Märklin Neuheit Ce 6/8 III, 14305

  • Märklin hat sein Spur 1 Krokodil überarbeitet, bzw als Zinkdruckguss Modell mit Messingteilen neu aufgelegt. Die Stromabnehmer sind nun im digital Betrieb heb- und senkbar, eine digtal schaltbare Kupplung ist beidseitig eingebaut und wie heute üblich eine umfangreiche Soundausstattung. Einziger Wermutstropfen ist der Preis mit EUR 3500. Allerdings dürfte dieses Modell kaum dem von Modelbex nachstehen, so gesehen passt der Preis sicher. Die Fotos im Neuheitenkatalog sehen auf alle Fälle vielversprechend aus. Zu finden ab Seite 170 im Neuheiten Katalog 2019.

  • Märklin hat die Spur l- Lok sogar neu konstruiert.

    Jetzt ist es eine Ce 6/8 lll mit Winterthurer Schragstangenantrieb, vor Jahrzehnten ( etwa 1985) brachte Märklin die Ce 6/8 ll mit Stangenantrieb über Dreieckstange.

  • im Hallwilersee soll es einen Kaiman geben? Bisher existiert kein Foto davon. Auf dem Weg dorthin, kommt man bei Roger Suter Meggen / Adligenswil vorbei, dort hat(te) es ein Krokodil. Diese 20 Meter langen "Reptilien" verstecken sich ganz und gar nicht. Sie warten, bis ein "Opfer" vorbei kommt, und senden dann das heimliche Signal aus, "du willst mich unbedingt haben". 5 Monate war ich immun dagegen, weil (nur für mein Empfinden) etwas gar viel Digital Zeugs verbaut. Aber auch Märklin Mechanik setzt neue Massstäbe! Kann nichts dafür, 89 Kilo können nicht gegen 131`000 Kilo dagegenhalten.


    Märklin Krokodil 55681 Spur I SBB Krokodil Ce 6/8 III 14305 grün.


    Unter dem Strich dürfte dieses Krokodil 55681 die Spur I Liebhaber begeistern. Die Detaillierung ist für ein Grossserien-Modell einzigartig :thumbsup: und dennoch ist es relativ robust gebaut. Angenommen die Legierung hält beim Zinkdruck, was man von ihr erwartet, wird die Version 55681 trotz ihrer feinen Detaillierung die Lebensdauer der "alten" Spur I Krokodil-Verwandten z.B. Modell 5757 Ce 6/8 II braun von 1984 überleben. Deren Kunststoff Gehäuse sind, auch schon 35 jährig, ganz spröde geworden, besonders die angesetzten Details ebenfalls meist aus Kunststoff. Bei Christie`s brachte ein Exemplar 5757 1989 umgerechnet in CHF, über 10`000.- . Ein üblicher Sammlerpreis Preis um 1989/1990 herum war um die CHF 3500.- bis 4800.- Heute ist es - bezogen auf den damaligen Preis, nahezu "wertlos". Je nach Erhaltung und Modell Variante bewegen sich die Preise heutzutage um CHF 250.- bis 800.- herum. Oft ist der aktuelle Preis +/- CHF 350.- Der emotionelle Wert lässt sich zum Glück nicht nehmen. Fällt das 35 jährige Krokodil nicht auseinander, habe ich genau so Freude daran, wie damals!


    Die Limitierung auf "nur" 3300 Exemplare machte unheimlich viel Eindruck. Die Gier oder Sehnsucht, "ich möchte es unbedingt haben", bez. umgekehrt: man könnte womöglich etwas verpassen und leer ausgehen, gab es auch schon vor 35 Jahren, vor 70 Jahren und auch schon vor 10`000 Jahren...


    Nüchtern betrachtet ist in Spur I und in der Preislage die Auflage von 3300 Stück keine nennenswerte Limitierung. Eher im Gegenteil, es ist eine Kunst, so viele Spur I Loks überhaupt unter die Leute zu bringen! Zertifikat hin oder her. Es gab ja noch dazu die grüne limitierte Version und andere Sonderserien. Dazu leicht später die normale Spur I Ce 6/8 II. Insgesamt gibt es von Märklin rund gut 10`000-12`000 Krokodil Exemplare Ce 6/8 II Basis 5757 aus der Serie ab 1984. Für so eine Grossauflage, dazu kann man Märklin nur Gratulieren. Selbst in H0 werden 12`000 Auflagen meistens nicht mehr erreicht, teils nicht annähernd. Hätte jemand 1984 Geduld für 35 Jahre gehabt, 2019 bekommt man mit dem 55681 den besseren Gegenwert. Für mich bleibt es ein Rätsel, wieso man für das Märklin Flaggschiff SBB Krokodil Ce 6/8 II Kunststoff-Gehäuse verwendete? Zumal etwa zur selben Zeit 1989 mit der deutschen EG-589 / BR-191 ein Spur I Modell ganz in Zink-Druckguss auf den Markt kam, welches für damalige Verhältnisse ebenfalls perfekt detailliert war.


    Märklin 55681 SBB Ce 6/8 III 14305 Spur I Bj. ab 2019

      


    An der Märklin Lok Spur I 55681 gefällt mir die unglaubliche Detaillierung, welche einem im 1. Moment gar nicht so auffällt. Das Vorbild Ce 6/8 III wirkt im Vergleich zur Ce 6/8 II viel einfach und "glatter". Doch schaut man genauer hin, erkennt man erst die exakte Ausführung:thumbsup:.


     


      


      


      


      


    Die Übergangsbleche sind vorbildgetreu angefertigt und können dennoch entriegelt "flach" gelegt werden!


    Es gelten die Kleinserien Messing Modelle als äusserlich exakte perfekte schöne Modelle, welche nicht gut laufen. Das kann fallweise zutreffend sein, so pauschal stimmt so ein Zitat sicher nicht. Hier komme ich zu einem anderen Schluss: Vergleicht man das ca. 30 jährige Lemaco Messing Spur I Modell SBB Ce 6/8 III, damals unbestritten das Beste, dann ist ihm die aktuelle Märklin Version hart an den Fersen. Umgekehrt an die weichen sanften, dennoch kraftvollen - analogen - Lemaco Fahreigenschaften reicht das Märklin Modell nicht ganz heran, egal wie man die CV-Werte einstellen will, mal abgesehen davon, dass es am Lemaco Modell nichts einzustellen gibt, das läuft schon ganz von selber perfekt und das seit 30 Jahren!


    Das soll keine Kritik an Märklin sein, es ist der Markt, welcher diese Digital-Kultur verlangt. Immerhin sei vermerkt, mein Exemplar 55681 musste mit einem klassischen 40-50 jährigen HAG H0 Trafo Nr. 650, 48 VA vorlieb nehmen. Was ausdrücklich ganz und gar nicht empfohlen wird! Durch den Umschaltimpuls kann der Decoder Schaden nehmen!!! Ich hatte sowieso vor, diese Lok auf DC Analog umzubauen und ging daher dieses Risiko ein, den Dekoder schmoren zu lassen. Jetzt ist es aber so, dass konkret dieser hier eingebaute Decoder einen ganzen Abend lang, mindestens 50 Impulse vom alten HAG Trafo 650, einwandfrei ertragen hat:thumbsup:. Meistens ist es so, entweder "kracht" der Decoder - wenn er die alten Trafos nicht verträgt, schon beim aller ersten Umschaltvorgang!!! Aus hinlänglich bekannten Gründen. Oder aber der Decoder ist etwas aufwändiger erstellt und mag die Impulse der alten 20-60 jährigen Blech-Trafos vertragen.


    Grund könnte sein, dass es aus unterschiedlichsten Motivationen und Gründen, viel mehr als gedacht, immer noch alte Leute gibt, die sich einfach nicht vom alten Blech Trafo trennen mögen? Für den Hersteller ergibt sich folgende Situation: Die Kunden, welche Digital positiv gegenüber stehen, haben schon längstens umgestellt, teils vor Jahrzehnten. Die Analogen wollen einfach nicht so schnell aussterben und würden dennoch dann und wann Neuheiten kaufen. Ein eingefleischter Analog Modellbahner auf Digital umzustimmen, ist unter dem Strich für das Werk einen grösseren Aufwand, als einen besseren Decoder zu verbauen. Somit können beide "Glaubensrichtungen" glücklich werden.


    Ob meine Vermutung stimmt, oder einfach nur Glück habe, weiss ich nicht!! Solange von Märklin keine klare Stellungsnahme erfolgt, gilt nach wie vor die Regel, dass Trafos welcher älter sind, als das Baujahr der Lok, insbesondere alte Trafos aus der Analog Epoche, die Decoder zerstören! meist reicht schon der aller 1. Umschaltimpuls!! Wer in dem Bereich herum experimentiert, muss es selber wissen, risikofreudig sein und allfällige Schäden selber "ausbaden". Ich übernehme ausdrücklich keine Haftung.


    Konkret dieser hier verbaute Decoder will einfach nicht defekt gehen. Soll mir auch recht sein. (DC Analog ist ab Werk gesperrt, weil gemäss Beschreibung der Auslauf nicht mit den anderen Einstellungen harmoniert!) Der Decoder erkennt ab Werk folgende Varianten: ACC "Wechselstrom" digital. AC Wechselstrom analog. DCC Gleichstrom Digital.


    Alles in allem ein erstaunliches neues und attraktives Märklin Modell:).


    Gruss

    Hermann

  • Anmerkung zu den Fahreigenschaften zum neuen Märklin 55681 Spur I Krokodil Ce 6/8 III 14305


    Die Langsamfahr-Eigenschaften sind schlicht fantastisch! Für eine Radumdrehung das geht gleichmässig bis 5 Sekunden!!! und ungleichmässig stotternd geht es bis ca. 7-8 Sekunden. Das sind auch beim Vorbild Geschwindigkeiten zum Rangieren.


    Anderst als in vielen Werbe-Texten vermerkt, es hat keinen Zentral Motor! Je ein Motor pro Drehgestell treibt über die Welle die Triebstangen an. Es hat, - Vorbildgetreu - keine Zahnräder an den Triebrädern.


    Die Front Beleuchtung, anderst als in der Anleitung vermerkt, bleibt auch im Analogbetrieb sehr konstant und beginnt schon bei minimalster Geschwindigkeit, oder gar noch im Stillstand beim aufdrehen.


    Den Puffer Kondensator, besondere bei Spur I, verstehe ich nicht so richtig. Das wird bestimmt für die digitale Fraktion gedacht sein. Ein Kondensator benötigt genügend Strom. Im Kriechbereich, insbesondere beim analogen Anfahren, ist der Effekt nahe 0, dann wäre dies aber nützlich. Beim "schnellen" fahren ist die Wirkung immens. Achtung bei zu kurzen (analogen) Gleistrennungen vor Signalen, oder spätestens wer analog oder digital egal, auf einen Prellbock zurast und zu spät auf < "40 km/h" abbremst. Niemand will das schwere Krokodil Unglück Wädenswil 1948 in I:32 reproduzieren. Nun ja, bei genügendem Tempo hat auch eine klassische Schwungmasse längstens genug Power, Weichenherze etc sanft zu durchfahren. Zumal bei einem langen Krokodil normalerweise eh keine ungewollten stromfreie Gleis-Stellen vorhanden sind. Das ist mehr ein Thema für kurze Rangier Traktoren.


    Die besten Langsamfahreigenschaften sind nicht beim Anfahren sondern beim Bremsen nach schneller Fahrt zu erreichen. Wer will, kann ewigs dem Krokdodil beim langsamsten kriechen zusehen, notabene äussert gleichmässig ohne jede Ruckungen und stottern.


    Achtung beim zu schnellen Fahren, z. B. mit einem Analog Trafo von HAG (analog Märklin dürfte wohl dito sein). Wohl bereitet der Umschaltimpuls keine Mühe, aber zu hohe Voltzahlen per se. Das Krokodil ist keine Raser-Lok. Es erfüllt im Tempo die modernen Erwartungen der Modellbahner an korrekte massstäbliche Geschwindigkeiten. Etwa umgerechnet 75 km/h erreicht das Modell spielend bei 12 Volt. 14 Volt ist noch knapp in der Toleranz, 8)15-16 Volt und mehr werden als Befehl zum Umschalten interpretiert!!! Die Mechanik hält einiges aus und ist offenbar wie ein John-Deere robust ausgelegt. Dennoch tut es einem weh bis in die Knochen, wenn die beiden Motoren bei voller Fahrt ungewollt plötzlich selbstständig in den Rückwärtsgang schalten. Den Wellen und dem Getriebe tut das ganz bestimmt nicht gut. Bei alten Traktoren 1:1 macht man das nur einmal. Bei alten Trafos den Regler nur etwa 2/3 aufdrehen. Was auch immer, bei 12 Volt sollte man nicht mehr weiter aufdrehen, es läuft dann eh schon 75-80 km/h.


    Wie bei Digital üblich, entspricht das Fahren den Eigenschaften von Komputern. So lange Strom da ist, ist nahezu alles in einer gewissen Bandbreite einstellbar. Sobald kein Strom mehr da ist, stellenweise trotz Puffer Kondensator, - je nach Situation sehr unterschiedlich , fährt das Modell ruckig. In keinem Fall die Räder von Hand drehen wollen! Man würde die Mechanik zerstören.


    Haftreifen sind keine mehr vorhanden, diese vermisst man auch nicht. Das Gewicht und die aufwändige Mechanik erzeugen mindestens so viel Zugkraft, wie im Verhältnis das Original. Auch vor 50 Promille Rampen schreckt diese Märklin Ce 6/8 III nicht zurück.


    Das Modell läuft sehr leise und ruhig im Gleis, selbst bei LGB Gleisprofilen, welche in Grunde nicht für 1:32 Modelle gedacht waren.


    Etwas gewöhnungsbedürftig (für mich) ist die Anleitung: Immerhin heisst es nicht, wenn sie was wissen wollen, im Internet nachsehen. Es hat eine ausgiebige Papier-Anleitung:). Diese befasst sich zu einem erheblichen Anteil mit Gefahren-Hinweisen, derart ausführlich, dass war noch nicht einmal bei "Starkstrom" Spur I Loks in den 1920-er der Fall. Zum anderen sind über ganz viele Seiten CV-Einstellungen vermerkt. Märklin hat sich wohl alle Mühe gegeben, die hinterste und letzte Frage in dem Bereich zu beantworten. Andere Bemerkungen über die Materialien und eine Explosionszeichnung sind mir nicht aufgefallen, gehört das nicht mehr dazu?


    Alles in allem ist Märklin ein Krokodil gelungen, an dem besonders die digitalen Erwartungen erfüllt werden sollen. Aber auch die Analogen Kunden kommen damit nicht zu kurz. Märklin hat da wirklich ein Prachtsmodell verwirklicht.


    Gruss

    Hermann

  • Hermann,


    .....ich beneide Dich schon und nicht gerade wenig :D


    Als Dompteur vom Original bin ich auch der Meinung, dass das Märklin Modell ganz gut gelungen ist. Nur der Hut des Lokführers geht gar nicht :blackeye:, den kannst Du aber auch gut bearbeiten/entfernen.

    Was nicht angesprochen wurde in Deinem Beitrag ist, dass die Farbgebung gegenüber dem heutigen Anstrich am Original nicht identisch ist.

    Der von Märklin in Spur 1 verwendete Anstrich zeigt die Zeit nach der Fahrwerksrevision in Meiningen im November 2017 und Ende Januar 2018. In diesem Zeitraum waren sämtliche Aufstiegsstangen gelb, heute sind diese schwarz.

    Auch die Lampengehäuse der Stirnbeleuchtung wechselten im Januar 2018 die Farbe und sind jetzt schwarz.

    Das Revisionsdatum welches klar den deutschen Gepflogenheiten entspricht ist durch eine helvetisierte Version ersetzt worden.


    Auf unserer Facebook Seite „Verein Krokodil 14305“ sind viele Bilder zu sehen.

    Viel Spass mit dem Krokodil!


    Es Grüsst dr

    Tinu


  • Guten Abend Tinu,

    ... dann beneiden wir uns gegenseitig :rolleyes:! Was willst Du mehr als sogar am Original per Handrad den Stufenschalter bedienen :thumbsup:.


    Ich bewundere Leute welche dies können! Hoffentlich hat die Ce 6/8 III eine bereits etwas weiter entwickelte Bedienung für den Lokführer gegenüber den vorherigen Ce 6/8 II? Für eine einzige Fahrstufe, eine GANZE Umdrehung ausführen und noch "schlimmer": es sind immer die selben Fahrstufen zu schalten, egal ob man elektrisch bremsen oder beschleunigen will, da diese Umstellung per separaten Hebel zu erfolgen hat! Heute mag auch eine Ae 6/6 Bedienung altertümlich wirken, aber gegen ein altes Krokodil der reine Luxus. Das Handrad nach Rechts = fahren, nach links = elektrisch bremsen. Eine Verwechslung von Fahren mit Bremsen ist da eigentlich ausgeschlossen, dazu noch übersichtlicher und sicherer.


    Die Stellung vom Ce 6/8 Wendeschalter ist auch nicht ganz unwesentlich, da den Überblick nicht zu verlieren ist bewundernswert! Ich würde mir das nicht zutrauen. Man sollte sich ja nicht zu stark mit dem Fahren an sich beschäftigt sein, sondern primär entspannt und souverän die Strecke beobachten, um die Signalbilder richtig zu interpretieren. ETCS Level II, gab es noch ganz lange nicht.


    Lackierung:

    Das finde ich jetzt nicht so schlimm. Irgend wann mal sind die Modell-Vorbereitungen halt abgeschlossen, auch wenn es nicht 100% übereinstimmt. Wobei Märklin hat sich selber in die Nesseln gesetzt, wenn sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich um die aktuelle Maschine handelt...


    Bei Vorbild-Loks, welche seit 80 bis 100 Jahren existieren und immer wieder Veränderungen ausgesetzt waren, und gleichzeitig Sammler, welche sich immer wie mehr am Vorbild orientieren, da wird es für den Hersteller offenbar schwierig, immer alles richtig auszuführen.


    Anderseits wäre es komisch, wenn man uns Lokomotiven-Sammlern im Jahre 2019 eine stark verkleinerte 2-achsige deutsche E-18 vorsetzen könnte. Trix-Express Modell Ursprung von 1935, später an den Schweizer Hersteller nach dem Krieg weiter verkauft, statt entsorgt. Ein Schiebebild "SBB-CFF " drauf kleben und fertig ist die SBB Re 4/4 I. So geschehen bei Buco H0 als preiswerte Alternative, dieses Vorgehen wurde nicht wirklich akzeptiert. Trotzdem versuchte es nochmals Liliput, mit dem selben Resultat. Ein einfachstes Spielmodell E-18 mit SBB-CFF überkleben, dass akzeptierten Schweizer Kunden niemals, noch nicht einmal Kinder. Wünschbar und machbar, dass war schon immer ein heisses Eisen zwischen dem Hersteller und Kundschaft.


    Immerhin, das Grün der Märklin 14305 stimmt recht gut :thumbsup:. Als Vergleich: die ältere Lematec Ce 6/8 III hat gemäss Angaben exakt den richtigen SBB Farbton gewählt! Das Resultat war nicht :thumbsup:, sondern :thumbdown:. Oft wird deutlich unterschätz, dass unterschiedlich grosse Flächen markant differenziert im Farbton wirken! Das SBB Grün mag im Laufe der Jahrzehnte helle und dunklere Grün durchlaufen haben, aber annähernd schwarz war es nie. So passiert bei Lematec Spur I in den 1990-er. Der Preis betrug ca. CHF 10`000.- und Lemaco verkaufte das Modell trotzdem... Fehler ist ein Teil vom Mensch sein.


    Gruss

    Hermann

  • Hermann,

    Die Bedienung ist schon angenehmer als bei einem Teil der Ce 6/8 II. Es gab ja verschiedene Versionen der Ce 6/8 II.

    Wie zum Beispiel bei der Ae 6/6 reicht es das Handrad auf die nächste Zahl zu drehen und der Elektromotor schaltet das Stufenschaltwerk rauf oder runter.

    Der Wendeschalter hat vier Stellungen, nebst der Nullstellung sind dies Vorwärts, Vorwärts elektrisch Bremsen und Rückwärts. Da gewöhnt man sich daran vor dem Aufschalten der Stufen, nochmal die Stellung des Wendeschalters zu prüfen.


    Das Märklin die Farbgebung des Modell‘s als die aktuelle „Verkauft“ ist schon schade, klar es gibt den Zeitpunkt bei dem das Projekt „eingefroren“ wird um die Produktion zu starten.


    Die Ce 6/8 III sind in ihrer Laufzeit sehr wenig umgebaut resp. verändert worden. Die sichtbarste und markanteste mechanische Veränderung dürfte die Versetzung der Fahrmotor-Shunt‘s sein. Diese wurden circa 1957 von oberhalb der Vorlaufachsen in die Vorbauten versetzt, dort waren sie besser gegen Verschmutzung geschützt.


    Sollte der Fall eintreten, dass ich doch noch so ein Modell ergattern werde kann ich es nicht ausschliessen, dies dem Original anzupassen. Der Baselbieter sagt dazu: „Mir wei luege...!“ :crazy:


    Tinu :D

  • Der Wendeschalter hat vier Stellungen, nebst der Nullstellung sind dies Vorwärts, Vorwärts elektrisch Bremsen und Rückwärts. Da gewöhnt man sich daran vor dem Aufschalten der Stufen, nochmal die Stellung des Wendeschalters zu prüfen.

    Wädenswil lässt grüssen (damals gab's nicht mal die Meldelampe für die Stellung 'Bremsen vorwärts'). Bei diesem Unfall handelte es sich allerdings um eine Ce 6/8 II.


     

  • René,

    Bist Du mit den Krokodilen auch noch gefahren ?

    Die Ae 6/6 hatten Meldelampen, vielleicht auch eine Lehre aus „Wädenswil“.


    Gruess

    Tinu

  • Auf der Strecke nur die 14278 (Bi) und die 14276 (Ls), am Hoger vermutlich noch weitere aus der Serie der nicht umgebauten Ce 6/8 - ist schon sooo... lange her. Das Unfallgeschehen von Wädenswil hat mir ein älterer Kollege ziemlich detailliert beschrieben: Er war damals noch in Zü als Heizer stationiert und musste mit (Dampf)lok und Hilfswagen kurz nach dem Unfall ausrücken.


    Bei der Ae 6/6 hatte(n) die Meldelampe(n) weniger den Zweck, generell den Fahr- oder Bremsmodus anzuzeigen, sondern eher das korrekte Umstellen aller Wendeschalter in Fahr- bzw. Bremsstellung ... ganz im Sinne: "Wieso läuft jetzt dieser Cheibe-Stufenschalter nicht hoch? - Aha, etwas klemmt wohl, nochmals mit dem Handrad hin und her schalten, ah, jetzt ist's wie es sein soll ... tatak -tatak- tatak ...". Aber im Grossen und Ganzen waren solche Störungen auf den Ae 6/6 früher sehr, sehr selten; eine gröbere Störung am Stufenschalter erlebte ich ein einziges Mal und musste (wegen total abgeschliffenen Kohlebürsten am Stufenschaltermotor :thumbdown:) auf offener Strecke den Handbetrieb einrichten. Das war kurz nach der umstrittenen Divisionalisierung - am präventiven Unterhalt waren die neuen "Machthaber" nicht mehr interessiert ...