Beiträge von TEE1055

    Ja, laut Railfaneurope.net gab es diese auch rot/weiss. Wäre eine weitere Variante.

    Nach der Modernisierung waren sie Blau/Weiss/Rot-gestreift, wie die Kioleidikas. Mittlerweile tragen alle die europäische Nahverkehrs-Einheitslackierung (Graffiti), wobei die Gosas m.w. nicht mehr im Einsatz sind.

    Kleine Bastelei zwischendurch: Die Buffetwagen von GOSA-Jugoslavien. Gibt es in 1:87 in Form der Liegewagen von ACME. OSE hatte neben den Liegewagen zwei Serien von Halb-Buffetwagen, mit unterschiedlichen Inneneinrichtungen.

    Nachdem ACME den Liegenwagen in einem Set mit TCDD- und JZ-Wagen angeboten hatte, gab es eine exklusive Produktion für E-Rail ohne aufgedruckte Wagennummer. Diese konnte mit einem Anreiber ergänzt werden. Später sicherte ich mir die letzten dieser Modelle. Netterweise wurden auch gleich die Interieurs als Resinteile angeboten. Dazu muss die originale Inneneinrichtung zersägt werden. Die Abteile lassen sich herausnehmen. Ich habe die Leitern entfernt und die mittlere Liege in Tagesstellung festgeklebt. Das ergibt zwar einen hässlichen Schlitz, sollte aber von aussen nicht allzu auffällig sein. Der Restaurationsteil wird mit den Resinteilen neu aufgebaut.



    Zwar ist keine Wagennummer vorhanden, aber die dreisprachige Liegewagenaufschrift muss trotzdem weg, daher die Kampfspuren ;)

    Das Anhebezeichen ist deshalb da, um den Farbunterschied zu meinen Anreibern festzustellen. Das verlangt nach Abklärungen.




    Die Vorbilder wurden ab 2003 noch aufwendig modernisiert und waren von innen und aussen kaum wiederzuerkennen. Nicht alle Wagen dürften in den Einsatz gelangt sein, einige stehen noch heute auf dem Hof von Hellenic Shipyards. Von der Wirtschaftskrise im dümmsten Moment erwischt, möchte man sagen.


    Roger, du liegst falsch: Diese Wagenserie darf nicht ignoriert werden. Die Märklin-Erzeugnisse dagegen schon.

    Ich kann mir den Fehlschlag nur folgendermassen erklären (kumulativ!): Einhaltung der Hausnormen bis 1950 + Extrem restriktives Budget + Fehlendes Qualitätsmanagement + Konstrukteur, der gscheiter etwas anderes machen sollte. An der Länge liegt es dabei gar nicht, denn die ist nämlich korrekt. Dass Märklin durchaus gute Reisezugswagenmodelle machen kann, haben sie mit den PBA-Wagen für den Französischen Markt bewiesen.

    Bis auf den Steuerwagen und den Gepäckwagen gab es alle anderen Wagentypen von Liliput.

    Es sind bereits zehn Jahre her, als ich mir den Gepäckwagen gekauft hatte: Am Märklin-Wagen stimmt sehr wenig, Fensterdimensionen, -positonen, Höhe der Schiebetüren, Türnischen etc. mussten aufwändig angepasst werden, ein weitgehender Neuaufbau. Würde ich mir heute nicht mehr antun.





    Zum Speisewagen: Auch Liliput hatte diesen mit Übersetzfenstern ausgeliefert. An deren Stelle hatte ich Fenster von Lima-EWI eingebaut, plus selbstgemachte Kiemenlüfter. Da dies noch in der Analogzeit war, mussten erstmal neue Fotos gemacht werden:


    Mal ganz abgesehen davon, dass bei den Leichtstahlwagen-Karrikaturen von Märklin schwer zu erkennen ist, was sie darstellen sollen: Ja, diese Speisewagen waren ürsprünglich grün. Der rote Anstrich wurde ab 1957 eingeführt. Wobei grundsätzlich Übersetzfenster und Grün nicht zusammenpassen, wird dies für die Serie Dr4ü 10115-10126 gemäss Literatur nicht ganz ausgeschlossen.

    Vermutlich das einzig Stimmige am obigen Modell ist die Beschriftung, die genau dem Ablieferungszustand entspricht.

    Auch die WR der schweren Stahlwagen von Roco gab es vorbildgerecht in Grün.

    Part 2: Das Bremserhaus.




    Am Sonntagmorgen zusammengezittert und nicht alle Teile montiert. Der rechte Handlauf am Bremserhaus fehlt, weil ein unvermurkstes Teil benötigt wird, um die definitive Konstruktion festzulegen.

    Wie unschwer zu erkennen ist, hat diese Serie andere Eisklappen mit ausswenkbarer Einfüllhilfe und abweichender Höhe der Bedienbühne. Durch den asymmetrisch verlängerten Wagen haben die Puffer grössere Teller. Ach ja, das Vorbild:



    Gerade ist bei mir das grosse Aufräumen angesagt und so habe ich mich entschieden, ein Diorama aus der Schulzeit zu entsorgen. Zuerst war ein Abschiedsbild fällig:



    Alufolienknitterfelsen, keinerlei Alterung, fragwürdige Strassengeometrie und die jahrzehntelange Lagerung in ungeheizten Estrichen hat auch nicht geholfen. Ist und war aber bis heute mein einziges Demonstrationsstück in offener Rahmenbauweise...

    Hoi Eric, genau die nehme ich auch. Die Räder müssen aber etwas breiter ausgestaltet werden, sofern möglich. Schlitz sägen und einkleben geht natürlich ebenfalls.

    Das Ganze ist schon eine ziemliche Fummelei. Ich empfehle dir, je eine Montagelehre für die Container- und Wagenseite anzufertigen. Der darin polrichtig eingeklebte Magnet hält den einzuklebenden Magnet fest, bis die Klebung genügend abgebunden hat. Dann kannst du die Lehre seitlich schiebend entfernen. Anders geht es fast nicht, die Magnete nicht zu verdrehen.

    Danke!

    Man kommt eigentlich nicht um verschiedene Techniken herum, es sei denn, der gesamte Wagen entsteht als Ätzkonstruktion.

    Hier ist mein Ziel, dass mehr als 2 Wagen ohne psychischen Schaden montiert werden können. Deshalb sind die meisten Befestigungen bereits fertig vorbereitet, nur die markierten Bohrungen für die kleinen Griffstangen aus Draht und der Verschluss der Eisklappen müssen noch ausgebohrt werden. Das Anstecken der Ätzteile geht schnell vonstatten, ausgenommen die Bühnen. Für deren obere Befestigung werde ich wohl noch Markierungen vorsehen. Die aktuelle Fummelei finde ich nicht genügend.

    Bei der Tür hätte man sich noch weiter mit angesetzten Details austoben können, bringt aber aus meiner Sicht zu wenig. Ein Thema sind immer die Zettelkasten. Die könnte man auch direkt "andrucken", dann fehlt aber die Nachbildung des Gitters. Die einteiligen, geätzten Exemplare der einschlägigen Hersteller gefallen auch nicht immer. Von Weinert gibt es die Variante für Masochisten, zweiteilig und mit vier Faltstellen pro Stück. Hier habe ich eine andere Variante ausprobiert: Zweiteilig zum zusammenkleben oder löten. Das untere Teil hat eine angeätzte Tasche, das obere Teil ist bis auf den Steg halb angeätzt und bildet das Gitter. Sieht gar nicht so schlecht aus.

    Deluxe ist eigentlich nur der Messingguss. Die Puffer könnte man auch aus Resin machen oder gedrehte Standartteile nehmen. Da ich für die Begleitwagen sowieso Puffer brauchte, habe ich diese mitgenommen.

    MYTHOSMODELS proudly presents the Psi Ena Project:



    Ach nö, den hatten wir ja schon ;)


    Aber da ist etwas anderes. Nachdem die Guss- und die Ätzfirma die Gnade hatten, mich zu beliefern, wären nun alle benötigten Teile für den Wagen vorliegend. Letztere gab fairerweise gar nicht erst einen Liefertermin an, Erstere überschritt ihn um das Dreifache. So what, pressiert ja nicht. Also ist es Zeit, ein erstes Montagemuster zusammenzupuzzeln. Nicht erschrecken, das Gehäuse ist nur grundiert und mit Filzstift angemalt. Es geht in erster Linie darum, Fehler zu finden. Gesucht - Gefunden:

    Mit der Befestigung der Beeisungs-Bühne stimmt etwas nicht, der Zwischensteg in der Falzkonstruktion ist zu kurz geraten. Auch lässt sich das Elektrorohr für die Zuleitung des Ventilators nicht so einfach hinter die Bühne quetschen. Und die Teile am Untergestell, zum Glück recht einfache, gingen gleich komplett vergessen. Ah, die Bilder überraschenderweise nicht:




    Aus einer Farbtabelle, die ich vor Jahren mal aus dem Internet kopiert habe:

    Hellrot (EW III) NCS 1585-Y80R

    Steingrau (EW III, erste EW IV)

    NCS 3005-G80Y, RAL 7030


    Selbstverständlich wie immer ohne Gewähr, Ihr Modell kann abweichen ;)

    Nun ist es an der Zeit, über eine weitere Schweizer Neuheit zu orakeln: Roco hat uns eine weitgehende Überarbeitung der EW II versprochen. Nun gibt es Bilder der an der Messe ausgestellten Modelle:


    https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?010,8828551


    Schwachpunkt der alten Modelle ist die Türpartie. Zuerst gab es die Griffstangen nur zum Aufkleben und später als Atombombensichere Ausführung mit hässlichen Zapfen am Wagen. Dies sieht jetzt nach zeitgemässer Ausführung aus. Die Türblätter sind auch geändert, die Fensterdichtungen neu nicht mehr am Kasten angespritzt.

    Die Fenstereinsätze scheinen neu zu sein und haben nun diesen hässlichen Versatz auf der Innenseite, ein Schwachpunkt vieler aktueller Konstruktionen.

    Sonst sehe ich auf den Bildern nicht wirklich viel Neues. Der komische Knick unten am Wagenkasten und das angegossene Trittbrett am Gepäckwagen sind immer noch da.

    Von einem geschätzten Forumisten erhielt ich eine Anfrage, wo denn diese "Plunger Pickups" zu beziehen sind. Nach einer Internetrecherche stiess ich auf den Anbieter "Wizard Models" (Link: www.wizardmodels.ltd.) Hier gibt es das Produkt von Alan Gibson, welches für H0 geeignet ist. Neckisch finde ich die Bezeichnung 4mm-Scale für H0/00 und 7mm-Scale für Spur 0. Die Isolierhülsen haben einen Einbaudurchmesser von 2,5mm.

    Man darf sich nicht von den angedrohten Versandkosten von 21 Pounds abschrecken, verrechnet wird am Schluss wesentlich weniger.





    Klar für Spur 0 sind dagegen die Pickups von Slaters, oben abgebildet. Diese gibt es in verschiedenen Hobbyshops.

    Zu den geerbten lustigen Basteleien gehört auch ein Traktor Te I in Spur 0. Das Modell ist vermutlich aus der Produktion von Frisa. Vor Jahren schon liess mich in Oftringen ein netter Börsenhändler sein Exemplar fotografieren. Um den Bau etwas interessanter zu gestalten, befinden sich in der Schachtel auch zahlreiche fremde Teile.



    Das wäre mit überschaubarem Aufwand fertigzustellen, doch stellten sich ein paar Problemchen. Das eine ist, dass bei dieser Création à l`ancienne das Gehäuse nicht potentialfrei ist. Ich habe zwei verschiedene Radtypen, eines ist komplett aus Stahl(Guss), das andere hat einen Kunststoffradkern. Von den isolierten Rädern habe ich leider nicht genug intakte Exemplare, zudem sind die Achswellen schon auf den Stahlrädern aufgezogen. Ich werde das Problem mit einer isolierten Montage des Untergestells lösen.

    Das Andere ist die Stromaufnahme, die mir zunächst nicht ganz klar war. Gemäss den Fotos hat Frisa hier hässliche aussenliegende Kontaktbleche vorgesehen. In Spur Null sind bereits seit langem gefederte Kontaktstifte üblich, welche hinter dem Rad eingebaut werden. Gibts übrigens auch für 1:87 ;)

    Die Dinger sind aber gar nicht so einfach aufzutreiben. In England wurde ich schlussendlich fündig:



    Ein Modell aus dieser Serie ist das Basismodell. Wo nötig habe ich das Modell neu lackiert, der Anschriftenblock ist neu, der Erstklassstreifen an der Türe unterbrochen, die Griffstangen und Tritte sind Eigenentwicklungen.

    Massstäbliche EW IV mit metallfarbigen Fensterrahmen gab es meines Wissens nicht von Roco.

    Selten kommt es vor, dass ich ein Modell zusätzlich produziere, meistens wegen überzähligen Beschriftungen. Somit stehen zum Verkauf:


    EW IV A im Ursprungszustand, Basis Roco 1:87, teilweise neu lackiert und beschriftet, mit Rangiertritten und Griffstangen als Ätzteile, Aluminiumfarbig abgesetzte Fensterrahmen, Gesamtauflage 2 Stück, Verkaufspreis CHF 240




    Schotterwagen Talbot der EBT, Basis Liliput, teilweise neu lackiert und beschriftet, Auflage mit dieser Nummer insgesamt 3 Stück, Verkaufpreis CHF 160.



    Roger, noch ein Nachtrag: Sage niemals nie, äh sage nie niemals :)


    Noch etwas Neues, die pa-Tragwagen mit Farbe. Die Holzbodenimitationen sind nur aufgelegt, geklebt wird nach dem Beschriften. Nun ab ins Zwischenlager.



    Der Holzboden im Original:



    Roger, das geht so: Fahrwerk mit Stoppuhr auf den Boden stellen, Hand darauf, ein Finger auf einen Kurbelzapfen. Dann Stoppuhr laufenlassen, mit der gewünschten Geschwindigkeit während 10 oder 20 Sekunden zählen, wie viel mal der Kurbelzapfen den Finger berührt. Danach diese Zahl auf 60 sek hochskalieren und die Untersetzung des Schneckentriebs berücksichtigen—fertig!

    Seriöser wäre natürlich die Berechnung mittels Radumfang, aber hier ging es darum, die subjektiv stimmigste Geschwindigkeit zu finden.

    Nachdem sich herausgestellt hat, dass der Escap-Motor für die E 3/3 zu schwach ist, machte ich mich auf die Suche nach einem passenden Getriebemotor. Die Drehzahl ermittelte ich, indem das Fahrwerk mit der gewünschten Geschwindigkeit über den Boden geschoben wurde, während mit dem Finger die Radumdrehungen gezählt wurden (mit Stoppuhr). Nach Berücksichtigung der Übersetzung muss der Motor eine Abgangsdrehzahl von ca. 500-600 u/min haben. Gar nicht einfach, so etwas aufzutreiben, wenn man nicht Palettweise davon braucht.

    Direkt in China habe ich einen passenden Motor mit Abgangsdrehzahl von 400u/min gefunden, für 8 Dollars. Das Ritzel musste nochmals umkonstruiert werden. Nun aber passt es, auch die Fahrgeschwindigkeit finde ich ausreichend, Kraft hat der Antrieb auch. An der Lok muss nichts geändert werden, das Getriebe passt genau in die vorhandene Aussparung und ins Führerhaus.





    Für ein Messingritzel kommt nun wieder Shapeways zum Zug, wobei die Versandkosten (30 Dollar) und die Preise allgemein mittlerweile ziemlich prohibitiv wirken.