Beiträge von TEE1055

    Erwin hat eine interessante Frage aufgeworfen: Kann man Feinmotorik lernen oder muss diese bereits bei der Geburt an Bord sein?


    Ich weiss die Antwort nicht, sonst würde ich diese hier hinschreiben ;) Geduld gehört aber sicher zu den angeborenen Eigenschaften. Von Letzterer war eine gute Portion bei dem nun fertigen Projekt nötig. Die Vorgeschichte wurde hier bereits niedergeschrieben: MAN DMU

    Eigentlich ging es nur noch darum, das Modell mit einer Beleuchtung (12 LED) auszurüsten sowie fertig zu montieren. Wie üblich passt aber längst nicht alles auf Anhieb, was umfangreiche Nacharbeiten nötig machte. Im Modell, wie auch im Original, sind beide Wagenteile unabhängige "Triebköpfe" mit je einem eigenen Decoder. Es gab auf Drehscheibe Online mal ein Foto, auf dem ein solcher Halbtriebwagen von einer DB- V100 über die schiefe Ebene gebremst bzw. geschoben wurde.

    Für den oberen Hauptscheinwerfer habe ich eine Lampenkonsole mittels 3D-Druck erstellt. Die zwei LED wurden auf einen eigenen Funktionsausgang gelegt, da dieser normalerweise erst bei einer Fahrt auf die Strecke eingeschaltet wird. Als Decoder-Laie bleibt nun noch die Herausforderung der Programmierung, damit dieser Ausgang nur aktiv sein kann, wenn auch die unteren Scheinwerfer leuchten. Auch dürften wohl die Motorparameter noch etwas optimiert werden, das Tenshodo-Dingens hat keine überragende Laufkultur. Nun denn, kommen wir zu den Bildern. Mit den neuen Bodengruppen und den Drehgestellblenden entsteht doch eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Vorbild.






    Das mit der Bestellung wird schwierig. Wer es aber nachmachen will, nur zu! Ich habe noch einen Teilesatz (sogar mit Decal-Beschriftungssatz). Ein Kollege hat zuvor schon zugegriffen.

    Es freut mich dass euch das Modell gefällt. Es ist aber nicht so schwer zu bauen, wenn es mal konstruiert ist. Handwerkliche Feinarbeit ist durchaus ausreichend.

    Der Begriff "Langeweile" bezieht sich darauf, dass dieses Projekt eigentlich nur ein Lückenbüsser in der Reserve war, falls wider erwarten Lücken im Konstruktionsfluss auftreten sollten. Nun, als ich mich im Februar des Jahres 2020 in Winterthur einfand, um einen genauen Detail-Scope zu machen, konnten in Westeuropa nur wenige absehen, was in den nächsten Monaten passieren wird. Dadurch fiel nicht nur mein Ausflug in den Süden ins Virus, äh Wasser, sondern auch die zwei geplanten, bis heute unrealisierten Modelle.


    Bonus in einem realistischeren Umfeld mit dem passenden Schutzwagen:



    Hier im Forum wurde letzthin nach produktivem Output gefragt. Hier ist etwas in der Art, aber noch nicht ganz fertig, weil die schwarzen Beschriftungen irgendwann später gemacht werden. Voilà, der Bendini-Kran, Corona-Langeweile-Projekt #1



    Zusammenfassung: 3D-Druckkonstruktion in 1:87 mit Ätzteilen. Die Puffer stammen von Roco, NEM-Schächte von Lima und die Radsätze von Luck. Die Konstruktion bietet die Möglichkeit, den Ausleger gegen andere Teile mit unterschiedlicher Stellung auszutauschen. Das Ding ist ein rechtes Leichtgewicht, viele Möglichkeiten zur Ballastierung gibt es leider nicht.




    Besonders die Kabine verursachte sehr viel Gefummel auf engem Raum. Auch kam mein Resin in Zusammenhang mit den kraftschlüssig eingesetzten Fenstern doch an seine Grenzen, was diverse Reparaturen erforderte. Die Inneneinrichtung ist gut zu erkennen.

    Das Dachfenster, im Vorbild aufklappbar, weist einen Scheibenwischer auf. Bei der Farbgebung und den Details habe ich mich an dem (nummernmässig unbekannten) Exemplar orientiert, welches wir 2001 in der Rekrutenschule eingesetzt haben.


    Das sind Wagen ex. SBB, davon wurden einige an Privatbahnen abgegeben, weitere Verkäufe scheiterten wohl an asbesthaltiger Farbe. Bei SBB I selber sind keine dieser Wagen mehr im Einsatz.

    Was die CJ mit Wagen auf Rollschemeln gemacht hat, dürfte hier zutreffen: Die Wagen sind Ladung und keine Schienenfahrzeuge (mehr), so braucht es auch keine Anschriften. Daher müssen die Schmierkiddiespuren auch nicht mit schalem Pinselstrich überdeckt werden, wie es die SBB eine zeitlang gemacht hat.

    Danke! Ich sehe, das sind eigentlich die AVAG-Container mit ein paar Anpassungen. Neuere Generationen müssten Längsverstärkungen auf dem Dach haben.

    Die erste Generation KEBAG hatte auch Anschrägungen, sahen aber anders aus und die Stopferplatte lag tiefer. Irgendwann vor dem Jahr 2000 mussten da die Umladestationen umgebaut worden sein. Schön zu erkennen in diesem älteren Beitrag von Werner Hardmeier:

    https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?17,8038328


    Fazit: Eine Modellnachbildung der KEBAG-Varianten wäre noch offen :D

    Danke, das ist aber interessant. Dann gäbe es zumindest im Ansatz beide Containerbauformen. Ist bei beiden auf der Seite, wo die Welle ist, bzw. sein sollte oder könnte, die Seitenwand gegen oben etwas eingezogen?

    Wenn es nicht zuviel Aufwand macht, wäre ich für eine handvoll Bilder dankbar, auch vom zweiachsigen Wagen. Ziel wäre herauszufinden, ob es sich ggf. eine Eigenkonstruktion lohnt, auch weil ich den Ursprungs-Lbs bereits in petto habe und mit den Containern habe ich in der Lehre gearbeitet, deshalb die schrägen Detailfragen.

    Um den Fadensalat klein zu halten, kommt hier ausnahmsweise eine Frage: Friho hat kürzlich die zweiachsigen Wagen der EBT mit den KEBAG-Abfallcontainer ausgeliefert. Der Wagen selbst basiert wohl auf dem früher hergestellten Lbs, der Container scheint der gleiche wie bei der AVAG-Variante zu sein, dh. mit beweglicher Seitenwand und der zugehörigen Welle auf dem Dach. Zumindest sieht es auf dem einzigen verfügbaren Standardbild so aus. Wenn dem so ist, wäre das ärgerlich, denn diesen „Firlefanz“ gab und gibt es bei der KEBAG nicht.

    Hat jemand ein solches Modell und könnte mir ein paar Bilder machen?

    Lasst die Detailorgie beginnen! Das gelingt nur mit den Ätzteilen, die nun endlich da sind. Da bietet sich der finale Test des Montagewagens an:



    Passt insgesamt recht gut, nur ein paar kleine Änderungen sind nötig. Leider hat der PDF-Generator wieder ein paar ärgerliche Konturdefinitionen in den Ätzfilm geschmuggelt. Diesmal habe ich aber die Ursache herausgefunden.



    Da sind zwei unterschiedliche Ausführungen der Fenster. Ich werde wohl die hintere nehmen. Das Modell besteht aktuell nur aus aufeinandergestapelten Prototypteilen.

    Die nächsten Schritte sind ändern, warten und mit etwas anderem weitermachen.


    Eigentlich ein schon älteres Projekt auf der Basis des ersten komplett selbst konstruierten Wagens des Typs Ψ1 der OSE: Der "Pfadi-Spezial", das waren zwei weitgehend identisch gestaltete Wagen, welche keine Bahnanschriften aufweisen, da diese vor dem Weisseln und Dekorieren sorgfältig abgeklebt wurden. Auf einem leider nicht gespeicherten Foto sahen die Dinger sehr frisch aus, wie die Modelle. Die wohl einzige richtige Fahrt werden die Wagen die ca. 150 km von Athen ins Endlager in Amfiklia zurückgelegt haben, wo sie heute noch vorhanden sind.

    Leider habe ich keine weitere Informationen, wann, wie und warum diese Dekoration entstanden ist. Was ich aber weiss, dass dies die bisher grösste Herausforderung im grafischen Bereich war. Auch wenn das Ergebnis wie Kinderzeichnungen aussieht, aber hier musste die komplette Grafik rekonstruiert, skaliert und dann inkl. der Schriften komplett neu vierfarben-druck-tauglich gezeichnet werden. Daher dauerte es auch etwas länger, bis die Muse passte.




    Die Vorbilder vor vier Jahren, der Wagen links wurde nachgebildet. Da die Abdeckungen der Beschriftungen zwischenzeitlich abgefallen sind, ergibt sich ein etwas seltsames Erscheinungsbild.


    Christoph, das sind unterschiedliche Wagentypen. Wir vergleichen auch nicht Ae 6/6 mit Re 6/6, oder gar Re 460 :D


    Unbestritten ist, dass die etwa ein halbes Jahrhundert alte Liliput-Konstruktion keine Chance mehr hat. Da hilft auch keine Überarbeitung. Vor 20 Jahren kosteten die Modelle im Fachhandel um die 30 Franken, mit Arwico-Zuschlag versteht sich. Damals schon recht happig für das simple Ding. Ein paar technische Überarbeitungen wie KK und Federpuffer gab es, optische leider nicht.

    Ebenbürtig zur aktuellen Neuerscheinung sind die Wagen von Märklin/Klein Modellbahn. Aber auch hier wieder: Noch ein anderer Wagentyp, nämlich JMR-67


    Liliput hat den SWP-62, Albert den JMR-70


    Jetzt bräuchten wir noch einen neuen SWP-62 :thumbsup:


    Hi Marc


    Danke! Nun, technisch war ich sparsam und habe die vorhandene Beleuchtung weiterverwendet. Der Hauptscheinwerfer funktioniert einigermassen, der rote Teil (innen) der Markerlights habe ich durch Umformen der Lichtleiter versucht hinzubiegen. Hat aber eher schlecht als recht funktioniert. Die weissen australischen Markerlights funzeln im Gehäuseinneren nun ins Leere.