Beiträge von Retro-Train

    Ja so schwarze Zapfen haben die Kleinbahn Drehgestelle. Zumindest die älteren klassischen Wagen vor ca dem Jahre 2000. Aber die zerbröseln nicht, jedenfalls ich habe das noch nie erlebt.

    Salü zäme

    genau die Zapfen meinte ich. Ich bemerkte es erst, als der Wagen und das Drehgestell, wegen dem zerbröselten Zapfen und der Fliehkraft der Kurve getrennte Wege gingen (okay war auch ein wenig schnell unterwegs). Kleinbahn liess ausrichten, dass nur eine Charge (also nicht viele) davon betroffen waren und ich hatte genau einen solchen Wagen erwischt. Der Rest des Zuges war okay.


    Beim Einkleben war es vieleicht auch eine Frage, wer in der Fabrik gerade geklebt hatte bei der Herstellung. Dies musste ich feststellen, als ich zwei Kleinbahnwagen mit defekten Drehgestellen geschenkt bekam. Kleinbahn Drehgestelle hatte ich noch in der Bastelkiste, aber: Ein Zapfen kam trotz Klebstoff ganz gut raus, der andere beim zweiten Wagen schien für die Ewigkeit halten zu müssen...


    Bezüglich entgleisen: Ab jenem Zeitpunkt, als Kleinbahn andere Achsen aufgleiste (Kunststoff mir einem Metallreifen wie auf Barnis Bild), war das Entgeisen bei Märklingleisen eigentlich kein Thema mehr.

    Aus heutiger Sicht mag das grob wirken, aber es ist halt wie bei vielen Sachen so, was gestern hightec war, ist heute Standart und morgen bereits primitiv, grins

    Salü zäme,

    solche Sachen eignen sich heute als Ausgangsmaterial zum basteln und/oder zum verfeinern (aufwerten).

    Die Entgleisungsfreudigkeit war allerdings ein Problem, war aber meist auf die unpräzise Fertigung der Achsen zurückzuführen. mit passender Lehre und Schraubstock konnte das Radsatzinnenmass sauber eingestellt werde.

    Musste ich beim Pocher Gepäckwagen auch machen, wonach das Problem behoben war. Erst wollte ich andere Märklin-Stiftachsen einsetzen, musste aber feststellen, dass die Pocherstifte dünner und in kleinen Messing-Büchsen gelagert sind. Hatte mich erstaunt, da ich solches eigentlich nur von der Marke "Ruco" kenne.

    Schade ist dass Kleinbahn anstatt 1:87, ein kurioser Massstab wählte, aber sein Kunststoff von EMS bezogen, lässt recht dünnwandige Modelle zu und die halten zeitlos wenn der Besitzer Sorge trug.

    Womit allerdings die schwarzen Zapfen für die Drehgestelle hergestellt wurden ist ein anderes Papier: Sie zerbröselten bei mir und das Drehgestell fiel während der Fahrt raus :(. Zum Glück konnte ich über einen guten Freund gratis solche Zapfen beziehen. Von Kleinbahn wurde über ihn ausgerichtet, dass das Problem bekannt sei. Und Herrmann, Du darfst da schon etwas zur Geschichte schreiben. Deine Andeutung klang nämlich interessannt. Hat alles hier seinen Platz ;).

    Danke René und Barni. Ich hatte das Internet abgegrast bevor ich hier den Aufruf machte. Sowohl über das Vorbild wie auch das (Pocher-)Modell gibt es nur wenig informationen. Deshalb: Wer noch mehr Infos hat, bitte ich diese hier einzustellen oder zu schreiben.


    Anmerkung: Sachsenmodelle sind klar eine andere Liga und sehr schön ausgeführte Schlieren-Wagen, die mir sehr gefallen :thumbup:.

    Salü zäme,


    danke für Eure Informationen und Ausführungen. Dann wäre also (wenn ich Euch richtig verstanden habe) eine solche Zugbildung wie auf dem Bild möglich gewesen? Ae 6/6, Packwagen, Schlieren A, EW I B, und LS B. Allenfalls in früherer Zeit auch mit Stahlwagen schwerer Bauart kombiniert statt mit dem EW I.



    Bleibt noch die Frage zum damaligen Pocher-Sortiment, ob es da auch 2. Kl. Schlieren-Wagen gab. Und: wie sich der Packwagen öffnen lässt (ohne Trennscheibe ;):D). Vieleicht weiss da ein Sammler mehr?

    Sog. "artreine Zugskompositionen" gab's zu dieser Zeit eigentlich nur wenige. Vielfach bestanden (insb.) die Schnellzüge aus verschiedenen Wagentypen, z.B. EW I, LS, div. schwere Bauart usw.

    Hallo René,

    danke das hilft mir schon mal etwas weiter. Was käme als Zuglok in Frage? Krokodil, Ae 6/6 oder Re 4/4?

    Letztere gab's auch als Liegewagen (Bc4ü).

    Das waren aber nicht zufällig die (6er-Abteil-)Couchette-Wagen, oder verwechsle ich jetzt da was? 1983 reiste ich in einem solchen nach Florenz.

    Vor längerer Zeit bekam ich einen Packwagen Marke Pocher (Art. Nr. 212) als Geschenk. Nach Aufarbeitung stand er lange auf dem Abstellgleis, da er nirgends in einen Zug zu passen schien. Nun kam von anderer Seite noch ein Passagierwagen Bauart Schlieren erste Klasse von Pocher (Art. Nr. 208/2) als Geschenk hinzu. Nach dessen Aufarbeitung fängt die Sache doch langsam an interessannt zu werden :).



    "Pocher" schloss sich ja mit "Rivarossi" zusammen. Güterwagen von Pocher sind mir einige dutzend bekannt, aber über diese relativ grob gestalteten SBB Personenwagen (namentlich der Einstieg) der Marke aus Italien, weiss ich nur wenig bis gar nicht's. Deshalb brauche ich Eure Hilfe:



    Auf "Ricardo" sah ich bislang Pocher Schlieren Einzelwagen oder in Sets nur mit Wagen erster Klasse und ich habe nur diese eine Katalogseite gefunden:

    Gab es von Pocher auch noch Schlierenwagen zweiter Klasse?

    Wie waren damals überhaupt in der Grosstraktion die Züge mit Schlierenwagen zusammengestellt?

    Waren diese Schlierenwagen auch mit anderen Wagentypen (z.B. mit Leichtstahlwagen oder Wagen schwerer Stahlbauart) im selben Zug unterwegs?

    Mit welchen Wagen von welchen Herstellern in Spur H0 und mit welcher Lok an der Zugspitze, könnte ich das im Modell zu den bestehenden Pocherwagen ergänzen, ohne gleich den ganzen Geldbeutel zu leeren beim Kauf?


    Zu guter Letzt:

    Wie kann der Packwagen geöffnet werden (um ein fehlendes Festerglas wieder zu ergänzen). Im Gegensatz zum Personenwagen hat dieser unten nämlich keine Schrauben :S.

    Ist ja schon eine erstaunliche Leistung: Da hatte man bereits in den 60er Jahren einen Mehrstrom-Triebzug entwickelt und verschläft bei der Re460 den Trend Mehrstrom-Lokomotiven...

    ... demnach muss z.B. beim DZt der Farbton der Untergrundfarbe der Beschriftung (grün) mit dem Farbton des Kastens übereinstimmen. Hast du meines Erachtens getroffen - ich sehe keine Abweichung :thumbup:

    Das ist absolut richtig und danke für Dein Kompliment René. Bei der LOKOOP-Lok musste ich Abstriche machen: Weiss ist eben nicht = weiss :S. Du siehst das am Besten inerhalb der O-Buchstaben der LOKOOP-Schrift. Das habe ich mit dem Mischen (wo ich sonst ein gutes Händchen habe) einfach nicht hingekriegt :supersad:. Aber da diese weisse E-41 eh eine Fantasielok ist...:pardon:

    ...Ach ja, diese Info muss ich Euch auch noch geben: Der "Serviettentechnik-Lack und Kleber" ist nicht auf Lösungsmittelbasis sondern auf Wasserbasis. Was vermutlich die Erklärung dafür ist, dass der (Laser-)Druck nicht verwischt. Anbei noch ein Bild der Lokbeschriftung meiner B 3/4 die ich mit der Serviettentechnik angebracht habe. Eine günstige Möglichkeit wenn man nicht in Ätz-Schilder investieren möchte.


    Salü Barni,

    das ist ja der Vorteil der Servietten-Technik: Es ist Lack und Kleber in einem. Bezüglich verwischen habe ich noch nie Probleme gehabt. Es gibt Leute, die versiegeln das Ganze am Schluss noch mit einem Klarlack. Halte ich aber bei der Modelleisenbahn nicht für nötig. Es gibt den "Serviettentechnik Lack und Kleber" in Glanz und Matt. Mit letzterem arbeite ich.

    Was ich mich hingegen frage: auf was für Papier druckst Du dein Motiv jeweils? Wohl kaum auf eine Serviette?

    Könntest Du mal diese Technik modellbahnspezifisch genau beschreiben?

    Hallo Roger,

    nein, an einer Serviette würde sich der Drucker wohl verschlucken :D. Gerade für leicht vorstehende Fabrikations-Schilder (z.B SLM) eignet sich der "Serviettentechnik Lack und Kleber". Dieses System hat auch den Vorteil, dass ein Sujet nicht mühsam gezeichnet werden muss, sondern direkt eine Fotografie verwendet werden kann. Aber: Ganz so perfekt wie ein Decal wird es nicht, aber es braucht dafür viel weniger Zeit und keine Folie.



    Bei Wagen-, oder Lokdesigns/Schriftzügen wie hier bei der Lokoop-Lok oder beim DZt-Steuerwagen, muss das Sujet (grosszügig ausgeschnitten) vor deren Bemalung aufgezogen und die Ränder dann kurz herunter geschliffen/angeglichen werden. Dann mit der Farbe bis an die Schrift oder das Sujet heranmalen.


    Arbeitsschritte: Das Design wird am Computer entworfen oder ein Foto vergrössert/verkleinert und wenn möglich auf 40 gramm Papier mit einem Laserdrucker (Tintenstrahl würde beim Aufziehen verlaufen) ausgedruckt. Das normale 80 gr. Papier geht im Notfall auch. Bei Schildern empfielt es sich nach dem Ausschneiden die weissen Schnittränder mit einem (entsprechend dem Sujet) farbigen Filzstift einzufärben. Der entscheidende Moment ist das Aufziehen: Damit im Sujet keine dunklen Stellen (durch zu viel Lack) entstehen, muss der Lack dünn und gleichmässig verteilt sein, ehe man das Sujet drauf legt und nochmals eine dünne Schicht Lack drauf tupft. Dann ist ein kurzes ausrichten noch möglich. Einmal mit Gefühl den überschüssigen Lack mit dem Finger wegstreifen (das Sujet muss noch glänzen, darf aber nicht durch zuviel Lack unscharf erscheinen) und rund um das Sujet herum mit einem Haushaltpapier sauber wischen ohne das Sujet nochmals zu berühren - fertig und trocknen lassen. Das Papier wächst etwas durch das aufsaugen des Lacks, geht mit demselben aber eine Verbindung ein, die nach dem aushärten sogar wasserfest ist. Klingt kompliziert, ist aber eine kurze Sache.

    Salü Zäme,

    einige Märklinsachen (in desolatem Zustand) konnte ich gratis übernehmen. Eine ebenfalls in schlechtem Zustand befindliche RET 800 (Re 4/4 I) war auch darunter, deren Lokeinstiegsgeländer rostig waren und eines fehlte sogar. Okay, was nicht vorhanden ist kann auch nicht rosten :D. Die Seitenfenster fehlten ebenso, jemand hatte mal ein selfmade Berner Wappen aufgeleimt und die falschen Pantos machen die Lok ganz wertlos. Und: Ich habe ja schon zwei RET 800 1x grün (Original) und 1 x blau...



    Ab in die Sammelsurium Kiste? Ja, nein? Wenn nein, was also sollte aus der zweiten grünen Lok werden, um nicht zwei genau gleiche Loks im Fuhrpark zu haben...? Als mir sehr günstige Märklin TEE-Blechwagen mit Rostbefall auf den Dächern sowie kleineren Farbschäden in die Finger liefen, keimte die Idee das alles aufzumöbeln und damit den "TEE Bavaria" in Tinplate nachzubilden. Das wäre dann schon fast ein Beitrag für den Thread "Vorbildgerechte (kurze) Modellbahnkompositionen" wert, oder für "Klassische Kompositionen aus der Analogzeit" ;). Roger könnte den Zug ja durchaus so nachbilden.



    Aber die Lok auf TEE umlackieren? Dafür fehlte mir der Mut! Auf der Suche nach (Vor-)Bildern des "Bavaria" stiess ich im Internet bei der Grosstraktion auch auf eine grüne Re 4/4 I Lok mit TEE-Schild (die es so im Modell von LIMA und HAG auch gab). Nach dem Unfall des RAm-TEE Dieseltriebzuges bei Aitrang 1971, kamen eben diese lokbespannten Kurzzüge (in der Schweiz mit Re 4/4 I bespannt) zum Einsatz. In den ersten paar Monaten nach dem Unfall ausschliesslich mit deutschen Wagen, später ab Sommerfahrplan 1971 wurde ein RIC-SBB-Speisewagen (habe ich im Modell auch als Beispiel) eingereiht, welcher nochmals etwas später dann auch die TEE-Lackierung erhielt. Das war es! Also machte ich mich zu Werke. Reinigen, entrosten Farbe ausbessern und wo nötig (Dächer) eine Neubemalung. Die Technik der Lok erforderte eine Totalrevision. Aus Büroklammern (die sind günstig und glänzen auch) wurden Lokeistiegsgeländer. Aus Yoghurtbechern (Knickmüesli) entstanden die fehlenden Scheiben. Das TEE-Schild wurde am Computer entworfen und konnte mit dem "Serviettentechnik Lack und Kleber" aufgezogen werden. War 'ne schöne Niverlibüez mit Pinzette und entlockte so manchen Fluch, wenn die Augen nicht mitmachten :pinch:. Auf das Resultat jedoch bin ich stolz und die "falschen Pantos" stören mich nicht wirklich. Sie passen immer noch besser zum relativ groben Tinplatezeit-Modell als die "Vorbildgerechten" Sommerfeld-Pantos, die ich auch mal probehalber aufgesetzt hatte.



    Mir war's doch irgendwie, die Sprühkleber/Grasfaser-Methode sei mir schon früher mal über den Weg gelaufen :thumbup: .

    Das mit dem Farnmoos wurde an der "Suisse Toy" in den 90er Jahren an einem Stand so vorgeführt. Wobei das Moos in ein Wasser/Glyzerin Gemisch getaucht wurde, damit es die grüne Farbe nicht verliert.

    Womit Michi Bloch (SOBA) von der Realität eingeholt wurde (siehe "Umgemalte Loks"#693) ;). Erging mir mit meiner SBB B 3/4 damals auch so als Liliput diese ankündigte, kaum war mein Modell fertig...


    Und: HAG tut gut daran nochmals über die Bücher zu gehen, welche Stirn-Seite der Lok orange und welche rot ist (auf dem Phantombild ist dies vertauscht). Da es vorbildgetreu sein soll und diese Lok nur einen Panto hat kommt das schon darauf an ;). Zum vergleich ein reales Bild.

    Salü Zäme,

    @Oski, danke für die Information. Inzwischen habe ich erfahren, dass das SLM-Archiv bei SBB-Historic in Windisch untergebracht wurde (also gar nicht so weit weg von mir) und dort auch genutzt werden könnte.


    Bezüglich SLM-Lokomotiven-Buch habe ich bereits eine Rückmeldung aus meinem Freundeskreis erhalten, wo ich mir das Buch ausleihen kann.


    @Barni, über die SLM-Fahrzeuge in meinem Fuhrpark habe ich die Dokumentationen bereits. Es ging mir lediglich um die Frage, ob Dampfspeicherlokbau ein richtiger Geschäftszweig der SLM war oder ob es nur wenige Stücke gab.


    :thumbsup: Ein grosses Danke an Alle, die mir mit Hinweisen weitergeholfen haben :thumbup:.