Und zwischendurch: Der Truck aus 'Duel' in 1:87 und 1:25

  • Zwei oder drei Rücklichter: Es gab eben verschiedene Vorbilder. Nebenbei: das äusserste Lichterpaar sind bloss Rückstrahler. Deshalb auch kleiner.


    Es folgt nun ein weiteres Bild mit teilweiser Beschriftung. Damit dürfte sich das Rätsel für einige Forumisten lösen.


    Gruss Roger


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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Sehr schön gelungen und super an der Nase rumgeführt. :thumbsup:
    Manchmal denkt man nicht an das naheliegendste, was man sieht :D

    Gruss Urs

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    34 Tank-SCC / 4 Kasten-SCC und noch viele Nummernvarianten möglich :D:whistling:

    Wer mehr über diese Materie wissen möchte: www.containercars.ch

  • Aha, bei Urs hat's offenbar auch geschnackelt... nun, dann weisst Du ja auch, dass die wahre Herausforderung erst noch bevorsteht. ;)

    Gruss Roger


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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Hast Du denn den "Gegner" vom Tanklastzug in 1:87 und roter Farbe auch schon :?: ^^

    Gruss Urs

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  • Eben nicht. Glaubt man dem Internet, gibts das Modell auch nicht. :(

    Gruss Roger


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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Sodele: bei dem schwülen Wetter heute gab es nichts Schöneres als zusammen mit meiner Katze auf dem Balkon herumzufläzen. Ein kühles Getränk und ein voller Futternapf für Mensch und Tier vorausgesetzt natürlich. Während die Katze ihrem Verdauungsschlaf frönte, zeichnete ich die restlichen Anschriften für meinen Tankanhänger. So hoffe ich, dass ich die Decals morgen in Miniaturgrösse ausdrucken kann. Damit wäre dann der 'Rohbau' desselben abgeschlossen.



    Anschliessend könnte ich mich der Zugmaschine zuwenden. Diese wartet jedoch noch ennet der Grenze auf meine Abholung... in den nächsten Tagen wohl vergeblich, da mein Arbeitgeber mein tägliches Erscheinen am Arbeitsplatz erwartet... :wacko:

    Gruss Roger


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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • So, heute holte ich die längst auf der Post bereitliegende Zugmaschine ab. Das heisst: Die BASIS meines Zugmaschinen-Projekts. Diese findet sich in diesem Set von Matchbox:



    Das ist irgend eine Sammleredition von 1999 (gemäss Ebay-Verkäufer sehr selten. So selten, dass er nach dem Kauf gleich das nächste Exemplar einstellte :whistling:8) )


    Jedenfalls war lange nicht klar, ob das abgebildete Zinkdruckguss-Modell im richtigen H0-Massstab eintreffen würde. Je nach Anbieter wurde der Sattelzug als 1:64, 1:87 oder auch 1:100 deklariert. Sowohl Originalbox, Beipackzettel als auch das Modell selbst schweigen sich über den Massstab aus. So stand denn bis zum Auspacken eine vollkommene Ungewissheit im Raum. Es erwies sich, dass das Modell in etwa dem gewünschten Massstab entspricht. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, einen Tick zu gross. Vielleicht liegt dass aber auch nur an den etwas plumpen Rädern, die markenfertigungsbedingt noch eine zu weite Spurbreite aufweisen. Nichts was ich nicht verbessern oder richten könnte. Einige Tuningteile, Reifen gehören dazu, sind bereits unterwegs. Hingegen wurden die Felgen sehr gut getroffen.


    Ach ja. Das Wichtigste vorab: Es handelt sich beim Matchbox-Modell um einen Peterbilt von 1939. Nötig wäre einer von 1955. (Diese Epoche bietet ums Verrecken kein Hersteller an, egal in welchem Massstab - keine Ahnung warum. Dabei wird das kultige Sattelzuggespann weltweit seit mehreren Dekaden von unzähligen Fans herbeigesehnt...)
    Meine Herren: 16 Jahre Fahrzeugtechnik gehen nicht spurlos vorüber. Will sagen: ich kann wohl den Vorkriegs-Traktor da und dort anpassen, aber ein reinrassiger '55er wird er nie werden. Zumal mir als Basis ein winziger (H0) Zinkdruckgussklumpen dient. In grösseren Massstäben, also im Plastikmodellbau (1:25) sähe das schon anders aus. Doch davon später.


    Erst einmal legte ich den originalen Pep-Boys-Anhänger wieder in die Schachtel. Dann platzierte ich meinen fertig beschrifteten Hänger (auch das ist und bleibt lediglich ein typähnliches Eigenfabrikat und keine minutiöse Modellumsetzung gegenüber dem Vorbild) hinter die Zugmaschinenbasis:



    Auch ohne Räder (die liegen im Keller) sieht man durchaus, was es werden soll - vorausgesetzt man hat das Rätsel gelöst. :phat:



    Was müsste man am Pep-Boys-Traktor denn ändern, damit er dem 1955er-Modell entspricht? Fast alles. Die Kabine ist zu sehr gepfeilt, der Kühlergrill ist vollkommen verschieden, die Vorderkotflügel müssen abgeändert werden, die Aussenrückspiegel ebenfalls, Luftfilter fehlen, Tankformen und Lage stimmen nicht überein Boxen, Tritte - alles anders....und und und...
    Was davon alles realisiert wird, weiss ich noch nicht, Dann kommen noch alle Änderungen, das aus einem x-beliebigen '55er Peterbilt jener ganz Bestimmte wird, der weltweit Kultstatus erlangte...




    So sieht das unveränderte Matchbox-Zugfahrzeug aus. Peterbilt von 1939... Wie es sich verändert, ist Thema der folgenden Beiträge. :)

    Gruss Roger


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  • "AHA!!!!" dachte ich: "das wäre ein Ansteckteil aus Kunststoff gewesen", als ich den zähen Schleim, das einmal ein Differential mit Blattfedern darstellte, das sich vom Metallchassis löste, nachdem ich ebenselbiges vom Abbeizmittel reinigte...


    "AHA!!!!" dachte ich: "dort hätte ich nicht so viel wegfeilen sollen", als der Mittelsteg der Frontscheibe herausbrach, beim Versuch, die Kabinenpfeilung zu verringern....



    Mit anderen Worten: die Zugmaschine ist arg ramponiert und ich bin heute weiter entfernt vom Resultat als je zuvor.... :?::facepalm:

    Gruss Roger


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  • Roger,


    Manchmal frage ich mich, ob es der Aufwand wert ist, aus einem völlig falschen Modell unter grössten Mühen ein einigermassen richtiges Modell zu erhalten. Warum fängst du nicht bei Null an? So bekommst du von Beginn weg was du haben willst?

    Gruss Erwin



    Wer rast, der verpasst das Leben.


    Kein Platz für weitere Sammelstücke ist nur eine faule Ausrede. ;) Es gibt für alles eine Lösung.

  • Erwin, das habe ich mir auch schon überlegt. Bei einem grösseren Massstab wäre das sicher die erste Wahl. Aber gewisse Mühen gehören nun Mal zum Selbstbau.
    Es gibt übrigens einen US-Anbieter, welcher das Gespann als 3-D-Druck anbietet. Aber für den stolzen Preis von 85 Dollar erhält man einen Riesenmurks. Lohnt sich keinesfalls.


    Je grösser die Mühen, desto stolzer ist man auf eingelungenes Ergebnis. Dass der Truck am Ende nahezu wie ein 55er aussehen soll bereitet ja erst die Mühe. Der herausgebrochene Mittelsteg nahm ich in Kauf. Lediglich das übersehene Kunststoffteil am Chassis ist ein ärgerlicher Unfall. Aber durch die Lackierung schienen die beiden Teile wie aus einem Guss.
    Ein weiteres ärgerliches Malheur unterlief mir beim Feinschliff: ich streifte mit der Gegenseite der Feile unbewusst und unbemerkt an einer Kante, die eigentlich hätte bleiben sollen... 1:87 ist eben schon sehr diffizil. Vor allem bei so komplexen Hohlformen, wie die Kabine es ist. ^^


    Abgesehen davon würde ich mich nicht wundern, wenn ich am Schluss alles wegschmeisse und die Zugmaschine selber baue...

    Gruss Roger


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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Wenn man so die Bilder betrachtet... es kommt vielleicht doch noch gut. ^^ Und ich bin ganz froh, wenn ich die Kabine nicht von Grund auf selber bauen muss. Es bleibt auch so noch viel zu verspachteln, anzusetzen und abzufeilen. 8)



    Vielleicht werde ich noch das Chassis kürzen. Es kommt beim Vorbild zwar auch ein Longbase-Chassis vor, doch ganz ursprünglich, also das allererste Original wurde durch einen Shortbase-Truck dargestellt. Ach, meine Ausführung ist eh eine Mischung: von allen ein bisschen... :rolleyes:

    Gruss Roger


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  • Nachdem nun doch einige mein Rätsel gelöst haben - es ist mit all den Angaben mittlerweile auch einfach zu googlen - werde ich die Lösung auch denen näherbringen, die Steven Spielbergs ersten vollständig erhaltenen Fernsehfilm (wurde nach Drehen weiterer Sequenzen dann noch ins Kino gebracht, da der Fernsehfilm in den USA einschlug wie eine Bombe). Das war 1971 und der Streifen heisst 'Duel' - auf Deutsch (man ahnt es schon: 'Duell'). Die Handlung ist schnell erzählt: Da wird ein spiessiger Vertreter durch einen Truck (ja, den Fahrer desselben sieht man nie) grundlos schickaniert, als sich diese auf einer kalifornischen Wüstenstrasse zufällig begegnen. Das ganze schaukelt sich immer weiter hoch und nimmt groteske Ausmasse an. Purer Psycho-Horror. Dieser Low-Budget-Film war Steven Spielbergs Durchbruch.


    Für jene, die alte Lastwagen, Roadmovies und Spannung mögen sei der Film wärmstens empfohlen. Aber jene werden ihn bestimmt schon kennen... :D



    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Duell_(Film)

    Gruss Roger


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  • Was schon nur ein neuer Kühler ausmacht...



    Der Einsatz mit den Rippen habe ich zunächst aus hauchdünnen Evergreen-Stäbchen einzeln geleimt. Sah nicht mal schlecht aus. Das Ergebnis erinnerte mich an den geriffelten Rand einer Tube.... und daraus ist jetzt der Grill gemacht. Da am unteren Ende am Truck noch allerhande abgeändert werden muss, habe ich den unteren Abschluss des Kühlers noch nicht fertiggestellt.


    Aber erst mal muss die gespachtelte Kabine verschliffen werden.

    Gruss Roger


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  • Wie problematisch Dinge oft auf Fotos wirken/aussehen, sieht man z.B. bei Bild 11 (Seitenansicht des Aufliegers), bei dem sich leichte wellenförmige Muster abzeichnen. Ich bin überzeugt, dass Roger - wie immer - vorzügliche Arbeit geleistet hat und man das selbst in der Nahansicht nicht sieht. Aber eben auf dem Foto . . .
    Immer wieder faszinierend, welche Projekte Roger anpackt und mit welchen Mitteln er Super Ergenisse erzielt. Bin sehr gespannt, wie es weitergeht . . . :) :) :)

  • Ich habe mir den Film letzte Nacht angeschaut. Das hat mich gepackt und ich musste ihn zu Ende sehen. Das Brummen des Trucks hallt wohl noch lange nach in meinem Kopf...... :huh:
    Das war aber allerbeste Unterhaltung. Heute auf der Autobahn zuckte ich kurz zusammen, als plötzlich der Milchlastwagen vor mir auftauchte :!:


    Ja, der neue Kühler wirkt scho richtig stimmig. Gespannt bin ich dann auf die Alterung der Maschine.


    Martin

  • Doch Günther, diese Wellen sieht man auch von Auge. Sie bildeten sich aber in diesem Ausmass erst nach der Silberlackierung (sonst hätte ich nochmals gespachtelt) Leider stammen diese Stellen vom Spachtel selbst, da er den an dieser Stelle hauchdünnen Kunststoff anlöste und verformte. Auftragen von weiterem Spachtel bringt nicht viel, da das ganze Anlösetheater gleich wieder losgeht. Dabei verwendete ich explizit Modellbauspachtel... Die bis anhin benutzen Spachtelmassen konnte ich trotz aufsuchen verschiedener Baumärkte nicht mehr auftreiben. ?(


    Nun, ich hoffe immer noch, dass nach der Alterung solche Stellen nicht mehr sichtbar sind. Und sonst ist der alte Tanker dort eben verbeult...


    Martin, ich hoffe, dass Du den Film in guter Qualität angeschaut hast. Als ich ihn vor einigen Tagen auf dem i-Pad mit YT gesehen habe, ruckelte die deutsche Fassung ziemlich stark, was das Vergnügen ziemlichen schmälerte. Die englische Version ist besser.... und viel gesprochen wird ja nicht. ;(

    Gruss Roger


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    Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.

  • Ja, ich habe die originale Version geschaut. Die wenigen Dialoge hat man einwandfrei verstanden und die Qualität war für das Alter des Filmes und YT erstaunlich gut :)


    Gruess Martin

  • Um Mittag präsentierte sich die Kabine so:




    Inzwischen wurde die neue Dachrinne vorne angebracht, die durch das Verflachen der Kabinenpfeilung natürlich weggeschliffen werden musste.



    Knifflig war auch der Fensterrahmen, der - wie die Dachrinne - aus einem 0,3mm Runddraht aus einem Stück gebogen wurde. Bis der in die Öffnung passte.... Naja, etwas Feinspachtelarbeiten sind noch nötig, wie man auf den stark vergrösserten Bildern sieht. Immerhin: Die Kabine, bzw. die genannten Details wirken im Original sehr filigran und stimmig. Zum Vergleich nochmals ein Bild vor jeglichen Eingriffen:



    Die Selbstbau-Fensterstrebe wirkt ungleich dünner und kommt damit dem Original bedeutend näher. :)


    PS: Die Fanfare auf dem Dach wird dirch ein Ansetzteil ersetzt, keine Angst.

    Gruss Roger


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