Beiträge von TEE1055

    Roger, das geht so: Fahrwerk mit Stoppuhr auf den Boden stellen, Hand darauf, ein Finger auf einen Kurbelzapfen. Dann Stoppuhr laufenlassen, mit der gewünschten Geschwindigkeit während 10 oder 20 Sekunden zählen, wie viel mal der Kurbelzapfen den Finger berührt. Danach diese Zahl auf 60 sek hochskalieren und die Untersetzung des Schneckentriebs berücksichtigen—fertig!

    Seriöser wäre natürlich die Berechnung mittels Radumfang, aber hier ging es darum, die subjektiv stimmigste Geschwindigkeit zu finden.

    Nachdem sich herausgestellt hat, dass der Escap-Motor für die E 3/3 zu schwach ist, machte ich mich auf die Suche nach einem passenden Getriebemotor. Die Drehzahl ermittelte ich, indem das Fahrwerk mit der gewünschten Geschwindigkeit über den Boden geschoben wurde, während mit dem Finger die Radumdrehungen gezählt wurden (mit Stoppuhr). Nach Berücksichtigung der Übersetzung muss der Motor eine Abgangsdrehzahl von ca. 500-600 u/min haben. Gar nicht einfach, so etwas aufzutreiben, wenn man nicht Palettweise davon braucht.

    Direkt in China habe ich einen passenden Motor mit Abgangsdrehzahl von 400u/min gefunden, für 8 Dollars. Das Ritzel musste nochmals umkonstruiert werden. Nun aber passt es, auch die Fahrgeschwindigkeit finde ich ausreichend, Kraft hat der Antrieb auch. An der Lok muss nichts geändert werden, das Getriebe passt genau in die vorhandene Aussparung und ins Führerhaus.





    Für ein Messingritzel kommt nun wieder Shapeways zum Zug, wobei die Versandkosten (30 Dollar) und die Preise allgemein mittlerweile ziemlich prohibitiv wirken.

    Tinu, ich finde die mit Einsteigermaterial erzeugten Lackierungen sehr gelungen. Mir gefallen die akkuraten farblichen Absetzungen. Auch sind die ultradicken Kibri-Aufkeber (keine Decals) kaum zu sehen.

    Ich würde empfehlen, besseres Equipment zuzulegen, wenn nötig stehe ich dir mit Rat und Tat zur Seite.

    Warum bist du denn beim BFS abgemeldet?

    Ich klebe das mal hier an: Nun habe ich in der Sammlung das erste Opfer, erst noch aus dem Märklin-Konzern, deren Produkte nur einen ganz kleinen Anteil haben.

    Irgendwas hat mich gestern Abend geritten, vor dem Zubettgehen wieder mal das Trix-Seetalkrokodil auf Schäden zu untersuchen. Siehe da, ein Drehgestell war blockiert und verformt, das andere noch heil. Beim berüchtigten Mittelrahmen trifft dies ebenfalls zu. Somit wurde das Modell sogleich zerlegt, während die nähere Umgebung mit nicht ganz druckreifen akustischen Signalen eingedeckt wurde.

    Das Modell stammt aus der ersten Auflage, produziert von Sandakan.






    Während sich Märklin bei der "Kulanzaktion" der betroffenen Mittelteile nicht so kulant verhalten hat, sind diese bei den aktuellen Ersatzteillisten auch nicht aufgeführt. Hier ist ein Italiener in die Bresche gesprungen. Die kompletten Getriebegehäuse dagegen sind schon aufgeführt, allerdings, wie könnte es anders sein, aktuell nicht lieferbar. Somit geht die Suche los.


    Als nächstes könnte ich mir die berüchtigten QJ von Bachmann-China ansehen. Das wäre etwas für heute Abend :evil:

    So, auch die beiden pa-Tragwagen und ihre Ladung haben über die Festtage Fortschritte erfahren. Die Flüssig-Behälter haben Magnete und die Griffe aus Draht erhalten, die Kastenbehälter wurden fertig in Silber-Metallic lackiert.

    Die Wagen erhielten die fehlenden Teile, wobei weitgehend auf das Brawa-Sortiment zurückgegriffen werden konnte (z.B. andere Puffer). Die Partie um das Bremserhaus verlangte nach neuen Geländern, da die DB-Verwandten dieser Wagen keine dieser gedeckten Unterstände hatten. Trotz knapper Platzverhältnisse fand sich eine Lösung:





    Ebenfalls sichtbar sind die Holzabdeckungen, welche im Endzustand die unpassende Rahmenkostruktion des DB-Basismodells verdecken. Als nächster Schritt steht die Lackierung der Wagen an.


    Wer vergleichen möchte, das einzige mir bekannte Foto eines Wagens mit (noch) vorhandenem Bremserhaus:

    (Linker Bildrand beachten 8))


    http://balkanmodels.biz/forum/download/file.php?id=8343

    Jetzt ist wieder etwas Zeit für Anderes, da Lieferung der benötigten Guss- und Ätzteile aufgrund der blendenden Konjunktur im grossen Kanton verzögert wird.


    Da Witze über Maschinenbauer gerade en vogue sind, hier ein weiterer Blödsinn aus meiner Hand:



    Unter Ausnützung aktueller Rapid-Prototyping-Methoden wurde versucht, das fehlende Ritzel für die E 3/3 in Spur 0 zu erzeugen. In einer Gerümpelkiste fand ich ein Schächtelchen mit Escap-Motoren aus dem letzten Jahrtausend. Flugs einen Adapter dafür konstruiert. Das mit dem Ritzel war schon schwerer. Besonders der Versuch ganz links ist ausgesprochen dämlich für jemanden, der mal Mechaniker gelernt hat :facepalm:

    Die Evolution wurde dennoch fortgesetzt und endete bei einer achtgängigen Schnecke. Die Resin-Zahnräder halten mit Silikonfett erstaunlich lange, auch wenn die Späne nur so fliegen. Der Motor ist zu schwach und zu schnell, dennoch setzt er das Fahrwerk problemlos in Bewegung.

    Nächstes Problem: einen passenden Getriebemotor finden. Zuerst musste noch die passende Drehzahl ermittelt werden. Ach, ist das lange her. Nun sind drei Testteile unterwegs zu mir. Wenn es funktioniert, werde ich ein Messing-Schneckenrad bestellen.


    Beim Kühlwagen erstellte ich mit dem weissen, nicht mehr ganz aktuellen Testteil ein Beschriftungsmuster. Ganz einfach mit Büropapier, Weissleim und Filzstift. Hilft aber ungemein beim Finden von Fehlern. Diese fiesen Strichdickendifferenzen sind dem PDF-Viewer geschuldet, bei der grafischen Weiterverarbeitung tritt der Effekt nicht auf.


    Wenn wir schon bei den schönen Französinnen sind, habe ich hier eine optisch nicht herausragende, dafür aber umso robustere Vertreterin. Und sie hat eine grosse und langlebige Familie, diese BB 63116. In 1:87 ist die etwas leistungsstärkere Serie BB 63400 seit Jahrzehnten als Roco- und Piko-Modell bekannt.

    Die Vorbilder wurden ab 1953 in vielen hundert Exemplaren hergestellt und sind über den halben Globus verstreut. Nicht wenige sind heute noch im Einsatz. Leider aber gibt es keine zeitgemässen Modelle in 1:87, ausgenommen die erste Serie BB 63000. Hier liefert R37 ausschliesslich für DC zahlreiche Varianten.

    Seit wann es die Roco-Lok gibt, habe ich auf die Schnelle nicht herausgefunden, vermutlich seit den Achzigerjahren.


    Die nachfolgenden Bilder illustrieren den Fortschritt, der sich seit damals eingestellt hat.

    Roco (in Form der SBB-Lok) vs. R37. Abweichungen bei den Fenstern o.Ä. sind den unterschiedlichen Vorbild-Bauserien geschuldet.





    Wenn schon aufräumen, dann richtig:


    Biete erstklassig erhaltene CIWL-Wagen von Rivarossi. Ungebraucht in der Originalverpackung. Mir ist bewusst, dass diese Zeiten vorbei sind, aber die Modelle kosteten vor 25 Jahren über 100 Franken das Stück. Vielleicht interessiert es einen Sammler Italienischer Modellbahnen ;)


    Preis pro Stück CHF 30, Artikel 3510 CHF 20 wegen einem Replika-Dachlüfter.









    Alle Modelle sind soweit sauber zugerüstet, ungebraucht in der Originalverpackung. Preis je Stück CHF 15.

    Beim Doppelstockwagen fehlen an einem Drehgestell beide Trittbretter, Preis für diesen Wagen CHF 5


    5x SNCF UIC-Wagen von Roco. Die Vorbilder kamen jahrzehntelang auch in die Schweiz.

    1x Sachsenmodelle B-Wagen für DPZ

    3x SBB UIC X von Liliput 2xB, 1xA

    1x DB Avmz 207








    Roman, dieser hässliche italienische Prototyp kommt selbstverständlich nicht an diesen hier heran ;)

    Ein besonderer Erfolg war das Ding auch nicht, es verkehrt heute als Wagen in der mauretanischen Wüste. Der Sand hat ihm wohl den Rest gegeben.

    Heute konnte ich ein lange ersehntes Modell in Empfang nehmen: Den Autorail Panoramique von Mistral Train Models.


    Zum Vorbild: Der damalige Direktor des SNCF-Paralellums zum ZfW liess sich in den USA von den Dome-Cars zu diesem Dieseltriebwagen inspirieren. Die Bestellung über zehn Autorails mit dem grandiosen Design von Paul Arzens wurde 1956 bei Renault platziert. Beim Bau wurde wurde verstärktes Polyester eingesetzt. Die Aussichtskanzel besteht daraus und wiegt insgesamt nur 780kg. Dazu kommt noch Glas mit einer Tonne Masse. Diese Triebwagen verkehrten alleine, mit anderen Autorails oder mit Triebwagen-Anhängern (Remorques unifiées oder deren Nachfolgern). Hauptsächlich im Süden Frankreichs eingesetzt, endete der reguläre Einsatz dieser Fahrzeuge 1985. Immerhin ist fast die Hälfte der Flotte erhalten geblieben. Eines davon hat den Statut als nationales "Momument Historique", wovon wir in der Schweiz als industriekulturelles Entwicklungsland leider nur träumen können.


    Die Modelle gibt es schon seit einigen Jahren, sie sind aber für eine Grosserienproduktion eher im gehobenen Preissegment zu finden. Die erste Auflage habe ich verpasst, danach wurden die Teile bei den Händlern erst recht richtig teuer (bis 800 EUR das Stück). Nun hat aber mein bevorzugter Händler in Frankreich seine Wiederauflage rabattiert, womit das Modell in für solche Konstruktionen üblichen Preisrahmen angekommen ist. Somit habe ich zugeschlagen:







    Man erkennt das separate Aussichtsabteil neben dem Führerstand. Das Modell ist so wie es aus der Schachtel kommt. Puffer sind selbstverständlich im Zurüstbeutel vorhanden.

    Stimmt, ich habe den Schutzwagen für eine komplette Eigenproduktion gehalten. Daher geht ein Teil der Blumen an Kleinspoor. Der Wagen ist aber trotzdem gut gemacht.

    Kleinspoor hat ein interessantes Angebot für Baumaschinenfreunde zu fairen Preisen wie ich finde.

    Dieser What-if-Schutzwagen zur MFS ist etwas vom Besten was ich in diesem Genere bis jetzt gesehen habe. Handwerklich gibts es absolut nichts auszusetzen, weit über Durchschnitt! Darf ich fragen wo du deine Ätzteile erstellst?


    Noch etwas Potential gibt es bei der Lokomotive: Wie zum Geier soll der Lokführer Durchsicht haben, wenn der Lackierer einfach den Mattlack auf die Scheiben schmiert? ;)

    Wenn die Teile aus dem Drucker kommen sind sie recht zäh. Manchmal härten sie noch etwas nach. Wenn etwas kaputt geht, dann meistens beim Entfernen der Stützer. Die Stabilität ist im Durchnitt ähnlich wie bei Polystyrol-Spritzlingen.

    Je nach dem schleife ich die Oberflächen noch etwas an, es kann aber auch direkt mit Tamyia-Grundierung überzogen werden. Bislang hatte ich keine Probleme.

    Beim GTW habe ich nun die finalen 3D-Druckteile vorliegen. Die Dächer der Endwagen werden von der Mitte her eingeschoben und nach dem Lackieren festgeklebt. Das scheinbar zu kurze Dach auf Seite Mittelteil ist vorbildgerecht. Die Klimaanlagen, die vier Bremswiderstände und der Kühlerventilator erhalten noch Abdeckungen in Form von Ätzteilen. Diese sind bestellt, wird aber noch eine Weile dauern.

    Weil Lackieren erst Sinn macht, wenn beide GTW fertig sind, kommen hier die letzten Vergleichsbilder zwischen dem Basismodell und dem Umbau.






    Nach meinem Wissenstand wurden die Modelle leider so ausgeliefert. Ein schwerer Fehler bei den "schweren" Pendelzügen. Sorry, der musste sein :facepalm:


    Mit der Einführung der EW III kamen die umbragrauen Dächer, weil ab da die Reisezugswagen systematisch gewaschen wurden. Zuvor war dies nur ausnahmsweise der Fall, z.B, bei den TEE. Beim BDt mit Baujahr ab 1976 ist ist das hellsilberne Dach klar falsch, beim RBe theoretisch auch, weil zwischen Einführung der dunklen Dachfarbe und dem neuen Logo zehn Jahre vergingen.

    Am besten wäre die Darstellung eines ausgelutschten umbragrauen Daches mit dem Metallglitter-Aspekt gewesen, wie es Lima bereits vor Jahrzehnten perfekt realisiert hat.

    Heute fiel mir ein pa-Contanier in die Hände, welcher vor über einer Woche im Reinigungsbad vergessen ging. Nach der langen Badedauer ist das Resin ungewöhnlich weich, es sieht so aus, als hätte die Stützstruktur das Gehäuse gesprengt.



    Ziemlich freakig, nicht? ;)