *Schrieb ich bewusst in Anführungszeichen, weil ich nicht weiss ob es solche gemischten Züge auch mit Leichtstahl-Wagen gegeben hatte. Wenn es jemand weiss bitte Info wenn möglich mit Bild. Von den EWl/EW ll weiss ich, dass es vor der Einheitsbemalung und Revvivo-Wagen des Voralpenexpress, gemischte Züge mit Wagen der 3 Bahngesellschaften (BT/SOB/SBB) gab.

    Ja, anfangs waren in den NPZ Prototyp Zügen solche Wagen eingereiht.

    @ lehcim, danke Du warst schneller. Bei SRF gibt es ein 10 vor 10 Video, wo ein solcher Zug vorbeifährt >Link< (Time-Range 5:24).

    Auch die ersten Revidierten RBe 4/4 verliessen die HW noch ohne Aussenschwenktüren.

    Ein Bild von einem RBe 4/4 mit Schlagtüren habe ich auch gefunden >Link<

    Wenn "das Inserat" erst heute publik wurde, aber der Wagen nur bis gestern zu bestellen war, dann wird der Mann damit nicht sehr reich werden.

    Lieber Hermann,

    ich habe in der Neuzeit keinen Kleinserien-Hersteller oft inserieren sehen. Seltenerweise mal in einer Fachzeitschrift. Das läuft heute meines Wissens weitgehend online oder via Ausstellung.

    Es dürfte das heutige Datum dabei eine massgebende Rolle spielen...

    ...Genau, denn heute ist der 1. April :D.

    Schade, es ist eine ausgezeichnete Idee :thumbsup:

    Danke für die Blumen :thumbup:, denn der Wagen existiert so tatsächlich. Aber nur als ein von mir gemachtes Einzelstück.

    So sah der Wagen vorher aus...Schnell noch einige Bilder vom fertigen Wagen, bevor es einigen schlecht wird...

    123 Klicks auf die (versteckte) "Marco Sandmeier Seite" zählte der Counter, kein schlechter April-Scherz ;).

    Salü Zäme,

    es kommt ja selten genug vor, dass ich etwas neu kaufe, aber da konnte ich jetzt nicht widerstehen: Ein 4066 Märklin-Wagen mit NPZ Lackierung! Auch der Papageienlook ist bereits angekündigt.

    Aber ganz von vorne: In der Nähe meines Wohnortes gibt es mit Marco Sandmeier einen Kleinserienhersteller, der neben Messing und 3D Druck Modellen, seit neustem auch noch alte Tinplate-Wagen auf Bestellung umlackiert. Bis gestern 31.3.2026 konnte man bestellen und es wird schon fleissig lackiert. Gestern durfte ich bereits mein Exemplar dieses Märklin 4066 NPZ in Empfang nehmen, da ich zu den Erstbestellern gehörte. Nicht ganz billig aber sehr schön, ich bin schlicht begeistert. Sauber verarbeitet mit Wagennummer als B-Wagen (2.Kl.). Als ich das Moba-Forum erwähnte, meinte er, dass er die Bestellfrist um einen Tag verlängern würde, damit auch die Tinplater unter den Forumisten noch einen 4066 NPZ bestellen können. Aber heute Abend ist dann definitiv Schluss.

    Hier geht es zu Marco Sandmeier's Webseite, wo man noch bis heute Abend den 4066 NPZ bestellen kann ;).

    Wie gesagt, wichtig ist einfach dass der Bügel etwas Luft gegenüber der Auflage hat. Vor der Kupplung Typ 4 verwendete Märklin seine mässig handliche Klauenkupplung in verschiedenen Varianten. Dann in den 1940-er fehlten einfach noch die Erfahrungswerte, wie eine H0 Bügelkupplung idealerweis ausgeführt sein sollte. So dass sich die Kupplung von selber einkuppeln liessen, aber nicht wegen kleinen Vibrationen und Gleisstössen oder bei Weichen ungewollt entkuppelte und oder die Lok ihren Zug verlor.

    Danke Hermann, da habe ich wieder etwas dazugelernt.

    Während es auch heute noch so ähnliche Märklin 2-Achser aus der Nr 4000-er Serie noch zu Tausenden gibt (er war ja auch gefühlt Ewig im Programm), ist die Blech-Version von Liliput um ca 1949-52 ziemlich selten zu finden und meist noch viel mehr bespielt, als dieses Exemplar.

    Ui, da hast Du aber ein schönes Juwel in Deiner Sammlung. Danke fürs zeigen.

    Bei mir sind alle Typ 4 Bügel-Kupplungen, egal welcher Hersteller +/- um 0,6mm herum. Und manchmal sowieso mehr oder weniger verbogen, was das korrekte Messen auch nicht einfacher macht. Nicht nur Liliput, auch in Tschechien und Ungarn und besonders in der Schweiz wurde die Kupplung Märklin Typ 4 nachgeahmt (oder von Märklin bezogen, oder über eine Lizenz nachgebaut)

    Es ist ganz einfach: Wenn ich eine Märklin Typ 4 Kupplung richten will brauche ich eine abgewinkelte Spitzzange und etwas Kraftaufwand. Bei meinem Liliputwagen reichten zwei Finger und nur ganz wenig Kraftaufwand und die verbogene Kupplung war wieder gerade gerichtet. Vergleiche doch auf meinem geposteten Bild oben die beiden Kupplungen und Du erkennst, dass die linke schwarze Liliput-Kupplung nur etwa halb soviel Material dran hat wie die rechte silberne Märklin-Kupplung. Am deutlichsten siehst Du es beim Kupplungsdorn. Kurz gesagt: Das ist besseres Halbkilodosenblech, was Liliput da bei meinem Wagen für die Kupplungen verwendet hatte.

    Beide Kupplungen egal ob Märklin oder Liliput, ich meine die helle vernickelte Märklin Kupplung Typ 4 von 1939 - 45, deren Liliput Nachahmung noch zu Beginn der 1950-er Jahre Anwendung fand, da bewegen sich beide Hersteller zwischen 0,5 und 0,6mm Materialdicke. :thumbup:

    Hallo Hermann,

    danke für Dein Lob bezüglich der Restauration. Ich schätze Deine Kompetenz bezüglich Modelleisenbahn-Rollmaterial sehr, aber was mein Wagen angeht, muss ich Dir wiedersprechen:

    Auf Deinem Bild der beiden gekuppelten Wagen sieht man, dass beim Kupplungshaken Deine Modelle etwa beide die gleiche Materialdicke haben. Soweit ist Deine Feststellung richtig. Doch der Kupplungsbügel ist auch bei Deinem Liliput-Wagen nur etwa halb so dick, wie jener von Märklin, was der Stabilität der Kupplung aber keinen Abbruch tut.

    Von meinem Wagen habe ich mal ein fast identisches Bild (mein Liliput Wagen und ein Märklinwagen mit vernickelter Kupplung) gemacht. Da sieht man den Unterschied der Materialdicke nicht nur beim Bügel, sondern auch beim Kupplungshaken deutlich. Das meinte ich mit "gespart". Mein Wagen wird vermutlich später produziert worden sein und wegen dem dünneren Material auch weniger aushalten als Dein Liliputwagen.

    Salü Zäme

    da der Aufwand mir überschaubar schien, entschloss ich mich den Wagen zu restaurieren. Anbei noch ein Bild vom Wagen im neuen Glanz.

    Die Kupplungen sehen zwar verdächtig nach Märklin aus. Doch es wurde gespart: Die Materialdicke ist wesentlich dünner, als jene von Märklin. Nur schon ein Auffahr-Crash würde vermutlich eine Liliput-Kupplung verbiegen.

    Ich wundere mich nur, hat damit der Vorbesitzer eine Batteriesäure angerührt? Entweder sind alle oder zumindest 2 Puffer so korrodiert, oder keine. Aber 1 Puffer alleine so stark korrodiert, das ist merkwürdig?

    Hallo Hermann,

    da sind wir schon zu zweit. Darüber hatte ich mich auch gewundert.

    Was verstehst Du unter einer "Kegelachse"? Ich sehe keine Achsen beim Liliput Wagen? Die alten Ursprünge der heutigen Modellbahn-Hersteller waren nicht sonderlich normiert, oder wenn schon nur Firmen-intern. Und gerade Liliput hat ganz zu Beginn seiner Karriere öfters mal die Art und Form seiner Achsen gewechselt.

    Die Achsen, welche drinn sind sehen so aus (Kegel bezieht sich auf die Achs-Endung/lagerung), aber Märklin drückte bei den Spur 00 Wagen mit gleicher Achslagerung (wie sie dieser Liliputwagen hat) bis in die 50er Jahre Stummelachsen rein. Deshalb dachte ich, dass es falsche Achsen wären.

    Salü Zäme,

    als Beifang bei einem "En-block-Kauf" waren die Teile dieses Liliput Hochbordwagens. Ob dem Logo auf der Unterseite war ich erstaunt, dass Liliput auch mal Blechunterteile kannte und begann im Internet zu forschen. Dieser Wagen, dessen Oberteil aus Bakelit ist, stammt vermutlich aus den 50er Jahren, also den Anfängen von Liliput-Austria. Die Kegelachsen sind mit Sicherheit falsch. vieleicht hat jemand ein Bild oder kann mir sagen was da für Achsen rein gehören. Frage in die Runde: Ist der Wagen Erhaltenswert (als Zeitzeuge nicht als Wertanlage) oder einfach nur Schrott wo eine Restauration reine Zeitverschwendung wäre?

    Amüsanterweise ist dasselbe Bakelit-Oberteil auch beim Buco-Güterwagen zu finden. Es war ja ein offenes Geheimnis, dass Buco und Liliput eine Zusammenarbeit hatten.

    Nachdem die Goldfarbe trocken war, kam die Herausforderung: Freihand (da abdecken dort nicht möglich war) alle nur angedeuteten Geläder in Silber und die Reifen über dem Langkessel, sowie diverse Stirnseiten (als Kontrast zum blau) in rot zu bemalen. Beim Viereck bei den Dampfzylindern war Abdeckband dagegen wieder sehr Hilfreich. Das Endresultat aus dem Schönheitssalon ist ein Unikat, welches am 11./12. April im Pentorama Amriswil an der Börse mit Fantasiezug-Ausstellung dem Publikum vorgestellt wird:

    Der kunterbunte Zug am Haken anlässlich vom "Roll-out" passt jedenfalls zur Dampflok ;).

    Nach dem trocknen der Farbe musste ich feststellen, dass meine Augen mir mal wieder einen Streich gespielt hatten, der unentdeckt geblieben war: Die Stirnseite des seitlichen Simses hatte teilweise leider auch noch blaue Farbe ab bekommen und das muss vor dem übernächsten Schritt noch korrigiert werden. Zuerst aber noch der nächste Schritt: Verzierung der Dome und Lampenränder mit Goldfarbe. Bei letzterem gibt es einen verblüffend einfachen Trick: Plexiglas-Lichtleiter herausnehmen. Einen oft schon gebrauchten Goldlackstift (dessen Goldfarbe nicht nur an der Spitze ist) von vorne in die leere Öffnung der Lampe einführen bis zum Anschlag. Einmal um die eigene Achse drehen und sorgfältig wieder zurückziehen. Trocknen lassen (Bild) und Lichtleiter wieder einführen - fertig.

    Bei den hinteren (Blind-)Lampen wurde diese Bemalung der Lampenränder dann zu einer herausforderung, sprich "Niferlibüez".