Rangiermodule die H Güterwagen

  • Detaillieren (Supern) der Schiebwandwagen des ACMV-Typs von Roco


    Grund


    Im Laufe der Zeit haben sich bei mir mehrere Generationen des erwähnten Roco Schiebewandwagen angesammelt. Die Modelle werden nun für die von mir bevorzugte
    Einsatzzeit 1990 - 2010 aufgepeppt. Die vorhandenen Werbewagen, bei denen die Werbung vor 1990 gelöscht wurde und ein Wagen im Ablieferungszustand werden auch
    überarbeitet. Aber eben entsprechend dem jeweiligen Zeitpunkt (für die Vitrine). Es werden alle Unterbauarten nachgebaut inkl. der erst im Jahre 2008 gebildeten
    festgekuppelten Doppeleinheiten Hilrrs.


    Die Arbeiten in der Übersicht (diese Liste wird je nach Situation nochmals überarbeitet)
    - Einbau einer Kurzkupplungskinematik (nur ältere Modelle).
    - Teilweise Ersatz der Radsätze (unrunder Lauf).
    - Einbau der Regenwasserabweisbleche (nur ältere Modelle).
    - Einbau von Hochleistungspuffer (nur ältere Modelle).
    - Plastikhandgriffe teilweise durch Messingdraht ersetzen.
    - Rangiergriffe unter Puffern einbauen.
    - Rohr der Schiebwandöffnung - Kinematik einbauen.
    - Anbringen der Verbindungsstangen bei den Bremsklötzen.
    - Bei den Unterbauarten Anbringen der diversen Leitungen.
    - Für die beiden letzten Lieferserien, Dach und Bremserbühne überarbeiten.
    - Anpassen der Wagenanschriften.
    - Altern.


    Die ersten Schiebewandwagen (Art. Nr. 4341) habe ich 1986 gekauft für, man glaubt es kaum, Fr 14.80. Eine nächste Generation sind die Wagen mit der Art. Nr. 46171,
    eine weitere mit der Art. Nr. 46747. Hier die erwähnten Modelle im Bild.


    Weitere Berichte folgen.
    Grüsse
    Albert

  • Ich bin gespannt was Du aus den Wagen herausholst.... Wie ich Dich kenne: einiges. Freue mich auf erste Ergebnisse. :)

    Gruss Roger


    78 grüne Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Für die Bohrlöcher, der Rangierergriffe, habe ich mir eine kleine Lehre hergestellt.



    Die Lehre brauche ich "nur" zum Markieren, fürs Aufbohren nehme ich die Lehre wieder weg. Die Löcher bohre ich mit dem Handbohrer, da passiert dem Plastik nichts.


    Grüsse
    Albert

  • Beim Vorbild wurde für die letzten beiden Baulose ja die gesickte Ausführung des Dachs verlassen. Und so präsentiert sich nun das Roco Wagendach nach dem entfernen der
    Sicken mit Skalpell, Feile und Schleifpapier. Weil ich beim Einsatz des Skalpells manchmal zu mutig war, mussten die Dellen mit Spachtelmasse nachbearbeitet werden ;(.



    Wie von mir befürchtet, sieht man die entfernten Sicken immer noch. Ich frage mich nun, ob das nach dem Grundieren immer noch der Fall sein wird.


    Grüsse
    Albert

  • Albert, dies ist ein bekanntes Phänomen, das ich bei Kunststoffmodellen schon öfters erlebt habe: Trotz augenscheinlichlichem vollständigen Abtragen einer hervorstehenden Partie drückt diese nach dem Grundieren durch. Da bleibt nichts anderes übeig, als die Partie nochmals zu schleifen und erneut zu grundieren.
    Durch die erste Grundierung taucht man das ganze Objekt in eine gleichmässige Farbe. Dadurch werden auch kleinste Unebenheiten oder Strukturen sichtbar, die man auf dem blanken, abgeschliffenen Rohling eliminiert glaubte.
    Nach zweitem Abschleifen und Grundieren vermischen sich die Strukturen und Schichten jeweils, so dass sich dann eine perfekte Fläche bildet, auch farblich.
    Das Risiko, den Decklack aufzutragen, wenn die Grundierung noch das Muster der abgeschliffenen Elemente zeigt, würde ich nicht eingehen. ;)

    Gruss Roger


    78 grüne Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Solche Dächer habe ich vor einigen Jahren einmal hergestellt für Wagen der ersten Serie. Gab überhaupt keine Probleme beim Abschleifen der Rippen, auch kein spachteln war notwendig. Lackiert habe ich die Dächer dann mit Humbrol aluminium matt.



    Gruss LampenHans

  • LampenHans, danke fürs Foto und die Tipps.


    Solche Dächer habe ich vor einigen Jahren einmal hergestellt für Wagen der ersten Serie.


    Meinst Du wirklich die erste Serie oder hast Du dich vertippt, ich war bis jetzt der Meinung, dass nur die beiden letzten Lieferserien dieses Typs mit glattem Dach geliefert wurden.


    Gruss
    Albert

  • Es ist gut möglich, dass es die letzen Serien waren. Was aber sicher ist: Die Wagen hatten keine Rangierbühnen. Das gelbe Handrad und Rangiertritt gab's damals als Ersatzteil von HAG. Die Beschriftung habe ich aber nicht geändert, fällt nicht auf im Fahrbetrieb (und merken eh nur Nietenzähler). Wichtiger war mir das stimmige Aussehen.



    Gruss LampenHans

  • Ein Bild drei Arbeitsschritte..., die beiden Dächer rechts haben die erste Grundierung soeben erhalten. Das Dach in der Mitte ist bereit für den alufarbigen Auftrag.
    Weil ich den Luftpinsel in letzter Zeit vorwiegend zum Altern benutzt habe und das Spritzen von "grossflächigen" Objekten etwas vernachlässigt habe.
    Ganz links mein Test Dach in verschiedenen Arbeitsstadien.


    Grüsse
    Albert

  • Auch bei diesem Projekt wird weitergearbeitet. Hier sieht man bei einem Vorbildwagen gut die Stange vom

    Bremsdreieck, die die Bremsbacken verbindet.


    Und die einzelnen Schritte bei der Umsetzung beim Roco Modell.

     


    Grüsse

    Albert

  • Die Geduld würde ich für einen Güterwagen nie aufbringen - davon sieht man ja nachher gar nichts mehr. ;) (an der Geduld kann es nicht liegen, denn im Dioramenbau produziere ich laufend Details, die man nachher kaum mehr sieht)

    Gruss Roger


    78 grüne Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Da bei der Ausführung Hilrrs die Anschriftentafeln grösser sind als bei den "gewöhnlichen" Hbils wurden die alten Tafeln weggefräst.

    Zuerst zum Vorbild (siehe Foto) oder man lese im Buch von Christian Ochsner, die Güterwagen von SBB Cargo 1999 - 2010 Seite 200.


    Zuerst die von Reto gezeichneten Anschriften in Druckform (Danke) und die Masse der Tafeln.




    Zusätzlich noch ein Bild vom verwendeten Trägermaterial.




    Beim Vorbild befinden sich die beiden Bremserbühnen jeweils an den Wagenenden. Somit konnte immer

    an der gleichen Seite der Fräser angesetzt werden. Im Bild die bearbeiteten Flächen und die Tafeln im
    Grössenvergleich zum Originalwagen inkl. Reservematerial.



    Grüsse

    Albert

  • Fräst Du von Hand mit dem Dremel oder hast Du eine Profimaschine, in der Du den Wagen irgendwie einspannen und die Fräserhöhe fixieren kannst?


    Ich müsste ein solches Problem anders lösen: mit einem scharfen Messer Umriss anritzen und das zu entfernende Material seitlich wegschnitzen... Das käme bei mir besser als mit fräsen, da ich damit freihändig arbeiten müsste, was bestimmt hässliche Ausrutscher gäbe.8|

    Gruss Roger


    78 grüne Ae 6/6


    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Genau wegen dem Muster vermutete ich auch so etwas. Danke für die Bestätigung, Erwin.

    Gruss Roger


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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.