Beiträge von TEE1055

    Das Bendini-Projekt schläft aktuell, dafür ist eine andere Dauerbaustelle endlich zum Leben erwacht. Es geht um die Dieseltriebwagen von MAN und der berüchtigten Schiffswerft in Skaramangas, die 1990 in zwölf Doppeleinheiten an die OSE geliefert wurden. Dazu kamen Ausführungen in Meterspur für die (damaligen) Meterspurnetze in Thessalien und auf dem Peleponnes.



    Mit vier Motoren/Getriebegruppen waren die Kisten recht üppig motorisiert, leider konnte ich bislang nicht herausfinden, welcher MAN-Motortyp hier verwendet wurde. Dies ist von Interesse, weil ich noch eine korrekte Bodenbaugruppe konstruieren möchte:



    Um noch beim Vorbild zu bleiben und da es hier einige Dieselmotorkenner hat: Weiss jemand, wozu diese Gasflaschen dienen?

    Auf dem Bild erkennt man schön die an Silentblöcken aufgehängte Motorengruppe.



    Bevor wir zum Modell weitergehen, ein Bild des Vorbilds. Quasi letzter Betriebszustand, im Einsatz sind die Fahrzeuge nicht mehr. Da sich diese Ersatzteilespender im Perimeter des im letzten Jahr geräumten Flüchtlingslagers in Thessaloniki befinden, sind sie mittlerweile teilweise ein Raub der Flammen geworden.



    Das einzige, bereits länger vergriffene Modell kommt aus UK von Balkanmodels. Es ist eher eine Art Halbbausatz. Nach meinem Geschmack müssen da noch ein paar Ergänzungsarbeiten vorgenommen werden. Deshalb enthielt bereits meine erste Ätzplatine vor vier Jahren ein Detailkit, bestehend aus Fensterrahmen, Puffertellern, Rangiertritten, Lampenringen, Schienenräumern etc. Mit den Fensterrahmen kann die nicht gelungene Form der Stirnfenster korrigiert und die fehlenden Eckfenster ergänzt werden.

    Im Lieferumfang des Modells waren gelaserte Plexyglasplatten, aus denen Faltenbälge, Drehgestellblenden etc. erstellt werden sollen. Ich habe mich hier für Neukonstruktionen in 3D-Druck entschieden, ebenso wie für die fehlenden Auspuffhutzen auf dem Dach. Die passenden Kuckuck-Lüfter auf dem Dach steuerte Wagenwerk.de bei. Ausstehend ist nun noch eine passende Bodengruppe. Im Lieferumfang waren hier Teile von einem englischen Hornby-Triebwagen.

    Anstelle der Weissmetallpuffer habe ich Federpuffer von Liliputs Leichtstahlwagen angepasst. Etwas nervenaufreibend ist hier der Einbau einer Verdrehsicherung.

    Auf Seite Motorisierung sind Tenshodo-Rennsemmeldrehgestelle im Lieferumfang (würde Hermann gefallen). Eine Alternative ist das Fleischmann-Modell des DB BR 614, im Vorbild sogar technisch verwandt. Nach der Beschaffung der verkürzten Krücke auf dem Occasionsmarkt und Fahrversuchen im Vergleich mit den Tenshodo-DG stellte sich heraus, dass Letztere immer noch die bessere Alternative sind, schon rein von der Optik her, da Fleischmanns Pfannkuchenmotor den Innenraum stören würde. Nun könnte Ersterer ins Kinderzimmer wandern. Was soll ich sonst damit?


    So in etwa sah das Modell aus der Schachtel, äh Holzkiste aus. Der Faltenbalg ist bereits von mir.



    Dann, nach diversen Lötereien, präsentiert sich dieser Arbeitsstand:


    Natürlich sind die Langtextschilder auch heute in geringem Umfang noch okay, Andy baut aber in den Neunzigern, daher stellt sich diese Diskussion eigentlich gar nicht ;)

    Sehr viel interessanter finde ich das Parkverbotschild, ausgenommen für Gaszufuhr! Ich könnte mir denken, worum es sich da handelte. Es ist auch seit deutlich über einem Jahrzehnt nicht mehr aktuell. Das verlangt nach Abklärungen 8)

    Hoi Michel, ich gehe nicht davon aus, dass Liliput die Formen erneuert hat, sonst hätten sie die Modelle auch gleich richtig machen können.

    Was sie gemacht hatten, sind die Anpassungen für die Klimaanlage, Kupplungskulissen und den Steuerwagen.

    Gravuren und Details sind ansonsten Standard von vor einem halben Jahrhundert, keinerlei Unterbodendetailierung, zu flache Türnischen und immer noch die Drehgestelle der Prototypen.

    Richtig, Martin. Das ist aber nicht der Hauptzweck des Fahrzeugs, dieser ist nämlich heben, senken und transportieren. Es handelt sich um den bekannten Bendini-Bahndienstkran, im Original aus den Austin-Western-Kränen entstanden.



    Jetzt erkennt man es besser. Das Modell ist mit diversen Herausforderungen behaftet. So hat das Fahrwerk sowohl oben wie unten eine "Sichtseite". Das ist für den 3D-Druck etwas ungünstig. Ob auch das Fahrerhaus so realisiert werden kann oder ob doch auf Ätzteile zurückgegriffen werden muss, wird sich zeigen.



    Die Giftspritze hat die Peeling-Kur hinter sich. Danach stellte sich heraus, dass ich Bremsanlage vergessen hatte und die Schlitze in den Ecken des Kabäuschens noch verschlossen gehören.:rolleyes:

    Hallo Jan


    Selbstverständlich kann man die Lüfter nicht einfach verschieben, sonst wären sie wohl ab Werk krumm und schief montiert. Was ich meinte, ist dass die Lüfter am Rand um ca. 0,5mm über die Aussparung im Gehäuse vorstehen. Das heisst, man kann durch Materialabtrag am Gehäuse oder Lüfter um diesen Betrag schieben, ohne am Gehäuse Löcher zu stopfen mit der dann zwingend nötigen Neulackierung.

    Die Düsenlüfter der Märklin scheinen zu klein zu sein. Beachte die Abstände untereinander und zum Dach sowie zur weissen Linie beim Vorbildfoto oben. Bei der grünen Version fällt das natürlich weniger auf.

    Ich habe nur kurz versucht, die Lüftereinsätze der Piko von hinten herauszudrücken. Geht nicht. Möglicherweise resultieren Kampfspuren, wenn nicht, können die erwähnten 0,5mm fürs Verschieben ausgenutzt werden.

    NT steht, wenn ich mich richtig erinnere, für „Neue Technologie“ . Wie du weisst, bin ich kein Fahrleitungsmensch, daher muss dies nicht zwingend stimmen. Brücken- und Tunneltragwerke mit nur einem Isolator gab es meines Wissens nach aber vorher schon. Dies wegen der reduzierten Systemhöhe, d.h. dem Abstand zwischen dem Tragseil und dem Fahrdraht.

    Nachdem nur eine einzige Lösung zu obigem Rätsel eingegangen ist, wird es nun deutlich exotischer. Vorhang auf für den Sommerbausatz:



    Halt, das ist das Vorbild. Dieses Vehikel entdeckte ich vor drei Jahren bei der Begehung der Schrottreihe beim Athener Depot Aghios Ioannis Rentis. "It looks french", sagte ich zu meinem Kollegen. Voilà. das war nicht falsch, wie ein Blick in die Kabine bestätigt. Das Firmenschild nennt als Hersteller Remafer Usine de Reims 1980. Vermutlich kam dieses Fahrzeug als Occasion nach Griechenland. Leider sind mir keinerlei Einsatzbilder bekannt. Immerhin hat mir ein Kollege ältere Bilder ohne die nachträglich angebaute Plattform auf dem Kessel zur Verfügung gestellt.



    Da kam doch der Wunsch auf, diese Giftspritze, äh Unkrautregulierungsfahrzeug im Modell haben zu wollen. Eine kurze Recherche ergab, dass sich ein sehr ähnliches Fahrzeug als Bausatz im Programm des Französischen Kleinserienherstellers SMD Productions zu finden ist. Dieser ist mit einem Preisschild von 151 Euros nicht ganz günstig, aber was macht man nicht alles ;)


    Löten im Sommer draussen macht Laune, so wurde dieser Bausatz vor einigen Wochen in Angriff genommen. Dabei stellte sich heraus, dass da doch viele Unterschiede egalisiert werden (sollten). Es sind etwas zuviele davon, dh. das Modell wird nicht zu 100% passend, kommt aber in die Nähe. Beginnend beim Fahrwerk, musste ich das Sprengwerk entfernen. Dadurch erhält man aber noch kein modernes Fahrwerk mit Doppelschaken #Kompromiss 1

    Weiter wurden mit diversen Basteleien und zusätzlichen Teilen die Handbremse und Aufstiegstritte realisiert. Sehr mühsam war das Entfernen der Beschriftungstafeln aus den Geländern. Die Front der Kabine wurde mit eigenen L-Profilen neu gestaltet und mit Rohrstücken für die Scheinwerfer vorbereitet. Beim Bausatz sind keine Scheinwerfer vorgesehen, nur Signalhalter. Das Gleiche gilt für die Rückseite. Das Kabäuschen aus dem Bausatz kann weggelassen werden. Die Pumpengruppe weicht trotzdem deutlich ab # Kompromiss2

    Die Puffer habe ich mit den Tellern der Polnischen Kesselwagen umgebaut, immer gut wenn man mehr als die benötigten Teile bestellt. I Materialise ist teuer genug.

    Generell finde ich den Bausatz recht anspruchsvoll, gute Kenntnisse der Französischen Sprache sind Voraussetzung, denn die Bebilderung ist (zu) sparsam. Zudem weist die Anleitung diverse Fehler auf. Eindringlich wird darauf hingewiesen, ja nichts zu modifizieren, um den Bastelerfolg nicht zu gefärden. Diesem Wunsch konnte ich leider nicht entsprechen ;)



    Bei den Schildern kommt es auf die Epoche an. Gemäss Ausführungsbestimmungen der Eisenbahnverordnung sind nur noch die vereinfachten Schilder „Stromschlag tötet“ vorgesehen. Deshalb wurden die Schilder vielerorts ausgewechselt. Dies ist wohl eine Folge davon, dass heute immer weniger Leute richtig lesen und interpretieren können.

    Sehr schick, allerdings!

    Persönlich meinte ich, dass da auf der seitlichen Stützmauer auch noch ein Schutzgitter hin müsste. Zwar ist durch den NT-Ausleger ein gewisser Abstand zum Isolator gegeben, aber es könnte ja jemand auf den Ausleger latschen ;)

    Um den Neuheitenfaden nicht noch unübersichtlicher zu machen, folgt hier ein neues Thema zur Re 4/4 I von Piko. Nachdem ich gestern das erste Exemplar in Empfang nehmen konnte, hier ein Vergleich der Optik. Ob das Modell auch fährt, habe ich noch nicht getestet ;)


    Prolog: Was soll man sagen? Licht und Schatten findet man bei allen Herstellern, unter dem Strich wage ich zu behaupten, dass das Piko-Modell die bisher beste Re 4/4 I am Markt ist. In diesem Fall war ich vorinformiert, nachdem beim Arbeiten am Vorbild im letzten Frühling zwei Konstrukteure aus Sonnenberg auftauchten. Da verkaufte ich alsbald alle Trix-Modelle und einige von Lima, auf Risiko, gewissermassen. Die Art und Weise der Vermessung der Pikoianer ähnelt eher meiner. Also nichts mit 3D-Scanner und Co, was man, etwas böse gesagt, den Modellen auch ansieht. Das Niveau von z.B. REE ist dann schon noch ein Stück entfernt.


    Wenn man das Piko-Modell betrachtet, stechen zuerst die aus der Zeit gefallenen, Atombombensicheren Scheibenwischer ins Auge. Das ist aber ein kleines Problem, hier kann man Teile von Rocos Ae 4/6 nehmen. Ansonsten wirkt die Erscheinung recht stimmig.


    Im Bildvergleich: Eine vor jahrzehnten gesuperte Lima-Re 4/4 I mit neuen Scheiben und -Wischern, da letztere eine sehr skurrile Form aufwiesen, die rote Piko 10018 und ein Archivbild der Trix-Lok.


    Bevor hier Copyright-Diskussionen wie im Nachbarforum auftauchen, alle Bilder sind von mir ;)




    Die Gangseite wirkt nicht schlecht, obwohl durch die aufdringliche Gravur der Haltestange in den Fenstern diese eher etwas länglich wirken. Masslich sind sie gleich wie bei Lima.



    Den gröbsten Fehler finden wir auf der Seite mit den Düsenlüftern, wie dies auch bereits Kollegen aufgefallen ist. Die obere Reihe liegt zu tief, womit die Abstände zwischen dem Dach und der unteren Reihe nicht passen. Übrigens hat auch Märklin bei diesem Detail nicht überzeugt, wie man deutlich sehen kann.

    So etwas sollte bei einer Neukonstruktion nicht passieren. Es sind eingesetzte Teile, die Überdeckung mit der Aussenwand beträgt ca. 0,5mm. So wäre es möglich, die Lüfter nach oben zu versetzen. Da die Betriebsnummern zu fett und auf der Gangseite zu tief aufgedruckt sind, würde auch noch eine neue rote Lackierung fällig. Damit könnte auch gleich das disproportionierte Firmenschild eliminiert werden. Mal schauen...

    Bei den Drehgestellblenden stellen alle Hersteller die Federschaken vertikal dar, warum auch immer. Piko hat dafür als erster Hersteller die eingeschweissten Speichenverstärkungen.



    Piko ist übrigens der einzige Hersteller, der diese ovalen Ausbuchtungen in den Fensterrahmen nicht nachgebildet hat. Ich weiss, sieht man ja auch kaum :rolleyes: Bei den Lampen ist Lima etwas zu klein, Piko verfügt über das Gegenteil, Dito bei den Puffern. Hier kann sich jeder selber ein Urteil bilden.



    Auf dem Dach finden wir die überzeugensten Pluspunkte des Piko-Modells. Alles ist weitgehend vollständig und gut nachgebildet, besonders die Shunt-Abdeckung tritt hier positiv in Erscheinung. Seltsam ist nur, dass die Dachausrüstung geerdet dargestellt ist. Mit etwas Farbe könnte hier noch das i-Tüpfelchen gesetzt werden. An den Stromabnehmern finden wir wieder diese seltsamen Zentrierfedern und hässliche grosse Laschen an den unteren Schenkeln. Statt diese Federn anzubauen, würde Piko die Energie gescheiter in eine unsichtbarere Tiefhaltung investieren.

    Märklin fällt neben den üblichen herstellertypischen Mängeln wie zu breiten Stromabnehmern in diesem Bereich komplett ab. Die Shunthaube ist nur ein hässlicher Klotz und um es etwas spannender zu machen, wurden vorbildfreie Isolatoren und Dachleitungen ergänzt. Lima hat dafür beim Stromabnehmerantrieb Isolatoren dazuerfunden.



    Beim Vorbild sieht diese Partie so aus.



    Untenherum finden wir eine unerreichte Detailierung mit liebevoll gemachten Details, wie dem Antrieb der Sicherheitssteuerung. Die DG-Blenden sind nur horizontal beweglich, die Getriebeblöcke mit den Radsätzen auch vertikal. Eine clevere Lösung wie ich finde. Die DG-Blenden sind trotzdem breiter als bei Lima.



    Hier sehen wir im Vergleich nochmals die gehobenen Stromabnehmer. Die Dachform über dem Führerstand kam mir zuerst "zu bucklig" vor, hier gibt es beim Vorbild verschiedene Variationen. Befeuert wird dieser Eindruck durch die dort liegende Formtrennkante. Lima scheint mir von der Form her leicht stimmiger, Piko hat dafür Nietennachbildungen.

    Als Beschriftungsheini sollte ich hier auch noch meinen Senf dazugeben:


    Beitrag 1 von Roman: Dass die verfübgaren Helvetica-Schriften teils leicht vom Folienschnitt der SBB abweichen, habe ich auch schon festgestellt. Im Modell wirst du besonders beim mittleren Beispiel nichts merken, weil auch Randzonenbearbeitung (Pixel) bzw. Konturen (Vektor) in der Druckvorstufe eine Rolle spielen. Dann wirst du bei Anreibern noch etwas drücken, was die Schrift nochmals breiter macht. Die Linien um die technischen Anschriften scheinen mir dafür zu dünn.

    Im "Gestaltungshandbuch für die Schweizerischen Bundesbahnen von Josef Müller-Brockmann" ist der Hinweis enthalten, dass die erste Generation Helvetica 1982-2016 "Helvetica halbfett korrigiert" heisst, erkennbar am "Absatz" bei der Ziffer 2. Die heutige SBB-Font ist eine Weiterentwicklung daraus, die Ziffer 2 wurde unten spitzig. Wobei diese Ausführung auch früher bereits verwendet wurde, nur um die Verwirrung komplett zu machen ;)


    Beitrag von Cesi: Diese Auskunft von Historic schockiert mich ein wenig. Das ist noch schlimmer als befürchtet. Wohl schafft es Historic, seit Revisionen in Bönigen durchgeführt werden (wurden) nicht mehr, die Fahrzeuge richtig zu beschriften. Calibri ist aber noch weiter von allem entfernt, was irgendwie in der Geschichte der Schweizer Bahnen verwendet wurde, erst recht nicht bei Leichtstahlwagen.


    Beitrag 2 von Roman: Hier sieht man als Gegenprobe sehr schön, wie nahe die DIN-Schriften an die eigentlich korrekte alte Normschrift kommen. Zum Glück ist die Ziffer 7 nicht dabei, das würde dann schon auffallen ;) Die 1 weicht auch leicht ab, aber ob man das beim Modell noch sieht?

    Danke Leute, dann will ich doch mal den Vorhang heben :D Dieses Projekt ist noch in der Frühphase, daher kann das dauern...



    Der geneigte Leser wird sicher erraten, was das wird. Die Klötzchen und Linien in der Zeichnung sind Platzhalter und Begrenzungen. Diese Elemente werden dann direkt von anderen 3D-Projekten eingefügt. Eigentlich war die Reihenfolge mit der Schneeschleuder umgekehrt, aber da ich vor 1,5 Jahren Wind davon bekommen habe, dass die Schneschleudern auf der Abschussliste sind, habe ich diese vorgezogen.


    Eigentlich wollte ich zwei Griechische Projekte angehen, eines davon mit wesentlich mehr (Zeit-)Geschichte. Besonders weil mein Kollege in der Zwischenzeit den Arad-Heizwagen gefunden hatte. Diese Expedition im Frühling fiel leider Corona zum Opfer. Dann bleiben wir halt zuhause.


    Wenn ich eine Chinesische Werkbank hätte, könnte man das Modell abholen. Leider ist dies nicht der Fall, mit Teilen kann ich aber (meistens) dienen. Im Gegensatz zu den OSE-Wagen sind die Schweizer Modelle aber nicht als Bausätze konzipiert. Das heisst, es können diverse Anpassungsarbeiten anfallen.

    Das Schneeschleuderchen ist auch fertig, zumindest das Standmodell. Jetzt habe ich aber keine Lust mehr, es gibt ja noch den Sommerbausatz zum Löten und ein weiteres Bahndienstfahrzeug. Dazu gibt es später, bzw. wenn ich weitergekommen bin, mehr Informationen.


    Die Fenster sind aus Polycarbonat gefräst, interessanterweise passt die Geometrie aus der 2D-Grundkonstruktion fast nachbearbeitungsfrei. Es ist also nicht nötig, den Aufwand für eine durchgängige 3D-Konstruktion inkl. Zusammenstellung zu treiben 8)


    Bis auf die Puffer und Radsätze ist das eine Eigenkonstruktion aus 3D-Druck- und Ätzteilen. Hier haben wir die nicht selbstfahrende Modellversion, dafür lässt sich das Gehäuse auf dem Fahrwerk drehen. Die langen und kurzen Auswurfkamine lassen sich zwischen der Vorder- und Rückseite umstecken. Das Modell entspricht dem Zustand der 80- bis 90-Jahre, wobei sich diese Fahrzeuge optisch nur wenig verändert haben.


    Es fehlen noch die Firmenschilder von RACO und Beilhack (was für ein ge.... Name für einen Schneeschleuderhersteller.







    Ja, Roger, da hast du mich falsch verstanden. Liliput (Bzw. Financier Arwico) hat sich für die attraktive blaue GB-Variante entschieden, obwohl es kein nur halbwegs passendes Lokomotiven-Grossserienmodell gibt. Kürzlich gab es diese noch als zweifelhafte grüne SBB-Version. Wie zumindest der Drittklasswagen wirklich aussehen müsste, siehe oben.

    Nach den Fotos wurde es finster und mir ist aufgefallen, dass Liliput die Übergangsbleche weggelassen hat. Manchmal geht es länger, fehlende Dinge zu erkennen, ganz im Gegensatz zu Überflüssigem. Dann noch die fehlenden Griffstangen montieren und andere anmalen, voilà, der zweite Versuch:


    Die Sonntagsstrafarbeit ist auch noch rechtzeitig fertig geworden. Hier haben wir den B4ü 7214 im Zustand der Fünfzigerjahre. Neben der neuen Seitenwand waren diverse Detailänderungen nötig, wie die Fenster in den Übergangstüren. Der Rest wurde bereits früher beschrieben ;)

    Leider gibt es neben den Stahlwagen von Roco nicht wirklich brauchbarer vierachsiger Stoff aus dieser Epoche.




    Zur Erinnerung, dies war das Basismodell:


    Weil es gerade Spass macht, noch etwas Schneeschleuder, diesmal in Farbe. Natürlich wartet da noch etwas Arbeit, aber ohne die Schleuderaggregate sieht man die ganze Mimik dahinter besser.



    Beim Gotthardbahn-C4ü hatte ich nach dem letzten Fotoshooting die dumme Idee, das Dach aufzusetzen und dann wieder wegzunehmen. Das hat in Kombination mit der nicht ganz ausgehärteten Grundierung und dem ersten Deckanstrich zu einem vertitablen Schaden geführt. Das heisst, schleifen, spachteln, grundieren, alles nochmal von vorn. :facepalm:

    Das denke ich auch, einfach mit dem Spachtel abkratzen und dann mit dem Schweissgerät zusammenbraten :( Das Verbot für Asbest gilt "erst" seit 1989.


    Eigentlich wäre jetzt das Wetter, um gemütlich draussen Bausätze zusammenzulöten. Das ist natürlich auch im Programm, zuerst soll aber noch etwas fertig werden, da ein Schwung Ätzteile eingetroffen ist.

    Da ist die bekannte Schneeschleuder, jetzt etwas vollständiger und der SBB C4ü ex. Gotthardbahn als B4 7214. Da die Wagen alsbald bei den SBB recht umfangreich umgebaut wurden, muss dies im Modell auch gemacht werden. Beim Liliput-Modell wird dazu die Fensterpartie grosszügig weggeschnitten und durch ein Ätzblech ersetzt. Dazu kommen Fenster in den Übergangstüren und diverse Detailänderungen. Das Dach verliert alle Regenrinnen, dazu kommen vier neue aus Evergreen-Profilen über den Türen. Da muss noch ein Dachlüfter versetzt werden, und damit zusammenhängend, weil das WC neu in Wagenmitte zu finden ist, auch das Interieur neu zusammengepuzzelt werden.

    Die passenden Vorbildfotos finden sich in den Loki-Spezial 26 und 31 von Heinz Russenberger. Sehr empfehlenswert für alle, die sich für die komischen Dinger, die man häufig hinter Lokomotiven findet, interessieren.



    Umfangreiche Spachtelarbeit später ist der Wasemarie-Steuerwagen in der Form schon fast fertig. Für besonderen Bastelspass sorgten die lustigen Konturen der Türfüllstücke. Die ergänzten Regenrinnen sind ebenfalls Ätzteile. Vergessen ging das kleine Fenster am Wagenende, es wurde aus übrigen Teilen des Te III-Umbaus zusammengesetzt.

    An den Kastenrundungen der Stirnseite muss eventuell noch etwas nachgearbeitet werden.

    Ansonsten, wer das zuhause nachmachen möchte, ich hätte noch einen Ätzteilesatz übrig 8)


    Von REE gibt es seit einiger Zeit diesen schicken Moyse-Traktor. Diese Geräte waren (sind) so ähnlich auch in der Schweiz anzutreffen. Im Ausverkauf sind die Modelle aktuell recht günstig zu haben. Hier die generische "Extrem-Industrie"-Variante in orange.

    WS-Ausführungen gibt es meines Wissens nicht, das braucht es im Zielmarkt auch nicht. Das wäre doch etwas für Rogers Industriezone?